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Pferdewetten Tipps


Sportwetten Picks

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13.11.2021 – Newcastle – Australien – Rennen 5 – Pik: Love Tap

Pferderennen in Australien

04:40 R5 BM 88 HCP

Distanz: 1850m | Class: 3-Y-O & Up | BM88, Handicap

Love Tap: Der graue Wallach aus der Linie von Tapit und Trainer Richard Reedman hat viele Fans in Australien, auch wenn der erhoffte Superstar Status bisher eher ausgeblieben ist. Ein Sieg aus fünf Rennen 2021 ist nichts, wo man Love Tap gleich unter die besten in Australie sortieren würden, was den Start hier auf deutlich niedrigem Niveau natürlich umso interessanter macht. Natürlich – seine Gewicht ist hoch, allein schon wegen seine vielen Teilnahmen an den verschiedensten Gruppenrennen, trotzdem bin ich mir sicher, dass er hier als Favorit auflaufen wird, denn viele Rennfans haben eine Affinität zu dem sofort erkennbaren grauen Galopper, wahrscheinlich weil es so wenige von ihnen gibt. Grautöne machen nur etwa drei Prozent der jährlichen rund 15.000 Fohlen aus, so dass die Chancen auf ein gutes, graues Rennpferd noch viel viel geringer sind als bei einem „normalen Pferd“.
Aus dem Kopf – wie viele Graue der letzten Jahre kennt ihr, die auf Gruppe 1 Ebene erfolgreich waren? Ja genau, da kommen nicht ganz so viele in den Sinn. Und  genau deshalb erinnern wir uns an sie, wenn sie denn einmal auf die höchsten Gruppenrennen vorstoßen, wie Love Tap es in Australien in den letzten Jahren getan hat – und zur Vollständigkeit einige bekannte Namen der grauen Eminenzen der letzten Jahre in Down Under:  Surround, Ming-Dynastie, Subzero, Schillaci, Racing To Win, Efficient, Chautauqua und Classique Legend.

Dementsprechend schaut man doch gerne mehrmals hin wenn mal wieder einer der grauen Eminenzen auf dem Rennplan steht und wirft gerne auch ein Auge auf einen grauen Wallach  der leider in diesem Jahr auf Gruppeneben etwas zu kurz gekommen ist –  eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt auf welchem Niveau er das letzte Jahr schon gestartet ist und dass er als einer der Favoriten für das Spring Champion Stakes in Randwick gehandelt worden war. . .  damals hatte Love Tap vier Starts eindrucksvoll gewonnen und war mit der damals erreichten Bestform als Favorit auf den Gewinn der Spring Champion Stakes (2000 m) der Gruppe 1 in Höhe von 1 Million US-Dollar in Royal Randwick gewesen – allerdings lief das Rennen nicht wie erhofft und Love Tap musste sich am Schluss mit einem relativ unbefriedigenden vierten Platz zufrieden geben – und das bitterste war vielleicht, dass er in keiner Weise in der Lage gewesen war, den Sieger unter Druck zu setzen, sondern immer weiter den Anschluss verlor und am Ende war es selbst mit dem vierten Platz knapp – uff.

Rückblickend könnte man sagen, dass es wohl der Anfang vom Ende war – auch wenn es bei so einem jungen Pferd natürlich viel zu früh ist, von irgendeinem „Ende“ zu sprechen. Aber die Zeit, in der Love Tap als einer der großen Favoriten für die Grupprenennen gehandelt wurde, sind leider lang vorbei. Dabei hat er so gute Gene…

 

Die unverwechselbare Farbe des dreijährigen Wallachs stammt von seinem Vater Tapit, dem grauen Hengst, der mit 27 Sieger der Gruppe 1 als einer der einflussreichsten Rassengestalter im amerikanischen Rennsport gilt und wohl den meisten Fans ein Begriff sein sollte – Love Tap ist noch weit weg von den Leistungen seines Ahnen – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Tapit steht auf der berühmten Gainesway Farm in Kentucky und diente der Stute Smokey’s Love, die danach zum Gestüt Coolmore im Hunter Valley geschickt wurde. Smokey’s Love brachte vor vier  Jahren in Coolmore ihr Tapit-Fohlen zur Welt, bevor die Stute in aufeinanderfolgenden Saisons von American Pharoah bedient wurde, aber leider beide Fohlen verlor. Sie wurde Anfang dieses Jahres nach Amerika zurückgeschickt, und wie man hört kommt da noch einiges auf uns zu.

Das Tapit-Fohlen Love Tap wurde beim Magic Millions Sale 2019 an der Goldküste zum Verkauf angeboten und vom Vater-Sohn-Team Dean und Adam Watt von Dynamic Syndications entdeckt – und erworben. Damals waren die Besitzer hellauf begeistert von ihrem neuen Einkauf Love Tap:

„Ich muss Adam hier alle Ehre machen, er war sehr scharf auf den Tapit-Jährling“, sagte Dean Watt. „Adam bestand darauf, dass wir uns das ansehen sollten und ich dachte:“ Ein Tapit Fohlen, ich weiß nicht? “ „Wir sind in diesem Land voreingenommen gegenüber unseren eigenen Zuchthengsten, und obwohl Tapit hier relativ unbekannt ist, ist er ein Champion und Champion Zuchthengst in Amerika.“

Aber Love Tap lieferte und Watt sagte, eine genauere Untersuchung des Stammbaums des Jährlings sei aufschlussreich.

„Das Tapit-Forestry-Kreuz wurde damals acht Mal für sieben Gewinner und einen Platzierer wiederholt“, sagte Watt. „Zu dieser Gruppe gehörten zwei Stakes-Gewinner und ein Stakes-Placegetter, was proportional sehr hoch ist.

