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Stradivarius

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10.09.2021 – Doncaster – Doncaster Cup Stakes – Pick: Pick: Stradivarius

Pferderennen in England

15:40 Doncaster – Doncaster Cup Stakes – Gruppe 2

3yo+ | Distanz 2m2f – Bristish Champions Series – Klasse 1 | Untergrund: Gut bis fest

 

Das Rennen steht komnplett im Zeichen des Favoriten Stradivarius, der dieses Rennen im Jahr 2019 unter fast den selben Bedingungen hatte gewinnen können – und heute auf dem Papier schwächere Konkurrenz als damals gegen sich hat. Es gibt einige Improver und alte Haudegen wie Nayef Road, die nur auf Schwächen des klaren Favoriten warten, gerade Rodrigo Diaz wird als Improver hoch gehandelt, auch wenn er von der Form her hinter Stradivarius noch einiges zu finden hat. Das sollte spannend werden, aber ich bin bei dem Favoriten 🙂

 

Stradivarius:

Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Ausdauer Pferde des Landes erwiesen. Er kommt so langsam in die Jahre und ist ein echter Veteran des Sports, aber seine Ergebnisse zeigen klar, dass er noch lange nicht fertig ist mit seiner Karriere.

Er ist der Class-Act in diesem Rennen, der Star, den die anderen versuchen werden zu schlagen und der, der die meisten prestigeträchtigen Rennen gewonnen hat – Nicht zuletzt auch die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr.

Wir erinnern uns alle gern an den 10 Längen Kantersieg den Stradivarius 2020 im Gold Cup eingefahren hat oder seinen Sieg danach im Goodwood Cup.

Ich denke alle Herausforderer werden sich ziemlich strecken müssen, um ihn hier in Bedrängnis zu bringen – auch wenn 2021 bisher etwas holprig verlief.

Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der Karriere bis dato mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius mehrfacher Nennung unter den besten Pferden der Welt rühmen und landete 2020 auf einem Rang 3 der weltbesten Pferde. Zwar musste er sich den Platz mit einigen anderen Rennpferden teilen, aber ein dritter Platz weltweit? Das kann man feiern!

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarius halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logische Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eigentliche Ziel der Saison 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Führung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew Gardens aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unter Donnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, um erfolgreich den den späten Angriff von Stradivarius abzuwehren und als erster durch das Ziel zu gehen. Nur einen kurzen Nacken betrug am Ende der Rückstand auf Anthony Van Dyck, aber das sollte für Stradivarius leider der letzte Erfolg der ansonsten so brillanten Saison 2020 sein. Sein nächster Start im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe wurde mit einem siebten Platz abgeschlossen, was unter anderem daran lag, dass Stradivarius keinen Platz hatte, um seinen Schlusssprint anzusetzen und 250m vor dem Ziel nach hinten durchgereicht wurde, von wo sein Angriff dann etwas verpuffte.

Im nachfolgenden Qipco British Champions Long Distance Cup strümte Trueshan der Konkurrenz davon, während der eigentliche Favorit Stradivarius an jenem Tag es verpasste, auch nur irgendeinen Eindruck bei dem Rennen zu hinterlassen. SeinTrainer John Godsen vermutete, dass Stradivarius den weichen Boden nicht mochte, der teilweise auch als schwer bezeichnet wurde. Das kann man glauben oder nicht, schließlich hatte Stradivarius in der Vergangenheit auf solchem Boden schon gewonnen… aber vielleicht hat auch einfach die lange Saison ihre Spuren hinterlassen

Nach der Winterpause gewann Stradivarius jedenfalls frisch erholt das Longines Sagaro Stakes auf Gruppe 3 Ebene, konnte aber leider beim Gold Cup in Ascot nicht an seinen Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen, was hauptsächlich an dem schnellen Untergrund lag, der ihm so gar nicht zu schmecken schien. Zudem wurde Stradivarius beim Versuch, Boden auf die Sieger gut zu machen, in der letzten Kurve die Tür vor der Nase zu gemacht und er verlor wichtiges Momentum auf dem Weg zum Ziel.

Im Londsdale Cup in York im August ging Stradivarius als Favorit gegen Spanish Mission an den Start, allerdings war schon vorher klar, dass es wohl ein knappes Rennen werden würde, denn der Untergrund war wieder schnell und Stradivarius musste sich ziemlich bemühen, auf den letzten 200m noch an Spanish Mission heranzukommen, der sich 600m vor dem Ziel an die Front gesetzt hatte und kontinuierlich Boden gut machte auf die anderen Verfolger – nur Stradivarius blieb dran und konnte den Konkurrenten unter einem phänomenalen Ritt von Frankie Dettori langsam zermürben, um kurz vor dem Ziel die Führung zurück zu holen und zu gewinnen.

Heute ist der Untergrund wieder schnell, 2019 gewann er dieses Rennen unter ähnlichen Bedigungenund er scheint 2021 in ziemlich guter Form zu sein – verständlich, dass er als Favorit starten wird.

Tipps zum Pferd: Ausdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte 2019 diese Rennen relativ locker gewonnen und ist auf dem Papier deutlich besser als die heutige Konkurrenz

 

Gefahr droht ihm vielleicht von Rodrigo Diaz:

Der Golden Horn Sohn von Trainer David Simcock begann seine Karriere im Jahr 2019 – dem Jahr, in dem Stradivarius dieses Rennen hier gewinnen konnte!

Das erste Jahr von Rodrigo Diaz kann man jedenfalls getrost vergessen und er wurde bereits in der ersten Winterpause kastriert, die zweite Saison als Wallach lief dann tatsächlich auch um einiges besser an: So konnte er nach einem enttäuschenden Start in die neue Saison drei Handicap – Rennen hintereinander gewinnen und sein Können auf Distanzen von 1m3f bis 1m6f und verschiedenen Untergründen unter Beweis stellen.

234 Tage später nach der nächsten Winterpause ging es dann in Newmarket im Jahr 2021 da weiter, wo er in der Saison zuvor aufgehört hatte. Zunächts schaffte er einen zweiten Platz hinter Aadeey über 1m4f und guten Untegrund und legte danach auf schnellem Boden in Donacster mit einem Sieg als Favorit nach.

In Kempton folgte auf Klasse 3 Niveau ein etwas enttäuschernder dritter Platz, als Rodrigo Diaz trotz gutem Gewicht kein Kaptial aus seinem Favoritenstatus ziehen konnte und ziemlich sicher auf dem dritten Platz auf Abstand gehalten wurde.

Er besserte sich im Bahrain Turf Series Handicap in Newbury mit seinem zweiten Platz deutlich, denn obwohl er wieder nicht gewinnen konnte, kam er dieses Mal immer weiter an den Sieger heran und rollte das Feld praktisch von hinten auf, hatte aber den Zeitpunkt für den Angriff ein wenig verpasst und sich verschätzt, wie viel er am Ende noch zu tun hat um den Sieger einzuholen – ein paar Meter mehr und Rodrigo Diaz hätte das Rennen gewinnen können.

