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Monmouth Park – 20.07.2019 – Haskell Invitational Stakes – Pick: Maximum Security

Pferderennen in den USA

23:47 Haskell Invitational Stakes – Gruppe 1

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Für bis zu 3jährige Pferde | | Distanz: 1.818 m | Preisgeld: 1.000.000 USD
Flachrennen | Geläuf: Sand | Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

MAXIMUM SECURITY:  (2 – 17 – 1 – 1 – 1)
54,4 kg 3j HLuis Saez Jason Servis

Der New Year’s Day Sohn konnte sich in allen seiner Rennen bisher durchsetzen, was ihn hier zu einem der Favoriten macht. Seine ersten drei Rennen waren nicht vom höchsten Niveau geprägt, aber danach ging er im März in das Xpressbet Florida Derby auf Gruppe 1 Niveau, und obwohl er alle drei Rennen bisher hatte gewinnen können, war er nicht als Favorit in das Xpressbet Florida Derby gestartet, aber immerhin als einer der ersten drei Favoriten

Maximum Security schaffte es als erster in die Zielgerade zu gehen und sich vom Rest des Feldes abzusetzen und verlängerte seinen Vorsprung auf den folgenden Metern noch einmal deutlich. Er ist immer  einer der möglichen Front Runner im Rennen und konnte sich im Xpressbet Florida Derby derart leicht von seinen Verfolgern Bodeexpress und Code Of Honor absetzten,  dass er auch beim Gruppe 1 Kentucky Derby, dem eigentlichen Saisonziel, eine gute Chance haben sollte.

In dem Rennen startete er als knapper zweiter Favorit und hätte wohl den Sieg auch verdient gehabt – wenn er nicht disqualifiziert worden wäre! Maximum Security lief an der Front und vor dem Feld, behinderte aber einige der Verfolger beim Wechsel der Spur und konnte seinen Sieg daher leider nicht feiern – das ganz Missgeschick ist hier auf diesem Video sehr gut dokumentiert:

Mit dem Rennen im Rücken ging er natürlich als klarer Favorit in das Pegasus Stakes in Monmouth Park, wurde aber dort auf den letzten Metern von King For A Day niedergerannt. – der heute auch wieder mit von der Partie ist.

Maximum Security darf hier aber trotzdem als Favorit gelten – er hat gute Chancen sich an King For A Day zu rächen, ist die Distanz doch mehr zu seinem Vorteil.

 

MUCHO GUSTO:(1 – 1 – 3 – 1 – 2)
53,5 kg 3j H
Joseph Talamo Bob Baffert

Der Mucho Gusto Man Sohn von Star Trainer Bob Baffert hat eine hervorragende Bilanz in seiner kurzen Karriere bisher. Begonnen hat seine Karriere im September in Los Alamitos mut einem lockeren Sieg, was ihm ihm zum Favoriten des Gruppe 3 Bob Hope Stakes in Del Mar machte – und wo Mucho Gusto mit einem Starken Lauf von der Front gleich auch seinen ersten Gruppensieg feiern konnte

Mucho Gusto ging danach in das Los Alamitos Futurity, wo er allerdings auf Improbable traft, der sich mit seinem Sieg im Vorfeld als Favorit für das Alamitos Futurity qualifizierte hatte – und dem Ruf mit einem lockeren Sieg in jenem Rennen auch voll gerecht wurde. Mucho Gusto ging mit ihm mit, konnte aber auf den letzten 50m einfach nicht mitgehen und musste sich geschlagen geben, hatte den zweiten Platz aber absolut ungefährdet inne.

2019 gewann er das Gruppe 3 Robert B. Lewis Stakes bei seinem Saisondebüt relativ ungefährdet gegen Gunmetal Gray auf nassem Boden, und schien sich im Matsch sehr wohl zu fühlen. Wieder hielt sich Mucho Gusto an der Front des kleinen Feldes und konnte durch einen kleinen Tempowechsel dann schnell absetzten vom Co Favoriten und einzigen Verfolger Gunmetal Gray.  Im Sunland Park Derby versuchte er die selbe Taktik, konnte dieses Mal aber nicht mit den anderen Favoriten mithalten und wurde vor dem Ziel eingeholt und musste sich mit einem etwas abgeschlagenen dritten Platz zufrieden geben. Dafür gewann er aber ungefährdet das Lazaro Barrera Stakes und das Affirmed Stakes

Seine Chancen heute stehen nicht schlecht, auch wenn er sich gegen stärkere Konkurrenz als gewohnt durchsetzen muss. Die Distanz gab ihm das letzte mal in Sunland Park Probleme, aber er scheint sich über den Winter weiterentwickelt zu haben.
KING FOR A DAY (1 – 1 – 4 – 1 – 3) 53,5 kg 3j H
John Velazquez Todd Pletcher

Der Uncle Mo Sohn hat seine Chance genutzt und sich mit dem Sieg über den disqualifizierten Kentucky Derby Sieger Maximum Security ins Gespräch gebracht. Seine Karrier ebegann in Saratoga mit einem dritten Platz, schnell folgte der erste Sieg in einem Maidenrennen.

Sein Versuch im Gruppe 2 Kentucky Jockey Club Stakes verlief solide, aber nicht entsprechend des Co Favoriten Status den er hatte bei seinem ersten Gruppe 2 Rennen. So ganz gereicht hat es nicht von der Form her nicht für den ersten Sieg in einem Black Type Rennen im Jahr 2018 und in der Winterpause schien er sich nicht gut genug zu entwickelt, um ihm den Versuch im Kentucky Derby und anderen frühen Classics zu ermöglichen, und so kam er erst im Sir Barton Stakes in Pimlico zurück zum Galoppsport – und gewann über die 1770m ziemlich souverän.

Sein Duell gegen Maximum Security im Pegasus Stakes war dann der wieder ein Schock für die Rennsportwelt – Maximum Security hatte sich den Sieg im Kentucky Derby verdient und gewann das Rennen von der Front her – wurde dann aber disqualifiziert. Klar, dass auch über die 300m weniger Distanz im Pegasus Stakes locker hätte gewinnen sollen, aber King For A Day stahl ihm die Shwo und duellierte sich mit dem haushohen (1,05) Favoriten auf der Zielgeraden in einem langen, harten Duell.

King For A Day schockte damit die Rennwelt und gewann knapp sein zweites Rennen in der Saison. Heute muss er eine etwas längere Distanz absolvieren und es ist nicht sicher, ob er das erneute Duell ebenfalls gewinnen kann.

 


30.06.2019 – Hamburg – Großer Hansa Preis – Pick: Colomano EW

Pferderennen in Deutschland

17:05 Grosser Hansa-Preis – Gruppe 2

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Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 70.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut

Colomano: Der Cacique Sohn von Trainer Markus Klug  begann seine Karriere im Jahr 2016 in Düsseldorf, wo er hinter Amun in seinem Maidenrennen immerhin auf einen knappen zweiten Platz im ersten Anlauf kam. Die gute Leistung und der positive Eindruck zu Hause beim Training war Grund genug das Niveau gleich darauf ein wenig anzuheben und es folgte der ambitionierte Start im Preis der Winterfavoriten nur einen Monat später. Vielleicht war das Rennen aber noch ein wenig viel des Guten und kam schlicht zu früh in der Karriere, denn hinter dem klaren Sieger Langtang kam Colomano auf einem etwas enttäuschenden fünften Platz ins Ziele. Es war klar mehr von ihm erwartet worden und die fünf Längen Rückstand, die er auf den souveränen Sieger hatte, wurden seinem damaligen Ruf kaum gerecht, auch die Buchmacher hatten ihm durchaus gute Chancen ausgerechnet.  Wenn man das Rennen betrachtet sieht man aber, dass er außen im Feld zusammen mit dem Rest der Starter ans Außengeländer gedriftet ist, dann seinen Schlussspurt ansetzte, die Tür ihm aber vor der Nase zugeschlagen wurde und es viel zu lange dauerte, bis er sich davon erholen konnte. Für das zweite Rennen in der Karriere konnte Markus Klug aber sehr zufrieden sein und bevor es zum Training in die Winterpause ging, sollte noch ein weiter Versuch folgen.

