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18.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Gold Cup Chase – Pick: Al Boum Photo

Pferderennen in England

16:05 Cheltenham Gold Cup – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde | | Distanz: 5.294 m | Preisgeld: 625.000 GBP | Jagdrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Der Gold Cup, DAS Highlight des Cheltenham Festivals. Und vielleicht wird ein historischer Tag, wenn Al Boum Photo das erste Mal seit dem großen Arkle dieses Rennen das dritte Mal in Folge gewinnen kann – die Chancen stehen nicht schlecht, viele der Hauptkonkurrenten haben einige Fragen in der Form und für Pace ist mehr als genug gesorgt – allerdings haben die Front Runner in Cheltenham dieses Jahr eine ziemlich gute Bilanz, und das Feld ist voll damit. Wenn einer von diesen sich losreissen kann, muss Al Boum Photo aufpassen, dass er nah genug dran bleibt. Wie letztes Jahr schon gibt es nur wenig Form um zu beurteilen, wie fit der Titelverteidiger wirklich ist.

Meine Favoriten im Detail:

Al Boum Photo: Al Boum Phto, Held des letzten Jahres im Cheltenham Gold Cup und damit heute der verteidigende Champion – zum zweiten Mal hintereinander! Er wäre damit das erste Pferd, welches seit dem großartigen Arkle dieses Rennen drei Mal in Folge gewinnen kann. Das ist mal gut fünfzig Jahre her und den Sport von damals kann man kaum mit den heutigen Rennen vergleichen, umso beeindruckender, dass Al Boum Photo offensichtlich auf dem besten Weg zu einem weiteren Sieg hier ist. Letztes Jahr lief er auf der letzten Rückgeraden noch mit viel Selbstvertrauen auf und machte nach der Rückgeraden das Tempo für das Feld, was ihm am Ende den Sieg gegen den spät heransprintenden Santini einbrachte. Das war knapp – kann er das heute wiederholen?

Der Bucks Boum Sohn von Trainer Willie Mullins kommt ursprünglich aus Frankreich, wo er bei seinem ersten und einzigen Rennen vor dem Wechsel zu Mullins allerdings stürzte, als er die drittletzte Hürde nahm. Trotzdem, der beginn seiner Karriere war durchaus vielversprechend und Mullins schickte ihn anderthalb Jahre später in Irland in die Hürdenrennen. Im April 2017 startete Al Boum Photo das erste Mal in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2 Easter Festival April 16th-18th Novice Hurdle, welches er gleich al mit vier Längen Vorsprung gewinnen konnte. Bevor man nun allerdings traurig werden konnte, dass er das Cheltenham Festial 2017 verpasst hatte, wurde Al Boum Photo mit einem fünften Patz im Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle ziemlich eingenordet und man konnte sicher sein, dass er noch einiges zu lernen hatte.

Nach der Sommerpause ging es dann im November 2017 das erste Mal in die Chase Rennen, allerdings zeigte sich in der Saison 2017/18 deutlich, dass Al Boum Photo einige Probleme mit seinen Sprüngen hatte, denn von sechs Rennen beendete er drei nicht – das erste Mal erging es ihm so im Gruppe 2 Mahons Builders Providers – New Online Store Just Launched Novice Chase wo er als haushoher Favorit an der letzten Hürde stürzte – wo er noch alle Chancen auf den Sieg hatte. Dementsprechend litt seine Quote für das nachfolgende Gruppe 1 Flogas Novice Chase auch nicht zu extrem.

Al Bum Photo baute wieder einige haarsträubende Sprünge ein, lief aber ein großartiges Rennen und wenn er nicht gerade an der letzten Hürde wieder einen Fehler gemacht hätte hätte er eventuell sogar genug Kraft gehabt um sich beim Schlusssprint über die letzten Meter der 2m5f Distanz noch gegen Monalee durchzusetzen, so blieb ein knapper aber sehr guter zweiter Platz im Buch stehen, der Al Boum Photo zum hoffnungsvollen Kandidaten für das Gruppe 1 RSA Insurance Novices‘ Chase beim Cheltenham Festvial machte. Dort lies ihn allerdings wieder seine Springkunst im Stich und Al Boum Photo kam an der drittletzten Hürde zu Fall, hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits das Rennen verloren und wäre vermutlich abgeschlagen im Mittelfeld in Ziel eingelaufen – wieder war das Cheltenham Festival zu viel für ihn – dafür gewann er wie im letzten Jahr ein wichtiges Rennen im April, asl er im Gruppe 1 Gold Cup Novice Chase startete und mit einer fast fehlerfreien Runde am Ende über Shattered Love triumphieren konnte – und er hätte ein Rennen später im Gruppe 1 Growise Champion Novice Chase noch einen weiteren Gruppe 1 Sieg in der aktuellen Saison folgen lassen können, wenn sein Jockey Paul Townend nicht einen folgenschweren Fehler gemacht hätte.

In dem chaotischen Rennen wurde Al Boum Photo nach dem Sturz von Monalee alleine in der Führung gelassen mit Finian’s Oscar dahinter und hätte das Rennen nur noch nach Hause reiten müssen, allerdings entschied sich Paul Townend die letzte Hürde zu umgehen – obwohl sie gar nicht negiert worden war! Paul Townend erkannte seinen Fehler noch und wollte korrigieren, konnte Al Bum Photo allerdings nicht mehr korrekt auf die Hürde zu führen und kam damit vom Kurs ab – und wurde disqualifiziert.  Das Rennen war extrem chaotisch und Finian’s Oscar wurde von Al Boum Photo ebenfalls aus dem Rennen getragen, so dass sich am Ende The Storyteller über einen unerwarteten Sieg freuen konnte.

Für Al Boum Photo ging es nach der durchwachsenen Saison, in der er deutlich mehr Erfolge auf höchster Ebene hätte feiern können, in die Sommerpause, die mit einem Sieg im Savills Chase auf Listed Ebene beendet werden konnte. Das Rennen war natürlich leichter als die in der Saison zuvor und konnte kaum als einzige Vorbereitung für den Magners Cheltenham Gold Cup Chase gelten, aber das war genau der Weg, den Al Boum Photo zum Sieg im wichtigsten Chase Rennen der Saison nahm. So einfach kann es sein – lockerer Sieg in einem Listed Rennen ohne nennenswerte Konkurrenz, dann Sieg im Gold Cup.

Wobei man sagen muss, dass Al Boum Photo dieses Mal kaum Fehler beim Springen machte und einige der Hauptkonkurrenten ausgerechnet einen schlechten Tag erwischten – wie etwa Presenting Percy, dessen Sattel während des Rennens verrutschte und zudem noch das Rennen lahm beendete. Shattered Love hatte Attaxia nach dem Rennen, Bellshill nahm sich mit einem schweren Fehler beim Springen selbst aus dem Rennen und Thistlecrack schien an dem Tag einfach nicht fit gewesen zu sein – alles in allem ein sehr sehr chaotischer Gold Cup in dem alles perfekt für Al Boum Photo lief.

Im nachfolgenden Coral Punchestown Gold Cup zeigte Al Boum Photo dann wieder seine alten Fehler beim Spingen, die ihn jede Menge Momentum kosteten und Kemboy ermöglichten, sich an der vorletzten Hürde souverän abzusetzen und am Ende mit zwei Längen Vorsprung zu gewinnen. Al Boum Photo lief wieder ein gutes Rennen, stand sich aber wieder selber im Weg.

Nach der Sommerpause startete er wieder in der nun auf Gruppe 3 gehobenen Savills New Year’s Day Chase, die er wie im Jahr zuvor locker gewinnen konnte. Mehr Rennen gibt es in der Saison 2020 nicht, aber das hat letztes Jahr ja gereicht, um den Cheltenham Gold Cup zu gewinnen -und auch 2020 reichte Al Boum Photo ein einziger Lauf als Vorbereitung, um den Gold Cup erneut zu gewinnen – auch wenn ihn dies dieses Mal deutlich mehr Arbeit gekostet hat. Er sicherte sich schon auf der Rückgeraden einen prominenten Platz an der Front und versuchte das Tempo graduell zu erhöhen, das Feld lies sich aber nicht abschütteln und saß dem Titelverteidiger im Nacken, der nach der letzten Hürde noch einmal alles gab und mit seiner prominenten  Position an der Front tatsächlich das Rennen für sich entschied – denn Santini, der auf der Zielgeraden herangeschossen kam, konnte den Vorsprung des Siegers einfach nicht komplett reduzieren und musste sich am Ende mit einem Nacken geschlagen geben. Starker Lauf von beiden und gutes Timing von Paul Townend auf Al Boum Photo.

2021 geht es in das Cheltenham Festival wie schon die letzten beiden Jahre mit einem Start im Savills New Year’s Day Chase. In dem Rennen setzte Djnigle das Tempo und das kleine fünf Starter Feld wurde weit auseinandergezogen. Brahma Bull stürzte früh in dem Rennen und damit war einer der Konkurrenten von Al Boum Photo weg, aber der hätte sich ohnehin keine Sorgen machen müssen, denn Acapella Bougeois, der danach ein Gruppe 2 Rennen in Irland gewann, wurde an der vorletzten Hürde unter Druck gesetzt und Al Boum Photo begann sich danach immer weiter abzusetzen und mit 19 Längen zu gewinnen.  Letztes Jahr war es noch so, dass Al Boum Photo prominent platziert wurde, aber mit Djingle, der eine Umrundung Tempo ohne Ende gab, um dann das Rennen abzubrechen, machte das 2021 keinen Sinn – und trotzdem ist der Sieg deutlicher ausgefallen als im letzten Jahr.

Mehr Form gibt es nicht, was aber in den letzten beiden Jahren gereicht hat um den Gold Cup zu gewinnen. Und auch 2021 stehen die Chancen gut. Was soll man mehr sagen?

 

A Plus Tard: Der Kapgarde Sohn von Henry De Bromhead hat kürzlich eine hoch interessante Überraschung landen können, als er im Dezember das Savills Chase für sich entschied – Favorit und heutiger Konkurrent Minella Indo fiel und öffnete damit das Rennen, und A Plus Tad und Kemboy machten sich das zusammen mit Melon zu Nutze. Das erinnert so ein wenig an letztes Jahr vor dem Cheltenham Festival, als A Plus Tard überraschend das Paddys Rewards Club Chase 2019 gegen Chacun Pour Soi hatte gewinnen können.

A Plus Tard und Chacun Pour Soi kamen gemeinsam die Zielgerade und die letzte Hürde entlang, nachdem A Plus Tard lange das Feld angeführt und das Tempo gesetzt hatte. Rachel Blackmore arbeite sich auf A Plus Tard beim Zieleinlauf Herz und Lunge raus um ihren Schützling in Gang zu bekommen, wurde aber dann für ihre Mühen auch mit einem 3,75 Längen Sieg belohnt – etwas, was man ihm nach Niederlagen im Fortria Chase und der klaren Niederlage im Champion Novice Chase im April 2019 nicht erwartet hätte.

Aber A Plus Tard bewies, dass dies kein Versehen war sondern er diese Form auch in deutlich härteren Rennen reproduzieren kann, als er beim Cheltenham Festival im Ryanair Chase startete. A Plus Tard sah dermaßen stark aus beim Einbiegen in die Zielgerade auf dem Weg zum vorletzten Hindernis, wo er sich mit seinem Sprung nach rechts aber keinen Gefallen tat und Min und Saint Calvados ziehen lassen musste. Die Drei waren weit vor dem Rest des Feldes und man konnte durchaus sehr zufrieden sein mit der Leistung von A Plus Tard, auch wenn dieser letztendlich nicht ganz um den Sieg mitkämpfen konnte – Ein wenig kürzere Distanz, ein wenig bessere Sprünge, und Min hätte ein ganz anderes Problem gehabt.

Bei seinem Saisondebüt im Fortria Chase war es wieder der Sprung vor dem Hügel zum Ziel der das ohnehin unglückliche Rennen für A Plus Tard besiegelte.  Im nächsten Rennen, dem Savills Chase in Leopardtsown war dagegen eher glücklich für A Plus Tard, der von dem Sturz vom Favoriten Minella Indo profitierte und mit Kemboy und Melon als Trio weit vor den anderen ins Ziel kam. Melon und Kemboy waren dabei die, die vorne das Tempo setzten und A Plus Tard hielt sich währenddessen locker 10 Längen hinter ihnen im Mittelfeld des Rennens. An der drittletzten Hürde hatte Melon 5 Längen Vorsprung auf Kemboy, der wiederum 3 bis 4 Längen Vorsprung auf Alaho und A Plus Tard hatte. Das Feld wurde ein bisschen dichter gepackt vor der letzten Hürde, gerade A Plus Tard machte eine Menge Boden unter Druck gut, aber als die beiden Front Runner Melon und Kemboy unter Druck ihrer Jockeys kamen, setzten diese sich wieder ein wenig ab und ließen A Plus Tard zurück. Der fand und fand aber unter weiterem Druck von Darren O’Keeffe und holte tatsächlich noch die 5 Längen Rücktsand auf der geringen Distanz zwischen letzter Hürde und dem Ziel auf – wow! Das war zwar nicht so überzeugend wie man vor dem Cheltenham Festival hoffen würde, denn heute wäre so ein Rückstand tödlich, aber der Schlusssprint muss jedem Fan gefallen – A Plus Tard würde ich einen Platz unter den ersten Drei können.

Champ: Der King’s Theatre Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer Helden des Cheltenham Festivals 2020, wo er das RSA Chase hatte gewinnen können – das kam nicht ohne Ansage, denn schon 2019 hatte er sich im Ballymore Novice Hurdle einen starken zweiten Platz sichern können – kommt nun die Krönung 2021 mit einem Sieg im Gold Cup? Nun, das ist alles andere als ausgeschlossen.

Seine Karriere begann im Januar 2017 mit einem Sieg in einem NHF Rennen, interessant wurde es aber als er im Jahr 2018 begann über Hürden zu starten und das erste Mal durchscheinen lies, zu was er im Stande ist, denn schon nach nur drei Starts über Hürden gewann er das Gruppe 1 Challow Novices‘ Hurdle  im Dezember 2018 – und das mit einiger Dominanz. Das war schon mal ein ziemliches Ausrufezeichen, was ihn auch zu einem der Favoriten für das Cheltenham Festival 2020 in Bezug auf das Ballymore Novices‘ Hurdle machte. Vor ihm rangierte damals noch Battleoverdoyen, der es aber nicht schaffte das Rennen zu beenden.

Spannend war das Rennen natürlich trotzdem, über die letzten Hürden kam praktisch eine ganze Wand von Pferden nebeneinander, und Champ hielt sich in der Mitte der Bahn gut an der Front und startete von da aus seinen Angriff, zog etwas mehr an das Innengeländer heran und duellierte sich streckenweise mit dem späteren Sieger City Island, musste diesen Konkurrenten aber am Ende ziehen lassen und belegte „nur“ einen zweiten Platz, aber den hatte er sicher und Champ war das erste Mal auf höchster Ebene ins Rampenlicht gerückt. Schon einen Monat später gewann er dann das Doom Bar Sefton Nov‘ Hurdle auf Gruppe 1 Ebene gegen Emitorn und Linsnagar Oscar, der ja im Jahr darauf ebenfalls einer der Helden des Cheltenham Festivals wurde.

Champ jedenfalls ging nach seinem ersten Gruppe 1 Erfolg in die Sommerpause und startete danach in der für ihn neuen Chase Disziplin. Das Champ sich in der neuen Disziplin wohl fühlte, zeigte er auf Anhieb als er seine ersten beiden Rennen im Herbst 2019 mit etwas in der Rückhand gewann. Beim Dipper Novices‘ Chase war Champ auf dem besten Weg sein nächstes Gruppenrennen zu gewinnen, stürzte aber an der letzten Hürde als er einige Längen Vorsprung hatte – das tat aber seiner Form keinen Abbruch und Champ gewann beim Cheltenham Festival die RSA Chase mit einem spektakulären Lauf. An der letzten Hürde dachte man noch, dass er das Rennen für ihn gelaufen sei und er keine Chance auf den Sieg haben würde.

Champ war so viele Längen hinter den Pacesettern, dass man für ihn den dritten Platz auf dem Treppchen schon geputzt und reserviert hatte, aber Champ war noch nicht zufrieden und stürmte auf die beiden Pacesetter zu zu, die sich vom beständigen Duell über die gesamte Distanz bis dato gegenseitig ermüdet hatten, und schaffte es tatsächlich noch zwischen den Beiden hindurch zu rennen und sich mit einer Länge Vorsprung ins Ziel zu schieben. Wahnsinns Rennen, und ich möchte nicht in den Schuhen der In Race Wettern gesteckt haben, die Champ nach der letzten Hürde gellayt haben. Das war sicher ziemlich teuer.

Champ hatte seitdem nur ein Rennen in der neuen Saison , als er im Game Spirit Chase auf Gruppe 2 Ebene startet. Das war fast ein Jahr nach dem Cheltenham Festival, so dass die Form mit dem zweiten Platz hinter Sceau Royal völlig in Ordnung ging. Er sprang nicht jede Hürde optimal und ermüdete als Pacesetter beim Run In, als in Sceau Royal überholte, aber die beiden waren klar vor dem Rest des Feldes, dass man die Form für das Festival durchaus als positiv bezeichnen kann. Er wird hier mit Sicherheit fitter sein.

Ich mag seine Chancen, auch wenn Al Boum Photo eine harte Nuss sein wird.

Santini: Der Milan Sohn startet für Nicky Henderson, allerdings wurde er gerade am Anfang seiner Karriere zwischen den Trainern ein wenig hin- und hergereicht. Erst war er bei Polly Gundry, dann bei Henderson, dann bei Ed Walker, der ihn 2017 in Didmarton starten lies. Das erste Rennen gewann Santini mit absoluter Leichtigkeit, so dass der gleich wieder zurück zu Nicky Henderson wechselte, der ihn im Dezember des selben Jahres zum nächsten Sieg in Newbury führte.

Er schlug dabei Chef Des Obeaux locker, der ein aussichtsreicher Kandidat für das Cheltenham Festival 2018 war, und Nicky Henderson lies keine Zeit verstreichen und schickte seinen Santini zum Test in das Gruppe 2 Ballymore Classic Novices‘ Hurdle, wo er über die 2m4f auf schwerem Bode das erste Mal Bekanntschaft mit dem Kurs in Cheltenham machte – und sofort seine Leidenschaft für diesen Kurs entdeckte.

Satini hatte in dem Gruppe 2 Rennen einige harte Konkurrenten gegen sich, sprang die Hürden aber alle souverän und profitierte an der letzten Hürde von einem Fehler des bisherigen Front Runners Black OP, der Santini damit ermöglichte ihn zu überholen und sich auf den letzten Metern der Strecke abzusetzen. Black Op gab nicht auf und kämpfte beneidenswert um jeden Zentimeter, aber Santini hatte seine Nummer und hielt ihn unter hartem Ritt seines Jockeys Jeremiah McGrath den Konkurrenten auf knapp einer Länge Abstand.

Diese Leistung machte Santini dann auch gleich zum Favoriten für das Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2018, allerdings wurde das Novice Rennen wie so oft von den Außenseitern dominiert, niemand hätte wohl vor dem Rennen auf dem Schirm gehabt, dass Killbricken Storm und Ok Coral das Renen gewinnen würden. Der 33/1 Außenseiter Killbricken Storm setzte sich zwischen den letzten beiden Hürden an die Front und nach dem letzten Sprung zog er glatt davon OK Coral nahm die Verfolgung auf, in seinem Schatten Santini, der wieder unter Nico De Boinille alles gab um die anderen noch einzuholen, dafür aber einfach nicht die Kraft hatte und sich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben musste.

Santini startete dann im April noch einmal im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle über 3m und traf dort auch wieder auf seinen Cheltenham Bezwinger Ok Coral, der allerdings wenig für den Eindruck tun konnte, dass seine Leistung beim großen Festival nur eine Einagsfliege war. Ganz im Gegensatz zu Santini, der seine Niederlage rächen konnte und das obwohl er sein Hufeisen am Hinterlauf während des Rennens verlor – trotzdem schaffte es Santini sich nach der letzten Hürde an die Führenden heranzukämpfen und auf den letzten 50 Yards durchzusetzen – eine beeindruckende Leistung mit dem Handicap, auch wenn die Konkurrenz rund um OK Coral und Chef Des Obeaux nicht die stärkste war.

Mit dem ersten Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in die Sommerpause, die im Dezember 2018 im Gruppe 2 Ladbrokes Novices‘ Chase beendet wurde. Damit wechselte Santini nach einer durchaus erfolgreichen Saison bereits zu den Chase / Verfolgungsrennen, und die Entscheidung schien zunächst durchaus richtig gewesen zu sein, denn Santini feierte im Ladbrokes Novices‘ Chase gleich einen erfolgreichen Einstand. Der Cheltenham Held Killbricken Storm floppte leider in diesem Rennen und man konnte sich fragen, wie viel die Form aus dem ersten Chase Sieg für Santini wert sein würde, vor allem weil er beim zweiten Versuch über 4828m im Gruppe 1 32Red Kauto Star Novices‘ Chase von La Bague Au Roi und Topofthegame klar geschlagen wurde. Santini war eigentlich als klarer Favorit in das Rennen gestartet,verlor aber bereits an der drittletzten Hürde den Anschluss an die beiden Sieger und holte auch an den letzten beiden Hürden und dem Zieleinlauf nicht weiter auf – eine eher moderate Leistung, die so gar nicht zu den Favoitenansprüchen im RSA Chase passen wollten – trotzdem ging Santini beim Cheltenham Festival als Co-Favorit an den Start, noch vor seinem Bezwinger Topofthegame. Der eigentliche Favorit Delta Work wurde am Ende Dritter, aber auch Santini musste sich am Ende wieder Topofthegame geschlagen geben, wenn auch nur knapp mit einer halben Länge – und mit einer sehr guten Begründung: Santini verlor während des Rennens erneut ein Hufeisen, dieses Mal an einem der Vorderhufe – was sicher ein Grund dafür war, dass Santini auf den letzten 180 Yars nicht noch einmal beschleunigen konnte.

Viel Pech also fü Santini in der Saison 18/19, dafür war der Start in die Saison 2019/20 mit einem Sieg im 4862m Virgin Bet Future Stars Chase – und viel wichtiger – danach beim Gruppe 1 Cotswold Chase durchaus vielversprechend. In dem Rennen musste Santini auf dem Kurs in Cheltenham gegen Bristol De Mai und Slate House ran, und gerade Bristol De Mai wollte absolut nicht von Santinis Seite weichen. Dabei kanterte Santini nach der drittletzten Hürde an die Front und es sah alles danach aus, als ob der das Rennen locker gewinnen würde, aber Bristol De Mai sprang die beiden letzten Hürden besser, während Santini gerade an der vorletzte Hürde faktisch mit allen vieren landete und danach neu Alauf nehmen musste. Die beiden Sprünge kosteten Santini einiges und gaben Bristol De Mai mi seinen besseren Sprüngen die Möglichkeit auf den Sieg und Nico De Boinville musste alles geben um seinen Schützling zu Sieg zu reiten.

Damit hat Sanitni einen wichtigen Sieg feiern können und war für den Cheltenham Gold Cup 2020 ideal vorbereitet und dürfte hinter Al Boum Photo als ein der der Favoriten für das große Rennen starten. Sanitini und Al Boum Photo lieferten sich dann am Ende auch das Duell des Rennens, ein bisschen Mitleid konnte man mit Santini am Ende aber haben – er hatte sich tapfer an der Front des Rennens zusammen mit Al Boum Photo gehalten, wollte dann unter Nico De Boinville den Tempowechsel nicht so recht mitgehen und verlor ein oder zwei Längen, und in diese Lücke setzte sich Lostintranslation an der letzte Hürde, so dass Santini in die Mitte der Bahn wechseln musste und dadurch noch weiter zurückfiel (ca. 3-4 Längen) und mit seinem beeindruckenden Schlusssprint dann eine Nase zu kurz kam. Das hätte ohne Lostintranslation der Sieg werden können!

