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15.11.2020 – Cheltenham – Shloer Chase – Pick: Put The Kettle On

Pferderennen in England

15:25 Shloer Chase – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.199 m  |  Preisgeld: 60.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Defi Du Seuil: Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend, er hat aber hier eine lange Pause im Rücken und kam letztes Jahr aus einer solchen Pause in Bestform zurück. 2018 war das nicht so, aber da heute zwei Hauptkonkurrenten auszufallen drohen, stehen seine Chancen nicht schlecht.

Put The Kettle On: Der Stowaway Sohn von Trainer Henry De Bromhead begann seine Karriere 2018 auf dem Kurs in Clonmel, allerdings brauchte er in diesem ersten Jahr gleich drei Anläufe, um seinen Maidensieg feiern zu können, der ihm im November in Navan über 3219m gelang. Der Rest der Saiso 2018 / 19 verlief eher ruhig mit einigen dritten Plätzen in soliden Handicaps mit einem Rating bis zu 111.

Interessant wurde es vor allem dann gegen Ende der Saison, wo Put The Kettle On den Wechsel aus den Hürden in die Chase Disziplin wechselte und auf Anhieb seine ersten drei Rennen gewinnen konnte. Das erste Rennen in Kilbeggan, das Wright Windows 50 Anniversary Celebration Beginners Chase war noch eine knappe Angelegenheit die erst nach der letzten Hürde beim Zieleinlauf entschieden wurde, aber das zweite Rennen zeigte schon deutlicher, wie wohl sich Put The Kettle On in der neuen Disziplin fühlte.

Auch hier war die Konkurrenz durchaus nicht schlecht, aber Put The Kettle On konnte das Feld über die Distanz führen und legte vor der letzten Hürde die Daumenschrauben an und zog diese nach dem letzten Sprung noch weiter an, was in eine ungefährdeten 7 Längen Sieg resultierte. Noch im selben Rennen startet er im Packie Downey Memorial Rated Novice Chase in Tipperary über 3941m und bewies auch hier wieder seine Form. In dem kleineren Rennen war er natürlich als Favorit gestartet, auch wenn dem Rest des Feldes auch wieder gute Chancen ausgerechnet worden waren und keiner der vier Konkurrent eine zweistellige Quote hatte. Das hielt Put The Kettle On aber nicht davon ab, wieder das Tempo zu diktieren und dieses Mal schon zwischen den letzten beiden Hürden seinen Vorsprung auf gut 7 Längen auszudehnen. Die Leistung war besser als alles, was er zuvor über Hürden gezeigt hatte, schließlich deklassierte er Konkurrenten jenseits des 111er Ratings in diesem Rennen, und da man die Eisen schmieden soll, so lange sie heiß sind, wurde er auch nur zwei Monate später im September wieder auf die Rennstrecke geschickt wo er in Wexford seine Erfolgsserie weiter fortsetzen konnte, dieses Mal mit seinem ersten offiziellem Rating von 133 Punkten.

Interessant war aber vor allem wieder das kommende Rennen danach, als Put The Kettle On sich das erste Mal auf Gruppenebene versuchte. Dort zeigte er sich im Paradering ungewöhnlich nervös und brauchte nach dem Start auch kurz, um sich in das Rennen einzufügen, fand sich und die erneute Führung dann aber und musste sich dem ersten echten Angriff 2 Hürde vor dem Ziel erwehren, was er zunächst auch erfolgreich meisterte, das Duell mit Robin De Carlow zog sich aber und beim Schlusssprint auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung reichte es am Ende dann nicht mehr, um Robin De Carlow noch hinter sich zu halten und Put The Kettle On musste den Konkurrenten mit einer halben Länge ziehen lassen.

Kurz darauf kam es zum nächsten spannenden Duell, dieses Mal im Gruppe 2 Racing Post #responsiblegambling Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase gegen den hoch gehandelten Al Dancer. Wieder führte Put The Kettle On das Feld an und zeigte eine Reihe von sauberen Sprüngen, und einer von diesen Trug ihn nach der letzten Hürde vor die herannahende Konkurrenz, einen Vorsprung, den er unter den Anstrengungen von Aiden Coleman bis zum Ziel verteidigen konnte.

Dann folgte eine längere Pause bis zum Cheltenham Festival, wo er im Racing Post Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase auflief – eigentlich als einer der Außenseiter, aber überraschend gelang es Put The Kettle On auch in diesem großen Feld die Fürhung nach der vierten Hürde an sich zu nehmen, und blieb auch an der Führung dran als er an der nächsten Hürde wieder überholt wurde und erkämpfte sich die erneute Führung an der drittletzten Hürde.

Es folgte die unvermeidliche Attacke der Konkurrenten die Put The Kettle gehörig unter Druck setzten, und zwischen den letzten beiden Hürden hatten noch eine Menge Konkurrenten gute Chancen, am Ende war es aber Put The Kettle On, der wieder mit einem sehr starken Lauf auf der Zielgeraden seinen Sieg behaupten konnte.

Dann kam die lange Pause bis jetzt und ich bin SEHR gespannt, wie er sich nach der ersten langen Pause schlagen wird. Ich denke er ist ein sehr heißer Anwärter auf den Sieg


31.10.2020 – Down Royal- Ladbrokes Champion Chase – Pick: Delta Work / The Storyteller

Pferderennen in England

15.25 – Champion Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 125.000 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Alpha Des Obeaux: Der  Saddler Maker Sohn von Trainer Gordon Elliot ist ein echter Veteran und treuer Diener des Gigginstown House Stud Syndikats. 2016 nahm er das erste Mal am Cheltenham Festival teil und belegte dort einen guten zweiten Platz im Gruppe 1 World Hurdle und substituierte den Lauf mit einem dritten Platz im Champion Stayers Hurdle  einen Monat später. 2017 startete er im RSA Chase beim Cheltenham Festival und kam auf einen respektablen vierten Platz, in der Saison 2017/18 konnte er immerhin seine rstes Gruppe 2 Rennen in Form des Clonmel Chase gegen A Toi Phil und Balko des Flos gewinnen können. Er nahm an einigen guten Rennen wie dem Christmas Chase oder dem Irish Gold Cup teil, lief aber nicht um den Sieg mit und lies das Cheltenham Festival 2018 dann lieber ganz aus. Im Grand National Chase im selben Jahr scheiterte er ebenso wie nach der Sommerpause im JT McNamara Handicap Chase, konnte dann aber im Clonmel Oil Chase 2018 mit einem zweiten Platz erneut überzeugen, auch wenn es dieses Mal nicht für einen Sieg gereicht hat und er damit seinen Titel aus dem Jahr zuvor nicht verteidigen konnte. Dafür gewann er im November das Boomerang Chase auf Listed ebene, auch wenn das Rennen nur mit zwei anderen Konkurrenten besetzt war.

2019 lies er das Cheltenham Festival lieber erneut aus, nachdem die Vorbereitung mit zwei knappen zwieten Plätzen im Goffs Thyestes Chase und em Gruppe 3 Bobbyjo Chase alles andere als optimal verliefen und klar war, dass er wohl in der Form mit dem stärkeren Niveau beim Cheltenham Festival nicht mitlaufen können würde. Dazu kam dann noch Verletzungspech und die Saison war mit dem Rennen im Feburar auch schon wieder vorbei. Dafür kam er im Oktober nach der langen Pause mit einem knappen zweiten Platzin einem Handicap in Punchestown zurück und belegte dann einen dritten Platz im Ladbrokes Champion Chase auf Gruppe 1 Ebene. Der dritte Platz war 14 Längen hinter dem Sieger und damit nicht wirklich konkurrenzfähig, wie auch der dritte Platz im Randox Health Chase auf Gruppe 3 Ebene einen Monat später. Der Lauf auf dem Grand National Kurs in Aintree war aber durchaus vielversprechend, denn Alpha Des Obeaux konnte sich lange Zeit dir Führung sichern und nachdem er diese verloren hatte, sammelte er sich noch einmal und griff noch einmal an, um auf der Zielgeraden den dritten Platz zu sichern. Das waren gute Vorzeichen für den nächsten Test vor dem Festival im Bobbjo Chase auf Gruppe 3 Ebene in Fairyhouse, der allerdings voll in die Hose ging, trotz des dritten Platzes – 15 Längen Rückstand waren zu viel für den erneuten evrsuch beim Festival und Alpha Des Obeaux lies den Rest der Saison gleich ganz sein, und kam erst im Oktober 2020 nach 235 Tagen wieder zurück auf die Rennstrecke, wo er im Gruppe 3 Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase startete, allerdings wiede rnur mit sehr mäßigem Erfolg. Klar, die Pause war sehr lang, und die Konkurrenz mit The Storyteller, Tout Est Permis und Shattered Love mehr als solide, aber etwas mehr als ein 5ter Platz, mehr als 40 Längen hintem dem Sieger hätte es schon sein dürfen. Gegen viele der Konkurrenten aus dem Rennen vor gerade einmal zwei Wochen sah Alpha Des Obeaux ziemlich alt aus, so dass ich ihn hier eher nicht unter den ersten 3 sehe, letztes Jahr war er vor dem 2ten Platz in diesem Rennen in deutlich besserer Form.

Balko Des Flos: Der Balko Sohn platzierte sich 2016 beim Festival im Albert Bartlett Hurdle auf einem fünften Platz und stürzte danach beim Albert Bartlett Hurdle 2017, wo er an der viertletzten Hürde durch das obere Drittel krachte, stürzte und damit seine Position an der Front an Kilcrea Vic abgab. Der Sturz hatte offensichtlich keine schwerwiegenden Folgen so dass Balko Des Flos im EMS Copiers Novice Handicap Chase im April 2017 sich mit einem dritten Platz hervorragend präsentieren konnte. Balko Des Flos kehrte nach der Sommerpause mit einer ebenso guten Leistung im Gruppe 2 PWC Champion Chase hinter A Toi Phil zurück. Im Gruppe 2 Clonmel Oil Chase zeigte er eine ähnliche Form und konnte einen dritten Platz hinter A Toi Phil und Alpha Des Obeaux erreichen, war aber dieses Mal eigentlich als Favorit gestartet und hätte wesentlich näher an den beiden Konkurrenten landen müssen. Etwas enttäuschend war die Leistung und manche der Sprünge schon, so dass er im Gruppe 1 Christmal Chase gegen Konkurrenten wie Road To Respect, Outlander, Sizing John und Yorkhill als klarer Außenseiter auflief. Balko Des Flos übernahm über die 3m auf für Dezember ungewöhnlich schnellem Boden die Führung und behielt diese Position auch lange im Rennen. Er setzte ein gutes Tempo, welches die Favoriten kalt erwischte und welches Balko Des Flos auch fast bis zum Ziel halten konnte, nur Road To Respect schaffte es sich noch vor ihn zu setzen. Diese Leistung war beeindruckend und er schaffte es im Ryanair Chase noch einen drauf zu setzen. Er lief hervorragend und sah vor dem Rennen stärker als noch vor den vorhergegangenen Rennen aus, führte das Feld über die meiste Zeit an und zog nach der drittletzten Hürde vor dem Feld davon. Er hielt trotz eines Fehlers an der letzten Hürde das Feld um Un De Sceaux und Cloudy Dream auf Abstand, was seine beste Leistung bis dato war und weder davor noch danach von ihm wieder erreicht werden konnte.

Der Rest seiner Karrier seit 2018 ist daher recht schnell beschrieben: Klare Niederlagen in der Melling Chase und nach der Sommerpause zum November 2018 die erneute Niederlage auf einem vierten Platz im JN Wine Champion Chase. Beides liest sich mit einem vierten Platz zwar „okay“, aber die Distanz zum Sieger war unendlich groß mit über 40 Längen und da macht das bisschen Preisgeld für uns als Beobachter bei der Form kaum einen Unterschied. Der dritte Platz im Punchestown Chase im Dezember 2018 war dagegen deutlich besser mit nur vier Längen Rückstand hinter Min war dagegen eine ehrlich gute Leistung,alle Hoffnungen auf eine wieder aufsteigende Form wurde aber danach direkt im Savills Chase und einem Vorletzten Platz gleich wieder zu Nichte gemacht. So war dann auch die Teilnahme beim Festival 2019 ein klarer Flop, mit einem unkompetetiven siebten Platz im Ryanair Chase.

Dann aber überraschte Balko Des Flos erneut mit einem dritten Platz im Gruppe 1 Bowl Chase im April, wo er über gut bis weichen Untergrund über 5020m seine Platzierung mit dem zweiten Clan Des Obeaux asmachte, während Kemboy weit vor ihnen den Sieg klar machte. Da Balko Des Flos eigentlich der klare Außenseiter in diesem Feld war, war es schon überraschend, dass er hier den dritten Platz erringen konnte.

