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Verry Elleegant gewinnt das Fujitsu General George Main Stakes

Pferderennen in Australien

Am Samstag gewann Verry Elleegant das George Main Stakes in Randwick, nachdem die Stute dieses Jahr zuletzt eine kleine Durststrecke ertragen musste. Dabei hatte das Jahr eigentlich so gut angefangen mit zwei Siegen in Folge über den australischen Sommer, allerdings kamen dann zwei zweite Plätze als Favoritin, die schon eine Art Abgesang auf die Wunderstute ausgelöst hatte. Knapp  mit einer halben Länge unterlag sie Addeybb im Queen Elisabeth Stakes in Randwick im April, dann nach einer kleinen Pause mit nur einem Kopf Mo‘Unga im Winx Stakes. Beide Male war sie klar in der Lage die späteren Sieger unter Druck zu setzen, konmte sich aber auf den entscheidenden Metern eben nicht vollends durchsetzen und musste mit den undankbaren zweiten Plätzen Vorlieb nehmen.

Nicht so aber am frühen Samstag Morgen, wo Verry Elleegant sich mit knapp unter einer Länge gegen Riodini durchsetzen konnte. Dbei sah es für die Siegerin am Anfang gar nicht einmal so gut aus, hatte sich Riodini doch am Anfang der Zielgeraden von der Position der Pacesetterin ein Stück absetzen können und war mit dem Tempowechsel einige Längen in Führung gegangen. Der Rest der Verfolger brauchte einen Moment um ebenfalls zu schalten und die Verfolgung aufzunehmen, Think It Over und Verry Elleegant kamen aber dann doch heran und für die Siegerin tat sich innen die notwendige Lücke auf um an dem Pacesetter vorbei zu ziehen und ihre halbe Länge Vorsprung gut zu verwalten. Damit kam sie über die Meile und weichen Boden zurück auf die Siegesstraße und ich hoffe sie lässt wieder das schnelle Doppel folgen.

Wirklich beeindruckend fand ich aber auch den Lauf von Riodini an der Front – da wartet der erste Gruppe 1 Sieg um die Ecke!


Verry Elleegant: 
Die Zed Tochter wird von dem Star Trainer Chris Waller trainiert, der schon die Wunderstute Winx zu dem gemacht hat, was sie ist – eine, wenn nicht die beste Stute, die in den letzten Jahrzehnten in den Galopprennen teilgenommen hat.

Und wie schon ihr großes Vorbild Winx kommt Verry Elleegant mit dem Alter erst so richtig in Fahrt, musste aber überraschend beim Lexus Melbourne Cup eine recht herbe Niederlage einstecken im November 2020 und kam danach im Yulong Apollo Stakes  auch „nur“ auf einen dritten Platz, besserte sich dann im Februar im Chipping Norton Stakes und gewann knapp gegen ihre vorherige Bezwingerin Colette. Das erneute Duell heute wird sehr, sehr spannend. Sie mag weiche Böden und wird diesen wohl heute bekommen, dass könnte erneut der große Vorteil von ihr sein.

Die Karriere von Verry Elleegant begann für den ebenfalls sehr erfolgreichen Trainer Darren Wei, der sie im Jahr 2018 nach ihren ersten Starts in Neuseeland auf den Kursen in Flemington und Caulfiedl auflaufen lies. Da Verry Elleegant bereits in ihren ersten Rennen einiges an Potential gezeigt hatte, wartete Darren Weir nicht lange und lies sie nach dem Wechsel nach Australien sogleich auf Gruppenebene starten.

Den Anfang machte das Gruppe 2 Tab Edward Manifold Stakes, welches von den Favoritinnen Krone, Amphritite und Verry Ellegant unter sich ausgemacht wurde und wo Verry Elleegant auf Anhieb einen guten dritten Platz blegen konnte. Weiter ging es in Caulfield im New Zealand Bloodstock Ethereal Stakes, was allerdings trotz des großen Feldes deutlich leichter besetzt war und so von der nun als Favoritin auftretenden Verry Elleegant dominiert werden konnte.

Mit dem erste Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Gepäck ging es zurück nach Flemington zum Mumm Wakeful Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleegant auch wieder als Favoritin auftreten dürfte, aber entgegen der in sie gesetzten Erwartungen erneut den Anschluss an die Konkurrentinnen nicht halten konnte und sich klar geschlagen geben musste. Sie hatte nicht den besten Renneverlauf und auch einige andere Entschuldigungen, wie die um 400m erweiterte Distanz, was allerdings für das nachfolgende, noch einmal um 400m längere Oaks nicht unbedingt die besten Vorzeichen waren.

Trotzdem lies man Verry Elleegant erneut als eine, bzw. die Favoritin Kennedy Oaks in Flemington auflaufen, und wie schon zuletzt im Wakefull Stakes gelang es der ambitionierten Stute und ihrem Team nicht, in dem 2400m Rennen den Anschluss an die Führenden zu halten und man musste sich ein weiteres Mal mit einem deutlichen Rückstand von über fünf Längen zufrieden geben.

So richtig zufrieden konnte man damit natürlich nicht sein und Verry Ellegant wechselte von Darren Weir zu Chris Waller, der die Stute über den australischen Sommer bis in den Februar 2020 weiter ausbildete und ein weiteres Mal nach Flemington schickte.

Dort startete sie am 16 Februar im Gruppe 3 Vanity Stakes, und nach den letzten Niederlagen, u.a. gegen die Favoritin Amphitrite, war man etwas mistrauisch wie sich Verry Elleegant wohl an diesem Tag schlagen würde – die Antwort war: Gar nicht mal so schlecht!

Zwar fand sie wieder ihre gewünschte Lücke etwas zu spät und Amphitrite hatte zu viel Vorsprung vor ihr gewinnen können, aber die Art, wie sie das Feld dann im Wahnsinns Tempo aufrollte, wusste zu gefallen und lies auf mehr hoffen. Mehr gab es dann im Phar Lab Stakes genau einen Monat später auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleganz mit ihrem beeindruckenden Schlusssprint das Feld rund um ihre Verfolgerin und spätere Gruppe 1 Siegerin Seabrook mit über 3,5 Längen deklassieren konnte. Mit einem derart dominanten Sieg auf Gruppe 2 Ebene war es natürlich nicht verwunderlich, dass Verry Elleeganz direkt im selben Monat noch eine Klasse weiter aufsteigen wollte und es Ende März 2019 im Vinery Stud Stakes noch einmal probierte.