Der nächste Start wurde im November 2016 in Krefeld absolviert und  verlief deutlich besser: Das Herzog von Ratibor Rennen gewann er mit einer bemerkenswerten Aufholaktion, nachdem er schon wieder während des Rennens in eine etwas unglückliche Ausgangsposition gekommen war. Beim Einbiegen in die Zielgerade war Colomano noch Vorletzter, dann öffnete sich für ihn aber die Lücke in der Mitte der Rennbahn und er könnte bequem in der Mitte hindurchstoßen, um sich unter einem langen harten Ritt am Ende mit gut 1,75 Längen durchzusetzen. Es dauerte eine Weile, bis er in Gang kam und musste durchgehend von Jockey Martin Seidl angetrieben werden, fand aber auch immer noch ein bisschen mehr Kraft und verwies Kastano auf den zweiten Platz. Dieser hatte später hinter Warring States im Bavarian Classic ebenfalls einen Platz belegt, war aber über die 300m mehr an Distanz am Ende mit 2,5 Längen geschlagen worden.

Colomano jedenfalls feierte nach fünfmonatiger Pause in der neuen Saison 2017 sein Debüt im Gruppe 3 Dr. Bush  Memorial auf der Rennbahn in Krefeld, scheiterte aber am stark auflaufenden Dragon Lips, der auch Langtang und Savile Row auf die Plätze verweisen konnte. Auch dieses Mal schloss sich die Tür an der Innenbahn und er musste hinter dem Feld quer wechseln, um eine Lücke zu finden, während Dragon Lips einen sauberen Start von der Front aus hatte, was ihm ein paar Längen Vorsprung sicherte. Colomano konnte trotz seines vierten Platzes einen hervorragenden Eindruck hinterlassen  und gehörte zu den besten Pferden an diesem Tag im Dr. Bush Memorial. Ob es mit mehr Glück und offener Lücke gegen Dragon Lips gereicht hätte, darf zwar bezweifelt werden,  für einen zweiten Platz hätte es mit ungehindertem Schlusssprint aber mit Sicherheit gereicht. Dragon Lips hat ja mittlerweile nach Hong Kong gewechselt, und das Interesse aus Fernost an dem Starter aus Deutschland gab der Form aus diesem Rennen noch einmal einen kleinen Schub, was Colomano in seinem nächsten Rennen auch gleich noch unter Beweis stellen konnte.

Denn im nachfolgenden Oppenheim-Union-Rennen gewann Colomano aber gegen den hochgehandelten Stallgefährten Windstoß, Northsea Star und Warring States. Über die 2200m setzte Windstoß das Tempo und Colomano befand sich in der Gegengeraden noch im hinteren Bereich des Feldes, bevor er beim Einbiegen in die Zielgerade das Tempo anzog und von der Innenseite nach außen zog. Die Lücke an der Innenseite hätte vielleicht gereicht, um dort den Schlusssprint anzusetzen, aber sein Jockey Andreas Helfenbein bevorzugte den Lauf über die Mitte der Bahn und sammelte Windstoß 100m vor dem Ziel souverän ein.

Nach diesem Rennen standen die Vorzeichen für das Deutsche Derby in Hamburg Anfang Juli eigentlich gut für Colomano, aber der Wettergott entschied sich, den Untergrund in Hamburg bis zur Unkenntlichkeit aufzuweichen und das Derby in eine wahren Ausdauertest zu verwandeln, was Colomano nicht unbedingt lag.

Colomano platzierte sich zunächst im Derby im Mittelfeld, während Windstoß sich dieses Mal auch im hinteren Bereich des Feldes einsortierte und nicht versuchte, das Tempo selber vorzugeben. Beim Einbiegen in die Zielgerade taten sich die gewünschten Lücken für Colomano auf und er setzte seinen Angriff an und war mindestens über die Hälfte des Zieleinlaufs voll da im Kampf um den Sieg, musste dann aber dem weichen Boden und der längeren Distanz seinen Tribut zollen und wurde von Andreas Helfenbein zurückgenommen, nachdem alle Chancen auf das Preisgeld dahin waren. Enjoy Vijay und Windstoß konnten beide das Feld locker von hinten aufrollen, nachdem Promise Of Peace ein solides Tempo auf dem weichen Boden vorgelegt hatten und man konnte Colomano deutlich auf den letzten Metern ansehen, dass dies nicht sein Rennen war.

Die Distanz wurde für den Großen Preis von Berlin beibehalten, allerdings besserte sich der Untergrund im Vergleich zu Hamburg deutlich und auf dem schnelleren Untergrund hätte er gegen Racing Histroy, Hawkbill und den Sieger Dschingis Secret eigentlich konkurrenzfähig sein müssen, mehr als ein vierter Platz deutlich hinter den ersten Beiden war aber nicht drin. Hawkbill setzte ein ruhiges Tempo und Colomano fügte sich auf einem fünften Platz an der Innenbahn, mit dem Risiko, dass er beim Schlusssprint von dieser Position aus ein wenig in Verkehrsprobleme rennen könnte. Es tat sich aber auch tatsächlich eine Lücke an der Innenbahn auf und Colomano versuchte sie zu nutzen, allerdings verschärfte Hawkbill in diesem Moment das Tempo und lies Colomano stehen, lediglich Dschingis Secret konnte den Tempowechsel mitgehen und den Front Runner auf den letzten Metern noch ein- und überholen, während Colomano zunehmends schwächer wurde und den dritten Platz noch an Racing History abgeben musste. Ob ein schärferes Tempo ihm geholfen hätte darf bezweifelt werden und sein Stallgefährte Windstoß hatte ihm im Deutschen Derby mit einem ähnlichen Tempowechsel schon deutlich auf die Plätze verwiesen. Dshingis Secret galt nach diesem und seinen folgenden Rennen machten Dshingis Secret zum damals besten Rennpferd in Deutschland, was die Niederlage von Colomano ein wenig abmildert.

Beim nächsten Start im 145. Grosser Preis von Baden waren die Fans und Buchmacher allerdings noch etwas angesäuert und schickten Colomano als klaren Außenseiter in dem kleinen Feld ins Rennen. Das Galopprennen fand erneut auf gutem Untergrund und über die 2400m statt, was eigentlich für Colomano sprach, aber von vielen gegen die älteren Konkurrenten in Baden Baden nicht als ausschlaggebend angesehen wurde. Colomano sollte aber wieder mal für eine kleine Überraschung sorgen.

Guignol setzte das Renne über ein gutes Tempo und verschärfte den Galopp noch einmal, als er 1000m vor dem Ziel schon von Prize Money unter Druck gesetzt wurde und kurz darauf sah man erste Stressreaktionen von Adrie de Vries auf Windstoß. Colomano folgte kurz darauf, reagiert aber besser als sein Stallgefärhrte und schloss in der Mitte der Bahn auf Guignol kurzzeitig auf, bevor er dem immer stärker werdenden Pacemaker Tribut zollen musste und einknickte. Iquitos, der Galopper des Jahres 2016, zog noch an Colomano vorbei, der Dreijährige hatte sich in diesem Rennen aber wieder hervorragend präsentieren können und ein wenig Preisgeld einsammeln können-

Stallgefährte Windstoss kam offensichtlich nicht ganz damit zurecht, sich dem Tempo von Guignol anpassen zu müssen und kam früh unter Druck, gab aber nur wiederwillig und langsam nach, so dass er am Ende nicht weit hinter Stallgefärhte Colomano ins Ziel kam. Man hätte auf Grund der Leistung im letzten Jahr durchaus mehr erwarten können,  aber es ging mit der Form von Colomano nun wieder stetig bergauf und auf das nächste Duell von Windstoß und Colomano freuten sich nicht nur die Experten. Dieses Mal ging Colomano sogar als Favorit vor seinem Stallgefährten ins Rennen und teilte sich diese Rolle mit Savoir Vivre von Jean-Pierre Cavalho. Dieser übernahm überraschend die Rolle des Front Runners, während Windtsoß und Colomano das letzte Duo über lange Zeit in dem Galoprennen blieben. Windstoß lies sich viel Zeit, während Colomano an der Innenbahn begann, einige Plätze auf der Rückgeraden gut zu machen. Auch Windstoß bequemte sich dann und 600m vor dem Ziel kamen beide hinter den Führenden aus der letzten Kurve. Windstoß lies sich weit nach außen tragen und kam am Außengeländer auf die Ziegerade, während Colomano mehr in der Mitte der Bahn seine Lücke suchte. Wieder schloß sich aber die Tür vor seinen Augen und wieder waren es diese Sekunden, die Colomano die Chancen auf den Sieg nahmen. Während Windstoß freie Bahn hatte und davon beschleunigte, musste Colomano mehrfach die Spur wechseln und konnte sich dann spät nur einen dritten Platz sichern – hier wäre erneut deutlich mehr für ihn drin gewesen!

