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Tipp

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27.02.2021 – Fairyhouse – Bobbyjo Chase – Pick: Acapella Bourgeois

Pferderennen in Irland

15:50 Fairyhouse – Bobbyjo Chase (Grade 3)

3m1½f (3m1f110y)  (5yo+)

 

Des Stables erster Pick scheint Burrows Saint zu sein, der das Irish Grand National 2019 hatte gewinnen können, aber Acapella Bourgeois gewann dieses Rennen in der letzten Saison nach dem selben Vorbereitungsrennen dominant und ist mein Pick heute

Die Starter:

Acapella Bourgeois: Der Network Sohn von Trainer Willie Mullins verpasste letztes Jahr leider das Festival und dieses Rennen war das letzte, in dem wir ihn 2020 gesehen hatten – und wo er Bellshill auf schwerem Untergrund eine erhebliche Neiderlage zufügen konnte.

Von dieser Form ist er 2021 noch ein wenig entfernt,hat aber in seiner Kariere geiegt, dass er auch mit den besten seiner Klasse mithalten kann.

Begonnen hat seine Karriere im Jahr 2014 für J-D Marion, der ihn in Frankreich auflaufen lies, bevor er im Oktober 2014 nach seinem ersten Sieg zu Sandra Huges wechselte, die ihn in der nächsten Saison über Hürden starten lies. Dort konnt er im Dezember 2015 seinen ersten Sieg auf dem Kurs in Leopardstown gewinnen und zzeigte durchaus eine Vorliebe für weichen bis schweren Untergrund.

So konnte er zunächst einen zweiten Platz im Gruppe 2 Nathaniel Lacy & Partners Solicitors Novice Hurdle feiern, wo er hinter A Toi Phil den zweiten Platz sicher hatte, bevor er dann einen Monat später in Thurles im At The Races Michael Purcell Memorial Novice Hurdle, erneut auf Gruppe 2 Ebene, einen Platz besser abschneiden konnte und mit einem starken Lauf nach seinem Fehler an der letzetn Hürde den ersten Sieg in einem Black Type Rennen verteidigen konnte. Wenn der Fehler nicht gewesen wäre, wäre der Sieg damals sicher optisch beeindruckender gewesen, aber Sieg ist Sieg und man hätte ihn eigentlich schon 2016 bei seinem ersten Rennen in Cheltenham erwartet – allerdings umging er das große Festival und trat stattdessen Ende März im Gruppe 2 Agnelli Motor Park Novice Hurdle auf, wo er gleich seinen nächsten Erfolg feiern konnte. Der Sieg gelang dieses Mal gegen den weider auftretenden Konkurrenten Mabour nur knapp mit einem Kopf, Acapella Bourgeois war dieses Mal früher unter Druck geraten und musste sich heftig wehren, um am Ende erneut den Kopf vorne haben zu können. Vielleichtw ar es in diesem Jahr auch gut, dass er das Cheltenham Festival ausgelassen hatte, denn bei seinem nächsten Rennen im April in Punchestown wurde er von Bellshill ziemlich stark in seine Schranken gewiesen und kam nur als Vierter ins Ziel.

Bellhsill selber war im Irish Daily Mirror Novice Hurdle von Coney Island unter Druck gesetzt worden, hatte aber kein Problem Acapella Bourgoois, der das Feld angeführt hatte, vor der letzten Hürde zu überholen und hinter sich zu lassen, der Front Runner war in der Saison 2016 zwar zu neuen Höhen aufgestiegen, aber offensichtlich noch nicht in der Lage, mit den Besten seines Jahrgangs mitzuhalten – und das gelang ihm auch in der nächsten Saison im Jahr 2017 nicht. Nachdem Sandra Hughes ihn in seiner ersten Saison über Hürden eigentlich auf einen sehr guten Weg gebracht hatte, konnte sie an die Erfolge beim erneuten Wechsel der Disziplin in die Chase Rennen nicht fortsetzen.

Bei seinem ersten Chase Rennen stürzte Acapella Bourgois, bei seinen nächsten beiden Rennen wurde er mehr oder minder deutlich geschlagen und erst im Januar konnte er gegen deutlich leichtere Konkurrenz endlich einen Erfolg verbuchen. Der Sieg schien Selbstvertrauen zu geben und Acapella Bourgois gelang im Anschluss ein Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Ten Up Novice Chase gegen Konkurrenten wie Road To Respect und Anibale Fly, und dieses Mal sollte der Weg auch zum Cheltenham Festival führen – allerdings lief es in der RSA Chase nicht wie geplant, denn Acapella Bourgeois dürfte nicht die Führung übernehmen, dass machte der Favorit Might Bite gleich selber, sondern musste sich damit begnügen diesen unter Druck zu setzen. Die ausdauer schwand und der Favorit zog mit dem Rest des Feldes davon, für Acapella Bourgois blieb nur der letzte Platz – und auch beim Growise Champion Novice Chase auf Gruppe 1 Ebene im April 2017 lief es mit einem abgeschlagenen fünften Platz nicht besser –  das war dann auch gleich der letzte Start für Sandra Hughes, die Acapella Bougeois an Willie Mullins abgab.

Dieser ging mit seinem neuen Schützling erst einmal eine Weile zurück ins Training und lies Acapella Bourgois erst im November in einem Chase Rennen auflaufen – wo er erneut beim Saisondebüt stürzte. Danach erreichte er über 2m4f in Navan einen soliden zweiten Platz, allerdings außerhalb der Schlagdistanz zum Sieger und beim Start im Januar 2018 in Fairyhouse, wo ein Blutgefäß platzte und er das Rennen vorzeitig beenden musste. Das war dann auch schon das letzte Rennen für die Saison und er ging für 425 Tage zurück auf die Farm von Mullins.

Die Pause beendete Acapella Bourgois ausgerechnet direkt im Martin Pipe Conditional Jockeys‘ Handicap Hurdle beim Cheltenham Festival, ein Rennen welches natürlich extrem stark besetzt war und für ein Rennpferd, welches in seiner letzten Saison nicht gerissen hatte und dann über ein Jahr pausierte ein bisschen zu viel war.

Deutlich besser verlief es danach im Suir Valley Chase, wo er überraschend den starken Yorkhill deklassieren konnte und mit das erste Mal in seiner Karriere trockeneren, schnellen Boden unter den Füßen hatte.

Acapella Bourgois lief danach im BoyleSports Irish Grand National Chase in Fairhouse auf, obwohl das Gewicht alles andere als vorteilhaft war und die Distanz natürlich deutlich weiter war als zuvor, aber wieder gab es guten Untergrund und so war die viel längere Distanz von fast 4 Meilen überraschend kein Problem für ihn.

Und fast hätte man es geahnt – der sehr weiche Boden über 4 Meilen im Zeturf Grand Steeple-Chase de Paris in Auteuil in Frankreich im Mai 2019 lag ihm so überhaupt nicht und er kam als letzter der Pferde ins Ziel, die das Rennen beendeten – Respekt dafür, aber die besseren Leistungen zeigte er eindeutig auf gutem Boden.

Im Dezember 2019 kehrte Acapella Bourgois dann in Navan zurück – in einem Hürdenrennen! Gut, das lohnte sich nicht vom Ergebnis her, aber wenigstens stürzte er nicht wie bei den letzten beiden Debüts im Herbst. Beim zweiten Rennen in der neuen Saison im Gruppe 3 Savills New Year’s Day Chase hinter dem herausragenden Al Boum Photo auf einen guten zweiten Platz, der Favorit hatte ihn aber wenig überraschend fest im Griff – aber Acapella Bourgois hielt den zweiten Platz gegen Shattered Love mit Leichtigkeit und brachte sich damit auf dem Papier in eine gute Position beim Cheltenham Festival 2020, allerdings weichte der Boden immer weiter auf und noch vor dem Cheltenham Festival erlitt er im Goffs Thyestes Handicap Chase eine herbe Niederlage. Man muss ihm allerdings zu gute Halten, dass er auch ziemlich schwer unterwegs war und er es in diesem Rennen nicht einfach hatte.

Als nächstes Rennen nahm er das Bobbyjo Chase in Fairyhouse ins Visier und gewann dieses gegen Bellshill und Alpha Des Obeaux mit erstaunlicher Leichtigkeit. Wie so oft übernahm Acapella Bougeois die Führung in dem Rennen, konnte diese Position aber im Gegensatz zu manchen anderen Rennen in der Vergangenheit durchgehend verteidigen, auch wenn es etwa an der 11ten Hürde auf Grund von einem sehr langsamen Sprung manchmal knapp wurde. Leider machte dann die Corona Krise zusammen mit Reisebeschränkungen, kontanimierten Futter und was es sonst so noch alles an Problemen in der Galoppwelt im März 2020 gab, einen Strich durch alle Pläne fürs Festival und Acapella Bourgeois beendete die Saison etwas unbefriedigend damit schon im Februar.

Es dauerte bis 2021 bis man sich wieder traf, als Ziel hatte sich Trainer Willie Mullins das Savills New Year’s Day Chase ausgeschaut, welches mit Al Boum Photo einen schweren Gegner hatte – der gewann das Rennen auch mit Leichtigkeit, aber Acapella Bourgois errang einen zweiten Platz und schaffte damit das zweite Saisondebüt hintereinander, wo er nicht stürzte. Auch ein Erfolg in sich.

Wieder ging es unter extrem hohen Gewicht danach in das Goffs Thyestes Handicap Chase, wieder war der Untergrund schwer und damit die Distanz von über 3m Meilen etwas viel für Acapella Bourgois, der aber immerhin einen guten fünften Platz halten konnte.

Die Fans hatten ihn in die Favoritenrolle gewettet, aber wer seine Form studiert hatte wusste, dass es extrem schwer werden würde – genauso wie er heute sicher zur Form zurück kehren wird.

Anibale Fly: Der Assessor Sohn im Besitz von John P. Mcmanus konnte bisher noch nicht ganz auf die Spitzengruppe der englischen und irischen Chaser aufschließen, hat aber einige respektable Ergebnisse erzielen können, nicht zuletzt beim Cheltenham Festival 2019, die Vorbereitungen auf das Festival 2020 verliefen allerdings mehr schlecht als recht bis die Corona Krise voll zuschlug und die Saison für Anibale Fly schon Anfang März beendete.

Seine Ergebnisse waren zwar meist ohnehin Platzierungen und keine Siege, bei den hohen Quoten muss man ihn aber gerade unter Top Jockeys immer auf der Liste haben und vielleicht hat die lange Pause bis heute ja auch ihr übriges getan – er hat in der Vergangenheit immer mal wieder gutes Potential durchblitzen lassen.

So konnte er im Drinmore Novice Chase 2016 von hinteren Teil des Feldes aus auf der rückwärtigen Geraden langsam Boden gut machen und dann 2 Hürden vor dem Ziel zum Angriff ansetzen, und nur Coney Island konnte noch verhindern, dass der Starter von A J Martin seinen ersten Gruppe 1 Sieg feiern konnte. 2 Längen betrug der Abstand auf den Führenden und beide sahen über die 2m4f durchaus danach aus, als hätten es auch einige Meter mehr sein dürfen. Er konnte in diesem Rennen Diamond King und Alpha Des Obeaux schlagen und war über 2m1f zuvor in einem Beginners Chase sogar vor Martello Tower ins Ziel gekommen

Er versuchte sich danach im Kauto Star Novices Chase über 3 Meilen, schaffte es da aber nicht die längere Distanz zu bewältigen und musste vorzeitig abbrechen. Beim nachfolgenden Woodlands Club 3000 Gruppe 3 Rennen in Naas kam er knapp vor A Genie In A Bottle ins Ziel und startete Mitte Februar als Favorit in das Gruppe 2 Ten Up Novice Chase in Navan, kam aber nur als Vierter ins Ziel. Auf besserem Untergrund schaffte er danach allerdings etwas überraschend einen guten zweiten Platz im Gruppe 1 Growise Champion Chase hinter Disko, der ihm über die knapp 5000m aber gut 5 Längen Vorsprung abnehmen konnte. Er schlug dabei A Geni In A Bottle und A Toi Phil auf die Plätze 3 und 4 und verabschiedete sich damit mit einer neuen Bestleistung in die Sommerpause.

Aus dieser kam er im November allerdings etwas rostig zurück und konnte im Gruppe 2 Down Royal Chase dieses Mal Disko überhaupt nicht unter Druck setzen. Die Distanz war allerdings für die Wiederkehr auch etwas zu kurz gewählt und der Boden zu weich, was aber auch beim nächsten Rennen so beibehalten wurde. Unter Handicapregeln schaffte er wenig überraschend nicht mehr als einen neunten Platz unter den schlechten Bedingungen und erst der bessere Boden in Kombination mit der längeren Distanz brachte ihm im Paddy Power Chase im Dezember 2017 einen weiteren Achtungserfolg bei. Mit diesem Rennen hatte er seine Form offensichtlich wieder gefunden und konnte sich im Gruppe 1 Irish Gold Cup  Anfang Februar lange Zeit an der Spitzengruppe festsetzen und war auch noch dort, als er zwei Hürden vor dem Ziel schwer stürzte. Er hat mit diesem Start die Sorgen um den Boden ein wenig revidieren können und lief bis zum Sturz ein gutes Rennen, allerdings ist Niveau des Gold Cups natürlich deutlich höher und der Boden noch einmal schlechter als beim letzten Rennen, aber Chancen auf einen überraschenden Platz hatte Anibale Fly trotzdem – und konnte das auch tatsächlich umsetzten.