Auch dort blieb Verry Ellegant zunächst im hinteren Bereich des Feldes, und als die Konkurrenten wie Seabrook ihren Schlusssprint begonnen hatten, um die Pacesetterin Greysful Glamour wieder einzutüten, war die Favoritin immer noch hinter einer Wand aus Pferden und musste sich erst nach außen in die Mitte der Bahn begeben, um freie Bahn für den gwünschten Schlusssprint zu bekommen, was noch einmal einige Längen kostete. Dann aber sprintete sie an die Front und setzte sich einige Längen ab, musste sich aber spät im Rennen dem Angriff von Frankly Awesome erwehren, und die Beine der Favoritin wurden zunehmend schwerer – aber sie hielten! Verry Ellegant feierte damit verdienter Maßen ihren ersten Gruppe 1 Sieg in der zweiten Saison – und legte gleich zwei Wochen später noch einmal im Gruppe 1 Heineken Plate nach!

Das 2400m Rennen war auf dem Papier ein wenig leichter als das letzte, auch wenn mit Frankely Awesome die Hauptkonkurrentin wieder mit von der Partie war. Wieder musste Verry Elleegant weit in die letzte Kurve gehen und ein wenig Boden auf die anderen verlieren, aber wieder konnte sie in der Mitte der Bahn Fahrt aufnehmen und einen Konkurrenten nach dem anderen einsammeln. Frankely Aweseome hatte ziwschenzeitlich die Führung übernehmen können und war wie schon zuvor dem Feld ein paar Meter entflohen, aber Verry Elleegant und Scarlet Dream kamen in der Mitte der Bahn herangeschossen um die immer schwächer werdende Fankely Awesome auf den dritten Platz zu verdammen.

Mit dem Doppel in australischen Gruppe 1 Rennen konnten sich Chris Waller und Verry Elleegant zufrieden in die Winterpause verabschieden, die im August 2019 mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde. Was allerdings komplett anders verlief, als gehofft. Denn aus dem erhofften glorreichen Wiedereinstieg wurde nichts, Verry Ellegaant wirkte nach der viermonatigen Pause unkonzentriert und müde, konnte auf den letzten Metern nichts von ihrem erwarteten Geschwindigkeitsschub zeigen und trottete mehr oder minder hinter dem Feld her, welches von der herausragenden Samadoubt über die Strecke geführt wurde. Lag es an der deutlich kürzeren Distanz? Schließlich hatte sie ihre letzten beiden Siege über 2400 m bzw 2000 m erringen können, und die Kürzung von einem Kilometer Distanz schien Verry Elleegant absolut nicht zu behagen.

Auch im nachfolgenden Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes über die Distanz der Meile lies Verry Elleegant jede Spritzigkeit vermissen und kam wieder genau 3,8 Längen hinter dem Sieger ins Ziel, der dieses Mal Avilius hieß.

Es schien klar zu sein, dass der etwas weichere Boden kombiniert mit der kürzeren Distanz nicht im Sinne von Verry Elleegant zu sein schienen, und so hatte Chris Waller ein Einsehen und lies seine Stute das nächste Mal im Gruppe 2 Active Hill Stakes lieber über die Distanz von 2000m auflaufen, was Verry Elleeganz sogleich mit einer Formsteigerung und dem nächsten Gruppensieg quittierte – allerdings längst nicht so dominant, wie sie es zuvor getan hatte!

Stattdessen lief Samadoubt als Front Runner dem Feld wieder davon, konnte an der Innenbahn mächtig an Boden sparen, während Verry Elleegant weit außen in die Zielgerade ging, und dann alles geben musste, um sich cm um cm an den Führenden heran zu kämpfen und ihn auf der Linie mit einer Nase Vorsprung zu überholen. Das nennt man dann wohl Punktlandung – oder Glück gehabt.

Das sahen wohl auch die Experten so, die Verry Elleegant für das Gruppe 1 Cox Plate mit der Favoritin Lys Gracieux als klare Außenseiterin einstuften – und sie sollten Recht behalten, in diesem gut besetzten 2040m Rennen hatte sie keine Chance, um den Sieg mitzuspielen und musste sich mit Platz 12 und 10 Längen Rückstand abfinden – das war noch deutlich eine Klasse zu hoch für sie und scheinbar brauchte sie etwas mehr Training, denn mit dem Cox Plate ging die Saison 2019 auch schon wieder zu Ende für Verry Elleegant, die erst nach dem Hochsommer im Februar ihr Comeback feierte.

Als Ziel ihres ersten Rennens wählte Chris Waller das Gruppe 2 Aquis Apollo Stakes in Randwick, wo sie gegen Hochklassige Konkurrenten wie Dreamforce, Alizee oder Happy Clapper ran musste, was keine einfache Aufgabe war. Dieses Mal versuchte Verry Elleegant über die Innenbahn an die Pacesetter heran zu kommen, welche aber in Form von Alizee zu viel Kraft hatte und die Konkurrentin einfach stehen lies. Verry Elleegant beendete das Rennen dort, wo sie ihren Schlusssprint begonnen hatte, nämlich hinter einer Wand von Pferden und ohne Chance, an diesen noch vorbei zu kommen.

Irgendwie fehlte ihr ihre Spritzigkeit, ihr Tempowechsel, der sie im vergangenen Jahr so gefährlich gemacht hatte. Stattdessen waren ihre Rennen mehr Arbeit und Kraftaufwand, was sich auch im Gruppe 1 Chipping Norton Stakes nicht änderte, aber sie schien aus ihren vorherigen Rennen dazugelerngt zu haben, denn sie lies sich nicht so weit zurückfallen wie sonst und versuchte zudem, an der Innebahn etwas Raum zu sparen, was ihr auch bis zum Einbiegen in die Zielgerade gut gelang.