Bei seinem Saisondebüt im Dezember im Many Clouds Chase nach neun Monaten Corona bedingter Pause kämpfte Santini mit dem Außenseiter Lake View Lad um den Sieg, musste sich am Ende aber überraschend mit einer Länge Rückstand geschlagen geben – die lange Pause hinterließ ihre Spuren und Kempton beim King George VI Chase im Dezember 2020 war eine Nummer zu schnell für ihn. Die Distanz von 4828m war vielleicht sogar ein wenig zu kurz, dazu der Boden recht schnell.

Beim Gold Cup waren es fast 500m mehr bei gleich schnellem Boden, bei seinen Siegen waren es eher 5000m und weicher bis schwerer Boden – also waren die Hoffnungen groß, dass er im Virgin Bet Cotsworl Chase auf schwerem Boden genau die Voraussetzungen vorfinden würde, die er braucht um wieder in Form zu kommen – aber auch dort auf Gruppe 2 Ebene ermüdete. Also doch wieder schnellerer Boden und kürzere Distanz? Er ist zu deutlich mehr fähig als er in seinen letzten Rennen gezeigt hat, aber seine Form in diesem Jahr lässt zu wünschen übrig und da gibt es andere, die eine deutlich bessere Form in diesem Jahr haben.

Minella Indo:  Der Beat Hollow Sohn war einer der Favoriten letztes Jahr für die RSA Chase, nachdem er in Navan zuvor das Eco Friendly Cups Beginners Chase gewinnen konnte. Auch wenn die Konkurrenz auf dem Papier im letzten Jahr in der RSA nicht die stärkste Form hatte, reichten die guten Chase Ergebnisse in den ersten Rennen zusammen mit Minella Indos großen Erfolgen über Hürden im Jahr zuvor – er gewann unter anderem das Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle und dem Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle – um Minella Indo unter die Favoriten für das RSA 2020 zu bringen.

Und der Favorit lieferte, Minella Indo setzte das Tempo zusammen mit Allaho und die beiden duellierten sich an der Front über die gesamte Strecke, was vermutlich am Ende auch der Grund war, dass beide den Angriff von Champ auf der Zielgeraden nicht abwehren konnte. Champ holte einen unglaublichen Rückstand noch auf und stürmte zwischen den beiden Front Runnern hindurch um diesen noch den Sieg zu stehlen. Wahnsinnsrennen von allen drei an Siegern und alle beendeten die Saison damit auf einem Hoch.

Nach diesem unglaublichen Rennen ging es in die Sommerpause, die von Minella Indo im Gruppe 3 M.W. Hickey Memorial Chase im Oktober beendet wurde – und wie! gegen leichtere Konkurrenz übernahm Minella Indo die Führung und setzte das Tempo, begann sich nach der vorletzten Hürde weiter abzusetzen und kam irgendwas um die 25 Längen vor dem Rest des Feldes ins Ziel. Klar, Minella Indo war auch Favorit des Rennens, aber der Sieg war deutlicher als erwartet worden war, und auch beim nachfolgenden BetVictor Make Your Best Bet Chase gewann Minella Indo ungefährdet und nach belieben. Die beiden Rennen über 3m auf weichem Boden waren eine klare Angelegenheit, leider stürtze Minella Indo beim nächsten Rennen an der achten Hürde.

Ein Grund für den Sturz im Savills Chase mag gewesen sein, dass er an de Front von anderen unter Druck gesetzt wurde und in dem Feld ein wenig zurück geshuffelt wurde, so dass er nicht immer freie Sicht auf die Hindernisse hatte. Er schien gar nicht wirklich abzuheben vor dem Sprung über die achte und fiel fast wie ein nasser Sack, verletzte sich aber Gott sei Dank nicht bei diesem fiesen Sturz. Was aber gelitten zu haben schien war das Selbstvertrauen von Minealla Indo, der im Irish Gold Cup im Februar die Hinernisse nicht mit der gewohnten Kraft anging, sondern oft ein wenig übersprang und Kemboy die Führung überließ. Minella Indo war vor den letzten Hürden noch voll dabei beim Kampf um den Sieg, ermüdete dann aber beim Run in und fiel auf den vierten Platz zurück.

Er ist fähig hier zu gewinnen, aber höheres Tempo, starke Front Runner und längere Distanz? Das wird nicht leicht und seine Quote gefällt mir dafür überhaupt nicht.

  • – – – –

Wen ich noch unter die Favoriten mit nehme ich noch Frodon nach seinem Sieg im King George VI, den ich so nicht erwartet habe. Front Runner sind stark in diesem Jahr beim Cheltenham Festival – und nach Angaben des Trainers profitierte Frodon von den vielen Sprüngen im Rennen und dass er das Tempo setzten konnte – nun, heute sind es noch mehr Sprünge (4 mehr) und Frodon könnte erneut überraschen.

Frodon:. Der Nickname Sohn und Schützling von Paul Nicholls begann seine Karriere im Jahr 2015 mit einem Sieg in seinem ersten Rennen in Auteuil, damals noch für den Trainer Guillaume Macaire. Der musste Frodon dann aber nach einigen erfolgreichen Rennen in Frankreich aber aber Paul Nichols abtreten, der ihn nach dem Wechsel über das Neujahr 2016 in Cheltenham im Steel Plate starten lies. Der dritte Platz war vielleicht noch ein wenig unter den Erwartungen für Frodon, der sich im Laufe des Jahres 2016 gewann Frodon das Rising Stars Chase als einziger Finisher und legte mit einem Sieg im Gruppe 3 Caspian Caviar Gold Cup nach, den er knapp vor Aso und Village Vic gewann.

Danach startete Frodon 2016 noch einmal im Kauto Star Chase als Mitfavorit, stürzte aber während des Rennens, war allerdings zu diesem Zeitpunkt schon deutlich geschlagen worden und er musste einen Schritt zurück in ein normales Novice Chase Rennen machen, um wieder einen Sieg einfahren zu können, so konnte er ein kleines Feld in Musselburgh souverän hinter sich lassen, die Konkurrenz war allerdings auch kein wirklicher Test für ihn und alles andere als ein leichter Sieg hätte vermutlich alle Ambitionen für Cheltenham begraben.

Rückblickend muss man allerdings auch sagen, dass er 2016 auch ziemlich aktiv gewesen war und sich vielleicht zum Ende hin zu sehr verausgabt hatte und nach 10 Rennen in 12 Monaten war die Luft vielleicht ein wenig raus, so dass die zwei Monate Pause bis zum Novice Chase in Musselbrugh Frodon vermutlich die Form wieder zurück gebracht hatten

Paul Nicholls war ziemlich deutlich in Interviews, was das Potential seines Starters anbelangt und im Pendil Novices‘ Chase folgte Ende Februar ein weiterer Sieg auf Gruppenniveau. Allerdings nicht ganz so deutlich wie erhofft und Frodon lies das Cheltenham Festival 2016 lieber komplett aus, was vielleicht auch besser war, wenn man seinen Start im Manifesto Chase Anfang April 2017 bedenkt. Das Gruppe 1 Rennen über 4005m auf gutem Boden war solide besetzt, allerdings konnte Frodon hier nie für Gefahr sorgen und spielte um den Sieg keine Rolle. Er versuchte das Tempo für die anderen zu setzen, konnte das selbst gewählte Tempo aber nicht halten und fiel dann immer weiter nach hinten ab. Nach diesem Flop ging es in die Sommerpause, aus der er aber mit einem Formtief wieder herauskam. Klare Niederlagen gegen Black Corton, Might Bite und Top Notch in den nachfolgenden Rennen gaben Grund zur Sorge und erst mit dem Start in Ascot Ende Dezember fand Frodon wieder etwas von seiner Form wieder. So startete er im Lavazza Silver Cup Handicap Chase und erreichte dort einen guten zweiten Platz auf Listed Niveau und konnte danach sogar einen Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Crest Nicholson Handicap Chase erringen. Dieser Sieg wurde mit einer sehr weiten Marge eingefahren aber im Ascot Chase im Februar von Waiting Patiently und Cue Card wieder etwas zurecht gerückt. In diesem Rennen wurde Frodon vom hCue Card deutlich hinter sich gelassen und wurde unter fast identischen Bedingungen beim Ryanair Chase beim Festival erneut niedergeritten.

Auch im Gruppe 2 Silver Trophy Chase im April unterlag Frodon deutlich und nun war es sehr klar, dass seine Siege in der Saison gegen moderate Konkurrenz nicht 1:1 auf die besser besetzten Rennen übertragen werden konnten.

Die Vorbereitung auf das Festival in diesem Jahr bestritt Frodon aber mit einer sehr interessanten Reihe von Rennen, die sich vor allem auf den Kurs in Cheltenham konzentrierte. So startete er im BetVictor Gold Cup im November und schaffte dort unter recht schnellen Bedingungen einen guten zweiten Platz, bevor er im Caspian Caviar Gold Cup Chase auf dem selbe Kurs sogar triumphieren konnte.  Er legte noch einen Sieg im Gruppe 2 BetBright Trial Cots‘ Chase im Januar nach wo er sich gegen Elegant Escape und Terrefort durchsetzen konnte und ging dann in das Gruppe 1 Ryanair Chase beim Cheltenham Festival – und sorgte dort für eine kleine Überraschung!

Während die anderen favoriten wie Un De Sceux, Road To Respect oder Monalee alle mit dem schnellen Boden an diesem Tag augenscheinlich nicht ideal zurecht kamen, sprang Frodon jedes einzelne Hindernis brillant unter Bryony Frost – wirklich jede einzelne Hürde wurde von Frodon letztes Jahr beim Cheltenham Festival mit Kraft und Augenmaß genommen, was ihm ermöglichte die Attacken von Footpad, Un De Sceux und Aso abzuwehren – dabei erwies sich überraschender Weise gerade Aso als am hartnäckigsten.
Mit dem Sieg besserte Fordon seine Bilanz in Cheltenham auf drei Siege aus den letzten vier Besuchen auf, generell scheint Frodon diesen Kurs zu lieben, daher verwundert es ein wenig, dass er nach der Sommerpause Cheltenham schon fast auffällig mied:

Frodon gewann zuletzt das Gruppe 2 Silviniaco Conti Chase gegen Keeper Hill und Top Notch und bewies damit Form über 4124m und hatte sich zuvor sogar über 5144m im Betfair Chase versucht, da aber keine Chance gegen Lostintranslation und Bristol De Mai gehabt. Zurück in Cheltenham über passende Distanz mit erneut eher durchwachsenem Feld an Konkurrenten war die Bühne für Frodon bereitet, sich ein weiteres Mal im Ryanair Chase mit einem Sieg zu belohnen – was er dann aber nicht im Ansatz schaffte, stattdessen trugen Min und Saint Calvados das Duell des Rennens unter sich aus und Frodon fiel bis auf 15 Längen zurück.

Corona beendete dann die Saison im Frühjahr 2020, Frodon kehrte dann im Oktober in einem Handicap Chase in Cheltenham über 5029m zurück und gewann gegen West Approach in einem spannenden Rennen. Er musste fast 8kg mehr tragen als die Konkurrenz und er scheint die Saison 2020 stark begonnen zu haben, wurde dann aber im Gruppe 2 Many Clouds Chase gerade zu deklassiert  -mit 82 Längen Rückstand hatte er schon weit vor dem Ziel das die Segel gestrichen und hatte keine Chance mit den Favoriten mitzuhalten. Die Leistung war klar unter der Würde eines Ryanair Chase Siegers und er ist besser, als er dort gezeigt hat – wie er im Oktober nach der Sommerpause zeigen konnte, als er in Cheltenham im Klasse 2 Matchbook Betting Exchange Handicap Chase startete.

Dort konnte er über 3m1f West Approachmit knapp einer Länge schlagen und zeigte über die gesamte Distanz hervorragende Sprünge, was eine seiner großen Stärken ist. Diese Stärken konnte er im William Hill Many Clouds Chase in Aintree danach nicht umsetzten, denn 9 der 19 Hürden waren ausgesetzt wergen dem Untergrund, und so geriet es mehr zu einem Flat Rennen über lange Strecken – was Frodon nicht liegt.

Ganz im Gegensatz dazu stand das Ladbrokes King George VI Chase mit 18 Hürden, wo Frodon wieder seine Stärke mit den guten Sprüngen ausspielen konnte und viel Momentum über die Hndernisse mitnahm. Einige Male sprang er zwar nach links weg, aber das hinderte ihm im Endeffekt nicht daran, an der letzten Hürde mit einem seiner guten Sprünge einige Längen auf die Verfolger zu gewinnen und sich am Ende recht bequem einen Sieg über Konkurrenten wie Clan Des Obeaux, Cyrname oder Santini zu sichern.

Der Untergrund war ähnlich schnell wie heute und mit mehr Hindernissen muss man die Chancen von Frodon hier und heute positiv sehen – ich denke er ist unterbewertet in diesem Feld.

 


18.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Gold Cup Chase – Außenseiter?

Pferderennen in England

16:05 Cheltenham Gold Cup – Gruppe 1 – Die Außenseiter??

Für 5jährige und ältere Pferde | | Distanz: 5.294 m | Preisgeld: 625.000 GBP | Jagdrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Royale Pagaille: Der Blue Bresil Sohn von Trainerin Venetia Williams kommt ursprünglich aus Frankreich und startet dort in seinen ersten beiden Jahrenfür Francois Nicolle und versuchte sich da in einigen guten Rennen, bevor er im Januar 2020 zu Venetia Williams wechselte. Die schichte ihn in Chepstwo und Huntigton auf die Bahn und teste ihn auf schwerem Untergrund, wo er beide Male platzieren konnte und dann in die Sommerpause ging. Nach der Sommerpause ging es im Dezember in Haydock weiter.

Im ersten Rennen fegte er Espoir De Romay zur Seite und gewann unangefochten und locker, erneut auf schwerem Boden. Der weiche Untergrund schien ihm zu liegen und so hielt er sich an weichen Boden, auch bei seinem nächsten Rennen in Kempton im Dezember. Dort startete er über 2 Meilen als Favorit in das gut besetzte Ladbrokes Committed To Safer Gambling Handicap Chase. Dort lief er wieder bequem vor dem Feld her, wurde 2 Out aber eingeholt und unter druck gesetzt, entledigte sich aber dem Konkurrenten Cap Du Nord dann auch der Zielgeraden wieder mit Leichtigkeit, und das obwohl sein Rating schon relativ hoch war in diesem Rennen, und das Gewicht damit alles andere als niedrig. Kein Vorteil für Roayale Pagaille, aber den brauchte er auch nicht um einen weiteren lockeren Sige in einem Chase Rennen zu verbuchen.

Auf Gruppe 2 Ebene ging es dann im Januar weiter, als er im Gruppe 3 Peter Marsh Handicap Chase auflief – natürlich als Favorit, aber immer  noch mit angenehmer Quote zum Wetten, denn man war noch nicht 100%tig überzeugt, wie gut Royale Pagaille wirklich ist. Anwtort aus dem Rennen: Sehr, sehr gut. Er musste fast 10KG mehr tragen als die meisten anderen Konkurrenten aus dem Rennen, trotzdem konnte er in einem gefühlt lockeren Trott vor dem Feld entlang laufen und sich immer weiter absetzten, bis er weit über 20 Längen vor dem Feld ins Ziel einlief.

Okay, das heute ist eine ganz andere Ebene – aber die letzten Rennen waren sehr sehr stark und ich kann mir ihn als einen der Improver hier vorstellen. Sein Profil passt zu den Pferden, die mir oft den Tag verderben 😉

Kemboy: Der  Voix Du Nord Sohn begann seine Karriere für F. Matzinger mit einem zweiten Platz in Frankreich und wechselte dann direkt zu Willie Mullins, der in ihm Jahr 2016 in ein Maidenrennen in Limerick schickte, welches er auch gleich gewann. – Er ist einer der designierten Front Runner hier die ein ordentliches Tempo garantieren werden und hat dazu auch noch eine aktuell gute Form.

Die erste richtige Saison für ihn war die im Jahr 2017, die gleich mit einem Gruppe 2 Platz Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50,000 Cheltenham Bonus Stable Staff“ Novice Hurdle begonnen wurde. Kemboy hatte zwar keine Chance an seinen Stablemate Let’s Dance heran zu kommen, aber es reichte immer noch für einen klaren zweiten Platz. Der Start danach im Gruppe 1 Neptune Investment Management Novices‘ Hurdle (Grade 1) (Registered As The Baring Bingham) war noch ein bisschen zu viel für ihn und auch das nachfolgende Tattersalls Ireland Champion Novice Hurdle wurde nur mit einem abgeschlagenen Platz abgeschlossen, Kemboy war im Jahr 2017 augenscheinlich einfach noch nicht so weit.

Das wars dann auch schon mit den Rennen über Hürden und in der Saison 18 / 19 ging es dann direkt in die Chase Rennen, welche Kemboy auch deutlich besser liegen sollten. So schloss er sein erstes Rennen mit einem zweiten Platz hinter dem Favorten Sutton Place ab, als er im Januar im Follow Fairyhouse On Social Media Beginners Chase seine „Sommerpause“ beendete. Im nächsten Rennen, nur drei Wochen später, dem Book Your Easter Festival Tickets Today Beginners Chase konnte Kemboy dann einen sehr soliden Sieg feiern, in dem Kemboy nicht einmal sonderlich angestrengt werden musste.

Das war genug um ihm bei seiner zweiten Saison über die Hindernisse zum Cheltenham Festival zu schicken, wo er im Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase (Grade 1) (Registered As The Golden Miller) auflief, und mit einem guten vierten Platz immerhin etwas Preisgeld absahnen konnte, wenn auch nicht in Schlagreichweite zum Sieger Shattered Love. Danach lief er wie viele andere gute Chaser im BoyleSports Irish Grand National Chase (Extended Handicap Chase) auf, beendete sein Rennen aber schon an der ersten Hürde mit einem Sturz, revanchierte sich aber mit dem Sieg im Gruppe 3 Hugh McMahon Memorial Novice Chase. Auch in diesem Rennen schien er am Anfang eine gewisse Zeit zu brauchen um sich in das Rennen zu finden, lief aber extrem stark auf und konnte sich locker von seinen Verfolgern absetzten, als es in die finalen Meter des Rennens ging. Nicht anders war es im EMS Copiers Novice Handicap Chase zum Abschluss der Saison. Zwar war in der Saison 2018 kein großer Sieg zu feiern, aber Kemboy konnte sich in seiner neuen Disziplin von einer sehr guten Seite zeigen.

Die Saison 18/19 begann im Gruppe 2 Clonmel Oil Chase im November 2018, wo er als Favorit gegen Alpha Des Obeaux auflief, und die beiden Favoriten lieferten sich auch ein spannendes Rennen bis zur letzten Hürde. Kemboy machte an der siebten Hürde einen kleinen Fehler und verlor die Führung, holte sich die Führung aber an der vorletzten Hürde wieder und setzte sich nach letzten Hürde recht deutlich von Alpha Des Obeaux ab. Kemboy verbesserte diesen guten Eindruck im Gruppe 1 Savills Chase im Dezember, als er gegen die Favoriten Monalee und Road To Respect mit seinem mittlerweile bekannten hervorragenden Schlusssprint zwischen den letzten beiden Hürden Druck auf die Konkurrenten ausübte, und sich nach dem letzten Sprung weit vom Rest absetzen konnte. Die Distanz von 3m war absolut sein Ding und er schien auch Kraft für noch weitere Distanz zu haben und ging in den 3m2f Magners Cheltenham Gold Cup Chase, wo er allerdings erneut an der ersten Hürde sein Rennen beendete. Zwei Starts beim Cheltenham Festival und zwei Mal war das Rennen an der ersten Hürde schon zueende – da wäre in der Saison deutlich mehr drin gewesen, denn Kemboy gewann das Betway Bowl Chase mit Leichtigkeit nur drei Wochen später indem er der Führung übernahm und nach belieben vor den Verfolgern herlief, um seine Führung wie immer nach der letzten Hürde noch weiter auszubauen.

Im Gruppe 1 Coral Punchestown Gold Cup, dem Saisonabschluss über 3m1f auf weichen Untergrund gewann er sein zweites Gruppe 1 Rennen in Folge, zeigte sich dort aber nicht in bester Form und baute einige unsichere Sprünge ein, die ihm einiges an Vorsprung kosteten, aber Kemboy hatte wie immer einiges an Kraft übrig und konnte sich unter dem Druck von Ruby Walsh einige Längen absetzten, Al Boum Photo hatte auf dem zweiten Platz keine Chance sich an seine Fersen zu setzen.

Im Gruppe  1 Savills Chase kehrte Kemboy ein großartiges Rennen, konnte sich aber dennoch auf der Zielgerade nicht an die Fersen von Delta Work setzten, der unter Jack Kennedy ein wahrhaft hervorragendes  Rennen lief. Kemboy hatte auf der Zielgeraden nichts mehr zu geben, war aber hier bei seinem zweiten Rennen in der Saison fitter und kam an der letzten Hürde an Delta Work heran, der alles geben musste, um Kemboy auf Abstand halten zu können.

 

Beim großen Rennen selbst konnte Kemboy die angetretene, wesebntlich stärkere Konkurrenz nicht auf Abstand halten und musste sich am Ende Al Boum Photo fügen und mit einem siebten Platz vorlieb nehmen, was aber immer noch eine respektable Leistung über weite Strecken des Rennens war. Die Saison endete 2020 praktisch mit dem Cheltenham Festival und wurde von Kemboy erst im November 2020 wieder aufgenommen, als er die lange Sommerpause im Boomerang Chase in Thurles beendete.

Dort konnte er einen zweiten Platz erringen, wie auch danach im Savills Chase – und während er beim ersten Rennen in der Saison noch sieben Längen Rückstand hatte, kam er beim zweiten Rennen bis auf eine halbe Länge an A Plus Tard heran, der ihn auf der Zielgeraden überholt hatte. aber wie Kemboy über die vorletzte Hürde ging und sich dann wieder an die Fersen von Melon hing und sich ein spannendes Duell mit ihm lieferte, was aber beide ermüdete und am Ende eröffnete dies A Plus Tard den Weg zum Sieg.

Kemboy startete danach im Irish Gold Cup und lieferte einen exzellenten Lauf von der Front aus, wo er das Feld sein Tempo aufzwang und sie zunächst zusammenstauchte, um dann das Tempo wieder anzuziehen, was vielen der Konkurrenten an jenem Tag nicht gefiel, nach der letzten Hürde konnte am Ende nur The Storyteller weiter mitgehen und einen zweiten Platz erringen, aber Kemboy hielt ihn immer auf Abstand. Melon spielte dieses Mal keine Rolle, wie auch Minella Indo und Delta Work, alles keine einfachen Konkurrenten und welche, die hier im Gold Cup keine schlechten Chancen haben oder hätten.

Kemboy? Durchaus, als Front Runner passt sein Stil gut zum Festival 2021, er hat aber gehörig Konkurrenz um die Führung heute.