Mit dem Ergebnis im Rücken ging es in das Duell gegen den haushohen Favoriten Hukum im Gruppe 3 BetVictor Geoffrey Freer Stakes, welches der Favorit allerdings auch mit Leichtigkeit gewinnen konnte, während Rodrigo Diaz zwar seinen zweiten Platz auf den letzten Metern vor dem Ziel sicher verteidigen konnte, aber nicht wie ein Pferd aussah, welches auf dem Niveau wie heute für ernsthafte Gefahr sorgen könne-

Er hat eine Menge Ausdauer und kann sicher jede Schwäche von Stradivarius ausnutzen, wenn diesem auf dem schnellen Boden über längere Distanz die Puste ausgehen sollte, aber das ist alles andere als sicher – und es gibt mit Nayef Road einen bewiesenen Gruppenstarter, der nur darauf wartet, dass ein Rennen wie dieses auseinander fällt – und mit Alerta Roja gibt es einen Starter mit ähnlichem Profil wie Rodrigo Diaz, der aber zu besserer Quote zu haben ist.

Soll heißen: Schafft es Stradivarius nicht, sich hier als würdiger Favorit zu präsentieren und fällt das Rennen auseinander, ist es weit, weit offen!

Viel Spaß beim Wetten!

Pick: Stradivarius


Stradivarius gewinnt den Lonsdale Cup knapp gegen Spanish Mission

Pferdewetten News

15:25-  Weatherbys Hamilton Lonsdale Cup Stakes (Gruppe 2) (British Champions Series)

Duell Beschreibung:

Es war ein spannendes Rennen – Stradivarius, Favorit des Gold Cup letzten Monat, geht ins erneute Duell mit Spanish Mission – der ihn im Gold Cup mit zwei Längen auf einen vierten Platz hatte schlagen können!

Das erneute Duell hier bei gleichen Gewichten im Lonsdale Cup war mit Spannung erwartet worden und wieder wurde Stradivarius mit viel Lob und Erwartungen als Favorit in das Fennen geschickt, aber wer das letzte Rennen gesehen hatte, wusste, dass das eine enge Kiste werden würde. Die Distanz war gut 800m kürzer, der Boden etwas schneller – das erste liegt Stradivarius, das zweite eher nicht – aber auch Spanish Mission hatte hier nicht die idealen Bedingungen für sich gefunden, wurde aber als klarer zweiter Favorit gehandelt – zu Recht, wie sich herausstellen sollte.

Stradivarius nahm im Rennen eine Position hinter den Führenden ein, während Spanish Mission wie gewohnt im hinteren Bereich des Feldes einsortierte. Das Feld blieb ungefähr in dieser Reihenfolge bis es in die Kurve zur Zielgeraden ging, in der Stradivarius begann den Führenden The Grand Visir unter Druck zu setzen und relativ schnell zu überholen – zu diesem Zeitpunkt kam aber auch Spanish Mission heran und ging in ein sehr langezogenes Duell mit Stradivarius. Die beiden gingen praktisch über die gesamten letzten 400m Kopf an Kopf. Zunächst hatte 200m vor dem Ziel Spanish Mission sogar die Führung übernommen und brachte diese Führung in die letzten 100m, konnte den letzten Angriff von Stradivarius unter Frankie Dettori aber nicht mehr ganz abwehren und musste sich am Ende mit einem Kopf geschlagen geben – was für ein Rennen!

Spanish Mission: Der Noble Mission Sohn von Trainer Andrew Balding begann seine Karriere im Jahr 2018 für Trainer David Simcock auf dem Kurs in Chesterfield mit einem dritten Platz und einem Sieg, ging nach 116 Tagen weiter nach Kempton und noch einmal 80 Tage später nach Goodwood das erste Mal auf Listed Ebene.

In dem British Stallion Studs EBF Cocked Hat Stakes in Goodwood über 1m3f ging es das erste Mal auf Black Type Niveau auf die Rennstrecke – und obwohl Spanish Mission als klarer Außenseiter starten musste zeigte er eine herausragende Form und wurde mit einem Nacken Rückstand Zweiter – und das auch nur, weil der Favorit Private Secretary unter Champion Jockey Frankie Dettori einen fulminanten Schlusssprint zeigte und sich auf den letzten Metern noch den enteilten Spanish Mission greifen konnte – da hat nicht viel gefehlt zum ersten Black Type Sieg, der aber sofort auf dem Fuße folgte als Spanish Mission im Bahrain Trophy Stakes startete.

In dem 1m5f Rennen auf schnellem Boden gewann Spanish Mission das Rennen vom hinteren Bereich des Feldes mit Leichtigkeit, nachdem seinem Schlusssprint keiner der Konkurrenten etwas entgegen zu setzten hatte. 200m vor dem Ziel war alles klar und Jamie Spencer hatte leichtes Spiel mit der Konkurrenz, nicht so allerdings gegen etwas bessere Pferde auf etwas langsameren Boden im Qatar Gordon Stakes in Goodwood im August 2019, auf dem selben Niveau – das war zwar auch als deutlich schwereres Duell eingeschätzt worden, aber wieder war Spanish Mission mit einem Nacken so nah am Sieger dran, dass es eine Schande war, dass er 200m vor dem Ziel keine klare Lücke für seinen Schlusssprint bekommen hatte und etwas Momentum verlor – das wurde ihm am Ende zum Verhängnis.

Spanish Mission wechselte dann das erste Mal den Kontinent und ging nach Amerika zum Jockey Club Derby Invitational Stake in Belmont, welches er als Favorit bestritt und mit nur einer Nase Vorsprung gewann – viel knapper hätte es nicht sein können und wie er mit Pedor Cara das Feld von hinten aufrollte und ein spannendes Duell bis zur Linie lieferte konnte sich absolut sehen lassen!

Die Saison 2019 war damit sehr zufriedenstellend verlaufen und David Simcock entschied sich, seinen Schützling nach Dubai zu schicken und lies ihn nach einer kleinen Pause im Februar im Nad Al Sheba Trophy Sponsored By Mohammed Bin Rashid Al Maktoum City-District One auflaufen – das Gruppe 2 Rennen lag Spanish Mission allerdings überhaupt nicht und er konnte von seiner Position im hinteren Bereich des Feldes niemals einen Angriff starten  – was dann seinen Ausflug nach Dubai auch schon beendete.

Dafür verlief die nächste Saison in England wieder sehr erfolgreich – angefangen mit einem guten zweiten Platz im Gruppe 3 Coral Henry II Stakes in Sandown. Zwar hatte Spanish Mission in diesem Rennen nicht das Tempo um den Sieger Dashing Willoughby unter Druck zu setzen und wurde immer gut eine Länge auf Abstand gehalten – und beim Al Shaqab Goodwood Cup Stakes kam Spanish Mission nicht über seine Rolle als klarer Außenseiter hinaus und musste sich klipp und klar geschlagen geben, obwohl sich Hames Doyle alle Mühe gab, Spanish Mission 600m vor dem Ziel in Position zu bringen – aber Spanish Mission hatte einfach nicht genug Kraft, um wirklich für Gefahr zu sorgen und wurde immer mehr zurück gelassen.