„Dieses Pferd wurde genetisch hervorragend gezüchtet, also haben wir ihn angesehen und waren uns einig, dass er ein schönes Pferd ist. Adam sagte, ich möchte dieses Pferd wirklich ins Visier nehmen. Wir haben unser Budget auf 160.000 US-Dollar festgelegt, ihn aber für 110.000 US-Dollar bekommen“. Eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt das Love Tap alle Rennen bisher gewonnen hat und immerhin schon 86$ Preisgeld zusammengetragen hat

Aber Watt ist seit fast 40 Jahren Besitzer von Rennpferden, seine Marke Dynamic Syndications ist seit 2004 in Betrieb und er kennt das Geschäft besser als die meisten anderen. Er hatte noch einige Vorbehalte und fragte seinen Sohn: „Glaubst du, du kannst einen Tapit auf dem australischen Markt verkaufen?“

„Adam sagte, er sei zuversichtlich, dass er es mit diesem Jährling schaffen könne, und sicher genug, dass das Pferd in 48 Stunden vollständig syndiziert (also vermittelt, bzw. an dritte über die Watts Anteilig verkauft) war“, sagte Watt. Auf die Frage, was Love Tap bei seinen Kunden so beliebt gemacht habe, antwortete er: „Weil er grau ist!“

„Ich werde dir nicht sagen, dass es dies oder das oder das war, es war wegen der grauen Farbe des Jährlings“, sagte Watt. „Meine Kunden lieben graue Pferde.“

So viel zum Geplänkel 2019 bis 2020 von Dean Watt und seinem Sohn, aber die Erwartungen wurden im Vorfeld schon ein wenig gedämpft, denn der Stammbaum hat bisher nicht viele schnell erfolgreiche Zweijährigen produziert und meistens brauchen Tapit Nachfahren eine gewisse Zeit um sich voll zu entwickeln.

Obwohl Love Tap niemals ein frühreifer Zweijähriger werden würde, bereiteten die Trainer Richard und Michael Freedman den grauen Wallach darauf vor, sein Renndebüt spät in der Saison 2020  in einem Nowra-Maiden zu geben. – und das gleich mit einem Erfolg!

Love Tap war wieder sehr auffällig in diesem Rennen und nicht nur wegen seines grauen Fells. Er trat auf einer ungeeigneten 1200-Meter-Strecke gegen ältere, erfahrenere Pferde an, beendete das Rennen jedoch kraftvoll mit einem Sieg – da war klar, dass nicht nur die Farbe etwas besonderes war.

 Die Freedmans dachten bereits an die Frühlingsklassiker und Rennen wie die Spring Champion Stakes und Victoria Derby, also gaben sie Love Tap eine kurze Pause, bevor der Wallach vor fast zwei Monaten in Goulburn das nächste Rennen lief. Love Tap war jetzt drei Jahre alt, aber er hatte es wieder mit älteren Pferden zu tun. Er kam mehr als vier Längen vor seiner Opposition nach Hause, und feierte damit den zweiten Sieg im zweiten Rennen, und wurde Zeit das Niveau noch weiter anzuziehen. Dieses Mal  war dann auch Champion-Jockey Nash Rawiller mit von der Partie, der Love Tap zwei Mal in Trials geritten hatte (und dort schlecht abgeschnitten hatte), aber eine hohe Meinung von dem Pferd hatte

Love Tap wurde mit einer Winx-ähnlichen Quote von 1,07 US-Dollar ausgesandt und gewann sein drittes Rennen nach ebenso vielen Starts. Er schlenderte mehr als vier Längen vor seinem Gegner nach Hause, aber Rawiller sagte überraschten Verbindungen, er sei „ein bisschen enttäuscht“. Rawiller dachte, Love Tap „schwebte“ den hinteren Teil der Strecke hinunter und musste den Wallach 200 m von zu Hause entfernt ermutigen, sonst wäre das Rennen nichts weiter als ein Galopp auf der Strecke gewesen. Das heißt, dass Love Tap ein wenig „faul“ zu werden scheint, wenn er allein vorne ist, was aber auch bedeutet, dass er wohl mehr Marge aus seinen Siegen hätte herausholen können.

Was umso lustiger ist, als dass Rawiller nach dem Rennen darüber informiert wurde, dass Love Tap gerade den Rekord von Goulburn gebrochen hatte. Also ein neuer Rekord, und trotzdem ein unzufriedenerer Champion Jockey? Jedenfalls wurde Rawillers Enttäuschung nach dem neuen Rekord durch echte Aufregung ersetzt.

„Was Nash uns erzählte, war genau das, was Christian Reith sagte, als er das Pferd bei seinem zweiten Start auf einer sehr schweren Strecke in Goulburn ritt“, sagte Watt. „Christian sagte, er sei noch nie auf einem Pferd gewesen, was das Gefühl vermittelte, nicht einmal den Boden zu berühren.“

Rawiller war nun ebenfalls fest im Love Tap-Fanclub und blieb ihr nach dem ersten Sieg im Sattel immer treu – und hatte seinen Spaß mit der Stute , „Nash sagte, er sei so weit vorne gewesen, dass Love Tap auf den Rest hätte warten wollte“, sagte Watt. „Er sah sich auf dem Bildschirm und auf der Tribüne um – das hat er zum Spaß gemacht.“

 Love Tap verbesserte seinen perfekten Rennrekord – vier Siege bei ebenso vielen Starts – im Gruppe 3 Gloaming Stakes und fügt der Erfolgsgeschichte von Dynamic Syndicates ein weiteres Kapitel hinzu – perfekter Start eines amerikanischen Imports in Australien mit nahtlosem Aufstieg auf Gruppe 3 Ebene – das konnte sich sehen lassen!