Nach dem verpassten Gruppe 1 Sieg ging es Colomano zunächst in eine kleine Pause und zum Abschied im alten Jahr noch einmal nach Krefeld, wo er im Jahr zuvor einen seiner größten Erfolge hatte feiern können. Im Niederrhein-Pokal erwartete ihn allerdings wieder ungeliebter weicher Boden und der Champion Jockey Alexander Pietsch überraschte das Feld mit einem aggressiven Ritt auf dem Außenseiter Veneto an der Front. Veneto setzte so ein ungewöhnlich hartes Tempo auf dem weichen Boden und lag teilweise mehrere Längen vor den Verfolgern, wurde aber auch nicht müde als Devastar und Capitano auf ihn aufschlossen, sondern erkämpfte sich erneut einen soliden 3 Längen Vorsprung. Colomano war weit zurückgefallen und hatte auf diesem Boden keine Chance, noch Strecke auf den Front Runner gut zu machen. Ein hervorragender Ritt von Alexander Pietsch und ein verdienter Sieg, sehr zum Leid von Colomano und Navaro Girl, die als Favoriten des Rennens nichts zu melden hatten.

Markus Klug gönnte Colomano eine lange Pause über den Winter und bis zum Saisondebüt im Mai im 83. Gerling-Preis in Köln. Oriental Eagle setzte dieses Mal das Tempo und verweigerte Vento die Taktik seines letzten Sieges. Und Oriental Eagle marschierte, und wie! 700m vor dem Ziel schloss kurz Veneto auf ihn auf, fiel dann aber wieder zurück und Oriental Eagle driftete im Schlussbogen bis an das Außengeländer, während Windstoß und Colomano innen blieben und versuchten, sich an dem Front Runner vorbeizsuchieben. Colomano schaffte es kurzzeitig, Oriental Eagle kam aber noch einmal zum Angriff und setzte sich knapp gegen die beiden Schlusssprinter durch.

Windstoß gab der Form noch einmal einen Boost in seinen nächsten Rennen im Coronation Cup in England und Colomano sah bei seinem Saisondebüt ganz hervorragend aus, was ihn hinter Guignol im Großen Preis der badischen Wirtschaft zum Co Favoriten machte.

Weder der Favorit noch der Co-Favorit konnten allerdings im Großen Preis der badischen Wirtschaft punkten und mussten sich deutlich dem stark auflaufenden Iquitos geschlagen geben. Es war ein bisschen Regen in Baden Baden über das Wochenende angekommen und das Wasser im Boden schien den Favoriten in dem Rennen einfach nicht zu liegen, obwohl beide schon gute Leistungen in Rennen mit aufgeweichtem Boden gezeigt haben.

Der Boden in Hamburg beimg roßen Hansa Preis jedenfalls war wieder trocken und Colomano belegte hinter Dschingis Secret einen sehr guten zweiten Platz indem er einen seiner typischen Schlusssprints zeigte und in der Mitte der Bahn zunehmend auf den Sieger aufholen konnte.

Mit dieser sehr guten Leistung ging es in die Winterpause, die Colomano mit einem Start im Carl Jasper Preis beendete. Dort war er nach der lagen Pause aber augenscheinlich immer noch außer Form und konnte weder den heutigen Konkurrenten und Sieger French King, noch Alounak schlagen, was so aber auch in etwa erwartet worden war.

Beim zweiten Start in der Saison, ebenfalls in Köln, aber über 200m weniger Distanz und gegen leichtere Konkurrenz dominierte Colomano dann auch das Rennen und er dürfte hier wieder in bester Verfassung sein.

Royal Youmzain: Der Youmzain Sohn von Trainer Andreas Wöhler hat seine Karriee in Köln im Juli 2017 begonnen, als er seinen ersten Start in einem Altersgewichtrennen absolvierte. Royal Youmazin hatte einen guten Start in seine Karriere und platzierte gleich beim ersten Versuch, um danach in Düsseldorf in einem Handicap über 200m mehr Distanz seinen ersten Sieg zu feiern.

Der Kurs und die Distanz passten augenscheinlich, und auch der weiche Untergrund aus dem Sommer 17 schien zu passen, so dass er im September im Junioren Preis in Düsseldorf als Favorit auflief. Das Rennen verlor er allerdings gegen Alounak, der als zweiter Favorit gestartet war und an der Außenseite in der Mitte der Bahn den besten Lauf des Quartetts erwischte. 50m vor dem Ziel waren aber alle Galopper in einer Reihe und das Rennen war extrem offen, Royal Youmazin hatte einfach nicht genug Momentum sammeln können um den Nacken Rückstand auf den Sieger zu negieren.

Das Rennen stellte trotzdem eine neue Bestform von Royal Youmzain da, der sich nach seinem motivierenden zweiten Platz in dem Listed Rennen in die Gruppenrennen in Europa aufmachte und als nächstes das Premio Gran Criterium in Mailand in Angriff nahm. Das Gruppe 2 Rennen über 1500m fand auf weichem Untergrund statt, den Royal Youmazin ja wie zuvor gezeigt durchaus zu schätzen wusste. So gelang der Saisonabschluss und Royal Youmazin konnte einen überzeugenden Sieg mit neuer Bestform feiern, die er auch über die Winterpause in das Jahr 2018 retten konnte.

So startete er sieben Monate später im Bavarian Classic wieder als Favorit, obwohl der Untergrund trocken und die Distanz 500m länger war als zuvor versucht. Emerald Master zeiget 300m vor dem Ziel einen schönen Tempowechsel an der Front und hatte die Konkurrenten hinter sich in Bedrängnis gebracht, aber da noch einige Meter zum Ziel übrig waren, konnten sich Royal Youmzain,Jimmu und Salve De Rio erholen und auf den Front Runner aufschließen. Royal Youmazin schaffte es sich mit gut einer halben Länge gegen die restlichen Verfolger durchzusetzen und addierte damit eine weitere Distanz und schnelleren Untergrund zu seinem Repertoire. Da war das Ittingen Derby Trial im Juni schon eher reine Formsache, denn Royal Youmazin gewann das Rennen am Ende unangefochten mit gut 2.75 Längen Vorsprung, was ihm auch die Favoritenrolle für das 149. deutsche Derby in Hamburg einbrachte.

Dort kam Royal Youmzain weit in die letzte Kurve und fächerte zusammen mit dem Feld in Richtung des Außengeländers auf, stieß aber mit einem Konkurrenten zusammen und musste danach erneut Anlauf nehmen um sein Momentum wieder aufzubauen. Das gelang ihm auch, aber die Konkurrenz in diesem Rennen war natürlich viel zu stark um sei einen Fehler zu verzeihen und der Co Favorit Weltstar sicherte sich das Rennen. Beim Großen Preis von Berlin im August wurde Royal Youmzain erneut bei seinem Lauf behindert, allerdings dieses Mal als seine Chancen, den Sieger Best Solution zu schlagen, schon dahin waren. Sound Check und Dschingis Secret kamen ihm gefährlich nahe aber viel geändert hätte ein freier Lauf an seinem dritten Plätzen wohl ohnehin nicht. Der Qatar Prix Niel in Longchamp Paris war im Endeffekt eine Wiederholung der letzten beiden Rennen, der Große Preis von Bayern im November hingegen war mit 24 Längen Rückstand auf den Sieger auf dem weichen Untergrund ein herber Rückschlag für Royal . Vielleicht war 2018 auch einfach nicht sein Jahr gewesen, denn 2019 konnte er seine Winterpause in Baden Banden im Juni im Großen Preis der Badischen Wirtschaft mit einem knappen zweiten Platz hinter Itobo beenden – was so etwas wie eine persönliche Bestleistung war.

Der Untergrund bleibt gleichbleibend gut und die 200m mehr Distanz sollten kein Problem sein, man muss also mit Royal Youmzain rechnen

Fench King: Der French Fifteen Sohn von H. Pantall ist im Besitz von Sheikh Abdullah Bin Khalifa Al Thani und wie so oft in Frankreich hat sich die Kombination aus starkem Trainer und sehr reichem Besitzer in zählbaren Ergebnissen in den letzten Jahren niedergeschlagen.