Es ging wieder in die Sommerpause, die er in Punchestown im Oktober mit einem vierten Platz beendete. Leider war er hier Favorit des Rennens, einem normalen Handicaps, gewesen, und sowohl Jett als auch Alpha Des Obeaux liefen ihm uneinholbar davon – ein schlechter Einstand in die Saison 19/20, der einen Vorgeschmack auf das gab, was noch kommen sollte, denn es folgte eine herbe Niederlage imi Boomerang Chase, was dann auch gleich die Saison für ihn beendete.

Nach fast einem Jahr Pause ging es dann in das Gruppe 3 Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase und dem Champion Chase, welches bei gutem Wetter und idealem Untergrund pber 5000m ausgetragen wurde, aber alle das half ihm am Ende nicht, schon vor der zweitletzten Hürde und vor dem Einbiegen in die Zielgerade verlor er zunehmend den Anschluss an die Fürhrungsgruppe, und während The Storyteller auf und davon war und seinen Vorsprung mit einem lockeren Lauf vor der letzten Hürde immer weiter ausbaute, verlor Balko des Flos immer mehr den Anschluss. Schwer vorzustellen, dass er mit zunehmenden Alter hier in deutlich besserer Form auftreten kann und gegen die selbe Konkurrenz auch nur in die Nähe der ausbezahlten Plätze kommen kann

Chris’s Dream: Der Mahler Sohn von Henry De Bromhead wurde bereits 2014 kastriert, bestritt aber erst 2016 sein erstes Rennen in Punchestown. Das NHF Rennen war nicht der Rede wert, dafür gewann er aber das maiden Point To Point Rennen im Dezember mit 5 Längen Vorsprung locker und bewies da über die 3m gute Ausdauer. Im April 2017 scheiterte er dann erneut in einem NHF Rennen in Cork über 2m3 und in Thurles nach der Sommerpause über 2m. Vielleicht war das ein wenig zu kurz für ihn, oder zu schnell – denn auf schwerem Boden im November 17 zeigte er pber 2m3f eine deutlich gesteigerte Form bei einem Maidenhurdle, welches er auf einem zweiten Platz abschloss, bevor er im Dezemebr 17 sein Maidenrennen über die selbe Distanz im Limerick gewinnen konnte. Damit wechselte er dann auch von Eugene O’Sulivan zu Henry De Bromhead, der ihn im Februar 2018 in das Gruppe 3 Surehaul Mercedes-Benz Novice Hurdle in Clonmel schickte ö- mit durchschlagendem Erfolg.

Für die Quote von 4/1 gewann Chris’s Dream am Ende mit 64 Längen Vorsprung und bewies damit, dass der Rest des Feldes in keiner Weise die Form für ein Gruppenrennen hatte, Chris’s Dream hatte allerdings auch nicht die Form um dann im März 2018 im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle tatsächlich um dem Sieg mitlaufen zu können. Er verlor zu allem Überdruss auch noch eines seiner Hufeisen, was sicher bei dem gut besetzten Rennen nicht half, aber etwas mehr hätte er sich sicher schon erwartet. Er beendete die Saison und kam erst sehr spät, nämlich nach 267 Tagen Pause im Dezember 2018 zurück zur Rennstrecke, wo er in Navan sein erstes Chase Rennen lief und mit einem 3 Längen Sieg abschloss.

Chris’s Dream schien mit der neuen Disziplin glücklich zu sein, denn er gewann nicht nur dieses Rennen, sondern belegte auch einen einen zweiten Platz im nachfolgenden Gruppe 3 Naas Racecourse Business Club Novice Chase, wo er sich mit dem Sieger Ballyward ein spannendes Duell lieferte. Im Februar gewann er dann knapp das 3m Ladbrokes Acca Boosty Ten Up Novice Chase Gruppe 2 Rennen in Navan und hätte sicher am Festvial teilnehmen können, lies dieses aber lieber aus und ging in das Gruppe 1 Betway Mildmay Novices‘ Chase beim Aintree Grand National Festival. Das Rennen wurde am Ende aber von Lostintranslation dominiert und Chris’s Dream hatte Probleme das Tempo auf den letzten Metern über die 3m1f auf weichem Boden noch mitzugehen und verlor zunehmend an Boden und beim nächsten Versuch über 3m im Dooley Insurance Group Champion Novice Chase musste er sogar vorzeitig die Segel streichen und beendete das Rennen nicht.

Nach der Sommerpause startete Chris’s Dream dann wieder in einem 3m Rennen, allerdings gegen deutlich leichtere Konkurrenz, die trotz des Gewichtsvorteils gegen den Favoriten diesem am Ende nichts entgegen zu setzen hatte. Im Februar 2020 gewann er dann noch das Gruppe 2 Red Mills Chase in einem spannenden Duell gegen Shattered Love, und obwohl die 2m4f auf schwerem Boden ihm zu liegen schienen, steigerte er die Distanz für den Start beim Festival erneut und lief im Magners Cheltenham Gold Cup Chase über 3m2f auf – eine durchaus interessante Enstcheidung auf dem schnelleren Boden, die sich allerdings nicht bezahlt machte und nur mit einem abgeschlagenen zehnten Platz beendet werden konnte.

Nun konmt er also erneut nach sehr langer Pause zurück auf die Rennstrecke, hat sich das erste Mal aber ein sehr schweres Rennen dafür ausgesucht und muss mit Vorsicht genossen werden.

 

Delta Work: Der Network Sohn Von Trainer Gordon Elliot begann seine Karriere im Jahr 2016 für Emmanuel Clayeux in Frankreich, für den er zwei Rennen bestritt, bevor er zu seinem jetzigen Trainer Gordon Elliot wechselte. Der schickte ihn nach 167 Tagen Pause in Irland im Mai 2017 in sein erstes Hürdenrennen, und nachdem Delta Work dort mit einem vierten Platz einen soliden Einstieg feierte, direkt im selben Monat in ein weiteres Maidenrennen über 2m, welches Delta Work gewinnen konnte.

Mit dem ersten Sieg als Ziel hinter sich ging es erneut in die Trainingspause, die 178 Tage später direkt mit dem Einstieg in die Gruppenrennen beendet wurde. Delta Work startete innerhalb von einem Monat im Gruppe 3 Fishery Lane Hurdle  über 2m auf schwerem Boden, dem Gruppe 3 „Monksfield“ Novice Hurdle über 2m4f und ebenfalls schweren Boden sowie dem Gruppe 2 Guinness Novice Hurdle über 3m und schweren Boden. Obwohl die Distanz in den Rennen über den Monat von 2m auf 3m erhöht wurde, konnte sich Delta Work in jedem der Rennen platzieren und eine zielich gute Figur abgeben, die er auch einen Monat später im Februar im William Fry Handicap Hurdle, wo er allerdings recht viel Gewicht tragen musste und auf der Zielgeraden dann nciht mehr genug Kraft hatte um sich am Total Recall und die anderen Sieger dran zu heften – und mit knapp 3 Längen Rückstand ins Ziel einlaufen musste. Das war über die 3m aber trotzdem wieder eine gute Leistung, die er – erneut unter hohem Gewicht – in Vorbereitung auf das Cheltenham Festival 2018 im Pertemps Network Group Handicap Hurdle noch einmal wiederholen konnte – dieses Mal reichten die 3 Längen Rückstand am Ende aber für einen soliden dritten Platz.

Das eigentliche Ziel der ersten Saison war aber natürlich das Pertemps Network Final Handicap Hurdle, also das Pertemps Hurdle beim Cheltenham Festival, in dem traditionell die Ausdauer eine große Rolle spielt. Und die Ausdauer brauchte Delta Work auch, denn Glenloe, ebenfalls Favorit für das Pertemps Handicap Hurdle, wollte auf der Zielgeraden einfach nicht weichen und blieb an Delta Work dran, der mehrfach die Bahn wechseln musste um freie Sicht auf die Hürden und die Zielgerade zu bekommen. Ein großer Sprung brachte ihn dann an der letzten Hürde nach vorne und Glenloe hatte nicht mehr die Zeit, Delta Work zu überholen, obwohl ihm am Ende nur eine Nase Vorsprung fehlte.

Detla Work startete dann noch im Gruppe 1 Irish Novice Hurdle, musste sich da aber dem Favoriten und dritten des Ballymore Novices’Hurdle Next Destination geschlagen geben, wenn auch nur knapp.

Nach der Sommerpause wechselte Delta Work in die Chase Rennen, wo er zunächst in Down Royal über 3932m im Porter & Co. Beginners Chase einen lockeren Sieg in einem Rennen, welches man als Warmmacher bezeichnen könnte, feierte. Dann aber ging es einen Monat später schon in das Gruppe 1 Drinmore Novice Chase in Fairyhouse, wo er mit Le Richbourg einen echten Test als Konkurrenten vorgesetzt bekam. Die beiden enttäuschten nicht und über die 4023m duellierten sich die beiden ausgiebig, am Ende triumphierte allerdings Delta Work mit einer halben Länge. Wieder hatte er einige gute Sprünge in seinem Rennen, aber an der letzten Hürde ausgerechnet baute er einen schlechten Sprung ein, der ihn fast das Rennen kostete – aber eben nur fast – der erste Gruppe 1 Sieg in einem Chase Rennen war im zweiten Chase Rennen überhaupt gelungen! Und der zweite Gruppe 1  Sieg folgte noch im selben Monat im Neville Hotels Novice Chase, wo er allerdings auch als klarer Favorit antrat und auf dem Papier keine ernst zu nehmenden Gegner hatte.

Das änderte sich natürlich dann im März in der RSA Chase, zu der er ohne noch einen weiteren Start in der Saison aufbracht. Da Delta Work die Ausdauer in seinen Rennen zuvor unter Beweis hatte stellen können, galt er schon im Vorfeld des Festivals als einer der Favoriten, allerdings war es wie so oft beim Cheltenham Festival und der Favorit hatte das Nachsehen am Ende. Die Sieger gingen zusammen über die vorletzte Hürde, aber schon auf dem Weg zu letzten Hürde sag es danach aus, als ob Delta Work mit Topofthegame nicht mitgehen können würde, und nach der letzten Hürde wurde dieser Eindruck dann noch einmal bestätigt – Delta Work musste Sanitini und Topofthegame ziehen lassen, kam aber noch auf einem respektablen dritten Platz ins Ziel.

Im Champion Novice Chase im April war die Konkurrenz etwas leichter, vor allem da der Hauptkonkurrent A Plus Tard keinen guten Tag erwischte und seine Ausdauer auf den letzten Metern ziemlich litt. Delta Work freute sich natürlich und strich seinen dritten Gruppe 1 Sieg in der Saison ein – die erste Chase Saison hätte wohl kaum besser laufen können – ganz im Gegensatz zum ersten Start in der neuen Saison, wo er im Gruppe 1 Ladbrokes Champion Chase startete . Delta Work schien nicht richtig fit zu sein, ein Zustand, der sich im Savills Chase im Dezember änderte, als er Monalee, Road To Respect und Kemboy schlagen konnte. Das Rennen war vollgepackt mit Talent und ein echter Test, den Delta Work mit einem spannenden Duell mit Monalee über die letzten der 4828m beendete, und damit seinen ersten Gruppe 1 Sieg in der Saison 2019/20 feiern konnte.

Der zweite folgte im Irish Gold Cup gegen Kemboy, dem beim zweiten Start in der neuen Saison bessere Chancen ausgerechnet worden waren – er war auch fitter und kam wesentlich näher an Delta Work heran, der seinen Sieg aber souverän verteidigen konnte und mit knapp 1.5 Längen verteidigen konnte.

Die Leistung war gut genug um ihm auch im Gruppe 1 Magners Cheltenham Gold Cup Chase zum Kreis der Favoriten zu zählen und Delta Work lief auch ein Grundsolides Rennen, konnte allerdings nicht mit den Führenden mitgehen und musste sich am Ende relativ klar geschlagen geben mit einem fünften Platz und über sechs Längen Rückstand. Das schnelle Tempo und der Anstieg zum Ziel hatten ihre Spuren hinterlassen.

Heute kommt er gut erholt aus der Sommerpause zurück und sollte gute Chancen auf einen fulminanten Einstieg in die neue Saison haben.

Presenting Percy: Der Sir Percy Sohn wechselte von seinen alten Trainer Patrick Kelly, der ihn auch beim Gold Cup 2020 betreute nun vor der Saison 2020/21 zu Gordon Elliot.

Gerade rechtzeitig für das Cheltenham Festival 2018 hatte Presenting Percy damals zur Chase Disziplin gewechselt und bleib dieser Diziplin auch bis heute treu.