100m vor dem Ziel schaffte sie es sogar, sich an die Front des Feldes zu setzten, wurde dann aber noch von Te Akau Shark überholt und musste sich trotz starker Leistung mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Auch im nachfolgenden Ranvet Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Rosehill erging es ihr wieder so, auch wenn sie erneut ihre Taktik ein bisschen an das kleinere Feld angepasst hatte. So startete sie ihren Angriff deutlich früher und kam bereits in der letzten Kurve, vor einbiegen in die Zielgerade, gleichauf mit Addeyb, konnte den Konkurrenten aber nicht dauerhaft hinter sich halten und musste erneut mit einem zweiten Platz vorlieb nehmen, schien aber mit diesem Rennen immer besser in Form zu kommen und belohnte sich letztendlich im Gruppe 1 Kia Tancred Stakes Ende März mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg, und fast war es so, als hätte man die Zeit einfach zurückgedreht.

Sie hielt sich wieder etwas mehr im Hintergrund während des Rennens, kam weit in die letzte Kurve und beschleunigte in der Mitte der Bahn famos, um am Ende einen lockeren 4,3 Längen Sieg feiern zu können. Der weiche Boden schien ihrem neuen Stil in die Karten zu spielen und Ausdauer konnte sie über die 2400m zur Genüge präsentieren und fast konnte man glauben, dass sie sich beim nächsten Duell mit Addeyb im Queen Elizabeth Stakes im April rächen könnte – der Front Runner machte allerdings schon mit seinem Move 400m vor dem Ziel klar, dass er nicht daran dachte den späten Sprintern eine Chacne einzuräumen und setzte sich schnell einige Meter ab, gefolgt von Danon Premium, der sehr gefährlich in der Mitte der Bahn neben ihm auflief, aber 100m vor dem Ziel offensichtlich die Kraft verlies. So konnte sich Verry Elleegant einen weiteren zweiten Platz sichern, hatte aber keine Chance Addeyb in irgend eine Art von Gefahr zu bringen

Sie reduzierte danach im Winx Stakes im August ihre Distanz erheblich, was am Ende mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg gedankt wurde, wenn auch nur wieder sehr sehr knapp, den Star Of The Seas saß ihr mit einer Nase im Nacken und hatte 100m vor dem Ziel sogar die Führung übernommen. Verry Elleegant hatte das Feld außen überholt in der letzten Kurve und ging an die Front, musste dann aber Star Of The Seas abwehren, der sich kurzeitig selbst sie Führung hatte sichern können – aber Verry Elleegant kämpfte und gewann am Ende über die 1400m verdient. Im nachfolgenden Fujitsu George Main Stakes kam Verry Elleegant mit ihrer Taktik das Feld von hinten aufzurollen dieses Mal nicht durch, als Kolding und Sea Of The Stars das Tempo über 1600m beim einbiegen in die Zielgerade anzogen und Verry Elleegant keinen sauberen Weg durch die anderen Konkurrenten fand und zu spät zu viel Boden gut zu machen hatte.

Im größeren Feld im Turnbull Stakes hielt sich die Stute dann lieber gleich beim links drehenden Kurs außen am Feld und nahm in Kauf, etwas mehr Boden in der Kurve gut machen zu müssen als innen wieder im Pulk der Pferde fest zu stecken, und auch wenn es am Ende ein Kraftakt war, gewann sie ihr nächstes Gruppe 1 Rennen wieder mit einem denkbar knappen Vorsprung. Aber Sieg ist Sieg, und einen Gruppe 1 Siege nimmt man gerne, egal wie knapp er war. Das Rennen über die 2000m war sehr stark besetzt gewesen und dass sie die Stute, noch zudem mit recht hohem Gewicht, hier hatte durchsetzen können, war schon sehr beeindruckend gewesen!

Im Gruppe 1 Caulfield Cup legte die Stute dann über noch weitere Distanz ( 2400 m )  noch einmal nach und schnitt gerade rechtzeitig den Weg von Anthony Van Dyck, um dessen Momentum auf der Außenbahn auszubremsen und dessen Lauf zu resetten, um ihn auf der Ziellinie dann 200m später knapp einen Nacken hinter sich zu haben. Die beiden hatten sich den Weg außen am Feld ausgesucht, und wenn Anthony Van Dyck sich hätte losreißen können, wäre er sicher schwer zu fangen gewesen, so aber konnte sich Verry Elleegant vor ihn setzten und kurz ausbremsen, während sie selbst ihr Momentum aufbaute. Wieder eine starke Leistung, und nachdem sie nun zwei Mal ihre Distanz erheblich erweiterte hatte, war auch der Versuch über die  3200m im Lexus Melbourne Cup nicht ganz verrückt – die Distanz ewies sich aber am Ende dann doch als zu weit für Verry Elleegant, die in ihrer ganzen Karriere noch nie über 3000m gelaufen war. Das kann man verzeihen, gerade in dem extrem straken Feld im Lexus Melbourne Cup aber auch nach einigen Wochen Pause im Februar 2021 im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene kam sie über 1400m zu spät, um Colette auf der Zielgeraden noch einsammeln zu können.

Dabei war die Sprintdistanz von 1400m schon eher wieder nach dem Geschmack von Verry Elleegant, die über diese Distanz im August 2020 das Winx Stakes knapp gewonnen hatte – allerdings über schnelleren Boden. Sie kommt eigentlich mit weichem Boden gut zurecht, hatte allerdings dieses Mal auf der Zielgeraden nicht das Tempo, um auf den letzten 200m signifikant Boden auf die Siegerin gut zu machen und musste sich selbst dem Front Runner Kolding geschlagen geben – klar, sie hatte 400-500m vor dem Ziel das Problem, dass sie keinen freien Lauf fand und sich am Innengeländer eingeklemmt wiederfand, aber 200m vor dem Ziel war sie eben frei und so richtig viel Kick konnte sie dennoch nicht zeigen – der kam aber auf weichem Boden im Chipping Norton Stakes wieder, als sie das Feld außen umrundete und damit freie Bahn für ihren Angriff kam. Das allerdings kostete sie auch einiges an Raum und Colette und Avilius gingen mit kleinem Vorsprung in die Zielgerade, aber Verry Elleegant kämpfte hart und gewann am Ende mit einem Nacken gegen ihre dicht gepackten Verfolger.