Die Karriere von French King begann im Jahr 2017 noch ein wenig holprig und er konnte erst im dritten Anlauf sein Maidenrennen gewinnen, schaffte dann aber im Jahr 2018 sein erstes Doppel auf den Kursen in Nantes (2200m) und Pornichet (2400m), was French King danach zur Teilnahme an den ersten Black Type Rennen qualifizierte. So startete er im Prix de l’Avre und dem Coupe des Trois Ans, allerdings ohne dabei den erhofften Sieg feiern zu können.

Aber trotzdem stand am Ende über die 2400m im Coupe des Trois Ans ein zweiter Platz, wenn auch 3 Längen hinter dem Sieger, im Formbuch und French King konnte durchaus stolz auf sich sein, trotzdem sollte 2018 schnell der nächste Sieg folgen und French King nahm die etwas seltene Route zum Swiss Derby nach Fauenfeld in der Schweiz auf sich, wo er gegen unbekannte Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte. Zurück in Frankreich wurde er im Juni 2018 im Prix Frédéric de Lagrange erneut deutlich geschlagen, bevor es ihm auf weichem Boden im Prix Dirickx auf dem Provinzkurs in Craon gelang an den dem Sieger dran zu bleiben und mit einem knappen zweiten Platz seinen bisher besten lauf in seinem Heimatland feiern zu können.

Er lief danach gegen bessere Konkurrenz über die 2100m im Prix de la Région Grand Est ein weiteres gutes Rennen auf einem ausbezahlten dritten Platz, ohne dabei jedoch den Sieger Potemkin wirklich gefährde zu können. French King schien in seinem zweiten Jahr einfach nicht wirklich in Gang kommen zu wollen, denn auch über 2400m auf weichem Untergrund im Grand Prix de Nantes, einer Kombination die ihm eigentlich liegen sollte, gelang es French King nicht für Gefahr zu sorgen und er landete auf einem abgeschlagenen sechsten Platz, bevor es in die Winterpause ging.

Diese nutzte sein Trainer H. Pentall offensichtlich gut und konnte French King bereits im Feburar im H.H. The Amir Trophy in Doha zum Sieg führen. Die Doha Challenge und die Amir Trophy sind nun nicht mit den Rennen in Dubai vergleichbar, trotzdem war der Sieg von French King in dem mit 1.000.000$ dotierten Rennen ein großer Achtungserfolg, der drei Monate später in Deutschland im Carl Jaspers-Preis, einem Gruppe 2 Rennen in Köln, bestätigt werden sollte. Die Preisgelder in Deutschland sind vergleichsweise lächerlich gering, aber French King hat hierzulande auch längst nicht mit so starker Konkurrenz zu kämpfen wie in Doha und so dürfte er auch hier in Hamburg eine äußerst gute Figur machen können.

Alounak:


29.06.2019 – Newcastle – Chipchase Stakes – Pick: Invincible Army

Pferderennen in Irland

15:25 Chipchase Stakes – Gruppe 3

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 70.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Polytrack  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Das Rennen könnte schwierig werden, gibt es doch keinen klaren Pacesetter hier in diesem Rennen, aber trotzdem lohnt sich ein Blick auf den Favoriten, der hier die Gelegenheit hat seinen Ausrutscher aus dem letzten Rennen wieder ein wenig auszubügeln.

Invincible Army: James Tate trainiert den Invincible Spirit Sohn und kann auf das bisher erreichte durchaus stolz sein, allerdings wird er gerade auf das Royal Asot Meeting vermutlich nicht mit den besten Erinnerungen verknüpfen, denn schon nunmehr zwei Jahre in Folge war der Versuch in den gut besetzte Rennen dort ein klarer Flop für Invincible Army. Letztes Jahr startete er im Commonwealth Cup als Co Favorit konnte aber nicht über einen neunten Platz hinaus kommen – und das, wo er doch zuvor im Sandy Lane Stakes auf Gruppe 2 Ebene nur knapp an Sands of Mali gescheitert war. 2019 nahm er am Diamond Jubilee Stakes teil und kam erneut nicht über einen abgeschlagenen siebten Platz hinaus. Nun also geht es mit der kürzesten Pause seiner Karriere zum nächsten Gruppenrennen.

Erfahrungen hat er zur genüge, so hatte sich Invincible Army schon im Jahr 2017 in einigen Grupenrennen versucht und dabei durchaus solide Ergebnisse produziert. Plätze im Arqana July Stakes, dem Molecomb Stakes, dem Gimcrack Stakes hinter Sands Of Mali und dem Mill Reef Stakes hinter James Garfield sowie der Sieg im Gruppe 3 Sirenia Stakes lesen sich gut, lassen aber erahnen, dass es zum Aufschluss auf die absolute Spitzengruppe noch nicht ganz gereicht hat. Das Preisgeld stapelte sich zunehmend, aber die Ausbeute an Siegen lies durchaus zu wünschen übrig.

Auch das Saisondebüt im Pavilion Stakes in Ascot, wo Invincible Army mit 1,5 Längen gewinnen konnte war ein hervorragendes Rennen, nur war die Konkurrenz nicht ganz auf dem heutigen Niveau, was sich beim nächsten Rennen auch wieder schmerzhaft bemerkbar machte. Denn als er im Sandy Lane Stakes auf Gruppe 2 Ebene kurz darauf gegen Konkurrenten wie Sands Of Mali und James Garfield antreten musste, musste sich Invincible Army wieder einem anderen Konkurrenten knapp geschlagen geben.

Dann kam wie gesagt die etwas bittere Niederlage im Commonwealth Cup und der letzte Start in der neuen Saison 2019, als er im bet365 Hackwood Stakes startete. Aber auch dort war klar zu erkennen dass seine Form in dieser Saison einfach nicht mehr viel wert sein würde.

Mit der Pause kam aber auch die Form wieder und Invincible Army gewann das Gruppe 2 Cammidge Trophy Stake mit gut zwei Längen Vorsprung und setzte über schnellen Untergrund im Duke Of York Stakes im Mai noch einmal einen drauf. Aber Royal Ascot war auch beim zweiten Anlauf einfach nicht sein Pflaster, denn im Diamond Jubilee Stakes scheiterte er an dem schnellen Tempo und dem vermutlich zu schnellen Untergrund. Ja, er hat schon auf schnellem Boden gewonnen, gegen derartige Konkurrenz wäre aber ein wenig Wasser im Boden wünschenswert gewesen. Nun kommt er also eine Woche später der nächste Versuch, die Erholungspause ist ein wenig kurz, aber die Konkurrenten dafür auch deutlich leichter – Invincible Army hat herausragende Chancen.

Mr Lupton: Richard Fahey schickt den Elnadim Sohn auf die Rennstrecke, dessen Karriere bis ins Jahr 2015 zurückreicht. Damals schon für den selben Trainer, der ihn in seiner ersten Saison in der Two-Year-Old Trophy  hatte auflaufen lassen. Mr Lupton schloss sein erstes Black Type Rennen mit einem zweiten Platz ab und lies nach dem Jahreswechsel und kurzer Eingewhönungsphase im neuen Jahr einige weitere Gruppenrennen folgen, konnte da aber niemals an den Erfolg des letzten Jahres anschließen, sondern musste in jedem Rennen den Siegern hinterherlaufen. Trotzdem zog das Niveau der Rennen stetig an, um im Herbst mit der Teilnahme im Sprint Cup Stakes und dem Champions Sprint Stakes seinen Höhepunkt zu finden. 2017 verlief fast identisch, außer dass Mr Lupton im Private Bank Stakes einen guten dritten Platz auf Listed Ebene erringen konnte. Wieder folgte die Teilnahme am Sprint Cup Stakes, wieder wurde nur ein fünfter Platz am Ende erreicht.

In seinem vierten Jahr als Galopper gelang Mr. Lupton dann aber der Durchbruch und er schaffte es nicht nur bei seinem Saisondebüt im Cammidge Trophy Stakes einen guten zweiten Platz zu erreichen, sondern später in der Saison auch  das John Smith Stakes zu gewinnen – beides auf Listed Ebene. Dann setzte Mr Lupton aber nach Teilnahmen an stärkeren Rennen wie dem Gruppe 2 King George Stakes nochmal einen drauf und gewann zum Saisonabschluss sein erstes Gruppe 3 Rennen in Form des Dubai World Trophy Stakes über die 5f. Er behielt auf dem weichen Boden seine gute Form bei und errang beim nachfolgenden Rous Stakes einen zweiten Platz.