 

Native River: Der Indian River Sohn begann seine Karriere im Jahr 2014 in Newton Abbot und war bereits im ersten Jahr gut genug um im Gruppe 1 Challow Novices‘  Hurdle und dem Gruppe 2 Neptune Hurdle  zu starten, wenn auch ohne Erfolg. Trotzdem gelang ihm im ersten Jahr auch sein erster Sieg in einem Black Type Rennen in Form des Exeter Novices‘ Hurdle Rennes zu gewinnen. 2015 gewann er das Gruppe 2 The Worcester Novices‘ Chase  und platzierte im Kauto Star Novices‘ Chase um dann beim Saisonhighlight 2016 im National Hunt Chase beim Cheltenham Festival auf einem zweiten Platz zu landen.

Die Saison 2017 begann mit einem Sieg im Gruppe 3 Hennessy Cup Chase , gefolgt von einem weiteren Sieg im Gruppe 3 Welsh Grand National in Chepstwon Ende Dezember 2012. Das Gruppe 2 Denman Chase  in Newbury im Februar war mit nur zwei anderen Konkurrenten nicht der Rede wert, trotzdem dürfte sich Native River über einen weiteren Gruppensieg dort freuen, bevor er sich das erste Mal im Gold Cup biem Cheltenham Festival versuchte. Mit Djakadam ging er als Favorit in das Rennen, konnte aber am Ende Siszing John den Berg hoch nicht mehr das Wasser reichen und musste sich mit einem guten dritten Platz zufrieden geben.

2018 war dann ein wenig der Wurm drin in der Vorbereitung, Native River konnte zwar in seinen einzigen Rennen in der  Saison 2018 (wieder das Denman Chase) bis zum Chelteham Festival immerhin die beiden soliden Konkurrenten Cloudy Dream und Saphir Du Rheu schlagen, aber das Rennen war wieder auch nur mit den beiden anderen Konkurrenten besetzt und man konnte wieder nicht genau sagen, wie stark die Form von Native River in der aktuellen Saison so ist.

Beim Gold Cup 2017 herrschte ungewöhnlich guter Untergrund, dafür war der Boden im Jahr 2018 beim zweiten Versuch deutlich weicher und der Regen tat native River gut. Er konnte sich auf der Zielgeraden in einem langen harten Duell am Ende gegen Might Bite durchsetzen, der den weichen Boden nicht so recht leiden konnte und mit der etwas längeren Pause bis zum Gold Cup so seine Probleme hatte. Native River fühlte sich aber wohl und wurde seiner Co-Favoriten Rolle für das große Rennen durchaus gerecht wie man sehen konnte. Das erneute Duell mit Might Bite nach der Sommerpause im Betfair Chase hätte spannend werden können, wenn der Konkurrent nicht hoffnungslos außer Form gewesen wäre und Native River das Duell um die Spitze mit Bristol De Mai ausgetragen hätte.

Beim King George VI Chase  im Dezember 2018 musste er dann einsehen, dass er auf den 4828m und gut bis weichem Boden nicht an Clan Des Obeaux und Thistlecrack herankommen konnte und verlor vor der letzten Hürde zunehmenden den Anschluss an die beiden Führenden, die ihm zum Schluss gut 13 Längen abgenommen hatten

Wieder legte Native River eine längere Pause bis zum Cheltenham Festival ein, allerdings hatte ihm das im letzte Jahr ja nicht wirklich geschadet und man schaute voll Zuversicht auf die Teilnahme im Cheltenham Gold Cup, bei dem Native River aber nie so richtig ins Rennen fand. Er kam nur langsam in Fahrt, musste mehrfach angetrieben werden um Schritt zu halten und konnte am Ende den Anschluss an die Führenden nicht halten, was am Ende nur für einen vierten Platz reichte, aber die Leistung auf dem ebenfalls schnellen Boden war besser als das was er beim King George gezeigt hat und die zusätzlichen 500m schienen ihm gut zu liegen, sein Fokus war definitiv auf der Ausdauer.

Das wars dann auch für die aktuelle Saison gewesen und es ging in die Sommerpause, die im Virgin Bet Price Boosts Many Clouds Chase auf Gruppe 2 Ebene in Aintree beendet wurde. Might Bite machte ihm das Siegen dort unnötig einfach mit seinem Sturz an der drittletzten Hürde, aber Native River sah während des Rennens auch wie der bessere von den beiden aus und der dritte Sieg im dritten Dennman Chase im Februar 2020 war nur Makulatur. Leider verpasste er dann das Cheltenham Festival 2020 und nach sehr langer Pause dürfte man ihn im Dezember 2020 im Many Clouds Chase wieder sehen, wo er einen respektablen dritten Platz belegte.

Native River versuchte das Feld über die Distanz zu führen und sah lange Zeit gut aus, noch an der vorletzten Hürde sprang er mit Kraft über das Hindernis und hatte gut vier Längen Vorsprung , an der letzten Hürde war der Vorsprung aber schon ein wenig zusammengeschmolzen und dann kam der Run, der mit gut einer halben Meile ziemlich lang ausfiel und dort war es, wo Native River die Führung abgeben musste und Lake View Lad und Santini an ihm vorbeiziehen lassen musste, aber er blieb dran und startete sogar noch einmal einen Angriff, was eine starke Leistung am Ende des 5000m Rennes war.

Im Februar gewann Native River dann ein wenig überraschend das Cotswold Chase deutlich gegen Bristol De Mai und Santini. Dabei setzte Native River dieses Mal das Tempo nicht selbst sondern hielt sich knapp hinter dem Pacesetter Yala Enki, der auf der Rückgeraden aber den Anschluss verlor, als Native River mit großen Sprüngen über die Hindernisse segelte und locker gewann. Das gegen Saniti war eine super Leistung, schwerer Boden hatte keine Schrecken für ihn, also  -ich finde ich ziemlich vielversprechend!

Lostintranslation: Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist in der letzten Saison schon auf die Gruppenebene hoch gestiegen und startete zunächst im Januar in Vorbereitung auf das Festival im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Lostintranslation kam dann im Gold Cup auf einens ehr guten dritten Platz in Schlagreichweite zum Sieger und war noch bei der letzten Hürde zusammen mit Santini und Al Boum Photo und hielt auch auf der Zielgeraden noch dagegen, aber der Hügel hoch zur Zielgeraden war dann doch zu viel des Guten- ein dritter Platz war trotzdem eine sehr sehr gute Leistung und wie vorausgesagt war er als Trifecta Pick die richtige Wahl.

Ganz anders beim Betfair Chase im November, wo er auf Gruppe 1 Ebene nur einen abgeschlagenen dritten Platz erreichen konnte, aber das kann natürlich auch an der langen Pause gelegen haben. Allerdings musste er im nächsten Rennen, dem King George VI Chase, vorzeitig beenden und wurde danach in Newbury im Februar im Denman Chase nur Fünfter. Siene Form ist dieses Jahr zu schlecht um ihn im Gold Cup empfehlen zu können.


18.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Stayers Hurdle – Flooring Porter EW

Pferderennen in England

16:05 Stayers Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 4.822 m  |  Preisgeld: 325.000 GBPHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Ooooff – das Rennen ist schwer vorherzusagen. Abgesehen von Wundertüten wie Linsganar Oscar, der letztes Jahr dieses Rennen völlig überraschend gewann, gibt es einen ganzen Stall von Pferden, die eine herausragende Form zum Festival bringen. Allerdings scheiterte Paisley Park schon letztes Jahr mit ähnlicher Form an diesem Rennen und Sire Du Berlais und The Storyteller wurden beide im Leopardstown Christmas Hurdle von Flooring Porter deklassiert – und wenn der Front Runner diese Form ins Festival bringen kann, ist er für eine zweistellige Quote geradezu ein Schnäppchen!

Mein Trifecta? Flooring Porter / The Storyteller / Paisley Park, dahinter Fury Road und Sire Du Berlais. Die beiden baue ich wohl in einige Exoten ein, wie Lisnagar Oscar oder Beacon Edge. Schönes, komplett offenes Rennen

Paisley Park: Der Oscar Sohn von Trainer E. Lavelle wird wohl als Favorit in das Rennen hier starten, was nach seinen Leistungen bisher auch völlig gerechtfertigt ist, eine bleibende Sorge wird aber sein, dass er schon letztes Jahr hier klarer Favorit war, aber scheiterte – und dieses Jahr zwar wieder mit einem Sieg in das Festival startet, aber der war nicht so überzeugend, wie ich es gerne hätte.

Seine Karriere begann ganz normal in einem National Hunt Flat Race in Warwick im Jahr 2017 , wo er bei seinem ersten Rennen seiner Karriere gleich mit einem zweiten Platz glänzen konnte. Nach dem Beweis, dass er auf dem Flat eine sehr gute Figur abgeben kann schickte sein Trainer ihn erst einmal in die Sommerpause und zum Training über Hürden, denn im Dezember 2017 sollte der erste Start über Hürden kommen – und dieser war ziemlich beeindruckend.

Das Klasse 4 Rennen in Hereford auf weichem Boden und knapp 4000m absolvierte Paisley Park gegen Gegner wie Vision Des Flos, gewann aber locker mit 7 Längen und deklassierte die angetretene Konkurrenz um Längen. Mit höherem Niveau in dieser Saison mit Rennen in Warwick gegen Mr Whipped oder Doncaster gegen Gowiththeflow erreichte Paisley Park dann jeweils einen zweiten Platz bevor er dann beim Cheltenham Festival 2018 im Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle startete. Er war nach seinen zwei zweiten Plätzen nun nicht unbedingt einer der Favoriten für das Rennen und startete als Außenseiter, tat aber auch im Rennen selbst wenig dafür, diese Einschätzung er Buchmacher zu revidieren.

Diese erste Saison war trotz des beeindruckenden Einstands im Herbst damit ernüchternd ausgelaufen und Paisley Park ging erneut in die Sommerpause, die er mit einem Start im Klasse 2 Racing UK Handicap Hurdle in Aintree beendete. Das Rennen war von recht hohe Niveau, Paisley Park war aber wie im letzte Jahr gut aus der Sommerpause gekommen und konnte sich mit sauberen Sprüngen und einem gutem Schlusssprint 100m vor dem Ziel gegen seinen Verfolger Lygon Rock durchsetzen.

Nach diesem Rennen nahm Paisley Park dann langsam die Ausdauerrennen in den Blick und startete im Gruppe 3 Betfair Exchange Stayers‘ Handicap Hurdle, wo er gleich beweisen konnte, dass ihm die langen Distanzen ganz vortrefflich liegen. Paisley Park wurde in diesem Rennen an der ein oder anderen Hürde ein wenig behindert, konnte in dem langen Rennen aber den Anschluss immer wieder finden und mit einem Sturz eines Konkurrenten kam er als Dritter über die letzte Hürde. Dann aber legte Paisley Park einen extrem guten Schlusssprint hin und konnte viele Meter an Boden auf die Führenden gut machen. Der Zieleinlauf nach der letzten Hürde war sehr lang in diesem Rennen und Paisley Park konnte vollen Nutzen daraus ziehen

Im Gruppe 1 The Long Walk Hurdle einen Monat später im Dezember musste Paisley Park dann aber mi einem wesentlich kürzeren Schlusssprint zurechtkommen und dürfte den Anschluss an die Führenden nicht verlieren. So setzte er seinen Angriff nach der drittletzten Hürde an und wurde von seinem Jockey Aiden Coleman angetrieben, die Position zu verbessern und so vor der letzten Hürde die Führung zu übernehmen und diese unter einem harten Ritt gegen die Außenseiter West Approach und Top Notch zu verteidigen.

Damit Paisley Park den Kurs in Cheltenham noch einmal kennenlernt wurde er noch in das Gruppe 2 galliardhomes.com Cleeve Hurdle geschickt, wo er über den guten Untergrund auf den drei Meilen seinen bisher besten Lauf zeigen konnte. Da Feld zog das Tempo vor der drittletzten Hürde an und Paisley Park ah ein bisschen so aus, als ob der Tempowechel ihn kalt erwischt hätte. Zwischen der vorletzten und der letzten Hürde gab es beim Cleeve Hurdle einen langen Abschnitt ohne Hürden, wo Paisley Park das Feld von hinten aufrollen konnte und als Erster über die letzte Hürde ging. Von da an konnte er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und gewann dementsprechend unangefochten.

Im Gruppe 1 Stayers Hurdle hatte Paisley Park ein großes Feld zu besiegen und schien ab und zu während der Mittelphase des Rennens teilweise etwas lustlos und verlor ein oder zwei Plätze, auf dem Weg zur vorletzten Hürde war er dann aber wieder voll da und rollte das Feld langsam von hinten auf, um es ausgerechnet an der letzten Hürde noch einmal unnötig spannend zu machen  -dort streute er einen schlechten Sprung ein, der Sam Spinner noch einmal an ihn ran brachte und das ganze unnötig spannend machte.

Allerdings sammelte sich Paisley Park danach wieder und zog den Konkurrenten davon, was ihn in der Saison weiterhin ungeschlagen machte. Auch nach der Somemrpause zeigte Paisley Park keine Schwäche und gewann im Gruppe 2 Long Distance Hurdle  über 4876m in Newbury gegen Thistlecrack, wenn auch nur knapp. Thistlecrack lief ein großartiges Rennen und lies sich von Paisley Park nicht leicht abschütteln, so dass der Stayers Hurdle Sieger sich nach der letzten Hürde massiv anstrengen musste, um seinen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Auch beim Gruppe 1 Cleeve Hurdle im Januar erging es ihm nicht viel besser, als er gegen Summerville Boy ran musste und eigentlich als klarer Favorit über die 4822m geschickt wurde, aber vor der letzten Hürde gehörig unter Druck geriet. Zu diesem Zeitpunkt schien das Rennen noch komplett offen, allerdings produzierte Paisley Park wie schon im Stayers Hurdle 2019 einen gewaltigen Satz an der letzten Hürde, legte die Ohren an und beschleunigte auf der Zielegraden an den Konkurrenten vorbei. Ein souveräner Sieg auf Kurs und Distanz des Stayers Hurdle machten ihn dann doch wieder zum Favoriten für das Stayers Hurdle – aber in dem Rennen selbst verlief fast nichts nach Plan. Apple’s Jade sprintete nach vorne an die Front und lief lange Zeit vor dem Feld her, wie es ihr beliebte, aber kam auf der Zielgeraden dann wieder zurück zum Feld, aber Paisley Park kam auch nicht so recht in Gang und schien auf dem fünften Platz festgeklebt zu sein und konnte sich von dieser Position nie wirklich erholen.

Das war schon ziemlich enttäuschend für einen der großen Favoriten für das Cheltenham Festival, und danach ging es direkt in die Sommerpause auf Grund der Corona Krise und der Schließung einer der Kurse bis Mai.

Paisley Park kam im November zurück, als er im Long Distance Hurdle in Newbury starte und konnte immerhin den zweiten Platz erringen, hinter Thyme Hill, und es war mehr der zu spät getimte Lauf der Paisley Park Probleme machte, als der Front Runner Thyme Hill, der einfach zu viel Vorsprung hatte als dass Paisley Park diesen noch hätte aufholen können. Trotzdem, der Lauf machte Lust auf mehr und im Gruppe 1 Long Walk Hurdle in Ascot auf schwerem Boden und 5000m im Dezember konnte er sich an Thyme Hill rächen und diesen knapp mit unter einer halben Länge schlagen. Das war noch immer nicht so beeindruckend, wie man es Vorfeld des Cheltenham Festivals gerne hätte – aber auf der anderen Seite bekommt man Paisley Park zu einer guten Quote hier – er darf nur nicht zu weit zurückfallen, gerade nicht, wenn wieder ein Front Runner das Feld auseinander ziehen wird wie letztes Jahr.

Sire Du Berlais: Der Poliglote wechselte auf Grund des Foto Skandals von Gordon Elliot zu Mrs Denise Foster und wird uneter seiner neuen Trainerin das dritte Mal beim Cheltenham Festival starten.

Seine Karriere begann schon 2016 für Bertran De Balanda in Frankreich in Compiegne, wechselte aber 2017 nach Irland und war schon für ein Novice Group 2 gemeldet, startete dann aber  doch erst 264 Tage später in Punchestown in einem Novice Listed Rennen über 2m und belegte einen guten dritten Platz. Erneut war er ein Non Runner im nächsten Rennen, welches über 3 Meilen hätte sein sollen und man konnte damit schon sehen, wo die Reise hingehen sollte – in die Ausdauerrennen, die er danach mit gemixten Ergebnissen bestritt, bis er in  Cheltenham im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle auflief – und gewann. Er war auch als einer der Favoriten gestartet, aber der Sieg hätte knapper kaum ausfallen können, nur mit einem Nacken auf den letzten 75 Yards konnte Sire Du Belais sich am Ende durchsetzen. Knapp, aber ein Siege beim Festival nach mehreren knappen Niederlagen zuvor ist eine willkommene Abwechslung und natürlich der größte Erfolg bis dahin.

In Aintree danach im April im Gaskells Handicap Hurdle scheiterte Sire Du Berlais erneut deutlich, nachdem er einige Fehler produzierte hatte beim Springen und an der letzten Hürde deutlich ermüdete. Distanz und Untergrund waren eigentlich nicht anders als beim Cheltenham Festival, aber leider konnte Sire Du Berlais einfach nicht an seine Form aus dem großen Rennen anknüpfen, aber sei es drum – das kann passieren, wenn der Peak in der Saison rum ist.

Es kam die obligatorische Sommerpause bis zum Start in die Saison 19/20 im Dezember 2019, wo Sire Du Berlais im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle über 3m auf weichem Boden einen vierten Platz belegte, allerdings war er in diesem Rennen für die Sieger auch niemals gefährlich und so gesehen war das Preisgeld für den vierten Platz nicht viel wert und schon beim nächsten Rennen im Pertemps Network Handicap Hurdle Qualifier scheiterte Sire Du Berlais deutlich und kam nie über das Mittelfeld des Feldes hinaus – er steckte fest und schien den Tempowechsel nicht mitgehen zu können. Auch beim nächsten Qualifier in Warwick war das Ergebnis nicht viel besser, so dass es 2020 überraschte,d ass er wieder Spot On beim Cheltenham Festival in Form war.

Nachdem Sire Du Berlais nun zwei Mal in Qualifiers für das Pertemps Network Final Handicap Hurdle gescheitert war – gewann er genau das Rennen gegen einen der Favoriten in Form von The Storyteller – ausgerechnet hier, im härtesten Rennen bisher brillierte Sire Du Berlais wieder und rannte ein hervorragendes Rennen und behauptete sich mit viel Herz auf den letzten Metern, Spannendes Rennen, taktisch deutlich besser gelaufen als zuvor und bessere Sprünge machten den Unterschied für Sire Du Berlais, der es danach auch gut sein lies und in der neuen Saison ausnahmsweise gleich mit einem Sieg startete.

So gewann er in Navan im Gruppe 2 Lismullen Hurdle mit einem erneut späten Lauf zum Ziel, der ihn den Sieg wieder um eine Marge einbrachte, die alles andere als bequem war – nur eine halbe Länge konnte Sire Du Berlais auf seinen Verfolger herausholen, und das auch nur sprichwörtlich auf den letzten Metern. Der Boden war schwer und das Rennen wurde durch den Sturz von Ronald Pump an der letzten Hürde für Sire Du Berlais erst richtig geöffnet, so dass der dritte Platz im Christmas Hurdle wohl die ehrlichere Form ist  – dort konnte Sire Du Berlais zwar mit einem dritten Platz wieder im Geld platzieren, aber war erneut nicht in der Lage dem Sieger des Rennens gefährlich zu werden. Aber das kennen wir ja auch schon von den letzten Jahren, dass die Form vor dem Festival ein wenig schwächelt, aber Sire Du Berlais dann plötzlich seine saisonale Bestleistung zeigt.

Also irgendwie doch zu recht vorne mit dabei heute.
Flooring Porter: Nun der ist wirklich interessant für das Festival heute!

Der Yeats Sohn von Gavon Cromwell war am Anfang seiner Karriere noch eher unscheinbar – 5 Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte, dann nur ein Sieg aus vier Rennen über Hürden, aber 2020 begann er so langsam in Fahrt zu kommen Zweiter Platz auf schwerem Boden über 2m7f in Navan im Februar, dann in einem der wenigen noch übrig gebliebenen Rennen im Juli (Die Corona Krise hatte viele Meetings zum Schließen gezwungen) ein Sieg in Gowran über 3m2 f und guten Untergrund und danach ein dritter Platz in Galway im Guinness Handicap Hurdle.

Bei diesem dritten Platz zeigte Flooring Partner schon, dass er eine Menge Ausdauer hat, denn er konnte sich auf den letzten Metern des 2m7f Rennen mit einem starken Lauf zum Ziel immerhin den ausbezahlten dritten Platz sichern. Wenn er auf weichem Untergrund so spät im Rennen noch so viel Kraft übrig hat, macht das natürlich Hoffnung für die Ausdauerrennen, die natürlich auch sein weiteres Ziel in der Saison 20/21 nach der Winterpause waren.

Da startete er erneut in Gowran Park im Good Enuf 2 Eat Caterers At Gowran Park Handicap Hurdle über 3 Meilen auf gutem Untergrund und errang einen klaren zweiten Platz – Streets Of Doyen war zar uneinholbar fünf Längen vor ihm durchs Ziel gergangen, aber auch einen ganzen Stone leichter und der Favorit für das Rennen – so gesehen ging der zweite Platz völlig in Ordnung und Flooring Partner baute auf dieses Erfolg mit einem Sieg im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle, einem Grade B Hurdle in Navan, im Dezember 2020 mit einem Sieg auf.

In diesem Rennen übernahm Flooring Partner die Fürhung und gab diese auch nicht mehr ab. So einfach war es natürlich nicht über die gesamte Strecke für ihn, aber nachdem er die Führung an der ersten Hürde übernommen hatte, baute er schrittweise seinen Vorsprung bis auf fünf Längen aus, die ab der viertletzten Hürde aber wieder fast komplett eingeschmolzen worden waren. Ab da wurde es spannend, baute Flooring Partner doch einen schweren Fehler an der drittletzten Hürde ein und musste auch an der letzten Hürde nach einem erneuten schweren Fehler sein Momentum komplett neu aufbauen, kam aber trotzdem mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Wären die Fehler nicht gewesen, was für ein Lauf wäre das gewesen! So blieb aber eine Sorge, dass er mit diesen Sprüngen auf höherem Niveau nicht würde bestehen können, als er ebenfalls im Dezember das Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle ins Auge fasste. Dort allerdings sprang er deutlich besser und vermied die schweren Fehler aus dem letzten Rennen, übernahm aber wieder die Führung des Feldes und zog das Feld erneut weit auseinander. Wieder geriet er ab der viertletzten Hürde unter Druck, vielleicht weil er eine kleine Pause gegönnt bekam. Denn als Jonathan Moore auf ihm erneut zu arbeiten begann setzte er sich schnell zwei bis drei Längen von seinen Verfolgern ab und sprang die letzten beiden Hürden schnell und sauber. An der letzten Hürde übersprang er das Hinderniss sogar ein wenig, also sprang zu kraftvoll und zu hoch, so dass er beim Landen ein bisschen wanderte und Momentum verlor, aber das machte nichts und Flooring Partner setzte sich auf der Zielegraden insgesamt 6 Längen ab – und schlug damit den heutigen Konkurrenten Sire Du Berlais und Fury Road! Das war verdammt beeindruckend und er ist einer der wenigen in diesem Feld, die eine klar aufsteigende Form haben und scheinbar erst jetzt in die Bestform ihres Lebens kommen.