Der Gold Cup wurde 2019 von den Außenseitern dominiert, unter den ersten drei war keiner mit einer Quote von unter 13, und Anibale Fly kämpfte mit Al Boum Photo um den Sieg in dem wichtigsten Rennen der Saison. Das war eine persönliche Bestleistung und auch der fünfte Platz im Grand National Chase war eine beeindruckende Leistung. Gegen Ende der letzten Saison kam Anibale Fly so richtig in Form und nach dem Warmmacher im John Durkan Memorial Punchestown Chase Anfang Dezember hoffte man im Savills Chase auf eine Rückkehr zur Form auf dem Weg zu Cheltenham Festival – die allerdings nicht kam.

Stattdessen hagelte es Niederlagen und letzte Plätze im Savills Chase und dem Paddy Power Irish Gold Cup, bevor er seine Teilnahme im TRI Equestrian Handicap Chase absagen musste, da er erhöhte Temperatur hatte. Stattdessen lief er am achten März in Naas im Celebrating Women In Racing On International Women’s Day Handicap Hurdle auf- was ganz klar ein Rennen zweiter Wahl für Anibale Fly war, der in de Rennen mit 11-12 einen vollen Stone schwerer war als der nächst leichtere Konkurrent, und obwohl er natürlich viel Potential und Klasse besitzt, ist so ein Gewichtsunterschied schwer zu negieren und Anibale Fly musste sich mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Die Corna Pandemie war im März schon voll im Gang und beendete für Anibale Fly zusammen mit den schlechten Ergebnissen die Saison noch vor dem Cheltenham Festival.

Er pausierte bis jetzt, und man darf sehr gespannt sein, was nun am Ende der langen Pause für eine Form zum Vorschein kommen wird.

Burrows Saint: Der Saint Des Saints Sohn von Willie Mullins begann seine Karriere wie so viele der Rennpferde des Erfolgstrainers in Frankreich, wo er 2016 einige Rennen für G. Macaire bestritt, bevor der zu Mullins wechselte, noch ohne einen ersten Sieg zu verzeichnen, aber es gab einige sehr vielversprechende Platzierungen für Burrows Saint in Frankreich, und Mullins konnte nach einem Jahr Training Burrows Saint direkt bei seinem ersten Maidenrennen zum Erfolg verhelfen

Danach folgte eine weitere Platzierung in Thurles, bevor er in Cheltenham beim Martin Pipe Conditional Jockeys‘ Handicap Hurdle noch klar seine Grenzen aufgezeigt bekam – das Rennen war noch deutlich zu hart für ihn, aber er steigerte sich zunehmen und schon einen Monat später zeigte er im Gruppe 1 Profile Systems Champion Novice Hurdle in Punchestown, dass der streckenweise gute Eindruck vom Cheltenham Festival nicht getäuscht hatte und belegte einen dritten Platz mit hoher Quote. Sein Trainer hatte also nicht zu Unrecht etwas in ihm gesehen und wartete nun sehnsüchtig auf die Saison 18/19, um an diese guten Vorzeichen anknüpfen zu können.

Er wechselte in die Chase Rennen und nach einem Warmmacher im Februar 2019 in Gowran belegte auf dem selben Kurs und die selbe Distanz danach den ersten Platz. Das Rennen fand allerdings am 09 März statt und es war damit klar, dass man ihn kaum eine Woche später beim Festival sehen würde, stattdessen startete Burrows Saint Ende März in Limerick im Gruppe 3 Hugh McMahon Memorial Novice Chase und gewann erneut mit soliden vier Längen. Klar, die richtig großen Namen fehlten natürlich, die waren ja im Cheltenham Festival aufgelaufen und hatten das Aintree Festival Anfang April als nächstes im Visier, keine Zeit also noch ein Rennen zwischen zu schieben.

Burrows Saint hingegen suchte sich die Rennen zwischen den großen Meetings und startete stattdessen am Ende der Saison beim BoyleSports Irish Grand National Chase , wo er als noch relativ frisches Pferd am Ende der für viele andere anstrengenden Saison sogar als Favorit auflaufen dürfte – und sogar gewann!

Das Rennen wurde für ein Rennen dieser Länge an der letzten Hürde noch einmal richtig spannend, als Isleofhopeandreams zusammen mit Burrows Saint über das Hindernis ging und die beiden es auf der Zielgeraden unter sich ausmachten – mit knappen Vorsprung für Burrows Saint, der den schnellen Boden mochte – im Gegensatz zum nächsten Versuch in Auteuil im Mai, wo der Boden sehr weich war und die Distanz von noch einmal einem Fulrong mehr ihren Tribut forderte.

Ein Sieg im Irish Grand National ist natürlich nicht zu verachten und Burrows Saint und Willie Mullins konnten mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison gehen, allerdings hatten sie vielleicht für ihr Saisondebüt ein bisschen zu viel Selbstvertrauen getankt, denn der Start im Baroneracing.com Drinmore Novice Chase gegen Fakir D’oudairies geriert zur Lehrstunde für Burrows Saint, der versucht hatte, das stark besetzte Feld über die Distanz zu führen, aber mit leichten Fehlern unter anderem an der neunten Hürde ab dann immer weiter abgeschlagen wurde, bis er 26 Lüängen hinter dem lockeren Sieger und Favoriten auf einem dritten Platz ins Ziel einlief.

Dass er danach im Bet With Tote At Punchestown Hurdle nicht als Favorit galt, war dann aber vielleicht doch ein bisschen zu hart bei der Konkurrenz, die da gegen ihn auflief und Burrows Saint rächte sich an den Zweiflern mit einem soliden Sieg, der einfacher kaum hätte sein können und man hätte sich gewünscht, er wäre dann wärhend der Corona Pandemie und dem Cheltenham Festvial 2020 noch einmal aufgelaufen, aber man musste sich bis zur neuen Saison gedulden, bis man Burrows Saint wiedersehen dürfte.

Bei seinem Saisondebüt im Jim Strang & Sons Kilsheelan (Peugeot) Hurdle über 3m und schweren Untergrund sah man Burrows Saint auf dem letzten Viertel die Müdigkeit und die lange Pause deutlich an und der Untergrund war auch wirklich schrecklich – so hielt er immerhin noch einen zweiten Platz, 45 Längen hinter dem Sieger Mary Frances. Dieser Rückstand auf den Sieger reichte Burrows Saint dann im John Mulhern Galmoy Hurdle auf Gruppe 2 Ebene im Januar nur noch für einen sechsten Platz – wieder waren es der schwere Untergrund und die lange Distanz von 3 Meilen, die zu viel für ihn waren.

Mit  dem etwas besseren Boden kann man auf ein Revival der Form hoffen -und  er ist nur über Langstrecken beim Cheltenham Festival und dem Grand National gemeldet und hat im Irish Grand National schon gezeigt, was er kann. Er ist zudem das Pferd von Paul Townend, und damit des Stables erster Pick

 


27.02.2020 – Randwick – TAB Chipping Norton Stakes – Pick: Colette

Pferderennen in Australien

06:25 TAB Chipping Norton Stakes – Gruppe 1 

(Group 1) (3yo+) (Turf) (3yo+) – 1 Mile

Die Aufstellung aus dem Rennen kennen wir doch irgendwo her? Ja genau! Viele der heutigen Favoriten sind das Yulong Apollo Stakes letzten Monat gelaufen, und was für ein Rennen das war! Colette hatte die Farben von Veery Elleegant gesenkt, indem sie zusammen mit Kolding zusammen an der Front des Rennens hinter dem Front Runner Prince Fawas liefen, allerdings saß ihm Kolding durchgehend im Nacken und drückte somit auch ordentlich aufs Tempo, währen Verry Elleegant sich eher im Mittelfeld einsortiert hatte, dort aber am Innengelände so ihre Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden, was ihr aber 200m vor dem Ziel gelang – da war Colette aber schon auf und davon und so richtig viel Kick hatte Verry Ellegangt dann auch nicht mehr – selbst wenn sie ideal in die Zielgerade gekommen wäre, wäre ich nicht sicher, ob sie Colette an diesem Tag noch eingesammelt hätte. Die Distanz mag das Problem gewesen sein, heute geht es über ein paar Meter mehr und vielleicht hilft das ja – einfach wird es aber sicher nicht, denn das Setting ist fast identisch, der Untergrund immer noch weich – obwohl ihr das eigentlich gefallen sollte.

Das wird sicher spannend. Colette muss weit außen starten und Verry Ellegant hat selbst bei ihren Siegen kaum Raum für Fehler. Ist Kolding heute der lachende Dritte? Vielleicht…

Kolding: Der Ocean Park Sohn von Trainer C. Waller begann seine Karriere in Neuseeland und Australien mit eher durchschnittlichen Ergebnissen, bevor er sein erstes Rennen in Canterbury gewinnen konnte. Danach folgen drei Platzierungen in Randwick und Rosehill in soliden Handicaps, bevor er im April 2019 so richtig in Fahrt kam und seine nächsten drei Starts in Handicaps von 1250-1500m gewann – und das recht souverän, was ihn dann letztendlich für seinen Start im Gruppe 2 Queensland Guineas im Juni zum Favoriten machte.
Das 1 Meilen Rennen gewann Kolding dann auch wie erwartet mit einer halben Länge Vorsprung vor Baccarat Baby, aber sein erster Versuch gegen ältere Konkurrenz im Norman Tramway Stakes drei Monate später verlief allerdings nicht ganz so positiv für ihn, allerdings war er dieses Mal auch eher als Außenseiter eingeschätzt worden und das zu Recht. Seine Leistung in diesem ersten Test in der neuen Saison und gegen einige recht hoch eingeschätzten Konkurrenten war trotzdem recht solide und gegen ein wenig leichtere Konkurrent konnte sich Kolding dann noch im selben Monat seinen ersten Gruppe 3 Sieg sichern. Über 1400m startete er im Bill Ritchie Plate und obwohl sich Fierce Impact an seine Fersen heftete und nur sehr wiederwillig nachgab, konnte sich Kolding zusammen mit seinem Schatten gut zwei Längen vom Rest absetzten und seinen ersten Gruppensieg sichern – aber das richtig große Ausrufezeichen kam einen Monat später im Epsom Plate auf Gruppe 1 Ebene. Da startete zusammen mit seinem ehemaligen Bezwinger Te Akau Shark als Favorit und die Buchmacher hatten auch in diesem Rennen recht
Kolding setzte sich von seiner Position an der Front des Feldes beim Einbiegen in die Zielgerade recht schnell zwei Längen ab, während Te Akua Shark recht weit außen im Feld einbiegen musste und damit einige Längen auf den Front Runner Kolding verlor, aber dann ebenfalls an Momentum gewann und schnell aufschloss
Te Akua Shark und Kolding rannten gemeinsam die letzten Metern, aber Kolding hielt sich denkbar knapp und konnte mit einem Nacken den Sieg sichern, aber wenn Te Akua Shark nur einige Meter mehr Platz gehabt hätte, hätte er Kolding einsammeln können. So blieb ihm der erste große Sieg auf Gruppe 1 Ebene und der größte Anteil der 1.000.000$ Dollar Preisgeld, allerdings schaffte er es nicht diese Form nach vier Monaten im Expressway Stakes noch einmal zu zeigen und das obwohl die eigentliche Favoritin Alizee ebenfalls nicht feuern konnte an diesem Tag und unter ihren Möglichkeiten lief Kolding aber kam am Ende nur auf einen vierten Platz und konnte sich auch beim zweiten Start in der neuen Saison im Gruppe 1 Pfd Futurity Stakes nicht weiter steigern und musste sich mit noch einem etwas abgeschlagenen Platz zufrieden geben. Generell schien Kolding in der Saison 2020 seine Form ein wenig verloren zu haben, denn weder im All Star Mile noch im Star Doncaster Mile oder dem Queen Elizabeth Stakes  konnte er irgend eine Art von Eindruck hinterlassen. Nicht dass man hier einen Sieg von Kolding erwartet hätte, aber die Niederlagen waren alle klar und sauber und ohne Hoffnung auf einen der ausbezahlten Plätze, so dass man ihn auch für das Winx Stakes im August 2020 nach vier Monaten Pause abgeschrieben hatte. Gruppe 1 Rennen waren zu diesem Zeitpunkt außer seiner Reichweite, dass er aber durchaus Talent besitzt zeigt er auf Gruppe 2 Ebene nur einen Monat später im Drinkwise Tramway Stakes über 1400m, wo Dreamforce nur mit unter einer halben Länge vor ihm durchs Ziel lief und Kolding auf dem zweiten Platz landete.
Sm Clipperton machte Tommy Berry im Sattel auf Kolding platz und nahm im Gruppe 1 Fujitsu George Main Stakes die Zügel von Star Of The Seas in die Hand, wird sich aber im Nachhinein ärgern, nicht auf Kolding geblieben zu sein. Berry hatte sich den letzten Lauf seines neues Pferdes offensichtlich genau angeschaut und wusste, wie er der Favoritin Veery Elleegant den Tag verderben könnte – sowohl er als auch Star Of The Seas beschleunigten das Tempo früh in der letzten Kurve und machten Veery Elleegant damit Probleme, die außen das Feld umrunden wollte, aber keine sauberen Weg an den Nachzüglern vorbei fand und die Front Runner erst einmal ziehen lassen musste. Kolding erwischte den besten Lauf und gewann am Ende verdient mit fast einer halben Länge Vorsprung.
Kolding hatte Blut geleckt und gewann mit einem weiteren starken Lauf im Oktober in Randwick das Gruppe 2 Hill Stakes mit zwei Längen Vorsprung, bevor er sich zurück auf Gruppe 1 Ebene im Cox Plate klar geschlagen geben musste – was aber auch so erwartet worden war, und es wäre eher eine klare Überraschung gewesen, wenn Kolding sich hier konkurrenzfähig gezeigt hätte.
Nach drei Monaten Pause und dem Jahreswechsel trat Kolding im Gruppe 2 Iron Jack Stakes über zu kurze 1200m wieder auf, und belegte einen respektablen zweiten Platz, wenn auch zwei Längen hinter dem Favoriten und klaren Sieger Savatiano.
Das kann er besser und die 200m mehr im Yulong Apollo Stakes waren im Februar kein Problem für Kolding, dr sich an die Spitze de Feldes setzte und dort mit dem Außenseiter Prince Fawaz das Tempo setzte. Hätte er keine Konkurrenz um die Fürhung gehabt, wer weiß, vielleicht hätte es auf der Zielgeraden wirklich gereicht um Collette hinter sich zu halten, so hatte die Stute direkt hinter ihm aber die ideale Position um die konkurrierenden Front Runner einzusammeln und sich locker mit über 2 Längen zum Sieg zu begeben, aber immerhin hielt Kolding die herannahende Favoritin des Rennens, Verry Elleegant, noch knapp hinter sich.
Heute ist Prince Fawaz wieder mit von der Partie und das Ganze könnte eine 100% tige Wiederholung des letzten Rennens werden.