Watt ist seit fast vier Jahrzehnten im Geschäft. In seinen Worten hat er „Mega-Tausende“ von Besitzern in den Sport eingeführt und er war an vielen Toplinern beteiligt, darunter Gewinner der Gruppe 1 wie Savabeel, Atomic Force, She’s No Pie Eater und Polar Erfolg, Belohnung für Mühe, Econsul und De Beers.

Er gewann die Hauptrennen wie das Golden Slipper, Cox Plate, Blue Diamond, Magic Millions, Caulfield Guineas und Rosehill Guineas. Er hat also nicht nur ein gutes Auge, sondern auch ein sehr guter Trainer Obwohl Watt im Rennsport so viel erreicht hat, spricht er mit der Begeisterung eines erstmaligen Besitzers über Love Tap, seinen Enthusiasmus hat er jedenfalls für sich bewahrt.

Und dann fiel der Satz, der in diesem Zusammenhang kaum höher bewertet werden kann:

„Die Realität ist, dass Love Tap das vielversprechendste Pferd ist, das ich je hatte“, sagte Watt 2020

Und er hatte bereits Pläne für nach dem ersten Gruppe 1 Sieg gemacht: „Er geht zu den Spring Champion Stakes und wenn er gewinnt, bekommt er eine Einladung zur Cox Plate und dann schauen wir uns das Victoria Derby an. Ich gehe den gleichen Weg wie wir mit Savabeel und ich verspreche dir, dass Love Tap ein besseres Pferd ist. „

Savabeel gewann 2004 die Spring Champion Stakes und Cox Plate, wurde jedoch Zweiter nach Plastered im Victoria Derby – das ist eine ziemliche Messlatte gewesen, und trotzdem war der mit allen Wassern gewaschene Trainer schwer begeistert von seinem grauen Wallach und hatte bereits seinen nächsten Superstar in Gedanken  in seinen Ställen – Watt enthüllte auch,  dass eine seiner Ambitionen als Syndikator und Besitzer der Besitz eines Gewinners eines Derbys ist und er glaubt, dass er endlich das richtige Pferd hat, um einen dreijährigen Klassiker zu gewinnen.

„Ich habe noch nie ein Derby gewonnen und wir haben dieses Pferd gekauft, um eines zu gewinnen“, sagte er. „Frühling oder Herbst, egal, ich bin sehr daran interessiert, ein Derby zu gewinnen, das fehlt auf meiner Bucket List.“

Tjaaa,…. das war aber leider dann nix. Der Traum von Derby Ehren wurde für Watt 2020 nichts – Love Tap schaffte den Sprung auf Gruppe 1 Niveau nicht und scheiterte beim Sprungbrett in die erhoffte erfolgreiche Serie sang und klanglos.

Der Schock saß tief – vor allem weil im Voraus einige sehr lukrative Angebote ausgeschlagen worden waren.

Watt hatte am Vorabend des Spring Champions einige umfangreiche Angebote zum Verkauf des Dreijährigen unterbreitet bekommen, darunter ein Gebot von mehr als 1 Million US-Dollar, aber die Besitzer des Wallachs lehnten den Vorschlag einstimmig ab.

„Als wir dem Syndikat das Angebot unterbreiteten, wollte nicht ein Miteigentümer überhaupt über einen Verkauf nachdenken“, sagte Watt. „Als kalte, harte Geschäftsentscheidung würden Sie verkaufen, aber manchmal verlieren wir die Leidenschaft aus den Augen.

„Ich bewundere sie dafür, dass sie nicht verkaufen. Ich verstehe es. Wir haben dieses Pferd als Rennpferd gekauft, wir haben ihn früh kastrieren lassen, weil er ein Alpha-Männchen war, und es ist eine erschwingliche Hobby- und Lifestyle-Wahl für seine Besitzer“ – er hat schon mehr Preisgeld gewonnen als er gekostet hat, also ist das für seine Besitzer sicher leichter zu verschmerzen.

Es ging erst einmal in die längere Pause bis zum nächsten Jahr, wo er im Mai 2021 sein Saisondebüt gab – und gleich die nächste Niederlage als Favorit in einem 3yo Plate einstecken musste. Das kann nach einer so langen Pause durchaus mal passieren, aber spätestens im Darwin Turf Plate in Randwick in August galt ed dann – und wieder floppte Love Tap herb. Die Distanzen waren deutlich kürzer als zuvor beim Run in 2020 und der Schritt zurück auf 1500m im Cleanaway Stakes in Kembla Grange war bitte nötig, um zu zeigen zu was der graue Love Tap in der Lage ist – 300m vor dem Ziel übernahm er die Führung und stürmte davon.

 

Im Gruppe 2 Shannon Stakes hatte Love Tap dann das Pech, dass er hinter den Führenden 300m vor dem Ziel quer gehen musste und dann auch noch mit einem Konkurrenten zusammenstieß  da waren die 1,5 Längen Rückstand am Ende doch sehr respektabel, auch wenn es natürlich extrem Schade ist, dass Love Tap dort nicht seinen verdienten Gruppe 2 Sieg hatte feiern können.

Im Golden Eagle Stakes ist er dann wieder klar geschlagen worden, aber hier startet er wieder in einem Handicap – ein Rennen wie das Rosehill At Kembla Grange welches er so stark gewinnen konnte Mitte des Jahres. Er trägt viel Gewicht und es ist nicht gesagt, dass er hier gewinnen muss – aber zu einer 4er Quote gegen die heutige Konkurrenz ist er eine gute Wahl denke ich.

