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Tip

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13.07.2019 – Delaware Park – Delaware Handicap – Elate

Pferderennen in den USA

23:25 Delaware Handicap – Gruppe 2

Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 2.011 m  |  Preisgeld: 750.000 USDFlachrennen  |  Geläuf: Sand  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Gerade einmal 2KG beträgt der Aufschlag für Elate in diesem Handicap, und das obwohl die Stute noch in den letzten Jahren gegen Gegner wie Abel Tasman angelaufen war und im Jahr zuvor als Favoritin für das Breeders Cup Distaff gegolten hatte. Gute Chancen also, dass sie ihren Erfolg aus dem letzten Rennen wiederholen kann und die schwächere Konkurrenz trotz des Mehrgewichts auf die Bretter schicken kann

Elate: Die Medaglia D’oro Tochter Elate ist eine der möglichen Pacesetterinnen in diesem Feld, hatte aber bei ihren Aufeinandertreffen mit Abel Tasman 2018 alle Hände voll zu tun und muss heute noch dazu mehr Gewicht tragen als die jüngeren, teils sehr vielversprechenden Konkurrentinnen.

Ihre Ausbeute an Siegen kann sich aber bisher durchaus sehen lassen und sie scheint rechtzeitig wieder in Form gekommen zu sein, um ihren Titel hier zu verteidigen.

Nach gewonnenem Maidenrennen ging es für Elate gleich in die Black Type Rennen, was aber in der ersten Jahreshälfte 2017 deutlich mehr war, als sie verkraften konnte. Erst mit einiger Erfahrung und mehr Meilen unter den Hufen lief es dann ab Kuli 2017 deutlich besser für sie, so gewann sie ein Listed Rennen und platzierte im American Oaks.

Elate versuchte bei ihrem zweiten Platz im Gruppe 1 American Oaks zunächst die Führung zu übernehmen, überließ aber Summer Luck diese Position nachdem diese gezeigt hatte, dass sie gewillt ist, ein hartes Tempo vorzulegen und die Position an der Front nur sehr wiederwillig aufgeben würde. Von dort aus lies sie einige andere Konkurrentin an sich vorbeiziehen und den Kampf um die Führung ausfechten, nahm dann beim Einbiegen in die Zielgerade Maß und schloss zu Abel Tasman auf, die hart kämpfen musste um die Außenseiterin noch hinter sich halten zu können.

Zuvor hatte Elate das Light Hearted Stakes  locker mit 6 Längen Vorsprung gewonnen und zeigte damit eine neue persönliche Bestleistung, die sie im Laufe der Saison aber noch mehrfach übertreffen sollte.

Nach dem Duell mit Abel Tasman gewann sie das Alabama Stakes mit Leichtigkeit, indem sie sich durch eine kleine Lücke zwischen den Pacesettern zwängte und dann mühelos einige Längen Vorsprung herausholte, was ihr die Favoritenrolle für das Beldame einbrachte. Dort gewann sie, indem sie sich über die Rückgerade an It Tiz Well heranarbeitete und Salty keine Chance lies, mit ihr mitzugehen. Dann überholte sie It Tiz Well außen und arbeite sich wieder einige Längen Vorsprung heraus was ein großes Ausrufezeichen für Elate war und sie mit leichtem Gewicht klar Favoritin für das BC Distaff platzierte.

Dort konnte sie allerdings nicht an ihre vorangeggangenen hervorragenden Leistungen anknüpfen und musste sich hinter Forever Unbrideld, Abel Tasman und Paradise Woods mit einem vierten Platz zufrieden geben. Das Rennen war durchweg hart umkämpft und Elate verlor nur wenig an Respekt in diesem Rennen, ging nach dem krönenden Saisoabschluss aber in die Winterpause und kehrte erst im Delaware Handicap auf Gruppe 2 Ebene im Juli wieder zum Rennzirkus zurück. Bei ihrem ersten Galoprennen in der neuen Saison gewann sie am Ende mit Leichtigkeit und lies unter einem guten Ritt von Jose Ortiz keine Zweifel an ihrer aktuellen Form aufkommen

Als nächstes musste sich Elate dann mit Abel Tasman messen, und die Konkurrentin und mehrfache Gruppe 1 Siegerin ist ein ziemlich harter Brocken, was Elate auch gleich zu spüren bekam. So musste sie sich auf der Zielgeraden im Duell mit Abel Tasman am Ende geschlagen geben, hatte aber im Laufe der Saison noch viel mehr Pech und konnte keinen weiteren Start in der Saison absolvieren.

2019 kam sie mit zwei Duellen gegen Midnight Bisou im Apple Blossom Handicap und dem Azeri Stakes zurück, die sie auf dem Kurs in Oaklawn Park aber beide knapp verlor.

Dafür gewann die das Fleur De Ly Handicap in Churchill dann umso überzeugender, und ich denke dass sie ihren Titel hier verteidigen kann


02.03.2019 – Royal Randwick – Chipping Norton Stakes – Pick: Winx

Pferderennen in Australien

05:40 Chipping Norton Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 600.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Es geht mal wieder um Winx, um wen auch sonst? Keine Stute hat in den letzten Jahren so viel Aufsehen erregt wie die „Wunderstute“ von Chris Waller in Down Under, aber nicht ohne auch ein wenig für Unmut zu sorgen. Die Stute hat sich seit so vielen Rennen gegen die immer gleichen Konkurrenten durchgesetzt, dass in ihren Rennen kaum noch ein Zweifel daran besteht, wer am Ende denn wohl gewinnen wird.

Eine Quote von 1.1? Viel leichter hat man wohl noch nie 10% Gewinn erwirtschaftet, Totalverlust nahezu ausgeschlossen. Da geht Waller schon alleine dadurch auf Nummer sicher, dass alle bis auf einen einzigen Starter in diesem Rennen aus seinem Gestüt kommen.

Winx hat für ihn schon gut und gerne 12.5 Millionen Euro an Gewinnsumme erwirtschaftet und ist seit dem Jahr 2015 praktisch ungeschlagen. Ihren einzigen Konkurrenten aus anderem Syndikat, Happy Clapper, schlug sie nun in neun von neun Rennen und auch heute dürfte er wohl kaum eine Chance auf eine Revanche haben, trafen die beiden doch erst vor zwei Wochen aufeinander, wo Winx im Star Apollo Stakes mit gut 2,3 Längen Vorsprung gewann. Das wird heute fast eine 1:1 Wiederholung des Rennens vor zwei Wochen, auch wenn die Distanz mit 1600m gut 200m länger ist als das Apollo Stakes zuvor.

Aber sei es drum – lohnt es sich nun, Winx auch zu der geringen Quote zu buchen? Dazu ein kleines Rechenbeispiel. Ist man skeptisch erst im letzten Jahr auf den Hypetrain von Winx aufgesprungen und hat 1000€ auf sie gewettet, und den Gewinn 1:1 in die Stute bei ihrem nächsten Rennen reinvestiert, hat man nun 2095€ – also gut das doppelte (minus die Wettsteuer, wenn man das Pech hat und aus Deutschland wettet…)

War man so klug und ist schon ein Jahr zuvor auf den Zug aufgesprungen, nachdem Winx Hartnell im Oktober 2016 im Cox Plate mit 8 Längen an die Wand gespielt hat, hat man nun stolze 6800€ aus den ehemals 1000€ gemacht. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass eigentlich nie Zweifel an den Siegen von Winx bestand. Und das sind nicht einmal die besten Quoten, die es auf Winx zu finden gab. Realistisch ist der Einsatz mit minimalem Risiko nun verzehnfacht in zwei Jahren aktiver Rennen, wer von Anfang an mit an Bord war, hat noch von Quoten bis zu 5.0 auf Winx profitieren können und ist sich dem Neid der anderen Punter gewiss.

Auch die Wunderstute kommt nun langsam in die Jahre (nun, für ein Flat Rennpferd) und sie wirdirgendwann einmal verlieren, aber nicht heute. Wer erst jetzt bei ihr Einsteigt hat den Goldrausch sicher ein wenig verpasst, aber es lohnt sich immer noch – kaum eine Favoritin, kaum ein Rennpferd ist so sicher wie Winx in Australien, und das liegt nicht nur an ihrem Können.

Regelmäßig brechen in den Internetforen Diskussionen darüber au,s wie sich die Stute gegen Konkurrenten aus anderen Ländern schlagen würde und es gibt keinen Zweifel daran, dass Winx in Australien keinen einzigen Konkurrenten fürchten muss und ihre Rennen in der Regel nach Belieben und ohne wirkliche Anstrengung gewinnen kann.

Die Quote ist daher meistens im Bereich der 1,1 oder 1,2  und für Spieler aus Deutschland ist es in der Regel nicht wirklich attraktiv auf sie zu Wetten, da ist es dann schon spannender wer so als zweites oder drittes ins Ziel einläuft. Da die Favoritin aber in der Regel ihre Rennen nach Belieben gewinnt sind die Plätze dahinter meist ganz udn gar nicht so besetzt wie man es sich im Vorfeld des Rennens vorstellen würde und es gibt immer mal wieder eine große Überraschung für die Plätze direkt hinter Winx.