Mr Lupton reifte über die Winterpause zu seiner nunmehr fünften Saison noch weiter heran und gewann bei seinem Saisondebüt das Gruppe 2 Greenlands Stakes gegen Speak Of Colours mit knapp 1 Länge – und das, obwohl der Untergrund dieses Mal deutlich schneller war.

Laugh A Minute: Der Mayson Sohn von Trainer Roger Varian hat sich nach seiner ersten Saison 2017 in Rennen wie dem Gruppe 3 Pavilion Stakes in Ascot oder dem Gruppe 1 Commonwealth Cup versucht, aber erst spät in der Saison 2018 tatsächlich ein zähöbares Ergebnis hervorgebracht. So platziere er im Gruppe 3 Prix de Meautry Barrière in Deauville, Frankreich auf weichem Boden über die Distanz von 1200m hinter dem klaren Sieger Tantheem – und war im nachfolgenden Wentworth Stakes in Doncaster mit seinem vierte Platz zumindest in Schlagreichweite zu Donjuan Triumphant. Seine Form 2019 lies allerdings mit Niederlagen beim Saisondebüt im EBF Stallions King Richard III Stakes sowie dem Pertemps Stakes, wo er als Favorit gestartet war, zu wünschen übrig.

Island Of Life: Die Dubawi Tochter hat das Niveau iher Rennen 2019 deutlich angehoben, nachdem sieam Ende der letzten Saison einige gute Platzierungen und einen Sieg im Red Handicap in Kempton hatte erreichen können. Sie siegte dann in einem Klasse 2 Handicap und platzierte danach bei ihrem ersten Listedrennen in Wolverhampton im Lady Wulfruna Stakes hinter Above All auf einem zweiten Platz. Dann gelang ihr ein erneuter zweiter Platz im All-Weather Fillies‘ And Mares‘ Championship, konnte die Form aber nicht von dem AW Untergrund auf die normale Strecke transferieren. Ihre Teilnahme am Cecil Frail Stakes und dem Queen Charlotte Stakes endeten mit etwas abgeschlagenen Platzierungen, sie lief aber über die 1400m im Queen Charlotte Stakes deutlich besser als über die kürzere Distanz im Cecil Frail und kam bis auf 2 Längen an Billesdon Brook heran


20.06.2019 – Royal Ascot – Ascot Gold Cup – Pick: Cross Counter

Pferdewetten News

17:20 Ascot Gold Cup – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.014 m  |  Preisgeld: 500.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Eine Wiederholung des Log Distance Cup aus dem letzten Jahr, bei dem viele der heutigen Teilnehmer schon einmal aufeinander getroffen waren. Die Platzierungen von damals müssen in diesem Zusammenhang allerdings nichts bedeuten, auch wenn Stradivarius hier klar wieder als Favorit gelten muss.

Cross Counter: Der Teofilo Sohn machte 2018 in Flemington auf sich aufmerksam, als er als klarer Außenseiter im Melbourne Cup auflief und dort die hoch gehandelten Konkurrenten wie Yucatan und Magic Circle schlagen konnte und wo er einen souveränen Sieg mit 1 Länge vor den Konkurrenten feiern konnte. Zuvor hatte er Dee Ex Bee im Gordon Stakes mit über 4 Längen geschlagen und sich hinter Old Persian im Voltigeur Stakes einen guten zweiten Platz gesichert.

Der Wechsel der Kontinente nach Austalien hatte dann  über die 3200m einen extremen Formboost bei Cross Counter ausgelöst, der augenscheinlich keine Probleme hatte sich mit den neuen Begebenheiten Down Under und auch mit der langen Reise  hervorragend zurecht gekommen war.

So war es kein Wunder, dass es im März zum 3200m Rennen nach Dubai ging, wo Cross Counter im Dubai World Cup auflief – und auch dieses Rennen souverän gewinnen konnte. Nur ein Konkurrent hatte mit ihm mitgehen können, und die beiden waren weit vor dem Rest des starken Feldes ins Ziel gekommen.

Er sollte heute in diesem Rennen hier ganz vorne mit dabei sein können.

 

Stradivarius: Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Audauerstrater des Landes erwiesen. Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der aktuellen Saison mehr als entzückt, schließlich kann er hier in diesem Rennen mit einem weiteren Bonus von einer Millionen Pfund rechnen, wenn sein Schützling gewinnt – und alles sieht wohl danach aus.

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarious halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logsiche Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde. Auch dieses Rennen gewann Stradivarius und dehnte damit seine Siegesserie auf sechs Siege aus sechs Rennen aus, musste sich aber in den letzten Rennen immer wieder ein wenig mühen und wird es hier auch nicht einfach haben.

Dee Ex Bee: Der Farhh Sohn von Trainer Mark Johnston begann seine Karriere im August 2018 für seinen Erfolgstrainer und legte gleich bei seinem ersten Start mal einen Sieg hin. Im Oktober 2017 versuchte er sich dann in einem Blacktype Rennen und platzierte auf Listed Ebene im Zetland Stakes  und nach der Winterpause auch im Anthony Cane Trial. Die Rennen waren solide, aber längst nicht auf dem angedachten Gruppenlevel. Danach ging es aber langsam bergauf im Niveau und er startet im Chester Vase Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen Konkurrenten wie Young Rascal und Flag Of Honour. Er rannte dort spät gegen die Führenden an und hätte fast den Sieg noch auf der Ziellinie erringen können.

Beim Investec Derby lief er zwar als Außenseiter auf, war aber einer meiner Picks für das große Rennen und enttäuschte im Gegensatz zum Favoriten Saxon Warrior auch nicht. Er brauchte wieder ein wenig zu lang um in Gang zu kommen, hatte dann aber einen guten Zug zum Ziel. Er war immer noch ein wenig unerfahren und driftete nach links, was ihn einige Meter kostete, aber trotzdem holte er sich seinen verdienten zweiten Platz auf der Zielinie. Danach schwächte sich die Form von Dee Ex Bee aber zunächst ein wenig ab, und es folgten klare Niederlagen im Irish Derby, dem Grand Prix de Paris oder auch dem Gordon Stakes. Auch im St Leger Stakes und dem Großen Preis Von Bayern erging es ihm nicht besser, und erst mit dem Jahreswechsel und der Winterpause gelangen ihm klare Siege im Longines Sagaro Stakes  und de Henry II Stakes gegen den hoch gehandelten Mekong. Diese Form gibt ihm hier Chancen auf einen Platz

Flag Of Honour: Der Galileo Sohn ist einer weiterer Sohn des Jahundertpferdes, welches unter die Aufsicht von Aiden O’Brien gestellt wurde und in den große Hoffnungen gesetzt wurden.

Dabei war der der erste Start in einem Maidenrennen in Naas im September 2017 alles andere als vielversprechend, nach den ersten Gehversuchen fing er sich aber beim zweiten Maidenrennen und gewann recht souverän, bevor er noch im selben Jahr in die Gruppenrennen geschickt wurde. Auch hier brauchte er einen kleinen Moment, bevor er sich auf dem neuen Niveau so richtig wohl fühlen konnte und scheiterte im noch recht gut besetzten Gruppe 3 Autumn Stakes  in Newmarket. Aber schon nur zwei Wochen später im Gruppe 3 Eyrefield Stakes  in Leopardstown gewann er mit 1,5 Längen Vorsprung vor seinen Verfolgern und konnte daher beruhigt in seine Winterpause gehen.

Aus dieser kam er mit einem Abstecher nach Frankreich in das Gruppe 3 Prix Noailles zurück, wo er mit Gyllen als Favorit auflaufen konnte, aber der schwere Boden im April in Frankreich machte ihm augenscheinlich einige Probleme und so konnte er auf den letzten Metern nicht mehr die nötige Kraft aufbringen, um den Rückstand von knapp 0,4 Längen noch aufzuholen. Das Gewinnertrio aus Pharell, Alhadab und Flag Of Honour hatte sich aber meilenweit vom Rest des Feldes absetzen können und der Start in die neue Saison verlief sehr zuversichtlich für Aiden O’Brien und seinen Flag Of Honour. Der nachfolgende Start im Chester Vase Stakes  war ambitioniert und es war keine Überraschung, dass Flag Of Honour sich hier nicht durchsetzen konnte, was natürlich auch für den Versuch im Qipco Prix du Jockey Club  in Frankreich gilt – schließlich ist dies eins der härtesten Rennen in Frankreich für die Dreijährigen!