Mightybeel und Solar Apex sind die beiden Hauptkonkurrenten meiner Meinung nach, mit Vorzug für Erstgenannten


06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Breeders‘ Cup Mile – Pick: Mo Forza / Pearls Galore EW

Pferderennen in den USA

23:20 FanDuel Breeders‘ Cup Mile presented by Permanently Disabled Jockey Fund – Gruppe 1

 

Mo Forza: Der Uncle Mo Sohn von Trainer Peter Miller begann seine Karriere im Juni 2019 und ist noch gar nicht so lange aktiv damit – konnte aber schon so einiges an Erfahrungen sammeln, denn er war in dem halben Jahr ziemlich aktiv. Erst startete seine Karrier emit zwei Rennen in Santa Anita, die er jeweils mit einem Platz abschließen konnte, um dann nach Del Mar zu wechseln, wo er drei weitere Rennen bestritt, alle in der Distanz von der Meile bis zu 1770m, und fast alle mit einem ausbezahlten Platz am Ende. Dann aber konnte er im September 2019 seinen ersten Sieg feiern, als er erneut zurück auf den Kurs nach Santa Anita wechselte, um in einem 65k$ Handicap aufzulaufen. Er startete als Favorit und gewann auch wie erwartet das Rennen recht souverän, was ihm direkt die Chance eröffnete, im November im Qatar Twilight Derby auf Gruppe 1 Ebene auf dem selben Kurs aufzulaufen – wenn auch nur als Außenseiter und über eine recht ungewohnt lange Distanz von 1818m.

Mo Forza hielt sich auf dem zweiten Platz während dem Rennen und lies den Führenden nicht nach Belieben das Tempo setzen, sondern blieb dicht dran und gab dann beim Einbiegen in die Zielgerade so richtig Gas – was den Rest hinter ihm kalt erwischte und Mo Forza zwei Längen Vorsprung einbrachte, den er auch bis zum Ziel halten konnte. Dass dieser Gruppe 1 Sieg keine Ausnahme war, zeigte Mo Forza dann auch direkt danach im Hollywood Derby in Del Mar, mit der selben Taktik wie zuvor

Er lies Neptune’s Storm das Tempo setzten, blieb aber dicht dran an dem Front Runner und konnte sich erneut mit einem starken Schlusssprint absetzten, wenn auch nicht so dominant wie zuvor – trotzdem, er hatte die Konkurrenz auf den letzten Metern in der Tasche und hätte sicher auch noch mehr aus sich rausholen können, wenn er gewollt hättte.

Auf Neptune’s Storm traf er dann auch im nachfolgenden Gruppe 2 Mathis Brothers Mile Stakes in Santa Anita wieder, und auch wenn er dieses Mal in dem 1609m Rennen sich nicht ganz so gut positionieren konnte wie zuvor, konnte er doch mit einem sehr beeindruckenden Tempowechsel in der Mitte der Bahn die Führung übernehmen und unter minimalem Druck dem Rest des Feldes davonreiten.

Dann lockte im Januar 2020 der Pegasus World Cup, das Einladungsrennen was als Konter zum Dubai World Cup Festival gegründet wurde, aber für Mo Forza war das Rennen einfach noch zu viel zu dieser Zeit.

Nach dem Flop suchte Peter Miller dann die Rennen für Mo Forza mit viel Bedacht aus – und mit viel Erfolg. Nur zwei Starts absolvierte Mo Forza 2020 noch einmal das Del Mar Mile Handicap, welches er spielend leicht gewann, und dann das Gruppe 2 City of Hope Mile Stakes in Santa Anita – beide Rennen gewann Mo Forza mit Leichtigkeit – und weil das so schön funktioniert hatte, machte er sich 2021 genau in diese Rennen wieder auf – wieder gewann er beide Rennen, wenn auch etwas knapper als im Jahr zuvor. Was im Del Mar Handicap aber mit 322 Tagen Pause völlig in Ordnung geht. Etwas mehr Gelegenheiten, um sich selbst in Form zu bringen hätte ich mir in dieser Saison schon gewünscht, aber so vorsichtig wie sein Trainer ihn in den letzten zwei Jahren platziert hat, muss man ihm hier viel Respekt zollen.

 

Space Blues: Der Dubawi Sohn von Charlie Appelby ist seit 2018 dabei und gewann sein erstes Rennen in Notingham auf Anhieb mit über 2 Längen – guter Einstand in die noch frische Karriere, die ihn in seiner zweiten Saison nach mehreren kleineren Rennen auf die Black Type Ebene hoch brachte. Seinen ersten Satrt in einem solchen Rennen hatte er 2019 in Epsom, wo er im Investec Surrey Stakes auf Listed Ebene startete und sich knapp gegen Urban Icon durchsetzen konnte. Es folgte ein zweiter Platz im Gruppe 3 Jersey Stakes wo er nur knapp daran scheiterte, Space Traveller zu schlagen.

Im Qatar Prix Jean Prat auf Gruppe 1 Ebene war Too Darn Hot noch einfach zu gut, genau wie Advertise danach auf dem selben Niveau im Larc Prix Maurice de Gheest – in beiden Rennen war Space Blues nicht in der Lage, die Sieger unter Druck zu setzen und auch der Ausflug nach Meydan im März zum Gruppe 3 Nad Al Sheba Turf Sprint war leider nicht von Erfolg gekrönt gewesen.
Allerdings war 2020 alles andere als ein schlechtes Jahr für Space Blues, der ab Juni begann, ein Rennen nach dem anderen zu gewinnen. es begann mit dem Sieg in Haydock auf dem Innenkurs im Betway Spring Trophy Stakes, wo Space Blues das Feld 400m vor dem Ziel von hinten aufrollte und sich innerhalb der letzten 150 an die Spitze setzte, wo er den späten Angriff von Space Voyage noch knapp abwehren konnte. Im Gruppe 3 Prix de la Porte Maillot in Longchamp wählte er eine andere Taktik und blieb lieber nah an den Führenden dran, was am Ende in einem soliden Sieg über den stark auflaufenden D’Bai resultierte.