Das war dann auch das letzte Rennen für seinen alten Trainer David Simcock, der einen anderen Weg über die Saison für Spanish Mission wählte als geplant war. So lies er ihn zunächst in einem einfacheren Rennen starten, um Spanish Mission wieder ein wenig auf Spur zu bringen und erst nachdem das Share Shop Chester Stakes auf Listed Ebene mit 4 Längen gewonnen wurde ging es zurück auf Gruppenebene.

Im Doncatser Cup Stakes lief Spanish Mission wieder auf Grupep 2 Ebene auf und dieses Mal wählte er eine gänzlich andere Taktik als sonst – er ging nicht das Feld von hinten an und versuchte auf den letzten 600m allen Rückstand gut zu machen, sondern blieb an den Führenden dran und schien fast schon ein bisschen zu energisch zu sein, verbrauchte dabei aber scheinbar nicht zu viel Kraft und konnte sich 200m vor dem Ziel an die Spitze setzen, um dann immer weiter nach vorne zu ziehen und sich den chancenlosen Gegnern zu erledigen.

Genauso chancenlos war allerdings Spanish Mission danach im Qipco British Champions Long Distance Cup auf Gruppe 1 Ebene in Ascot, wo er über die zwei Meilen auf weichem Boden am Ende zunehmend ermüdete und keine Kraft hatte, in dem Rennen um den Sieg irgend eine Rolle um den Sieg zu spielen. Das beendete die Saison für Spanish Mission, der 2020 unter seinem neuen Trainer dieses Mal nicht den Weg nach Amerika antrat, sondern wieder nach 126 Tagen in Richtung nahem Osten aufbrach – dort allerdings wieder keinen erfolgreichen Lauf etablieren konnte. Der erste Lauf in Ryiadh im Red Sea Turf Handicap verlief mit einem zweiten Platz noch ganz solide, allerdings folgte danach ein abgeschlagener fünfter Platz im Dubai Gold Cup und es war klar , dass er nicht viel übrig hatte für die heißen Pisten im Pferderennsport Mekka.

Ganz im Gegensatz dazu lief es in England im Mai bei seinen ersten Rennen wieder brillant an. Im Gruppe 2 Matchbook Yorkshire Cup Stakes, einem Teil der Britsih Champions Series, gewann Spanish Mission dann erneut mit fast 3 Längen wieder ziemlich dominant, musste dafür aber deutlich härter arbeiten. Wieder hielt er sich im hinteren Bereich des Feldes auf und fing erst 600m vor dem Ziel an, das Feld langsam aber sicher aufzurollen. 400 m vor dem Ziel hatte er den Führenden und Favoriten Sir Ron Priestley eingeholt und 200m vor dem Ziel auch überholt, allerdings zusammen mit dem talentierten Santiago, der sich mühte trotz einem schwierigen Lauf durch das Feld den Anschluss zu halten – aber am Ende chancenlos war.

Und wieder sollte Spanish Mission beim nächsten seiner Rennen chancenlos sein, als er auf schnellem Boden und 2m4f im Ascot Gold Cup auflief – und trotz seines dritten Platzes gut fünf Längen Rückstand auf den Sieger hatte. Er konnte Stradivarius, den eigentlich Favoriten des Rennens, mit zwei Längen hinter sich halten – aber Subjectivist lies dem Feld keine Chance und setzte sich derart spielerisch ab, dass es schwierig zu sagen blieb, wie sich Spanish Mission im erneuten Duell mit Stradivarius im Losndale Cup ausgehen würde.

Das Ergebnis sehen wir ja hier 😀

Stradivarius:

Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Ausdauer Pferde des Landes erwiesen. Er kommt so langsam in die Jahre und ist ein echter Veteran des Sports, aber seine Ergebnisse zeigen klar, dass er noch lange nicht fertig ist mit seiner Karriere.

Er ist der Class-Act in diesem Rennen, der Star, den die anderen versuchen werden zu schlagen und der, der die meisten prestigeträchtigen Rennen gewonnen hat – Nicht zuletzt auch die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr.

Wir erinnern uns alle gern an den 10 Längen Kantersieg den Stradivarius 2020 im Gold Cup eingefahren hat oder seinen Sieg danach im Goodwood Cup.

Ich denke alle Herausforderer werden sich ziemlich strecken müssen, um ihn hier in Bedrängnis zu bringen – auch wenn 2021 bisher etwas holprig verlief.

Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der Karriere bis dato mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius mehrfacher Nennung unter den besten Pferden der Welt rühmen und landete 2020 auf einem Rang 3 der weltbesten Pferde. Zwar musste er sich den Platz mit einigen anderen Rennpferden teilen, aber ein dritter Platz weltweit? Das kann man feiern!

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarius halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logische Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eigentliche Ziel der Saison 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Führung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew Gardens aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unter Donnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, um erfolgreich den den späten Angriff von Stradivarius abzuwehren und als erster durch das Ziel zu gehen. Nur einen kurzen Nacken betrug am Ende der Rückstand auf Anthony Van Dyck, aber das sollte für Stradivarius leider der letzte Erfolg der ansonsten so brillanten Saison 2020 sein. Sein nächster Start im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe wurde mit einem siebten Platz abgeschlossen, was unter anderem daran lag, dass Stradivarius keinen Platz hatte, um seinen Schlusssprint anzusetzen und 250m vor dem Ziel nach hinten durchgereicht wurde, von wo sein Angriff dann etwas verpuffte.

Im nachfolgenden Qipco British Champions Long Distance Cup strümte Trueshan der Konkurrenz davon, während der eigentliche Favorit Stradivarius an jenem Tag es verpasste, auch nur irgendeinen Eindruck bei dem Rennen zu hinterlassen. SeinTrainer John Godsen vermutete, dass Stradivarius den weichen Boden nicht mochte, der teilweise auch als schwer bezeichnet wurde. Das kann man glauben oder nicht, schließlich hatte Stradivarius in der Vergangenheit auf solchem Boden schon gewonnen… aber vielleicht hat auch einfach die lange Saison ihre Spuren hinterlassen

Nach der Winterpause gewann Stradivarius jedenfalls frisch erholt das Longines Sagaro Stakes auf Gruppe 3 Ebene, konnte aber leider beim Gold Cup in Ascot nicht an seinen Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen, was hauptsächlich an dem schnellen Untergrund lag, der ihm so gar nicht zu schmecken schien. Zudem wurde Stradivarius beim Versuch, Boden auf die Sieger gut zu machen, in der letzten Kurve die Tür vor der Nase zu gemacht und er verlor wichtiges Momentum auf dem Weg zum Ziel

Tipps zum Pferd: A usdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte letztes Jahr diese Rennen locker gewonnen und wird für alle Improver ein sehr harter Test werden.