Verry Elleegant: Die Zed Tochter wird von dem Star Trainer Chris Waller trainiert, der schon die Wunderstute Winx zu dem gemacht hat, was sie ist – eine, wenn nicht die beste Stute, die in den letzten Jahrzehnten in den Galopprennen teilgenommen hat. Und wie schon ihr großes Vorbild Winx kommt Verry Elleegant mit dem Alter erst so richtig in Fahrt, musste aber überraschend beim Lexus Melbourne Cup eine recht herbe Niederlage einstecken im November. Wobei so richtig überraschend war das auch wieder nicht, die Distanz war schließlich alles andere als passend an diesem Tag, aber dazu später mehr.

Die Karriere von Verry Elleegant begann für den ebenfalls sehr erfolgreichen Trainer Darren Wei, der sie im Jahr 2018 nach ihren ersten Starts in Neuseeland auf den Kursen in Flemington und Caulfiedl auflaufen lies. Da Verry Elleegant bereits in ihren ersten Rennen einiges an Potential gezeigt hatte, wartete Darren Weir nicht lange und lies sie nach dem Wechsel nach Australien sogleich auf Gruppenebene starten.

Den Anfang machte das Gruppe 2 Tab Edward Manifold Stakes, welches von den Favoritinnen Krone, Amphritite und Verry Ellegant unter sich ausgemacht wurde und wo Verry Elleegant auf Anhieb einen guten dritten Platz blegen konnte. Weiter ging es in Caulfield im New Zealand Bloodstock Ethereal Stakes, was allerdings trotz des großen Feldes deutlich leichter besetzt war und so von der nun als Favoritin auftretenden Verry Elleegant dominiert werden konnte.

Mit dem erste Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Gepäck ging es zurück nach Flemington zum Mumm Wakeful Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleegant auch wieder als Favoritin auftreten dürfte, aber entgegen der in sie gesetzten Erwartungen erneut den Anschluss an die Konkurrentinnen nicht halten konnte und sich klar geschlagen geben musste. Sie hatte nicht den besten Renneverlauf und auch einige andere Entschuldigungen, wie die um 400m erweiterte Distanz, was allerdings für das nachfolgende, noch einmal um 400m längere Oaks nicht unbedingt die besten Vorzeichen waren.

Trotzdem lies man Verry Elleegant erneut als eine, bzw. die Favoritin Kennedy Oaks in Flemington auflaufen, und wie schon zuletzt im Wakefull Stakes gelang es der ambitionierten Stute und ihrem Team nicht, in dem 2400m Rennen den Anschluss an die Führenden zu halten und man musste sich ein weiteres Mal mit einem deutlichen Rückstand von über fünf Längen zufrieden geben.

So richtig zufrieden konnte man damit natürlich nicht sein und Verry Ellegant wechselte von Darren Weir zu Chris Waller, der die Stute über den australischen Sommer bis in den Februar 2020 weiter ausbildete und ein weiteres Mal nach Flemington schickte.

Dort startete sie am 16 Februar im Gruppe 3 Vanity Stakes, und nach den letzten Niederlagen, u.a. gegen die Favoritin Amphitrite, war man etwas mistrauisch wie sich Verry Elleegant wohl an diesem Tag schlagen würde – die Antwort war: Gar nicht mal so schlecht!

Zwar fand sie wieder ihre gewünschte Lücke etwas zu spät und Amphitrite hatte zu viel Vorsprung vor ihr gewinnen können, aber die Art, wie sie das Feld dann im Wahnsinns Tempo aufrollte, wusste zu gefallen und lies auf mehr hoffen. Mehr gab es dann im Phar Lab Stakes genau einen Monat später auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleganz mit ihrem beeindruckenden Schlusssprint das Feld rund um ihre Verfolgerin und spätere Gruppe 1 Siegerin Seabrook mit über 3,5 Längen deklassieren konnte. Mit einem derart dominanten Sieg auf Gruppe 2 Ebene war es natürlich nicht verwunderlich, dass Verry Elleeganz direkt im selben Monat noch eine Klasse weiter aufsteigen wollte und es Ende März 2019 im Vinery Stud Stakes noch einmal probierte.

Auch dort blieb Verry Ellegant zunächst im hinteren Bereich des Feldes, und als die Konkurrenten wie Seabrook ihren Schlusssprint begonnen hatten, um die Pacesetterin Greysful Glamour wieder einzutüten, war die Favoritin immer noch hinter einer Wand aus Pferden und musste sich erst nach außen in die Mitte der Bahn begeben, um freie Bahn für den gwünschten Schlusssprint zu bekommen, was noch einmal einige Längen kostete. Dann aber sprintete sie an die Front und setzte sich einige Längen ab, musste sich aber spät im Rennen dem Angriff von Frankly Awesome erwehren, und die Beine der Favoritin wurden zunehmend schwerer – aber sie hielten! Verry Ellegant feierte damit verdienter Maßen ihren ersten Gruppe 1 Sieg in der zweiten Saison – und legte gleich zwei Wochen später noch einmal im Gruppe 1 Heineken Plate nach!

Das 2400m Rennen war auf dem Papier ein wenig leichter als das letzte, auch wenn mit Frankely Awesome die Hauptkonkurrentin wieder mit von der Partie war. Wieder musste Verry Elleegant weit in die letzte Kurve gehen und ein wenig Boden auf die anderen verlieren, aber wieder konnte sie in der Mitte der Bahn Fahrt aufnehmen und einen Konkurrenten nach dem anderen einsammeln. Frankely Aweseome hatte ziwschenzeitlich die Führung übernehmen können und war wie schon zuvor dem Feld ein paar Meter entflohen, aber Verry Elleegant und Scarlet Dream kamen in der Mitte der Bahn herangeschossen um die immer schwächer werdende Fankely Awesome auf den dritten Platz zu verdammen.

Mit dem Doppel in australischen Gruppe 1 Rennen konnten sich Chris Waller und Verry Elleegant zufrieden in die Winterpause verabschieden, die im August 2019 mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde. Was allerdings komplett anders verlief, als gehofft. Denn aus dem erhofften glorreichen Wiedereinstieg wurde nichts, Verry Ellegaant wirkte nach der viermonatigen Pause unkonzentriert und müde, konnte auf den letzten Metern nichts von ihrem erwarteten Geschwindigkeitsschub zeigen und trottete mehr oder minder hinter dem Feld her, welches von der herausragenden Samadoubt über die Strecke geführt wurde. Lag es an der deutlich kürzeren Distanz? Schließlich hatte sie ihre letzten beiden Siege über 2400 m bzw 2000 m erringen können, und die Kürzung von einem Kilometer Distanz schien Verry Elleegant absolut nicht zu behagen.

Auch im nachfolgenden Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes über die Distanz der Meile lies Verry Elleegant jede Spritzigkeit vermissen und kam wieder genau 3,8 Längen hinter dem Sieger ins Ziel, der dieses Mal Avilius hieß.

Es schien klar zu sein, dass der etwas weichere Boden kombiniert mit der kürzeren Distanz nicht im Sinne von Verry Elleegant zu sein schienen, und so hatte Chris Waller ein Einsehen und lies seine Stute das nächste Mal im Gruppe 2 Active Hill Stakes lieber über die Distanz von 2000m auflaufen, was Verry Elleeganz sogleich mit einer Formsteigerung und dem nächsten Gruppensieg quitierte – allerdings längst nicht so dominant, wie sie es zuvor getan hatte!

Stattdessen lief Samadoubt als Front Runner dem Feld wieder davon, konnte an der Innenbahn mächtig an Boden sparen, während Verry Elleegant weit außen in die Zielgerade ging, und dann alles geben musste, um sich cm um cm an den Führenden heran zu kämpfen und ihn auf der Linie mit einer Nase Vorsprung zu überholen. Das nennt man dann wohl Punktlandung – oder Glück gehabt.

Das sahen wohl auch die Experten so, die Verry Elleegant für das Gruppe 1 Cox Plate mit der Favoritin Lys Gracieux als klare Außenseiterin einstuften – und sie sollten Recht behalten, in diesem gut besetzten 2040m Rennen hatte sie keine Chance, um den Sieg mitzuspielen und musste sich mit Platz 12 und 10 Längen Rückstand abfinden – das war noch deutlich eine Klasse zu hoch für sie und scheinbar brauchte sie etwas mehr Training, denn mit dem Cox Plate ging die Saison 2019 auch schon wieder zu Ende für Verry Elleegant, die erst nach dem Hochsommer im Februar ihr Comeback feierte.

Als Ziel ihres ersten Rennens wählte Chris Waller das Gruppe 2 Aquis Apollo Stakes in Randwick, wo sie gegen Hochklassige Konkurrenten wie Dreamforce, Alizee oder Happy Clapper ran musste, was keine einfache Aufgabe war. Dieses Mal versuchte Verry Elleegant über die Innenbahn an die Pacesetter heran zu kommen, welche aber in Form von Alizee zu viel Kraft hatte und die Konkurrentin einfach stehen lies. Verry Elleegant beendete das Rennen dort, wo sie ihren Schlusssprint begonnen hatte, nämlich hinter einer Wand von Pferden und ohne Chance, an diesen noch vorbei zu kommen.

Irgendwie fehlte ihr ihre Spritzigkeit, ihr Tempowechsel, der sie im vergangenen Jahr so gefährlich gemacht hatte. Stattdessen waren ihre Rennen mehr Arbeit und Kraftaufwand, was sich auch im Gruppe 1 Chipping Norton Stakes nicht änderte, aber sie schien aus ihren vorherigen Rennen dazugelerngt zu haben, denn sie lies sich nicht so weit zurückfallen wie sonst und versuchte zudem, an der Innebahn etwas Raum zu sparen, was ihr auch bis zum Einbiegen in die Zielgerade gut gelang.

100m vor dem Ziel schaffte sie es sogar, sich an die Front des Feldes zu setzten, wurde dann aber noch von Te Akau Shark überholt und musste sich trotz starker Leistung mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Auch im nachfolgenden Ranvet Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Rosehill erging es ihr wieder so, auch wenn sie erneut ihre Taktik ein bisschen an das kleinere Feld angepasst hatte. So startete sie ihren Angriff deutlich früher und kam bereits in der letzten Kurve, vor einbiegen in die Zielgerade, gleichauf mit Addeyb, konnte den Konkurrenten aber nicht dauerhaft hinter sich halten und musste erneut mit einem zweiten Platz vorlieb nehmen, schien aber mit diesem Rennen immer besser in Form zu kommen und belohnte sich letztendlich im Gruppe 1 Kia Tancred Stakes Ende März mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg, und fast war es so, als hätte man die Zeit einfach zurückgedreht.

Sie hielt sich wieder etwas mehr im Hintergrund während des Rennens, kam weit in die letzte Kurve und beschleunigte in der Mitte der Bahn famos, um am Ende einen lockeren 4,3 Längen Sieg feiern zu können. Der weiche Boden schien ihrem neuen Stil in die Karten zu spielen und Ausdauer konnte sie über die 2400m zur Genüge präsentieren und fast konnte man glauben, dass sie sich beim nächsten Duell mit Addeyb im Queen Elizabeth Stakes im April rächen könnte – der Front Runner machte allerdings schon mit seinem Move 400m vor dem Ziel klar, dass er nicht daran dachte den späten Sprintern eine Chacne einzuräumen und setzte sich schnell einige Meter ab, gefolgt von Danon Premium, der sehr gefährlich in der Mitte der Bahn neben ihm auflief, aber 100m vor dem Ziel offensichtlich die Kraft verlies. So konnte sich Verry Elleegant einen weiteren zweiten Platz sichern, hatte aber keine Chance Addeyb in irgend eine Art von Gefahr zu bringen

Sie reduzierte danach im Winx Stakes im August ihre Distanz erheblich, was am Ende mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg gedankt wurde, wenn auch nur wieder sehr sehr knapp, den Star Of The Seas saß ihr mit einer Nase im Nacken und hatte 100m vor dem Ziel sogar die Führung übernommen. Verry Elleegant hatte das Feld außen überholt in der letzten Kurve und ging an die Front, musste dann aber Star Of The Seas abwehren, der sich kurzeitig selbst sie Führung hatte sichern können – aber Verry Elleegant kämpfte und gewann am Ende über die 1400m verdient. Im nachfolgenden Fujitsu George Main Stakes kam Verry Elleegant mit ihrer Taktik das Feld von hinten aufzurollen dieses Mal nicht durch, als Kolding und Sea Of The Stars das Tempo über 1600m beim einbiegen in die Zielgerade anzogen und Verry Elleegant keinen sauberen Weg durch die anderen Konkurrenten fand und zu spät zu viel Boden gut zu machen hatte.