Das Risiko trotz der sicheren Siegerin hier auf einen Zweier oder Dreier zu setzen ist daher oft unrentabel hoch, die Wette auf die Siegerin meist schlicht zu schlecht bezahlt. Wobei man natürlich sagen muss dass hier Deutschland wieder eine Sonderrolle einnimmt, denn nicht jedes Land verlangt am Ende 5 % auf den Gewinn an Steuern.

Die Quote auf Sieg reicht vielen aber aus um substantielle Summen auf Winx zu setzen,  Summenvon mehreren 100.000 € auf die Stute sind keine Seltenheit, schließlich kann man nicht überall mit solcher Sicherheit 15% oder 20 % Gewinn an einem Tag machen. Der Vergleich mit der Börse liegt natürlich nahe, allerdings ist das Risiko eines Totalverlustes der eingesetzten Geldes auch längst nicht so hoch wie bei einer Sportwette, dass muss isch jeder im Vorfeld bewusst machen. Wer das Risiko allerdings nicht scheut bekommt hier eine der sichersten Wetten im Sportgeschäft präsentiert, und das immer noch zu einer besseren Quote als in anderen Sportarten. Die Sicherheit mit der Winx ihre Rennen gewinnt, wird aber wie beschrieben mit einem sehr seichten Pool an würdigen Gegnern erkauft.

Dies ist wohl auch der meist gehörte Kritikpunkt an der Wunderstute: Dass die Konkurrenz, die sie in Australien vorfindet, einfach nicht auf dem Niveau ist, welches international zum absolut besten gehört, was der Sport zu bieten hat. Nimmt man es genau, laufen in Australien nur sehr wenige Pferde, die über einem Rating von 120 liegen. So rangieren derzeit vor allem Happy Clapper, Trapeze Artist, Hartnell, Redkirk Warrior oder Grunt oberhalb der 120er Marke – viele davon hat Winx dabei schon an die Wand gespielt

Winx ist in Australien klar ein Ausnahmepferd, im internationalen Vergleich könnte ihre Leistung allerdings etwas schmaler ausfallen, also manche Fans es vielleicht wahrhaben wollen. Sie ist im Moment das höchst geratetet Rennpferd der Welt, aber ob dies auch der Fall wäre, wenn sie mehr internationale Rennen bestreiten würde, ist eine lebhafte Diskussion rund um die Welt. Es gibt Gerüchte dass die Stute sich noch dieses Jahr in Rennen auf anderen Kontinenten versuchen wird, der Breeders Cup ist da eines der logischen Ziele, für die Winx natürlich mit ihrem Siegen schon längst die Eintrittskarte hat.

Es wäre spannend zu sehen wie sich gegen internationale top Konkurrenz schlägt, auf der anderen Seite ist es nicht ganz sicher, welcher der international erfolgreichen Trainer seine besten Pferde gegen die Wunderstunde antreten lassen möchte. Auch hier ist wieder die Frage was die jeweiligen Seiten zu gewinnen haben, man überlege sich folgendes: links verliert gegen Konkurrenten von internationalen top Niveau wie etwa Gun Runner (läuft auf Dirt, wird daher nicht vorkommen, aber daher gutes Gedankenspiel)

Von diesem kann man schon im Vorfeld erwarten, dass er die Australierin in ihre Schranken verweisen könnte, vielleicht sogar müsste. Schlägt sich Winx hier tapfer, würde sie ihrer Form kaum einen Abbruch tun, gewinnt sie jedoch gegen diese Konkurrenz, verschiebt sich das Rennengefüge auf internationaler Ebene sehr zu Gunsten von Australien. Es ist hier auch ein Wettkampf der Nationen, der vielleicht in Amerika im nächsten Monat ausgetragen wird, bei dem meiner Meinung nach die Australier mehr zu gewinnen als zu verlieren haben. Denn um bei einer Niederlage tatsächlich an Form einzubüßen, gibt es zu viele Experten die schon im Vorfeld ihre Prognose abgegeben haben, dass die Stute international mit den besten nicht mithalten kann. Ganz so einfach sehe ich das jedoch nicht, dafür hat sie zu vielen Rennen die besten Pferde in Australien mit Leichtigkeit geschlagen, und scheint noch etwas übrig zu haben im Tank. Selbst für die besten Konkurrenten auf ihrer Lieblingsdistanz ist es daher kein Selbstläufer und das Risiko besteht dass Winx am Ende auch auf dem anderen Kontinent triumphieren kann und sich tatsächlich als bestes Rennpferd der Welt entpuppt

Es werden mehr als nur die australischen Fans also an diesem Wochenende auf den Kurs in Moonee Valley schauen und es wird stark davon abhängen wie leicht sich gegen die hier angetretene Konkurrenz durchsetzen kann, wie sich die Felder in den Rennen, in denen sie auftreten könnte, in den nächsten Wochen entwickeln werden. Man kann sich gut vorstellen, dass sie auch bei ihrem Start in Übersee am Ende ein Feld von moderater Qualität vorfinden wird und einige der logischen Konkurrenten doch lieber einen Bogen um das Duell machen. Die Stute ist ohnehin auf Abschiedstour und wird sich wohl kaum noch ein weiteres Jahr im aktiven Geschehen antun wollen, dafür ist der Wert in der Zucht bei Winx auch viel zu hoch. Eine viel bessere Stute ist im Moment sowieso schwierig zu finden, viele der Konkurrentinnen wie Enable gehen ebenfalls wahrscheinlich in Rente oder haben in der Vergangenheit selten eine Karriere über die Saison als Dreijährige hinaus geführt. Es ist den Besitzern von Winx daher hoch anzurechnen, dass sie ihre Stute, immer mit dem Risiko, dass sie eine schwere Verletzung erleidet, so lange am Rennen Geschehen teilnehmen lassen. Mit der Zucht wird sie mit Sicherheit Millionen verdienen in den kommenden Jahren, und das mit wesentlich weniger Aufwand und Risiko.

 

Vorstellung der einzelnen Starter:

 

Egg Tart: Der Sebring Sohn, der von dem australischen Erfolgstrainer Chris Waller trainiert wird, hat sich im letzten Jahr einen Namen machen können als in der Saison 2016/17 ganze sechs Rennen hintereinander gewinnen konnte. Dabei begann die Siegesserie eher harmlos mit einem Sieg im Maidenrennen, gefolgt von einigen Handicaps, allerdings gewann er dann auch noch das Gruppe 1 Schweppes Oaks sowie das Queenland Oaks – und damit zwei Gruppe 1 Siege in kurz aufeinanderfolgenden Wochen.
Beim Scheppes Oaks hatte er auf den letzten Metern, als er seinen Schlusssprint ansetzen wollte, nur wenig Raum und konnte, fand die Lücke aber noch gerade rechtzeitig, um mit einem super Lauf zum Ziel noch gerade so den Sieg zu erringen.

Beim Queensland Oaks hatte er da schon etwas mehr Glück und fand die Front des Feldes 100m vor der Ziellinie und konnte sich so noch gut 1.3 Längen vom Rest des Feldes absetzen.

Mit diesen beiden Siegen im Rücken ging es in die wohlverdiente Winterpause, die vierzehn Wochen Pause taten ihm aber durchaus gut und er konnte in seinem nächsten Rennen in Rosehill im Theo Marks Stakes immerhin einen zweiten Platz erringen, auch wenn dort deutlich mehr drin gewesen wäre und der unangefochtene Sieg von Deploy mit vier Längen Vorsprung schon ein ziemliche Ansage war. Egg Tart ging danach noch einmal fünf Wochen in die Pause und kam nach einem kleinen Trainingslauf in Rosehill im Toorak Handicap in Caulfield dann zurück zum Rennzirkus. Sowohl im Toorak Handicap als auch im nachfolgenden Gruppe 1 Cantala Stakes lief es allerdings alles andere als gut für Chris Waller und seinen Egg Tart, denn beide Male fiel er zu weit zurück um noch gefährlich werden zu können und fand nicht genug Raum und Kraft, um zu irgendeinem Zeitpunkt für die Führenden gefährlich werden zu können, also ging es danach wieder in die Trainingspause. 17 Wochen und viele Trainingseinheiten auf dem Gelände von Chris Waller später kam er mit zwei guten Barrier Trial Rennen und einem Start im Gruppe 3 Liverpool City Cup zurück. Im Liverpool City Cup ereilte ihn allerdings dasselbe Schicksal wie in den vergangenen beiden Gruppe 1 Rennen und Egg Tart fand einfach keine Lücke für seinen Schlusssprint, nachdem er schon zum Start hin von den Konkurrenten eingeboxt wurde.
Noch schlechter lief es im Gruppe 1 Coolmore Classic nur zwei Wochen später, als er wieder viel zu weit zurückfiel und das gesetzte Tempo auch einfach nicht mitgehen konnte. Er blieb vom März 2018 an aktiv und gönnte sich kaum eine längere Pause, wurde für seine Mühen beim Doncaster Mile und dem Gruppe 2 A. D. Hollindale Stakes noch nicht belohnt. Erst im Mai im Doomben Cup fand er wieder zu seiner gewohnten Form zurück, was vielleicht auch an der neuen Distanz von 2000m lag.
In diesem Gruppe 1 Rennen positioniert er sich zunächst im hinteren Bereich des Rennens ca. 6 Längen von den Führenden weg, tastete sich ab 800m vor dem Ziel dann langsam nach vorne und arbeite sich außen am Feld dann zur Führung vor, die er 300m vor dem Ziel übernahm, aber kurz vor dem Ziel dann an Comin‘ Through abgeben musste. Trotzdem: Das rennen war eine hervorragende Leistung gwesen und die Hoffnung, dass Egg Tart damit zurück zur Form gefunden hat, wurden mit den Sieg im Gruppe 2 P. J. O’Sheah Stakes bestätigt, denn dort konnte er nur zwei Wochen später einen ungefährdeten Sieg gegen Tradesman und Megablast feiern.
Es folgte die erneute Pause über den Winter und die Rückkehr im Tramway Stakes, wo er allerdings wieder keine Lücke für den Schlusssprint fand und damit nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Im George Main Stakes ging es danach gegen Stallgefährtin Winx und dieser Lauf konnte sich durchaus sehen lassen, Le Romain hatte nur unbedeutenden Vorsprung vor dem hart arbeitenden Egg Tart.