Dabei waren seine Leistungen über Hürden mit einem Sieg im Pertemps Network Final Handicap Hurdle 2017 durchaus beachtlich, nach der Sommerpause zeigte er aber bereits beim ersten Chase Rennen, was er kann. Er dominierte beim Zieleinlauf den eigentlich Favoriten De Plotting Sched und startete im Gruppe 2 Liam & Valerie Brennan Memorial Florida Pearl Novice Chase in Punchestown im November damit verdient als Favorit, konnte aber an den entscheidenden drei letzten Hürden keine sauberen Sprünge zeigen und wurde von seinem Jockey Davy Russel dann zurück genommen, als das Rennen für ihn gelaufen war. Es folgte ein lockerer Sieg im Porterstown Handicap und – viel wichtiger – ein ebenso dominanter Sieg im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle gegen Konkurrenten wie Augusta Kate, Let’s Dance und Alpha Des Obeaux. Augusta Kate entledigte Presenting Percy sich erst auf der Zielgeraden, driftete dabei aber zur rechten Seite weg und gab damit dem starken Zieleinlauf einen leicht schalen Beigeschmack.
Für den letzten Lauf vor dem Festival reduzierte Presenting Percy die Distanz von 3m auf die 2m4f im Gruppe 2 Red Mills Chase, startete aber dennoch als Favorit. Dieses Mal war es jedoch der Co-Favorit Our Duke, der auf dem schweren Boden an der letzten Hürde mehr Kraft übrig hatte und den saubereren Sprung ablegte. Die Niederlage konnte man getrost dem schweren Boden in den Rennen zuschreiben, der den teilnehmenden Startern alles abverlangt und dafür sorgte, dass auch der andere Favorit A Toi Pil bei diesem Rennen schwächelte.

Presenting Percy konnte dann aber über die längere Distanz beim RSA Chase zeigen was er kann und die Konkurrenz beim großen Saisonfinale locker schlagen. Das Rennen war am Ende ein Schaulaufen von Presenting Percy, der sich aus dem Mittelfeld unter minimalem Druck seines Jockeys nach der vorletzten Hürde nach vorne bewegte und nach dem Einbiegen in die Zielgerade nur noch Monalee neben sich hatte. Die beneidenswert hart kämpfende Stute war beim Zieleinlauf aber kein Gegner für Presenting Percy.

Dieser machte eine lange Pause bis zum Februar, wo er sein Saisondebüt gab. Er  gewann ein Saisondebüt im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle gegen Konkurrenten wie Bapaume und Limini, musste da aber hart arbeiten für seinen Sieg – das Ziel der Saison war aber klar der Cheletenham Gold Cup und für den Versuch seines dritten Sieges beim Cheltenham Festival war er sicher super vorbereitet. Allerdings scheiterte der Favorit des Rennens überraschend deutlich an dem guten, schnellen Untergrund – und  sowohl bei seinem moderaten dritten Platz in seinem Saisondebüt im Gruppe 1 Punchestown Chase hatte er recht schnellen Boden unter den Füßen,  als auch danach im wesentlich wichtigeren Savills Chase. Dort war der Untergrund zwar letztendlich durch den Regen aufgeweicht, allerdings war die Leistung von Presenting Percy bei eigentlich passenden Konditionen erschreckend schlecht und weit von dem entfernt, was er beim Cheltenham 2018 gezeigt hatte und es wurde bereits gemunkelt, dass er das Cheltenham Festival 2020 verpassen könnte.

Aber sein Trainer Patrick kelly lies ihn natürlich in den Monaten vor dem Festival noch einmal auflaufen und schickte ihn in den Gruppe 1 Paddy Power Irish Gold Cup in Leaopardstown im Februar, wo er einen soliden dritten Platz hinter Delta Work erreichen konnte. Die favoriten belegten in diesem Rennen am Ende die Plätze 1-3, so dass das Ergebnis tatsählich so in Ordnung ging, ganz im Gegensatz zum eigentlichen Saisonziel, dem Gruppe 1 Magners Cheltenham Gold Cup Chase, wo er an der drittletzten Hürde stürzte und für meinen Geschmack zu schnell und zu früh unter Druck geraten war, zudem baute er einige Fehler beim Springen ein bei seiner Runde.

Ich bin gespannt, welchen Presenting percy wir im Jahr 2020 sehen werden.

 

The Storyteller: Der Shantou Sohn von Trainer Gordon Elliot ist mit seinen neun Jahren und über 30 Rennen schon ein echter Veteran, der seine Karriere im Jahr 2015 in einem Maidenrennen begann, und bis zum Januar 2017 mit wechselndem erfolg NHF und Maidenrennen bestritt. Interessant wurde es dann das erste Mal im Januar 2017, wo er ein Novice Hürdenrennen über 2m6f in Thurles locker gewinnen konnte und dann gegen bessere Konkurren in Fairyhouse in den nächsten beiden Rennen nach der Sommerpasue gut abschnitt. Das war der Startschuss für die ersten Gruppenrennen im Jahr 2018, begonnen beim Gruppe 3 Total Event Rental Stakes, welches er mit einem dritten Platz abschließen konnte, über das Total Event Rental Gruppe 3 Rennen in Punchestown zum ersten Gruppe 1 Rennen in Form des Flogas Novice Chase über 2m5f. Das Rennen wurde allerdings am Ende nur mit einem siebten Platz abgeschlossen und Monalee hatte The Stroyteller fest im Griff. Der hatte bei der letzten Hürde schon keine Chance mehr an die davoneilenden Konkurrenten heran zu kommen, udn Gruppe 1 schien schon ein wenig außerhalb der Reichweite zu sein – aber nicht zu lange!

Beim Cheltenham Festival entschied er sich zur Teilnahme am Gruppe 3 Brown Advisory & Merriebelle Stable Plate Handicap Chase, und die Entscheidung, das Niveau ein wenig zu reduzieren, zahlte sich voll aus – The Storyteller gewann das stark besetzte Gruppe 3 Rennen in einem spannenden Duell gegen Splash Of Ginger und wie wir alle wissen, ist ein Gruppe 3 Rennen beim Festival wie ein Gruppe 1 Rennen auf einem nicht so gut besuchten Lurs, und so war der nächste Versuch im April im Gruppe 1 Ryanair Gold Cup Novice Chase in Fairyhpuse war alles andere als außer Reichweite – wenn auch die Kraft am Ende wieder auf de rZielgeraden nicht ausgereicht hat, um mit den Favoriten mitzugehen und um den Sieg mitzulaufen. Der fünfte Platz war okay, mehr aber auch nicht – aber die Saison war ja auch noch nicht zu Ende, und es folgte ein start im Growise Champion Novice Chase – und dieses Mal sollte es mit dem Sieg auf Gruppe 1 Ebene klappen, denn dieses Mla war de rSprint auf den letzten Metern extrem stark und keiner der Konkurrenten kam noch an ihn heran. Der lockere Sieg wurde aber auch durch den Sturz von Monalee begünstigt, die drei Hürden vor dem Ziel noch etxrem stark auflief!

Aber da fragt natürlich nach dem gewonnen Gruppe 1 Rennen keiner mehr nach und The Storryteller konnte zurfrieden in die Sommerpause gehen, die nach 193 Tagen im November 2018 beendet wurde. Die Saison 2018/19 war allerdings am Ende klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben, neben einem nicht beendeten (Pulled Up) Lauf im Ryanair Chase beim Cheltenham Festival lief er auch im John Durkham Memorial Chase, dem Savills Chase und dem Irish Gold Cup unter der Form des letzten jahres, und die gesamte Saison blieb ohne Sieg, aber immerhing gab es einige gute Plätze, und am Ende gab es auch noch eine Platzierung auf Gruppe 1 Ebene, dem Coral Punchestown Gold Cup – das waren allerdings dann am Ende doch 24 Längen Rückstand auf den Sieger und so richtig freuen konnte man sich nicht über diesen Erfolg, dafür basierte er doch zu viel auf dem Versagen der anderen Starter, und nicht der guten Leistung von The Storteller – der auch nach der nächsten Pause und dem Start in die Saison 19/20 seiner Form weiter hinterher lief…

So floppte er beim Saisondebüt in Gowran im Gruppe 2 Champion Chase mit einem klaren letzten Platz und warf seinen Jockey Davy Russel im nachfolgenden Gruppe 1 118th Grand National Hurdle Stakes ab, nachdem er schon den Anschluss an die Führungsgruppe verloren hatte und chancenlos war – der Abwurf besiegelte das nur. The Storyteller verließ danach zunächst die Gruppeneben und bestritt einige Handicap mit gemixten Ergebnissen, umso überraschender war, dass er dann beim Cheltenham Festival über 3m auf weichem Boden im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle einen zweiten Platz erreichen konnte, nur knapp unter einer halben Länge hinter Sire Du Berlais – und weit vor den Verfolgern auf dem dritten und folgenden Plätzen.

Wieder ging es in die Sommerpause, und dieses Mal kam The Storyteller in besserer Form zurück. Beim Saisondebüt im Tote Galway Plate musste er noch vorzeitig abbrechen, aber danach gewann er zwei gute Handicaps in Galway über 2m6f, einmal gegen Sub Lieutenant und einmal gegen My Sister Sarah, um dann wieder auf Gruppenniveau hoch zu gehen und im Gruppe 2 PWC Champion Chase einen zweiten Platz zu belegen – eine sehr gute Leistung, auch wenn Easy Game leichtes Spiel mit dem Feld hatte und mit einem etwas saubererem Lauf sicher auch noch mehr als die sieben Längen Vorsprung herausholen hätte können. Seis drum, denn The Storyteller gewann mit dem selben Vorsprung das nachfolgende Gruppe 3 Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase über 3m. In diesem Rennen sortierte sich The Storyteller wie so oft ehe rim hinteren Bereich des Feldes ein und begann erst drei Hürden vor dem Ziel lansgam das Feld aufzuholen, konnte aber einen Konkurrenten nach dem anderen überholen, um dann am Ende ab der letzten Hürde seinen Vorsprung nach Belieben weiter auszubauen! Die Konkurrenz war alles andere als einfach und die Konditionen ähnlich wie heute, so dass ich mir vorstellen kann, dass er heute aus der Erfahrung aus der aktuellen Saison das meiste ziehen wird.

Tout Est Permis: Der Linda’s Lad Sohn von Noeal Meade ist ein Veteran des Sports, der aber lange unter dem Radar lief und sich erst vier Jahre nach seinem ersten Rennen mal beim Cheltenham Festival hat blicken lassen. Und erst 2020 lies er sich auch regelmäßig in verschiedenen Gruppenrennen blicken, zuvor war er gern gesehener Gast in gut dotierten Handicaps.

Ein Grund für die langsame Herangehensweise kann sein, dass er von 2016 bis zum Mai 2018 lediglich zwei Rennen gewann, zunächst sein Maidenrennen in Form des O’Malley Hurdle im Dezember 2016, dann, ein Jahr später, der Wechsel in die Chase Disziplin im Form des Beginners Chase 4yo+ in Gowran Park, welches er ziemlich beeindruckend gewinnen konnte.

Kein Wunder, dass er danach in ein Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Buck House Novice Chase geschickt wurde –  Death Duty war Favorit des Rennens und gewann auch nach Belieben, aber Tout Est Permis holte sich einen sehr respektablen zweiten Platz noch auf der Zielgeraden, ging beim nächsten Versuch auf Gruppenebene aber sang und klanglos unter, als er sich im Down Royal Chase versuchte. Es folgte eine Serie von Niederlagen in verschiedenen Rennen, auch einem weiteren Gruppe 2 Novice Rennen, und es sah nicht danach aus, als ob Tout Est Permis irgendwelche nennenswerten Fortschritte machen würde.

Der kam erst in der Sommerpause auf die Saison 2018 auf 2018/19, als er danach in Galway in einem Handicap über 4500m auf weichem Boden startete – und als Favorit gegen die eher moderate Konkurrenz endlich wieder einen überzeugenden Sieg feiern konnte. Danach gewann er das Troytown Chase über 4800m mit einem erneut starken Lauf und legte nach der Jahreswende im Gruppe 2 Horse & Jockey Hotel Chase noch einmal nach -wenn auch denkbar knapp mit nur einer Nase Vorsprung vor dem Rest des Feldes, aber der Lauf war extrem beeindruckend gewesen.

Sub Lietenant hatte sich die Führung in dem Rennen gesichert und war dem Feld davongeschlüpft, Tout Est Permis hatte den Asnchluss Sprint ein wenig verpasst und musste sich an der letzten Hürde strecken, holte aber einen großartigen Sprung heraus und zog an Sub Lieutenant heran, und die beiden duellierten sich über den gesamten Zieleinlauf bis zur Linie, wo Tout Est Permis gerade zur richtigen Zeit den Kopf nach unten senkte. Total Recall verlor den Anschluss, nachdem er an der letzten Hürde fast gestürzt war und es Ruby Walsh zu verdanken war, dass das Rennen für Total Recall da nicht zuende war.