 

Fury Road: Der Stowaway Sohn ist ein weiterer, der von Gordon Elliot weggeholt wurde, nachdem der Skandal um das Foto mit dem toten Pferd öffentlich wurde. Nun also bei Mrs. Denise Foster, zuvor war Fury Road unter Gordon Elliot allerdings durchaus erfolgreich gewesen. Der hatte ihn 2018 übernommen und langsam aufgebaut, bis er in der Saison 19/20 in den Hürdenrennen einen Lauf hatte und unter anderem direkt aufeinander folgend das Gruppe 3 „Monksfield“ Novice Hurdle und das Gruppe 2 Lyons Of Limerick Jaguar Land Rover Novice Hurdle gewinnen konnte, und das stellenweise sehr dominant. Es gab einen kleinen Rücksetzer auf dem Weg zum Cheltenham Festival als er in Gruppe 1 Nathaniel Lacy & Ptnrs Solicitors „50,000 Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle nur einen veriten Platz belegen jonnte, aber beim Cheltenham Festival selber verpasste er den SIeg gegen den brillanten Monkfisch nur knapp.

Fury Road war in das Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle als einer der Favoriten gestartet, das Feld war 2020 dicht gepackt und eine ganze Reihe von Pferden startete mit Quoten von 4-6 und damit in den reihen der Favoriten, und diese waren es am Ende auch, die das Rennen unter sich ausmachten. Die ersten Vier trennte an der Ziellinie weniger als 1,5 Längen, die ersten Drei kamen sogar unter einer halben Länge Differenz ins Ziel. Fury Road hatte auf der Zielgraden stellenweise die Führung übernehmen können und war nur auf den letzten Yards von Latest Exhibition und Monkfish überholt worden und fand unter Davy Russel einfach nicht die Kraft, um das bisschen Rückstand am Ende noch gut zu machen.
Das war aber ein sehr respektabler dritter Platz und Fury Road startet selbstbewusst mit einem Sieg im Gruppe 2 Unibet 1000th Race Celebration Hurdle in die neue Saison 20&21.

Der Sieg war gegen die dort antretende Konkurrenz aber auch so erwartet worden und als er im Leopardstown Christmas Hurdle gegen besseren Konkurrenten antreten musste, musste man feststellen, dass Fury Road ab der vorletzten Hürde einfach nicht das Tempo hatte, um die Konkurrenten wie Flooring Porter oder he Storyteller unter Druck zu setzen. Er besserte seine Form danach mit einem zweiten Platz im Gruppe 2 Ladbrokes Ireland Boyne Hurdle, wo er wieder kurz vor dem Ziel den Sieg aus den Händen gab. Allerdings war das Rennen auch in einem recht langsamen Tempo gelaufen worden und wenn man die Konkurrenz heute bedenkt, gerade unter Front Runnern wie Rlooring Porter, könnte es richtig schwer werden für Fury Road.

 

The Storyteller: Der Shantou Sohn von Trainer Gordon Elliot wechselte wie so viele andere Pferde von Gordon Elliot vor dem Festival zu seiner neuen Trainerin Denie Foster.

The Storyteller ist mit seinen zehn Jahren und über 35 Rennen schon ein echter Veteran, der seine Karriere im Jahr 2015 in einem Maidenrennen begann, und bis zum Januar 2017 mit wechselndem erfolg NHF und Maidenrennen bestritt. Interessant wurde es dann das erste Mal im Januar 2017, wo er ein Novice Hürdenrennen über 2m6f in Thurles locker gewinnen konnte und dann gegen bessere Konkurren in Fairyhouse in den nächsten beiden Rennen nach der Sommerpasue gut abschnitt. Das war der Startschuss für die ersten Gruppenrennen im Jahr 2018, begonnen beim Gruppe 3 Total Event Rental Stakes, welches er mit einem dritten Platz abschließen konnte, über das Total Event Rental Gruppe 3 Rennen in Punchestown zum ersten Gruppe 1 Rennen in Form des Flogas Novice Chase über 2m5f. Das Rennen wurde allerdings am Ende nur mit einem siebten Platz abgeschlossen und Monalee hatte The Stroyteller fest im Griff. Der hatte bei der letzten Hürde schon keine Chance mehr an die davoneilenden Konkurrenten heran zu kommen, udn Gruppe 1 schien schon ein wenig außerhalb der Reichweite zu sein – aber nicht zu lange!

Beim Cheltenham Festival entschied er sich zur Teilnahme am Gruppe 3 Brown Advisory & Merriebelle Stable Plate Handicap Chase, und die Entscheidung, das Niveau ein wenig zu reduzieren, zahlte sich voll aus – The Storyteller gewann das stark besetzte Gruppe 3 Rennen in einem spannenden Duell gegen Splash Of Ginger und wie wir alle wissen, ist ein Gruppe 3 Rennen beim Festival wie ein Gruppe 1 Rennen auf einem nicht so gut besuchten Lurs, und so war der nächste Versuch im April im Gruppe 1 Ryanair Gold Cup Novice Chase in Fairyhpuse war alles andere als außer Reichweite – wenn auch die Kraft am Ende wieder auf de rZielgeraden nicht ausgereicht hat, um mit den Favoriten mitzugehen und um den Sieg mitzulaufen. Der fünfte Platz war okay, mehr aber auch nicht – aber die Saison war ja auch noch nicht zu Ende, und es folgte ein start im Growise Champion Novice Chase – und dieses Mal sollte es mit dem Sieg auf Gruppe 1 Ebene klappen, denn dieses Mla war de rSprint auf den letzten Metern extrem stark und keiner der Konkurrenten kam noch an ihn heran. Der lockere Sieg wurde aber auch durch den Sturz von Monalee begünstigt, die drei Hürden vor dem Ziel noch etxrem stark auflief!

Aber da fragt natürlich nach dem gewonnen Gruppe 1 Rennen keiner mehr nach und The Storryteller konnte zurfrieden in die Sommerpause gehen, die nach 193 Tagen im November 2018 beendet wurde. Die Saison 2018/19 war allerdings am Ende klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben, neben einem nicht beendeten (Pulled Up) Lauf im Ryanair Chase beim Cheltenham Festival lief er auch im John Durkham Memorial Chase, dem Savills Chase und dem Irish Gold Cup unter der Form des letzten jahres, und die gesamte Saison blieb ohne Sieg, aber immerhing gab es einige gute Plätze, und am Ende gab es auch noch eine Platzierung auf Gruppe 1 Ebene, dem Coral Punchestown Gold Cup – das waren allerdings dann am Ende doch 24 Längen Rückstand auf den Sieger und so richtig freuen konnte man sich nicht über diesen Erfolg, dafür basierte er doch zu viel auf dem Versagen der anderen Starter, und nicht der guten Leistung von The Storteller – der auch nach der nächsten Pause und dem Start in die Saison 19/20 seiner Form weiter hinterher lief…

So floppte er beim Saisondebüt in Gowran im Gruppe 2 Champion Chase mit einem klaren letzten Platz und warf seinen Jockey Davy Russel im nachfolgenden Gruppe 1 118th Grand National Hurdle Stakes ab, nachdem er schon den Anschluss an die Führungsgruppe verloren hatte und chancenlos war – der Abwurf besiegelte das nur. The Storyteller verließ danach zunächst die Gruppeneben und bestritt einige Handicap mit gemixten Ergebnissen, umso überraschender war, dass er dann beim Cheltenham Festival über 3m auf weichem Boden im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle einen zweiten Platz erreichen konnte, nur knapp unter einer halben Länge hinter Sire Du Berlais – und weit vor den Verfolgern auf dem dritten und folgenden Plätzen.

Wieder ging es in die Sommerpause, und dieses Mal kam The Storyteller in besserer Form zurück. Beim Saisondebüt im Tote Galway Plate musste er noch vorzeitig abbrechen, aber danach gewann er zwei gute Handicaps in Galway über 2m6f, einmal gegen Sub Lieutenant und einmal gegen My Sister Sarah, um dann wieder auf Gruppenniveau hoch zu gehen und im Gruppe 2 PWC Champion Chase einen zweiten Platz zu belegen – eine sehr gute Leistung, auch wenn Easy Game leichtes Spiel mit dem Feld hatte und mit einem etwas saubererem Lauf sicher auch noch mehr als die sieben Längen Vorsprung herausholen hätte können. Seis drum, denn The Storyteller gewann mit dem selben Vorsprung das nachfolgende Gruppe 3 Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase über 3m. In diesem Rennen sortierte sich The Storyteller wie so oft ehe rim hinteren Bereich des Feldes ein und begann erst drei Hürden vor dem Ziel lansgam das Feld aufzuholen, konnte aber einen Konkurrenten nach dem anderen überholen, um dann am Ende ab der letzten Hürde seinen Vorsprung nach Belieben weiter auszubauen!

Die Konkurrenz war alles andere als einfach und die Konditionen ähnlich wie Ende Dezember im Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle, so dass man durchasu einen starken Lauf von The Storyteller erwarten konnte – und genau diesen zeigte er auch. The Storyteller hielt sich er im hinteren Bereich des Feldes und überlies es Flooring Porter, das Tempo zu setzen, was dieser auch gerne übernahm und sich teilweise bis zu fünf Längen vor die Konkurrenz setzte, die an der viertletzten Hürde aber auf ihn aufschließen konnte und den Front Runner unter Druck zu setzen schien, Das war auch der Zeitpunkt, an dem The Storyteller auf Flooring Porter aufgeschlossen hatte, der allerdings mit einem weiteren Tempowechsel erneut einige Längen vor das Feld zog und seinen Vosprung auf der Zielgeraden noch auf sechs Längen ausbauen konnte.

The Storyteller bleib dran und hielt knapp seinen zweiten Platz gegen Sire Du Berlais, hatte aber dem Tempo nichts entgegen zu setzen, Im Gruppe 1 Paddy Power Irish Gold Cup wurde er von der Quote her wegen seinem letzten Lauf ziemlich abgestraft und wurde als klarer Außenseiter gehandelt, Keith Donoghue versuchte mit The Storyteller dieses Mal aber auch gar nicht, das ganze Feld von hinten aufzurollen sondern blieb hinter den Führenden im Mittelfeld und war so an der letzten Hürde dran an den Pacesettern, um seinen Angriff zu starten. Das Tempo hatte stark angezogen auf dem Weg zum letzten Hinderniss und das Feld war hinter dem Pacesetter Kemboy dicht gepackt, aber Kemboy hatte immer noch genug Kraft übrig und konnte den Angriff von The Storyteller abwehren, der aber auch der Einzige war, der das Tempo überhaupt noch mitgehen konnte. Sehr starker Lauf von ihm und mit ähnlicher Taktik sehe ich ihn hier vorne mit dabei!

 

Lisnagar Oscar: Der Oscan Sohn startete in der Siason 18/19 seine Karriere über Hürden und gewann dort zwei Rennen, bemerkenswert war vor allem der Sieg im Gruppe 2 Albert Bartlett Prestige Novices‘ Hurdle. Danach kam allerdings erst einmal eine ganze Wiele kein weiter Sieg – bis er das Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival 2020 mit einer Quote von 50:1 gewann!

Das war nahc einem Sturz, einem dritten Platz hinter Paisley Park und eher moderaten Ergebnissen vor dem Jahreswechsel 2020 kaum vorherzusehen. Klar, er hatte in Aintree im Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle im Jahr 2019 einen dritten Platz errungen und war erst auf den letzten 150 Yards ermüdet, hatte zuvor einen respektablen fünften Platz im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2019 geholt und das Rennen gegen Paisley Park im galliardhomes.com Cleeve Hurdle war auch nicht schlecht gewesen. Warum er aber unter fast identischen Bedingungen beim Cheltenham Festival zwei Monate später einen derart großen Formsprung zeigen konnte, bleibt für immer das Geheimnis seines Trainers.

Der Trainer konnte – oder wollte? – die Form jedenfalls nicht über die Sommerpause retten, denn in den ersten beiden Rennen in der neuen Saison, dem Gruppe 2 bet365 Hurdle und dem Gruppe 2 Ladbrokes Long Distance Hurdle, wurde Lisnagar Oscar beide male klar geschlagen.  Scheinabr hatte er immer wieder Probleme mit seiner Ausdauer, schwächelte er doch immer wieder ab und vor der letzten Hürde, so dass er im November an der Luftröhre operiert wurde, um seine Atmung zu verbessern. Das schien schon einen Effekt zu haben, denn im Gruppe 2 William Hill Rendlesham Hurdle im Februar errang er einen knappen zweiten Platz hinter Third Wind. Nicht ausgeschlossen, dass er heute beim zweiten Start seit seiner OP wieder eine stark verbesserte Form zeigt und vorne mit dabei ist – aber der Champion aus dem letzten Jahr ist nicht mein Pick für dieses Jahr, dafür gibt es wieder zu viele andere mit stärkerer Form – aber wer weiß, vielleicht überrascht Lisnagar Oscar uns ja das zweite Jahr in Folge?

 

Pick: Flooring Porter EW


18.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Ryanair Chase – Pick: Allaho / Melon EW

Pferderennen in England

15:30 Ryanair Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde | Distanz: 4.139 m | Preisgeld: 265.000 GBP | Jagdrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut bis weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Komplett offenes rennen, in dem es sich durchaus lohnt, auch auf die Außenseiter wie Melon oder Mister Fisher zu werfen. Klar, Mullins hat die stärkste Hand, aber weder Min noch Allaho sind unfehlbar in diesem Rennen. Die Trifecta sollten sich erheblich lohnen in diesem Rennen!

Allaho: Der No Risk At All Sohn von Willie Mullins ist meiner Meinung nach die beste Chacnce des Trainers, in diesem Jahr erneut das Ryanair Chase zu gewinnen. Champion und Titelverteidiger Min ist in fragwürdiger Form, Racheal Blackmore als Jockey dafür so gut wie nie und Allaho hat ein nettes Profil in diesem Jahr gezeigt.

Wie so oft ist der No Risk At All Sohn ein Import aus Frankreich und wechselte 2018 nach Irland zu Millin, der ihn relativ schnell auf die Gruppenebene führte und dort im Gruppe 3 Surehaul Cup –  in Clonmel im Februar 2019 seinen ersten Erfolg hatte. Schnell ging es auch weiter, denn gerade einmal beim zweiten Start über Hürden lief er bereits beim Cheltenham Festival auf und belegte im Jahr 2019 dort im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle einen soldien dritten Platz und sah über weite Strecken auch wie der mögliche Sieger aus. Sieger wurde Minella Inod, den er zuvor in Clonmel hatte schlagen können, und die beiden sollten in dieser Saison auch noch einmal aufeinanderprallen, nämlich im Mai im Irish Daily Mirror Novice Hurdle, wo man darauf hoffte, dass Allaho die Form mit Minella Indo wieder drehen könnte – das gelang leider nicht, denn als Allaho unter Druck geriet, sprang er nach links über das Hindernis, verlor Momentum und musste den Sieger ziehen lassen, der auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung noch ordentlich Kraft übrig hatte. Trotzdem konnte Mullins mit seinem Schützling zufrieden sein, der auch nach der Sommerpause in der neuen Saison seine Form halten konnte.

Im Ballymaloe Foods Beginners Chase war Allaho wieder Favorit des Rennens, aber erneut sprang er in einer wichtigen Phase des Rennens nach links und gab dem Sieger zu viel Raum, der Allaho danach auf dem Run In die Tür vor der Nase zu machte, so dass Allaho zu allem Überfluss auch noch seine Linie wechseln musste und weiter an Momentum einbüßte, welches er bis zum Ziel nicht wieder aufbauen konnte. Als erster Start nach einer Pause und in einer neuen Disziplin ging das völlig in Ordnung, aber es war auch klar, dass da mehr kommen musste und die Fehler beim Springen ausgebügelt werden müssen.

Das mit dem Springen lief auch im Book Your Easter Festival Tickets Online @fairyhouse.ie Beginners Chase im Januar 2020 noch nicht so richtig rund, aber für ein Beginners Chase hatte Allaho wie zu erwarten einfach zu viel Klasse und auch wenn er nicht immer auf dem schnellsten Weg über die Hürden sprang, machte er unter Paul Townend 2 Hürden vor dem Ziel alles klar und gewann unangefochten mit mehr als 20 Längen Vorsprung.

Wieder lockte beim dritten Start in der Saison das Cheltenham Festival, dieses Mal in Form des RSA Insurance Novices‘ Chase, welches er sogar als Favorit antreten dürfte. Wer den Text bis hierhin gelesen hat, kann sich schon denken was kommt – das Springen war wieder das Problem. Allaho übernahm an der sechsten Hürde die Führung, prallete aber beim Springen gegen die 12te und geriet ins Straucheln, hielt sich aber im rennen, traf dann erneut die drittletzte Hürde und geriet wieder ins Straucheln und verchenkte auch an der letzten Hürde etwas an Momentum, aber das galt auch für Minella Indo, der wieder mit von der Partie war und Allaho nicht von der Seite wich.

Dass die beiden von Anfang an die Köpfe gegeneinander schlugen hat vermutlich die beiden auch ihren Sieg gekostet, denn 5 oder 6 Längen hinter ihnen ging Champ über die letzte Hürde-  und stürmte auf der Zielgeraden zwischen den beiden Konkurrenten hindurch und gewann das RSA. Das beste Finish des Cheltenham Festivals 2020 und eine absolut unglaubliche Leistung. Allaho und Minella Indo waren einfach zu müde um noch dagegen zu halten und Champ schien nur auf die Zielgerade gewartet zu haben – wow! Unbedingt als Replay ansehen!

Allaho sah man dann erst nach der extra langen Sommerpause wieder, als er im John Durkan Chase im Dezember 2020 auflief, aber das Rennen vergisst man besser schnell. Das was man durch den Nebel sehen konnte waren wieder die typischen Probleme beim Springen und dazu fehlte man ersten Start in der neuen Saison offensichtlich noch die Fitness.

Das besserte sich beim nächsten Start im Dezember im Savills Chase auf Gruppe 1 Ebene ein wenig, als er über 3m zwar wieder nicht sauber sprang, aber immerhin bis zum Ende durchhielt und einen vierten Platz erreichen konnte, wenn auch weit abgeschlagen von den Siegern und den ausbezahlten Plätzen. aber die Form stieg in der Saison weiter an und Allaho gewann danach das Horse & Jockey Chase in Thurles auf Gruppe 2 Ebene – allerdings startete er trotz der beiden Flops in der Saison als Favorit. Klar, das Savills Chase war vielleicht ein bisschen zu lang und im Nebel hat man wenig von ihm gesehen.

Im Horse & Jockey Chase erhielt er eine bequeme Führung und konnte das Feld mit einem eher gemütlichen Tempo über die Strecke führen, um dann mit einem Tempowechsel alles klar zu machen. Elimay ging mit ihm noch über die letzte Hürde, aber Paul Townend spornte Allaho kurz an und der setzte sich willig vom einzigen Verfolger an. Allerdings hat mir der letzte Sprung unter Druck wieder nicht gefallen und die heutigen Konkurrenten werden ihm definitiv das Rennen über zu schaffen machen. Springt er dann wieder so unsauber, wird es sehr sehr schwer – aber er ist noch recht frisch und „unexposed“ in seiner bisherigen Karriere und es würde mich wundern, wenn wir schon alles gesehen haben, zu dem er fähig ist.

Fakir D’oudairies:  Supreme Novices 2019 – viert Platz, Arkle 2020 – zweite Platz, Ryanair 2021 – ? nun die Chancen von Fakri D’oudairies stehen nicht schlecht, auch wenn er keine Chance gegen Chacun Pour Soi im Dublin Chase hatte.

Der Kapgarde Sohn von Trainer Joseph O’Brien ist ein sehr interessanter Starter in diesem Feld. Seine Karriere auf dem Flat war eher überschaubar, über Hürden konnte er allerdings schon zeigen was er kann und einige hoch gehandelte Rennen gewinnen oder fast gewinnen. So gewann er das JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle 2019 mit einem beeindruckenden Lauf nach der drittletzten Hürde, der Rest des Feldes hatte keine Chance sich an seine Fersen zu heften als Fakir D’oudairies sich auf dem Weg zu seinem 13 Längen Sieg machte. Beim Cheltenham Festival 2019 nahm Fakir D’oudairies dann am Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle als Joint Favorite teil, konnte das hohe Tempo aber während des Rennens teilweise nicht mitgehen und geriet ins Hintertreffen. gerade an der drittletzten Hürde wo das Tempo immer weiter anzog  -blieb aber trotzdem dran und holte sich zumindest einen vierten Platz am Ende, was eine gute Leistung in diesem stark besetzten Rennen war. Auch im Gruppe 1 Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle über 2m1f  im April sammelte sich Fakir D’oudairies gegen Ende des Rennens noch einmal und setzte zum Angriff auf Pentland Hills an – und ihn fast noch eingesammelt, aber am Ende fehlte dann doch noch ein Nacken.

Er startete dann noch einen Monat später im AES Champion Hurdle im Mai 2019 über 3219m gegen Fusil Raffles und French Made, musste sich aber erneut mit dem zweiten Platz zufrieden geben, als Fusil Raffles sich auf der Zielgeraden von ihm absetzte, dieses Mal war die Niederlage etwas klarer, aber der zweite Platz war für Fakir D’oudairies trotzdem sicher.

Nach der Sommerpause ging es für Fakir D’oudairies wie für viele seiner Altersgenossen in die Chase Rennen, welche er mit einem Sieg im November im Irish Stallion EBF Chase feiern konnte. Das Rennen war mit Konkurrenten wie Melon extrem hart besetzt und hätte auch gut und gern ein Gruppenrennen sein können, so viele Konkurrenten von guter Klasse hatten sich eingefunden, aber natürlich war der Fokus auf dem Gruppensieger und zweiten des Champion Hurdle 2019 Melon konzentriert. Dieser lief auch ein hervorragendes Rennen, aber am Ende gewann Fakir D’oudairies mit drei Längen Vorsprung und sicherte sich einen wichtigen Chase Sieg. Da war der Gruppe 1  Sieg im Drinmore Novice Chase im Dezember schon fast Nebensache, vor allem nachdem der einzige Konkurrent auf dem Papier, Samcro an der vorletzten Hürde stürzte und Fakir D’oudairies alleine an der Front lies. Nach dem Sturz des Konkurrenten Samcro, der augenscheinlich dabei war ihm ihm das Leben schwer zu machen, ging es nur noch darum die letzte Hürde sauber zu nehmen und das Rennen nach Hause zu bringen.

Den Gefallen taten ihm die Konkurrenten im Racing Post Novice Chase im Dezember nicht, als er gegen Notebook und Laurina ran musste. Laurina war nicht der Rede wert in diesem Rennen und musste früh zurückstecken, aber Notebook erweis sich als harter Konkurrent, der auf der Rückgeraden den Angriff von Fakir D’oudairies annahm und nicht beiseite wich. Im letzten Turn war Royal Rendevouz noch direkt neben Notebook und Fakir D’oudairies, vor der letzten Hürde hatte Notebook sich aber einen kleinen Vorsprung gesichert und besiegelte seinen Sieg über Fakir D’oudairies mit einem schnellen kraftvollen Sprung über die letzte Hürde. Hätte Mark Walsh nicht sein Steigeisen verloren zwischen den letzten beiden Hürden, wer weiß, vielleicht hätte Fakir D’oudairies auch dieses Rennen gewinnen können? Die Frage stellte sich allerdings beim nachfolgenden Savills Chase bei einem Versuch über 3m erst gar nicht, denn da konnte Fakir D’Oudaries keinen Stich landen und musste sich klar geschlagen geben, als er das Rennen an der vorletzten Hürde vorzeitig beenden musste.