Es folgte ein weiterer Schritt die Leiter hinauf, als Space Blues dann im Juli im Gruppe 2 Qatar Lennox Stakes in Goodwood startete – als Favorit, auch wenn das Rennen mit einem Favoriten mit einer Quote von 3/1 doch recht offen ist. Dieses Mal wurde Space Blues von William Buick wieder im hinteren Bereich des Feldes gehalten, von wo er dann wie gewohnt ab der 400m Marke begann, das Feld von hinten aufzurollen – die Taktik war bewährt und obwohl auf dem Papier starke Konkurrenz vorhanden war, hatte Space Blues absolut keine Probleme auf den letzten 200m einen Vorsprung von gut 2 Längen heraus zu holen. Wieder zurück in Frankreich startete er dann im Gruppe 1 LARC Prix Maurice de Gheest und gewann auf Anhieb auch seinen ersten Versuch auf höchstem Niveau.

Ganz leicht war das natürlich nicht, war das Feld doch dieses Mal bei dem Versuch, allen Boden auf der Zielgeraden gut zu machen, sehr dicht gepackt und Space Blues hatte einige Male Probleme, genug Platz für seinen Schlusssprint zu finden – kam aber am Ende doch noch rechtzeitig in Gang um innen am Geländer den vorausgeeilten Hello Youmzain noch zu überholen. Starke Leistung von ihm und leider auch das letzte Mal, dass wie ihn 2020 gesehen haben.

Die Herbstrennen lies er aus und Space Blues kam dann erst im Februar in Riyadh wieder zurück auf die Rennstrecke, wo er das stc 1351 Turf Sprint bestritt – und als haushoher Favorit natürlich auch gewann. Umso überraschender war, dass er bei seinem Versuch über 1200m im Al Quoz Sprint Sponsored By Azizi Developments in Meydan Ende März einen absoluten Aussetzer hatte, den sein Trainer Charlie Appelby damit erklärte, dass Space Blues lieber einen Kurs mit eine Kurve über 1400m bestreitet – ein bisschen dünn für einen solchen abgeschlagenen neunten Platz, auf der anderen Seite mochte Space Blues auch schon im Jahr zuvor Meydan nicht wirklich.

Zurück in England kam er im Juli mit einem vierten Platz (mit unter einer Länge Rückstand auf den Sieger Kinross) im Gruppe 2 Unibet Lennox Stakes zurück und konnte sich erwartungsgemäß nach seinem Warmmacher bei seinem nächsten Start im Sky Bet City Of York Stakes deutlich steigern: Altbekannte Taktik, weiterer lockerer Sieg auf Gruppe 2 Ebene, wie auch danach im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret in Frankreich.

Das interessante bei diesem Rennen war, dass der schwere Untergrund augenscheinlich wenig Auswirkungen auf die Form von Space Blues zu haben, der als einziger offensichtlich in der Lage war, über den Matsch hinweg zu fliegen und trotz der schlechten Bedingungen eine gute Geschwindigkeit aufzubauen.

Er ist vielseitig, hat seit zwei Jahren eine konstant gute Form und ist das Reisen gewohnt. Favorit

Mother Earth: Die 2021er Guineas Siegerin von Aiden O’Brien hat nach ihren Gruppe 1 Sieg einige gute Ergebnisse zeigen können, bevor sie zuletzt auf weichem Boden in Frankreich den Prix Rothschild hatte gewinnen können.

Ryan Moore übernimmt heute wieder, und man kann von ihr hoffentlich wieder ein spitzen Rennen erwarten. Gegen das eigene Geschlecht und ohne andere Superstars im Lineup wird es sicher extrem spannend und Mother Earth könnte das erste Doppel ihrer Karriere schaffen.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung schon in ihrer ersten Saison sammeln können – schon als 2yo war sie 2020 in der Zeit seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und im Emirates Poule d’Essai des Pouliches in Longchamp, dem französischen Guineas 1000, musste sie diese Leistung auf sehr weichem Boden wiederholen, oder es wenigstens versuchen.  Und obwohl ich davon ausgegangen war, dass der Boden Mother Earth davon abhalten würde das Rennen zu gewinnen, war ich überrascht, wie gut sie dennoch mit dem sehr weichen Boden auskam – sie kam hinter Couersamba auf einen guten zweiten Plazt, den sie knapp gegen die Außenseiterin Kenella verteidigen konnte.

Es war klar, dass der schwere Boden ihr zu schaffen machte, Mother Earth verlor aber erst auf  auf den letzten 150m den Anschluss an die Siegerin und ermüdete zunehmend.

Das war eine Spitzenleistung von ihr und auch beim nachfolgenden Coronation Stakes in Ascot zeigte Mother Earth erneut, dass schwerer Boden ihr nicht unbedingt Probleme bereiten muss, als sie hinter Alcohol Free, die den schweren Boden absolut liebt, und Snow Lantern einen hervorragenden dritten Platz erreichen konnte. Wieder ging Mother Earth erst in den entschiedenen letzten Metern langsam die Puste aus, aber der dritte Platz war sicher und als sich die Konkurrentinnen nur wenige Wochen später im Fallmouth Stakes wieder sahen, war Spannung garantiert,.