Es folgte die erneute Pause über den Winter und die Rückkehr im Tramway Stakes, wo er allerdings wieder keine Lücke für den Schlusssprint fand und damit nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Im George Main Stakes ging es danach gegen Stallgefährtin Winx und dieser Lauf konnte sich durchaus sehen lassen, Le Romain hatte nur unbedeutenden Vorsprung vor dem hart arbeitenden Egg Tart.
Dieser gönnte sich kaum eine Pause und absolvierte mit dem Yulong Australia Hill Stakes sein drittes Rennen im September 2018 und konnte seine Form dort als einer der favoriten auch durchaus halten, die 2000m mit bereits zwei Rennen in vier Wochen schienen aber ihren Tribut zu fordern und Egg Tart musste den Co Favoriten Ace High ziehen lassen und belegte am Ende einen soliden dritten Platz, knapp hinter dem Zweiten It`s Somewhat.

Egg Tart behielt sowohl die schnelle Schlagzahl als auch die 2000m Distanz bei und lief im Oktober 2018 im Craven Plate auf – einem sehr stark besetzten Gruppe 3 Rennen, im dem Egg Tart mit seinen gerade einmal 57 KG messenden Handicap als ein der dar Favoriten gehandelt wurde –aber am Ende wieder nur einen dritten Platz erreichen konnte. Seine Leistungen in dem Rennen waren erneut sehr solide, ohne das nötige Bisschen zu haben um sich endlich einen weiteren Gruppensieg zu sichern.

Waller hatte sicher seinen Fokus auf anderen Pferden in seinem Gestüt und der Trainer schickte Egg Tart eher als Support in den Moonee Valley Gold Cup zwei Wochen später. Man sieht schon, Egg Tart bekam in dem Herbst keine Pause gegönnt, musste aber in diesem 2500m Rennen frühzeitig die Segel streichen und konnte seine guten Leistungen aus den Rennen zuvor nicht auf die 500m mehr transferieren, sondern musste sich sang und klanglos mit dem letzten Platz geschlagen geben.

Nun endlich bekam er eine Pause, die er mit dem Start im The Star Apollo Stakes im Februar beendete. Und als hätte er nur auf diese Pause gewartet, schaffte es Egg Tart tatsächlich, sich wieder einen ausbezahlten Platz hinter Winx zu sichern, die natürlich einen weiteren unangefochtenen Sieg einfahren konnte. Auch heute ist er sicher wieder für eine Platz gut.

Tipps zum Pferd: Egg Tart kommt auf gutem und weichem Boden gleichermaßen gut zurecht und zeigt seine besten Leistungen über Distanzen von 2000m und mehR

 

Winx: Die Strert Cry Tochter ist ein Phänomen in Australien, praktisch seit 2015 ungeschlagen und mit 30 Siegen in Folge nun auf dem Weg nr. 31 klar zu machen. Sie hat gute Chancen als die erfolgreichste Stute der Welt in die Geschichte einzugehen, auch wenn ihr immer der Makel anhaften wird „nur“ in Australien gelaufen zu sein

Ihr Lauf begann im Jahr 2015 mit dem Sieg im Gruppe 3 Sunshine Coast Guineas bevor sie im Gruppe 1 Queensland Oaks zu einem lockeren und souveränen Sieg auflief. Danach ging es für sie über das Gruppe 2 Theo Marks Stakes zum Gruppe 1 The Star 150Th Epsom, wo sie erneut locker mit über 2 Längen Vorsprung gewann. Noch im selben Monat lief sie im Gruppe 1 Cox Plate auf und zerlegte die Konkurrenz mit fast 5 Längen Vorsprung. Das sollte ihr letzter Start im Jahr 2015 sein und so langsam begriff die Welt, dass Winx die gezeigten Leistungen beliebig reproduzieren kann und so ziemlich das Beste ist, was in Down Under seit langer Zeit gelaufen ist.

Nach dem Jahreswechsel lief sie im Gruppe 2 Apollo Stakes als klare Favoritin auf und lies an diesem Status auch keine Zweifel aufkommen und nach diesem Lauf zum Aufwärmen nach der Sommerpause ging es im Februar gleich weiter in das Gruppe 1 Norton Stakes und im März in das Gruppe 1 George Ryder Stakes, welche Winx mit je 1,5 Längen Vorsprung als klare Favoritin gewann. Auch im Gruppe 1 The Star Doncaster Mile, einem der härtesten Rennne in Australien, lies sich im April nichts anbrennen und gewann souverän mit zwei Längen Vorsprung vor der Konkurrenz. Das Muster setzte sich beliebig über das Jahr fort, mit Siegen über die Meile im Gruppe 1 White Stakes , über 2000m im Ladbrokes Stakes über Black Heart Bart oder erneut im Cox Plate, wo sie unangefochten mit 8 Längen Vorsprung im Ziel ankam. 2017 nahm sie die selbe Route wie im letzten Jahr und bestritt ihr Saisondebüt im Gruppe 2 Apollo Stakes, bevor sie im Chipping Norton Stakes und dem George Ryder Race auflief. Die 2017er Version des George Ryder Race gewann Winx mit locker 7 Längen Vorsprung und auch bei den nächsten Besuch in Ranwick kam sie nie in Bedrängnis. So gewann sie das Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes mit über fünf Längen Vorsprung, musste danach aber eine ungewollte Pause in ihrer Kampagne einlegen und konnte erst vier Monate später im August wieder auflaufen. Im Gruppe 2 Bob I. Warwick Stakes musste sie erstaunlich hart arbeiten, um Foxplay und Ecuador knapp auf Abstand halten zu können. Sie lief ein wenig unrund und hatte auf der Zielgerade vier Längen auf Foxplay gut zu machen, schaffte es aber unter einem anfangs harten Ritt sich knapp durchzusetzen. Auf den letzten Metern sah sie schon wieder wie die alte Winx aus und hatte die beiden Runner Ups in der Tasche. Auch im Chelmsford Stakes versuchten die anderen Teilnehmer ihren Tag zu ruinieren und es ihr mit ihrem Schlusssprint möglichst schwer zu machen, so setzte Red Exitement ein ordentliches Galopp, welches die anderen nicht ganz mitgehen wollten und mit einem kleinen Tempowechsel hatte er plötzlich 8 Längen Vorsprung auf der Zielgeraden. Hugh Bowman sah die Zeichen aber an der Wand und lies Winx schon vor der Zielgeraden auf den vierten Platz vorstoßen, trotzdem brauchte es ein paar Meter, bis Winx voll in Gang kam, hatte dann einige Meter vor dem Ziel aber klar die Oberhand und das Rennen in der Tasche.

Danach startete sie im Cox Plate und Gailo Chop versuchte das Tempo zu setzen, Winx wechselte aber rechtzeitig nach außen und musste im Gegensatz zu ihren Konkurrenten kaum angetrieben werden, um sich locker vom Feld abzusetzen

Humidor kam noch einmal ran, spielte aber im Endeffekt keine Rolle. Auch im Chipping Norton Stakes lief sie dem Feld mit Leichtigkeit davon nachdem sie in die Mitte der Bahn gezogen hatte und es war nicht weniger als ein weiterer Kantersieg

Nur drei Wochen später war es ohne Deckung durch einen Stallgefährten etwas knapper, aber auch das Silver Stakes in Rosehill gehörte ihr am Ende der Sieg, auch wenn Happy Clapper es spannend machte. Der Konkurrent hatte zwischenzeitlich noch ein Rennen und Winx ist damit zu allem Überfluss auch noch etwas frischer mit längerer Pause, was sie im zu ihren benannten Winx Stakes auch wieder zur unangefochtenen Siegerin machte.