Eine Wiederholung des Rennens könnte so oder so ausgehen, so knapp ging es aus, jeder der fünf ersten hätte sich am Ende durchsetzen können, im Gruppe 1 Ranvet Stakes genau einen Monat später am 27.03.201 ließ Verry Elleegant allerdings keine Zweifel daran aufkommen, wer den Sieg am Ende verdient hatte – Addeybb konnte sich die Führung dieses Mal nicht sichern und musste diese Position Angel Of Truth überlassen, was ihn weiter außen auf die Bahn brachte und seine Taktik das Tempo an der Spitze zu bestimmen ruinierte. Er kam zwar gut auf die Zielgerade, konnte da aber nicht die nötige Beschleunigung aufbieten, um den Angriff von Verry Ellegant abzuwehren, die schnell vor Addeyyb zog und sich gut eine Länge absetzte. Sehr starker Lauf und eine Wiederholung hätte sich bei dem erneuten Duell im Queen Elisabeth Stakes sicher ausgereicht, um Addeybb zu schlagen, allerdings musste Verry Elleegant dieses Mal auf schnellerem Boden ran, und das mochte sie nicht ganz so sehr – die beiden Favoriten kamen auf den ersten beiden Plätzen in Ziel – und das war wohl auch der Grund warum Verry Elleegant nach einer kleinen Pause ebenfalls auf schnellem Boden (oder schneller als sie es mag) im Winx Stakes Mo‘Unga unterlag, der der bessere Untergrund offensichtlich deutlich besser lag und das entscheidende Bisschen schneller war als Verry Elleegant, um sich den bisher wichtigsten Gruppe 1 Sieg der noch kurzen Karriere zu sichern.

Beim zweiten Start nach der Pause im australischen Winter / Frühling bekam Verry Elleegant dann im George Main Stakes aber den gewünschten weichen Boden und konnte ihre Stärke voll ausspielen – und das musste sie auch, denn der talentierte Front Runner Riodini hatte sich auf der Zielgeraden mit einem überraschenden Tempowechsel einige Längen absetzten können und war gefährlich weit vor dem Feld, wurde aber durch den langsamen Boden etwas abgebremst, während Verry Elleegant und Think It Over heranschossen und zumindest Verry Elleegant sich an der Innenseite auch vorbeischieben konnte – starke Leistung und vielleicht die nächste Vorlage für den nächsten Sieg?


12.09.2021 – Curragh – Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes – Pick: Love

Pferderennen in Irland

15:20 Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes (Gruppe 2) (Stuten & Stutenfohlen)

3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut

 

Love wird hier wieder gegen ihr eigenes Geschlecht starten – eine Disziplin, in der die Stute letztes Jahr absolut unschlagbar war – und da sie in den letzten beiden Rennen gegen männliche Konkurrenz respektabel gelaufen war, hoffe ich sehr auf die „alte“ Love von 2020 und einen Sieg in diesem Stutenrennen – die Chancen stehen gut und die Quote ist noch attraktiv.

Love:

2021 hängt derzeit hinter ihren super Ergebnisse im Jahr 2020 etwas hinterher – 2020 war das Jahr von Love, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte.

Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung.

Der  Start 2021 ist ihr im Prince Of Wales Stakes durchaus gelungen, aber es war knapp am Ende und im King George VI & QE Stakes gegen männliche Konkurrenz musste sie eine recht herbe Niederlage einstecken, wie auch im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes im August, wo Love gegen Mishriff mit sechs Längen zurückstecken musste. Ich denke sie ist deutlich besser als sie in den letzten zwei Rennen gezeigt hat, da sind wir eigentlich andere Leistungen von Love gewohnt!

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Dann kam das Prince Of Wales Stakes, fast genau ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz und man musste sich die Frage stellen: kann Love an diese Erfolge anknüpfen? Die Antwort lieferte die Stute prompt: Ja sie kann, wenn auch knapp. Sie übernahm in dem Gruppe 1 Rennen über 1m2f die Führung, wurde aber schnell unter Druck gesetzt und musste sich mühen, diese Position zu halten, denn sie wurde erst von Sangarius, dann von Audarya, Amory und My Oberon unter Druck gesetzt. Ryan Moore gab auf Love 400m vor dem Ziel langsam Gas, kam 200m vor dem Ziel mächtig unter Druck, aber Love fand immer noch ein bisschen mehr und konnte sich am Ende dann mit knapp unter einer halben Länge durchsetzen. Audarya holte sich den verdienten zweiten Platz und Co Favorit Amory kam dahinter auf dem dritten Platz ins Ziel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und Love hatte einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison.

Dann kam das King George VI & QE Stakes und vielleicht die herbste Niederlage in ihrer Karriere abgesehen von ihrem Maidenrennen 2019. 3,5 Längen betrug der Rückstand am Ende auf Adayar und Love war chancenlos gegen den Sieger. Allerdings konnte sie das Tempo auch nicht setzen – das machet Broome – und als sie zum Schlusssprint ansetzen wollte, kam Mishriff von der Seite und machte ihr die Tür zu.

Den Konkurrenten hätte Love bei besserem Rennverlauf vielleicht kriegen können und mit der kürzeren Distanz im Juddmonte International Stakes im August in York hoffte man auf einen Formsprung – der aber Ausblieb. Schon der Start misslang Love, die sich aber trotzdem eine gute Position bei den Pacesettern sichern konnte – und wo ihr 200m vor dem Ziel zunehmend die Puste ausging. Mishriff zog den Feld davon , Alenquer hielt knapp den zweiten Platz gegen Love… das geht besser!

Und auf dem Papier sind die Voraussetzungen für Love wieder ideal um zu alter Form zurück zu finden, aber das habe ich die letzten beiden Rennen auch schon gesagt!