Leider konnte Tout Est Permis an diese Form nicht weiter anschließen, als er im Irish Grand National im April auflief, aber nur auf einem achten Platz ins Ziel einlaufen konnte. Nach der Sommerpause startete Tout Est Permis in Punchestown über 5000m und zeigte eine solide Form, auch wenn er in diesem Rennen gegen Jett und Alpha Des Obeaux keine Chance hatte beim Zieleinlauf. Er lief trotzdem eine ganze Zeit ordentlich mit und es gab die Hoffnung, dass er seine Form in der Vorbereitung auf das Festival die Saison über finden würde. Im Clonmel Oil Chase deklassierte ihn allerdings Douvan, während Jett seine Form weiter halten konnte und zweiter wurde und auch zurück auf Handicap Ebene im Merchant Hurdle Anfang Dezember 2019 lief es nicht besser, als er als klarer Favorit nur Zweiter hinter dem Außenseiter The Jam Man wurde. Keine guten Vorzeichen für das Pertemps Network Hurdle Ende Dezember, welches traditionell sehr stark besetzt ist. Trotzdem war Tout Est Premis wieder Favorit für das Rennen, konnte aber trotz gutem Gewicht und dem Hauch von Klasse der ihm anhaftete nicht über einen vierten Platz hinaus kommen. Vielleichtlag es an dem nicht gerade idealen Lauf außen im Feld, welcher sicher einiges an Kraft kostete, aber die Art wie er von den Sieger nach Einbiegen in die Zielgerade angehängt wurde, war nicht gerade ermutigend.

Im nachfolgenden William Fry Hurdle erging es ihn nicht anders, dieses Mal trennten ihn als Vierter gut zehn Längen vom Sieger und noch im selben Monat wurde er – zurück auf Gruppenebene – im Red Mills Chase auf Gruppe 2 Ebene klar deklassiert, keine Chance hier um den Sieg mitzulaufen. Dementsprechend vorsichtig waren die Beobachter bei der Einschätzung seiner Chancen beim Pertemps Network Final beim Cheltenham Festival, aber dieses Mal zeigte Tout Est Permis eine herausragende Form und hatte den Sieg in einem der härtesten Rennen beim Cheltenham Festival zum Greifen nahe. Er ging zusammen  mit The Storyteller und Sire Du Berlais über die letzte Hürde, hatte dann aber abprubt keine Kraft mehr um mit den anderen mit zu gehen.

Nach der Sommerpause ging Tout Est Permis in das Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase auf Gruppe 3 Ebene, und das überraschend als der zweite Favorit hinter The Storyteller ins Rennen, der hatte ihn aber am Ende fest im Griff. Der zweite Platz war aber so etwas wie eine aufrecht erhaltene Bestform für Tout Est Permis, und das dürfte heute interessant sein. Platzkandidat

Sieger:

The Storyteller!

2. Chris’s Dream

3. Tout Est Permis

 


14.10.2020 – Punchestown – Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase – Pick: The Storyteller

Pferderennen in England

16:25 Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase (Gruppe 3)

5yo+Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.938 m  |  Preisgeld: 27.500 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Balko Des Flos: Der Balko Sohn platzierte sich 2016 beim Festival im Albert Bartlett Hurdle auf einem fünften Platz und stürzte danach beim Albert Bartlett Hurdle 2017, wo er an der viertletzten Hürde durch das obere Drittel krachte, stürzte und damit seine Position an der Front an Kilcrea Vic abgab. Der Sturz hatte offensichtlich keine schwerwiegenden Folgen so dass Balko Des Flos im EMS Copiers Novice Handicap Chase im April 2017 sich mit einem dritten Platz hervorragend präsentieren konnte. Balko Des Flos kehrte nach der Sommerpause mit einer ebenso guten Leistung im Gruppe 2 PWC Champion Chase hinter A Toi Phil zurück. Im Gruppe 2 Clonmel Oil Chase zeigte er eine ähnliche Form und konnte einen dritten Platz hinter A Toi Phil und Alpha Des Obeaux erreichen, war aber dieses Mal eigentlich als Favorit gestartet und hätte wesentlich näher an den beiden Konkurrenten landen müssen. Etwas enttäuschend war die Leistung und manche der Sprünge schon, so dass er im Gruppe 1 Christmal Chase gegen Konkurrenten wie Road To Respect, Outlander, Sizing John und Yorkhill als klarer Außenseiter auflief. Balko Des Flos übernahm über die 3m auf für Dezember ungewöhnlich schnellem Boden die Führung und behielt diese Position auch lange im Rennen. Er setzte ein gutes Tempo, welches die Favoriten kalt erwischte und welches Balko Des Flos auch fast bis zum Ziel halten konnte, nur Road To Respect schaffte es sich noch vor ihn zu setzen. Diese Leistung war beeindruckend und er schaffte es im Ryanair Chase noch einen drauf zu setzen. Er lief hervorragend und sah vor dem Rennen stärker als noch vor den vorhergegangenen Rennen aus, führte das Feld über die meiste Zeit an und zog nach der drittletzten Hürde vor dem Feld davon. Er hielt trotz eines Fehlers an der letzten Hürde das Feld um Un De Sceaux und Cloudy Dream auf Abstand, was seine beste Leistung bis dato war und weder davor noch danach von ihm wieder erreicht werden konnte.

Der Rest seiner Karrier seit 2018 ist daher recht schnell beschrieben: Klare Niederlagen in der Melling Chase und nach der Sommerpause zum November 2018 die erneute Niederlage auf einem vierten Platz im JN Wine Champion Chase. Beides liest sich mit einem vierten Platz zwar „okay“, aber die Distanz zum Sieger war unendlich groß mit über 40 Längen und da macht das bisschen Preisgeld für uns als Beobachter bei der Form kaum einen Unterschied. Der dritte Platz im Punchestown Chase im Dezember 2018 war dagegen deutlich besser mit nur vier Längen Rückstand hinter Min war dagegen eine ehrlich gute Leistung,alle Hoffnungen auf eine wieder aufsteigende Form wurde aber danach direkt im Savills Chase und einem Vorletzten Platz gleich wieder zu Nichte gemacht. So war dann auch die Teilnahme beim Festival 2019 ein klarer Flop, mit einem unkompetetiven siebten Platz im Ryanair Chase.

Dann aber überraschte Balko Des Flos erneut mit einem dritten Platz im Gruppe 1 Bowl Chase im April, wo er über gut bis weichen Untergrund über 5020m seine Platzierung mit dem zweiten Clan Des Obeaux asmachte, während Kemboy weit vor ihnen den Sieg klar machte. Da Balko Des Flos eigentlich der klare Außenseiter in diesem Feld war, war es schon überraschend, dass er hier den dritten Platz erringen konnte.

Es ging wieder in die Sommerpause, die er in Punchestown im Oktober mit einem vierten Platz beendete. Leider war er hier Favorit des Rennens, einem normalen Handicaps, gewesen, und sowohl Jett als auch Alpha Des Obeaux liefen ihm uneinholbar davon – ein schlechter Einstand in die Saison 19/20, der einen Vorgeschmack auf das gab, was noch kommen sollte, denn es folgte eine herbe Niederlage imi Boomerang Chase, was dann auch gleich die Saison für ihn beendete.

Nach fast einem Jahr Pause macht er nun sein Debüt in der neuen Saison, und man muss ihm Respekt zollen, dass er überhaupt so lange durchhält und nun immer noch dabei ist, aber ich sehe wenig Chancen auf den Sieg hier

 

The Storyteller: Der Shantou Sohn von Trainer Gordon Elliot ist mit seinen neun Jahren und über 30 Rennen schon ein echter Veteran, der seine Karriere im Jahr 2015 in einem Maidenrennen begann, und bis zum Januar 2017 mit wechselndem erfolg NHF und Maidenrennen bestritt. Interessant wurde es dann das erste Mal im Januar 2017, wo er ein Novice Hürdenrennen über 2m6f in Thurles locker gewinnen konnte und dann gegen bessere Konkurren in Fairyhouse in den nächsten beiden Rennen nach der Sommerpasue gut abschnitt. Das war der Startschuss für die ersten Gruppenrennen im Jahr 2018, begonnen beim Gruppe 3 Total Event Rental Stakes, welches er mit einem dritten Platz abschließen konnte, über das Total Event Rental Gruppe 3 Rennen in Punchestown zum ersten Gruppe 1 Rennen in Form des Flogas Novice Chase über 2m5f. Das Rennen wurde allerdings am Ende nur mit einem siebten Platz abgeschlossen und Monalee hatte The Stroyteller fest im Griff. Der hatte bei der letzten Hürde schon keine Chance mehr an die davoneilenden Konkurrenten heran zu kommen, und Gruppe 1 schien schon ein wenig außerhalb der Reichweite zu sein – aber nicht zu lange!

Beim Cheltenham Festival entschied er sich zur Teilnahme am Gruppe 3 Brown Advisory & Merriebelle Stable Plate Handicap Chase, und die Entscheidung, das Niveau ein wenig zu reduzieren, zahlte sich voll aus – The Storyteller gewann das stark besetzte Gruppe 3 Rennen in einem spannenden Duell gegen Splash Of Ginger und wie wir alle wissen, ist ein Gruppe 3 Rennen beim Festival wie ein Gruppe 1 Rennen auf einem nicht so gut besuchten Lurs, und so war der nächste Versuch im April im Gruppe 1 Ryanair Gold Cup Novice Chase in Fairyhpuse war alles andere als außer Reichweite – wenn auch die Kraft am Ende wieder auf de rZielgeraden nicht ausgereicht hat, um mit den Favoriten mitzugehen und um den Sieg mitzulaufen. Der fünfte Platz war okay, mehr aber auch nicht – aber die Saison war ja auch noch nicht zu Ende, und es folgte ein start im Growise Champion Novice Chase – und dieses Mal sollte es mit dem Sieg auf Gruppe 1 Ebene klappen, denn dieses Mla war de rSprint auf den letzten Metern extrem stark und keiner der Konkurrenten kam noch an ihn heran. Der lockere Sieg wurde aber auch durch den Sturz von Monalee begünstigt, die drei Hürden vor dem Ziel noch etxrem stark auflief!

Aber da fragt natürlich nach dem gewonnen Gruppe 1 Rennen keiner mehr nach und The Storryteller konnte zurfrieden in die Sommerpause gehen, die nach 193 Tagen im November 2018 beendet wurde. Die Saison 2018/19 war allerdings am Ende klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben, neben einem nicht beendeten (Pulled Up) Lauf im Ryanair Chase beim Cheltenham Festival lief er auch im John Durkham Memorial Chase, dem Savills Chase und dem Irish Gold Cup unter der Form des letzten jahres, und die gesamte Saison blieb ohne Sieg, aber immerhing gab es einige gute Plätze, und am Ende gab es auch noch eine Platzierung auf Gruppe 1 Ebene, dem Coral Punchestown Gold Cup – das waren allerdings dann am Ende doch 24 Längen Rückstand auf den Sieger und so richtig freuen konnte man sich nicht über diesen Erfolg, dafür basierte er doch zu viel auf dem Versagen der anderen Starter, und nicht der guten Leistung von The Storteller – der auch nach der nächsten Pause und dem Start in die Saison 19/20 seiner Form weiter hinterher lief…

So floppte er beim Saisondebüt in Gowran im Gruppe 2 Champion Chase mit einem klaren letzten Platz und warf seinen Jockey Davy Russel im nachfolgenden Gruppe 1 118th Grand National Hurdle Stakes ab, nachdem er schon den Anschluss an die Führungsgruppe verloren hatte und chancenlos war – der Abwurf besiegelte das nur. The Storyteller verließ danach zunächst die Gruppeneben und bestritt einige Handicap mit gemixten Ergebnissen, umso überraschender war, dass er dann beim Cheltenham Festival über 3m auf weichem Boden im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle einen zweiten Platz erreichen konnte, nur knapp unter einer halben Länge hinter Sire Du Berlais – und weit vor den Verfolgern auf dem dritten und folgenden Plätzen.

Wieder ging es in die Sommerpause, und dieses Mal kam The Storyteller in besserer Form zurück. Beim Saisondebüt im Tote Galway Plate musste er noch vorzeitig abbrechen, aber danach gewann er zwei gute Handicaps in Galway über 2m6f, einmal gegen Sub Lieutenant und einmal gegen My Sister Sarah, um dann wieder auf Gruppenniveau hoch zu gehen und im Gruppe 2 PWC Champion Chase einen zweiten Platz zu belegen – eine sehr gute Leistung, auch wenn Easy Game leichtes Spiel mit dem Feld hatte und mit einem etwas saubererem Lauf sicher auch noch mehr als die sieben Längen Vorsprung herausholen hätte können. Seis drum, heute ist ein neuer Tag und The Storryteller ist ein heißer Anwärter auf den Sieg heute!

Tout Est Permis: Der Linda’s Lad Sohn von Noeal Meade ist ein Veteran des Sports, der aber lange unter dem Radar lief und sich erst vier Jahre nach seinem ersten Rennen mal beim Cheltenham Festival hat blicken lassen. Und erst 2020 lies er sich auch regelmäßig in verschiedenen Gruppenrennen blicken, zuvor war er gern gesehener Gast in gut dotierten Handicaps.

Ein Grund für die langsame Herangehensweise kann sein, dass er von 2016 bis zum Mai 2018 lediglich zwei Rennen gewann, zunächst sein Maidenrennen in Form des O’Malley Hurdle im Dezember 2016, dann, ein Jahr später, der Wechsel in die Chase Disziplin im Form des Beginners Chase 4yo+ in Gowran Park, welches er ziemlich beeindruckend gewinnen konnte.