Zurück in Irland gewann Flag Of Honour dann aber den Gruppe 2 Curragh Cup sowie das Irish St Leger Trial Stakes, was die Wahl des Rennens für Flag OF Honour am heutigen tag äußerst interessant macht, schließlich ist das Rennen Ende August nicht umsonst ein Trial Rennen für das Irish St. Leger – und die meisten Konkurrenten machten einen Bogen um ihn in diesem Rennen – außer Twilight Payment, der ihm zu allem Überfluss auch noch beim Zieleinlauf im Nacken saß. Das Duell der beiden fiel dieses Mal nicht ganz so spannend aus und Flag Of Honour hatte das Feld absolut im Griff um am Ende mit fast drei Längen ungefährdet zu gewinnen.

Danach zeigte sich aber im Long Distance Cup in Ascot und de Prix Royal Oak, dass die zwei Meilen und weicher Boden nicht unbedingt zu den besten Bedingungen für Flag Of Honour gehören und erst nach de Jareswechsel und über kürzere Distanzen oder besseren Boden gelangen Flag Of Honour wieder eine Reihe von guten Platzierungen, etwa im Alleged Stakes, dem Mooresbridge Stakes oder dem Tattersalls Gold Cup

Es gibt minimale Sorgen, dass er die zwei Meilen auf dem weichen Boden nicht ganz so gut schafft und Magical hatte ihn die letzten beiden Rennen fest im Griff, aber mit einem guten Lauf ist eine Platzierung drin
Capri

Thomas Hobson: Der Halling Sohn von Trainer Willie Mullins hatte 2013 einen guten Lauf und gewann dort einige Handicaps und sammelte bis 2016 noch ein paar Rennen drauf, ohne dabei aber in den Black Type Rennen einen Eindruck zu hinterlassen. Thomas Hobbson hat dann allerdings in den Hürden Rennen tatsächlich einen dritten Platz im Champion Novice Hurdle auf Gruppe 1 Ebene erreicht und die neue Karriere schien ihm durchaus zu liegen. Einige Jahr später siegte er dann im Glascarn Handicap Hurdle und dem Ascot Stakes im Jahr 2017, um dann auf Gruppe 2 Ebene im Doncaster Cup Stakes noch einen drauf zu legen und mit einem guten zweiten Platz hinter Desert Skyline nach Hause zu gehen.

Thomas Hobbson machte dann einen kleinen Ausflug nach Australien zum Melbourne Cup, den er als absoluten Außenseiter als sechster abschloss und damit das Jahr 2017 auch beendete. Nach England kam er dann im Juni 2018 zurück, um sein Debüt im Queen Alexandra Stakes zu feiern, wo er einen abgeschlagenen sechsten Platz gegen die durchaus starke Konkurrenz  belegte. Allerdings war er als Favorit gestartet und hätte eigentlich locker gewinnen sollen, oder zumindest unter den ersten drei abschließen sollen, und dass das nicht gelang war entweder einer Überschätzung von Thomas Hobbson geschuldet oder es lag daran dass er nach der langen Pause noch nicht ganz fit war. Beim Irish St Leger Trial Stakes machte er schon einen besseren Eindruck, ohne es allerdings unter die erst drei zu schaffen. Seine Form steigerte sich allerdings immer weitet und im Doncaster Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene erreichte er in der Saison 2018 endlich den verdienten Sieg, auch wenn er sich als Favorit gegen Max Dynamite und Sheikhzayedroad ziemlich mühen musste. Gerade Max Dynamite machte er nur auf den letzten Metern Platz, aber wie er letztes Jahr Stradivarius im Genick hing beim Zieleinlauf im Long Distance Cup wusste schon zu gefallen. Außenseiterchancen auf einen Platz hat er
Cypress Creek: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O Brien brauchte einige Versuche bevor er sich sein erstes Rennen als Sieger göntte, und auch danach war es keine richtig große Erfolgsgeschichte mit Cypress Creek. Von einen Galileo Sohn kann man mehr erwarten als ein letzter Platz (von drei Startern) im March Stakes oder der selben Platzierung im Irish St. Leger letztes Jahr.

In Naas schaffte er danach einen souveränen Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen Twilight Payment, aber dann hagelte es wieder Niederlagen im Long Distance Cup oder dem Coronation Cup im letzten Monat. Keine Chance hier