Dabei erteilte sie Kementari und den anderen Konkurrenten eine Lehrstunde in Sachen Timing

Vier Wochen später ging es dann weiter im George Main Stakes, wo Wonx  gegen durchaus gute Konkurrenz antreten musste. Zwar waren wenige Konkurrenten dabei, gegen die die Wunderstute noch nicht gewonnen hatte, aber Le Romain oder Egg Tart  gaben sich alle Mühe, einen weiteren Gruppe eins Sieg von Wings zu verhindern. Der Front Runner Rigify zog das Feld früh weit auseinander Und setzte sich so einige Längen von der Favoriten ab. Der Tempowechsel auf der Zielgeraden war natürlich nicht wirklich von Erfolg gekrönt, was man von dem Außenseiter aber auch nicht erwarten konnte. Stattdessen starteten nun Le Romain und Egg Tart  ihren Angriff und versuchten sich möglichst schnell von Winx abzusetzen. Die Wunderstute schwänkte nach außen, nahm Maß, beschleunigte, nahm Fahrt auf und setzte sich unter einem moderaten Ritt wie gewohnt mehrere Längen von den Verfolger ab

Auch im nachfolgenden Tab Turnbull Stakes musste sie am Ende nur ein wenig angetrieben werden, um sich unter einem Ritt mit den Zügeln auf den letzten Metern souverän durchzusetzen. Normalerweise wäre so ein Ritt ziemlich vermessen, aber Hugh Bowman war sich einfach sicher, dass Winx auf den paar Metern die noch bleiben am Ende locker gewinnen würde. Der vermeintliche Hauptkonkurrent Grunt spielte keine Rolle in dem Rennen und auch beim Cox Plate im Oktober lies Winx den Verfolgern keine Chance.

Benbatl setzte ein gutes Tempo und hatte mit dem weichem Boden wie zu erwarten war kaum Probleme, dazu musste Winx wieder weit außen in die Zielgerade gehen da sie das Feld einmal mehr von hinten aufrollen wollte

Ihr Jockey Hugh Bowman musste Winx am Ende doch noch richtig antreiben damit sie sich die obligatorischen 2 Längen absetzten konnte, aber dann gewann Winx wieder einmal ungefärdest – das sollte heute auch wieder so sein, mit Happy Clapper dahinter.

Nach dem Messen mit Benbatl machte Winx eine längere Pause über den Sommer in australien und kehrte nach füfn Monaten im Apollo Stakes in Randwick über die Distanz von 1400m zurück auf die Rennstrecke. Chris Waller ging sicher, dass seine Stute vor allem gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Gestüt antreten musste und nur Happy Clapper trat den Weg an sich ein weiteres Mal mit Winx zu messen. Wieder reichte es für den Dauerkonkurrenten für einen zweiten Platz, aber nicht dafür die Wunderstute so wirklich in Gefahr zu bringen.

Die zwei Längen Vorsprung in dem Rennen täuschen ein wenig darüber hinweg, wie leicht es Winx gelang ihre Konkurrenz „auszuschalten“. Heute wird das natürlich kaum anders sein.

Tipps zum Pferd: Wenn es eine Bank gibt im Galoprennen, dann ist es Winx wenn sie in Australien läuft! Egal gegen wen, egal über welche Distanz!

 

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen acht Jahren schon ein echter Favorit in diesem Feld und kann auf eine erfolgreiche Karriere inklusive Gruppe 1 Sieg zurückblicken. Seine Karriere war geprägt von Duellen gegen die Wunderstute Winx, gegen die er bisher sieben Mal angetreten ist. Natürlich konnte er bisher keines dieser Rennen gewinnen, setzte der Wunderstute aber etwa zuletzt im Gruppe 1 Silver Stakes ziemlich zu.

Dabei schickte er auch Kemetari auf den Platz hinter sich, was im Kontext des heutigen Rennens eine solide Leistung war. Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die heute beendet wird. Wenn er in alter Verfassung ist, gehört ihm der Platz hinter Winx.

 

Unforgotten: Der Fastnet Rock Sohn startete seine Karriere in Kembla Grange im Juli 2017 und nachdem diese beiden Rennen eher ernüchternd waren, ging es mit drei Siegen in drei Rennen in Canterbury und Rosehill stark bergauf. Nach diesen drei Siegen startete er im Gruppe 1 Premium Surround Stakes in Randwick im März 2018, allerdings hatte er sich vorher eine Pause von vier Monaten gegönnt und schien sich danach in seinem bisher härtesten Rennen seiner Karriere nie ganz wohl zu fühlen. Noch im selben Monat startete er im Gruppe 2 Chandon Stakes gegen durchaus starke Konkurrenz, konnte sich am Ende aber sehr knapp gegen Holy Snow durchsetzen und gewann damit sein erstes Gruppenrennen. Der Sieg gegen einen hoch gehandelten Favoriten machte Unforgotten daraufhin zum Favoriten für das Gruppe 1 Vinery Stakes gegen Aloisia, Alizee und Hiyaam. Hiyaam setzte sich an die Front und zunächst war Unforgotten und ihr Jockey Michael Dee noch nicht wirklich besorgt, schließlich ist so ein Frontrunner mit so einer Geschwindigkeit gerne am Ende auch mal komplett erschöpft und man kann das Feld von hinten her aufrollen.

Dieses Mal hatte allerdings Hiyaam einiges an Vorsprung herausgeholt und wurde einfach nicht müde, so dass Unforgotten zig Längen hätte gutmachen müssen, um sich noch an Hiyaam vorbeischieben zu können. Bis auf zwei Längen kam er heran an den unglaublichen Front Runner und er war der einzige ernstzunehmende Verfolger des späteren Siegers. Hiyaam probierte diese Taktik auch ein zweites Mal beim nächsten Aufeinandertreffen im Australian Oaks, dieses Mal war Unforgotten allerdings gewarnt und lies sich nicht so weit im Feld zurückfallen, um beim Einbiegen in die Zielgerade schon mal in Position für den Schlusssprint zu kommen

Hiyaam wurde auch dieses Mal nicht langsamer, aber Unforgotten wusste was zu tun ist und zog langsam aber stetig an ihm vorbei.

Mit dem Sieg im Rücken ging es in die Winterpause, die mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde -eigentlich das ideale Rennen um wieder in den aktiven Sport zurückzufinden, denn schließlich ist mit Winx im Lineup klar wer das Rennen für sich entscheiden wird und Unfortgotten zielte lieber auf das Gruppe 2 Bisley Stakes in Randwick Anfang Sepetember, welches er gegen Ace High souverän gewinnen konnte.

Mit diesem Sieg nun in der Tasche war es klar, das Unforgotten seine Ziele nun höher setzen würde und er startet noch im selben Monat im Randwick Plate.

Das Rennen ist traditionell extrem stark besetzt, denn das Gruppe 1 Rennen über die Meile lockt nicht nur mit Ruhm und Ehren, sondern auch mit einem ganz erheblichen Preisgeld. Unforgotten hatte auf dem Papier die richtige Taktik und das Können um vorne mitzulaufen, was ihm zu einem der Favoriten machte – und Unforgotten konnte liefern! Zwar ging der Sieg an Hartnell, Unforgotten war zusammen mit dem Favoriten D’Argento aber direkt an dem Sieger dran und das Trio belegte die ersten drei Plätze mit unter einer Länge Abstand zwischen sich. Unforgotten hatte zwar den Sieg verpasst, sich aber einen weiteren prestigeträchtigen Platz erkämpft und ging daher in die 2000m in Caulfield einen Monat später auch erneut als einer der Favoriten an den Start.

Sowohl ihm als auch Favorit und Dauerkonkurrent D’Argento lagen aber augenscheinlich die 2000m nicht auf dem Kurs nicht und beide konnten sich dieses Mal nicht so nah an den Sieger Benbatl herankämpfen, der das Feld aber auch taktisch auf der Zielgeraden auseinandernahm und sich zusammen mit dem einzigen Verfolger Blair House locher fast 2.5 Längen vom Rest des Feldes absetzte. Der Rest kam dicht gepackt ins Ziel und hatte nicht mehr als 2 Längen zwischen sich, nur die drei letzten waren ein wenig abgeschlagen.

Für Unforgotten war dies das letzte Rennen in 2018 und er kehrte im The Star Apollo Stakes im Februar 2019 auf die Rennstrecke in Australien zurück. Wieder suchte er sich für das erste Rennen nach einer Pause ein Duell gegen Winx aus, die wie zu erwarten das Rennen dominierte. Wieder kam Unforgotten nicht in seine beste Form, aber heute ist ja das zweite Rennen nach einer Pause und es wäre keine Überraschung, wenn er die Platzierungen mit Egg Tart tauschen könnte.