Kein Wunder, dass er danach in ein Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Buck House Novice Chase geschickt wurde –  Death Duty war Favorit des Rennens und gewann auch nach Belieben, aber Tout Est Permis holte sich einen sehr respektablen zweiten Platz noch auf der Zielgeraden, ging beim nächsten Versuch auf Gruppenebene aber sang und klanglos unter, als er sich im Down Royal Chase versuchte. Es folgte eine Serie von Niederlagen in verschiedenen Rennen, auch einem weiteren Gruppe 2 Novice Rennen, und es sah nicht danach aus, als ob Tout Est Permis irgendwelche nennenswerten Fortschritte machen würde.

Der kam erst in der Sommerpause auf die Saison 2018 auf 2018/19, als er danach in Galway in einem Handicap über 4500m auf weichem Boden startete – und als Favorit gegen die eher moderate Konkurrenz endlich wieder einen überzeugenden Sieg feiern konnte. Danach gewann er das Troytown Chase über 4800m mit einem erneut starken Lauf und legte nach der Jahreswende im Gruppe 2 Horse & Jockey Hotel Chase noch einmal nach -wenn auch denkbar knapp mit nur einer Nase Vorsprung vor dem Rest des Feldes, aber der Lauf war extrem beeindruckend gewesen.

Sub Lietenant hatte sich die Führung in dem Rennen gesichert und war dem Feld davongeschlüpft, Tout Est Permis hatte den Asnchluss Sprint ein wenig verpasst und musste sich an der letzten Hürde strecken, holte aber einen großartigen Sprung heraus und zog an Sub Lieutenant heran, und die beiden duellierten sich über den gesamten Zieleinlauf bis zur Linie, wo Tout Est Permis gerade zur richtigen Zeit den Kopf nach unten senkte. Total Recall verlor den Anschluss, nachdem er an der letzten Hürde fast gestürzt war und es Ruby Walsh zu verdanken war, dass das Rennen für Total Recall da nicht zuende war.

Leider konnte Tout Est Permis an diese Form nicht weiter anschließen, als er im Irish Grand National im April auflief, aber nur auf einem achten Platz ins Ziel einlaufen konnte. Nach der Sommerpause startete Tout Est Permis in Punchestown über 5000m und zeigte eine solide Form, auch wenn er in diesem Rennen gegen Jett und Alpha Des Obeaux keine Chance hatte beim Zieleinlauf. Er lief trotzdem eine ganze Zeit ordentlich mit und es gab die Hoffnung, dass er seine Form in der Vorbereitung auf das Festival die Saison über finden würde. Im Clonmel Oil Chase deklassierte ihn allerdings Douvan, während Jett seine Form weiter halten konnte und zweiter wurde und auch zurück auf Handicap Ebene im Merchant Hurdle Anfang Dezember 2019 lief es nicht besser, als er als klarer Favorit nur Zweiter hinter dem Außenseiter The Jam Man wurde. Keine guten Vorzeichen für das Pertemps Network Hurdle Ende Dezember, welches traditionell sehr stark besetzt ist. Trotzdem war Tout Est Premis wieder Favorit für das Rennen, konnte aber trotz gutem Gewicht und dem Hauch von Klasse der ihm anhaftete nicht über einen vierten Platz hinaus kommen. Vielleichtlag es an dem nicht gerade idealen Lauf außen im Feld, welcher sicher einiges an Kraft kostete, aber die Art wie er von den Sieger nach Einbiegen in die Zielgerade angehängt wurde, war nicht gerade ermutigend.

Im nachfolgenden William Fry Hurdle erging es ihn nicht anders, dieses Mal trennten ihn als Vierter gut zehn Längen vom Sieger und noch im selben Monat wurde er – zurück auf Gruppenebene – im Red Mills Chase auf Gruppe 2 Ebene klar deklassiert, keine Chance hier um den Sieg mitzulaufen. Dementsprechend vorsichtig waren die Beobachter bei der Einschätzung seiner Chancen beim Pertemps Network Final beim Cheltenham Festival, aber dieses Mal zeigte Tout Est Permis eine herausragende Form und hatte den Sieg in einem der härtesten Rennen beim Cheltenham Festival zum Greifen nahe. Er ging zusammen  mit The Storyteller und Sire Du Berlais über die letzte Hürde, hatte dann aber abprubt keine Kraft mehr um mit den anderen mit zu gehen.

Nach der Sommerpause ging Tout Est Permis in das Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase auf Gruppe 3 Ebene, und das überraschend als der zweite Favorit hinter The Storyteller ins Rennen, der hatte ihn aber am Ende fest im Griff. Der zweite Platz war aber so etwas wie eine aufrecht erhaltene Bestform für Tout Est Permis, und das dürfte heute interessant sein. Platzkandidat

Shattered Love: Die Yeats Tochter von Gordon Elliot ist seit Anfang an bei dem Champion Trainer und muss ihrem Trainer bereits viel Freude beschert haben. Sie gewann bereits ihr Debüt über 3m in Lemonfield und lies nach über einem Jahr Trainingspause einen weiteren Sieg über 2m in Naas folgen. Sie bestritt dann noch das Gruppe 2 Goffs Nickel Coin Mares‘ Standard Open National Hunt Flat Race gegen Augusta Kate und Kayf Grace und erreichte einen soliden dritten Platz. Nach einem halben Jahr Pause absolvierte sie dann ihren ersten Start über Hürden und gewann auch dieses Debüt mit Leichtigkeit gegen Dont Kick Nor Bite, um dann gleich in den Black Type Rennen aufzulaufen. Sie platzierte im Gruppe 3 European Breeders Fund Lough Construction Ltd. Mares Novice Hurdle und hangelte sich in ähnlichen Rennen bis zum Cheltenham Festival, wo sie im Gruppe 1 Neptune Investment Management Novices‘ Hurdle auflief, aber deutlich an dem hohen Niveau und der männlichen Konkurrenz scheiterte. Im April erging es ihr im Gruppe 1 Irish Stallion Farms European Breeders Fund Mares Novice Hurdle Championship Final ähnlich und es schien, als ob Shattered Love den Sprung auf das höchste Niveau in dieser Saison verpasst hätte und ihre zukünftige Karriere eher in der Chase Disziplin liegen würde. Tatsächlich lief Shattered Love in der neuen Saison und neuen Disziplin zur Höchstform auf und gewann zwei Beginners Chase Rennen um dann im Gruppe 2 Liam & Valerie Brennan Memorial Florida Pearl Novice Chase aufzulaufen. Der Favorit Presenting Percy konnte mit Shattered Love und Jury Duty nicht mithalten und wurde auf der Zielgeraden zurück genommen, Shattered Love schaffte es allerdings nicht ihr leichteres Gewicht als Stute gegen Jury Duty voll zur Geltung zu bringen und musste sich knapp geschlagen geben. Dafür dominierte sie die Damen im Gruppe 3 Kerry Group Irish EBF Mares Novice Chase auf schwerem Boden im Dezember 2017 und rächte sich an Jury Duty im Gruppe 1 Neville Hotels Novice Chase. Monalee stürzte in diesem Rennen und Rathwinden wurde von Monalee zu Boden gebracht, auf der langen Zielgeraden nach der letzten Hürde holte Shattered Love aber alles aus sich heraus und lief das beste Rennen ihrer Karriere.

Shattered Love nahm danach Kurs auf das JLT Novices‘ Chase  beim Cheltenham Festival – und was für ein Rennen das war. Modus, Terrefort und Finian’s Oscar waren alle gekommen um sich mit den anderen Novices zu duellieren, und Shattered Love steckte sie alle in die Tasche. Mit sieben Längen Vorsprung gewann er am Ende souverän und lies keinem anderen der angetretenen Novices eine Chance. Dementsprechend war die irische Auflage des Rennens, das Gold Cup Novice Chase auf Gruppe 1 Niveau, eigentlich ebenfalls im Zeichen von Shattered Love, aber der Außenseiter Al Boum Photo machte ihm das Leben schwer und er musste sich auf den letzten Metern geschlagen geben. Einige unsaubere Sprünge machten Shattered Love das Leben schwer, und auch Ende des Monats im Growise Novice Chase verlief es für ihn nicht besser – dieses Mal war es The Storyteller, der dem Rest des Feldes keine Chance lies, auch wenn Stürze von Monalee, Invitations Only und Al Boum Photo ihm das Rennen deutlich erleichterten.

Danach ging es für Shattered Love in die Sommerpause, die er im November im Gruppe 2 My Car Chase beendete. Er lief lange gut mit und musste sich dem höher bewerteten Snow Falcon geschlagen geben, wenn auch nur knapp.

Aus der Sommerpause kam er im Punchestown Chase zurück, einem Rennen, in dem er gegen den wesentlich stärker grateten und von Willie Mullins trainierten Min ran musste. Der Favorit gewann das Rennen am Ende auch wie erwartet worden war, aber Shattered Love lief lange Zeit um den Sieg mit und musste sich mit einer Länge Rückstand geschlagen geben.

Die Rennen war ein hervorragender Einstand in die neue Saison, danach gab es allerdings mit dem Savills Chase eine kleine Ernüchterung und drei Monate später im Cheltenham Gold Cup kam er als Neunter ins Ziel – ohne jede Chance auf einen der ausbezahlten Plätze zu jedem Zeitpunkt des Rennens. Auch beim Irish Grand Nationa lief es alles andere als nach Plan und Shattered Love beendete das Rennen nicht einmal.

Nach der Sommerpause 2019 kam er im PWC Champion Chase auf Gruppe 2 Ebene zurück, nur dieses Mal gelang ihm der Einstand in die neue Saison nicht ganz so gut – fünfte Platz, 10 Längen hinter dem Sieger hieß es am Ende, und er musste auf Listed Ebene runter gegen nicht nennenswerte Konkurrenz, um wieder einen Sieg feiern zu könne, im T.A. Morris Mares Chase, einem 4117m Rennen, in dem Shattered Love als 1,57er Favorit in das Rennen geschickt wurde – klarer Pflichtsieg für den hoch dekorierten Gruppensieger.

Der echte Test für die noch junge neue Saison sollte danach im Dezember im Punchestown Chase folgen, einem Gruppe 1 Rennen, welches zwar mit Min mit einem echten Brocken als Favoriten besetzt war, aber der siebte Platz von Shattered Love am Ende war trotzdem enttäuschend und klar unter seinen Möglichkeiten und es war der Außenseiter Hardline, der Min am Ende am meisten zu denken gab, während Shattered Love still und leise im Feld zurückfiel.

Eine bittere Niederlage, die dann im Gruppe 3 New Year’s Day Chase in Tramore noch einmal multipliziert wurde, als Shattered Love sowohl gegen Al Boum Photo als auch Acapella Bourgeois klar das nachsehen hatte. Er musste unbedingt vor dem Festival 2020 noch in Form kommen und machte einen Versuch im Februar im Gruppe 2 Red Mills Chase gegen Chris’s Dream und Real Steel und dieses mal schien sich Shattered Love, nicht zuletzt augenscheinlich wegen dem schweren Untergrund und den 4000m, durchaus wohl zu fühlen und beendete das Rennen mit einem klaren, guten zweiten Platz.

Letztendlich reichte die Form aber nicht, um im Gruppe 1 Ryanair Chase 2020 vorne mitlaufen zu können, und danach war die Saison Corona bedingt auch schon wieder vorbei.

Heute wird er zeigen, in welcher Form er sich nach der langen Pause befindet, aber auch in Bestform wäre das heute ein echter Test.

Alpha Des Obeaux: Der  Saddler Maker Sohn von Trainer Gordon Elliot ist ein echter Veteran und treuer Diener des Gigginstown House Stud Syndikats. 2016 nahm er das erste Mal am Cheltenham Festival teil und belegte dort einen guten zweiten Platz im Gruppe 1 World Hurdle und substituierte den Lauf mit einem dritten Platz im Champion Stayers Hurdle  einen Monat später. 2017 startete er im RSA Chase beim Cheltenham Festival und kam auf einen respektablen vierten Platz, in der Saison 2017/18 konnte er immerhin seine rstes Gruppe 2 Rennen in Form des Clonmel Chase gegen A Toi Phil und Balko des Flos gewinnen können. Er nahm an einigen guten Rennen wie dem Christmas Chase oder dem Irish Gold Cup teil, lief aber nicht um den Sieg mit und lies das Cheltenham Festival 2018 dann lieber ganz aus. Im Grand National Chase im selben Jahr scheiterte er ebenso wie nach der Sommerpause im JT McNamara Handicap Chase, konnte dann aber im Clonmel Oil Chase 2018 mit einem zweiten Platz erneut überzeugen, auch wenn es dieses Mal nicht für einen Sieg gereicht hat und er damit seinen Titel aus dem Jahr zuvor nicht verteidigen konnte. Dafür gewann er im November das Boomerang Chase auf Listed ebene, auch wenn das Rennen nur mit zwei anderen Konkurrenten besetzt war.