Dieses Mal war der Untergrund gut durchgetrocknet und wesentlich schneller, was Alcohol Free natürlich Probleme machte, während Snow Lantern dieses Mal ihre Stärken ausspielen konnte und in einem langgezogenem Duell mit Mother Earth am Ende die Nase vorn hatte. Dabei hatte Mother Earth trotz Platzproblemen während des Rennens die Führung 150m vor dem Ziel übernehmen können, aber Snow Lantern kam noch einmal heran und hatte wieder den entscheidenden Ausdauervorteil auf den letzten 50 Metern.
In Abwesenheit solcher hochklassiger Konkurrentinnen lief Mother Earth dann Anfang August 2021 in Deauville im Prix Rothshild als Favoritin auf. Der weiche Boden abseits der extreme, die sie in ihren letzten Rennen erleben musste, schien ihr gut zu tun und Mother Earth konnte dieses Mal die anderen Stuten knapp auf Abstand halten. Sie reagierte gut auf den Druck ihres Jockeys Ryan Mooren und beschleunigte stark, als es darauf ankam und hatte trotz des eher geringen Vorsprungs von nur einem Kopf die Konkurrentin Sagamiyra immer im Griff.

Nach dem sehr erfolgreichen Start in Frankreich wechselte Mother Earth dann zurück zum Coolmore America „Justify“ Matron Stakes nach Irland, wo sie als Favoritin am Ende dann mit einem dritten Platz Vorlieb nehmen musste, weil sie zur kritischen Zeit keinen freien Lauf zum Ziel bekommen hatte und das verlorene Momentum nicht mehr gut machen konnte. Auch im Sun Chariot Stakes konnte sie sich als Favoritin am Ende nicht durchsetzen, was dieses Mal aber daran lag, dass auf der Meile Safforn Beach zur Bestform auflief und sich von der Front uneinholbare drei Längen absetzten konnte. Super starke Leistung von Saffron Beach – und obwohl Mother Earth bei ihrem nächsten Start ebenfalls drei Längen Rückstand auf den Sieger hatte, war das im Queen Elizabeth II Stakes doch eine deutlich bessere Leistung, als von ihr gegen die versammelte Konkurrenz erwartet worden war. Mother Earth hatte sich leider auch wieder ein wenig zu weit zurückfallen lassen und dann auf der Zielgeraden deutlich zu viel zu tun, aber dass sie überhaupt auf drei Längen noch an Baeed heran kam war eine sehr gute Leistung gewesen – und sie ist hier alles andere als chancenlos, wie sie schon letztes Jahr beim Juvenile Turf bewiesen. Gefährlich sie hier zu ignorieren.

 

Pearls Galore: Die Invincible Spirit Tochter startet für  Trainer Paddy Twomey, der erst 2021 als Trainer ersten Gruppensieger hatte – nicht mit Pearls Galore, sondern mit Sonaiyla im Juni 2021, während Pearls Galore ihre Gruppenrennen im Juli und im August 2021 gewann.

Paddy Twomey fasste mit seiner Stute bereits letztes Jahr die Gruppenrennen ins Auge, als er sie im September 2021 im Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes auf Gruppe 3 Ebene starten lies und nur eine halbe Länge hinter Champers Elysees in Ziel einlief. Fast hätte es da schon mit dem ersten Gruppensieg geklappt, aber 2021 gelang dann nach einem Einstand mit einem dritten Platz in die neue Saison im Ballycorus Stakes das Doppel in Fairyhouse und Tipperary

Im Irish Stallion Farms EBF Brownstown Stakes auf gutem Boden gewann sie das Rennen aus einer prominenten Position hinter den Führenden aus und einem starken Schlusssprint ab der 400m Marke. Zum Ziel hin konnte sich Pearls Galore von den anderen Stuten zunehmend absetzten und auch im Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes konnte sie sich gegen Ende des Rennens zunehmend absetzten.

Sie schrie  förmlich nach längerer Distanz und konnte ihre Geschwindigkeit dann beim Matron Stakes auch wieder voll zur Geltung bringen, auch wenn es knapp nicht für den erhofften Gruppe 1 Sieg reichte – No Speak Alexander konnte seinen Nacken Vorsprung knapp über die Linie retten – wieder war der Eindruck, dass Pearls Galore mit etwas mehr Distanz das Rennen für sich entschieden hätte. Im Qatar Prix de la Fore in Longchamp wurde sie dann von Space Blues geschlagen, nachdem der schwere Untergrund ihr zunehmend Probleme machte und ihr auf den letzten Metern einfach die Kraft fehlte, um die Führung, die sie mittlerweile errungen hatte, noch fest zu halten.

Auf besserem Boden hier klar mein EW Tipp im Feld

 

Master Of The Seas: Der Dubawi Sohn von Trainer Charlie Appelby begann seine Karriere in Newmarket im Juni 2020 mit einen Sieg und steig danach auf dem selben Kurs im Superlative Stakes auf Gruppe 2 Ebene so richtig ein. Das Rennen für die Zweijährigen war mit einigen der Hoffnungsträger der Saison besetzt, aber Master of The Seas machte kurzen Prozess mit der Konkurrenz, und das obwohl er ein recht raues Rennen mit mehren kleinen Zusammenstößen hatte – das hätte andere 2yo aus dem Konzept gebracht, aber Master Of The Seas blieb unter William Buick Cool und beschleunigte auf den letzten 200m mit drei Längen davon.

Master Of The Seas startete noch im September im Gruppe 1 Goffs Vincent O’Brien National Stakes, konnte da allerdings nicht über einen vierten Platz hinaus kommen, nachdem er das Rennen viel zu frei angegangen war und am Ende dadurch zu wenig Kraft übrig hatte.