 


Monmouth Park – 01.07.2018 – United Nations Stakes – Pick: Money Multiplier

Pferderennen in den USA

00:01  United Nations Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  | Distanz: 2.220 m  |  Untergrund: Gut
Star Trainer Chad Brown schickt heute vier seiner Schützlinge nach Monmouth Park und seine Schützlinge werden sich mit einem Feld von neun Startern messen müssen. Das Rennens scheint durchaus offen zu sein und viele der Teilnehmer haben eine solide Chance das mit $ 300.000 dotierte United Nations Stakes zu gewinnen, aber Trainer Chad Brown scheint dieses Feld fest im Griff zu haben, wenn man sich seine vier Starter so ansieht.
Chad Brown hat bereits eines sehr beeindruckende Bilanz im Galoppsport und kann sich mit jeder Allzeitgröße von Trainer messen. Seine Bilanz könnte heute noch weiter anschwellen, denn in Monmouth Stakes steigt der zweitgrößte Tag des Kurses knapp hinter dem Haskell Stakes Day.
Angeführt wird der Angriff von Chad Brown auf dieses Rennen natürlich von seinem Money Multiplier, der wohl in diesem Rennen als Favorit antreten wird.
Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!

Santa Anita – 10.03.2018 – Triple Bend Stakes – Pick: World Approval

Pferderennen in den USA

22:30 Triple Bend Stakes (Grade 1)

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Für vierjährige und ältere Pferde | Distanz: 1609m | Untergrund: Schnell  (Dirt) (4yo+)

Heute Abend ist wieder Santa Anita angesagt, und der berühmte Track in Amerika hat wieder einiges zu bieten. Der Breeders Cup Mile Sieger World Approval kommt das erste Mal zu Besuch nach Santa Anita, und es wird sehr spannend werden, wie er diesen Track bewältigen kann. Sand macht ihm eigentlich keine Problem und von der reinen Form her dürfte er allen anderen Startern haushoch überlegen sein, wenn er schwächelt ist aber Next Shares vielleicht eine lohnende Platzwette.

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München – 01.11.2017 – Grosser Preis von Bayern – Dschingis Secret

Pferderennen in Deutschland

15:40 Grosser Preis von Bayern – Gruppe 1 (A)

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Für 3jährige und ältere Pferde  | Distanz: 2.400 m  |  Untergrund: Weich
Der große Preis von Bayern bietet dieses Jahr einige der aktuell besten deutschen Rennpferde auf und Guignol wird alles daran setzten, das Rennen zwei Jahre in Folge zu gewinnen, Walgeist und Dschingsi Secret werden es ihm aber nicht leicht machen.

Dschingis Secret von Markus Klug ist dieses Jahr derart gut in Form gekommen, dass er als das beste aktive deutsche Rennpferd gehandelt wird und sein sechster Platz im Arc De Triomphe hat dieser Einschätzung sicher keinen Abbruch getan.

Dschingis Secret gewann drei seiner letzten fünf Rennen und hob damit seine Form aus dem Jahr 2016 deutlich an, hatte aber auch zuvor schon mit einer Platzierung im 147. Deutsches Derby auf sich aufmerksam machen können. Da er in den letzten Rennen sich an wesentlich härterer Konkurrenz versucht hat als die meisten seiner heutigen Gegner dürfte er das Pferd sein, welches es heute zu schlagen gilt.

Er startete seine Karriere im Jahr 2015 noch ohne großes Aufheben, gewann aber dann gleich sein Saisondebüt im Jahr 2016 und belegte einen dritten Platz beim Derby Trial in Hannover bevor er im Gruppe 2 Union-Rennen einen weiteren Platz erreichte.

Der knappe dritte Platz beim 147. Deutsches Derby vor Wai Key Star war eine persönliche Bestleistung und absolut nicht zu verachten, so dass der abgeschlagene neunte Platz danach im Grossen Preis von Baden hinter Iquitos schon eine herbe Schlappe war. Zwar war der Untergrund in Baden Baden wieder sehr weich und die Bahn in dem großen Starterfeld durchaus anspruchsvoll zu laufen, allerdings war das Derby zuvor sicher das härtere Rennen und der Boden in Hamburg war sogar noch ein Stück schwerer gewesen. So gesehen waren die Bedingungen eigentlich ideal, aber es war einfach eines dieser Rennen gewesen, wo es für Dschingis Secret nicht rund laufen wollte

Er wechselte nach Mailand, wo er das Gruppe 3 St. Leger Italiano gewinnen konnte und damit sein Jahr erfolgreich abschloss. 2016 konnte der  Soldier Hollow Sohn damit einige durchaus lukrative Preisgelder für seine Besitzer des Gestüt Park Wiedingen einsammeln und man Blicke gespannt auf die nächste Saison.

Es folgte die wohlverdiente, lange Winterpause und das Saisondebüt im Mai, wo er im 82. Gerling-Preis in Köln die Konkurrenz deklassierte. Das beinhaltete die hoch gehandelten Konkurrenten Sirius und Kasalla, die er mit sechs Längen nach Belieben hinter sich lassen konnte, was ihn beim Gruppe 2 Preis der Badischen Wirtschaft zu Recht zum Favoriten beförderte. Wieder einmal war es allerdings Guignol, der das Rennen stehlen und sich vor Iquitos über die Ziellinie retten konnte. Im Jahr 2016 war der Boden in Baden Baden deutlich besser und man konnte den Eindruck gewinnen, dass Dschingis Secret die Rennbahn in Iffezheim einfach nicht mag, denn wieder gab es augenscheinlich keinen Grund für die deutlich schlechtere Leistung im großen Preis von Baden.

Dschingis Secret lies seine Unterstützer aber im Gruppe 2 Grossen Hansa-Preis knapp sechs Wochen später aufatmen, wo er erneut einen ungefährdeten Sieg vor Iquitos und Guignol feiern konnte. Auch der Start gegen Hawkbill, Colomano und Racing History im Grossen Preis von Berlin im August sollte die Siegesserie von Dschingis Secret nicht beenden und bis auf Hawkbill hatte keiner der Verfolger auf der Zielgeraden eine Chance, so dass schon zu diesem Zeitpunkt über die Teilnahme im Arc de Triomphe spekuliert und diskutiert wurde. Er bekam einen Start im Qatar Prix Foy  auf diesem Kurs in September serviert, um sich an Track und Boden zu gewöhnen und gewann gegen Cloth Of Stars und Talimanic souverän, was gegen den Starter von Andre Fabre schon ein wenig überraschend war.

Im Arc De Triopmphe war es klar, dass Dschingis Secret alle Hände voll zu tun haben wird, war die angetretene Konkurrent mit Enable oder Order Of St George ein ganz anderes Kaliber als bisher gewohnt, trotzdem verkaufte er sich nicht unter Wert und kam auf einem respektablen sechsten Platz ins Ziel. Dabei sah er 500m vor dem Ziel noch wie einer der möglichen Sieger aus und lief mit den anderen Verfolgern im Mittelfeld stark auf, wurde danach aber mit jedem Meter etwas schwächer und verlor zunehmend den Anschluss an die Sieger.. Dafür holte Iquitos auf den letzten Metern beständig auf und kam nur noch einen Kopf hinter Dschingis Secret ins Ziel.

Hans Jürgen Gröschel stellte mit dem Adlerflug Sohn Iquitos den diesjährigen Favoriten des Großen Preis von Baden, sein Schützling kam mit dem harten Tempo von Guignol aber nicht zurecht und wird hier vermutlich noch härteres Tempo serviert bekommen. Der talentierte Hengst hat sich bereits bei seinem nächsten Rennen nach seinem Debüt in bester Verfassung gezeigt und sein Maidenrennen sowie zwei Handicaps hintereinander, bevor er sein erstes Gruppenrennen in Form des Sparkassen Preis in Krefeld anging. Dort belegte er einen guten zweiten Platz hinter Place Prince, der zu diesem Zeitpunkt gut 14 Punkte höher geratet war als Iquitos. Das Rennen sollte auch sein Saisonabschluss werden und es dauerte bis zum Preis von Dahlwitz im April 2016, bis wir ihn wiedersehen konnten. Damals belegte er einen guten vierten Platz hinter Articus, Devastar und Guignol und steigerte sich zu einem zweiten Platz im Grosser Hansa-Preis  beim darauffolgenden Start. Im Gruppe  1 Grossen Dallmayr-Preis in München im Jahr 2016 kam er nur eine Länge hinter dem Sieger ins Ziel und er schien sich mit jedem Start weiter zu steigern, so dass man ihm für den Großen Preis von Baden durchaus Chancen ausgerechnet hat, dass er die versammelte Konkurrenz aber um fast drei Längen schlagen konnte und so souverän gewann, war schon eine kleine Überraschung. Vielleicht lag es am aufgeweichten Boden, der einigen Konkurrenten damals zu schaffen gemacht hatte, denn im Preis von Europa noch im selben Monat kam Iquitos auf besserem Boden nicht richtig in Gang und das hohe Tempo, welches durch Kasalla gesetzt wurde macht ihm zunehmend Probleme. Iquitos hatte sich hinten an das Feld gesetzt und hatte sicher vor, es auf der Zielgeraden von hinten aufzurollen, musste aber weit außen in die letzte Kurve gehen und kam mit dem Tempowechsel nicht zurück, so dass er im Endeffekt niemals richtig gefährlich werden konnte.