27.07.2021 – Goodwood – Goodwood Cup – Pick: Trueshan

Pferderennen in England

16:35 Goodwood Cup – Gruppe 1 

3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 500.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Die Pferde:

Truesham
wird als Hauptkonkurrent für Stradivarius gehandelt und das nicht zu unrecht – schließlich sind er und Stradivarius im Acot Gold Cup aufeinander getroffen und Truesham war da hoch gehandelt worde.
Allerdings hatte er in seinen 12 Rennen zuvor noch nie ein Rennen über mehr als 2m bestritten und endete am Ende im Ascot Gold Cup als No Runner, nachdem man den dort vorherrschenden schnellen Untergrund zusammen mit der Distanz als unpassend erachtet hat.
Seine Bilanz an Siegen und Platzierungen ist dafür aber ziemlich beeindruckend und mit dem Aussetzen des letzten Rennens hat man seine Bilanz von sieben Siegen aus 13 Rennen erhalten können – dazu war der Untergrund bei einigen seiner Siege ziemlich weich.
Er startete letztes Jahr nach einem gewonnenen Handicap in Sandown im Gruppe 2 Qipco British Champions Long Distance Cup und entschied das gut besetzte Rennen mit einem starken Lauf aus dem Mittelfeld heraus für sich. Dabei betrug sein Vorsprung am Ende gut 7.5 Längen und es gibt vieles, was dafür spricht, dass er die längere Distanz hier meistern wird.
Er hatte einen Start in diesem Jahr, als er in Chester im Gruppe 3 Qipco British Champions Long Distance Cup einen guten zweiten Platz erringen konnte und setzte Ascot dann aus, weil der Boden zu schnell war. Er scheint bereit, um den Angriff auf Stradivarius anzuführen und bekommt ordentlich Support vom Markt – das könnte sehr sehr interessant werden
Santiago, Sieger des Irish Derby letztes Jahr, scheint mit seinem zweiten Platz in York hinter Spanish Mission im Yorkshire Cup wieder in Form zu kommen, Spanish Mission hatte den Konkurrenten allerdings fest im Griff und legte beim erneuten Aufeinandertreffen im Ascot Gold Cup erneut eine deutlich bessere Form zu Grunde.
Spanish Mission: Der Noble Mission Sohn von Trainer Andrew Balding begann seine Karriere für David Simcock im Oktober 2018 in Chesterfield, aber so richtig interessant wurde es erst im nächsten Jahr, als er die Bahrain Trophy in Newmarket mit Leichtigkeit gewann und ein ordentliches Ausrufezeichen setzte, allerdings gelang es ihm danach im Qatar Gorden Stakes nicht, den Erfolg zu wiederholen. Spanish Mission hatte Probleme im Lauf und fand keine Lücke für dem Schlussprint, zog danach aber gut zum Ziel und holte den dritten Platz. Die Saison schloss er dann,uteine, Sieg in Belmont in den USA ab und die Hoffnungen auf die neue Saison 2020 waren hoch – allerdings gelang es seinem Trainer David Simcock nicht, Spanish Mission in der ersten Jahreshälfte in Form zu bringen und erst nach dem Wechsel zu Andrew Balding im August 2020 kehrte der Erfolg mit Siegen im Chester Stakes und dem Doncaster Cup auf Gruppe 2 Ebene zurück.
2021 begann in Dubai und Riyadh etwas durchwachsen, bevor er in York über 1m6f und guten Untergrund den Yorkshire Cup gewinnen konnte – gegen den altbekannten Santiago, der auf den letzten 150m keine Chance hatte an Spanish Mission dran zu bleiben. Im Juni startete er dann über ungewohnte 2m4f, lief ber trotzdem ein hervorragendes Rennen und kam hinter dem dominierenden Subjeticvist auf einen sehr guten dritten Platz.
Ich denke auch auf dem weicheren Boden ist dieser Platz mindestens drin heute.

Stradivarius: Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Ausdauer Pferde des Landes erwiesen. Er ist der Class-Act in diesem Rennen, der Star, den die anderen versuchen werden zu schlagen und der, der die meisten prestigeträchtigen Rennen gewonnen hat – Nicht zuletzt auch die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr. Wir erinnern uns alle gern an den 10 Längen Kantersieg den Stradivarius letztes Jahr hier eingefahren hat, und ich denke alle Herausforderer werden sich ziemlich strecken müssen, um ihn hier in Bedrängnis zu bringen.

Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der Karriere bis dato mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius mehrfacher Nennung unter den besten Pferden der Welt rühmen und landete 2020 auf einem Rang 3 der weltbesten Pferde. Zwar musste er sich den Platz mit einigen anderen Rennpferden teilen, aber ein dritter Platz weltweit? Das kann man feiern!

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarius halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logische Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eigentliche Ziel der Saison 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Führung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew Gardens aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unter Donnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, um erfolgreich den den späten Angriff von Stradivarius abzuwehren und als erster durch das Ziel zu gehen. Nur einen kurzen Nacken betrug am Ende der Rückstand auf Anthony Van Dyck, aber das sollte für Stradivarius leider der letzte Erfolg der ansonsten so brillanten Saison 2020 sein. Sein nächster Start im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe wurde mit einem siebten Platz abgeschlossen, was unter anderem daran lag, dass Stradivarius keinen Platz hatte, um seinen Schlusssprint anzusetzen und 250m vor dem Ziel nach hinten durchgereicht wurde, von wo sein Angriff dann etwas verpuffte.

Im nachfolgenden Qipco British Champions Long Distance Cup strümte Trueshan der Konkurrenz davon, während der eigentliche Favorit Stradivarius an jenem Tag es verpasste, auch nur irgendeinen Eindruck bei dem Rennen zu hinterlassen. SeinTrainer John Godsen vermutete, dass Stradivarius den weichen Boden nicht mochte, der teilweise auch als schwer bezeichnet wurde. Das kann man glauben oder nicht, schließlich hatte Stradivarius in der Vergangenheit auf solchem Boden schon gewonnen… aber vielleicht hat auch einfach die lange Saison ihre Spuren hinterlassen

Nach der Winterpause gewann Stradivarius jedenfalls frisch erholt das Longines Sagaro Stakes auf Gruppe 3 Ebene und er schien bereit, den Erfolg aus dem letzten Jahr im Ascot Gold Cup zu wiederholen.
Es war klar, das es ganz  so leicht im Jahr 2021 nicht werden würde, dafür waren Trushan und Subjectivist zu gut, und die Sorgen sollten begründet sein.

Während Subjectivist 800m vor dem Ziel sauber die Führung übernahm, hatte sich Stradivarius im hinteren Bereich des Feldes einsortiert und wurde ein ums andere Mal beim Versuch behindert, Plätze und Boden auf die Führenden gut zu machen.

Subjectivist hatte ihn dann auf den letzten 300m fest im Griff und das Rennen war gelaufen. Er ist erneut Titelverteidiger hier aber der Sieg war knapp im letzten Jahr gegen schlechtere Konkurrenz, was Grund zur Sorge gibt..

Tipps zum Pferd: Ausdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte letztes Jahr diese Rennen knapp gewonnen und wird für alle Improver ein harter Test werden, ist aber nicht unschlagbar.


17.06.2021 – Royal Ascot – Gold Cup – Pick: Stradivarius (aber Achtung! Trueshan und Subjectivist warten nur!)