Im größeren Feld im Turnbull Stakes hielt sich die Stute dann lieber gleich beim links drehenden Kurs außen am Feld und nahm in Kauf, etwas mehr Boden in der Kurve gut machen zu müssen als innen wieder im Pulk der Pferde fest zu stecken, und auch wenn es am Ende ein Kraftakt war, gewann sie ihr nächstes Gruppe 1 Rennen wieder mit einem denkbar knappen Vorsprung. Aber Sieg ist Sieg, und einen Gruppe 1 Siege nimmt man gerne, egal wie knapp er war. Das Rennen über die 2000m war sehr stark besetzt gewesen und dass sie die Stute, noch zudem mit recht hohem Gewicht, hier hatte durchsetzen können, war schon sehr beeindruckend gewesen!

Im Gruppe 1 Caulfield Cup legte die Stute dann über noch weitere Distanz ( 2400 m )  noch einmal nach und schnitt gerade rechtzeitig den Weg von Anthony Van Dyck, um dessen Momentum auf der Außenbahn auszubremsen und dessen Lauf zu resetten, um ihn auf der Ziellinie dann 200m später knapp einen Nacken hinter sich zu haben. Die beiden hatten sich den Weg außen am Feld ausgesucht, und wenn Anthony Van Dyck sich hätte losreißen können, wäre er sicher schwer zu fangen gewesen, so aber konnte sich Verry Elleegant vor ihn setzten und kurz ausbremsen, während sie selbst ihr Momentum aufbaute. Wieder eine starke Leistung, und nachdem sie nun zwei Mal ihre Distanz erheblich erweiterte hatte, war auch der Versuch über die  3200m im Lexus Melbourne Cup nicht ganz verrückt – die Distanz ewies sich aber am Ende dann doch als zu weit für Verry Elleegant, die in ihrer ganzen Karriere noch nie über 3000m gelaufen war. Das kann man verzeihen, gerade in dem extrem straken Feld im Lexus Melbourne Cup aber auch nach einigen Wochen Pause im Februar 2021 im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene kam sie über 1400m zu spät, um Colette auf der Zielgeraden noch einsammeln zu können.

Dabei war die Sprintdistanz von 1400m schon eher wieder nach dem Geschmack von Verry Elleegant, die über diese Distanz im August 2020 das Winx Stakes knapp gewonnen hatte – allerdings über schnelleren Boden. Sie kommt eigentlich mit weichem Boden gut zurecht, hatte allerdings dieses Mal auf der Zielgeraden nicht das Tempo, um auf den letzten 200m signifikant Boden auf die Siegerin gut zu machen und musste sich selbst dem Front Runner Kolding geschlagen geben – klar, sie hatte 400-500m vor dem Ziel das Problem, dass sie keinen freien Lauf fand und sich am Innengeländer eingeklemmt wiederfand, aber 200m vor dem Ziel war sie eben frei und so richtig viel Kick konnte sie dennoch nicht zeigen – heute ist die Distanz noch einmal 200m längr, aber das heisst nicht, dass Colette einfacher zu schlagen sein wird, wenn sie wieder eine so gut Position im Rennen findet.

Colette: Die  Hallowed Crown Stute von  B. Cummings startet für das erfolgreiche Godolphin Syndikat, und sie tut derzeit in Australien alles dafür, dass ihr Trainer mit ihr mehr als zufrieden sein kann. Ihre Karriere begann im Dezember 2019, und seitdem ist Colette ziemlich aktiv gewesen in Austrlien. Bei ihrem ersten Maidenrennen in Hawksbury war sie noch etwas grün hinter den Ohren und musste sich weit hinten im Feld einordnen, aber schon beim zweiten Rennen zeigte sie, dass sie ordentlich dazu gelernt hatte und belegte hinter der Siegerin einen knappen zweiten Platz, der erst wenige Meter vor dem Ziel entschieden worden war. Beim dritten Rennen hob sie die Distanz ein wenig an und versuchte sich das erste Mal über 1600m, was erneut mit einem zweiten Platz belohnt wurde, wenn auch dieses Mal deutlich weiter hinter der Siegerin Fulmina, die sich einen bequemen 2 Längen Vorsprung hatte sichern können.

Trotzdem, es schein als habe Colette die nötige Ausdauer um auch über noch längere Distanz laufen zu können, so dass ihr Trainer sie im Februar in Newcastle in das Cuppa Joes Class 1 Plate schickte – und das mit überragendem Erfolg! Nach zwei mehr oder minder knappen zweiten Plätzen schoss Colette bei dem ersten Versuch über 1885m über sechs Längen vor den Konkurrenten durch das Ziel und sammelte das 35k$ Rennen mit Leichtigkeit ein. Die Konkurrenz war allerdings auch nicht der Rede wert und im Shellharbour Benchmark Plate wurde es dann schon ein wenig knapper – auch wenn hier der Vorsprung von „nur“ zwei Längen über die Leichtigkeit hinweg täuschte, mit der Colette das Rennen gewann – da wäre sicher auch noch ein wenig mehr drin gewesen, schließlich hat sie sich erst 100m vor dem Ziel an die Front begeben können und dem Feld davon rennen können. Wie gesagt, hier wäre deutlich mehr drin gewesen.

Im April hat sie sich dann das erste Mal in einem Gruppenrennen versucht, dem Gruppe 3 Adrian Knox Stakes – und wieder konnte Colette das Rennen locker gewinnen. Dieses Mal gab sie 500m vor dem Ziel Gas und setzte zur Verfolgung der beiden Front Runner an, die sich einige Längen vom Hauptfeld abgesetzt und ihren Schlusssprint begonnen – allerdings hatten sich trotz 3-4 Längen Vorsprung keine Chance, Colette und ihren Angriff noch abzuwehren.

Dann startet sie nach nur einer Woche erneut, auf deutlich höherem Niveau im Gruppe 1 The Star Australian Oaks, machte aber das meiste aus ihrem Erfolgsmomentum und gewann auch dieses Rennen –  und dass überdeutlich mit mehr als 2,5 Längen Vorsprung, eine gigantische Leistung mit nur so wenig Zeit zwischen den Rennen und ein Fingerzeig in Richtung der neuen Saison, in die sie knapp fünf Monate später in Randwick starten sollte.

Das erste Rennen gegen ältere Pferde verlief im Drinkwise Tramway Stakes allerdings sehr enttäuschend mit einem zehnten Platz, der fünfte Platz (von 7 ) im Gruppe 1 Fujitsu George Main Stakes nur zwei Wochen später dagegen war mit unter vier Längen Rückstand schon fast wieder besser als erwartet, einen Eindruck, den die Stute im Gruppe 1 Epsom Plate mit einem sechsten Platz, nur zwei Längen hinter dem Sieger, noch einmal bestätigte. Klar, sie war nie in der Lage den Siegern der Rennen gefährlich zu werden, lief aber besser als ihre Außenseiterquote vermuten lies – so gesehen war es kein Wunder, dass sie zurück gegen gleich alte Konkurrenz im Gruppe 1 The Golden Eagle Stakes in Rosehill im Oktober einen knappen Sieg feiern konnte – und das in einem stark besetzten, großen Rennen gegen männliche Konkurrenz!

Das dieses Rennen im Oktober kein Einzelfall war, zeigte sie dann nach ihrer kleinen Pause über den australischen Sommer im Februar im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene. Das Rennen war mit Verry Elleegant als Favoritin und Kolding als Pacemaker wieder gut besetzt gewesen, aber Colette verhielt sich Clever und Rachel King setzte die Stute hinter die konkurrierenden Front Runner Kolding und Prince Fawaz und machte ihren Move erst beim Einbiegen in die Zielgerade, wo sie schnell am schwächer werdenden Prince Fawaz und dann 250m vor dem Ziel auch Kolding vorbeizog. Die Favoritin versuchte noch einen Angriff zu starten, war aber zu spät in die freie Bahn geschwenkt und konnte in der Mitte der Bahn nur moderat an Boden gut machen – Colette muss heute von weiter außen starten und wird wahrscheinlich nicht eine ganz so schöne Position wie beim letzten Rennen bekommen, hat aber ziemlich locker gewinnen können, so dass sie, guten Start vorausgesetzt, auf eine 100%tige Wiederholung des letzten Rennens hoffen kann.

Einzige Sorge: Sie muss sich im Mittelfelf neben Verry Elleegant einfinden, die, 1 gegen 1, wahrscheinlich aus dieser Position den besseren Schlusssprint hat.

Avilius: Der Pivotal Sohn von Trainer B. Cummings hat sich gesamt gesehen durchaus gut präsentieren können, obwohl er sich am Anfang seiner Karriere durchaus ein wenig Zeit gelassen hatten, um das erste Mal ein Gruppenrennen gewinnen zu können – ganze 8 Rennen dauerte es bis zum ersten Erfolg auf Gruppenebene, dann aber machte er sich einen Namen in Australien und darüber hinaus
Zwar gewann er schon beim dritten Rennen das Prix de Suresnes in Frankreich, seiner alten Heimat bevor er 2018 nach Australien wechselte, aber die ersten Monate seiner Karriere waren doch etwas holprig. Vpr dem Wechsel nach Australien startete er noch im Grand Prix de Maisons-Laffitte  und dem Gruppe 2 Prix Guillaume d’Ornano, wo er jeweils platzieren konnte, allerdings den Sieger jeweils nicht gefährden konnte. Im Gruppe 2 Qatar Prix Niel kam er sogar als zweiter ins Ziel, konnte aber Cracksman damals niemals unter Druck setzten, und beim letzten Start in Europa im Qatar Prix Dollar scheiterte er als Favorit sogar sehr deutlich. Trotzdem hatte er mit dieser ersten Saison seine neuen Besitzer überzeugt und er wechselte nach Australien, wurde kastriert und startete sofort in einigen Gruppenrennen, wie dem New Caledonia, dem Kingston Town Stakes und dem The Bart Cumming Stakes – alle auf Gruppe 3 Ebene und alle mit einem Sieg abgeschlossen. Auf Distanzen von 2500m bis 1900m.
Der Versuch auf Gruppe 1 Ebene im Cox Plate war allerdings nicht sonderlich erfolgreich, denn Avilius konnte sich natürlich weder gegen die Wunderstute Winx noch aber gegen Benbatl oder Humidor durchsetzen, das selbe Schicksal ereilte ihn dann auch im Melbourne Cup, wo Avilius sogar nur 22 von 23 wurde. Avilius gönnte sich dann eine kleine Pause und kam erst im Februar wieder zurück auf die Rennstrecke und senkte dabei auch noch die Ziele vor den Augen ein wenig.
So wurde er im Gruppe 3 Carlyon Cup auch wieder Erster und konnte sich gegen den Zweiten recht deutlich durchsetzen. Auch auf einem etwas höherem Niveau wie dem Peter Young Stakes gelang Avilius im Februar der Sieg, dieses mal auf gut bis weichem Untergrund und 1800m Distanz. Avilius hatte zwar trotz des Gruppe 2 Rennens weniger Konkurrenz als dem letzten Rennen und konnte sich locker mit 1,5 Längen ins Ziel schieben, was die Fans aber nicht davon abhielt, ihn für den Australian Cup zum Favoriten zu machen – und das obwohl er noch nie ein Gruppe 1 Rennen gewinnen konnte oder knapp dran war – auch dieses Mal sollte es nicht reichen und Avilius kam nur als Fünfter ins Ziel, gut 1,5 Längen hinter dem Sieger Harlem – der allerdings im letzten Rennen keine Konkurrenz für Avilius gewesen war – hier war er als Außenseiter aufgelaufen, wie auch die Plätze 2, 3 und 4. Vergessen wir das Rennen lieber, denn im Ranvet Stakes auf Gruppe 1 Ebene konnte sich Avilius dieses mal locker durchsetzen und die meisten Favoriten liefen ein extrem gutes Rennen und konnten sich vorne mit dabei platzieren – aber Avilius konnte keiner mehr fangen, der Vorsprung auf dem Kurs in Rosehill betrug am Ende ganze 2,5 Längen.
Nach nur einer Woche ging es im Gruppe 1 Kia Stakes wieder auf die Rennstrecke und Avilius konnte sich über 2400m wieder einmal locker gegen die Konkurrenz durchsetzen, die angetretenen Gegner waren aber auch nicht der Rede Wert, obwohl das Preisgeld gut doppelt so hoch war wie im letzten – der zweite Gruppe 1 Sieg war trotzdem sicher.
Für das Winx Stakes auf Gruppe 1 Ebene war die Konkurrenz mit Happy Clapper oder Very Elegant doch besser, aber es waren wohl die 1000m weniger Distanz, die Avilius am Ende das Genick brachen – von 2400m auf 1400m runter zu gehen war sichtlich keine gute Idee. Auch über die Meile im Gruppe 3 Ingham Chelmsford Stakes erging es ihm nicht besser und er konnte sich im Finish nicht durchsetzen, ganz im Gegensatz zum zwei Wochen später ebenfalls über die Meile ausgetragenen Colgate Optic White Stakes  – wo Avilius sich am Ende mit über 2 Längen gegen alt bekannte Kollegen wie Happy Clapper oder seinen ehemaligen Bezwinger Samadoubt durchsetzen konnte.
Avilius versucht in der Regel das Rennen von hinten aufzurollen und wenn sich eine Armee von Pferden vor ihm aufgebaut hat, bleibt er halt stecken – oder wenn andere Konkurrenten ebenfalls diese Taktik fahren, kommt er manchmal zu spät, wie etwa im Ladbrokes Stakes wo er Gailo Chop die Führung überlassen musste und sich eher im hinteren Bereich des Feldes einsortierte. Zusammen mit Black Heart Bart kam er dann auf der Zielgeraden in der Mitte der Bahn heran und machte einige Plätze gut, musste aber Black Heart Bart und Cape Of Good Hope ziehen lassen, die fast zwei Längen Vorsprung vor dem Rest hatten. Avilius hatte in diesem Rennen durchaus zeigen können, dass er auch mit anderer Taktik gefährlich werden kann, aber es fehlte doch noch ein wenig – im Cox Plate, gerade einmal 6 Tage später, sah man ihm hingegen deutlich an, dass sowohl Niveau als auch Erholungszeit zwischen den Rennen viel zu kurz waren.
Nach knapp drei Monaten Pause kehrte er zwar gut ausgeruht in das Neds C. F. Orr Stakes auf Gruppe 1 Ebene zurück, konnte aber überraschend nicht um den Sieg mitlaufen, was aber auch für den Favoriten Scales Of Justice galt und das Rennen war von den Außenseitern dominiert worden. Besser erging es ihm dann schon drei Wochen später im Chipping Norton Stakes, wo er immerhin bis auf zwei Längen an Te Akau Shark und Verry Elleeegant heran kam.
Dreamforce kam nach vorne und übernahm die Führung, wärhend Happy Clapper ihm auf den Hufen hing und Verry Elleeegant knapp dahinter lief. Avilius war dagegen ziemlich weit hinten im Feld und hatte die Position auch noch 200m vor dem Ziel inne – da war er gerade einmal Siebter, und der Sprint zum Ziel war in vollem Gang! Te Akau Shark erwischte Happy Clapper zusammen mit Verry Elleegant, Fierce Impact Avilius noch vor der Ziellinie, und Avilius wäre sicher sogar um den Sieg mitgelaufen, wenn er nicht ganz so weit von den Pacesettern weg gewesen wäre.
Trotzdem, der Schlusssprint wusste zu gefallen, was auch erklärte warum Avilius für den Gruppe 1 Tab Australian Cup im März als Favorit auflaufen dürfte.
Auch hier lies sich Avilius weit zurückfallen und hatte vor der Zielgeraden alle bis auf einen Konkurrenten noch vor sich, und auch wenn er innen eine Lücke für sich fand um noch einige Plätze gut zu machen, war das natürlich nicht genug um am Ende um den Sieg mitlaufen zu können.
Das Muster wiederholte sich auch im kleinen Feld in Rosehill noch im selben Monat, als Avilius im Gruppe 1 Ranvet Stakes auflief und dort den Anschluss an Addeybb und Verry Elleegant verpasste, was ihn aber nicht daran hinderte, es gleichim selben Monat noch einmal im Kia Tancred Stakes zu versuchen, wo Verry Elleegant ihm aber wieder davonsprintete.
Nach einer langen Pause konnte man im August 2020 im Winx Stakes nicht viel von ihm erwarten und er wurde dann kurz vor dem Rennen sogar als Non Runner deklariert und verschob sein Saisondebüt auf den September, wo er in Randwick auf Gruppe 2 Ebene im 5 Sep 2020
Heineken Chelmsford Stakes startete. Auf dem Papier hatte er sich ein durchaus machbares rennen ausgesucht und Avilius schaffte es tatsächlich, unter 2 Längen an den Sieger heranzukommen und auf einem vierten Platz zu enden, obwohl er lange Zeit letzter im Feld war und unglaublich viel Boden gut zu machen hatte – das war eine wirklich gute Leistung, wenn man den Verlauf des Rennens betrachtet, umso enttäuschender, dass er im Gruppe 1 Fujitsu George Main Stakes kurze Zeit darauf nicht an diese Form anknüpfen konnte, ein abgeschlagener sechster Platz war alles was am Ende übrig blieb, dafür kam er beim nächsten Rennen, dem Gruppe 2 Quincy Seltzer Hill Stakes in Ranwick, überraschend als zweiter hinter dem erneuten Sieger Kolding ins Ziel. Der Front Runner hatte das Feld früh auseinander gezogen, aber Avilius schaffte erneut den Trick, das gesamte Feld bis auf den Sieger von der Rückgeraden an abzuarbeiten und lies sich dieses Mal nicht ganz so extrem weit nach hinten fallen in den ersten Phasen des Rennens. Es folgte der nächste Start im Stella Artois Caulfield Cup, wo er allerdings keine Chance hatte mit den anderen Schlusssprintern wie Verry Elleeganz mitzuhalten, die ihn über 2 Längen hinter sich ließen.
Auch im November absolvierte Avilius zwie Starts, der erste am 3 Nov 2020 im Lexus Melbourne Cup war eine reine Enttäuschung – Avilius sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein – und blieb das gesamte Rennen dort. Das war nix, und zwei Wochen später im deutlich leichteren Quayclean Zipping Classic auf Gruppe 2 Ebene schaffte es Avilius wieder nicht, von dem niedrigeren Niveau zu profitieren. Eigentlich war das Rennen wie für ihn gemacht, es gab ordentlich Pace, viel Deckung aber auf dem Papier wenig Klasse zu fürchten – trotzdem sprintete die Konkurrent ihm davon und Avilius konnte den Siegern nur hinterherschauen – und heute sind die Schlusssprinter deutlich stärker unterwegs, und die kleine Pause wird wohl kaum einen extremem Formsprung begünstigen.