Im nachfolgenden Dublin Chase über deutlich kürzere Distanz war Fakir D’Oudaries aber wieder da und konnte sich hinter dem herausragenden und lockeren Sieger Chacun Pour Soi einen guten zweiten Platz sichern. An der letzten Hürde sah es noch so aus, als ob er dem Favoriten Probleme bereiten könnte, aber als Chacu Pour Soi dann Gas gab, war er doch auf und davon und lies den anderen den Kampf um die ausbezahlten Plätze. Fakir D’Oudaries lief besser als von ihm erwartet worden wäre und hat gute Chancen, heute auch wieder unter den ersten Drei zu sein.

Konkurrent Min hatte an jenem Tag einen schlechten Tag erwischt und sprang so schlecht, dass er vorzeitig aus dem Rennen genommen wurde. Das könnte heute natürlich anders sein.

Min Der Titelverteidiger aus dem letzten Jahr – nur ein Nacken trennte ihn am Ende von Saint Calvados in einem der spannendsten Rennen des letzten Festivals und die Frage ist – kann er es erneut schaffen? Antwort in kurz: Ja, kann er – aber es wird nicht einfach und sein letztes Outing war miserabel. Wenn das die Vorzeichen für das diesjährige Festival sind, dann gute Nacht. Aber der Lauf war meiner Meinung nach nicht repräsentativ und wenn man sich die Quoten so anschaut, bin ich damit nicht alleine

Der Walk In The Park Sohn ist ein weiterer Starter vom irischen Erfolgstrainer Willie Mullins, der in Frankreich geboren und trainiert wurde. Nach einigen erfolgreichen Starts über Hürden konnte Min sich im Jahr 2016 beim Festival mit einem zweiten Platz hinter Altior im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle platzieren. Nach der Sommerpause wechselte Min wie erwartet die Disziplin und startete nun in den Chase Rennen.

Erst 11 Monate später konnte Min wieder auf die Rennstrecke zurückkehren, wobei das erste Rennen in Gowran Park kein Maßstab war. Gerade einmal zwei Gegner liefen in dem Handicap auf, dementsprechend locker war der Sieg aber auch. Wieder war es der Dezember, in dem der erste richtige Test der Saison folgen sollte. Gegen Simply Ned gewann Min zwar mit einem Nacken im Paddy’s Rewards Club Chase, behinderte den Zweiten allerdings auf der Zielgeraden und wurde daher auf den zweiten Platz degradiert. Der schnelle Untergrund lag ihm offensichtlich nicht und er sehnte sich nach dem weichen Boden, der normalerweise im Winter in England vorherrscht und die er im Coral Dublin Chase im Februar auch bekommen sollte. Dabei trat er erneut gegen Simply Ned an, wurde aber im Vorfeld schon klar als Favorit gehandelt und wurde diesen Erwartungen mit einem 12 Längen über Simply Ned auch komplett gerecht. Min fühlt sich auf weichem Boden extrem wohl und hätte Altior im Queen Mother Chase einiges zu denken geben sollen. Der Favorit deklassierte das Feld aber nach belieben und auch wenn Min sich gut halten konnte und vor God’s Own und Politologue ins Ziel kam.

Im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase musste sich Min mit Un De Sceaux und Douvan messen, und hatte gegen die beiden führenden Chaser keine Chance. hatte aber in der Saison durchaus bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn es um die großen Rennen geht.

Mit der guten Saison im Rücken konnte der Trainer zufrieden mit der Leistung seines Schützlings sei, Mullins tat aber das was er immer tat und konnte in der Sommerpause noch  einmal deutlich mehr aus Min herausholen. Das konnte man dann beim Saisondebüt im Gruppe 1 Punchestown Chase bewundern, als Min gegen gleichwertige Konkurrenz wie Shattered Love und Balko Des Flos trotz schwierigen Rennverlaufs obsiegte.

Min war an der vorletzten Hürde von den Gegnern in die Zange genommen worden und musste ihre Linie wechseln um ihren Schlusssprint ansetzten zu können. Min fand eine Lücke an der Innenseite und konnte sich dort unter einem harten Ritt gegen Shattered Love durchsetzen, die nach dem Zusammenstoß ebenfalls ein wenig an Momentum verloren hatte, aber sich auf der Zielgeraden gut erholt hatte.

Danach ging es für Min als klare Favoritin in das mit nur vier Starterinnen besetzte Ladbrokes Dublin Chase, wo Min als klare Favoritin starten konnte. Ordinary World, Castlegrace Paddy und Saint Calvados waren alles keine Gegner für Min, die in der letzten Kurve auf die Führenden aufschloss und die Führung fast mühelos übernahm, bis sie sich locker vom Rest des Feldes absetzten konnte und mit 6 Längen Vorsprung gewann.

Diese Leistung war für das Festival eine starke Ansage, allerdings war Altior eine ganz andere Hausnummer und gewann das Champion Chase mit Leichtigkeit gegen Politologue, während Min keine Chance hatte mit den Siegern mithalten zu können.

Im Gruppe 1 JLT Chase deklassierte Min dann allerdings den zweiten des Champion Chase (Politologue) und gewann mit 20 Längen Vorsprung, die 700m mehr waren definitiv gut für Min und er konnte sich den dritten Gruppe  1 Sieg in der Saison 2019 sichern.

Noch im selben Monat reduzierte er die Distanz dann noch einmal auf die Champion Chase Distanz von knapp 3200m, musste sich dort im Irish Champion Chase aber erneut geschlagen geben – dieses Mal war es Un de Sceux der ihm den Tag verdarb, wenn auch nur mit 4 Längen Vorsprung- Min hielt einen klaren zweiten Platz, und es waren gut 38 Längen bis zum Dritten des Rennens.

Min ging danach in die Sommerpause, konnte aber auf eine erfolgreiche Saison mit drei Gruppe 1 Siegen zurückblicken und suchte sich gleich das nächste Gruppe 1 Rennen für sein Debüt in der neuen Saison aus – genau wie das letzte Mal im Jahr 2019 –  und wie ihm letzten Jahr gewann Min das Rennen, dieses Mal allerdings wieder recht knapp, denn Hardline lief ein herausragendes Rennen auf dem zweiten Platz  und vor der letzten Hürde war nicht sicher wer von beiden  am Ende den Sieg davontragen würde. Der letzte Sprung von Hardline war unter dem Druck seines Jockeys leider nicht ganz sauber und er gab Min damit das Rennen.

Im nachfolgenden Gruppe  1 Dublin Chase in Leopardstown musste Min zeigen, dass er gegen seinen Stallgefährten Chacun Pour Soi bestehen kann, der von seinem Trainer Willie Mullins eine Menge Vorschusslorbeeren bekommen hatte – und überraschend Min auch auf einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz verbannen konnte. Min versuchte verzweifelt vor der letzten Hürde den Rückstand auf den front laufenden Chacun Pour Soi aufzuholen, hatte aber keine Chance selbst mit einem sauberen Sprung an der letzten Hürde, denn der Konkurrenz war an dem Tag einfach in zu guter Form und konnte sich auf der Zielgeraden weiter absetzten.

Min war trotzdem einer der Favoriten für das Ryanair Chase beim Cheltenham Festival, und auch wenn es ihm am Ende schwer fiel, den letzten Angriff von Saint Calvados abzuwehren. Der war 50m vor dem Ziel noch gut eine Länge hinter Min, baute aber immer mehr Momentum auf und zog noch heran, aber die Ziellinie kam gerade rechtzeitig für Min, um den ersten Sieg beim Cheltenham Festival feiern zu können.

Danach kam eine lange Pause, die durch die Corona Krise und damit dem Wegfall er meisten Rennen im April noch länger wurde als eigentlich geplant. Nach dem Sieg beim Ryanair Chase machte Min erst wieder im Dezember 2020 auf sich aufmerksam, als er auf schwerem Boden bei seinem Saisondnebüt das Gruppe 1 John Durkan Memorial Punchestown Chase gewann. Die Pause steckte ihm noch ein bisschen in den Knochen und das Wetter machte ihm sichtlich Probleme, war es doch so nebelig, dass die Sicht für alle Teilnehmer merklich eingeschränkt war. So ganz erkennen was sich in dem Rennen abspielte konnte man leider nicht, man sah nur dass Tornado Flyer und Min zusammen über die letzte Hürde gingen und den Rest des Feldes weit hinter sich gelassen hatten, Min kämpfte gegen den Konkurrenten beim Run In mit viel Herz an und gewann ein weiteres Gruppe1 Rennen mit der Taktik, die er am besten kann – mit einem harten Kampf und guten Sprüngen rund um, so weit man das bei dem Nebel beurteilen konnte.

Nun waren es im Februar im Ladbrokes Dublin Chase aber genau die Sprünge – eigentlich eine Stärke von Min – die das Problem waren. Min sprang so schlecht, dass Patrick Mullins ihn lieber vorzeitig aus dem Spiel nahm, um weiteren Schaden und einen Sturz zu vermeiden. Die Form dieses Jahr sieht nicht wirklich überragend aus und die Konkurrenz in diesem Feld ist stark…. die Titelverteidigung wird alles andere als leicht, dafür lockt die Quote auf Min.

Samcro: Gordon Elliot hat mit dem Germany Sohn einen der interessantesten Starter des Feldes, auf dem schon im Jahr 2018 die Hoffnungen beim Cheltenham Festival lagen – und wo er seine beeindruckende Siegesserie fortsetzen konnte. Samcro hatte sich bis zum Cheltenham Festival nicht einen einzigen Aussetzer geleistet und gewann das Ballymore Novices‘ Hurdle – gegen Black Op überzeugen, seine ungeschlagene Bilanz litt danach im Punchestown Champion Hurdle im April allerdings, wo er stürzte und damit seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden konnte. Ein Sturz wie dieser ist immer ein traumatisches Ereignis und es ist kein Wunder das die Saison danach beendet wurde, nachdem die Saison ohnehin nicht mehr lang war und es danach nur noch wenig interessante Rennen gab. Aber dieser Sturz täuscht nicht über die Leistungen von Samcro in seiner bis dato tadellosen Kariere hinweg und danach konnte Samcro nie wieder eine solche Serie von Siegen ansammeln, kann aber immer noch in den besten Rennen bestehen, wenn er einen guten Tag erwischt.

Samrco begann seine Karriere im April 2016 und wechselte über die Sommerpause zu Gordon Elliot, der ihn nach einem erfolgreichen Saisonstart auch gleich in einem Listed Rennen in Navan auflaufen lies. Dann allerdings lies der Trainer sämtliche Vorbereitung für das Festival aus und lies Samcro in dieser Saison nur noch ein Rennen in Punchestown im April 2017 absolvieren. Auch dieses NHF Rennen gewann er mit Leichtigkeit, was ihn für sein Maidenrennen über Hürden im Oktober auch zum klaren Favoriten machte. Auch die neue Disziplin hielt keine Schrecken für ihn bereit und Samcro gewann gegen Minds’Eye mit lockeren 15 Längen Vorsprung. Nur einen Monat später setzte er im Gruppe 3 „Monksfield“ Novice Hurdle nach und deklassierte Jetz mit 12 Längen. Die Konkurrenz war bisher eher von moderatem Niveau gewesen und man war gespannt, wie er sich wohl in einem besser besetzten Rennen schlagen würde. Samcro startet wie einige der heutigen Konkurrenten daraufhin im Deloitte Novice Hurdle, nur um gegen Konkurrenten wie Real Steel, Sharjah, Duc Des Genievres und Debuchet einen weiter äußerst lockeren Sieg einzufahren. Gerade Sharjah hatte beim Rennen zuvor einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, als er im Paddy Power Future Champions Novice Hurdle an der letzten Hürde wie der sichere Sieger aussah, dann aber stürzte. Samcro hat danach auch im Ballymore Novices‘ Hurdle seine Konkurrenten deklassiert und gerade der zweite des Rennens, Black Op, hat danach mit seinem Sieg im Mersey Novices‘ Hurdle der Form noch mal ordentlich einen Boost gegeben.

Im Punchestown Champion Hurdle auf Gruppe 1 Ebene lief es dann mit dem Sturz an der drittletzten Hürde alles andere als nach Plan – dabei war er weit vorne mit dabei und hätte das Rennen locker gewinnen können. Er kehrte nach der Sommerpause auf geringerem Niveau im WKD Hurdle, wo er über 2m allerdings über eine ungute Distanz startete und auf den letzten Metern nicht mehr anziehen konnte. Aus der Sommerpause kam er mit einem Start im Gruppe 2 WKD Hurdle zurück, wo er seinem Favoritenstatus noch nicht ganz gerecht werden konnte und sich am Ende dem stark auflaufenden Bedrock geschlagen geben musste.

Gegen Buveur D’Air hatte Samcro dann im Fighting Fifth Hurdle 2018 keine Chance und musste sich klar mit 8 Längen geschlagen geben, und auch Ende des selben Monats im Ryanair Hurdle hatte er keine Chance gegen die Konkurrenz und Gordon Elliot nahm ihn für den Rest der Saison aus dem Spiel, so startete er weder beim Cheltenham Festival noch später in Aintree, sondern erst im November 2019 im Advanced NI Beginners Chase.

In der neuen Disziplin machte Samcro einen hervorrageden Eindruck und schlug die schwache Konkurrenz mit 17 Längen, allerdings wurde danach im Gruppe 1 Drinmore Novice Chase klar, dass er immer noch teilweise Probleme beim Springen hat, als er an der letzten Hürde stürzte und das Rennen damit Fakir D’oudairies schenkte, der wohl starke Probleme bekommen hätte, Samcro auf der Zielgeraden auf Abstand zu halten. Das Problem hatte Faugheen im Gruppe 1 Matchbook Betting Exchange Novice Chase danach nicht, sondern schlug Samcro mit gut 10 Längen durch seinen starken Schlusssprint auf den letzten Metern des 2m3f Rennens auf schwerem Boden.

Beim erneuten Duell mit Faugheen mit Marsh Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival setzte sich Samcro in einem spannenden Rennen gegen Melon und Faugheen am Ende durch. Er war zeitweise weit außen in dem Feld gelaufen, hatte sich aber rechtzeitig an die Spitze des Feldes gesetzt und Faugheen von dort vertrieben, gab an der letzten Hürde aber mit einem suboptimalen Sprung die Führung an Melon ab, kämpfte sich aber wieder heran und gewann am Ende mit eine Nase gegen Melon – was ein Rennen!

Das Saisondebüt absolvierte er im Gruppe 2 Lough Construction Ltd. Chase und belegte da einen dritten Platz, nachdem ihm beim Run In ein wenig die Puste ausging.

Samcro wurde danach ein wenig geschont und startete nur einmal im Dezember 2020 im Savills Chase, lief aber nach der weiteren Pause nicht zur Form auf und beendete das Rennen nicht, sondern wurde relativ schnell aus dem Rennen genommen, nachdem Samcro sich im hinteren Bereich des Feldes eingefunden hatte und von dort niemals nach vorne kam – die Fitness war einfach nicht da.Im März wechselte er von Gordon Elliot kurzfristig zu Denise Foster und seine Form ist kaum richtig einzuschätzen nach nur zwei Starts und mehr oder minder zwei Flops in Folge.

Melon: Der Medicean Sohn ist  ein weiterer erfolgreicher Import aus Frankreich für  seinen Trainer Willie Mullins und wurde bereits 2015 nach Irland geholt, machte aber erst im Januar 2017 im Marquees Maiden Hurdle im Leopardstown sein Debüt.

Er gewann das 3291m Rennen auf gutem Untergrund mit Leichtigkeit gegen die durchaus solide Konkurrenz und hinterslies bereits bei der ersten Sichtung einen sehr guten Eindruck.

Die Form war noch schwer zu greifen vor dem Start im Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2017, trotzdem reichte die Reputation seines Trainers zusammen mit der Wahl von Ruby Walsh aus, um ihn als Favoriten zusammen mit Ballyandy in das Rennen starten zu lassen.
Er wurde dann im Endeffekt nur von dem überraschend stark auftretenden Labaik geschlagen und setzte sich vom dritten, River Wylde, mit über sechs Längen ab, was eine hervorragende Leistung war. Nur bei der letzten Hürde lief es nicht ganz rund für Melon und er verlor an Momentum, während Labaik an Tempo immer mehr aufnahm und auf den letzten hundert Yards locker davonzog, was das Rennen entschied.

Danach startete Melon als Favorit in das Herald Champion Novice Hurdle auf dem Kurs in Punchestown in Irland, wo er allerdings von seinem Stablemate Cilaos Emery knapp geschlagen wurde, der auf der Zielgeraden nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig hatte. Nach der Sommerpause zeigte sich Melon allerdings wieder vollständig erholt und konnte im Gruppe 2 WKD Hurdle die versammelte Konkurrenz zwischen den beiden letzten Hürden abschütteln. Unter anderem schlug er dabei Mick Jazz und Coquin Mans, so dass es kein wunder war, dass er auch im Unibet International Hurdle in Cheltenham einige Wochen später als Favorit auflaufen sollte. Dort konnte er allerdings gegen The New One und My Tent Or Yours nicht viel ausrichten und musste sich knapp 2 Längen hinter dem Sieger einreihen, was aber trotzdem eine sehr solide Leistung gewesen war. Schließlich hatte der Favorit einige Kilo weniger zu tragen und der Untergrund war recht aufgeweicht gewesen, was es Melon erschwerte zu vollem Potential aufzulaufen. Auch für Melon folgte der erste richtige Test dann im Irish Champion Hurdle gegen Faugheen und Supasundae, dieses Mal konnte Melon aber nicht auftrumpfen und zeigte zu viele Schwächen, um am Ende über den etwas enttäuschenden fünften Platz hinaus zu kommen.

Im Champion Hurdle Trophy darauf gab er aber dem haushohen Favorit Buveaur D’Air mächtig was zu tun und es hat nicht viel gefehlt und Melon hätte fast für eine haushohe Überraschung gesorgt. Sowohl der Kurs in Cheltenham schien ihm zu liegen als auch der weiche Untergrund, den er dort vorfand. Buveur D’Air hingegen fehlte seine bisherige Leichtigkeit und konnte nicht den beeindruckenden Show liefern, die von ihm erwartet worden war, sondern musste ganz klassisch mit einem Arbeitssieg vorlieb nehmen.

Melon startete danach im Gruppe 1 Punchestown Champion Hurdle im April und sollte dort eigentlich um den Sieg mitlaufen, kam aber am Ende zu Fall als er gerade dabei den zweiten Platz zu erkämpfen und auf den Führenden aufzuschließen. Melon sah wieder wie eine Große Gefahr für den Rest des Feldes aus und es war schade das er bei seinem Saisonabschluss fiel, denn nach der Sommerpause, als er im Dezember wieder kam, lief es nicht gerade rosig für Melon.

So scheiterte er beim Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Sharjah und Supasundae relativ deutlich und schien noch nicht seinen alten Rythmus zu finden, allerdings war der Boden in diesem Rennen auch schneller als alles, was er bisher so angegangen war und schneller Boden schien ihm nicht so zu liegen. Auch zwei Monate später im BHP Irish Champion Hurdle bekam er wieder nur gut bis weichen Boden serviert und wieder ermüdete Melon vorzeitig.

Er scheint aber definitiv eine Vorliebe für das Cheltenham Festival zu haben, denn wie schon im Vorjahr steigerte sich seine Form mit einem zweiten Platz im Champion Hurdle, allerdings hatte er nie die Chance an Wpsior D’Allen heranzukommen, der ihn locker mit 15 Längen abservierte, während Melon hart kämpfen musste um seinen zweiten Platz zu verteidigen, denn Silver Strek und Laurina saßen ihm im Nacken.

Im Gruppe 1 Aintree Hurdle im April stürzte er leider, startete dafür aber noch einmal in der alten Saison im Mai im Gruppe 1 Punchestown Champion Hurdle – und wurde glatt letzter der sieben Teilnehmer. Willie Mullins war überzeugt, dass Melon besser ist als er in der Saison zeigen konnte und das er der erste Sieg in Griffweite ist, und lies ihn noch einmal im Mia im Grande Course d’Auteuil in Frankreich starten. Auch in diesem Gruppe 1 Rennen hatte Melon allerdings keine Chance und belegte erneut den letzten Platz, die Saison 2019 war damit eine zum Vergessen abgesehen von zweiten Platz im Champion Hurdle

Nach der Sommerpause ging es in das Irish Stallion EBF Chase und damit das erste Mal in ein Chase Rennen, welches Melon hinter dem hoch talentierten Fakir D’oudrairies mit einem guten zweiten Platz beendete. Das zweite Chase Rennen über 3420m Rennen in Form des Paddy Power Beginners Chase gewann Melon dann gegen Gallant John Joe, allerdings musste er sich in seinem ersten Chase Gruppenrennen in Form des ERSG Arkle Novice Chase im Februar klar geschlagen geben und das gegen Notebook, der beim Cheltenham Festival am ersten Tag nicht den besten Eindruck hinterlassen hatte, was ein Grund zur Sorge war im Hinblick auf seinen Start im Marsh Novices Chase.

Das Gruppe 1 Rennen war mit Faugheen und Samcro sehr stark besetzte und der Sieg blieb Melon zwar verwehrt, allerdings denkbar knapp. Samcro ging als erster über die letzte Hürde und zog ein kleines Stück vor Melon, der im an den Hufen klebte, der sammelte sich aber und zog am Innengeländer gleich, und dann kurz vor Samcro, der aber ebenfalls Kontra gab und sich mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie schob.

Klasse Rennen und ich war sehr gespannt was in der neuen Saison so von Melon kommen würde – war aber ein wenig überrascht, dass sich konsequent an Rennen über 4000m gehalten wurde, wo doch das beste Rennen knapp unter 4000m produziert wurde. Im Gruppe 1 John Durkan Chase lief er deutlich besser mit seinem dritten Platz als nach der Pause erwartet worden wäre, das selbe galt für das Savills Chase im Dezember wo er mit einem dritten Platz unter 2 Längen Rückstand erneut deutlich besser lief als seine Quote hatte vermuten lassen. Mit fast 5000m Distanz war danach das Gruppe  1 Irish Gold Cup Rennen auf weichem Boden vielleicht ein wenig zu viel für Melon, der zunehmend ermüdete und mir gefällt der Rückschritt auf die 4100m hier sehr sehr gut!

Chris’s Dream: Der Mahler Sohn von Henry De Bromhead wurde bereits 2014 kastriert, bestritt aber erst 2016 sein erstes Rennen in Punchestown.

Das NHF Rennen war nicht der Rede wert, dafür gewann er aber das maiden Point To Point Rennen im Dezember mit 5 Längen Vorsprung locker und bewies da über die 3m gute Ausdauer. Im April 2017 scheiterte er dann erneut in einem NHF Rennen in Cork über 2m3 und in Thurles nach der Sommerpause über 2m. Vielleicht war das ein wenig zu kurz für ihn, oder zu schnell – denn auf schwerem Boden im November 17 zeigte er pber 2m3f eine deutlich gesteigerte Form bei einem Maidenhurdle, welches er auf einem zweiten Platz abschloss, bevor er im Dezemebr 17 sein Maidenrennen über die selbe Distanz im Limerick gewinnen konnte. Damit wechselte er dann auch von Eugene O’Sulivan zu Henry De Bromhead, der ihn im Februar 2018 in das Gruppe 3 Surehaul Mercedes-Benz Novice Hurdle in Clonmel schickte ö- mit durchschlagendem Erfolg.