Pferderennen in England

17:15 Gold Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.014 m  |  Preisgeld: 375.625 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Das Rennen hier konzentriert sich ziemlich auf den Favoriten – Stradivarius. Denn außer ihm gibt es nur ein einziges Pferd im ganzen Feld, welches über die heutige Distanz schon mal gewonnen hat –  Princess Zoe. Die Stute von Anthony Mullins gewann letzten Oktober auf schwerem Boden den Prix Du Cadran in Longchamp und wurde im Prix Royal Oak im selben Monat auf dem selben Kurs dann immerhin Vierte. Der Boden heute ist allerdings eine ganz andere Sache und es wird spannend wie die Stute aus der Zucht und Hand von Stefan Richters sich hier auf besserem Boden schlagen wird. Ihre letzten beiden Rennen hat sie über 1m4f und 1m6f bestritten, die Leistungen waren aber eher unterdurchschnittlich, da ist sie zu deutlich besserem fähig
Truesham wird als Hauptkonkurrent für Stradivarius gehandelt, allerdings hat er in seinen 12 Rennen noch nie ein Rennen über mehr als 2m bestritten. Seine Bilanz an Siegen und Platzierungen ist dafür aber ziemlich beeindruckend und der letzte Lauf in Ascot war sehr ansehnlich.
Er startete letztes Jahr nach einem gewonnenen Handicap in Sandown im Gruppe 2 Qipco British Champions Long Distance Cup und entschied das gut besetzte Rennen mit einem starken Lauf aus dem Mittelfeld heraus für sich. Dabei betrug sein Vorsprung am Ende gut 7.5 Längen und es gibt vieles, was dafür spricht, dass er die längere Distanz hier meistern wird. Er hatte einen Start in diesem Jahr, als er in Chester im Gruppe 3 Qipco British Champions Long Distance Cup einen guten zweiten Platz erringen konnte und er scheint bereit, um den Angriff auf Stradivarius anzuführen.
Santiago, Sieger des Irish Derby letztes Jahr, scheint mit seinem zweiten Platz in York hinter Spanish Mission im Yorkshire Cup wieder in Form zu kommen. Spanish Mission hatte den Konkurrenten zwar fest im Griff, ich denke aber, von der Form her unterscheidet die beiden nicht viel und Santiago wird trotz seiner Erfolge ein wenig unterberwertet. Meine EW Wette in dem Rennen hier.
Subjectivist ist ein weiteres Pferd mit guter Form welches sich das erste Mal auf eine Distanz von mehr als 2 Meilen wagen wird. Der  Teofilo Sohn gewann letztes Jahr im Oktober den Prix Royal Oak  mit 2 Längen Vorsprung. Das Rennen in Longchamp ist eines der Rennen, die meistens auf sehr langsamen, schwerem Boden bestritten werden und viel Ausdauer fordern, es gibt also wenig Sorgen, dass Subjectivist heute über 2m4f die Puste ausgehen wird. Zudem hat er bewiesen, dass er auch auf gutem Untergrund eine sehr gute Figur abgeben kann, als er im März in Dubai den Dubai Gold Cup gewinnen konnte – und das mit einem Kantersieg!
Subjectivist hielt sich direkt hinter den Führenden und versuchte kräftig das Tempo zu pushen, holte sich 1000m vor dem Ziel dann selbst die Führung als das Tempo begann etwas langsamer zu werden und begann 600m vor dem Ziel, sich zunehmend von seinen Verfolgern abzusetzen. 200m vor dem Ziel gab Joe Fanning ihm dann endgültig das „Go“ und Subjectivist machte alles klar in dem Rennen… das war schon sehr beeindruckend. Ich gehe davon aus, dass er heute hier mit vorne dabei sein sollte. Die Pause zum letzten Rennen hatte ihm nichts ausgemacht, er lief gut auf schnellem Boden und hat in Frankreich eine Menge Ausdauer bewiesen. Das Paket passt.

Stradivarius: Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Ausdauer Pferde des Landes erwiesen. Er ist der Class-Act in diesem Rennen, der Star, den die anderen versuchen werden zu schlagen und der, der die meisten prestigeträchtigen Rennen gewonnen hat – Nicht zuletzt auch die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr. Wir erinnern uns alle gern an den 10 Längen Kantersieg den Stradivarius letztes Jahr hier eingefahren hat, und ich denke alle Herausforderer werden sich ziemlich strecken müssen, um ihn hier in Bedrängnis zu bringen.

Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der Karriere bis dato mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius mehrfacher Nennung unter den besten Pferden der Welt rühmen und landete 2020 auf einem Rang 3 der weltbesten Pferde. Zwar musste er sich den Platz mit einigen anderen Rennpferden teilen, aber ein dritter Platz weltweit? Das kann man feiern!

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarius halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logische Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eigentliche Ziel der Saison 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Führung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew Gardens aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unter Donnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, um erfolgreich den den späten Angriff von Stradivarius abzuwehren und als erster durch das Ziel zu gehen. Nur einen kurzen Nacken betrug am Ende der Rückstand auf Anthony Van Dyck, aber das sollte für Stradivarius leider der letzte Erfolg der ansonsten so brillanten Saison 2020 sein. Sein nächster Start im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe wurde mit einem siebten Platz abgeschlossen, was unter anderem daran lag, dass Stradivarius keinen Platz hatte, um seinen Schlusssprint anzusetzen und 250m vor dem Ziel nach hinten durchgereicht wurde, von wo sein Angriff dann etwas verpuffte.

Im nachfolgenden Qipco British Champions Long Distance Cup strümte Trueshan der Konkurrenz davon, während der eigentliche Favorit Stradivarius an jenem Tag es verpasste, auch nur irgendeinen Eindruck bei dem Rennen zu hinterlassen. SeinTrainer John Godsen vermutete, dass Stradivarius den weichen Boden nicht mochte, der teilweise auch als schwer bezeichnet wurde. Das kann man glauben oder nicht, schließlich hatte Stradivarius in der Vergangenheit auf solchem Boden schon gewonnen… aber vielleicht hat auch einfach die lange Saison ihre Spuren hinterlassen

Nach der Winterpause gewann Stradivarius jedenfalls frisch erholt das Longines Sagaro Stakes auf Gruppe 3 Ebene und er scheint bereit, den Erfolg aus dem letzten Jahr hier zu wiederholen. Ganz so leicht wird das allerdings nicht, dafür sind Trushan und Subjectivist zu gut, und auch Santiago und Spanish Mission sollte man nicht völlig unterschätzen.

 

Tipps zum Pferd: Ausdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte letztes Jahr diese Rennen locker gewonnen und wird für alle Improver ein sehr harter Test werden.


17.10.2020 – Ascot – Champions Day – Long Distance Cup – Pick: Stradivarius

Pferderennen in England
14:20 Long Distance Cup – Gruppe 2
Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.209 m  |  Preisgeld: 300.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Stradivarius: Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Audauerstrater des Landes erwiesen. Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der aktuellen Saison mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius eines dritten Platzes ind er Besteliste dr laufenden Saison weltweit brüßten! Heute könnte er den historischen Erfolg von Enable aus dem eigenen Stall vereiteln, was ein bittersüßer Sieg für TRainer John Godsen wäre.

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarious halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logsiche Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eiegntliche Ziel der Siason 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Fürhung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew gardes aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unterDonnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, welches es brauchte, um den späten Angriff von Anthony Van Dyck abzuwehren.

Das heute sollte mit dem schweren Boden eher zu seinem Vorteil gereichen und ich gehe davon aus, dass er auch über die für ihn eher kurze Distanz heute sehr gefährlich sein wird!