2019 lies er das Cheltenham Festival lieber erneut aus, nachdem die Vorbereitung mit zwei knappen zwieten Plätzen im Goffs Thyestes Chase und em Gruppe 3 Bobbyjo Chase alles andere als optimal verliefen und klar war, dass er wohl in der Form mit dem stärkeren Niveau beim Cheltenham Festival nicht mitlaufen können würde. Dazu kam dann noch Verletzungspech und die Saison war mit dem Rennen im Feburar auch schon wieder vorbei. Dafür kam er im Oktober nach der langen Pause mit einem knappen zweiten Platzin einem Handicap in Punchestown zurück und belegte dann einen dritten Platz im Ladbrokes Champion Chase auf Gruppe 1 Ebene. Der dritte Platz war 14 Längen hinter dem Sieger und damit nicht wirklich konkurrenzfähig, wie auch der dritte Platz im Randox Health Chase auf Gruppe 3 Ebene einen Monat später. Der Lauf auf dem Grand National Kurs in Aintree war aber durchaus vielversprechend, denn Alpha Des Obeaux konnte sich lange Zeit dir Führung sichern und nachdem er diese verloren hatte, sammelte er sich noch einmal und griff noch einmal an, um auf der Zielgeraden den dritten Platz zu sichern. Das könnte heute für den Sieg reichen.


05.09.020 – Randwick – Concorde Stakes – Pick: Nature Strip

Pferderennen in Australien

06:00 Concorde Stakes – Gruppe 3

Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.000 m  |  Preisgeld: 160.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Gytrash: Der Lope De Vega Sohn von Trainer G. Richards begann seine Karriere im Jahr 2018, wobei er schon in seinem ersten Jahr als Rennpferd extrem umtriebig war und ganze sieben Rennen als 2yo bestritt. So ganz den Bogen raus schien Gytrash allerdings noch noch nicht zu haben, denn seine Ausbeute an Siegen lies zunächst noch zu wünschen übrig, vielmehr konnte er neben zwei Siegen jede Menge Platzierungen einfahren, es dauerte allerdings bis um Jahr 2019, bis Gytrash seine Bilanz deutlich steigern konnte.

Zunähst gewann er das Lynne-Maree And Nick (Heat 7) über 1050m in Morphetville, bevor er das Murray & Barb Stewart’s Heat 13 auf dem selben Kurs gewann. Beides waren recht solide Handicaps mit einer Preissumme von gut und gerne 100.000$, was den Sprung in die Gruppenrennen wie das Tab Euclase Stakes (Gruppe 2) etwas erleichterte. Gleich im ersten Versuch über 1200m auf Gruppenebene machte Gytrash eine hervorragende Figur und belegte den sicheren dritten Platz hinter Valour Road und Tofane. Danach nahm er sich mit dem Gruppe 1 The Goodwood Cup deutlich zu viel vor und kam nur sehr weit abgeschlagen ins Ziel.

Es war klar das Gytrash Potential hatte, aber noch nicht soweit war um sich mit den ganz großen messe zu können, also ging es zunächst zurück in die Handicaps, wo er mit dem Lauf im Ken Cox Plate auch gleich einen weiteren Sieg folgen lassen konnte – und zwar so überzeugend, dass er kurz darauf wieder in einem Listed Rennen, dem A.r. Creswick Stakes in Flemington, starten dürfte – und hier nun endlich den ersehnte ersten Sieg in eine Black Type Rennen feiern dürfte – was ihn zum Co Favoriten im Gruppe 3 Mrc Everest 1100 Stakes  zwei Monate  später im August machte, allerdings verdarb ihm da über die 1100m der Außenseiter Crystal Dreamer den Tag.

Knapp vorbei geschrammt war Gyrtash am ersten Gruppensieg im Jahr 2019, welches er im August auch vorzeitig beendete und erst sechs Monate später im Black Caviar Plate auf Gruppe 1 Ebene beendete. In diesem gut besetzten Rennen war er klarer Außenseiter hinter Nature Strip, der auf dem Papier das Rennen locker hätte gewinnen sollen, aber einen schlechten Tag ewischte und Gytrash somit das Rennen öffnete und den Weg zum ersten Gruppe 1 Sieg ebnete – über 1100m und gut bis weichen Boden. Den Trick schaffte Gytrash dann über 1200m und schweren Boden im Seppelt Wines Newmarket in Flemington nicht noch einmal, war aber beim Zieleinlauf immerhin mit dabei und besserte seine Form nur zwei Wochen später im Keogh Homes William Reid Stakes, ebenfalls einem Gruppe 1 Rennen, noch einmal, als er es schaffte sich hinter Loving Gaby über 1200m einen zweiten Platz zu sichern

Sogesehen war es kein Wunder, dass er auf etwas niedrigerem Niveau im Gruppe 3 Furphy R N Irwin Stakes im April einen lockeren Sieg feiern konnte, wie leicht er den zweite Favoriten Sunlight aber ausstechen konnte, war schon etwas überraschend – vielleich liegt es auch am Kurs in Morphettville, denn genau einen Monat später scheiterte Gytrash nur denkbar knapp an Trekking im The Furphy Goodwood Handicap, wo der Konkurrent beneidenswert viel Momentum in der Mitte der Bahn aufbauen konnte, um den davongeeilten Gytrash knapp vor der Ziellinie noch einholen zu können.

Das heute wird eine ganz andere Hausnummer, und Nature Strip sollte das Feld sicher im Griff haben.

Nature Strip: Der Nicconi Sohn von Chris Waller hat sich seit 2017 langsam noch oben gearbeitet, wobei er bereits nach seinem ersten Rennen eine Serie von drei Siegen in Folge präsentieren konnte. Das waren natürlich nicht die ganz großen Rennen, mit denen Nature Strip später auf sich aufmerksam machen sollte, wie etwa das Darley Sprint Classic oder das Cramer Moir Stakes, aber es war schon mal ein Anfang, der zeigen sollte, in welche Richtung es geht.

Heutzutage ist Nature Strip natürlich einer der etablierten Gruppe 1 Performer in Australien und über die Distanz von 1000-1200m immer eine ernst zu nehmende Gefahr. Allein 2019 gewann er drei Gruppe 1 Rennen mit einem Preispool von insgesamt 3.700.000$ australischen Dollar. Das ist weit weg von dem kleinen Nature Strip, der 2017 das erste Mal in einem 120k$ Rennen lief, aber den letzten Sieg seiner Serie von 2017/18 landete er immerhin schon in einem 250k$ Rennen und war damit auf dem besten Weg, die Investitionen seiner Besitzer zurück zu zahlen.

Danach wurde er immerhin noch einmal Zweite im Yulong Vobis Gold Dash in Caulfield im April 2018, bevor er es in sein erstes Gruppenrennen im Gruppe 2 Euclase Stakes in Morphetville, einem 1200m Rennen mit durchaus starker Besetzung. Nature Strip war nach seiner Erfolgsserie zuvor als Favorit gestartet, konnte aber „nur“ einen vierten Platz eine Länge hinter dem Sieger belegen, was aber eine durchaus gute Leistung war

Das konnte Nature Strip im Great Ocean Road Handicap einen Monat später gleich wieder mit einem beeindruckenden Sieg unterstreichen, als er das Rennen mit fast fünf Längen  für sich entschied. Das Rennen war das Sprungbrett um im A.r. Creswick Series Final wieder auf Black Type Rennen Ebene zu starten – und zu gewinnen. Das 1200m Rennen war zwar nicht so stak besetzt wie die Gruppenrennen zuvor, aber Nature Strip lies sich nicht beirren und lieferte im Lightning Stakes noch im selben Monat den nächsten Sieg nach. Dieser Sieg war eine reine Demontage der Konkurrenz, die auf dem 1050m Distanz keine Chance hatte, an Nature Strip noch dran zu bleiben und den Favoriten mit sechs Längen hatte ziehen lassen müssen.

Der talentierte Sunlight gehörte zu den geschlagenen Konkurrenten  und Nature Strip machte sich zu höheren Ebenen, als er im Gruppe 2 Mittys Mcewen Stakes im September startete. Das Rennen ging Nature Strip erneut als Favorit an den Start ging, aber am Ende gegen Houtzen nur knapp bestehen konnte. Nature Strip bewies einmal mehr seinen Kampfgeist und behauptete seinen Vorsprung bis zur Zielinie, hatt emit dem Außenseiter aber mehr zu schaffen als erwartete worden wäre, vielleicht hat die lange Saison zu diesem Zeitpunkt ihre Spuren hinterlassen – schließlich kam er auch im Gruppe 1 Cramer Moir Stakes  im September nicht mehr rechtzeitig in Gang und musste sich am Ende mit einem achten Rang zufrieden geben. Deutlich abgeschlagen hinter den Siegern ging es für Nature Strip nach dieser Niederlage in eine kleine Pause, die im Februar beendet wurde – mit einem Sieg im Gruppe 2 Schweppes Rubiton Stakes über 1100m und Konkurrenten wie Jungle Edge oder Vodoo Lad,

Jungle Edge versuchte das Tempo zu setzen, aber Nature Strip klebte ihm an den Hufen und übernahm beim Einbiegen in die Zielgerade ab der 200m Marke das Feld übernahm und locker ins Ziel einreiten konnte. Das war der nächste lockere Erfolg von Nature Strip in einem Gruppenrennen, und es wurde so langsam Zeit, dass er auch auf der höchsten Ebene endlich Erfolg haben würde – dachten zumindest Punter und Buchmacher, und ließen ihn im Oakleigh Plate als Favorit auflaufen. Nature Strip kam allerdings nicht als Sieger, sondern erneut abgeschlagen als Zehnter ins Ziel.

Nature Strip schoss nach vorne und übernahm die Führung, aber 100m vor dem Ziel endete sein Lauf und er fiel Platz um Platz zurück, ohne eine Chance zu haben dem Rest noch zu folgen. Seinen Chancen tat aber auch der weiche Untergrund keinen Gefallen, im Gruppe 1 Galaxy Cup hingegen schaffte es Nature Strip dann endlich, seine Erfüllung zu erfüllen.

Nature Strip lief an der Front des Feldes und führte seine Konkurrenten in die Zielgerade und hatte bereits an der 200m Marke zwei Längen Vorsprung, die er allerdings auch voll ausnutzen musste, um am Ende gewinnen zu können.

Nature Strip wechselte das Tempo nach dem Einbiegen in die Zielgerade und holte noch einmal ein paar Meter mehr auf seine Verfolger heraus, was die späten Sprinter wie Pierata den Anschluss verlieren lies und am Ende dafür sorgte, dass Nature Strip immer noch ganz vorne war.

Im Gruppe 1 Doomben Cup im Mai erwarteten ihn ähnliche Konditionen, allerdings gelang es ihm nicht das Feld von hinten aufzurollen und er musste sich am Ende mit einem vierten Platz gut eine Länge hinter dem Sieger The Bostonian begnügen und ging danach in die verdiente Winterpause – die im Gruppe 3 Forum Concorde Stakes beendet wurde, dem Paraderennen von Redzel, der das Rennen nunmehr zum vierten Mal hintereinander gewinnen konnte.

Nature Strip lief bei jenem Rennen eine Länge vor Sunlight ins Ziel und versuchte sich danach wieder einmal am Cramer Moir Stakes – letztes Jahr war Nature Strip dort klarer Favoritin, scheiterte allerdings deutlich und trat 2019 an, um Vergangenes vergessen zu machen – und das konnte Sie! Nature Strip sicherte sich die Führung in dem Rennen und führte das Feld in die Schlussgerade, auch wenn sie sich mit ihrem Tempowechsel zunächst nicht absetzten konnte. Dann aber verloren die, die mit ihr an der Führung gekämpft hatten an Kraft und es waren die Schlusssprinter rund um Sunlight, die Nature Strip noch gefährlich werden konnten – aber die Ziellinie kam rechtzeitig und Nature Strip feiert den zweiten Gruppe 1 Sieg!

Im Everest galt sie trotzdem als Außenseiterin, auch weil die Distanz gut 200m länger war und Nature Strip schon zuvor nur knapp die 1000m durchhalten konnte, und das gegen etwas leichtere Konkurrenz als in dem prestigeträchtigen Gruppe 1 Rennen – in dem Nature Strip durch einen hervorragenden Lauf immerhineinen vierten Platz erringen konnte, 1.3 Längen hinter dem hervorragend gelaufenen Dreijährigen Yes Yes Yes, der mit einem beeindruckenden Sprint zum Ziel noch Santa Ana Lane einsammeln konnte, der das Feld angeführt hatte.

Den selben Fehler machte Nature Strip aber im Gruppe 1 Darley Sprint Classic nicht noch einmal und Nature Strip gewann das Rennen von der Front mit einem schnellen Tempowechsel und da Nature Strip mehr Speed als alle Verfolger hatte,  gewann er das Rennen mit über drei längen Längen Vorsprung unangefochten, und das gegen Konkurrenz wie In Her Time, Santa Ana Lane oder Alizee.