25.02.2021 – Thurles – Markaye Hurdle – Pick: Grand Paradis

Pferderennen in Irland

16:50 Markaye Hurdle – Gruppe 3

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.223 m  |  Preisgeld: 27.500 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Kleines aber feines Rennen, welches uns heute ein wenig mehr Auskunft geben wird, wer sich am Ende für das Cheltenham Festival empfehlen wird, denn viele der heutigen Teilnehmer haben eine oder gleich mehrere Nennungen für das große Festival im nächsten Monat, also lohnt sich ein genauerer Blick auf das Rennen und dessen Ergebnis, denn allzu viele Rennen wird es nach diesem Wochenende nicht mehr geben, bevor wir uns in England beim Cheltenham Festival wiedersehen werden.
Grand Paradis: Der Martaline Sohn von Gordion Elliot, der seine Karriere im November 2020 auf weichem Boden über 2m in einem NHF Rennen in Fairyhouse bgeann – und das mit Stil. Er gewann das Rennen mit über 5 Längen vor dem nächsten Verfolger und zeigte an diesem Tag eine Menge Speed um seinen Dauerkonkurrenten San Salvador auf dem letzten Furlong abzuhängen. Starke Leistung und der Grund, warum er danach bei seinem ersten Hurdle als Favorit starten dürfte, auch wenn das Rennen in Naas mit vielen Konkurrenten besetzt war und auf schwerem Boden stattfinden musste. Der Boden schien auch am Ende der Grund gewesen zu sein, warum Grand Paradies zum Schluss „nur“ einen vierten Platz belegn konnte, denn schon beim Sprung an der vorletzten Hürde konnte man sehen, dass er nicht mehr viel Kraft übrig hatte und dann auf der Zielgeraden musste er die Sieger immer weiter ziehen lassen.

Allerdings hatte das Rennen ihm geholfen sich an die Sürunge über die Hürden zu gewöhnen und beim nachfolgenden Awards Hurdle in Fairyhouse, einem weiteren Maidenrennen, konnte sich Grand Paradis schnell an der Front des Feldes etablieren und von da aus zwischen den letzten beiden Hürden das Rennen mit spielender Leichtigkeit klar machen – starke Leistung und das, was man auch heute von ihm sehen will.

Fighter Allen: Der  Vision D’etat Sohn von Willie Mullins kommt ursprünglich – wie könnte es anders sein – aus Frankreich, wo er für Gabriel Leenders ein Rennen im Mai 2019 bestritt, welches er gleich mit fünf Längen gewinnen konnte. Danach wechselte er zunächst zu Gordon Elliot, der ihn im Paddy Power Betting Shop Novice Hurdle auf Gruppe 2 im Februar starten lies, allerdings belegte Fighter allen am Ende nur einen siebten Platz, viel schlechter als eigentlich von ihm erwartet worden war. Er hatte sich selbstbewusst am Ende des Feldes positioniert und wollte an den letzten drei Hürden das Feld dann aufrollen – nur dass er nicht im Ansatz die Power hatte, um das durchzuziehen und stattdessen niemals eine tragende Rolle in dem Rennen spielen konnte.

Er wechselte dann zu Willie Mullins, der in noch einmal bis in den November 2020 unter seine Fittiche nahm und weiter trainierte – und das Training machte sich bewährt, denn auch wenn er in seinem ersten Maidenhurdle im November noch nicht in Bestform zeigen konnte, gewann er das  4.334m Rennen in Punchestown mit einer Kraftanstrengung. Er hatte die Ausdauer um den schweren Boden zu kompensieren, allerdings sahen seine Sprünge noch etwas unsauber aus zum Teil und er war definitiv noch ziemlich grün hinter den Ohren – wie er auch in Navan im Dezembr 2020 im Make Your Best Bet Hurdle Gruppe 2 Rennen unter Beweis stellte – leider.

Zunächst zog er hart nach vorne und ging viel zu energisch an die Sache heran, Paul Townend hatte seine liebe Mühe ihn unter Kontrolle zu halten, dann aber auf der Rückgeraden schien Fighter dann plötzlich nicht mehr genau zu wissen, wo er eigentlich ist und was er eigentlich zu tun hatte. Er wirkte müde und unmotiviert, kam kaum über die drittletzte Hürde und wurde von Townend aus dem Rennen genommen.

Das nächste Rennen in Thurles beendete er zwar, aber wieder konnte er das Feld nicht wie gehofft über die Distanz führen, sondern musste sich am Ende wieder klar geschlagen geben, nachdem er zwischen den letzten beiden Hürden alle Kraft aufgebraucht hatte – er ist ziemlich sicher besser, als das, was er in den letzten beiden Rennen gezeigt hat, aber das muss er heute auch unter Beweis stellen, oder alle Pläne für das Festival stehen in Frage.

Limestone Rock: Der  Leading Light von Michael Morris je nach Leistung heute einen aussichtsreichen Starter für das Cheltenham Festival bescheren – noch rangiert er für das  Albert Bartlett Novices‘ Hurdle  und das Ballymore Novices‘ Hurdle jeweils als klarer Außenseiter – aber das kann sich ändern, wenn er seine Formkurve weiter hält und sich stückweise immer weiter steigern kann.

Im Dezember 2020 machet er in Leoparstown machet er sein Debüt in einem NHF Rennen über 2m4f auf weichem Boden, und kam auf einem guten zweiten Platz ins Ziel, danach startete er in einem Hürdenrennen in Naas im Januar, und zeigte über 2m und schweren Untergrund mit einem dritten Platz erneut eine gute Leistung. Da er gerade nach der vorletzten Hürde zu schwächeln begann, stand im Raum, dass er für den schweren Boden die Kondition noch nicht haben könnte, das wurde dann aber schon zwei Wochen später über 2m und 3 Furlong auf dem selben Kurs unter den selben Bodenbedingungen wieder revidiert – denn in diesem Maidenrennen führte er das Feld über die Distanz, sprang bis zum Ende kraftvoll und gewann verdient mit 5 Längen.

Das heute ist ungleich härter, aber wenn er erneut so eine Leistung zeigen kann, steht dem Rennen um den Sieg nicht viel im Weg.

West Cork Wildway: Der  Yeats Sohn von Paul O’Flynn ist für sein Alter schon ziemlich erfahren und hatte eine ziemlich anstrengendes Jahr 2020. 2018 begann seine Karriere in Boulta, dann ging es Anfang 2019 nach Ballyvodock – alles kleine Kurse ohne viel Signifikanz, erst im Herbst 2019 folgte eine Start auf einem der Hauptkurse in Lisowel, wo West Cork Wildway sich mit einem dritten Platz in einem Maidenhurdle Rennen aber auch ganz gut verkaufen konnte. Danach starte er im Oktober noch einmal in einem NHF Rennen und gewann dieses auch souverän mit über 4 Längen Vorsprung, bevor er wieder – und dieses Mal endgültig – in die Hürdenrennen wechselte.

Dort wechselten sich gute Ergebnisse mit klaren Niederlagen über das Jahr 2020 ab, seinen ersten Sieg verbuchte er das erste Mal im vierten Versuch in einem Maidenrennen, was auch zunächst der einzige Erfolg blieb – bis zum Dezember 2020, wo er in einem Handicap in Thurles über 2m Meilen dominieren konnte, allerdings war das auch so erwartet worden – die Konkurrenz war nicht sonderlich stark und West Cork Wilway hatte in dem Jahr viel Erfahrung sammeln können und einige gute Platzierung erreicht. Am Ende gewann er knapp und hätte sich mit seinem Sprung an der letzten Hürde fast wieder alles verbaut, am Ende reichte es aber knapp für den Sieg gegen Saint D’Oroux.

Danach startete er noch einmal in Leopardstown im Ladbrokes Hurdle, einem Handicaprennen welches hoch dotiert und stark besetzte war, und wieder konnte sich West Cork Wildway mit einem vierten Platz in guter Form zeigen. Eigentlich war der Untergrund schon fast wieder ein wenig zu schwer für ihn, aber er schien sich auch an diese Bedingungen mit mehr Erfahrung zu gewöhnen und konnte bis zu den letzten Hürden gut mithalten, dann begann er an Antrieb und Plätzen einzubüßen und musste sich mit einem etwas abgeschlagenen vierten Platz begnügen. Ich würde ihn lieber über schnelleren Boden als heute sehen, aber er hat den anderen Konkurrenten definitiv einiges an Erfahrung voraus

 

Ich denke Grand Paradis wird das Rennen machen, aber dahinter wird es spannend. Limestone Rock gefällt mir gut, aber vielleicht lauert unter den Außenseitern ja auch noch Gefahr, etwa Goodbye Someday?