Für die Quote von 4/1 gewann Chris’s Dream am Ende mit 64 Längen Vorsprung und bewies damit, dass der Rest des Feldes in keiner Weise die Form für ein Gruppenrennen hatte, Chris’s Dream hatte allerdings auch nicht die Form um dann im März 2018 im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle tatsächlich um dem Sieg mitlaufen zu können. Er verlor zu allem Überdruss auch noch eines seiner Hufeisen, was sicher bei dem gut besetzten Rennen nicht half, aber etwas mehr hätte er sich sicher schon erwartet. Er beendete die Saison und kam erst sehr spät, nämlich nach 267 Tagen Pause im Dezember 2018 zurück zur Rennstrecke, wo er in Navan sein erstes Chase Rennen lief und mit einem 3 Längen Sieg abschloss.

Chris’s Dream schien mit der neuen Disziplin glücklich zu sein, denn er gewann nicht nur dieses Rennen, sondern belegte auch einen einen zweiten Platz im nachfolgenden Gruppe 3 Naas Racecourse Business Club Novice Chase, wo er sich mit dem Sieger Ballyward ein spannendes Duell lieferte. Im Februar gewann er dann knapp das 3m Ladbrokes Acca Boosty Ten Up Novice Chase Gruppe 2 Rennen in Navan und hätte sicher am Festvial teilnehmen können, lies dieses aber lieber aus und ging in das Gruppe 1 Betway Mildmay Novices‘ Chase beim Aintree Grand National Festival. Das Rennen wurde am Ende aber von Lostintranslation dominiert und Chris’s Dream hatte Probleme das Tempo auf den letzten Metern über die 3m1f auf weichem Boden noch mitzugehen und verlor zunehmend an Boden und beim nächsten Versuch über 3m im Dooley Insurance Group Champion Novice Chase musste er sogar vorzeitig die Segel streichen und beendete das Rennen nicht.

Nach der Sommerpause startete Chris’s Dream dann wieder in einem 3m Rennen, allerdings gegen deutlich leichtere Konkurrenz, die trotz des Gewichtsvorteils gegen den Favoriten diesem am Ende nichts entgegen zu setzen hatte. Im Februar 2020 gewann er dann noch das Gruppe 2 Red Mills Chase in einem spannenden Duell gegen Shattered Love, und obwohl die 2m4f auf schwerem Boden ihm zu liegen schienen, steigerte er die Distanz für den Start beim Festival erneut und lief im Magners Cheltenham Gold Cup Chase über 3m2f auf – eine durchaus interessante Entscheidung auf dem schnelleren Boden, die sich allerdings nicht bezahlt machte und nur mit einem abgeschlagenen zehnten Platz beendet werden konnte.

Sein Saisoneinstieg in die Saison 20/21 gelang ihm in Down Royal im Champion Chase mit einem sehr guten zweiten Platz recht zufriedenstellend. Chris’s Dream ging als erster über die letzte Hürde, konnte aber den Angriff von Storyteller auf der Zielgeraden nicht mehr abwehren, sondern musste sich mit einem Nacken geschlagen geben. Vielleicht fehlte ihm ein bisschen die aktuelle Fitness auf den letzten Metern, aber auch im nachfolgenden John Durkan Chase im Dezember floppte Chris’s Dream, und keiner weiß so richtig warum, auch weil das Rennen sprichwörtlich im Nebel stattfand und man nur wenig vom Rennen gesehen hat.

Ich denke er ist deutlich besser als er dort gezeigt hat, aber er floppte bei den beiden letzten Festivals und ich denke nicht, dass gerade heute sein Revival stattfindet. Aber Augen auf für das nächste Rennen!

Mister Fisher: Der Jeremy Sohn von Trainer Nicky Henderson ist der einzige  Starter des Trainers in diesem Rennen und alles andere als zu verachten.

Der Trainer hat Mister Fisher schon von Anfang an unter Vertrag und gewann mit ihm gleich den ersten Start in seiner Karriere in Kempton und schickte ihn danach auf Gruppe 2 Ebene als einer der Favoriten in das Gruppe 2 Weatherbys Racing Bank Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree, wo auch Al Dancer mit von der Partie war. Das Rennen war noch ein wenig zu viel für Mister Fisher und sein Trainer schickte ihn nach der Eingewöhnung auf dem Flat in eine 208 Tage Pause und die Hürdenrennen in der neuen Saison.

Der Einstand war schon sehr vielversprechend mit einem zweiten Platz nur einen kurzen Kopf hinter dem Sieger  Ecu De La Noverie. Mister Fisher fürhte sogar 100m vor dem Ziel, wurde aber knapp vor der Ziellinie doch noch eingeholt und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Beim zweiten Start in der neuen Saison, dem 32Red Casino Novices‘ Hurdle lief es dann schon besser, als er Rouge Vif über 2m auf gutem Untergrund in die Schranken weisen konnte. Dabei  war vor allem der Sprung an der letzten Hürde bemerkenswert, als Mister Fisher schon an der Front war und mit dem gewaltigen Satz den Sack zu machte.

Er traf in diesem Rennen auf einige der heutigen Konkurrenten wie Rouge Vif, The Big Bite oder Thomas Darby und hatte die Konkurrenten alle sicher in der Tasche. Seine gute Form unterstrich er noch mit einem Sieg in Kempton im Gruppe 2 Rossington Novices‘ Hurdle, wo er als Favorit das Rennen am Ende mit 2 Längen gewann. Er hatte an der vorletzten Hürde einen etwas seltsamen Sprung eingebaute und hatte auf der Zielgeraden mehr mit dem Front Runner zu schaffen als es bei den Hürden zuvor den Anschein erweckt hatte und das Cheltenham Festival 2019 kam vielleicht ein wenig zu früh. Er baute seine Form aber nach dem Wechsel in die Chase Rennen im November 19 weiter aus und gewann nach einem zweiten Platz in Warwick im November und einem Sieg im Dezember im Ryman Novices‘ Chase das Gruppe  2 Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase im Januar mit einer starken Leistung gegen Al Dancer. Die Distanz von 2m schien ihm zu liegen, trotzdem ging es im Cheltenham Festival über 2m4f im Marsh Novices‘ Chase und die Distanz könnte eine Rolle darin gespielt haben, dass Mister Fischer zwar einen guten vierten Platz erreichen konnte, aber nach der letzten Hürde nicht die Power hatte, um mit den ersten Drei mitzugehen.

Aber auch nach der nächsten Sommerpause zur Saison 20/21 blieb Mister Fisher bei der Distanz von 2m4f mit dem Saisonziel beim Cheltenham Festival im Blick. Beim ersten Rennen im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase verlor er noch eines seiner Hufeisen und musste nach einigen schlechten Sprüngen aus dem Rennen genommen werden, aber ohne solche Schicksalschläge gewann Mister Fisher sein zweites Rennen in Form des Gruppe 2 Fitzdares Club Loves The Peterborough Chase, mit einem starken Lauf nach der letzten Hürde. Zwar trennte ihn nicht so viel von Kalashnikov, aber der Lauf war stark und ich traue ihm viel zu!


18.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Ballymore Novices Hurdle – Pick: Envoi Allen

Pferderennen in England

14:20 Marsh Novices Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.976 m  |  Preisgeld: 150.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Wieder ein Novice Rennen mit klarer Rollenverteilung und klarer Favoritenrolle für Envoi Allen, aber es ist auch klar – Envoi Allen ist ungeschlagen und Trainer Gordon Elliot gewann in einem Kanter letztes Jahr das Ballymore Novices Hurdle beim Festival mit ihm. Gelingt ihm das 2021 auch in einem Chase Rennen? Nun, schaut man auf die letzten vier Rennen, dann ja, auf jeden Fall! Warum Gordon Elliot ihn hier nicht trainiert… nun da gab es so einen Vorfall mit einem Foto auf einem toten Pferd, und Elliot hat fast alle seine Pferde daraufhin verloren. Aber das ist eine andere Geschichte, und ehrlich gesagt – selber schuld!

Die Rennpferde im Einzelnen:

Envoi Allen: Der Muhtathir Sohn von ehemals Gordon Elliot, und nun Henry De Bromhead hat sich in seiner Karriere bisher komplett schadlos gehalten und jedes seiner Rennen gewonnen, dementsprechend sind die Hoffnungen für das Festival hier hier erneut hoch -schließlich hat Gordon Ellito letztes Jahr hier das Ballymore Novice Hurdle mit Envoi allen gewinnen können und der Start in die Chase Rennen verlief richtig gut in dieser Saison.

Die Karriere von Envoi Allen begann im Februar 2018 auf dem Kurs in Ballinaboola in einem PTP Rennen, welches er gleich einmal mit zehn Längen Vorsprung gewinnen konnte. Er führt das kleine Feld früh an und sprintete 4 Furlong vor dem Ziel den Verfolgern davon. Der Einstand in die Rennszenen war damit mehr als geglückt, Envoi Allen hatte zeigen können, dass er mehr als talentiert ist 301 Tage sollte es dauern, bis wir Envoi Allen wieder sehen sollten, erst dann startete er in Fairyhouse in einem NHF Rennen für die Vierjährigen, und wieder konnte Envoi Allen zeigen, was er kann. Envoi Allen ging das Rennen dieses Mal anders an und blieb zunächst im hinteren Bereich des Feldes und lies sich bis 2f vor dem Ziel Zeit, um seinen Angriff anzusetzen und am Ende wieder locker zu gewinnen.

Mit dem erfolgreichen Saisoneinstieg ging es danach in das Future Champions Flat Race auf Listed Ebene, welches Envoi Allen trotz besserer Konkurrenz als klarer Favorit bestritt und wie erwartet am Ende auch locker gewinnen konnte. Midnight Run war der engste Verfolger auf dem letzten Furlong, allerdings ohne die Chance sich an die Fersen von Envoi Allen zu heften, der mit vier Längen Vorsprung gewann und danach das Gruppe 2 Matheson (C & G) I.N.H. Flat Race in Leopardstown ins Auge fasste.

Das Gruppenrennen war für Envoi Allen ein echter Test, auch wenn auf dem Papier zunächst kein klarer Konkurrent für ihn auszumachen war, allerdings gab es gleich eine ganze Reihe wie Meticulous, Emittered oder Beacon Edge, die nur sehr wiederwillig nachgaben und Envoi Allen musste von Mr J J Codd hart angetrieben werden, um seinen Vorsprung bis zum Ziel halten zu können. Für einen haushohen Favoriten war das ein ziemlich mühseliger Lauf und seine Chancen für das Weatherbys Champion Bumper waren im Vorfeld als nicht mehr ganz so überragend eingeschätzt worden – Envoi Allen startete beim Cheltenham Festival immer noch als Favorit, allerdings saßen ihm andere Starter wie Blue Sari quotentechnisch Eng im Nacken, nachdem dieser zuvor die Konkurrenz in einem wertvollen NHF Rennen deklassiert hatte.

Vor dem Rennen sah Envoi Allen fantastisch auf, stark, groß, kräftig und mehr als bereit im nächsten Jahr die Hindernisse anzugehen, aber vorher war da noch das kleine Problem des Champion Bumpers der vor Envoi Allen bevorstand. In dem Rennen lief Envoi Allen außen im Feld an de Seite der Tribüne, das große Feld war aber ohnehin weit über die Strecke verteilt und dicht gepackt, so hatte Envoi Allen wenigstens freie Bahn und wurde beim Schlussssprint nicht behindert. Den konnte er ansetzten, als Abracardabra an der Front die Kraft ausging und bevor sein härtester Verfolger Blue Sari zur Verfolgung ansetzte, was ihm die notwendige Länge Vorsprung einbrachte, die Envoi Allen bis zum Ziel unter hartem Ritt von J J Codd aufrechterhalten konnte.

Mit dem Erfolg im größten und wichtigsten Bumper ging es in die Winterpause, die Envoi Allen in der Saison 2019/20 mit einem Start im Tayto Group Maiden Hurdle in Down Roayal im November beendete. Dort konnte er wenig überraschend einen weiteren lockeren Sieg feiern und sich danach voll auf das Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle im Dezember 2019 konzentrieren, in dem er erneut als Favorit gegen seinen alten bekannten Abracadabras rand musste.  Der Konkurrent flog an der letzten Hürde heran, erwischte aber nicht den besten Sprung und Envoi Allen konnte nach dem letzten Sprung noch einmal mehr aus sich heraus holen und sich knapp anderthalb Längen absetzten.

Vor dem Festival nahm Envoi Allen dann noch am Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle teil, welches im Januar 2020 stattfand. Es gab einige alte Bekannte in dem Rennen, aber die meisten hatte Envoi Allen zuvor schon deklassieren können und der Lauf war trotz Gruppe 1 Niveaus mehr Trainingslauf als echte Herausforderung. Besonders hoch sprang Envoi Allen über die Hindernisse meist nicht, dafür waren die Sprünge schnell und nach Aufforderung seines Jockeys Davy Russel schloss er schnell auf den Front Runner Elixir D’ainay auf und setzte sich am Ende souverän ab. Kleiner Wermutstropfen war, dass Envoi Allen eine Weile angetrieben werden musste bevor er sich fast 4 Längen absetzten konnte, dafür war der Sieg aber sehr souverän und er setzte mit seiner Form aus der Saison 19/20 klar das Niveau für das Saisonfinale im Ballymore Novices Hurdle.

Für die Beobachter war das Rennen beim zuschauen spannender, als es am Ende war – was das heißen soll? Nun, das Feld war dicht gepackt und The Big Getaway sah 2 Hindernisse vor dem Ziel noch verdammt stark and er Front aus, wie er dort die Hindernisse anging und kraftvoll voranschritt. Easywork zog neben ihm gleich, während Envoi Allen dahinter nicht ganz so überzeugend aussah und scheinbar einen schweren Tag erwischt hatte. Da sah das Rennen och komplett offen aus. Davy Russel musste zur Peitsche greifen, als Envoi Allen beim Einbiegen in die Zielgerade 4 Längen auf den Front Runner verlor und scheinbar den Anschluss zu verlieren schien. Der Klapps mit der Peitsche schien Envoi Allen aber zu motivieren und er zog noch vor dem letzten Sprung mit den anderen gleich und setzte sich dann beim Run In sogar noch 4 Längen vom Rest ab. Scheinbar hatte Envoi Allen zuvor einfach keine wirklich Lust gehabt zu haben?

Dann kam die Sommerpause und der Wechsel in die Chase Disziplin. Vielleicht hätten wir ihn noch ein paar Mal bewundern dürfen in den Hürdenrennen in der letzten Saison, wenn Corona nicht zugeschlagen hätte und die Saison praktisch von selbst beendet hat.

Der Neu-Chaser von Gordon Elliot hatte zu Beginn des Oktobers einen erfolgreichen Start in die neue Saison feiern können – und damit auch seinen erst Sieg in einem Chase Rennen. Der gelang in dem Beginner Chase erwartungsgemäß recht einfach, aber Envoi Allen legte danach in Fairzhouse im Drinmore Novice Chase auf Gruppe 1 Ebene gleich noch einmal nach.

Weicher Boden, knapp 4023m und auf dem Papier wenig echte Konkurrenz resultieren in einem überzeugenden Sieg von Envoi Allen, der damit immer noch ungeschlagen ist. Envoi Allen übernahm bei schönem Sonnenschein in Fairyhouse die Führung des Feldes und setzte sich mit Assemble gut zwei Längen vor den Rest des Feldes, 7f und 5 Hürden vor dem Ziel wurde dann das Feld etwas dichter gepackt und bis zum Einbiegen in die Zielgerade und 800m vor dem Ziel änderte sich auch nichts daran, Envoi Allen sprang seine Hindernisse sauber und Kraftvoll, aber auch Assemble machte wenig Fehler und sprang an der vorletzten Hürde sogar an Envoi Allen vorbei, aber die Spannung hielt nur kurz an, dann zog Envoi Allen und Jack Kennedy, der nur kurz die Peitsche zeigen musste, locker davon und das Thema war durch.

Sauberer Sieg, und Envoi Allen checkte in der Vorbereitung alle Boxen als er auf dem schweren Boden im Gruppe 3 Sky Bet Killiney Novice Chase einen erneuten lockeren Sieg feiern konnte. Asterion Forlonge, der einzige Konkurrent in diesem Feld, fiel allerdings schon an der ersten Hürde und damit viel zu früh um irgendwas daraus abzuleiten.

In seinem nächsten Rennen verlor Asterion Frolonge allerdings und es ist offensichtlich, dass Envoi Allen auch mit Asterion Forlonge im Feld gewonnen hätte

 

Chantry House: Der Yeats Sohn von Nicky Henderson begann seine Karriere erst 2018 mit einem PTP gegen Monkfish, von dem man ja in den folgenden Jahren eine Menge gehört hat und zu den besten seines Jahrgangs gehört. Chantry House warf seinen Jockey im ersten Rennen erst einmal direkt ab, aber nach weiterem Training gelang im nächsten Rennen im Dezember 2018 der erste Sieg.

Im März 2019 folgte noch ein weiterer Sieg in einem NHF Rennen, bevor es nach der Sommerpause bis zur Saison 19 20 langsam wirklich interessant wurde, startete Chantry House doch endlich über Hürden und konnte – wie erhofft – sein erstes Rennen in Cheltenham gleich gewinnen, und die kleine Marge von knapp einer Länge täuscht darüber hinweg, wie einfach das Ganze gelang.

Auch im nächsten Klasse 3 Novice Rennen zeige Chantry House eine gute Form und gewann mit fast 4 Längen Vorsprung, und mit zwei überzeugenden Siegen in Folge versuchte sich Gordon Elliot mit seinem Stammjockey Barry Geragthy beim Cheltenham Festvial im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle. Das Rennen hatte allerdings ein ganz anderes Niveau mit Shishkin, Asterion Forlonge und Abacadabras im Feld. Diese vier belegten auch die ersten vier Plätze, aber zwischen den ersten beiden und den anderen war ein massiver Unterschied, denn Shishkin und Abacadabras trennte am Ende nur ein Kopf nach einem sehr spannenden Duell den Hügel hoch, während die beiden anderen 11 Längen dahinter ins Ziel einliefen und keine Rolle um den Sieg spielten.

Chantry House wurde ziemlich eingenordet, aber was solls, er sah ohenhin nach einem besseren Chaser aus und genau in dieser Disziplin startete er nach der Sommerpause. Das erste Rennen im Ascot Racecourse Supports Safer Gambling Week Novices‘ Chase in Ascot im November geriet zum Kantersieg, als in den drei Starter Rennen der einzige ernstzunehmende Gegner in Pic D’Ohry an der drittletzten Hürde stürzte.

Chantry House scheiterte danach beim Versuch über fast 2m 5f auf weichem Boden nachzulegen und seinem Favoritenstatus gerecht zu werden, denn auf den letzten Metern ermüdete er doch zunehmend und musste die Sieger ziehen lassen. Allerdings kam er im Februar wieder mit einem Kantersieg über noch weitere Distanz zurück und gewwann gegen Cocunut Splash mit fast 4 Längen – aber ganz ehrlich, das wird nicht reichen um den Favoriten unter Druck zu setzen.

Shan Blue: Der Shantou Sohn von Trainer Dan Skelton begann seine Karriere auf dem Kurs in Warwick im März 2018 und legte auf Anhieb unter Harry Skelton einen dritten Platz hin, bevor er nach der langen Sommerpause in seinem ersten Hürdenrennen im November 2019 im Enjoy The Jumps Nov‘ Hurdle einen Platz besser erreichen konnte – einen zweiten Platz mit nur einer Länge Rückstand auf den Sieger Redford Road. Das Rennen über 3963m schien ihm zu liegen und im nächsten Novice Rennen legte er noch ein wenig an Distanz drauf in startete in Newbury über 4123m, stürzte aber in diesem Rennen als Favorit.

Dan Skelton wollte unbedingt den ersten Sieg für Shan Blue im Buch haben und lies seinen vielversprechenden Starter in einem Maidenrennen in Southwell auflaufen, welches Shan Blue pflichtschuldig mit 20 Längen Vorsprung gewinnen konnte. Damit war der Weg frei in die Gruppenebene und Shand Blue versuchte sich einen Monat später in Warwick im Gruppe 2 Leamington Novices Hurdle auf weichem Boden über 4225m, musste sich allerdings dort klar geschlagen geben –  erstes Anzeichen, dass Shan Blue nicht gut genug sein könnte um beim Festival Eindruck zu hinterlassen? Der Eindruck wurde dann im Februar im Sidney Banks Novice Hurdle auf Listed Ebene noch einmal verstärkt, als Shishkin ihn mit 11 Längen abcancelte, und so war der sechste Platz beim Ballymore Novices Hurdle beim Cheltenham Festival kein Wunder und eher vielleicht sogar noch ein bisschen besser als erwartet – aber weit davon entfernt, auf dieser Ebene konkurrenzfähig zu sein.
Damit war die Saison über Hürden auch Corona bedingt schon wieder beendet und er wechselte danach in der neuen Saison 2020/21 in die Chase Disziplin, wo er seinen Einstand in einem Class 4 Rennen in Wetherby mit 14 Längen Vorsprung und einem Sieg feiern konnte – das sah besser aus als alles was er in der letzten Saison erreicht hatte, und Shan Blue legte noch im selben Monat im GBB Chase auf dem selben Kurs über 4869m noch einmal nach, dabei deklassierte er die Konkurrenz dieses Mal mit gut 16 Längen – und legte im Gruppe 1 Kauto Star Novices Chase im Dezember gleich noch einmal nach.
Dieses Mal gelang der Sprung auf die Gruppenebene und Shan Blue erwehrte sich als Favorit allen Angriffen der Konkurrenz. Shan Blue holte sich die Führung mit einem ruhigen Start an der Innenbahn, während einige der Konkurrenten in der Mitte und außen an der Bahn versuchten, sich an die Spitze zu setzen, aber noch zu unerfahren oder nervös waren, um Shan Blue diese Position streitig zu machen. Kalooki machte allerdings danach neben ihm lange Zeit nicht Platz und setzte den Favoriten unter Druck, der aber oft den besseren Sprung erwischte und daher etwas mehr Kraft sparen konnte als der nach links springende Konkurrent. Kallooki verließ die Kraft an der Rückseite des Tracks und beendete das Rennen am Ende vorzeitig, während Shan Blue das Tempo weiter anzog und mit guten Sprüngen über die letzten drei Hürden alles klar machte.  Er musste hart arbeiten um The Big Breakaway auf Abstand zu halten, aber seine Sprünge waren beeindruckend das nächste Duell mit einem anderen Hoffnungsträger der aktuellen Saison 2021 war mit Sehnsucht erwartet wordem.
Im Gruppe 1 Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase traf er auf Hitman, aber das Duell sollte dann doch nicht wirklich zu Stande kommen, denn Hitman stürzte an der 12ten Hürd, ging zu diesem Zeitpunkt aber augenscheinlich locker mit und wäre vermutlich vorne mit dabei gewesen – aber mit dem Sturz war natürlich Ende und das Rennen hätte wohl von Shan Blue gewonnen werden sollen, aber Sporting John begann das Feld von hinten aufzurollen und begann die Führenden zwischen den letzten beiden Hürden unter Druck zu setzen und letztendlich auf der Zielgeraden davon zu ziehen, während Shan Blue auf dem schweren Boden und der langen Distanz von 2m4f zunehmend ermüdete.
Der Untergrund wird heute schneller sein und er hat einen Platz fest im Auge

Asterion Forlonge: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins ist ein spannender Kandidat für dieses Rennen, auch wenn sein Anlauf über Hürden in seinem letzten Rennen durch einen Sturz etwas ins Straucheln geraten ist… ja dummer Wortwitz, aber nachdem sich Envoi Allen und er letztes Mal beim Cheltenham Festival eigentlich hätten treffen sollen, wird das Kräftemessen heute mit Spannung erwartet. Dass es in einem Gruppe 3 Rennen stattfinden wird, liegt am Wetter und Corona, wird der Spannung aber sicher keinen Abbruch tun

Die Karriere von Asterion Forlonge begann in Oldtown in Irland im Februar 2018 mit einem lockeren sechs Längen Sieg, damit hatte Asterion Forlonge seine Geschwindigkeit und Klasse schon einmal unter Beweis gestellt, und es sollte 648 Tage dauern, bis man den Willie Mullins Schützling wiedersehen sollte. Dann allerdings gleich mehrfach und mit festem Blick auf das Cheltenham Festival 2020, begonnen mit dem Sieg im Hill Fabrication INH Flat Race in Thurles. Da musste Asterion Forlonge ziemlich hart für seinen Sieg arbeiten, denn Watergate Lady blieb ihm auf den letzten 2 Furlong im Genick und wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Erst kurz vor dem Ziel schaffte es sich Asterion Forlonge abzusetzen und knapp unter einer Länge Vorsprung herauszuholen

Im I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle im Januar deklassierte Asterion Forlonge dann allerdings den anderen Favoriten Pencilfullolead mit 11 Längen, wobei eigentlich an der drittletzten Hürde des 3191m Rennens schon alles klar gewesen war – Asterion Forlonge hatte sich abgesetzt und war VIEL zu schnell, als dass andere Konkurrenten ihn noch hätten einholen können. Asterion Forlonge sprang an den letzten beiden Hindernissen ein wenig nach rechts und sah nicht dabei noch etwas grün hinter den Ohren aus. Grün, aber hochtalentiert.