Tipps zum Pferd: Ausdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte zuletzt einen Aussetzer m Arc, wo die Distanz aber im Prinzip auch etwas zu kurz war. Heute über längere Distanz sicher stärker gegen ein Feld, in dem man die echte Konkurrenz eher vermuten als sicher herausstellen kann.

Wird es Seach For A Song oder Sovereign? Search For A Song gewann im September gegen Fujaira Prince das Irish St. Leger, und das ziemlich locker, so musste Oisin Orr ihn nur ein bisschen antreiben, um 150 Yards vor dem Ziel gut zwei Längen vor die Verfolger Fujaira Prince und Twilight Payment zu ziehen. Klasse Leistung auf gutem Untergrund, was gleich die Frage aufwirft, ob der Untergrund heute nicht vielleicht ein wenig zu weich sein könnte? Denn auch der bemerkenswerte Lauf im Irish Gold Cup gegen Magical fand auf gutem Untergrund statt. Zwar täuschen die 4 Längen Rückstand auf den Sieger nicht darüber hinweg, dass Magical das Feld fest im Griff hatte und sich noch weiter hätte absetzten können, aber Search For A Song war auch nie näher dran als vor der Ziellinie. Der starke Lauf über 1m2f legte schon nahe, dass er sich über weitere Distanz wohler fühlen würde, aber das heute ist nicht nur weiter – sondern auch noch wesentlich stärker auf Ausdauer ausgelegt als die meisten Rennen, die Search for A Song bestritten hat. Da wäre etwa das Gruppe 3 Munster Oaks Stake im Juni, welches auf immerhin eher nachgebenden, weichen Boden ausgetragen wurde – und in einer kompletten Niederlage für Search For A Song mündete. Der Untergrund ist die Größe Frage bei ihm heute hier.

Sovereign: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien hat sich erst zwei Siege aus seinen 12 Rennen bisher sichern können – und einer war auch noch in seinem Maidenrennen im September 2018. Das Jahr 2018 kann man ansonsten auch getrost vergessen, der Abschluss im Gruppe 2 Beresford Stakes blieb hinter den Erwartungen zurück und auch der zweite Versuch auf Gruppe 3 Ebene im Eyrefield Stakes  in Leopardstown im Oktober wurde nur mit einem etwas abgeschlagenen dritten Platz belegt.
2019 begann für ihn mit einem zweiten Platz hinter Broome im McGrath Ballysax Stakes , wieder auf Gruppe 3 Niveau über knapp 2012m Meter – das war allerdings nur auf dem Papier eine bessere Leistung, denn bis zum Sieger hatte Sovereign immer noch 8 Längen Rückstand! Dafür schien der weiche Boden ihm nicht allzu viele Probleme zu bereiten und beim zweiten Start in der neuen Saison im Derby Trial Stakes verbesserte er sich auf immerhin „nur“ knapp drei Längen Rücktsand auf Broome, der das Feld aber ein weiteres Mal fest im Griff hatte.
Sovereign nahm trotz der relativ klaren Niederlage im Trial Derby am Epsom Derby teil, was aber wie zu erwarten nur mit einem zehnten Platz weit hinter dem Sieger abgeschlossen wurde. Das war allerdings als Rennen auch nicht wirklich ernst gemeint, O’Brien hatte wieder viele seiner Schützling am Start im Derby und Sovereign wurde von P. B. Beggy geritten, was schon ein Zeichen für die Rangordnung unter den Pferden war.
Dann folgte das Irish Derby und die klar größte Überraschungd er Karriere von Sovereign, denn obwohl er hinter dem Stallgefährten Anthony Van Dyke als klarer Außenseiter in das Feld zog, gewann er das Rennen am Ende mit 6 Längen Vorsprung! Sechs Längen! Und das als einer der drei größten und klaren Außenseiter im Feld. Es gab keinerlei Anzeichen für diese Leistung im Vorfeld, so dass die Top Jockeys von O ‚ Brien auf anderen Pferden – wie dem Favoriten Anthony Van Dyke – verteilt waren.
Vielleicht kam der Peak bei ihm einfach nach dem eigentlichen Ziel, dem Derby und er hatte damit den Vorteil gegenüber seinen Stallgefährten? Oder der Trip zurück nach Irland brachte etwas in ihm zum Vorschein, oder er hatte einfach einen richtig, richtig guten Tag erwischt. Was es auch immer war, Sovereign fand nie wieder zu dieser Form zurück und musstse sich nach der langen Pause bis zum nächsten Start im Jahr 2020 am Ende mit einem dritten Platz hinter Twilight Payment zufrieden geben. Das war zwar auch der Hauptkonkurrent, aber auch der Außenseiter Barbados schob sich zwischen ihn und die Ziellinie und alles in allem schien Sovereign nicht in Bestform aus der langen Pause zurück gekehrt zu sein. Enable hatte danach im King George VI & QE ihren Spaß mit ihm und Japan und feierte wie zu erwarten den nächsten lockeren Sieg in ihrer Karriere.
Das war wieder kein Rennen, welches Sovereign hätte gewinnen sollen, da war danach der Versuch im Irish St. Leger  schon wieder deutlich realistischer, aber wieder floppte Sovereign deutlich mit dem Versuch das Feld über die Distanz zu führen, denn schon 3 Furlong vor dem Ziel war Schluss mit dem Front Running  und er wurde vom Feld überholt und zurückgelassen.
Er müsste sich deutlich steigern für einen Sieg hier …. aber naja, den Sieg im Irish St Leger habe ich ihm vorher auch nicht zugetraut.

Spanish Mission ist derzeit in Bestform und gewann seine letzten beiden Rennen im Chester Stakes und dem Gruppe 3 Doncaster Cup Stake – und das letzte mit einiger Dominanz, allerdings auch gegen deutlich leichtere Konkurrenz. Das heute wird mehr von ihm verlangen, aber ich denke er hat das Potential um hier auch wieder vorne mit dabei zu sein. Broome hingegen ist alles andere als in guter Verfassung, wenn man seine letzten Ergebnisse so betrachtet, geht hier aber nach dem Irish Derbe und dem Coronation Cup etwas ruhigeres Fahrwasser an um muss weiter respektiert werden. Wäre mein Pick für die Exoten, vor Fujaira Prince, der das Irish St. Leger trotz der vorherigen guten Ergebnisse in den Handicaps deutlich zu heiß fand.