18.06.2019 – Royal Ascot – St James Palace Stakes – Phoenix Of Spain

Pferderennen in England

17:20 St James Palace Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 1.603 m  |  Preisgeld: 538.750 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
King Of Comedy: Der Kingman Sohn von John Godsen wird heute sein erstes richtig großes Rennen bestreiten und zeigen müssen, wie viel seine Bilanz aus drei Siegen aus vier Rennen so wert ist. Seine Karriere begann mit zwei Rennen im Jahr 2018, als er sein erstes Rennen gegen Persian Moon in Sandown gewann. Danach folgte ein knapp zweiter Platz in Redcar als er I Could Do Better unterlag, und mit diesen beiden Rennen in der ersten Saison und der gesammelten Erfahrung ging es für King Of Comedy in die erste Winterpause. Seine ersten Rennen waren nicht dazu gedacht, ihn bereits auf das höchste Niveau vorzustoßen, sondern lediglich ihm die Erfahrungen für die nächste, wichtige Saison zu ermöglichen.
King Of Comedy debütierte 2019 in Yarmouth in einem kleinen Nivcue Rennen, welches er wie zu erwarten locker gewinnen konnte. er ist ein großes, schweres Pferd und John Godsen weiß, dass sein Schützling einen Warmmacher nach einer Pause braucht, um ihn Form zu kommen. Godsen lies ihn danach das erste Mal in einem Black Type Rennen auflaufen und hob das Niveau mit dem Heron Stakes auf Listed Ebene leicht an. Allerdings waren die direkten Konkurrenten Walkinthesand und Sangarius bei weitem nicht auf dem Niveau der heutigen Konkurrenten und auch wenn King Of Comedy unangefochten und locker gewann, zeigte er doch auch noch deutlich seine Unerfahrenheit – der Kopf und das Hinterteil gingen unter Druck nach oben, und er wird sich hier deutlich steigern müssen, um mit den weiter entwickelten Konkurrenten mithalten zu können.
Tipps zum Pferd: Wird vermutlich dieses Lauf und weitere brauchen, um auf die besten seines Jahrgangs aufzuschließen, hat aber sein letztes Rennen locker gewinnen können und wenn seinen noch etwas unsauberen Stil in den Griff bekommt, wird er in dieser Saison noch einen großen Erfolg feiern können.
Skardu: Der Shamardal Sohn von Trainer Willam Haggas hat sich in seinen beiden Rennen vor dem Guineas 2000 souverän durchsetzen können. Und konnte sich auch im  großen Rennen selbst in hervorragendem Licht präsentieren.
Er hat nicht wie viele andere seiner Generation im letzten Jahr schon die großen Rennen anvisiert, sondern hat sich zunächst im Derrinstown British EBF Maiden Stakes probiert, welches er  mit zwei Längen Vorsprung für sich entschied. Dabei war er als klarer Außenseiter gestartet . Die 1408m lagen ihm offensichtlich und er nahm hinter einer Mauer von Front Runnern Maß und konnte sich am Innengeländer einen Durchgang sichern, schnellte an den Front Runnern vorbei und gewann am Ende locker mit 2 Längen Vorsprung.
Das wars dann auch schon mit den Rennen im Jahr 2018 und er konnte sich in der Winterpause noch einmal deutlich steigern, was er im Gruppe 3 Craven Stakes im April zeigen konnte. Dort konnte er erneut mitten auf der Bahn spät Tempo aufnehmen und sich am Feld vorbei schieben, aber innen ging Momkin mit ihm, der zunächst von Set Piece in die Zange genommen wurde und etwas an Momentum verlor, dann aber wieder Gas gab und sich mitten im Kampf um den Sieg wiederfand. Das war ein persönlicher Bestlauf von Momkin und Skardu, so dass es nicht verwunderte, dass sich Skardu beim Guineas 2000 im größten Pulk in der Mitte der Bahn prominent platzierte. Skardu konnte beim Schlusssprint die nötige Lücke vor sich finden und hatte genügend Kraft, um den Kampf um die Führung zum Ziel in der Mitte der Bahn zu gewinnen, allerdings waren die Konkurrenten wie Magna Grecia an der Innenbahn noch schneller und gewannen das Guineas 2000 vor Skardu, der wenig Chancen hatte den Rückstand noch aufzuholen.
Beim nächsten Versuch in einem irischen Classic, dem Irish 2000 Guineas 2019, war es zwar nicht Magna Grecia der Skardu auf den letzten Metern locker hinter sich lies, sonder der Front Runner Phoenix Of Spain, allerdings wurde wieder einmal deutlich, dass Skardu trotz guter Positionierung einfach nicht mit den besten seines Jahrgangs mithalten kann. Er war allerdings nicht weit hinter dem zweitplatzierten – und eigentlich als Favorit gestarteten Too Darn Hot und wenn beide Favoriten heute nicht ihren besten Tag erwischen, könnte sich das Rennen für Skardu öffnen. Ein Platz ist auf jeden Fall in seiner Reichweite.
Too Darn HotJohn M. Godsen trainiert den Dubawi Sohn, der seine Karriere letztes Jahr in Sandown mit einem sieben Längen Sieg über Rowland Ward begann. Dieser  Siehg machte ihn sofort zu einem Anwärter auf die Championship Rennen für die zweijährigen Galopper und Too Darn Hot ging auch direkt im September 2018 in die Gruppenrennen, zunächst über gut bis weichen Untergrund in das Gruppe 3 Solaris Stakes in Sandown. Das Rennen war mit einigen Hoffnungsträgern der aktuellen Saison bestückt, trotzdem galt Too Darn Hot als klarer Favorit und machte das Rennen am Ende sogar mit 4 Längen klar. 1400m Distanz waren also kein Problem und es gab keinen Grund, warum er danach nicht im Gruppe 2 Champagne Stakes nicht auch als Facvorit auflaufen sollte.
Too Darn Hot gewann auch dieses Rennen, die relativ kleine Marge auf Phoenix Of Spain von nur 1,75 Längen hätte Too Darn Hot wohl nach Belieben noch weiter ausbauen könnne und der Konkurrent konnte sich wohl eher glücklich schätzen, dass er so nah an den Sieger herankommen konnte. Das war trotzdem eine gute Leistung von Phoenix Of Spain, der immerhin Cardini und Van Beethoven schlagen konnte, aber Too Darn Hot hatte sie alle fest im Griff.
Den Anspruch als Champion 2yo untermauerte Too Darn Hot dann noch mit seinem Sieg im Gruppe 1 Dewhurst Stakes, wo er Advertise mit fast drei Längen hinter sich lassen konnte. Der Untergrund war etwas schneller als beim letzten Mal, und Too Darn hot konnte seinen Geschwindigkeistwechsel und Beschleunigung in diesem Rennen voll ausspielen. Er gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen mit Leichtigkeit und jedem war klar, dass es nächstes Jahr in die Classics gehen würde – die Too Darn Hot allerdings überraschend verpasste!
Eine kleinere Verletzung zwang ihn zu pausieren, und er machte sein Debüt in der neuen Saison erst sehr spät im Dante Stakes im Mai. Dort hatte er auf den letzten Metern nicht mehr die Kraft mit Telecaster mitzugehen, allerdings war die Distanz mit über 2000m auch ungewohnt lang und das nach einer siebenmonatigen Pause – mehr als genug Gründe also, warum das Rennen am Ende so lief wie es lief, Telecaster jedenfalls scheint ein Talent für die Distanzen von mehr als 2000m zu sein.
Too Darn Hot sollte nach dem 2000m Versuch in York im Gruppe 1 Irish 2000 Guineas wieder zeigen, was er drauf hat – wenn das Rennen nicht zu kurzfristig nach dem Debüt kommt! Die Regenerationsphase seit dem Dante Stakes ist sehr kurz für ein Top Rennen, und das gibt für mich den Ausschlag für Magna Grecia.
Tipps zum Pferd: Hervorragende Saison als 2yo mit dominantem Sieg im Dewhurst Stakes, schien aber 2000m beim Saisondebüt 2019 in York im Dubai Dante Stakes nicht ideal zu bewältigen zu können und kam erneut „nur“ auf deinen zweiten Platz im Irish 2000 Guineas, wo er auf den letzten Metern wieder nicht mit dem Front Runner mitgehen konnte – trotz kürzerer Distanz. Scheint seiner besten Form ein wenig hinterherzulaufen.
Phoenix Of Spain: Der Lope De Vega Sohn von Trainer Charlie Hills begann sein Karriere mit einem vierten Platz in Sandown 2018, hat sich danach aber mit einigen hervorragenden Leistungen ins Gespräch gebracht. Zunächst gewann er ein Novice Rennen in Wolverhampton, bevor er in York im Gruppe 3 Tattersalls Acomb Stakes seinen ersten Black Type Sieg einfahren konnte. Auf dem engen Kurs in York kam Phoenix Of Spain auf der Tribünenseite durch zur Führung, als sein Jockey ca. 400m vor dem Ziel seine Arbeit begann und Phoenix Of Spain vom hinteren Bereich des Feldes seinen Sprint begann. Zwar hatte Watan seinen Sprint vom vorderen Bereich des Feldes gut getimet und war einige Längen davongeeilt – aber nicht genug um Phoenix Of Spain noch hinter sich zu lassen, der mit seinem Momentum noch einen Vorsprung von 1,5 Längen herausholen konnte.
Im nachfolgenden Gruppe 2 Champagne Stakes kam es dann zum ersten Mal zu einem Duell mit Too Darn Hot, der einer der regelmäßig wiederkehrenden Konkurrenten werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt war Too Darn Hot klar das bessere Pferd und hatte zuvor das Solario Stakes nach Belieben dominiert, und danach auch noch das Gruppe 1 Dewhurst Stakes mit deutlichem Abstand gewonnen. Phoenix Of Spain mühte sich redlich, an dem Favoriten dran zu bleiben, konnte aber 1f vor dem Ziel, als Too Darn Hot das Tempo anzog, schlicht nicht mehr mithalten und musste sich mit einem guten, aber etwas abgeschlagenen zweiten Platz zufrieden geben.
Für Too Darn Hot ging es danach in die Winterpause, Phoenix Of Spain allerdings lief danach noch im Gruppe 1 Vertem Futurity Trophy im Oktober auf, wo er das erste Mal gegen den Favoriten Magna Grecia antreten musste. Magna Grecia, der 2019 noch weiter auf sich aufmerksam machen sollte, gewann das Rennen am Ende gegen Phoenix Of Spain, wenn auch nur knapp.
Phoenix Of Spain hatte sich wieder am Ende des Feldes einsortiert und setzte seinen Angriff spät an, kam dann aber hervorragend in Gang und war im letzten Furlong gleich auf mit Magna Grecia, und jeder der beiden hätte das Rennen zu diesem Zeitpunkt gewinnen können. Beide drifteten unter dem Druck ihres Jockeys ein wenig und stießen 60m vor dem Ziel leicht zusammen, was Phoenix Of Spain etwas mehr aus dem Tritt brachte und am Ende dazu führte, dass Magna Grecia sprichtwörtlich die Nase vorn hatte.
Danach ging es auch für Phoenix Of Spain in die Winterpause, die er ausrechnet mit seinem Start im Irish 2000 Guineas beendete. Ohne Vorbereitungslauf und mit dem Konkurrenten Too Darn Hot wieder im Lineup, gab man Phoenix Of Spain wenig Chancen auf den Sieg, unter Jamie Spencer schockte er aber die Beobachter mit einem lockeren 3 Längen Sieg gegen Too Darn Hot und den 2000 Guineas Sieger Magna Grecia. Phoenix Of Spain übernahm dabei die Rolle des Front Runners und führte das Feld über die Distanz, 1f vor dem Ziel schloss dann der Favorit Too Darn Hot auf Phoenix Of Spain auf und versuchte den Front Runner zu überholen, dieser jedoch beschleunigte ebenfalls und setzte sich mit einem immer stärkeren Schlusssprint am Ende mit 3 Längen gegen einen Favoriten ab, der auf den letzten Metern einfach nichts mehr zu geben hatte. Wenn er diese Form heute aufrechterhalten kann, wird es sehr sehr hart für Too Darn Hot.
Tipps zum Pferd: Entwickelte sich in der Saison als 2yo gut, zeigte aber beim Saisondebüt im Irish Guineas 2000 2019 seine bisher beste Form und wird nur schwer zu stoppen sein, wenn er in der selben Form aufläuft.