Das selbe gelang ihm allerdings im Februar im Black Caviar Plate nicht noch einmal und der Außenseiter Gytrash nutzte die Schwäche der Favoriten in dem Rennen gnadenlos aus und gewann das Gruppe 1 Rennen gegen Nature Strip, Redzel und Loving Gaby – eine beeindruckende Leistung, die er im Gruppe 1 Black Caviar Plate im Februar noch einmal wiederholen wollte. Nature Strip startete als Favorit, kam aber am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel, dieses Mal hinter Loving Gaby und Redzel – der gerade Kurs und der Split in zwei Gruppen war für den Front Runner Nature Strip nichts und er musste auf der anderen Seite der Bahn Gytrash ziehen lassen. Auch der weiche Boden mag seinen Teil zur Niederlage beigetargen haben, denn Nature Strip mag den schnellen Boden deutlich mehr

Den bekam er im  Gruppe 2 ATC Race Colours Challenge Stakes. Die Führung in diesem Rennen musste sich Nature Strip erst einmal erkämpfen, nachdem er ein wenig spät aus den ställen gekommen war, die Kurve vor der Zielgeraden ermögliche Nature Strip aber, das Feld hinter sich zu ordnen und dann seinen bekannten Tempowechsel zu zeigen, der das Feld weiter auseinanderzog. 300m vor dem Ziel war Jungle Edge noch dran, der dann aber wie Miss Leonidas den Anschluss langsam verlor und Redzel behinderte, der erst in die Mitte der Bahn wechseln musste, um seinen Schlusssprint zeigen zu können. Das funktionierte für Redzel erstaunlich gut, der sich noch einen zweiten Platz erkämpfen konnte, wenn auch weit hinter Nature Strip, der das Rennen nach Belieben dominierte und einen wichtigen, klaren Sieg in der so schwierigen Saison 2020.

Die Saison krönte Nature Strip dann mit einem Lauf im Gruppe  1 T. J. Smith Stakes, bevor es in die Zwangspause wegen Corona ging. Nature Strip übernahm wie schon gewohnt die Führung in dem Rennen und setzte ein recht scharfes Tempo, welches die anderen Konkurrenten von vorne herein nicht wirklich mitgehen konnten. So hatte Nature Strip schon auf der Zielgerade einen kleinen Vorsprung, den er bis zum Ziel immer weiter ausbauen konnte.

Vor der Zwangspause wegen Corona war Nature Strip in absoluter Topform und er wird Grytash hier einige Probleme bereiten, da bin ich mir sicher. Das einzige Problem könnte sein, dass er nicht die gewünschte Position an der Front des Rennens bekommen und damit nicht das Tempo des Rennens diktiere kann. Ball Of Muscle ist einer der potentiellen Konkurrenten um die Führungsposition

Tipps zum Rennpferd: Immens starker Front Runner über die Distanz von 1000-1200m. Setzt gerne ein scharfes Tempo und setzt sich gerne schon vor der Zielgeraden ein wenig ab.

Ball Of Muscle Der Dubawi Sohn startet für Joseph Pride, der mit seinem Schützling durchaus zufrieden sein kann, denn Ball of Muscle hat sich in seiner langen Karriere auf höchstem Niveau durchaus respektabel schlagen können, die ganz großen Erfolge blieben bisher aber leider eher aus, sieht von einem verdienten aber späten Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Jahr 2018 und dem Sieg danach im Gruppe 2 Hyland Challenge Stakes einmal ab. Und er ist einer der Front Runner, die man nie unterschätzen sollte, und denen man keine allzu lange Leine geben sollte!

So platzierte Ball Of Muscle 2015 im Gruppe 2 Bowermans Office Stakes und im Gruppe 2 Teas Caulfield Sprint sowie im Gruppe 1 City Jeep Moir Stakes im selben Jahr. Mit den Siegen geht er allerdings ein wenig sparsamer um und seine Form hat sich bis zur Winterpause 2017 stetig nach unten bewegt, danach feuerte er aber einen seiner besten Läufe seit langem ab und kam als Zweiter im Bowermans Office Furniture Shorts ins Ziel. Geschlagen wurde er nur von dem damals neuen Phänomen Redzel und der Start danach im Permiere Stakes war vom Niveau her nicht wirklich schwerer, allerdings kam Ball Of Muslce dort nur als Fünfter ins Ziel.

Ihn trennten von der Siegerin In Her Time zwar nur 2.2 Längen, allerdings sah es auch nicht danach aus, als ob er noch näher an die Sieger herankommen würde. Das Sydney Stakes im Oktober war auf dem Papier etwas einfacher, allerdings startete erneut In Her Time, Takedown und Japonisme in diesem Rennen, was es zu einer schweren Aufgabe für Ball Of Muscle machte. Wieder legte er allerdings einen sehr guten Lauf hin und kam auf einen dritten Platz hinter der erneuten Siegerin In Her Time. Das Absolut Stakes in Flemington danach war dann in der Tat wirklich etwas leichter und Ball Of Muscle konnte sich wie erwartet locker durchsetzen. Nach einer zweimonatigen Pause hob Ball Of Muscle dann das Niveau noch einmal erheblich an und versuchte sich im Februrar 2018 im Black Caviar Lightning Stakes gegen Redzel und Redkirk Warrior, war aber dort auf den letzten Metern klar nicht mehr in der Lage mit den anderen beiden mitzuhalten. Im Galaxy Sunshine Plate ging es danach nicht minder schwierig zu und Ball Of Muscle hatte es als Außenseiter mit In Her Time und English zu tun, die beide zeigten dass sie auf Gruppe 1 Ebene mehr zu Hause sind als Ball Of Muscle, der sich mit einem abgeschlagenen sechsten Platz zufrieden geben musste. Mit diesem zweiten Versuch auf Gruppe 1 Ebene mit zwei sehr harten rennen des Frühjahrs in Australien ging es für ihn dann in die ausgedehnte Pause bis nach dem australischen Winters, welche er im Sambor Heath auf Gruppe 3 Ebene dann im September beendete. Das Rennen war allerdings nur auf dem Papier ein Gruppe 3 Rennen, schließlich liefen auch die mehrfachen Gruppe 1 Sieger Santa Ana Lane und Brave Smash ebenfalls mit, Favorit war der nicht minder talentierte Voodoo Lad.

Ball Of Muscle sprintete aus den Ställen und holte sich die Führung, die er gegen die anderen Inetressentena uch souverän verteidigte. Beim einbiegen in die Zielgerade kamen die anderen Konkurrenten näher an ihn heran, aber Ball Of Muscle kämpfte die gesamte Zielgerade des 1100m Rennens hart und konnte so seine Führung bis zum Ziel verteidigen.

Danach ging es nur zwei Wochen später in das Ranwick Shorts, wo er die selbe Taktik etablierte und das Feld früh anführte. Wieder kamen die anderen Starter nach dem Einbiegen in die Zielgerade näher an den Front Runner heran, aber Ball Of Muscle legte einen guten Tempochwechsel hin der ihm einige Längen Vorsprung sicherte, die Ball Of Muscle auch bitter nötig hatte, zog doch Invincible Star immer näher an ihn heran, scheiterte aber am Ende mit einer Nase hinter dem toughen Front Runner.

Ball Of Muscle besuchte danach noch im selben Monat das Gruppe 1 Cramer Moir Stakes, beim dritten Rennen innerhalb eines Monats, dazu noch auf höherem Niveau, gelang es ihm aber nicht die Führung zu erringen, geschweige denn den Rest des Feldes früh unter Druck zu setzen und Ball Of Muscle lief ein eher enttäuschendes Rennen, obwohl er die taktisch gute Position am Innengeländer hatte.

Noch einmal zwei Wochen später mache er sich wieder nach Caulfield auf, zum Gruppe 2 Schillaci Stakes, wo er auf einige alte Bekannte traf, wie etwa Voodoo Lad oder Missrock, die Ball Of Muscle in der Vergangenheit durchaus Probleme bereiten konnten

Wieder wurde Ball Of Muscle die Führung vielleicht ein wenig zu leicht überlassen, und wieder konnte Ball Of Muscle mit einem Tempowechsel den Rest des Feldes ins Schwitzen bringen und den erkämpften Vorsprung bis zum Zieleinlauf halten. Aus diesem Fehler hatten die Konkurrenten wohl auch im Gruppe 2 Hyland Challenge Stakes nichts gelernt, denn Ball Of Muscle konnte wieder ohne Druck das Tempo setzen und lief dementsprechend den Gegnern auf der Zielgeraden zunächst davon, bevor die Favoriten wie Redzel ihren Angriff starten konnten. Ball Of Muscle hatte aber Glück, dass Redzel weit in die letzte Kurve gehen musste und so einige wichtige Längen auf den Front Runner verlor – so reichte der Vorsprung von Ball Of Muscle nämlich tatsächlich bis ins Ziel.

Im Aquis Smith Stakes hatte Ball Of Muscle keine Chance und auch vier Monate später im Gruppe 3 Mrc Everest 1100 Stakes im August 2019 hatte er gegen auf dem Papier leichtere Konkurrenz keine Chance, alledings lernte er dort auch das erste Mal Gytrash kennen, der in Zukunft mit einigen hervorragenden Rennen auf sich aufmerksam machen sollte. Im nachfolgenden Cramer Moir Stakes auf Gruppe 1 Ebene zeigte ihm dann Nature Strip, wie man das Rene von der Front aus führen muss, und aus dieser Begegnung hatte Ball Of Muscle offensichtlich gelernt, denn im Dezember im Gruppe 2 Alfa Romeo Stakes in Caulfield konnte Ball Of Muscle mit einem weiten Platz auf sich aufmerksam machen und sein bestes Rennen seit dem Sieg  im Hyland Challenge Stakes im März des selben Jahres. Er konnte es noch, wenn man ihm etwas zu viel Leine lies, das hatte er nun in diesem Jahr mehrmals unter Beweis stellen können, umso enttäuschender, dass Ball Of Muscle im G.h. Mumm Century Stake auf Liste Ebene im November nicht noch einmal nachlegen konnte und „nur“ auf eine abgeschlagenen zweiten Platz, gut drei Längen hinter dem Sieger Soothing. Im Februar setzte es die nächste herbe Niederlage im Neds Oakleigh Plate, gefolgt von einer weiteren Lehrstunde von Nature Strip. Das geht besser, und in der Vergangenheit ist Ball Of Muscle durchaus sehr solide aus einer Pause wieder gekommen

Tipps zum Rennpferd: Guter Untergrund, 1100m und eine unangefochtene Führung sind für Ball Of Muscle das Erfolgskonzept. Hat im Herbst 2018 seine bisherige Bestform erreicht und sollte nicht zu viel Leine an der Front bekommen, hat auf höchstem Niveau aber bisher keinen Stich landen können


04.09.2020 – Churchill Downs – La Troienne Stakes – Pick: Monomoy Girl

Pferderennen in den USA

22:50 La Troienne Stakes – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.770 m | Preisgeld: 500.000 USD |Flachrennen | Geläuf: Sand | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Einschätzung:

Lange lange ist es her, seitdem der Name Monomoy Girl mir in dem Blog hier über die Tasten gekommen ist – das letzte mal muss das 2018 im Breeders Cup Distaff gewesen sein, damals, als auch noch Namen wie Abel Tasman oder Midnight Bisou hier regelmäßig gefallen sind. Dann wurde es etwas still um die Star Stute, die mit dem Sieg im Breeders Cup ihr fünftes Grupe 1 Rennen in gerade einmal ihrem zweite Jahr hatte gewinnen können.