 

Thundering Nights: Die Night Of Thunder Tochter von Trainer Joseph Patrick O’Brien läuft seit seinem Karrieredebüt im Jahr 2019 konstant gute Rennen.

Dabei waren ihren ersten beiden Rennen in Curragh und Gorwan im Herbst 2019 noch klare Niederlagen, bis überraschend beim Saisonabschluss in Galway der Durchbruch in einem Maidenrennen gelang.

Es folgte die obligatorische, lange Pause bis in das neue Jahr hinein, bis Thundering Nights 264 Tage später ihr Saisondebüt in Curragh in einem Handicap gab – und den erneuten Sieg nur mit einem kurzen Kopf Rückstand verpasste.

Die lange Pause hatte ihre Spuren hinterlassen und Thundering Nights ging praktisch auf der Linie die Kraft aus um noch gegen den letzten Angriff von Sonnyboyliston anzukämpfen, aber schon bei zweiten Rennen der Saison in Leopardstown gewann Thunderin Nights wieder und ging danach direkt auf die Gruppenebene hoch.

Dass sie dabei auf weichem Untergrund starten musste und dass er gegen deutlich bessere Konkurrenz ran musste, schien Thundering Nights wenig zu stören und so gewann sie das Gruppe 3 Snow Fairy Fillies Stakes am Ende recht komfortabel – allerdings reichte es nicht gegen bessere Konkurrenz beim Sprung auf Gruppe 2 Niveau im Moyglare Blandford Stakes, was in einem etwas enttäuschenden dritten Platz resultierte – da war Luft nach oben, aber Thunderin Nights tat sich schwer mit den besseren Gegnern und scheiterte auch danach im Champions Fillies & Mares Stakes beim Saisonabschluss im Jahr 2020 recht deutlich mit einem siebten Platz und über 11 Längen Rückstand.

Thundering Nights kam beim ersten Versuch auf Gruppe 1 Ebene niemals über das Mittelfeld hinaus und hatte schwer zu schaffen, überhaupt den Anschluss beim Übergang in den Schlussprint zu halten, war dann aber auch konsequenter Weise schnell geschlagen und ging weiter in die Winterpause, die 182 Tage später im April 2021 im Gruppe 3 Holden Plant Rentals Alleged Stakes beendet wurde.

Da war die große Favoritin Broome, während Thunderin Nights eher Chancen auf einen Platz ausgerechnet wurden – allerdings war Thundering Nights durch die Pause augenscheinlich revitalisiert und in Bestform, denn das Rennen schien ihr über große Strecken leicht zu fallen und übernahm 200m vor dem Ziel dann auch die Führung, driftete aber dann ein wenig nach rechts und konnte knapp vor dem Ziel die Favoritin dann nicht mehr hinter sich halten – hatte aber ein herausragendes Rennen gezeigt und viel hatte für den zweiten Gruppensieg nicht mehr gefehlt – das kann man aber auch vom nächsten Rennen sagen, wo Thunderin Nights nur eine Nase zum Sieg gefehlt hat.

Bemerkenswert ist das Rennen weil es nicht wie bisher in England stattfand, sondern in den USA in Belmont Park – ein Versuch, Thundering Nights auch in Übersee bekannt zu machen und für den Breeders Cup bekannt zu machen – und fast hätte es hier über weichen Untergrund über 1m2f nach dem Trip über den großen Teich sogar für den Sieg gereicht! Aus dem Mittelfeld startete Thundering Nights ihren Angriff auf Favoritin Mean Marry, konnte aber in den letzten 200m sich einfach nicht komplett an der Siegerin vorbei schieben, am Ende waren es dann einfach ein paar Meter zu wenig für Thundering Nights – die überraschend direkt den Weg zurück nach Irland antrat und sich im Gruppe 1 Alwasmiyah Pretty Polly Stakes in Bestform präsentierte.

Das Rennen war mit Konkurrentinnen wie Santa Barbara und Cayenne Pepper extrem gut besetzt und das Duell der Drei hielt auch, was es auf dem Papier versprach – Pacesetter Shale setzte das Tempo für ihre Verfolgerinnen, die sich knapp hinter ihr einsortierten und zufrieden waren, auf den unweigerlich einsetztenden Schlussprint zu warten.

Dieser kam dann 400m vor dem Ziel und wurde zunächst von Santa Barabra eingeleitet, aber Thundering Nights hatte sich vor ihr einsortiert und ging den Tempowechsel mit, so dass Thundering Nights die Führung übernahm und die Angriffe von Santa Barbara abwehren konnte -wenn auch nur knapp, denn die Konkurrentin gab über die letzten 100m nicht auf und bleib immer direkt neben der Siegerin, die unter Shane Cross wirklich alles gab, um am Ende den Nacken Vorsprung über die Ziellinie zu retten.

56 Tage später gab es einen kleinen Dämpfer auf gut bis weichen Untergrund für Thundering Nights auf weicherem Boden im Gruppe 3 Darley Prix Jean Romanet in Frankreich, als sie auf weicherem Boden startete – zumindest denke ich, dass dies an dem Tag der Grund war!

Thundering Nights würde ich gerne über schnellen Boden sehen und umso trockener der Untergrund wird, umso besser schätze ich ihre Chancen ein – auch gegen Love!

 

Le Petite Coco: Die Ruler Of The World Tochter von Trainer P. Twomey bestritt 2020 lediglich ihr Maidenrennen, kam allerdings nur auf einem sechsten Platz ins Ziel und schaffte auch nach 142 tagen Pause beim zweiten Versuch in Naas nur einen vierten Platz. Beide Rennen waren auf weichem Boden, aber das wurde offensichtlich als Entschuldigung nicht akzeptiert und Le Petite Coro verlies Andrew Kinirons und ging zu P. Twomey, der mit ihr im Mai in Killarney auch tatsächlich gleich das erste Rennen, das Irish Stallion Farms EBF Median Auction Fillies Race, gewinnen konnte – und fast einen Sieg auf Listed Ebene in Naas im Irish Stallion Farms EBF Naas Oaks Trial folgen lies- Dort war sie nach ihrem überzeugenden Maiden Sieg auch als Favoritin gestartet, scheiterte aber an Willow, die sie immer auf einer halben Länge Abstand hielt.