Auch beim großen Preis von München im November ordenete sich Iquitos hinten im Feld ein und lies Guignol das Tempo setzen, dieser vergrößerte aber den Abstand auf die Verfolger auf der Rückgeraden immer weiter und setzte sich ein wenig vom Feld ab. Die Verfolger hofften wohl, das Guignol das gesetzte Tempo nicht durchhalten würde und sie ihn auf der Zielgeraden dann überholen könnten, allerdings gab Guignol dort alles und lies die englischen Besucher Racing History und Hawkbill leer ausgehen. Iquitos kam auf der Zielgeraden auf dem weichen Boden wieder näher heran, war aber niemals in Schlagdistanz zu dem Sieger und enttäuschte nun zum zweiten Mal in Folge. Das Intermezzo beim Japan Cup zusammen mit Nightflower kam ein wenig überraschend und Iquitos musste sich mit einer Außenseiterrolle zufrieden geben, die nur noch vom 239/1 Außenseiter Hit The Target übertroffen wurde. Dafür war der erreichte siebte Platz aber doch recht ordentlich. Es folgte die wohl verdiente Winterpause und der Weg zum Favoriten für den großen Preis von Baden, denn in der neuen Saison konnte Iquitos seine Form von Beginn an halten. Beim Saisondebüt im Gruppe 2 Preis der Badischen Wirtschaft verlor er nur knapp gegen Guignol und belegte einen guten zweiten Platz, während sich im Grossen Hansa-Preis in Hamburg Dschingis Secret fast 4 Längen von ihm absetzen konnte. Auch dort belegte Iquitos den zweiten Platz, Guignol kam auf dem schweren Boden aber nur auf dem abgeschlagenen vierten Platz ins Ziel und das Rennen konnte sich für Iquitos durchaus sehen lassen.

Die Form steigerte er beim  Großen Dallmayr-Preis noch einmal deutlich und Iquitos sollte seinen größten Erfolg seit dem Großen Preis von Baden Baden feiern. Über die 2000m ordnete sich Iquitos erneut hinten im Feld ein, beim einbiegen in die Zielgerade fächerten die Konkurrenten allerdings ein wenig aus und gaben den Lauf auf der Innenbahn frei, den Iquitos nutzte um sich an Best Solution, der mitten auf der Bahn lief, vorbeizuschieben. Iquitos zeigte eine gute Beschleunigung und hatte eine Traumhafte Passage an der Innenbahn, das gesetzte Tempo war aber nicht so hart wie bei manchen vorangegangen Rennen und das Feld bis zum Einbiegen in die Zielgerade gut gepackt. Härteres Tempo sorgte dafür, dass er im Großen Preis von Baden nicht mehr an Guignol herankam und mit vielen Pacemakern und ordentlichem Tempo durchweg über das Rennen verpasste er im Arc auch zunächst wieder den Anschluss, fing sich aber gegen Ende des Rennens wieder und kam auf den letzten Metern fast noch an Dschingis Secret vorbei, der wenige Meter vor dem Ziel immer schwächer wurde. Hier verliert er das Kilo an Gewichtsvorteil, den er im Arc noch genossen hat und Dschingis Secret wird es zurück in Deutschland nicht mit Enable und Co zu tun bekommen.

Eng verbunden mit Iquitos und Dschingis Secret ist natürlich der begnadete Front Runner Guignol, der nun schon mehrfach mit einem taktischen Lauf von der Front her für Furore gesorgt hatte. Der Cape Cross Sohn im Besitz des Stall Ullmann begann seine Karriere im April 2015 in Köln, es dauerte aber bis zum Jahr 2016, bevor Guignol sein ersten Gruppenrennen bestreiten sollte. Im Gruppe 2 Grand Prix de Chantilly versuchte Guingnol mit seiner markanten Technik das Feld zu schocken, schaffte es aber nicht  den späteren Sieger One Foot In Heaven abzuschütteln und wurde auf der Zielgeraden dann von einigen Verfolgern eingesammelt. Ähnlich erging es im auch in seinen nächsten Starts über den Sommer, bis er schließlich den großen Preis von Bayern überraschend deutlich gewinnen konnte. Schon zuvor hatte er etwa im großen Preis von Berlin eine sehr gute Figur abgegeben und mit seinem Lauf nah dem Pacesetter Protectionist immerhin einen dritten Platz erreichen können. Im großen Preis von Bayern 2016 war ihm die Führung etwas zu großzügig überlassen worden und der Fehler wiederholte sich 2017 gleich zwei Mal in Baden Baden.

Zunächst gewann er den Großen Preis der badischen Wirtschaft, indem er das Tempo stückweise erhöhte und damit Iquitos hinter sich zu weit zurückfallen lies, so dass dieser trotz extrem guten Schlusssprints nicht mehr an Guignol vorbeikommen konnte und mit einem Nacken scheiterte. Dschingis Secret nahm in dem Rennen die weite Bahn außen am Feld und kämpfte offensichtlich gegen die Zügel des Jockeys an und wollte sich nicht so recht ins Rennen fügen, so dass sein vorletzter Platz am Ende kaum überraschend war.

Überraschend war dagegen der Sieg im Großen Preis von Baden, welchen er erneut vor Iquitos gewinnen konnte, war Guignol doch zuvor beim Großen Hansa Preis untergegangen. In Baden Baden hingegen hatte er von der Font her leichtes Spiel und dominierte am Ende nach Belieben, während das Feld sich abmühte mit seinem langen Schritt mitzuhalten und daran doch deutlich scheiterte. Im großen Hansa Preis hingegen war Guignol auf dem schweren Boden schnell ermüdetet und musste sowohl Dschingsi Secret als auch Iquitos Platz machen. Der Boden heute ist aber deutlich besser als damals in Hamburg und letztes Jahr schaffte Guignol auf dem weichen Boden hier eine wirklich beeindruckende Leistung, aber wenn schneller Boden ihm sicher Vorteile gegenüber diesem Feld verschaffen würde.

Aber auch die Konkurrenz ist nicht ohne Chancen und aus Frankreich läuft ein Starter auf, den wir aus Deutschland bereits zu genüge kennen und der durchaus gute Aussichten auf den Erfolg hat.  Waldgeist startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn mit einer Kampagne in Frankreich auf Rennen wie dieses Vorbereitet hat. Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern. Heute sollte er noch einmal deutlich fitter sein und er bekommt seinen gewünschten weichen Boden, so dass er durchaus zu Recht als Mitfavorit aufläuft. Nur die 2400m sind nach dem Start im Gruppe 3  Cumberland Lodge Stakes immer noch ein Novum und die stärkere Konkurrenz auf der Distanz in Form von Iquitos und Dschingis Secret könnte ihm Probleme bereiten.

Die Adlerflug Tochter Tusked Wings hat sich trotz einiges Potentials bisher nicht wirklich an der Spitzengruppe der dreijährigen Rennpferde etablieren können, was auch an ihrer recht dünnen Ausbeute an Starts liegen könnte. Tusked Wings gewann das Gruppe 2 Soldier Hollow  im Juni 2017 denkbar knapp vor Well Spoken, mit der sie sich auf den letzten 150m Kopf an Kopf duellierte, allerdings schaffte sie es nicht, sich im nächsten Rennen ebenfalls zu empfehlen. Im 159. Preis der Diana versuchte sie auf der Zielgerade in Schlagreichweite zu den beiden Siegerinnen zu kommen, musste aber am Ende fast sieben Längen Rückstand hinnehmen und kam nur knapp vor dem Pulk mit Ashhiana, Diana Storm und Navaro Girl ins Ziel. Ihr Jockey Filip Minarik mühte sich durchaus noch, die vierte Position zu halten, auch wenn er natürlich nicht mehr alles gab, um die Position noch zu verbessern. Im nachfolgenden Gruppe 2 Zastrow Stutenpreis schlug sie sich über die 200m längere Distanz schon etwas besser und verringerte den Abstand auf Ashina und Diana Storm auf knapp zwei Längen, heute muss sie allerdings gegen die Männer ran und in einem Feld, welches derart stark besetzt ist, wird sie es sichtlich schwer haben, einen ausbezahlten Platz zu erreichen.

Wild Chief, Amigo, Khan und Atillio dürften nur Außenseiterchancen auf einen der Plätze haben, das Rennen scheint fest in der Hand der drei Favoriten zu sein, mit Iquitos dicht dahinter und vielleicht der Stute Tusked Wings in Sichweite,

Waldgeist und Dschingis Secret werden sich beide über den weichen Boden freuen , während Guignol nur wenig designierte Konkurrenz um die Führung bekommen wir und daher die taktische Deutungshoheit über das heutige Rennen besitzt.  Die längere Distanz könnte problematisch für Waldgeist sein, so dass ich knapp zu Dschingis Secret tendiere, der im Arc ein gutes Rennen lief und zuvor drei Rennen in Folge gewonnen hatte, unter andere, gegen Guignol und Iquitos.