Aber die Saison, auf die es ankam, war ohnehin die Saison als 3yo, wo er einen zunächst einen kleinen – und eher ungewöhnlichen – Ausflug nach Dubai unternahm, wo er im Meydan Classic Sponsored startet und einen ganz soliden zweiten Platz ergattern konnte. Master Of The Seas war klarer Favorit des Rennens, aber das muss bei den 2yo nichts heißen, und dass er nach der Pause auf einem anderen Kontinent gleich wieder eine solche Leistung zeigen konnte, las sich für die kommenden Rennen in England gut und als er im Craven Stakes in Newmarket im April das erste Mal wieder in der Heimat startete, konnte er als Favorit das Rennen auch mit einem guten Lauf trotz kleinerer Verkehrsprobleme mit knapp einer Länge gewinnen.

Beim großen Ziel der frühen Saison, dem Qipco 2000 Guineas Stake, scheiterte Master Of The Seas dann nur mit einem kurzen Kopf an den ganz großen Ehren, die so ein Classic Rennen mit sich bringt. Er war gut positioniert durch das gesamte Rennen hinweg und fand rechtzeitig nach vorne, bevor das Tempo so richtig angezogen wurde –  konnte aber den Angriff von Poetic Flare nicht ganz abwehren und der Konkurrent hatte an der Zielgerade zur richtigen Zeit den Kopf unten und gewann mit einer Nase.

Master Of The Seas lies sich danach Zeit und stellte sich erst im September dem Duell mit Benbatl im Gruppe 2 Unibet „You’re On“ Joel Stakes, auch wenn die älteren Konkurrenten – sprich, Benbatl – in diesem Rennen noch ein wenig zu viel für ihn waren. Im nachfolgenden Queen Elizabeth II Stakes stand er sich eher selbst im Weg und schien sich nur schwer lenken zu lassen und kämpfte gegen die Kontrolle von William Buick an, der ihn im hinteren Bereich des Feldes positionierte, aber von dort aus dann keinen ernst zunehmenden Angriff auf die Führenden mehr starten konnte.

Heute also der dritte Versuch gegen ältere Pferde im Breeders‘ Cup – ich kann mir vorstellen, dass er wieder zur Form zurückfindet, das Rennen ist aber das mit Abstand härteste bisher und so wie er sich im Queen Elizabeth II Stakes verhalten hat,…. bin ich eher skeptisch.

 

 

Blowout

 

Pearls Galore


08.04.2021 – Aintree – Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle – Pick: Monmiral

Pferderennen in England

15:20 Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle (Grade 1) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 2m1f (2m209y) | Alter: (4yo) | Untergrund: Gut bis weich

Das Rennen teilt sich klar zwischen den Favoriten und dem Rest. Es ist die Frage, was Dan Skelton noch aus John Locke heraukitzeln kann, hatte der Mastercraftsman doch erst einen Start für den Trainer, wie auch sein Stallgefährte Carlos Felix. Beide haben noch Luft nach oben und könnten sich zu ernst zu nehmenden Hurdlern erntwickeln, aber das steht noch in den Sternen. Auch Paros hat sicher für Nicky Henderson noch nicht den Zenit erreicht, aber die Kluft zu den Favoriten ist doch ein wenig groß.

Fiveandtwenty: Die Farhh Tochter von Donal MacCain kommt auf dem Rücken einer Siegesserie von drei Siegen in Folge hierher, wird es aber gegen die beiden Favoriten nicht leicht haben.

Fiveandtwenty begann ihre Karriere für Mark Johnston im Jahr 2018 und hatte im Jahr 2020 einige Erfolge in verschiedenen Handciaps feiern können, allerdings alle auf dem Flat und der Wechsel zu den Rennen über Hürden kam erst mit dem Wechsel zu Donald McCain, der die Stute im November 2020 in Empfang nahm und sie nach ein wenig Vorbereitung schon im Dezember 2020 auf die Rennstrecke schickte.

Fiveandtwenty hielt sich für ihre nächsten drei Rennen an den Kurs in Musselburgh, das erste Mal startete sie dort über 1m7f auf weichem Boden im William Hill Extra Places Every Day Juvenile Hurdle. Das Klasse 2 Rennen war mit einigen soliden Konkurrenten besetzt, um die Fähigkeiten von Fiveandtenty über Hürden zu testen, aber sie nicht zu überfordern und so ging sie als Favoritin an den Start und gewann auch wie erwartet worden war – was so aber nicht erwartet worden war, war der Vorsprung von 26 Längen auf die  nächsten Verfolger – das war ein Kantersieg der ehemligen Flat Läuferin und sie legte im nachfolgenden Betway First Foot Juvenile Hurdle gfleich noch einmal nach, musste sich da aber schon duetlich mehr anstrengen, um Herbiers und Feldspar auf Abstand halten zu können, die beide zwar als Außenseiter gestartet waren, aber der Siegerin und klaren Favoritin stets an den Hufen klebten. Fiveandtwenty setzte das Tempo in dem Rennen, konnte aber trotz geschicktem Ritt daraus nicht so viel Kapital schlagen wie vorher gehofft.

Im nachfolgenden bet365 Scottish Triumph Hurdle ging sie wieder and die Front und erhöhte das Tempo ab der drittletzten Hürde um ihren Vorsprung auf die Verfolger auf bis zu sechs Längen auszubauen. Das kostete auf dem weichen Boden einiges an Kraft und gerade an der vorletzten Hürde baute sie einen sehr schlechten Sprung ein und traf das Hinderniss voll mit den Vorderläufen, lernte aber aus dem Fehler und sprang das letzte Hinderniss perfekt, nahm das Momentum mit und verlängerte den Vorsprung bis zum Ziel dann wieder auf vier Längen.