21.02.2021 – Sha Tin Hong Kong – The Citi Hong Kong Gold Cup – Pick: Golden Sixty

Pferderennen International

09:05 The Citi Hong Kong Gold Cup – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 12.000.000 HKDGeläuf: Gras  |  Boden: gut
Golden Sixty: Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist der nächste aufstrebende Superstar im Galopp in Fernost. Wobei, kann man noch aufstrebend sagen, wenn er nun 12 Rennen in Folge gewinnen konnte und dabei Siege in vier Gruppe 1 Rennen erringen konnte? Nein, nicht wirklich, er ist schon ein Superstar und hat gegen die meisten der heutigen Konkurrenten schon mehrfach bestehen können, daher auch die geringe Quote – wieder einmal. Aber es ist wie mit Winx, 10-20% Profit können sich läppern
Seine Karriere begann schon mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.
So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handi cap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.
Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.
Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.
Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.
Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.
Im The Sha Tin Trophy im Oktober ging es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kam vom Gewicht her – aber seine besten Tage auch schon hinter sich hat. Dazu startete er ohnehin zu einer fast zweistelligen Quote und es wurde nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte von Golden Sixty wegen der geringen Quote Abstand genommen und auch wenn er gewann, musste er sich gegen Ka Ying Star ziemlich strecken und kam nur eine halbe Länge vor dem Konkurrenten ins Ziel, der einfach nicht aufgeben wollte und an dem haushohen Favoriten dran klebte. Am Ende blieb es beim Sieg des Favoriten, so viele Probleme hätte er aber mit einem 46er Quoten Außenseiter nicht haben sollen. Es war nicht eine der Glanszstunden von Golden Sixty, trotz des Sieges, aber schon im nächsten Rennen, dem The Jockey Club Mile, war er wieder voll oben auf und konnte sich locker flockig gegen den wiederkehrenden Ka Ying Star durchsetzen, der immerhin wieder auf einem zweiten Platz ins Ziel kam, aber Golden Sixty beschleunigte in der Mitte der Bahn allen davon und konnte sich knapp vor dem Ziel entspannen und seinen Vorsprung wieder ein wenig reduzieren.
Ganz so entspannt war sein nächster Sieg über 1600m im The Stewards Cup dann allerdings nicht. Der Start im Januar war für den Geschmack eines so erfolgsverwöhnten Rennpferdes wie Golden Sixty mit Sicherheit viel zu knapp, denn Southern Legend hatte das Feld vor erreichen der Zielgeraden geschickt auseinander gezogen und Ka Ying Star war mit ihm gegangen, während Golden Sixty in der Mitte der Bahn auf seine Chance gewartet hatte, seinen gefürchteten Schlusssprint anzuziehen – und dann fast zu Spät gekommen wäre! Es bleib beim erwarteten nächsten Sieg, aber oha, das war knapper als erwartet ausgegangen.
Heute hier und jetzt ist er natürlich wieder Favorit, gerade weil Exultant sich in seinen letzten Rennen immer mit einem zweiten Platz hatte zufrieden geben müssen

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruzhat hat sich gerade im Jahr 2019 und im ersten Teil des Jahres 2020 mit einem extrem guten Lauf und insgesamt vier Gruppe 1 Siegen (wenn man den Gruppe 1 Sieg im Hong Kong Vase im Dezember 2018 mitzählt) einen Namen gemacht und im Dezember 2019 und dem Februar 2020 den Sieg im Vase 2019 und dem The Citi Hong Kong Gold Cup nur knapp verpasst. Nach der Sommerpause verpasste er allerdings den Sieg im Sa SA Ladies Purse  und danach im The Jockey Club Cup knapp und konnte auch in den folgenden zwei Rennen immer nur den zweiten Platz für sich beanspruchen… das wird nach vier Rennen scheinbar zur Gewohnheit und gibt Grund zur Sorge.

Exulant gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 erst im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistan Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und im Januar ging es im Gruppe 3 The Centenary Vase über „nur“ 1800m, aber auch gegen auf dem Papier deutlich leichtere Konkurrent, gab es mit Dinozzo und Glorious Forever doch nur zwei realistische Konkurrenten, die aber beide keine ernsthafte Gegenwehr leisten konnten, während Exultant einen weiteren Gruppensieg feiern konnten – wie auch einen Monat später im Gruppe 1 The Hong Kong Gold Cup, nur dieses mal eben auf Gruppe 1 Ebene, gegen die selbe Konkurrenz wie zuvor. Exultant hatte sich 200m vor dem Ziel bereits locker abgesetzt und das Rennen 100m vor dem Ziel gewonnen, nur Southern Legend konnte nur ein paar Längen gut machen, ohne für Gefahr für den Sieger zu sorgen, der nun von 1800 bis 2400m drei Gruppenrennen in Folge hatte gewinnen können.

Zwei Monate später startete er im Gruppe 1 The QE II Cup, musste da aber eine völlig andere Taktik fahren als zuvor und versuchte das große Feld von hinten aufzurollen, was ihm aber leider nicht ganz gelang, denn der Außenseiter Win Bright hatte aufgepasst und sich rechtzeitig von der Front einige Längen abgesetzt, was Exultant an der Seite des alten Konkurrenten Lys Gracieux nicht mehr ganz aufholen konnte.

Im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup -einen Monat später passte Exultant da schon besser auf, das Feld war allerdings auch nicht ganz so groß und so weit außeinandergezogen, so dass Exultant von etwa der Mitte des Feldes starten konnte und schnell den Front Runner Time Warp eingetütet hatte. Rise High flog noch spät heran, aber Exultant hatte das Rennen 100m vor dem Ziel mal wieder fest in der Tasche und beendete damit eine hervorragende Saison für sich. Den Lauf beim Saisondebüt im The Sa Sa Ladies konnte man ihm schon verzeihen, nach einer Pause ist Exultant nicht immer in bester Form wieder gekommen, dafür war der zweite Lauf in der Saison schon deutlich besser und Exultant gewinn den The Jockey Club Cup mit Leichtigkeit. 150m vor dem Ziel zog Exultant in der Mitte der Bahn vor und setzte sich einige Längen ab, allerdings heftete sich der Derby Sieger Furore  an seine Fersen und holte noch einige Längen auf, aber konnte sich doch nicht mit Exultant messen und musste das Ausnahmepferd ziehen lassen.

Im Gruppe 2 Hong Kong Vase musste sich Exultant dann aber überraschend geschlagen geben, und dass, obwohl er auf den letzten Metern des 2400m Rennens als erster in die Zielgerade ging – aber Exultant konnte das Feld dieses Mal nicht hinter sich lassen und Glory Vase hatte Exultant 100m vor dem Ziel bereits fest im Griff und Exultant fiel auf den dritten Platz zurück. So richtig erklären kann man den Aussetzer nicht, so richtig schlecht war der Lauf aber auch nicht, und nach knapp anderthalb Monaten im nachfolgenden Gruppe 3 The Centenary Vase konnte sich Exultant wieder wie gewohnt gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Gruppe 3 Rennen war aber natürlich nicht das Ziel des mehrfachen Gruppe 1 Siegers, sondern das Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, welches mit 10.000.000$ dotiert war und welches Exultant 2019 hatte gewinnen können – allerdings schaffte er es nicht, auch die Austragung im Jahr 2020 für sich zu entscheiden – dafür kam er beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu weit nach außen und verlor noch mehr an Boden, als er ohnehin schon verlore atte, weil Time Warp als Front Runner das Feld ordentlich außeinander gezogen hatte. Exultant log förmlich heran und sammelte Pferd um Pferd ein – am Ende reichte es aber leider nicht für den Sieg, sondern nur für eine zweiten Platz.

Den Fehler so weit nach hinten zu fallen machte er im The Fwd QE II Cup nicht noch einmal und schoss an Time Warp vorbei, mit dem er lange Zeit um die Führung in dem Feld konkurriert hatte. Am Ende kämpfte sich Furore noch an ihn heran, aber Exultant blieb der klare Sieger.

Auch im Chartered Champions & Chater Cup einen Monat später hat er gegen bekannte Konkurrenten wie Furore  das Tempo bekommen, welches er braucht um am Ende an allen vorbei zu beschleunige und schaffte als Saisonabschluss einen weiteren Gruppe 1 Sieg!

Hätte er die Form halten können, wäre er sicher auch nach der Sommerpause gleich von einem Sieg zum nächsten gelaufen, daraus wurde aber zunächst nichts, denn bei seinem Debüt sechs Monate nach dem letzten Start musste Exultant eine herbe Niederlage im Sa Sa Ladies Purse hinnehmen.

Exultant sah beim Einbiegen in die Zielgerade eigentlich noch Top aus, konnte dann aber der auf der Zielgeraden nicht das Tempo von Furore mitgehen, und so richtig das Augenmerk auf sich gezogen hat Dances With Dragons, der im letzten Abschnitt des Rennens unglaublich viel Boden gut machen konnte.

Von den dreien auf den ersten Plätzen machte Exultant den schlechtesten Eindruck und auch beim The Jockey Club Cup hatte er nie eine Chance, den Sieger und alten Bekannten Furore zu schlagen. Der war 200m vor dem Ziel noch gleichauf mit Exultant und setzte fast gleichzeitig den Schlusssprint an, Furore setzte sich aber schnell 2 Längen ab und hielt diesen Vorsprung bequem bis zur Ziellinie. Die beiden setzten sich gut vom Rest des Feldes ab und waren klar die beiden besten Pferde im Rennen, aber Exultant war eben erneut „nur“ Zweitbester.

Im Longines Hong Kong Vase  im Dezember fehlte auf dem Papier ein Hochkaräter aus Hong Kong als Konkurrent, aber Mogul sammelte sich nach seinem Flop im Breeders Cup und gewann das Rennen gegen den Favoriten Exultant am Ende dominant mi t drei Längen Vorsprung, was sein Versagen im Breeders Cup um so bitterer machte – er zeigte im Longines Hong Kong Vase, dass er es kann und das er das Potential hat, auch international groß aufzulaufen. Ryan Moore hat sicher den Sieg sehr genossen, Exultant wohl eher weniger, gerade auch weil er danach im Januar im The Centenary Vase Handicap unter hohem Gewicht erneut wieder nur den zweiten Platz erreichen konnte – vor Furore, aber hinter Glorious Dragon, der ganze neun Kilo leichter unterwegs war!

Nun, heute ist er mit Furore besser dran und Time Warp konnte unter erheblich leichterem Gewicht im The Centenary Vase Handicap nichts ausrichten, so dass Exultant für den zweiten Platz gebucht zu sein scheint.

Furore: Eigentlich hat nach dem Pierro Sohn kein Hahn mehr gekräht, seit er nach seinem hoffnungsvollen Sieg im Hong Kong Derby 2019 nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen konnte, dann aber kam er im Herbst 2020 zur Form zurück und hat sich im The Jockey Club Cup und dem The Sa Sa Ladies‘ Purse gleich zwei Mal gegen den herausragenden Exultant durchsetzen können
Seine Ausbeute an Siegen ist etwas dünn, zugegeben, aber da waren auch in der Durststrecke einige sehr knappe Platzierungen dabei, die ohne weiteres auch Siege hätten werden können!
Die Karriere von Furore begann mit einer Serie von Siegen 2018 und einem sehr guten dritten Platz beim Rosehill Guineas Trophy im März 2018 in Rosehill, bevor ihr das erste Formtief ereilte und er im Gruppe 1 Harrolds Australian Derby nur einen sechsten Platz erreichen konnte, noch einen Platz schlechter lief es dann im The Lukfook Jewellery Cup. Der erste richtigeLichtblick kam dann im Hong Kong Classic Mile in Form eines soliden 2,5 Längen Sieges über die Distanz der Meile. Eine sehr gute Leistung, die aber schon im nächsten Rennen passé. Dann aber kam der Sieg im Hong Kong Derby, der Furore zum Gruppe 1 Sieger machte.
Auch der Sieg im Derby kam ziemlich überraschend, denn davor war er im Harrolds Australian Derby klar geschlagen worden, aber auch nach dem ersten Gruppe 1 Sieg folgten klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Sa Sa Ladies  oder dem The Celebration Cup.
Der Start im Gruppe 2 The Jockey Club Cup über 2000m im November 2019 war allerdings ein kleiner Lichtblick mit einem guten zweiten Platz inter Exultant, und obwohl Furore danach wiede in das Tal der Tränen stürzte, war sein letzter Start im The Chairman’s Trophy hinter Beauty Generation in diesem Monat gar nicht so schlecht – er holte auf der Zielgerade noch gut auf, und Beauty Generaion hatte in diesem Rennen alle Hände voll zu tun, die Verfolger Ka Ying Star und Southern Legend auf Abstand zu halten – und da Furore nicht weit hinter diesen ins Ziel einlief, war es auch keine absolute Überraschung, dass er im The Fwd QE II Cup nch zu Erfolgung von Exultant ansetzte, der sich von Time Warp gelöst hatte.
Furore sah im The Fwd QE II Cup eigentlich fertig mit dem Rennen aus, schließlich musste sein Jockey Karis Teetan ihn schon vor dem Einbiegen in die Zielgerade hart reiten, aber Furore fand und fand und kämpfte sich bis auf unter einer Länge an Exultant heran – das hatte man während des Rennens nicht erwartet, und Furore schien mehr als fähig zu sein, wenn man ihn ordentlich motiviert – und auch im nachfolgenden Chartered Champions & Chater Cup im April kam er bis auf knapp eine Länge an Exultant heran, allerdings schob sich auch der Außenseiter Chefano noch an ihm vorbei und der dritte Platz war etwas unter seinen Möglichkeiten. Erst recht allerdings der dritte Platz im The Premier Plate nachdem der Favorit More Than This an diesem Tag einen Aussetzer hatte,  aber vielleicht hatte er sich auch an die 2000m+ gewöhnt, denn auch nach der Sommerpause zeigte Furore über die Meile gegen Golden Sixty im The Sha Tin Trophy wenig von seiner Form, kam aber in dem klassischen Saisonöffner, dem Gruppe 3 The Sa Sa Ladies‘ Purse, überraschend zur Form zurück.
Das The Sa Sa Ladies‘ Purse ist zwar „nur “ ein Gruppe 3 Rennen, aber jedes Jahr kommen in diesem Rennen einige der besten Pferde aus Hong Kong zusammen, und auch 2020 machte da keinen Unterschied – Exultant, Dances with Dragons, Southern Legend – da waren einige bekannte Namen dabei, die das Rennen interessant machten, aber Furore stahl allen die Show. Ende des Rennens stürmte noch Dances With Dragons heran, aber Furore hatte sich zuvor schon Exultant entledigen können und konnte auch den Angriff von Dances With Dragons abwehren.
Ein bisschen glaubte man noch an eine Ausnahme, aber im nachfolgenden The Jockey Club Cup wiederholte er die Leistung über 2000m noch einmal 1:1 gegen die selben Konkurrenten: Furore kam in der Mitte der Bahn in den freien Lauf, hatte 200m vor dem Ziel den Front Runner Time Warp kassiert und konnte danach die Attacke von Exultant bequem abwehren und den Vorsprung auf die Verfolger kontrollieren.
Das war wieder ziemlich beeindruckend gewesen und die Vorzeichen für den Longines Hong Kong Cup standen gut, allerdings floppten an diesem Tag alle Favoriten, inklusive Exultant, Magical und Skaletti. Magical kam noch auf einen dritten Platz, aber wenn alle anderen Favoriten versagen und die Außenseiter sich die ersten Plätze sichern, ist der dritte Platz für den Favoriten des Rennens bitter.
Genauso bitter war es für Furore, dass er sich auch danach im The Centenary Vase Handicap im Januar trotz augenscheinlich guten Gewichts in diesem Handicap nicht besser als auf einem dritten Platz platzieren konnte – als Favorit des Rennens. Heute ist er 2KG schlechter dran mit Exultant, der schon im letzten Rennen die Nase vorn hatte. Das wird sicher schwer, von Golden Sixty gar nicht erst zu sprechen