Pick: Dschingis Secret


Ascot – 21.10.2017 – Qipco British Champions Sprint Stakes – Pick: Harry Angel

Pferderennen in England

15:00 Champions Sprint Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  | Untergrund: weich
Das Champions Sprint Stakes ist wieder eine sehr starke Angelegenheit in diesem Jahr und nicht umsonst wird dieses Rennen immer wieder von den großen Trainern des Landes anvisiert. Das Rennen wurde bereist 1946 gegründet, erlangte aber vor allem nach seiner Verlegung zum British Champions Day in Ascot Bedeutung und wurde sowohl im Preisgeld als auch im Gruppenstatus aufgewertet.

Clive Cox trainiert Harry Angel, der zuletzt das Gruppe  1 32Red Sprint Cup Stakes, welches Teil der British Champions Series ist, locker gewinnen konnte. Dabei war er unter anderem gegen den hoch talentierten Tasleet angetreten, konnte den Konkurrenten am Ende aber nach Belieben schlagen und mit gut 3 Längen Vorsprung gewinnen. Dabei übernahm Harry Angel das Rennen über die Führung und schien sich sichtlich wohl zu fühlen an dieser Position. Zwar schien es Anfangs so, als ob er sich etwas zu energisch ins Zeug legen würde, aber er hielt die 6f auf schwerem Boden vorzüglich durch und nahm vor dem Ziel immer mehr Fahrt auf und lies seinen Verfolger Tasleet ziemlich alt aussehen. Auch zuvor schon hatte sich der sehr talentierte Galileo Sohn gegen einige als hochklassig eingestufte Konkurrenten hervorragend gehalten.

Etwa im Duell mit Caravaggio im Gruppe 1 Commonwealth Cup, wo Harry Angel einen ordentlich Schritt nach vorne gemacht hatte, was das Niveau anbelangt. Bis dato hatte er in seiner Karriere nicht ganz so erfolgreich abschneiden können wie der hoch gehandelte Konkurrent, als Front Runner hat er im Comonwealth Cup aber eine hervorragende Figur abgegeben und musste sich nur spät dem klaren Favoriten in dem Rennen geschlagen geben. Er hatte sich damit in eine hervorragende Position für den Rest der Saison gebracht und das eigene Niveau deutlich angehoben, nachdem die Karriere bisher noch nicht ganz auf der höchsten Ebene angekommen war.

Harry Angel scheiterte bei seinem Debüt denkbar knapp gegen Reach High, der ebenfalls aus dem Godolphin Gestüt kam, im nachfolgenden Gruppe 2 Mill Reef Stakes gewann er aber schon gegen seinen Halbbruder Perfect Angel mit über 2 Längen und konnte sich so seinen ersten Gruppensieg sichern. Der Sieg ist von fragwürdiger Qualität, war der Rest des Feldes doch nicht sonderlich stark besetzt und dass Harry Angel den Rest der Saison ausgesetzt hatte und damit bis auf ein Rennen im Mai und eines im September alle wichtigen Tests der Saison umgangen hatte, war ein wenig enttäuschend.

Sein Saisondebüt im Mai im Gruppe 3 Pavilion Stakes in Ascot verlor er gegen Blue Point, der für Charles Appleby startete, was aber keine Schande ist – ist Blue Point doch alles andere als ein leichter Gegner gewesen. Beide hatten in diesem Rennen ihr Saisondebüt gefeiert, und Blue Point hatte am Ende klar die Nase vorn. Harry Angel gab seiner Form im Gruppe 2 Sandy Lane Stakes Ende Mai allerdings noch mal einen ordentlichen Boost und gewann mit über 4 Längen Vorsprung vor den Verfolgern, die allerdings erneut von sehr fraglicher Qualität waren. Harry Angel wurde danach von Godolphin gekauft und verließ damit Peter Ridgers, was ein wenig für Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Das Godolphin Syndikat hatte wieder mal eine Nase für ein gutes Pferd bewiesen und der nächste Start im Commonwealht Cup war beeindruckend gewesen, sein letzter Sieg als Front Runner im Sandy Lane Stakes war ebenfalls optisch beeindruckend und auch die gelaufene Zeit war gut,so dass der Sieg im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes keine wirkliche Überraschung war. Harry Angel lief mit dem Front Runner Intelligent Cross über die Rückgerade und übernahm auf dem letzten Furlong die Führung, welche er auch bis zur Ziellinie nicht mehr abgeben musste. Er driftete zwar nach links und gab ein wenig Vorsprung an die Verfolger ab, aber weder Limato noch der stark auflaufende Brando kamen noch an ihn heran.

Harry Angel toppte diese Leistung dann noch mit seinem Lauf im 32Red Sprint Cup Stakes, wo man davon ausgegangen war, dass sowohl Tasleet als auch Brando ihm einiges zu tun geben werden, was allerdings nicht der Fall war. Bis zum letzten Furlong vor dem Ziel war die Konkurrenz noch halbwegs an ihm dran, dann zog Harry Angel allerdings an und lies den Rest des Feldes einfach stehen. Tasleet mühte sich, konnte aber direkt hinter Harry Angel nicht mit dessen Tempowechsel mitgehen und musste den Sieger dann ziehen lassen. Die extrem beeindruckende Leistung von Harry Angel auf schwerem Untergrund würde heute sicher erneut ausreichen, um den Sieg auch gegen seinen ehemaligen Bezwinger Caravaggio zu behaupten, der schon im July Cup das Nachsehen hatte.

Dass Caravaggio in diesem Rennen seinen Teil vom Preisgeld bekommen, wird bezweifelt wohl niemand, auch wenn nicht ganz sicher ist, wie viel der Batzen am Ende betragen wird. Er gehört mit Sicherheit zu den drei besten Pferden in diesem Rennen, Harry Angel setzt ihm aber vor eine schwere Aufgabe, Caravaggio hat sich nach seinen herben Enttäuschungen Mitte des Jahres aber langsam wieder zur Form zurückgekämpft und darf auch gegen einen in Topform befindlichen Harry Angel nicht unterschätzt werden.

Der Scat Daddy Sohn gab letztes Jahr in Irland sein Debüt und gewann sein Maidenrennen in Dundalk souverän. Schon damals war er als haushoher Favorit gestartet und der direkte Schritt in der Klasse nach oben lies nicht lange auf sich warten, denn einen Monat später startete er im EBF Marble Stakes auf Listed Niveau.

In diesem Rennen trat auch Roly Poly an, Caravaggio dominierte das Feld allerdings und hatte seinen Blick fest auf das Festival in Royal Ascot einen Monat später gerichtet. Dort trat er als Favorit im Gruppe 2 Coventry Stakes an und konnte den hoch gehandelten Mehmas sowie Psychedelic Funk und Thunder Snow locker hinter sich lassen. Die Konkurrenten gaben in ihren nachfolgenden Rennen der Form des Sieges noch einiges mehr an Substanz und der Schritt auf Gruppe 1 Niveau lies nicht lange auf sich warten.

Der Gruppe 1 Sieg im Phoenix Stakes in Curragh im August 2016 war auf dem Papier ein Klasse höher als das Conventry Stakes, war allerdings nur Formsache und das kleine Feld bot kaum Widerstand für den hochklassigen Sprinter.

Es folgte die Winterpause vom Jahr 2016 auf 17 und das Saisondebüt im Lacken Stakes in Naas, wo er Psychedelic Funk erneut locker auf die Plätze schicken konnte. Abgesehen vom Conventry Stakes im Jahr 2016 traf er nun beim Gruppe 1 Commonwealth Cup das erste Mal auf eine nennenswerte Konkurrenz, konnte aber auch diesen Test bravourös meisten. Harry Angel war der ärgste Gegner und  Verfolger, hatte aber am Ende trotzdem fast eine Länge Rückstand auf Caravaggio. Der Sieger war das Rennen über im Mittelfeld geblieben, hatte da aber zeitweise Platzprobleme und es dauerte, bis sich eine Lücke aufgetan hatte, so dass der Front Runner Harry Angel einige Längen Vorsprung auf der Zielgerade hatte, die Caravaggio unter einem harten Ritt aber hatte aufholen können.

Hary Angel gehörte im July Stakes in Newmarket im Vorfeld wieder zu den härtesten Konkurrenten, und dieses Mal hatte Caravaggio keine Chance, sich auf den letzten Metern noch an den Front Runner heranzukämpfen, auch wenn er eigentlich freie Bahn gehabt hatte. Stattdessen driftete Caravaggio nach links und verschenkte etwas Momentum auf diese Weise, und auch wenn er weiter Zug zum Ziel zeigte, reichte seine Geschwindigkeit nicht auf, um noch auf Harry Angel, Limato und Brando noch aufschließen zu können.