Und dann kam das Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle, ein spannendes Rennen mit viel Aussagekraft für das Cheltenham Festival – denn zu den Gegnern Gehörte unter anderem Easywork, MT Leinsler und Blue Sari. Blue Sari war letztes Jahr beim Champion Bumper nur sehr knapp gegen Envoi Allen untergegangen, konnte allerdings über die Hürden nicht an seine Erfolge aus den vorherigen Saison anknüpfen. Easywork hatte zuvor das Signsplus Hurdle mit 22 Längen Vorsprung gewinnen können und damit Unexpected in seine Schranke weisen können und auch die Farben von Mt Leinster nach seinem 9 Längen Maidensieg wurden von Asterion Forlonge gesenkt.

Wieder sah Asterion Forlonge ein wenig unerfahren aus, als er seinen Kopf hin und her-warf und an der letzten Hürde wieder in die Mitte sprang – aber an der Geschwindigkeit mit der er sich von den Verfolgern absetzten konnte war nichts auszusetzen und es gab für das Cheltenham Festival 2020 gleich mehrere Optionen, am Ende entschied er sich für das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle, mustse aber da einsehen, dass er gegen Shshkin keine Chance hatte, denn der Sieger musste sich nur dem Angriff von Abacadabras erwehren und die beiden waren weit vor den Verfolgern, auch vor Asterion Folornfe, der einen etwas enttäuschenden vierten Platz belegte.

Nach dem Cheltenham Festival traf die Corona Pandemie mit voller Wucht und beendete faktisch die Saison an diesem Punkt, so dass für die National Hunt Pferde die Saison erst im Herbst wieder losging. Asterion Forlonge suchte sich mit seinem Wechsel in die Chase Disziplin zunächst ein Beginner Rennen in Punchestown aus. Im Roche Group At Vista Beginners Chase gewann er wie erwartet ziemlich locker, musste aber einige Schrecksekunden bei seinen Sprüngen erdulden und sah nicht immer so sauber wie erwartet aus. Das rächte sich dann beim Anheben des Niveaus im Gruppe  1 Matchbook Novice Chase auf dem Kurs in Limerick im Dezember, als er am fünfletzten Hindernis stürzte. Das Feld war dicht gepackt zu diesem Zeitpunkt und es bleib noch abzuwarten, ob sich Asterion Forlonge am Ende durchsetzen würde.

Man muss zugeben, dass Asterion Forlonge noch nie in seinen Rennen so richtig souverän bei seinen Sprüngen ausgesehen hat, da waren immer wieder einige wacklige Kandidaten dabei und es hat ihn nicht das erste Mal ein Rennen gekostet. Auf der anderen Seite ist er teilweise auch sehr schnell beim Überspringen der Hindernisse gewesen und er hat viel Potential, wenn er sich denn mal besser in die Rennen finden würde und seine Hinderniss mit mehr Selbstvertrauen angreifen würde. Das klappte allerdings im Januar 2021 im Sky Bet Killiney Novice Chase überhaupt nicht und er stürzte schon an der ersten Hürde.

Leider lief es für ihn im Duell mit Monkfish im Flogas Novice Chase im Februar auch nicht besser für Asterion Forlonge, der schon wieder bei vielen Sprüngen nicht wirklich sauber aussah und am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel kam, weit abgeschlagen hinter dem lockeren Sieger. Das wird heute richtig, richtig schwer.

Was sonst noch?

Darver Star war Ende letzten Jahres noch ein heißer Anwärter für das Festival, floppte aber seitdem mehrmals und man kann ihn ignorieren, wie auch Blackbow. Fusil Raffles und Chatham Street Lad haben sich in leichteren Rennen solide geschlagen und sind Kandidaten für einen ausbezahlten Platz, aber an dem Favoriten gibt es nichts zu rütteln.

17.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Queen Mother Champion Chase – Pick: Chacun Pour Soi

Pferderennen in England

16:05 Queen Mother Champion Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 3.199 m  |  Preisgeld: 400.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das Queen Mother Champion Chase ist immer ein Hammer Rennen, und auch 2021 ist es nicht anders. Chacun Pour Soi hat sich im Dublin Chase gegen Notebook locker durchsetzen können, und das mit Leichtigkeit. Chacun Pour Soi ging locker in der Mitte des Feldes mit, bevor er 4out sich begann abzusetzen und seinen Verfolgern zu entledigen. Notebook? 15 Längen Rückstand, keine Chance. Wird es heute also schwer haben, vor allem weil er seit Dezember schon zwei Mal gegen Chacun Pour Soi deutlich verloren hat. Einer für die Plätze? Vielleicht.

Put The Kettle On hatte auch schon ein Duell mit Chacun Pour Soi, und zwar im Paddy’s Rewards Chase – und wie Notebook klar das Nachsehen., gewann aber letztes Jahr die Arkle Trophy und beim Saisondebüt die Shloer Chase. Ich denke er ist durchaus konkurrenzfähig. Das gilt aber auch für First Flow, der sich das erste mal (endlich!) in Richtung der Gruppenrennen auf gemacht hat.

 

Die Starter im Einzelnen:

 

Nube Negra: Der Dink Sohn von Dan Skelton ist schon eine Weile dabei, er hatte seine ersten Rennen im Jahr 2016 in La Zarzuela, dann in Madrid 2017, bevor er in England seine Karriere auf ein neues Niveau hob. Sein Einstand 2018 lief ganz gut mit einem vierten Platz beim Cheltenham Festival 2018 im Fred Winter Handicap Hurdle, bevor er im Doom Bar Hurdle mit einem fünften Platz einen kleinen Rückschritt machte. 2018 bis 2019 war die Form zwar nicht Grund schlecht, aber es fiel nichts zählbares dabei an, bis er sein Niveau nach der Sommerpause 2019 deutlich reduzierte und in die Chase Disziplin wechselte.

Die neue Disziplin schien ihm gut zu gefallen, denn schon sein erster Sieg in einem Beginners‘ Chase in Warwick in Oktober 2019 war sehr beeindruckend und noch im selben Monat legte er in einem Novice Chase in Fakenham noch einmal nach – und gewann erneut mühelos, was so dieses Mal aber auch erwartet worden war. Der echte Test kam danach im Gruppe 1 Read Road To Cheltenham At racingtv.com Henry VIII Novices‘ Chase im Dezember 2019, und auch da zeigte Nube Negra mit einem zweiten Platz wieder einen sehr guten Lauf, auch wenn er über die 2 Meilen auf weichem Untergrund nicht von dem Flop des Favoriten in diesem Rennen profitieren konnte und ein Außenseiter am Ende das Rennen machte.

Trotzdem, der zweite Platz war gut und gab Hoffnung auf den ersten Gruppensieg im Februar im Gruppe 2 Agetur UK Kingmaker Novices‘ Chase. in dem Nube Negra sogar als Favorit auflaufen dürfte – aber dieses Mal war es Rouge Vif, der ihn locker in die Schranken weisen konnte. Beim Einbiegen in die Zielgerade hob Rouge Vif an der Front das Tempo an und lief einfach davon – Nube Negra hatte den Tempowechsel vorausgesehen, konnte aber trotzdem nicht mitgehen.

Und dann kam die große Überraschung und der Grund, warum er hier und heute unter den Favoriten rangiert – das Desert Orchid Chase in Kempton. Das Rennen war eigentlich ein Rennen für Altior, der als klarer Favorit startete und eigentlich in diesem Rennen seinen Anspruch für das Cheltenham Festival untermauern sollte, aber nicht konnte. Er musste von Nico D’Boinvielle schon recht früh motiviert werden um sich an dem Front Runner Du Des Genievres dran zu halten, wärhend Harry Skelton auf Nube Negra kaum einen Finger rühren musste, damit sein Pferd die beiden anderen überholen und – recht locker – schlagen konnte.

Ohne jetzt viel an dem Rennen von Nube Negra kritisieren zu wollen, aber das war das erste Rennen von Altior in gut einem Jahr und man kann ihm durchaus verzeihen, dass er im Deserd Orchid am Ende ermüdetet – das war kein prime Altior, der zeigen konnte, was er wirklich drauf hat. Allerdings könnte Chacun Pour Soi auch einem Prime Altior gefährlich werden… die Rollen scheinen auch hier fest verteilt, und es braucht wieder einen Favoriten, der nicht liefern kann, damit es auf dem Papier spannend wird

Cilaos Emery: Der Califet Sohn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere 2016 in Punchestown als Gelding und gewann sein erstes NHF Rennen auch gleich, um dann in seiner zweiten Siason über Hürden zu starten und als Saisonziel das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo er allerdings nur einen fünften Platz belegen konnte, als der Außenseiter Labaik und der Favorit Melon das Rennen unter sich ausmachten. Der Sieg von Labaik war eine der größten Überraschungen beim Cheltenham Festival 2017, aber Cilaos Emery legte noch einen drauf als er im April im Gruppe  1 Herald Champion Novice Hurdle wieder auf Melon traf – und dieses knapp besiegen konnte!

Danach ging es in die Sommerpause, die mit Starts im Gruppe 1 Bar One Racing Hatton’s Grace Hurdle und dem Gruppe 1 Ryanair Hurdle beendet wurden. Gerade im 2m Ryanair Hurdle im Dezember 2019 hinterliß Cilaos Emery eine hervorragende Figur und konnte einen guten zweiten Platz erreichen, auch wenn er keine Chance hatte beim Run In noch an den Außenseiter Mick Jazz heranzukommen, der das Rennen seines Lebens lief.

Eigentlich war damit wieder alles für das Festival 2018 gesetzt, aber Verletzungspech im Stall von Willie Mullins sorgten dafür, dass wir Cilaos Emery erst im Jahr 2019 wiedersehen dürften – die Hürdenrennen waren passé und Cilaos Emery startete ab dann in Chase Rennen. Sein erstes 2m Rennen in Gowran im PMF Beginners Chase gewann er mit Leichtigkeit und beendete danach seine Saison auch schon wieder – kein Festival 2018 und kein Festival 2019.

Nach der Sommerpause steigerte das Niveau seiner Rennen danach im Gruppe 3 Poplar Square Chase. So richtig stark besetzt war das Rennen trotz Gruppeneinstufung dann allerdings doch nicht, Cilaos Emery ging in das 2m Rennen auf schwerem Boden als Favorit und gewann wie erwartet mit Leichtigkeit und auch das Gruppe 2 Kerry Group Hilly Way Chase im Dezember, welches gerade mal zwei andere Konkurrenten aufwies, war keine große Herausforderung für Cilaos Emery.

Viel spannender war da schon die Teilnahme im Gruppe 1 Ladbrokes Dublin Chase gegen Konkurrenten wie Cacun Pour Soi oder Min – aber leider stürzte Cilaos Emery bereits an der ersten Hürde und verweigerte damit alle Vergleichbarkeit zu den anderen großen Chasern.  Der Sieg gegen Mengli Khan und Darasso im Red Mills Trial Hurdle war wieder ziemlich locker, aber eben auch nur wieder gegen eher moderate Konkurrenz in einem Gruppe 3 Rennen, und uns fehlt ein absolvierter und beendeter Start gegen die derzeitige Top Konkurrenz von Cilaos Emery. Alle Gruppe 2 und 3 Rennen in dieser Saison hat er nach belieben dominiert, aber das Champion Hurdle beim Cheltenham Festival war dann doch ein wenig zu viel und er hielt einen guten, aber nicht um den Sieg konkurrenzfähigen Platz 4. Solide Leistung, aber da der Favorit Epatante lieferte, hatte das Feld klar das Nachsehen.

Mit dem Wechsel in die Chase Rennen nach der Sommerpause lief Cilaos Emery zunächst ein wenig unter seinen Möglichkeiten, aber nach dem Warmmacher und Starter in die neue Saison in Clonmel im November steigerte er seine Form im Gruppe 3 What Odds Paddy Chase erheblich und konnte das kleine Feld mit 11 Längen schlagen. Das war allerdings auch eine Pflichtaufgabe und wie gut seine Form wirklich ist, steht ein wenig in den Sternen heute

Chacun Pour Soi: Der  Policy Maker Sohn von Trainer Willie Mullins hat noch nicht viele Rennen bestritten, aber schon einige Ausrufezeichen setzten können und wird heute als klarer Favorit starten. Leider mussten wir beim letzten Festival auf ihn verzichten, aber vielleicht wird das ja beim Jahr 2021 was – wenn er hier performt, dann wird er auch beim Festival als einer der Favoriten starten dürfen.

Dabei begann seine Karriere im Jahr 2015 noch recht ruhig in Frankreich, wo so viele spätere Stars von Willie Mullins ihre Karriere begannen. Er startete zunächst bis in das Jahr 2016 auf dem Festland in Europa und nahm an einigen Black Type Rennen auf dem Flat teil, bevor er zu Willie Mullins wechselte – allerdings musste man sich bis zu seinem ersten Start lange gedulden, denn Mullins lies ihn erst vier Jahre später in Naas im März 2019 das erste Mal auflaufen!

Vier Jahre Training unter dem Champion Trainer hatten sich aber augenscheinlich ausgezahlt, denn Chacun Pour Soi ging nach dem ersten Sieg in seinem Beginners Chase (mit 31 Längen!!) weiter und gewann im Mai 2019 das Gruppe 1 Ryanair Novice Chase gegen Defi Du Seuil! Das war ein ziemliches Ausrufezeichen, welches man auch einem Schützling von Willie Mullins nicht ohne weiteres bei seinem gerade einmal zweiten Start zugetraut hatte, aber das Warten hatte sich offensichtlich gelohnt und Chacun Pour Soi konnte noch in seiner ersten Saison seinen ersten Gruppe 1 Sieg über 3219m sichern, und das gegen absolute Top Konkurrenz!

Damit konnte er zufrieden in die Sommerpause gehen, die mit einem Start im Paddys Rewards Club Chase auf Gruppe 1 Ebene im Dezember 2019 beendet wurde. Das 3420m Rennen hätte eigentlich ein lockerer Einstieg für Chacun Pour Soi werden sollen, allerdings schien er die Auswirkungen der langen Pause noch zu fühlen, denn A Plus Tard, der das Feld über die Distanz geführt hatte, lies sich nicht so einfach abschütteln und unter einem harten Ritt von Rachel Blackmoore schaffte der Schützling von Henry De Bromhead es, sich auf der Zielgeraden noch mit fast vier Längen von Chacun Pour Soi abzusetzen, der zunehmend müde wurde.

Chacun Pour Soi machte allerdings beim nächsten Start im Februar im Gruppe  1 Dublin Chase alles wieder gut, als er seinen Stallgefährten Min um ebenfalls gut vier Längen schlagen konnte. Dieses Mal sah er während des Rennens absolut fit aus und lies Min keine Chance, sich vor der letzten Hürde noch an seine Hufe zu hängen. Mit dem dominanten Sieg über einen der Favoriten des Festivals haben wir dem Start von Chacun Pour Soi natürlich entgegengefiebert, aber leider verpasste er das Festival und machte erst wieder im Dezember 2020 seinen nächsten Start.

Das Hill Way Chase gewann er ohne sich wirklich anstrengen zu müssen, dass seine beiden Verfolger Cash Back und Djingle an der letzten Hürde stürzten machte da kaum noch einen Unterschied. Danach kam das Paddy Power Rewards Chase auf Gruppe 1 Ebene, ein Rennen nach dem Boxing Day im Dezember 2020.

Bei dem Rewards Chase kamen einige interessante Gegner zusammen, hatte doch das Wetter Anfang Januar/Ende Dezember einige Alternativen gecancelt und so war das Rennen gut besetz. Das Wetter an dem Tag des Rennens war für den tiefen Winter blendend und jedes der Pferde fand über die 3420m ideale Bedingungen vor, um zu zeigen, was sie so können und in welcher Form sie sind

Am Ende gewann Chacun Pour Soi das Rennen mit Leichtigkeit, zog er das Feld vor dem Einbiegen in die Zielgerade doch locker auseinander und konnte unter einem lockerenTrab mit sechs Längen Vorsprung in das Ziel einlaufen. Keiner der Gegner hatte eine Chance an ihm dran zu bleiben, Notebook hatte verzweifelt die Verfolgung aufgenommen, aber keine Chance an ihm dran zu bleiben und auch beim nachfolgenden Dublin Chase lief das Rennen gegen fast die gleiche Konkurrenz auf das selbe Ergebnis hinaus.

Notebook setzte das Tempo und Fakir D’oudaries liefen vor dem Favoriten her, Chacun Pour Soi lief aber souverän und selbstbewusst auf und als das Tempo von dem Favoriten vor der letzten Hürde erhöht wurde, war er auch schon auf und davon – nun drei Rennen in Folge nicht nur ungeschlagen, sondern fast schon furchteinflößen dominant unterwegs. Klarer Favorit, gerade weil er viele der heutigen Konkurrenten in der Vergangenheit in der Tasche hatte. Auf schwerem Boden deklassierte First Flow dann im 888Sport Novices‘ Chase die einzigen beiden anderen Konkurrenten mit über 25 Längen – was ein Rennen von First Flow, der einfacher wohl kaum hätte gewinnen können, und trotzdem ging es nicht zum Cheltenha

First Flow: Der Primary Sohn von Trainerin Kim Bailey begann seine Karriere in 2017 mit zwei NHF Rennen, aber die ersten Siege kamen über Hürden – und das steigerte sich in der ersten Saiosn bis zu einem Sieg Sky Bet Supreme Trial Rossington Main Novices‘ Hurdle auf Gruppe 2 Ebene  – und das Novices Rennen zerstörte First Flow förmlich. Was ein Einstand in die neue Saison und die neue Disziplin! Der Versuch beim Cheltenham Festival lief es allerdings nicht für ihn und er konnte sein Rennen nicht beenden, denn er hing nach links über die gesamte Strecke und musste das Rennen vorzeitig beenden – also kein Sieg im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle – und die Serie an floppt setzte sich genau ein Jahr später in Sandown in einem Gruppe 3 Rennen fort. Die Saison bestand allerdings auch nur aus einem Rennen für First Flow, aber nach der weiteren Pause bis zu Saison 2019/20 und dem Wechsel zur Chase Disziplin ging es wieder bergauf.

Mit zwei Platzierungen und dann einem Sieg in seinen ersten Rennen auf Klasse 3 Ebene und in Gesellschaft anderer Novice Chasern bereitete er sich eigentlich darauf vor, in die größeren Rennen zu gehen, aber nachdem Spoir De Guye im Plymouth Gin Handicap Chase im Dezember ziemlich klar schlagen konnte, orientierte sich First Flow dann doch weiter an den Handicaps und wurde mit einem sehr knappen zweiten Platz und dann drei weiteren Siegen belohnt.

Die Siege gelangen ihm ziemlich einfach und er wurde so gut wie nie unter Druck gesetzt, weder im Pytchley Chase über 2m auf schweren Boden , noch im 888Sport Novices‘ Chase oder im 888Sport Novices‘ Chase – alles Kantersiege, die wohl kaum einfacher hätten sei können! So schade, dass man ihn nicht direkt in einem Gruppenrennen in dieser Saison gesehen hat, und auch nach der Sommerpause hielt sich First Flow zunächst weiter an Handicaps, auch wenn er das Niveau der Handicaps noch einmal deutlich anzog und auf Grund seiner Erfolge in den letzten Monaten nicht mehr wirklich leicht in die Rennen ging.

In seinem ersten Rennen in der neuen Saison, dem Coral Hurst Park Handicap Chase konnte sich First Flow erneut durchsetzen. aber man war das knapp! Vor der vorletzten Hürde wurde der Raum langsam knapp für ihn und First Flow musste sich für eine neue Route durch die Konkurrenten suchen und verlor dadurch ein wenig Momentum, holte sich aber die Fürhung vor dem Rennen und ging in ein spannendes Duell mit Amoola Gold, deren Jockey Bridget Andrews die Peitsche fallen lies und vielleicht auch deswegen den Nacken Rückstand nicht wieder wett machen konnte. Auch im nächsten Rennen, dem 1m7f William Hill Castleford Handicap Chase auf schwerem Boden musste sich First Flow mächtig strecken, um am Ende zu gewinnen. Auf etwas schnellerem Boden zeigte er dann aber, was er kann, als er gegen Waiting Patiently und Politologue im Gruppe 1 Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase auflief, und beide hoch gehandelte Konkurrent mit einem Sprint zwischen den letzten beiden Hindernissen abschüttelte und dann seinen Vorsprung auf sieben Längen ausbauen konnte.

Wenn diese Form tatsächlich belastbar ist, wird er hier ein gewichtige Rolle um die Platzierungen spielen!

 

Notebook: Der Samum Sohn von Trainer Henry De Bromheadbegann seine Karriere im Jahr 2017 in Tinahely, aber so richtig interessant wurde seine Karriere erst, als er begann über Hürden zu starten. Seinen ersten Start in einem Maidenrennen hatte er im Oktober 2018 in Wexford im Casey Cattle Slats Maiden Hurdle, wo er immerhin Zweiter wurde, wie auch im nachfolgenden I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle, aber im dritten Anlauf gelang ihm dann über Hürden auch der erste Sieg im Januar 2019 in Tramore, was ihm direkt den Weg zum Gruppe 3  BetVictor Michael Purcell Memorial Novice Hurdle eröffnete. In dem Rennen ging Notebook zusammen mit Denwork und Dream Conty als Favorit an den Start, generell war das Rennen ziemlich offen trotz kleines Feldes und Notebook schlug sich recht tapfer in dem Rennen.

An der sechsten Hürde wurde er durch den stürzenden Harry etwas behindert, fing sich aber und lief bis zur vorletzten Hürde um den Sieg mit, dann aber setzte sich der spätere Sieger Go Another One vom Feld ab und auch Notebook schaffte es nicht, sich an seine Fersen zu heften und auch beim Cheltenha Festival 2019 im Ballymore Novices‘ Hurdle (Grade 1) (Registered As The Baring Bingham) hatte Notebook keine Chance um den Sieg mitzulaufen. So richtig erfolgreich war die erste Saison über Hürden nicht, aber immerhin konnte sich Notebook bei seinem letzten Start in der Saison im SalesSense International Novice Hurdle im Mai 2019 wieder einen zweiten Platz sichern, wenn auch erneut weit hinter dem Sieger.