04.10.2020 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – Pick: Enable und der Rest

Pferderennen in Frankreich

16:05 Qatar Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 3.000.000 EUR Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Der Qatar Prix de l’Arc de Triomphe 2020…. das ist so ein ganz spezielles Rennen dieses Jahr. Nicht nur ist Enable wieder mit von der Partie – und fürht das Rennen natürlich als Favoritin an – sondern die Corona Pandemie und das wetter spielen beiede eine große Rolle und werden massiven Einfluss auf das Rennen heute haben! Aber Eins nach dem Anderen:
Also Enable. Immer noch. Wenn man bedenkt, dass die Stute von John Godsen nun schon immerhin sechs Jahre alt ist und als DIE beste Stute weltweit gilt. Sie teilt sich im Jahr 2020 Platz 6 in den Longines Wolrd Ratings zusammen mit Almond Eye, die alleridngs im Yasuda Kinen und Amira Kinen in letzten Jahr aus drei Rennen gleich zwei Niederlagen vekraften musste und damit meiner Meinung nach klar unter Enable rangiert. Egal, die Ratings sind die gleichen, aber wenn man nach den Ratings geht…. nun, dann ist dieses Jahr Stradivarius ganz weit vorne, denn der ebenfalls von John Godsen trainierte Langstreckenspezialist rangiert in der Liste 2020 vor Enable auf Platz 3 – zusammen mit Persian King, der heute ja ebenfalls antritt und Andre Fabre repräsentiert.
Enable hatte sich letztes Jahr auf Platz2 im Ranking über die gesamte Saison 2019 vorgearbeutet gehabt, und hätte wahrscheinlich sogar Platz 1 vor Chrystal Ocean halten können – wenn sie den letztes Jahr den Prix de l’Arc de Triomphe wie erwartet gewonnen hätte. Als 1.5er Favoritin wurde sie in das Rennen geschickt, und auch ich hatte sie als Siegerin getippt – zusammen mit Waldgeist als Each Way Wette, und wer meinen Tipps folgt, hat an jenem Tag eine schöen 14er Quote getroffen, denn Waldgeist gewann das Rennen am Ende relativ souverän mit 1.75 Längen Vorsprung.
Enable hatte den Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gewinnen können, allerdings recht knapp mit nur nur 0,25 Längen Vorsprung vor Sea Of Class. War das Rennen vielleicht schon eine Warnung für den Arc in der Zukunft. Nun Fakt ist, dass Enable vor allem auf schnellem Boden brilliert, und sehr weicher Boden ihr Probleme macht. Und was haben wir heute für ein Wetter in Frankreich? Man mag es nach dem Sommer kaum glauben, aber der nun doch einsetztende Regen hat den Untergrund – wie so oft in Frankreich – schwer gemacht, was Enable das Leben in dem 2400m Renne sicher schwer machen wird. In Kempton gewann sie zwar ihr letztes Trainingsrennen souverän, aber das bedeutet natürlich nichts für den Arc.
Positiv für sie ist sicherlich, dass sämtliche Starter von Aiden O’Brien heute nicht dabei sein werden. Aber wie kommt es, dass die vier Rennpferde von O’Brien, die heute eigentlich hätten teilnehmen sollen, nun doch nicht nach Frankreich zum Arc gereist sind? Nun, Aiden O’Brien hatte das Pech, dass festgestellt wurde, dass einige seiner Rennpferde Futter bekommen haben, welches Zilapaterol enthalten hat, eine Substanz, die die Leistungsfähigkeit von Pferden steigern kann.  Dasss dies kein absichtliches Doping war zeigt allerdings schon die Entschuldigung des Herstellers und der Fakt, dass mehrere Rennställe von dieser Katastrophe betroffen sind. Ein nettes Detail ist, dass die Subtsanz zwar in Europa verboten ist, aber etwa in Amerika durchaus zugelassen ist – schade also, dass das nicht etwa vor dem Breeder’s Cup passiert ist. Das Gutachten kam zustande, nachdem France Galop bekannt gegeben hatte, dass fünf Pferde in den letzten Wochen positiv auf Zilpaterol getestet worden waren.
Die Hersteller „Gain“ veröffentliche daraufhin ein Pressestatement:

„Bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen wird Gain-Kunden empfohlen, ihre Pferde nicht mit unseren Pferdeprodukten zu füttern“, heißt es in der Erklärung von Gain. „Der Stoff Zilpaterol ist ein synthetischer Beta-Agonist, der zur Verwendung als Leistungssteigerer in einigen Rindfleischproduktionssystemen außerhalb der EU zugelassen ist. Es ist uns wichtig zu betonen, dass diese synthetische Substanz in keinem unserer Tierernährungsbereiche Bestandteil einer Formulierung war.“
Also ein Versehen, dass der Stoff in das Futtermittel für die Rennpferde gekommen ist – ein Versehen, welches sehr, sehr teuer für den Hersteller werden könnte, denn Aiden O’Brien is not amused.

O’Brien hat bestätigt, dass alle seine Pferde, nachdem sein Team am Donnerstagabend zum ersten Mal von dem Problem gehört hatte, am Freitagmorgen sofort von Gain-Produkten auf Connollys Red Mills-Futter umgestellt wurden. Er sagte, er habe an diesem Wochenende allen seinen Läufern in Frankreich Blut- und Urinproben entnommen und auch bestätigt, dass keiner seiner Läufer in Frankreich positiv auf verbotene Substanzen getestet worden sei.

Obwohl die Ergebnisse der Blut- und Urinproben vom Freitag, die zur unabhängigen Analyse nach Frankreich geschickt wurden, voraussichtlich erst am Samstagabend bekannt werden, hat O’Brien gegenüber Racing Post bestätigt, dass Mythical and Passion für den Lauf am Samstag nach wie vorgesehen waren
Er schickte auch Urinproben an das Irish Equine Centre und hoffte, dass diese Ergebnisse am Freitagabend bekannt werden könnten.

Nun, die Ergebnisse kamen, und sie waren nicht das, was sich Aiden O’Brien erhoftf hatte. Die Proben, die er nach Irland gesendet hatte, waren zwar negtaiv, aber die Proben aus Franrkeich waren positiv – und damit war klar, dass alle Pläne für Frankreich am Wochenende über den Haufen geworfen waren.
O’Brien bestätigte, dass Ballydoyles eigene Tests mit den relevanten Futtermitteln am Freitagabend nach der Probenahme am frühen Morgen positiv für Zilpaterol waren, die Werte jedoch „winzig“ waren und sich möglicherweise nicht in einem positiven Test eines Pferdes niederschlagen.
Zu O’Briens Delegation, die am Sonntag eigentlich hätte nach Longchamp fahren hätten sollen, gehörten unter anderem seine vier Läufer des Prix de l’Arc de Triomphe: Mogul, Japan, Serpentine und Sovereign. Sie gehörten zu den führenden Konkurrenten, die versuchen sollten, Enables Versuch für den historischen dritten Sieg im Arc zu vereiteln. Nun, damit gehen die Chancen von Enable natürlich nach oben, vor allem da auch Joseph O’Brien von dem Futtermittelskandal betroffen ist.Also, von den Konkurrenten her hat Enable hier sicher Glück gehabt. Wie als göttlicher Ausgleich pisst es aber seit Tagen auf die Strecke in Paris, gerade Donnerstag und Freitag kamen mit 13L/m² ziemlich viel Regen auf die Strecke, und auch wenn es Samstag und Sonntag ein wenig nachgelassen hat, konnte der Rasen die ganze Feuchtigkeit noch nicht wieder abtransportieren und es wird wohl ein Schlammfest werden – was Enable nicht unbedingt mag und das weiß auch Trainer John Godsen.