Für Caravaggio ging es danach nach Frankreich, wo er auf normalen, nicht ganz so schnellem Untergrund auflaufen konnte und die Experten rechneten mit einem klaren Sieg für Caravaggio im Gruppe 1 LARC Prix Maurice de Gheest. Daraus wurde allerdings erneut nichts und überraschend konnte sich Brando den Sieg vor den beiden anderen Außenseitern Acclaim und Tupi sichern. Dies war der zweite Start gegen ältere Pferde, den Caravaggio in den Sand setzte und so langsam musste man sich damit abfinden, dass Caravaggio wohl nicht den Fußstapfen eines Harry Angel in dieser Saison folgen würde und Aiden O’Brien setzte die nächsten Ziele im Gruppe 2 Derrinstown Stud Flying Five Stakes  deutlich niedriger an. Über die kürzere Distanz von 5f und weicheren Boden lief der Galileo Sohn dann wieder zum alten Potential auf und gewann das Rennen sehr komfortabel gegen den Außenseiter Alphabet. Ohne wirkliche Konkurrenz ist das Rennen nur schwer zu deuten, es wird aber dem Selbstbewusstsein von Caravaggio und seinem Trainer sicher geholfen haben und auf idealem Boden ist ein Platz hinter Harry Angel sicher in Reichweite.

Überraschend klar als Außenseiter läuft heute Brando auf, der in den letzten Monaten eine eigentlich solide Figur abgegeben hatte, aber dies scheint mehr oder minder grundsätzlich das Schicksal des Starters von Kevin Ryan zu sein.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen. Er ist zu besserem fähig, verliert aber gerade seine Form und muss mit Vorsicht genossen werden.

Viel war mit Quiet Reflection in diesem Jahr noch nicht los, gerade mal zwei Starts absolvierte sie nach ihrer enttäuschenden Teilnahme am July Cup im Jahr 2016.

Mit einem mittleren Draw und einem immensen Gewichtsvorteil war Quite Reflection, in das Rennen gestartet und man musste ihr vor dem Rennen Respekt für die bis dato erfolgreiche Saison zollen.

Die Stute aus dem Gestüt von Karl Burke ging zwar ein Rennen gegen ältere Konkurrenten aus dem anderen Geschlecht an, und musste am Ende leider einiges an Lehrgeld zahlen. Sie war in ihren letzten fünf Rennen ungeschlagen und hatte unter anderem den Gruppe 1 Commonwealth Cup souverän gewonnen und dabei Washington DC auf den dritten Platz verwiesen. Sie hatte zuvor schon das Sandy Lane Stakes vor Donjuan Triumphant mit über 3 Längen Abstand auf gutem Untergrund gewonnen gehabt und scheint mit keinerlei Untergrund Probleme gehabt zu haben,scheiterte aber beim Sprung auf höheres Niveau und musste sich bei ihrem Saisondebüt im Gruppe 2 Temple Stakes erneut deutlich geschlagen geben. Erst nach einer erneuten Pause bei einem Start auf weicherem Boden und geringerem Niveau im Gruppe 3 Renaissance Stakes in Naas gewann sie wieder einmal komfortabel vor der Konkurrenz und könnte sich bei anhaltender Formkurve hier vielleicht etwas Preisgeld sichern.

Librisa Breeze von Trainer Dean Ivory hat sich in seinen letzten Rennen in einer Form gezeigt, die durchaus noch etwas zu wünschen übrig lässt. Der Mount Nelson Sohn hat eine Weile gebraucht, um sich mal in Gruppenrennen zu versuchen, aber dann hat er sich schnell an das geforderte Niveau angepasst. Nach einigen gewonnen Handicaps wie dem Gigaset International Stakes und der Platzierung im Royal Hunt Cup in Ascot lief er schon einmal im Gruppe 3 York Stakes auf, wurde da aber über drei Längen von Nemoralia geschlagen und schien noch nicht ganz auf dem geforderten Niveau angekommen sein.

Nach dem Sieg im Challenge Cup in Ascot lief Librisa Breete dann sowohl im Gruppe 1 Champions Sprint Stakes als auch dem Diamond Jubilee Stakes auf, wo er jeweils einen soliden Platz hinter den Siegern belegen konnte. Im Champion Sprint Stakes waren es noch drei Längen, die er auf The Tin Man verlor, im Diamond Jubilee Stakes verlor er nur noch knapp über 2 Längen auf The Tin Man, Tasleet und nur eine Länge auf Limato. So ganz aufgeschlossen hat er auf die besten Starter des Landes noch nicht und im Gruppe 2 Qatar Lennox Stake in Goodwood im August kam er wieder etwas über drei Längen hinter den Siegern auf einem neunten Platz ins Ziel.

Dieses Mal hatte Librisa Breeze allerdings auch ordentlich Pech und wurde sowohl auf der Zielgerade 2 Furlong vor dem Ziel klar behindert und zwischen zwei anderen Startern eingeklemmt, als auch noch einmal einige hundert Meter später, so dass sein Jockey Robert Winston nicht weiter dem unerreichbarem Sieg hinterher lief, sondern seinen Schützling zurück nahm und ihm einen ruhigeren Zieleinlauf gönnte. Beim Start danach im Gruppe 2 Betfred Hungerford Stakes ging es gegen den Sieger des Qatar Lennox Stakes, Breton Rock, und obwohl Librisa Breeze wieder Pech hatte mit seinem Lauf kam er dieses Mal auf einen guten zweiten Platz. Er war allerdings als Favorit gestartet und musste sich seine Lücke auf der Zielgerade wieder erkämpfen, um überhaupt auf den Führenden auf schließen zu können. Ihm fehlte dann der nötige Kick, um auf dem Sieger Massaat noch wirklich Boden gut machen zu können, wenn sich die Lücken für ihn auftun ist er aber äußerst gefährlich.

Der  Showcasing Sohn Tasleet ist ebenfalls immer für die ein oder andere Überraschung gut und hat seinen ersten Gruppensieg bereist 2016 sichern können. Im Gruppe 3 Greenham Stakes startete er allerdings gegen die einzigen beiden Konkurrenten Knife Edge und Log Out Island als Favorit und konnte das Rennen trotzdem nur mit einer Nase Vorsprung gewinnen, deutlich zu knapp für die Quote unter der ihr gestartet war.

Der einzige Start in der Saison 2016 war im Gruppe 2 Challenge Stakes, wo er allerdings nicht über einen etwas abgeschlagenen achten Platz hinaus kam. Die etwas unterbrochene Saison wurde danach auch schon wieder beendet und Tasleet machte sein Debüt im King Richard III Stakes im April 2017, nur um drei Wochen später auch im Gruppe 2 Duke Of York Stakes aufzulaufen, wo er den Favoriten Brando und The Tin Man schlagen konnte. Er behielt den betriebsamen Terminplan bei und startete nur einen Monat später im Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes, wo er nur knapp gegen The Tin Man verlor. Er holte auf der Mittelbahn stark auf die Führenden auf und hätte sich an Limato und The Tin Man vielleicht noch vorbeischieben können, wenn er vor dem driftenden Limato nicht ein wenig gescheut hätte. Im Gruppe 1 July Cup Stakes setzte Harry Angel das Tempo und Tasleet setzte sich ins Mittelfeld, schaffte es aber nicht das Tempo auf dem schnellen Untergrund noch einmal zu steigern und wurde zurückgenommen, als klar war, dass er den Tempowechsel von Harry Angel nicht mitgehen können würde. Im Sprint Cup Stakes verlief es deutlich besser für ihn und er fand seine Lücke, wieder war der Tempowechsel von Harry Angel aber zu viel für ihn und wieder verlor er deutlich auf den Sieger. Er braucht seine gut getimte Lücke und möglichst zwei bis drei Front Runner, die sich gegenseitig das Wasser abgraben und zu viel Tempo setzen, um so richtig zur Geltung zu kommen, ist dann aber brandgefährlich.

Im Diamond Jubilee Stakes hatte The Tin Man es geschafft, sich an der Innenbahn durch eine Lücke zu schieben und einen starken Tempowechsel hinzulegen, und wenn er seine Lücken bekommt ist er nur sehr schwer aufzuhalten, der weiche Untergrund ist aber nicht wirklich ideal für seine Taktik und wenn Harry Angel zu viel Leine an der Front bekommt, könnte The Tin Man wieder zu kurz fallen,wie es ihm zuletzt auch im Sprint Cup Stakes ergangen war. Dort fand er nicht rechtzeitig zur Lücke und vollem Sprint, so dass Harry Angel nach gelungenem Tempowechsel und starken letzten hundert Metern am Ende mit fünf Längen Vorsprung ins Ziel einlief.

Auch heute scheint die Führung Harry Angel wieder sicher zu sein und der weiche Boden hält keinerlei Schrecken für ihn bereit. Caravaggio könnte auf dem weichen Boden zu deutlich besseren Leistungen als im Sommer fähig sein, muss seine Form aus den letzten Duellen mit Harry Angel aber auch deutlich steigern, um diesen in Normalform schlagen zu können. Tasleet ist nach wie vor gefährlich und darf auch nach einigen Flops nicht unterschätzt werden und auch Librisa Breeze und Quite Reflection können ein Wörtchen mitreden, aber es ist Harry Angel den der Rest erst einmal schlagen muss.

Pick: Harry Angel


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