Dementsprechend wurde das Oaks auch nicht als Ziel angegangen, sondern ein weiterer, geplanter Sieg im Irish Stallion Farms EBF Median Auction Race eingefahren, der daher auch wenig aussagekräftig war. – ein Sieg gegen deutlich leichtere Konkurrenz bestätigt schließlich nur die Erwartungen und erst mit dem nachfolgenden Sieg im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes brachet sich La Petite Coco auch auf höherem Niveau ins Gespräch, denn La Petite Coro lies den Konkurrentinnen in diesem Rennen keine Chance.

Zunächst hatte sie sich hinter den Pacesettern einsortiert, aber da ihr das Tempo offensichtlich nicht reichte, nahm sie bereits 600m vor dem Ziel die Sache selbst in die Hand und setzte sich 400m vor dem Ziel langsam und uneinholbar ab! Weicher Untergrund und 1m4f schienen ihr einen Formboost zu geben und entfesselten ihre bisher beste Leistung.

Immens beeindruckende Leistung, allerdings ist das hier eine ganz andere Herausforderung und wird wieder etwas mehr Auskunft darüber erteilen, was wir von La Petite Coco erwarten können.

 

Cayenne Pepper: Die Australia Tochter von Mrs. John Harrington begann ihre Karriere 2019 gleich mit zwei Siegen und ging noch in der selben Saison auf die Gruppeneben hinauf, wo sie mit einem Sieg im Gruppe 3  Flame Of Tara Irish EBF Stakes ihren Favoritenstatus rechtfertigte und sich mit über 2 Längen Vorsprung durchsetzte – souverän und dominant, so dass man sich entschied, sie auch noch im Gruppe 1 bet365 Fillies‘ Mile startete – wo auch Größen wie Love oder Quadlrilateral aufliefen. Cayenne Pepper müht sich redlich, war auf diesem Niveau zu diesem Zeitpunkt aber noch klar überfordert.

2020 steigerte sich die Form von Cayenne Pepper, die sich in diesem Jahr Duelle mit einigen weiteren großen Namen lieferte – angefangen im Pretty Polly Stakes und Magicak, die das Rennen gegen Cayenne Pepper allerdings auch mühelos gewann – ein gut bezahlter zweiter Platz über die 1m2f sprang trotzdem am Ende heraus. Das sleb Ergebnis gab es als Favoritin im Juddmonte Irish Oaks gegen Even So über 1m4f und etwas weicheren Boden im Juli und dann noch einmal über schnelleren Boden im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes – und diese Niederlage als erneute Favoritin tat richtig weh. Tarnawa schlug Cayenne Pepper mit fast 2 Längen, und das obwohl sie ganze 10lb schwerer unterwegs war und nicht wie die Konkurrentin in dieser Zeit schon als Gruppe 1 Rennpferd gehandelt wurde. Das änderte sich für Tanarwa 2020 zwar danach noch, aber Cayenne Pepper musste die herbe Niederlage einstecken und ging dann erst wieder im September im Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes auf die Rennstrecke.

Das Gruppe 2 Rennen über 1m2f und guten Untergrund gewann sie dann endlich in dominanter Weise, Favoritin Magic Wand floppte in diesem Rennen hingegen und war keine Gefahr für den 4 Längen Sieg von Cayenne Pepper, die auf den letzten 200m alles klar gemacht hatte und für den Saisonabschluss über den großen Teich übersetzte und im Breeders Cup Filly&Mares Turf  startete – dort wurde sie allerdings ziemlich eingenordet und bei ihrem Saisondebüt im Tattersalls Gold Cup verlief es nicht viel besser… das war allerdings auf schwerem Boden, den sie vorher immer vermieden hat und das nach einer 197 Tage Pause…. aber auch danach steigerte sich die Form von Cayenne Pepper nur ein bisschen mit einem dritten Platz im Alwasmiyah Pretty Polly Stakes und einem fünften Platz im Darley Prix Jean Romanet – beides zwar nicht viel mehr als 4 Längen geschlagen, aber auch ohne Gefahr für die jeweiligen Sieger zu produzieren.

Sie ist viel besser, als sie 2021 gezeigt hat, aber ob sie gerade hier gegen Love in Form kommt? Ich glaube eher nicht

 