So richtig glücklich schien Notebook über Hürden nie zu sein und es war kein Wunder, dass er direkt nach seiner Sommerpause in Chase Rennen startete, und nicht mehr sein Glück in den Hürdenrennen suchte. Sein erster Versuch im Ladbrokes Where The Nation Plays Beginners Chase in Punchestown im Oktober 2019 war dann auch gleich von Erfolg gekrönt und Notebook gewann das Rennen mit einer starken Schlussphase und guten Sprüngen über die Hindernisse.

Auch beim zweiten Versuch im Gruppe 2 Elliott Group Craddockstown Novice Chase ging Notebook als Sieger hervor, und das obwohl das Niveau deutlich angezogen hatte – Moon Over Germany und Eclair De Beaufeu waren keine leichten Gegner, dafür war der Sieg von Notebook umso beeindruckender. Er wechselte mehrfach die Position in dem Rennen und führte teilweise, teilweise lies er andere die Führung übernehmen und begnügte sich mit der Verfolgerposition, 2 Hürden vor dem Ziel gab Notebook dann aber Gas und setzte zu seinem Schlusssprint an, der ihm am Ende fünf Längen Vorsprung einbrachte. Gerade auf dem Flat nach der letzten Hürde konnte Notebook eine ziemliche Beschleunigung zeigen und zog dem Rest des Feldes einfach davon.

Im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase im Dezember traf Notebook dann das erste Mal auf den Konkurrenten Fakir D’oudairies,  der auch heute zu den Hauptgegnern gehören wird, und das Duell der beiden war durchaus spannend. Eigentlich war Fakir D’oudairies als Favorit gegen Notebook gestartet, zusammen mit Laurina und auf dem Papier hätte Notebook maximal eine unterstützende Rolle zukommen sollen, aber es kam natürlich ganz anders und Notebeeok gewann das Rennen. Laurina war schnell geschlagen und spielte kaum eine Rolle in dem Rennen, aber Fakir D’oudairies saß ihm dicht im Genick und die beiden hatten ein spannendes Duell. Marc Walsh hatte auf Fakir D’oudairies vor der letzten Hürde einen seiner Steigbügel verloren und musste sich kurz neu sammeln und neu einsteigen in den Steigbügel, was eventuell vor der letzten Hürde ein wenig an Momentum kostete, während Notebook über die letzte Hürde einen sehr flüssigen Sprung zeigte und seinen anderthalb Längen Vorsprung bis zum Ziel aufrecht erhielt.

Im Gruppe 1 ERSG Arkle Novice Chase im Februar musste Notebook dann gegen Bapaume und Cash Back ran, und gerade Cashback machte Notebook das Rennen extrem schwer. Cash Brack setzte das Tempo und auf der Rückgeraden vor der vorletzten Hürde begann Cash Back das Tempo weiter anzuziehen und das Feld zu strecken. Cash Back wurde vor Notebook angetrieben, schien aber auch nicht wirklich müde zu werden und blieb trotz eines weiteren guten Sprungs von Notebook an der letzten Hürde an diesem dran und lies sich nicht abschütteln. Stattdessen liefen die beiden die letzten Meter des 3420m Rennens nebeneinander her und lieferten sich ein extrem spannendes Duell, welches am Ende knapp von Notebook gewonnen wurde – wesentlich zu knapp, als dass man beim nächsten Duell beim Cheltenham Festival sicher sein konnte, wie es in der Arkle ausgehen würde. Am Ende waren aber beide Konkurrenten, weder Notebook noch Cash Back in der Lage, sich beim Duell um den Sieg zu beteiligen, Cash Back stürzte wieder einmal und Notebook ging beim Einbiegen in die Zielgerade zunehmen die Puste aus und wurde von Sprit Du Large bei dessen Sprung auch noch an der vorletzten Hürde gerammt.

Nicht sein Rennen, aber nach der Sommerpause kam er in sehr guter Form gegen die alten Konkurrenten Djingle und Cash Back mit einem Sieg im Gruppe 2 Poplar Square Chase zurück. Eigentlich war ja Fakir D’oudairies als Favorit gestartet, der bei der Arkle Trophy Zweiter geworden war und damit Notebook im März noch klar hatte schlagen können – hier war es nun anders herum, Notebook gewann am Ende mit 12 Längen vor seinen Verfolgern. Starke Leistung in dem Rennen, allerdings wurde er danach von Chacun Pour Soi im Gruppe 1 Paddy’s Rewards Chase über 3420m ziemlich eingenordet. Zwar war das Feld über die meiste Distanz dicht gepackt, aber als Chacun Pour Soi dann das Tempo anzog, konnte keiner der Konkurrenten mit ihm gehen. Das einzige Pferd, was die Verfolgung halbwegs aufnahm war Notebook, was aber nicht heißen sollte, dass er eine Chance hatte, dem Sieger irgendwie noch gefährlich zu werden.

Auch beim nächsten Duell im What Odds Paddy Chase vor dem Cheltenham Festival versuchte Notebook wieder das Tempo zu setzen, konnte den Favoriten Chacun Pour Soi aber damit wieder nicht schocken, denn der lief zunächst bequem hinter den Pacesettern und zog zwischen den letzten beiden Hürden das Tempo an, um dem Feld davon zu sprinten. Notbook erhielt wieder einen ausbezahlten Platz und wird diesen auch hier wieder im Blick haben – nicht ganz ungerechtfertigt.

PolitologueDer Poliglote Sohn ist in Form und wird heute und hier versuchen, seinen überraschenden Erfolg aus dem letzte Jahr zu wiederholen

Und warum auch nicht? Die Chancen stehen nicht viel schlechter als letztes Jahr und seinen zweiten Platz im letzten Rennen kann man durchaus verzeihen. Obwohl einiges an Pace in diesem Feld ist, könnte er es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem Feld zu sichern, Politologue kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird.

Zudem bekommt er einen alten Bekannten als Jockey wieder zurück, denn obwohl ich zunächst damit gerechnet hatte, wird nicht Harry Skelton die Zügel in die Hand nehmen, sondern Harry Cobden, der gute Erinnerungen an Politologue hat, ihn allerdings nach zwei Siegen für Skelton beim letzten Rennen in Ascot im Clarence House Chase nur auf einen siebten Platz bringen konnte.

Harry Cobden konnte es kaum erwarten, wieder an Bord zu kommen, hat er doch nur gute Erinnerungen an Politologue, der ihn als Teenager mit einem Sieg beim  Tingle Creek Chase 2017 in Sandown ins Rampenlicht gerückt hat und dazu beigetragen hat, dass Cobden einen festen Platz unter den Top Jockeys innehat.

Der jetzige Stalljockey von Paul Nicholls hat Politologue seitdem allerdings nur fünf Mal geritten, und es kam abgesehen von dem Überraschungserfolg 2017 kein Sieg bei dieser Paarung heraus. Er tritt jedoch die Nachfolge von Harry Skelton an, der Politologue letztes Jahr zum Erfolg in Cheltenham ritt und einen ebenso erfolgreichen Einstand in die neue Saison hatte und Cobden hofft sehr, seine erfolgreiche Partnerschaft von früher wieder aufzunehmen und mit einem weiteren Sieg an die guten Erinnerungen anknüpfen zu können

 

Viel Lob gab es dann auch wieder für Politologue von einem Jockey, der ihm viel verdankt und es ist klar, dass hier und heute beim der Titelverteidigung beimCheltenham Festival viel von Politologue erwartet werden wird.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwei Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vortritt gelassen hätte. Der Eindruck aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhaft war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, der aber beim Cheltenham Festival selbst die idealen Bedingungen vorfand und dem haushohen Favoriten Altior einiges zu denken gab. Die beiden gingen fast gleichzeitig über die letzte Hürde und der Sieg des Champion Chaser Altior war in keiner Weise so dominant wie man es bei der Quote und der Bilanz erwartet hätte, stattdessen verlor Politologue nur knapp unter 2 Längen auf den Sieger.

Im April lief er im JLT Chase über 4005m noch einmal in der alten Saison auf, die Distanz war aber wieder etwas zu weit für ihn und Min setzte sich spielend von ihm ab und gewann unangefochten mit 20 Längen Vorsprung, während Politologue sich den zweiten Platz sicherte.

Das war das letzte Rennen in der alten Saison für Politologue, der nach der Sommerpause im November im Gruppe 2  Shloer Chase sein Saisondebüt feierte und dort mit Konkurrenten wie Defi Du Seuil und Saint Calvador durchaus harte Gegner vorfand. Politologue übernahm wie gewohnt die Führung des kleinen Feldes und hatte während dem Rennen immer wieder einen Vorsprung von fast 3 Längen vorzuweisen, konnte diesen aber zwischen den letzten beiden Hürden nicht verteidigen und musste Defi Du Seuil ziehen lassen, wenn auch nur wenige Längen.

Der selbe Konkurrent gewann auch das Gruppe 1 Tingle Creek Chase einen Monat später, dieses Mal allerdings mit deutlich größerem Abstand und Politologue musste sich am Ende mit einem klar abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben.

Defi Du Seuil und Politologue trafen sich dann beim großen Rennen in Cheltenham wieder, als sie beide im Champion Chase über 2m antraten, und natürlich war Defi Du Seuil als klarer Favorit in das Rennen gestartet, musste sich aber überraschend klar mit einem vierten Platz geschlagen geben, aber Politologue hatte auch einen wirklich hervorragenden Tag erwischt. Er übernahm schnell die Führung des Feldes und sicherte sich einen 2 Längen Vorsprung, sprang allerdings jedes der Hindernisse annährend perfekt und geriet nicht genug unter Druck von seinen Verfolgern, sondern konnte sich an der vorletzten Hürde mit einem Tempowechsel sogar weiter absetzen, während Defi Du Seuil an diesem Tag bei vielen der Hindernissen sehr angestrengt aussah und nicht ganz so effizient sprang, und schon vor der letzten Hürde war der Kampf um einen der vorderen Plätze für den Favoriten erledigt. Politologue hingegen wurde erst auf den letzten Metern etwas müde, hatte da aber bereits gut 7 Längen Vorsprung auf seine – nicht aufschließenden – Verfolger.

Das war der erste Sieg beim Cheltenham Festival, aber dafür auch gleich ein sehr beeindruckender und vermutlich die bisher beste Leistung von Politologue, der nach der Sommerpause genau da weiter machte, wo er aufgehört hatte..

Die anschließende Pause war auch aufgrund der Corona Pandemie sehr lange und erst im Dezember 2020 kam Politologue wieder zurück auf die Rennstrecke, und hatte sich mit dem Tingle Creek Chase ein ziemlich schwieriges Rennen ausgesucht, allerdings startet Altior nicht wie angekündigt in diesem Rennen und Greaneteen war nicht wie vermutet eine echte Gefahr für Politologue, der wieder die Führung übernommen hatte und zwischen der vorletzten und drittletzten Hürde den Angriff von Greaneteen abwehrte. Es wurde an der vorletzten Hürde noch einmal spannend, als Politologue ein wenig zu flach über die Hürde sprang, aber an der letzten Hürde legte Politologue wieder einen entsprechend großen Sprung hin und setzte sich danach spielend weiter ab.

Das war ein Ausrufezeichen, konnte aber überraschend auf weichem Boden in Ascot im Januar trotz der Position als Pacesetter nicht an diesen Sieg anknüpfen, sondern musste sich dem heutigen Konkurrenten Frist Flow mit 7 Längen unterordnen. Grund zur Sorge? Nein! Denn sowohl 2019 als auch 2020 lief Politologue im Vorfeld des Festivals unter seiner Form auf, nur um im Rennen selbst dann wieder aufzudrehen. Von daher für mich eine klare EW Wette!

Put The Kettle On: Der Stowaway Sohn von Trainer Henry De Bromhead begann seine Karriere 2018 auf dem Kurs in Clonmel, allerdings brauchte er in diesem ersten Jahr gleich drei Anläufe, um seinen Maidensieg feiern zu können, der ihm im November in Navan über 3219m gelang. Der Rest der Saiso 2018 / 19 verlief eher ruhig mit einigen dritten Plätzen in soliden Handicaps mit einem Rating bis zu 111.

Interessant wurde es vor allem dann gegen Ende der Saison, wo Put The Kettle On den Wechsel aus den Hürden in die Chase Disziplin wechselte und auf Anhieb seine ersten drei Rennen gewinnen konnte. Das erste Rennen in Kilbeggan, das Wright Windows 50 Anniversary Celebration Beginners Chase war noch eine knappe Angelegenheit die erst nach der letzten Hürde beim Zieleinlauf entschieden wurde, aber das zweite Rennen zeigte schon deutlicher, wie wohl sich Put The Kettle On in der neuen Disziplin fühlte.

Auch hier war die Konkurrenz durchaus nicht schlecht, aber Put The Kettle On konnte das Feld über die Distanz führen und legte vor der letzten Hürde die Daumenschrauben an und zog diese nach dem letzten Sprung noch weiter an, was in eine ungefährdeten 7 Längen Sieg resultierte. Noch im selben Rennen startet er im Packie Downey Memorial Rated Novice Chase in Tipperary über 3941m und bewies auch hier wieder seine Form. In dem kleineren Rennen war er natürlich als Favorit gestartet, auch wenn dem Rest des Feldes auch wieder gute Chancen ausgerechnet worden waren und keiner der vier Konkurrent eine zweistellige Quote hatte. Das hielt Put The Kettle On aber nicht davon ab, wieder das Tempo zu diktieren und dieses Mal schon zwischen den letzten beiden Hürden seinen Vorsprung auf gut 7 Längen auszudehnen. Die Leistung war besser als alles, was er zuvor über Hürden gezeigt hatte, schließlich deklassierte er Konkurrenten jenseits des 111er Ratings in diesem Rennen, und da man die Eisen schmieden soll, so lange sie heiß sind, wurde er auch nur zwei Monate später im September wieder auf die Rennstrecke geschickt wo er in Wexford seine Erfolgsserie weiter fortsetzen konnte, dieses Mal mit seinem ersten offiziellem Rating von 133 Punkten.

Interessant war aber vor allem wieder das kommende Rennen danach, als Put The Kettle On sich das erste Mal auf Gruppenebene versuchte. Dort zeigte er sich im Paradering ungewöhnlich nervös und brauchte nach dem Start auch kurz, um sich in das Rennen einzufügen, fand sich und die erneute Führung dann aber und musste sich dem ersten echten Angriff 2 Hürde vor dem Ziel erwehren, was er zunächst auch erfolgreich meisterte, das Duell mit Robin De Carlow zog sich aber und beim Schlusssprint auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung reichte es am Ende dann nicht mehr, um Robin De Carlow noch hinter sich zu halten und Put The Kettle On musste den Konkurrenten mit einer halben Länge ziehen lassen.

Kurz darauf kam es zum nächsten spannenden Duell, dieses Mal im Gruppe 2 Racing Post #responsiblegambling Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase gegen den hoch gehandelten Al Dancer. Wieder führte Put The Kettle On das Feld an und zeigte eine Reihe von sauberen Sprüngen, und einer von diesen Trug ihn nach der letzten Hürde vor die herannahende Konkurrenz, einen Vorsprung, den er unter den Anstrengungen von Aiden Coleman bis zum Ziel verteidigen konnte.

Dann folgte eine längere Pause bis zum Cheltenham Festival, wo er im Racing Post Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase auflief – eigentlich als einer der Außenseiter, aber überraschend gelang es Put The Kettle On auch in diesem großen Feld die Fürhung nach der vierten Hürde an sich zu nehmen, und blieb auch an der Führung dran als er an der nächsten Hürde wieder überholt wurde und erkämpfte sich die erneute Führung an der drittletzten Hürde.

Es folgte die unvermeidliche Attacke der Konkurrenten die Put The Kettle gehörig unter Druck setzten, und zwischen den letzten beiden Hürden hatten noch eine Menge Konkurrenten gute Chancen, am Ende war es aber Put The Kettle On, der wieder mit einem sehr starken Lauf auf der Zielgeraden seinen Sieg behaupten konnte.

Mit der krönenden Leistung und eiem Sieg im Arkle Chase ging es in die Corona bedingte lange Pause bis zum Start im Shloer Chase, wo Put The Kettle On wieder beweisen musste, dass er sich nicht so leicht verdrängen lässt, wenn er einmal zum Angriff geschickt wurde, und er musste ziemlich hart angetrieben werden, um den Front Runner Duc Des Genievres einzuholen, den er vielleicht ein wenig unterschätzt hatte – denn der ging locker vor dem Feld her und schien nicht wirklich müde zu werden, stattdessen ging er viele Längen vor und Put The Kettle On musste sein bestes geben, um an Duc De Genievres heran zu kommen und am Ende sprichtwörtlich die Nase vorne zu haben.

Beim zweiten Lauf in der neuen Saison wurde er von Chacun Pour Soi und auch dem heutigen Konkurrenten Notebook beim Lauf ab der letzten Hürde ein wenig abgehängt, aber Put The Kettle On ist meiner Meinung nach besser, als er da gezeigt hat und wird hier um die Plätze mitlaufen.

Sceau Royal: Der  Doctor Dino Sohn von Trainer Alan King hat sich seit seinem Debüt 2014 und dem Wechsel zur National Hunt Saison schon einige Erfolge an das Revers heften.  So gewann er 2016 das Gruppe 2 Elite Hurdle und ging danach als einer der beiden Favoriten hinter Apple’s Jade im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle an den Start, scheiterte dort aber dann wieder deutlich und der nächste große Erfolg musste ein wenig auf sich warten lassen. Auch die Teilnahme am Champion Hurlde 2017 brachte erwartungsgemäß keinen weiteren Erfolg, aber mit dem Alter wurde er beständiger und gerade in der Saison 2019 konnte er sich einige sehr gute Platzierungen sichern, wie einen zweiten Platz im Champion Chase und dem Celebration Chase. Kein Wunder also, dass man mit seinen acht Jahren ihn hier vermutlich noch öfter sehen wird. Das sind aber natürlich alles Chase Rennen, in der Hürdendisziplin 2017 war kau ein Blumentopf zu gewinnen und sein Trainer Alan King wusste, dass er etwas verändern muss.

Zunächst wechselte Sceau Royal dann zur Chase Disziplin  und gewann sein erstes Rennen auf Handicap Niveau und legte nach einem guten zweiten Platz im nächsten Rennen mit einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge nach.

Dabei gewann Sceau Royal Ende 2017 das Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase als Außenseiter gegen Finian’s Oscar und Brain Power und gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen. Das Rennen wurde von Sceau Royal auch gewonnen, weil der Favorit Brain Power sich selbst aus dem Rennen nahm. und Sceau Royal dann freie Bahn für einen massiven 9 Längen Sieg hatte. Dann gewann Sceau Royal noch das Gruppe 2 Lightning Novices‘ Chase im Vorfeld des Festivals, verpasste aber nach den beiden besten Erfolgen seiner kurzen Chase Karriere leider die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und konnte erst im November 2018 auflaufen.

Sceau Royal konnte nach der Sommerpause dank des Trainings von Alan King an seine gute Form anknüpfen und gleich seinen ersten Start in der neuen Saison in Form des Gruppe 2 Shloer Chase gegen Konkurrenten wie Brain Power und Le Prezien gewinnen. Man konnte schon sehen, dass Sceu Royal in der Chase Disziplin ein ganz anderes Pferd als über Hürden war und man dürfte gespannt sein, wie sich seine Karriere weiter entwickeln würde.

Im Gruppe 1 Tingle Creek Chase traf er dann im Dezember 2018 allerdings das erste Mal auf Altior, der das Feld souverän deklassierte und Sceau Royal das Rennen ziemlich verdarb. Sceau Royal kam als letzter ins Ziel, das Ergebnis kann man allerdings auf Grund des Duells mit Altior relativieren.

Sceau Royal erholte sich als Favorit im Gruppe 2 Kingwell Hurdle  ein wenig und holte dort einen zweiten Platz und nahm beim Cheltenham Festuval erneut das Duell mit Altior auf, der an der letzten Hürde den Konkurrenten immer noch im Nacken hatte und erstaunlich hart arbeiten musste, um am Ende das zweite Queen Mother Champion Chase zu gewinnen. Sceau Royal wiederholte diese Leistung mit einer weiteren Platzierung hinter Altior im GRuppe 1 Celebration Chase  im April 2019 und hatte damit ein bis dato kaum erreichtes Formhoch erreicht, das er allerdings nu in Teilen über die SOmmerpase retten konnte. Der erste Start im Tingle Creek Chase wurde unter ferner liefen beendet und auch im Gruppe 2 Desert Orchid Chase  im Dezember war Seau Royal noch nicht in Bestform und musste sich mit dem dritten Platz in dem kleinen Rennen zufrieden geben.

Auch im Win Bigger On The Chase musste er sich mit einem Platz zufrieden geben, was gegen Altior aber absolut in Ordnung ging und seine Teilnahme am Champion Chase beim Cheltenham Festival war nicht ohne Chancen auf dem Papier, Am Ende konnte er sich aber nur auf dem letzten Platz einsam und isoliert ins Ziel schleppen. Naja, kann beim Cheltenham Festival schon mal passieren.

Nach der Sommerpause frischte Sceau Royal sein Können zunächst in Hürdenrennen wieder auf und starte im Potter Group Welsh Champion Hurdle, einem Limited Handicap Rennen in dem er eines der höchsten Gewichte tragen musste, aber mit dem anderen Höchstgewicht Ballyandy am Ende um den Sieg kämpfte und sich trotz zweistelliger Quote am Ende durchsetzen konnte. Sauberer Einstieg in die neue Saison, was Lust auf Mehr machte, und Sceau Royal lieferte im Gruppe 2 Unibet Elit Hurdel im November Nachschub – der sieben Längen Sieg hätte kaum einfacher gelingen können, schließlich setzet er sich ab der voletzten Hürde vom Feld ab und wurde danach niemals wieder unter Druck gesetzt.

Er hob das Niveau an und trat im Betfair Fighting Fifth Hurdle gegen Epatante an, der aber auf der Zielegraden einfach noch zu stark war, aber auch hier holte Scau Royal mit seinem zweiten Platz eine sehr gute Platzierung und war weit vor dem Dritten. Unda uch wenn er im Dezember im Gruppe 2 Unibet International Hurdle nur einen vierten Platz erringen konnte, war er an der (aufgelassenen) letzten Hürde noch voll mit dabei beim Kampf um den Sieg und schwächelte nur auf den letzten vielleicht 100m und musste die anderen drei ziehen lassen – in seiner derzeitigen Form über Hürden habe ich ihm im Desert Orchid Chase im Dezember viel zugetraut, aber leider scheiterte er am Ende an sich selbst und der fünften Hürde. Nicht viel, was man aus diesem Rennen herausziehen hätte können, dafür gewann er aber zwei Monate später im Februar beim Gruppe 2 Betfair Game Spirit Chase, und das mit Leichtigkeit gegen auf dem Papier durchaus gleichwertige Gegner.

Sceau Royal hielt sich hinter den Pacemakern, übernahm im letzten Viertel aber spielend die Führung von diesen und konnte sich unter einem starken Ritt von Daryl Jacob gegen Champ durchsetzen, einem Gruppe 1 Sieger aus dem letzten Jahr.

Ich traue ihm hier absolut einen der ausbezahlten Plätze zu!

 

  1. Chacun Pour Soi
  2. Politologue
  3. First Flow / Put The Kettle On / Nube Negra

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