18.06.2019 – Royal Ascot – Kings Stand Stakes – Pick: Blue Point

Pferderennen in England

16:40 Kings Stand Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.006 m | Preisgeld: 500.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Blue Point hat neben dem Sieg über Harry Angel im Gruppe 3 Pavilion Stakes  einen Platz im Middle Park Stakes sowie dem Dewhurst Stakes im letzten Jahr vorzuweisen und musste sich nur Churchill, Lancaster Bomber und The Last Lion unterordnen.  Dabei schlug er Mehmas, der Caravaggio zumindest teilweise im Duell Konkurrenz gemacht hatte. Caravaggio und Harry Angel haben ihn im Gruppe 1 Commonwealth Cup knapp schlagen können, als die drei sich deutlich vom Rest des Feldes absetzen konnten. Harry Angel und Blue Point duellierten sich über eine lange Zeit, bevor Caravaggio auf der Innenbahn anzog und die beiden stehen lies. Blue Point lief allerdings ein großartiges Rennen, auch wenn es am Ende nicht für einen Sieg reichte. Danach ging es für ihn in eine kleine Pause und dann zum Sprint Cup Stakes nach Haydock, wo er aber auf schwerem Boden gegen Harry Angel und Co. keine Chance hatte. Im Laufe des Herbstes besserte sich der Boden noch ein wenig und Blue Point konnte einen weiteren Start im Bengough Stakes auf Gruppe 3 Ebene bewältigen, den wie zu erwarten mit einem souveränen Sieg abschließen konnte. Mit dem Erfolg im Rücken ging es in die Winterpause, die er mit einem Start in Meydan, Dubai, im Februar beendete. Der Lauf unter den schwierigen klimatischen Bedingungen gelang ihm recht gut, allerdings hatte am Ende Ertijaal als Favorit die Nase im Meydan Sprint vorne und Blue Point nahm aus Dubai lieber die Route nach Singapur statt für das Dubai World Cup Festival im nahen Osten zu bleiben. Ausgezahlt hat sich die Reise zum The Chairman’s Sprint Prize leider nicht, denn mehr als der letzte Platz sprang in diesem international hochklassig besetzten Rennen nicht heraus. Mit der Rückkehr nach England stellte sich allerdings auch der Erfolg wieder ein, denn Blue Point konnte die versammelte Konkurrenz im King’s Stand Stakes am Ende mit fast zwei Längen schlagen und gewann souverän.

Danach ging er in den July Cup, wo er zunächst im Mittelfeld geparkt wurde, allerdings konnte William Buick ihn nicht wie gehofft am Ende motivieren um aus dieser Position dann auch Kapital zu schlagen und Blue Point sah auf den letzten Metern müde aus, während er am Anfang des Rennen noch viel zu energisch lief. Im Gruppe 1 Coolmore Nunthorpe Stakes lief es mit einem prominenteren Lauf nahe am Tempo schon deutlich besser und Blue Point konnte sich einen guten dritten Platz sichern.

Nach diesem durchaus erfolgreichen Sommer begab sich Blue Point in eine 174 tägige Pause und eine Reise nach Dubai, wo er auf dem Kurs in Meydan im Februar 2019 debütierte, Letztes Jahr hatte er im Gruppe 2 Meydan Sprint noch knapp Ertijaal unterlegen, nun aber sicherte sich Blue Point mit einem Lauf am Tempo einen beeindruckenden 5 Längen Sieg, der Faatinah auf dem abgeschlagenen zweiten Platz einlaufen lies. Die Konkurrenz war allerdings auch relativ leicht und Blue Point war auch der klare Favorit des Rennens, und erfüllte den an ihn gestellten Anspruch

Danach ging es in das Nad Al Sheba Turf Sprint Sponsored By Arabian Adventures auf Gruppe 3 Ebene, welches Blue Point wieder mit Leichtigkeit gewinnen konnte – wieder als klarer Favorit. Die beiden lockeren Siege waren allerdings nur eine Vorbereitung auf das Al Quoz Sprint beim Dubai World Cup Festival – wo er als klarer Favorit startet, obwohl man die Siege in Perspektive zu der stärkeren Konkurrenz beim Al Quoz Sprint setzten musste.

Aber wie man beim großen Rennen dann sehen konnte, gab es wieder einmal keinen Grund zur Sorge, denn Blue Point schwenke perfekt in der Mitte der Bahn aus und beschleunigte auf den letzten 200m, um auf die Front Runner aufzuschließen und die Führung selbst zu übernehmen. Das Feld zog sich zu diesem Zeitpunkt schnell auseinander, Belvoir Bay und Stormy Liberal gingen mit Blue Point mit, während der Rest des Feldes auf den letzten 100m zunehmen zurückfielen.

Blue Point erweiterte seine Siegesserie in Meydan damit auf 3 Siege aus 3 Rennen in 2019 und einen weiten Platz aus 2018, das Klima und die Strecke in Meydan schienen ihm durchaus zu liegen. Nun geht es also zurück nach Royal Ascot zum King’s Stand Stakes, welches er letztes Jahr gegen den  hier wieder auftretenden Battaash gewinnen konnte. Battaash hatte damals die Führung übernommen und sah 150m vor dem Ziel wie der Sieger aus, als er sich mit einem Tempowechsel schnell einige Längen absetzten konnte und Blue Point nicht wirklich in Gang kam auf dem zweiten Platz. Allerdings änderte sich das Bild auf den letzten 50m deutlich, als Battaash ermüdete und Blue Point Momentum aufgebaut hatte, um sich am Ende noch 2.5 Längen abzusetzen. Gelingt ihm das heute ein weiteres Mal? Die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht bei dem erneuten Duell der beiden.

Battaash hatte sich nach dem zweiten Platz beim King’s Stand Stakes einen lockeren 4 Längen Sieg im Gruppe 2 King George Stakes im Glorious Goodwood Festival gesichert, bei dem er 2f vor dem Ziel auf die Führenden aufgeschlossen hatte und dann die Führung übernommen hatte. Er zeigte den selben Tempowechsel wie beim King’s Stand Stakes und fand sich schnell deutlich vor den Verfolgern wieder, die keine Chance hatten an Battaash wieder heranzukommen. Die Konkurrenz war allerdings auch längst nicht so stark wie in den letzten Rennen und der vier Längen Sieg wurde im selben Monat im Coolmore Nunthorpe Stakes ein wenig zurecht gerückt, wo Battaash freie Bahn zum Schlusssprint hatte, aber am Ende gegen die Außenseiter Alpha Delphini und Mabs Cross abgehängt wurde und auch Blue Point wieder einmal an ihm vorbeizog.

Battaash zog es nach Frankreich, wo er im Gruppe 1 Prix de l’Abbaye auflaufen sollte, und nach den sehr guten Leistungen in der Saison 2018 war die Favoritenrolle Battaash ein drittes Mal im Folge sicher. Aber Battaash schaffte es allerdings wieder nicht, auf den letzten Metern Mabs Cross hinter sich zu halten und der Außenseiter, der im Nunthorpe fast ein Dead Heat mit dem Sieger Alpha Delphini erzwungen hatte. Mabs Cross zeigte, dass dies keine Ausnahme war und die beiden trafen danach im Armstrong Aggregates Temple Stakes beim Saisondebüt 2019 wieder aufeinander. Battaash gewann das Rennen mit Leichtigkeit, ohne das Jim Crowley auf ihm durch alle Gänge gehen musste.

Mabs Cross verlor allerdings ein Hufeisen in dem Rennen und kam trotzdem auf einem dritten Platz ins Ziel und Alpha Delphini lief auch kein schlechtes Rennen, auch wenn Battaash sie beide am Ende sicher in der Tasche hatte.

Battaash hatte allerdings in der Vergangenheit immer wieder Probleme in seinem Gruppe 1 Rennen und es wäre nicht klug, Mabs Cross hier bei der Wiederholung des Duells abzuschreiben.


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