11.09.2021- Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Tarnawa

Pferderennen in Irland

15:45 Irish Champion Stakes – Gruppe 1 

3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut

Ufffff… nur vier Starter, aber drei sind von der Klasse und der Form her kaum auseinander zu halten und sowohl St Mark’s Basilica, als auch Tarnawa wie auch Poetic Flare haben alle exzellente Chancen auf den Sieg – jeder für sich mit etwas anderen Ausgangchancen, aber alle drei sind absolute Spitzenklasse und das, was das Irish Champion Stakes an Anzahl vermissen lässt, hat es definitiv an Klasse zu bieten.
Mein Pick für das Rennen: ??? Sorry, aber selbst ich kann hier nur raten. Ich tendiere zu einem der 3yo wegen dem Gewichtsvorteil, aber Tarnawa ist saustark… also vielleicht St Mark’s Basilica?? Aber nicht zu der Quote… also doch Tarnawa? Oder Poetic Flare? Aber der rangiert kaum höher als Tarnawa… also: Pick: Tarnawa wegen Quote und Chancen in Kombination
St Mark’s Basilica: Der Siyouni Sohn von Aiden O’Brien hatte eine etwas ungewöhnliche Saison für ein Pferd, welches in seiner ersten Saison das Dewhurst Stakes gewinnen konnte und eigentlich wie gemacht für die Classics zu sein schien – diesen in der zweiten Saison aber komplett fern blieb.
Stattdessen begann die Saison im Mai in Frankreich, und vielleicht braucht er ja auch genau den weichen Untergrund, den er in Frankreich immer wieder vorfand, um seine beste Form zu zeigen?
Das sieht zumindest so aus, wenn man sich seine Form bisher so anschaut, keinen Start hat er auf besserem Untergrund als gut bis weich absolviert und seine größten Sieg konnte er im Dewhurst Stakes, dem Emirates Poule d’Essai des Poulains oder dem Qatar Prix du Jockey Club feiern – jeweils auch weichem Untergrund.
Im letzten Rennen gegen Addeybb in Sandown im Coral-Eclipse war der Untergrund mit gut bis weich schon einen Tick schneller und St Mark’S Basilica konnte dort sogar eine neue Bestform zeigen – nur logisch, dass er heute hier auf noch schnellerem Boden startet?
Seine Karriere begann mit einem fünften Platz in einem Maidenrennen in Curragh und danach einem fünften Platz im Gruppe 1 Phoenix Stakes auf dem selben Kurs, bevor sich der Trainer in einem weiteren Maidenrennen dazu entschied, einen sicheren ersten Sieg für St Mark’s Basilica zu buchen.  Nach dem Pflichtsieg unterlag er Thunder Moon im Vincent O’Brien Stakes in Curragh im September 2020, als es über 1408m auf gut bis weichem Untergrund ging.
St Mark’s Basilica versuchte das Feld von ganz hinten aufzurollen, wanderte aber außen am Feld dann ein bisschen, als es in den Schlusssprint ging und hatte auf den letzten 50m nicht mehr den Biss, um den zweiten Platz gegen Wembley zu verteidigen, Sieger Thunder Moon war ohnehin außer Reichweite, der hatte den besseren Schlusssprint und noch dazu den Pfad innen am Geländer lang.
Die selbe Position wie im letzten Rennen sicherte sich dann St Mark’s Basilica im Dehurst Stakes noch einmal – ganz hinten im Feld, wartend, bis sich das Rennen entwickeln würde. Und dieses Mal hatte er das große Glück, dass sich vor ihm eine Lücke auftat und St Mark’s Basilica ohne weitere Umwege seinen Weg von hinten an die Front fand, wo er in gerader Linie zum Ziel zog und auf dem weichen Boden einen Schlusssprint zeigte, der zu überzeugen wusste und die bekannten Konkurrenten Wembley und Thunder Moon dieses Mal keine Chance lies.
Bei seinem ersten Start in der neuen Saison in Frankreich im Gruppe 1 Emirates Poule d’Essai des Poulains, dem französischen Ableger des Guineas, gewann St Mark’s Basilica erneut komfortabel – trotz des sehr weichen Bodens und trotz der langen Pause. Ganz so weit wie im letzten Rennen lies er sich nicht zurückfallen, was das aufrollen des Feldes deutlich erleichterte. St Mark’s Basilica hatte keine Probleme mit dem eigentlich starken Feld und zeigte schon beim ersten Rennen in Frankreich seine Vorliebe für das Land, das Wetter und die Kurse, so dass sein zweiter Sieg im Qatar Prix du Jockey Club auch so erwartet wurde.
Er machte sich gar nicht erst die Mühe in England zwischenzeitlich zu starten sondern blieb in Frankreich und gewann das Rennen mit erneut starkem Zug zum Ziel und mit deutlicherem Abstand vor seinen Verfolgern. Interessant war, dass er zunehmend dazu überging, sich weiter vorne im Feld zu positionieren und von da seinen Angriff zu starten und nicht mehr ganz so weit im Feld zurück fiel -eine Taktik, die auch auf schnellerem Boden funktioniert, wie er im Coral Eclipse in Sandown im Juli 2021 zeigen konnte.
Der Untergrund war etwas schneller als der in Frankreich, aber  St Mark’s Basilica hatte damit augenscheinlich keine Probleme, vielmehr konnte er einen schönen Tempowechsel und eine gute Beschleunigung zeigen, die man auf dem Matsch bisher so nicht gesehen hatte. Wenn überhaupt, dann konnte man notieren, dass er auf dem schnelleren Boden begann ein wenig zu driften, aber das machte das Tempo von  St Mark’s Basilica mehr als wett und mit dem Sieg über den hoch gehandelten Addeybb und Mishriff in der Tasche ist er klar der Favorit hier und heute.

Tarnawa: Die Shamardal Tochter von D. Weld begann ihre Karriere 2018 und sammelte bis zum Mai 2019 einige nette Platzierungen und Siege in Maiden – und einem Handicaprennen Rennen ein, wurde dann aber Siegerin des Gruppe 3 Irish National Stud Racing Irish EBF Blue Wind Stakes, wenn auch nur knapp. Damit hatte sie den Wechsel auf die Gruppenebene erfolgreich absolviert und wurde kurz darauf in das nächste Gruppenrennen geschickt, konnte aber in Epsom den erneuten Sprung im Niveau im Investec Oaksnicht kompensieren und musste sich am Ende mit einem elfeten Platz zufrieden geben.

Ihr Trainer lies sie über zwei Monate pausieren und dann zurück in Irland auf Gruppe 3 Ebene starten, um ihr weitere Erfahrung auf Gruppenebene zu ermöglichen, ohne sie gleich wieder in ganz tiefe Gewässer wie das Glorious Goodwood oder Royal Ascot zu werfen.

Das zahlte sich aus, als sie im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes den Sieg davontragen konnte, und das ziemlich locker. Sie sortierte sich hinter den Siegern ein, startete dann 250m vor dem Ziel ihren Angriff und beschleunigte fast mühelos an den Front Runnern vorbei. Ziemlich gute Leistung, die sie auf Gruppe 2 Ebenen im Blandford Stakes noch einmal wiederholen konnte. Dieses mal musste Chris Hayes hart auf ihr arbeiten um sie an der Front zu halten, die sie wieder beim Einbiegen in die Zielgrade gefunden hatte, und Tarnawa wanderte ein wenig in Richtung des Innengeländers, konnte sich aber am Ende über den Sieg in einem Gruppe 2 Rennen freuen.

Der Startim nachfolgenden Gruppe 1 Qipco Fillies and Mares war vielleicht den Versuch wert, viele Chancen wurden ihr aber nicht ausgerechnet und sie musste sich in dem 2334m Rennen am Ende klar geschlagen geben.