John Gosden glaubt, dass seine Prix de l’Arc de Triomphe-Favoritin Enable bei den Wetten in den Quoten überbewertet ist. Noch besorgniserregender ist, dass eine Niederlage auf Longchamps zermürbendem, schwerem Boden seiner Einschätzung nach „eine hohe Wahrscheinlichkeit“ habe. Da ist natürlich etwas Understatement mit dabei, wie es sich für Profis gehört, denn John Godsen wäre der erste Trainer in der Geschichte des Arc, der es geschaftf hätte ein Rennpferd gleich drei Mal als Sieger/in für den Arc de Triomphe zu trainieren, eine vor Enable unvorstellbare Leistung. Klar also, dass die Hoffnungen nicht zu hoch hängen will heute im Vorfeld.

Neben dem Stalljockey Frankie Dettori triumphierte er 2015 erstmals mit Golden Horn. Während dieses Hengstfohlen mit drei Jahren in den Ruhestand ging, wurde Enable bis zum Alter von sechs Jahren unter der Anleitung ihres Trainers weiter in die Rennen geschickt – ein Umstand, den ich schon zu Anfang des Artikels kurz angeshcnitten habe. Aber niemand hat seinen Namen in die Analen des Sports schreiben können, ohne ein wenig Risiko eingehen zu müssen.

Im Laufe der Saison hat Gosden mehr als einmal wiederholt, dass es Khalid Abdullahs heimischem Champion in einem Alter, in dem die meisten Spitzenstuten ein entspannteres Leben im Gestüt genießen würden, schwerer gefallen ist, ihren Peak im Jahr erreichen. Die mögliche fehlende absolute Top Form ist jedoch nicht das, was den Champion-Trainer heute am meisten beunruhigt. Das größte Problem für Enable bei ihrem vemutlich letzten Arc De Triomphe wird der Untergrund sein:

„Es ist offensichtlich enttäuschend, wenn ein Rennen dieser Größe auf einem Untergrund für absolute Spezialisten ausgetragen wird „, sagte Gosden.
„Das Problem mit diesem Boden ist, dass sie ein brillantes Stutfohlen ist und es schwierig ist, Ihre Brillanz auf einer Oberfläche zu zeigen, die das Rennen wahrscheinlich in einen Abnutzungskampf verwandelt. Es ist für alle gleich, aber sie ist ein Stutfohlen, das idealerweise gerne auf  nur etwas weicherem Boden als „gut“ läuft.
„Es ist nicht ideal, und es ist ein bisschen absurd, wenn sie so kurz in den Quoten ist, um das Rennen unter solchen Bedingungen zu gewinnen. Die Fans unterstützen sie, als ob eine Niederlage nicht in Frage kommt,  auch wenn ich Ihnen versichern kann, dass eine Niederlage aus dem genannten Grund sehr wahrscheinlich ist. Es ist kein Boden, der ihre Stärken ausspielt, und wenn jemand anderes wirklich gut damit umgeht, dann viel Glück für sie. Ich glaube, der Boden hat ihre Chancen sehr stark beeinträchtigt. „Diese brutal ehrlichen Worte ermutigen die Unterstützer von Enable natürlich nicht gerade Dementsprechend ging die Quote etwas hoch, Enable ist aber immer noch klare Favoritin.

Zu Recht?
Fakt ist, dass Stradivarius besser mit dem Untergrund umgehen kann, aber lieber über länger läuft. Ausdauer ja, aber 1m4f eher nein. Sottsass geht auf dem Untergrund und der Distanz, für ihn die Konkurrenz aber ein gewaltiger Sprung nach oben, genau wie für In Swoop, der hier das erste mal auf so schwerem Boden lauen wird und Konkurrenz von diesem Niveau auch nicht gewohnt ist. Das gilt 1:1 auch für Raabihah, die beiden 3yo haben hier einen echten Brocken vor der Brust
Persian King ist super in Form dieses Jahr, allerdings bleibt hier die Sorge, dass er dieses Jahr in Deauville im Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois so gar nicht in Fahrt kam und der schwere Boden einer der Gründe gewesen sein kann. Letztes Jahr gewann er allerdings dem Gruppe 1 The Emirates Poule d’Essai des Poulains über 1m auf dem Kurs hier in Longchamp auf schwerem Boden. Mit nur einem Aussetzer dieses Jahr eigentlich eine gute Wette, wenn er nicht 4f auf seine Distanz drauf packen würde.
Way To Paris? Könnte sein das heute der Name Programm ist, Way To Paris hat eine Menge Erfahrungen über die Distanz und den Untergrund – und die Strecke! Die Ergebnisse varieren stark und mit Niederlagen im Prix Exbury im März dieses Jahres und dem Prix Royal Oak letztes Jahr, ist nicht sicher ob der Untergrund nun Vor- oder Nachteil ist. Sie hat jedenfalls auch gute Ergebnisse wie den zweiten Platz im Gruppe 2 Prix d’Harcourt im Mai und Way To Paris scheint als 7yo in Bestform zu kommen – die liegt allerdings immer noch hinter eine Klasse wie die von Enable oder Stradivarius
Gold Trip konnte In Swoop im Prix Greffulhe im Mai schlagen, das lag aber auch daran, dass der Konkurrent hinter anderen Startern eingeboxt war und keine Chance hatte, zu zeigen was er kann. Das wird heute sicher anders ausgehen. Deidre? Spezialistin für Kurse mit langer Zielgerade und guten Untergrund. Je schneller desto besser. Ein Wunder, dass sie heute hier überhaupt antritt, vor allem mit der Form aus den letzten beiden Rennen.
Ich kann nachvollziehen, warum Enable hier immer noch die klare Favoritin ist. Die Konkurrenz hat mindestens ebenso viele Fragen offen wie sie. Sotsass hatte beim letzten duell im Arc letztes Jahr nicht die Kraft um den Rückstand auf der Zielgerade noch auf Enable aufzuholen und hatte 3 Längen zu finden auf den letzten Metern, ist aber natürlich gereift und einen zweiten  Blick wert. Etwas schade, dass er die ganz großen Rennen dieses Jahr gemieden hat, und beim Irish Champion Stakes so starke Probleme hatte auf Magical und Gaiyyath aufzuschließen. Denke der Untergrund wird ihm etwas helfen heute, aber Enable hatte ihn auf Very Soft letztes Jahr im Griff.
Bleibt Stradivarius. Aber wird Godsen seinen eigenen Rekord mit drei Siegen für Enable hier selber gefährden? Also klar, er würde das niemals selber zugeben, aber wird Olivier Peslier im Sattel von Stradivarius alles geben auf den letzten Metern, um vielleicht die entscheidenden Zentimeter noch herauszuholen um die vermutliche Front Runnerin Enable einzuholen, oder wird er dann doch den Sieg für die Geshcichtsbücker unterbewusst zulassen? Wenn nicht, sehe ich hier den Hauptkonkurrenten – der aber 3lb mehr tragen muss als die Wunderstute….
Nein, zähneknirschend muss ich bei Enable bleiben. Enable ist der Siegpick. Dann Stradivarius, Sotsass und In Swoop. Persian King und Way To Paris für die Exoten, wobei eher Persian King, wenn er die Distanz packen sollte. Denke nicht, dass Andre Fabre ihn ohne Grund heute hier starten lässt.

 


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