Es war aber nicht die Entscheidung des ihres Trainers Brad Cox die Tapizar Tochter au dem Renngeschehen zu nehmen, sondern eine Serie von Pleiten Pech und Pannen, begonnen mit einer milden Erkältung und dann weiter zu einem Muskelriss, welcher die Saison 2019 endgültig besiegelte, ohne dass Monomy Girl auch nur einen einzigen Start hatte absolvieren können. 2020 kam sie aber wieder und es sah aus, als wäre nichts ungewöhnliches im letzten Jahr passiert, als sie erst ein unbedeutendes Handicap und dann das Gruppe 2 Ruffian Stakes locker gewinnen konnte. Sie wurde die dreijährige Champion Stute des Jahres 2018, und wird hier vermutlich etwas von der verlorenen Zeit wieder gut machen köne

Vexatious hatte im Ruffian Stakes nicht die Kraft um gegen Monomoy Girl gegen zu halten, schockte aber danach die Welt im Personal Ensign Stakes auf Gruppe 1 Ebene, als sie knapp gegen die haushohe Favoritin und gute Bekannte Midight Bisou gewinnen konnte. Ih denke aber, dass das heute ein ganz anderer Test werden mit Monomoy Girl, die über die längere Distanz sicher nur besser wird. She’s A Julie gewann ebenfalls etwas überraschend das Gruppe 1 Ogden Phipps Stakes im Juni, konnte an diesen Erfolg im Gruppe 3 Molly Pitcher Stakes im Juli aber nicht wiederholen – das hier liegt auf dem Papier Monomoy Girl zu Füßen

 

Die Pferde vorgestellt:

Monomoy Girl: Die Tapizar Tochter von Brad Cox war die Champion 3yo Stute des Jahres 2018, nachdem sie in dem Jahr unter anderem das Gruppe 1 Ashland Stakes, das Gruppe  1 Acorn Stakes, das Gruppe 1 American Oaks und krönte das Jahr dann auch noch mit dem Sieg im Gruppe 1 Breeders‘ Cup Distaff ! Kein Wunder dass sie den Titel der besten 3yo Stute im Jahr 2018 verliehen bekam

Die Karriere von Monomoy Girl begann jedoch schon im Jahr 2017 in Indiana Downs in einem regulären Maidenrennen, gleich nach dieser ersten Erfahrung legte Monomoy Girl dann gleich mit Siegen in einem Altersgwichtsrennen und dem Rags to Riches Stakes auf Listed Ebene nach.  In diesem Rennen konnte sie das erste Mal zeigen was sie kann und gewann gegen damals solide Konkurrenz relativ locker, so dass es kein Wunder war dass sie danach im Gruppe 2 Golden Rod Stakes auf dem selben Kurs startete. Das Rennen verlief für die Favoritin nicht ganz nach Plan und sollte die bis heute einzige Niederlage der Ausnahmestute bleiben.

Mit diesem Start beendet sie ihr Engagement im Jahr 2017 dann auch und lief erst drei Monate später im Rachel Alexandra Stakes auf Gruppe 2 Ebene auf. Natürlich war sie wieder Favoritin dieses Rennens, wenn auch Wonder Gadot als sehr ernsthafte Konkurrenz gehandelt wurde. So ganz klappen wollte es dann im Rennen aber nicht mit dem Druck auf Monomy Girl, die dem Feld auf den letzten Metern locker davonlief und auch Classy Act auf dem zweiten Platz kaum eine Chance lies.

Nach mehreren dominanten Starts auf Gruppe 2 Ebene war es im April 2014 so langsam Zeit, mal ein Rennen auf Gruppe 1 Ebene anzugehen, was sie dann mit dem Start im Ashland Stakes in Keenlang auch tat. Die angetretene Konkurrenz rund um Eskimo Kisses war allerdings für ein mit 500.000$ dotiertem Rennen relativ dürftig und Monomoy Girl hatte keine Probleme ihr erstes Gruppe 1 Rennen für sich zu entscheiden.

Auch wenn der Zieleinlauf extrem überzeugen gewesen war und die Konkurrenz in dem Gruppe 1 Rennen keinerlei Chance hatte, war sich die Rennwelt nicht ganz sicher, wie stark sie wirklich ist und der Lauf im Longines Kentucky Oaks sollte eben genau diese Frage klären. Als Konkurrenz wurde dieses Mal Midnight Bidou gehandelt, die allerdings kein Glück beim Start hatte und mehrere Längen auf die Führenden verlor. Mit der Konkurrentin weit hinter sich zurück konnte Mononomy Girl sich in der Spitzengruppe festsetzen und die Führung auf den letzten Metern der Zielkurve übernehmen. Wonder Gadot war dieses Mal in besserer Verfassung und sorgte dafür, dass sich Monomoy Girl niemals langweilte.

Auf der Zielgeraden kam Midnight Bisou dann aus dem hinteren Bereich des Feldes herangeflogen und machte trotz starken Tempo von Monomoy Girl und aussichtsloser Position extrem viel Boden gut. Diese Bemühungen wurden mit einem sehr guten dritten Platz belohnt, an Monomoy Girl kam Midnight Bisou aber nicht mehr heran. Midnight Bisou suchte sich dann zunächst ein einfacheres Rennen nach dieser Niederlage, während Monomoy Girl der Gruppe 1 Ebene treu blieb und im Acorn Stakes in Belmont Park startete. Dort dominierte sie erneut die Konkurrenz und gewann mit einigen Längen Vorsprung, ohne dabei von Florent Geroux jemals mit der Peitsche angetrieben werden zu müssen.

Das Acorn Stakes war und ist eigentlich ein weiterer extremer Test für die dreijährigen Stuten, und  die Konkurrenz war mit Talk Veuve To Me und Moonshine Memmories durchaus sehr gut besetzt, auch wenn die besten dreijährigen Stuten das Rennen gemieden hatten. Trotzdem, Talk Veuve To Me und Moonshine Memmories setzten ein gutes Tempo, aber Monomoy Girl konnte sich recht bequem dahinter platzieren und den Anschluss an die Front Runner stets halten. Zwar wurde sie dann von Talk Veuve To Me recht weit nach außen in die Zielgerade getragen, da die Konkurrentin an der Innenseite von Monomoy Girl zu driften begann, aber die Konkurrenz war zu schwach, um daraus PRofit schlagen zu können und Mononmoy Girl lief zu einem bequemen Sieg, wobei sie ihren Vorsprung vor dem Ziel sogar noch ein wenig verkürzte – da wären sicher mehr Längen drin gewesen.
Das Coaching Club American Oaks zwei Monate später war dann ein Wiedertreffen mit Midnight Bisou, welches Monomy Girl in beeindruckender Weise für sich entscheiden konnte Das erneute Duell der beiden in Philadelphia im Cotillion Stakes verlief für Monomy Girld eigentlich nicht nach Plan, den Monomy Girl schob sich wieder vor ihrer Hautpkonkurrentin durchs Ziel, die aber nur äußerst widerwillig Platz machte, behinderte die Konkurrentinnen aber und so wurde nachträglich Midnight Bisou als Siegerin gekürt – die zweite Niederlage in der Karriere von Monomoy Girl war also zunächst gar keine, und wen ich mir das Rennen immer wieder anschaue, bin ich mir nicht sicher ob Midnight Bisou auf den letzten Metern der 1709m Distanz die Konkurrentin hätte schlagen können

Das Rennen war nun die fünfte hervorragende Leistung hintereinander und im Prinzip war das ja der nächste Sieg auf Gruppe 1 Ebene,  aber wozu trauern wenn der nächste Lauf im Breeders Cup Distaff sein soll und man auch da als Favoritin starten darf?

Monomoy Girl traf im Breeders ‚Cup Distaff, der am 3. November in Churchill Downs stattfand, zum ersten Mal auch auf ältere Stuten . Das Feld umfasste unter anderem Champion Abel Tasman (Siegerin vom 2017er Kentucky Oaks und dem 2018 Personal Ensign Stakes), die alt bekannte Konkurrentin Midnight Bisou, Blue Prize (Siegerin des Spinster Stakes), Vale Dori (Siegerin des Zenyatta Stakes), Wow Cat (Siegerin des Beldame Stakes) und Wonder Gadot (Siegerin des Queen’s Plate).

Man sieht also schon, das Rennen war äußerst gut besetzt, aber Mononmoy Girl bewies einmal mehr, warum sie die beste Stute ihres Jahrgangs war –  Monomoy Girl startetevon ihrem außen liegenden Stall gut in das Rennen und verfolgte ihre alt bekannte Taktik das frühe Tempo von Wonder Gadot zunächst von guter Position aus zu verfolgen. Dann übernahm sie das Kommando und hielt einen späten Sprint von Wow Cat souverän ab, um mit knapp einer Länge zu gewinnen. „Sie lief so, wie sie trainierte“, sagte ihr Trainer Clive  Cox. „Sie trainierte wie ein Monster und rannte wie ein Monster.“  – und da hatte er vollkommen Recht – Monomy war ein abolutes Monster in dieser Saison!

Monomoy Girl wurde 2018 zur dreijährigen Stutfohlenmeisterin ernannt, konnte aber leider 2019 nicht direkt an die Erfolge aus dem letzten Jahr anknüpfen. Es war aber nicht die Entscheidung des ihres Trainers Brad Cox die Tapizar Tochter au dem Renngeschehen zu nehmen, sondern eine Serie von Pleiten Pech und Pannen, begonnen mit einer milden Erkältung und dann weiter zu einem Muskelriss, welcher die Saison 2019 endgültig besiegelte, ohne dass Monomy Girl auch nur einen einzigen Start hatte absolvieren können. 2020 kam sie aber wieder und es sah aus, als wäre nichts ungewöhnliches im letzten Jahr passiert, als sie erst ein unbedeutendes Handicap und dann das Gruppe 2 Ruffian Stakes locker gewinnen konnte. Sie wurde die dreijährige Champion Stute des Jahres 2018 und dürfte hier einiges an verlorener Zeit wieder gut machen können!


Ermittlungen in der Türkei – Probleme für GVC (und Ladbrokes und Coral)?

Pferdewetten News

Die GVC Holdings hat offiziell verlauten lassen, dass die Untersuchung durch HM Revenue & Customs (HMRC) bezüglich des früheren Online-Glücksspielbetriebs von GVC in der Türkei ausgeweitet wurde. HRMC Untersucht dabei Unregelmäßigkeiten bis hin zur Geldwäsche im Bezug auf die Aktivitäten von GVS in der Türkei

Die Aktien der Muttergesellschaft von Ladbrokes und Coral fielen nach der Ankündigung stark im Kurs, die Ankündigung von GVC kam nur wenige Tage nach der überraschenden Nachricht, dass der Geschäftsführer Kenny Alexander nach 13 Jahren in dieser Funktion zurücktrat und Shay Segev die Nachfolge antreten sollte-

Im November letzten Jahres erhielt GVC von HMRC eine Anforderung zur Übermittlung von Information über sein ehemaliges türkisches Geschäft, das im Dezember 2017 verkauft wurde und an dem eine Reihe von Drittanbietern im Zusammenhang mit der Zahlungsabwicklung für Online-Glücksspiele beteiligt waren. Das gesamte Konglomerat ist etwas undurchsichtig und für den Laien nur schwer verständlich, aber eigentlich war auf dem Geschäft auch der Deckel drauf, nachdem die großen Player sich geeinigt hatten und Ladbrokes und Coral eine neue Heimat gefunden hatten.

Das Unternehmen gab an, vor Montag in der Annahme gewesen zu sein, dass „kein GVC-Unternehmen Gegenstand der Untersuchung der HMRC sei“. Soll wohl heißen – man war noch letzter Woche der Meinung, dass man nichts falsch gemacht habe, oder dass einen die HRMC wenigstens nicht im Visier habe.

In der Ankündigung vom Dienstagmorgen wurde jedoch hinzugefügt: „Die HMRC hat gestern das Unternehmen (GVC) darüber informiert, dass sie den Umfang ihrer Untersuchung erweitert und prüft nun ‚potenzielle Unternehmensverstöße‘ durch ein Unternehmen (oder Unternehmen) innerhalb der GVC-Gruppe, das die HMRC noch nicht identifiziert hat . “

GVC fügte in seinem Statement weiter hinzu, es sei „überrascht von der Entscheidung, die Untersuchung auf diese Weise auszuweiten, und enttäuscht über die mangelnde Klarheit der HMRC hinsichtlich des Umfangs ihrer Untersuchung“.

Dem Unternehmen wurde mitgeteilt, dass es keine Einzelheiten zu dem untersuchten Verhalten mitgeteilt habe, mit Ausnahme von „einem Verweis auf Abschnitt 7 des Bestechungsgesetzes 2010“, und es sei auch nicht klar, welcher Teil der Gruppe untersucht werde.

„In der Zwischenzeit arbeitet das Unternehmen bei der Bereitstellung von Informationen weiterhin uneingeschränkt mit HMRC zusammen“, fügte die GVC hinzu.

Die Glücksspielkommission sagte, sie habe Kenntnis von der HMRC-Untersuchung.

Ein Sprecher der Regulierungsbehörde sagte: „Wir sind uns der laufenden Untersuchung der HMRC bewusst und unterstützen sie. Wir überwachen die Entwicklungen, können jedoch derzeit keine weiteren Kommentare abgeben.“

GVC veräußerte seinen Betrieb in der Türkei, wo das Glücksspiel eingeschränkt ist, um den Weg für die Übernahme von Ladbrokes Coral freizumachen. Das Unternehmen war jedoch später gezwungen, die Umstände des Geschäfts zu verteidigen. Die Aktien von GVC fielen bis Dienstagmittag um fast 13 Prozent auf 759,4 Pence.

 

So ganz sauber scheint die Übernahme von Coral und Ladbrokes da nicht gelaufen zu sein und man sollte genau hinhören, was sich da in den nächsten Wochen noch so alles den Weg ans Licht sucht. Die Türkei und viele der Unternehmen dort betreiben ja eine Art staatlich geduldete Schattenwirtschaft, und so was kann gerne mal zurück feuern, wenn die Parameter den hohen Herren im Palast nicht mehr gefallen…. Short auf GVC? Vielleicht, aber ich denke vor nächstem Jahr hört man nichts Konkretes.


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