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen sieben Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten, kann aber dann auch extrem schwer zu fangen sein.

Auf jeden Fall sorgt er ein ordentliches Tempo im Rennen.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff, und auch im Hong Kong Gold Cup im Februar übernahmen andere den Schlusssprint und Time Warp konnte sich zurückfallen lassen, nachdem seine Arbeit als Pacemaker getan war. Der Rest der Saison verlief dabei immer nach Schema F: Das Tempo setzten oder Druck auf den Pacemaker, und dann auf der Ziellinie packen gehen – klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Champions & Chater Cup  und auch dem Gruppe 3 The Premier Plate folgten in der Saison. Besser war da schon wieder der Start nach einer längeren Pause im The Sa Sa Ladies als er den offensichtlich noch nicht ganz fitten Exultant hinter sich halten konnte und nur Southern Legend an sich vorbei ziehen lassen musste.

Die Form konnte Time Warp allerdings danach im Gruppe  2 The Jockey Club Cup nicht halten und scheiterte deutlich an Exultant und auch im Gruppe 1 Hong Kong Cup erging es ihm nicht besser. Im Gruppe 3 The January Cup im neuen Jahr versuchte Time Warp wiede das Tempo zu setzen, konnte aber nicht den dritten Kurs und Distanz Sieg von Doctor Geoff nicht verhindern und musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup über 2000m gab es um die Position des Front Runners kaum Konkurrenz, so dass Time Wap sich bequem an die Spritze des Feldes setzten konnte und die anderen über die Distanz führen konnte. Time Warp zog das Feld beständig weiter auseinander und verdarb damit sogar dem Favoriten Exultant den Tag, der am Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Time Warp noch vor der Ziellinie einzusammeln. An jenem Tag hatte Time Warp einen extrem guten Tag erwischt und hatte auf der Zielgeraden noch mehr als genug Kraft übrig, um sich ein wenig abzusetzen von den unmittelbaren Verfolgern, denen allen die Kraft auszugehen begann.

Wenn er in der selben Laune ist, ist er selbst für die besten in Hong Kong eine Gefahr. Aber schon beim nächsten Rennen im April konnte er das Tempo nicht halten und musste zurückstecke und im Mai im Chartered Champions & Chater Cup reichte es am Ende nur für einen letzten Platz und auch danach im The Jockey Club Cup  belegte er diesen Platz, nachdem er zuvor das Tempo gesetzt hat. Sein letzter Sieg war über 2000m, aber das half ihm im Dezember im Longines Hong Kong Cup auch nicht weiter, wo er erneut als Front Runner gebucht aber klarer Außenseiter war, mit fast doppelt so hoher Quote wie der nächste Außenseiter. Zwar floppte alle Favoriten in diesem Rennen, aber ein müder Time Warp konnte hier genauso wenig ausrichten wie danach im The January Cup in Happy Valley oder dem The Centenary Vase Handicap im Januar, wo er sehr leicht unterwegs war, den deutlich schwereren Furore und Exultant aber nicht das Wasser reichen konnte – ganz zu schweigen vom Sieger und weiteren Leichtgewicht Glorious Dragon, der das meiste aus den Handicapregeln machte.

Er wird sicher wieder für ein starkes Tempo sorgen, mehr aber auch nicht. Er ist der gebuchte Front Runner, der ungeachtet späterer Platzierungen an die Spitze stürmen wird!


21.02.2021 – Hong Kong – The Queen’s Silver Jubilee Cup – Pick: Southern Legend

Pferderennen International

07:00 The Queen’s Silver Jubilee Cup – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.400 m | Preisgeld: 12.000.000 HKD | Geläuf: Gras | Boden: gut

 

Waikiku: Der Harbour Watch Sohn von Trainer  J. Size begann seine Karriere im Jarhr 2017 eigentlich in Irland und absolvierte dort zwei Rennen, das letzte im Juli 2018 für Trainer John M. Oxx, der den Walalch dann in Richtung Fernost velraufte. Der Einstand fünf Monate später im Luk Wu Handicap endete noch mit einer denkbar knappen Niederlage für Waikuku, der aber schon danach am 01.01.2019 das Sunset Peak Handciap souverän für sich hatte entscheiden können und mit Siegen im Po Yan, dem Citi Wealth Management Services und dem Lion City Handicap nachlegte – alles hoch dotierte und starke Handicaps, die Waikiku trotz steigendem Gewicht teils sehr souverän für sich entscheiden konnte. Demach war es auch kein Wunder dass er im Hong Kong Derby 2019 als Favorit auflief, allerdings war unter den gleichen Gewichten überraschend vom Ausßenseiter Furore geschlagen worden und im The QE II Cup sah er gegen den Überraschungssieger Win Bright und Exultant leider keine Sonne. Trotzdem -die erste Saison in Hong Kong konnte sich sehen lassen und man konnte der zweiten Phase nach der Saisonpause bis Oktober mit Spannung entgegen sehen.
Dort kam er zunächst im Gruppe 3 The Celebration Cup zurück, wo er gegen den haushohen Favoriten Beauty Generation ran musste, der als Front Runner mit exzellentem Tempowechsel dem Feld davoneilte und obwohl Waikiku noch mächtig Boden gut machte, kam er nicht mehr an Beauty Generation heran. Den selben Fehler machte er aber noch im selben Monat im Gruppe 2 he Oriental Sha Tin über die Meile nicht noch einmal und zwang Beauty Generation hinter die Front Runner, was dem haushohen Favoriten tatsächlich den Tag verdarb – und Waikiku vor ihm durchs Ziel laufen lies – das erneute Duelle der beiden war spannend und mit 4KG Gewichtsvorteil weniger als im Gegensatz zum letzten Duell  war es eine große Frage, ob Waikiku sich erneut gegen Beauty Generation durchsetzen können würde – tat er aber, und das locker mit einem souveränen Sprint auf der Innenseite
Die beiden trafen sich dann nur knapp zwei Wochen später im Gruppe 2 The Oriental Sha Tin wieder, und auch wenn keiner der beiden den Sieg davontragen konnte, konnte Waikuku Beauty Generation erneut um einen Platz auf den dritten Rang schlagen. Auch im nachfolgenden The Jockey Club Mile riss die Serie nicht ab und auch dieses Duell gewann Waikuku, dieses Mal trug er aber auch den Gesamtsieg davon. Beauty Generation führte das Feld über die Distanz als Front Runner, verpasste es aber auf der Zielgeraden die Tür an der Innenseite zu schließen und Waikuku schlüpfte durch und setzte sich souverän ab, wähend Beauty Generation sogar noch einen Platz zurückfiel.
Duell Nr. 5 im Hong Kong Mile ging erneut an Waikuku, auch wenn der Außenseiter Admire Mars mit einer explosionsartigen Beschleunigung den Sieg stahl – beide hatten Beauty Generation aber fest im Griff. Das selbe Spiel wiederholte sich auch 2020 im The Stewards Cup , dabei war Waikuku weit hinter Beauty Generation zurücgefallen, der das Feld erneut als Front Runner anführte, Waikuku hingegen musste sich mit einer ungewöhnlichen Position eher hinter im Feld anfreunden.
Nach einer dreimonatigen Paus floppte Waikuku im The Chairman’s Trophy, welches von Beauty Generation knapp gewonnen wurde und nur drei Wochen später konnte er Beauty Generation wieder nicht gefährlich werden, der dieses Mal aber knapp von Southern Legend geschlagen wurde. Mit den zwei Niederlagen in Folge war der Eindruck aus dem Sieg gegen den besten Miler im Januar auch schon wieder dahin, viel mehr schien Waikuku nach seinem Sieg seinen Schneid verloren zu haben und nicht an seinen vorherigen Erfolg anknüpfen zu können. Klar die Rennen waren nicht alle sauber für ihn gelaufen und er hatte die ein oder andere Ausrede, aber dass er als Favorit iin beiden Rennen nicht gewinnen konnte war schon bitter – und im Dezember nach langer Pause sah es nicht besser aus!
Als erstes Rennen in acht Monaten hatte er sich das Longines Hong Kong Mile ausgesucht, welches mit Golden Sixty als Favorit auf dem Papier einen klaren Favoriten hatte, der seinem Ruf und seiner Position auch nach kam und das Rennen am Ende mit 2 Längen vor Southern Star gewinnen konnte – der kam aber mit Waikiku und Admire Mards im Pulk auf den Plätzens ins Ziel und der erste Lauf seit 8 Monaten war durchaus vielversprechend. Nach so einer langen Pause war es klar, dass er nicht unbedingt in Bestform auflaufen würde, die fehlende aktuelle Rennerfahrung und Fitness machte sich natürlich bemerkbar.
Beim nächsten Lauf im Stewards Cup im Januar gewann Golden Sixty erneut, dieses Mal knapp 1,5 Längen vor dem Rest des Feldes, inklusive den heutigen Konkurrenten Ka Ying Star, Southern Legend und Waikiku, aber dieses Mal war es eine ziemliche Arbeit für den Favoriten, der in der Mitte der Bahn angetrieben werden musste, um den Front Runner Southern Legend einzuholen und den Angriff von Ka Ying Star abzuwehren. Die beiden Konkurrenten liefen in Höchstform auf und machten ein echtes Rennen daraus,  und mit Golden Sixty heute in einem anderen Rennen, wird es sicher spannend werden unter den drei großen Namen
Waikiku hatte im letzten Rennen versucht, das Feld zusammen mit Golden Sixty aufzurollen und kam durchaus gut in Gang, hatte es aber nicht geschafft sich an dem Front Runner und Ka Ying Star vorbeizuschieben. Die beiden machen das Rennen mit Sicherheit auch heute wieder interessant.
Ka Ying Star: Der Cityscape Sohn vorn Trainer A. Cruz ist schon eine ganze Weile in Hong Kong mit dabei, jedenfalls wenn man die Anzahl der Rennen zählt, die er bisher bestritten hat. 2019 hatte er ganze zwölf Rennen absolviert, unter anderem das Gruppe 1 Hong Kong Derby 2019 als auch spöter das The Orental Sha Tin als auch das The Jockey Club Mile. In dem letzten Rennen belegte er einen überraschenden zweiten Platz, noch vor dem klaren Favoriten Beauty Generation, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und seine Siegesserie nicht wieder auferstehen lassen konnte und alle Hoffnungen auf ein wieder erstarken zum besten Miler des Landes zu langsam zu Nichte machte, aber auf Ka Ying Star konnte man gespannt sein, der schien nach dem ersten Jahr in seiner Karriere immer besser in Form zu kommen. Der Start im Gruppe 1 Hong Kong Mile war noch zu viel des Guten für ihn,  2020 begann er mit einem Start im Gruppe 2 The Chinese Challenge Cup und auch hier lief er noch unter den Erwartungen – konnte aber noch im selben Monat im Gruppe 1 The Stewards Cup über die Meile auf Gruppe 1 Ebene erneut überraschen und einen guten dritten Platz hinter Waikiku und Beauty Generation belegen.
Das Duelle gegen die beiden suchte er in der Folgezeit immer wieder, gleich im Februar traf er wieder auf Beauty Generation im The Queen’s Silver Jubilee Cup , und belegte einen sehr guten zweiten Platz hinter dem Top Miler – deutlich besser, als seine Quote suggeriert hatte.
Es blieb ein auf und ab in der Saison, nicht zuletzt mit seinem Start im Lung Cheung Handicap im Märt, wo er unter dem schwersten Gewicht der Teilnehmer keinen Stich landen konnte und nur auf einem der hinteren Plätze ins Ziel einlaufen konnte. Zurück auf Gruppe  2 Ebene im April startete er in der he Chairman’s Trophy, wo er gegen Beauty Generation erneut eine sehr gute Figur abgab und wieder einen zweiten Platz erreichen konnte. Die Ausbeute an Siegen lies anch wie vor zu wünschen übrig, aber das Geld aus den ausbezahlten Plätzen summierte sich langsam aber sicher. Es folgte eine Niederlage im The Fwd Champions Mile, wo Southern Legend gewann, nur um gleich darauf diesen Gegner im Gruppe 3 The Lion Rock Trophy (ein Handicap) zu besiegen und sein erstes Gruppenrennen zu gewinnen. Auf und nieder, wie schon geschrieben, denn nach einer kurzen Sommerpause scheiterte er im The Celebration Cup wieder deutlich – und wieder auf, als er im The Sha Tin Trophy im Oktober nur knapp an Golden Sixty scheiterte, der ihn zwar 200m vor dem Ziel eingesammelt und überholt hatte, aber Ka Ying Star kämpfte sich zurück und wartetet nur darauf, dass der Favorit sich entspannte und langsamer wurde. Golden Sixty hatte ihn danach im November im The Jockey Club Mile wieder etwas besser im Griff und konnte den Front Runner früher bezwingen und dieses Mal auch souveräner auf Abstand halten, aber Ka Ying Star konnte sich trotzdem über einen zweiten Platz freuen – und dann ging es wieder abwärts, etwas langsamerer Untergrund, mehr Konkurrenz um die Führung in einem großen Feld und Golden Sixty als Gegner machten alle Hoffnung auf eine Wiederholung der Platzierung im Longines Hong Kong Mile zu Nichte. Im nachfolgenden Gruppe 3 Chinese Club Challenge Cup war es dann das hohe Gewicht, welches er in diesem Gruppe 3 Rennen tragen musste.
Dafür er lief er dann nach dem Jahreswechsel beim ersten Rennen in 2021 ein hervorragendes Rennen gegen Southern Legend, der mit ihm zusammen Golden Sixty ordentlich Probleme bereiteten, indem Southern Legend das Tempo vorgab und Ka Ying Star den Schlusssprint einläutete, bevor Golden Sixty in der Mitte des Feldes reagieren konnte. Da musste der Favorit sich ziemlich strecken und den erwarteten Sieg feiern zu können und das wäre fast ins Auge gegangen. Heute könnte also für Ka Ying Star die Chance bestehen, sein bisher größtes Rennen zu gewinnen.
Southern Legend:  Der Not A Single Doubt Sohn von Trainer C. Fownes ist schon eine gefühlte Ewigkeit in Hong mit dabei – seine ersten Rennen bestritt er 2015, damals noch in Australien, 2016 legte er eine kleine Siegesserie von vier Rennen hin und gewann unter anderem das The Sebring in Rosehill in Australien, bevor er sich in einigen Gruppenrennen versuchte. Dabei sprangen Platzierungen im Task Retail Theo Marks Stakes in Rosehill und im Tab Stakes  in Flemington heraus – sehr gute Leistungen, die dann von 2016 auf 2017 auch den Wechsel nach Hong Kong begründeten.
Southern Legend brauchte eine Weile um sich in seiner neuen Heimat zurecht zu finden, gewann aber auf dem Happy Valley Kurs recht kurz nach seinem Debüt in Hong Kong das Sweet Orange Handicap und legte später im Jahr mit einem zweiten Platz im Beijing Handicap, gefolgt von Siegen im Yip Fat und Flying Dancer Handicap nach. Der Wechsel in seine Neue Heimat schien geglückt zu sein und 2018 hob er das Niveau für seine Rennen erheblich an.
So startete er bereits an Neujahr in seinem erste Gruppenrennen in Hong Kong in Form des Gruppe 3 The Chinese Challenge Cup, aber auch dem Gruppe 1 The Stewards‘ Cup  – wo er mit einem vierten Platz eine sehr gute Figur abgab und eine sehr sehr gute Platzierung auf einem vierten Platz erreichen konnte – nur eine Länge hinter Saisons Bloom und Werther. Das war noch eine Ausnahmeleistung zu dieser Zeit, wie der nachfolgende neunte Platz im The Queen’s Jubilee Cup bewies, aber es ging bergauf.
Im Rapper Dragon Handicap gewann er danach knapp gegen den Favoriten, um danach zurück auf Gruppe 1 Ebene im The Champions Mile erneut einen guten dritten Platz hinter Beauty Generation zu belegen. die Platzierungen sollten auch in der Zukunft eine Art Markenzeichen für Southern Legend werden, der sich augenscheinlich schwer tat, seine Rennen auf dem ersten Platz zu beenden und seine gekonnte Leistung als Front Runner nicht mit den entsprechenden Erfolgen belohnen konnte oder wollte.
So war der Sieg im Kranji Mile im Mai 2018 für genau ein Jahr der einzige Sieg für Southern Legend – bevor er 2019 dieses Rennen erneut gewinnen konnte. Dazwischen platzierte er unter anderem im The Bochk Jockey Club Mile, dem Hong Kong Mile, dem The Stewards‘ Cup als auch dem The Hong Kong Gold Cup. Das waren alles starke Leistungen und man hätte sich etwa im The Hong Kong Gold Cup gewünscht, dass er den Angriff von Exultant hätte abwehren können und sich den nächsten Gruppe 1 Sieg hätte sichern können – aber das gelang ihm nicht, genausowenig wie der Wechsel nach Meydan zum Dubai Turf .
Erst der erneute Wechsel nach Kanji zum Ort seines letzten Sieges brachte den erneuten Erfolg, an den er aber nach der Sommerpause nicht anknüpfen konnte.
Die Starts im Gruppe 2 The Celebration Cup und dem Gruppe 2 The Oriental Sha Tin im Herbst 2019 endeten je in einem der hinteren Plätze, aber dafür gewann er das immer sehr sehr stark besetzte The Sa Sa Ladies Stakes im selben Jahr gegen Time Warp, einen anderen Front Runner, und den Favoriten Exultant.
Im Gruppe 2 The Jockey Club Cup danach zwang ihn Exultant in die Knie und nach diesem dritten Platz folgten einige bittere Niederlagen, die sich bis zum Frühjahr 2020 hinzogen, denn die Versuche im Gruppe 1 The Stewards Cup als auch dem Gruppe 1  The Citi Hong Kong Gold Cup endeten in klaren Niederlagen, Southern Star fing sich erst in der Gruppe 2 The Chairman’s Trophy in April wieder ein wenig, als Ka Ying Star die Führung übernommen hatte und Beauty Generation spät das Rennen machte, da hielt Southern Legend den dritten Platz -und rächte sich danach im The Fwd Champions Mile an Beauty Generation, als er dessen Schlusssprint mitging und immer gerade so genug tat, um das Rennen zu gewinnen. Das war ein großer Sieg für ihn, der allerdings nicht wiederholt werden konnte – 2020 konnte er aber einige sehr gute Platzierungen erreichen, oft genug gegen den herausragenden Golden Sixty – etwas im The Celebration Cup, der The Sha Tin Trophy, dem The Jockey Club Mile als auch dem Longines Hong Kong Mile.
2021 startete er mit eben so einem sehr guten Rennen in das neue Jahr, als er das Gruppe 1 The Stewards Cup erneut gegen Golden Sixty ran musste – und dieses Mal machte er es zusammen mit Ka Ying Star dem Favoriten so richtig schwer! Southern Legend lief vorne weg, zusammen mit Ka Ying Star, der aber auf der Zielgeraden kurz den Anschluss verlor und Southern Legend die Führung überlies, um dann den generellen Schlusssprint einzuleiten und mit dem Front Runner die Zielgerade entlang zu stürmen. Golden Sixty hatte doch tatsächlich etwas den Anschluss verloren und musste in der Mitte der Bahn mächtig angetrieben werden, um am Ende doch noch knapp zu gewinnen. Ohne dieses herausragenden Favoriten im Feld wird es Southern Legen heute vielleicht gelingen, endlich mal wieder einen Gruppensieg feiern zu können.