Das wird der erste Lauf weg von Musselburgh und sie hängt vom Rating noch ein wenig den Favoriten hinterher, aber ich kann mir vorstellen, dass sie noch deutlich besser ist, als das was wir bisher von ihr gesehen haben.

Rennpferd Tipps: Ehemalige Flat Galopperin, die aber den Wechsel zu den Hürden in den ersten drei Starts in Musselburgh perfekt gemeistet hat. Noch lange nicht am Zenit

Monmiral: Der Saint Des Saint Sohn begann seine Karriere in Frankreich für Francois Nicolle, kam aber nach dem ersten Sieg im einzigen Rennen direkt zu Paul Nicholls, der ihn im Herbst 2020 zwei Mal starten lies und beide Rennen mit einem Sieg beenden konnte. Im ersten Rennen Exeter war die Konkurrenz noch eher zum warmwerden und „dran gewöhnen“, so sprang Monmiral noch regelmäßig nach links weg über die Hindernisse, hatte aber einiges an Kraft und konnte sich schnell vom Feld losreissen um am Ende gut fünf Längen Vorsprung herauszuholen. Schon beim nächsten Start ging es auf Gruppe 2 Ebene in das bet365 Summit Juvenile Hurdle in Doncaster, welches allerdinsg im Jahr 2020 nur moderat gut besetzt war und so wurde Monmiral als klarer Favorit in das Rennen geschickt und wurde diesem Ruf auch gerecht.

3 Hürden vor dem Ziel übernahm er die Führung und setzte sich trotz langsamen Sprung über das vorletzte Hindernis spielend 11 Längen von seinen Verfolgern ab. Diese Form bstätigte er dann im Februar bei seinem Start im William Hill Extra Places Every Day Juvenile Hurdle in haydock noch einmal. Dieses Mal waren alle Sprünge sauber und auf der Distanz von 2 Meilen konnte keiner der Konkurrenten Monmiral schrecken, auch nicht Nassalam, der in einem anderen Rennen auch gegen den heutigen Konkurrenten Adagio antrat.

Monmiral setzte das Cheltenham Festival aus und nahm von Anfang an das Aintree Festival ins Visier, dürfte also in absoluter Topform und schwer zu schlagen sein.

Rennpferd Tipps: Legt einen starken Lauf nach dem nächsten hin, ist noch sehr frisch und für dieses Rennen hier trainiert worden. Der Favorit

Adagio: Der Wiener Walzer Sohn von David Pipe begann seine Karriere für Jean Pierre Carvalho in Frankreich, machte ein kleines Intermezzo bei Pavel Vovcenko und ging dann im Oktober 2020 zu David Pipe. Dieser lies ihn im November 2020 das erste Mal in Warwick auflaufen, wo Adagio gleich seinen ersten Sieg mit sieben Längen Vorsprung feiern dürfte. Noch war er ziemlich Grün hinter den Ohren und sprang einige Male sehr unsauber über seine Hindernisse, hielt sich aber auf den Beinen und war einfach deutlich stärker als die angetretene Konkurrenz und versuchte sich direkt danach im Gruppe 2 JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle, konnte gegen die stärkere Konkurrenz aber nach der letzten Hürde nicht mehr gegenhalten und musste den Favoriten Duffle Coat am Ende ganze fünf Längen ziehen lassen.

Adagio setzte seine Ziele für das nächste Rennen etwas niedriger an und startet in einem Nicht-Gruppen Novices‘ Championship Hurdle Series Qualifier in Cheltenham, welches er am Ende souverän gewann. Dabei spielte es keine Rolle, das der Boden weich war und Adagio das kleine Fleld von hinten aufrollen musste, allerdings ging er bei seinem nächsten Rennen auf Gruppe 1 Ebene lieber auf Nummer sicher und lies sich nicht ganz so weit zurückfallen. Im Gruppe 1 Coral Finale Juvenile Hurdle in Chepstow jedenfalls blieb er eher im Mittelfeld und verkürzte den Rückstand auf die Pacesetter vor den letzten drei Hürden und ging vor der letzten Hürde an die Front. Mit dem Sprung über die letzte Hürde machte Adagio das Rennen dann engültig klar und setzte sich bis zum Ziel noch über 2 Längen ab, was aber mit früherem Angriff und mehr Druck auch noch weiter hätte ausgebaut werden können.

Dann ging es zum Cheltenham Festival 2021, wo er im JCB Triumph Hurdle startete, wenn auch als einer der Außenseiter. Dabei machte Adagio über weite Strecken eine hervorragende Figur und sah noch an der vorletzten Hürde wie der mögliche Sieger aus, nur um zwischen den letzten beiden Hürden vom späteren Sieger Quilixios überholt zu werden, der den Hügel hinauf stürmte und noch über drei Längen zwischen sich und seine Verfolger brachte. Das war ein extrem starkes Rennen von Adagio gewesen, der sich in einem spannenden Finish auf der Zielgeraden noch Haut En Couleurs ewehren musste, um seinen zweiten Platz zu halten.

Rennpferd Tipps: Adagio ist von einem Erfolg zum nächsten in dieser Saison geeilt und wird mit Aintree gut zurecht kommen, etwas weicherer Untergrund könnte ihm sogar helfen, seine Stärken auszuspielen. Wenn die Saison und das Cheltenham Festival keine allzugroßen Spuren in seiner aktuellen Form hinterlassen hat, ist er beim Kampf um den Sieg vorne mit dabei.


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