15.02.2021 – Warwick – Agetur UK Kingmaker Novices‘ Chase – Pick: Allmankind

Pferderennen in England

15:50 – Agetur UK Kingmaker Novices‘ Chase

2m (2m54y) Agetur UK Kingmaker Novices‘ Chase (Grade 2) (GBB Race) (Class 1) (5yo+)

Allmankind: Der Sea The Stars Sohn von Trainer Dan Skelton begann seine Karriere in Newmarket im Juli 2018 für Micheal Bell, der in nach seinem Maidenrennen in der selben Saison noch drei weitere Male auflaufen lies. Im letzten Versuch in einem Klasse 4 Maidenrennen in Chelsmford gelang ihm dann letztendlich auch der Sieg, nachdem er sich in besseren Rennen in Goodwood und Yarwick zuvor hatte platzieren können.

Im Mai 2019 startete er dann nach der längeren Pause direkt in einem Listed Rennen, was aber gegen Konkurrenten wie Circus Maximus am Ende einfach zu viel war – da ging nichts mehr und er musste sich klar mit dem letzten Platz geschlagen geben, einem Platz, den er auch bei seinem nächsten Versuch im Juli in Newmarket einnehmen musste. Danach war klar, dass er auf dem Flat weiter Probleme haben würde und dass etwas getan werden muss – so ging es erst zum Arzt zur Kastration, dann eine OP an der Luftröhre und dann zu Dan Skelton als neuen Trainer.

Der lies nach der Sommerpause den rundum erneuerten Allmankind in warwick im Try Racing TV For Free Now Juvenile Hurdle auflaufen, und siehe da – auch wenn noch nicht jeder Sprung über die Hindernisse saß, war er für harry Skelton im Sattel doch deutlich leichter zu steuern und gewann sein erstes Rennen über Hindernisse mit Leichtigkeit.

 

Er legte danach auf Gruppenebene in Cheltenham nach, als er das JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle gegen solide Konkurrenz am Ende locker gewann, obwohl er recht frei und ungebunden lief und dabei auch noch eines seiner vorderen Hufeisen verlor. Das hinderte Allmankind aber nicht daran, das Feld von der Front aus zu dominieren und als es darauf ankam, alle Angriffe der Konkurrenz souverän abzuwehren. Die ersten Erfahrungen in Cheltenham auf Black Type Ebene waren sehr vielversprechend gewesen und er ging im Dezember 2019 als Favorit in das Coral Finale Juvenile Hurdle, obwohl das Rennen auf Gruppe 1 Ebene auf schwerem Untergrund noch einmal ein ganz anderer Test war. Dort warteten Konkurrenten wie  Cerberu, der zuvor ein Gruppe 3 Rennen hatte gewinnen können, allerdings war auch die auf Gruppenebene erfolgreiche Konkurrenz nicht in der Lage, Allmankind etwas entgegen zu setzen, der das Feld wieder von vorne her anführte und mit dem Lauf an der Front recht schnell alles klar machte. Schon zwischen den letzten beiden Hürden setzte sich Allmankind deutlich von seinen Verfolgern ab, nach dem letzten Sprung weitete er seinen Vorsprung dann kontinuierlich weiter aus um am Ende unangefochten mit 9 Längen Vorsprung ins Ziel einzulaufen.

Das war immens beeindruckend und Grund genug, auf einen Erfolg beim Saisonziel beim Cheltenham Festival zu hoffen, wo Allmankind im Triumph hurdle auflief. Favorit war eigentlich Goshen, der das Rennen wohl auch gewonnen hätte, wenn er nicht Jamie Moore an der letzten Hürde abgeworfen hätte – dabei war er 10 Längen vor dem Rest des Feldes und hatte das Rennen absolut sicher!

Allmankind hatte versucht, das Rennen wieder von der Front aus zu führen, hatte sich aber an dem Favoriten verausgabt und konnte am Ende auch nicht davon profitieren, dass dieser an der letzten Hürde scheiterte – dafür war er schon zu müde und zu erschöpft und konnte Burning Victory und Aspire Tower auf der Zielgerade nicht mhr abwehren.

 

Das war trotzdem ein solides Rennen und so war es ein wenig schade für Allmankind, dass die Saison Corona bedingt schon früh zu Ende ging und er erst im Oktober sein nächstes Rennen bestreiten könnte Das Klasse 2 Rennen über 2m auf gutem Untergrund gelang Allmankind allerdings nicht wie gewünscht und die lange Pause schien ihm noch in den Knochen zu stecken, denn obwohl er das Feld wieder anführen konnte, sah er auf den letzten Metern doch sehr Müde aus und konnte wieder nur einen dritten Platz erreichen. Man muss aber auch sehen, dass er recht schwer unterwegs war in diesem Handicap und guter Untergrund nicht unbedingt zu seinen Spezialitäten gehört.

Allmankind wechselte danach in die Chase Rennen und gewann in Warwick ein 2m Klasse 3 Chase mit einem absoluten Kantersieg, keiner der Konkurrenten hatte nach der drittletzten Hürde noch eine Chance, an ihm dran zu bleiben – das war schon sehr sehr beeindruckend und machte Lust auf mehr – den Nachschlag gab es dann gegen Hitman im Planteur At Chapel Stud Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene in Sandown Anfang Dezember, wo er wieder das Feld anführte und über die 2m auf weichem Boden immer genug tat, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Dabei zog er das Feld schon früh auseinander und wechselte das Tempo immer wieder, um teilweise 5 Längen vor dem Feld herzulaufen, sich dann aber wieder einfangen zu lassen, nur um den nächsten Tempowechsel zu vollziehen – eine taktisch kluge Leistung, die mit einem Sieg über den hoch gehandelten Hitman quittiert wurde.

Er hat hier Konkurrenz um die Führung, aber das ist auch nichts Neues, und wenn er seine Aspirationen für das Cheltenham Festivalaufrecht erhalten will, wird er hier liefern müssen.

Sky Pirate und Cheddleton sind auf Grund ihrer Leistungen in leichteren Rennen zu respektieren, aber nicht auf dem Niveau von Allmankind

 


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