Es ging in die lange Pause bis zum Sommer 2020, die durch die Corona Krise noch verlängert wurde, und Tarnawa kam erst im August im Gruppe 3 Irish Stallion Stakes zurück auf die Rennstrecke, wo sie sich der Konkurrenz auf den letzten 200m des 1m4f Rennens locker entledigen konnte – soviel war von ihr erwartet worden, aber sie hörte da nicht auf und schaffte den selben Trick in Paris im Qatar Prix Vermeille über die selbe Distanz. Es dauerte eine Weile, bevor sie ihr Momentum sammeln konnte (von der 300 bis der 200m Marke), aber sie nahm immer weiter an Fahrt auf und gewann am Ende souverän mit über 3 Längen Vorsprung.

Als Körnung gewann sie noch das Gruppe 1 Prix de l’Opéra Longines auf dem selben Kurs, dieses Mal aber über 2000m und schwerem Untergrund, was besonders beeindruckend gewesen war

Und besonders beeindruckend war auch ihre Leistung gegen Magical im Gruppe 1 Longines Breeders‘ Cup Turf, wo sie der klaren Favoritin am Ende gut eine Länge abnahm – und das mit Leichtigkeit! Da wäre sicher noch mehr drin gewesen, und das obwohl Tarnawa das nicht kleine Feld 500m vor dem Ziel von hinten aufrollte und sich zunächst langsam, dann immer schneller an einer Konkurrentin nach der anderen vorbei schob und 200m vor dem Ziel mit der Fürhung davon galoppierte. Magical hatte keine Chance an ihr dran zu bleiben und mit diesem überragenden Sieg ging eine nicht minder überragende Saison für Tarnawa zu Ende.

2021 begann nach 271 Tagen mit einem Knall, als Taranawa das Gruppe 2 Grant Thornton Ballyroan Stakes auseinander nahm und das Rennen nicht nur gewann, sondern mit gut sechs Längen Vorsprung komplett deklassierte.

Seitdem konnten wie die Stute noch nicht wieder bewundern, aber es gibt keinen Grund, warum sie hier und heute nicht um den Sieg mitlaufen kann.

Poetic Flare:  Der Dawn Approach Sohn von Jim Bolger ist der diesjährige Guineas Held und hat damit die Meßlatte für die Saison sehr hoch gelegt – aber die Erwartungen bisher auch überwiegend erfüllen zu können

Siege im Guineas 2000 oder dem St James Palace Stakes sowie zweite Plätze im Qatar Sussex Stakes und dem irischen Guines 2000 machen ihn zur sicheren Bank für alle Tricast und einem der besten 3yo, die Großbritannien im Moment zu bieten haben,

Er gewann sein Maidenrennen im März 2020 und versuchte sich danach direkt beim nächsten Start im 400m längeren Dewhurst Stakes in Newmarket. Nicht nur war der Sprung auf Gruppe 1 Niveau nach gerade einmal einem Start etwas viel des guten, auch die längere Distanz war ein Problem für ihn zu diesem Zeitpunkt und es war eigentlich klar, dass es auf Gruppe 1 Niveau nicht auf Anhieb so weitergehen würde wie bei seinem Maidenrennen, welches er auch nur mit einer halben Länge Vorsprung hatte gewinnen können.
Zudem musste er eine Pause von gut sechs Monaten kompensieren, also – da kam einiges zusammen und der erste Start in einem Gruppe 1 Rennen kann durchaus verziehen werden, vor allem weil er danach in Leopardstown im Oktober im Gruppe 3 Killavullan Stakes mit einem Sieg überzeugen konnte. Damals lief er am Innengeländer hinter den Pacesettern und startete von da seinen Angriff, der ihn am Ende mit fast drei Längen vor den Rest des Feldes brachte und das, ohne von seinem Jockey Kevin J. Manning zum äußersten getrieben werden zu müssen. Das wusste zu gefallen und mit einem Start in einem Guineas Trial Stakes in Leopardstown im April, welches er ebenfalls locker gewinnen konnte, brachte er sich in Stellung für das erste große Ziel in der Saison – dem Giuneas 1000 in Newmarket.
In dem Rennen auf gerader Strecke wurde ein hartes Tempo vorgelegt und das gesamte Feld befand sich im Schlusssprint 300m vor dem Ziel, so dass es kein Wunder war, dass viele der Pferde zum Ziel hin erheblich ermüdeten, aber Poetic Flare ging zusammen mit Master Of The Seas und Lucky Vega voran und das Trio löste sich von seinen Verfolgern und kam über 2 Längen Vorsprung ins Ziel.
Poetic Flare gewann das Rennen am Ende in einem Photo Finish mit einer Nase und sah wirklich stark aus  – und wurde im St James Palace Stakes noch einmal deutlich übertroffen. Das Rennen, welches Teil der Bristish Champions Series ist, wurde am 15 Juni in Ascot ausgetragen und ist eines jener Rennen, die immer extrem stark besetzt sind und auch wenn Poetic Falre als Favorit starten dürfte, war alles andere als sicher, wie er sich dort schlagen würde.
Allerdings übertraf er auf dem schnellen Boden alle Erwartungen und konnte sich von seiner Position hinter den Pacesettern 400m vor dem Ziel schnell verbessern und ging mühelos vor das Feld von wo er beim Zug zum Ziel immer weiteren Vorsprung auf seine Verfolger heraus holte – man sieht nicht oft, dass ein Rennpferd dieses Rennen mit über 4 Längen Vorsprung gewinnen kann, aber Poetic Flare hat da so richtig einen rausgehauen und sein bisher bestes Rennen gelaufen.
Vielleicht steckte ihm dieses Rennen beim Qatar Sussex Stakes noch ein wenig in den Knochen, vielleicht war der weiche Boden auch nicht so wirklich sein Ding (obwohl er ja auch schon auf schwerem Boden einen hervorragenden Lauf gezeigt hatte), auf jeden Fall schaffte er es eben nicht, den Angriff von Alcohol Free auf den letzten 200m noch abzuwehren und musste sich mit einem weiteren zweiten Platz zufrieden geben.
Poetic Flare ging danach in das Duell gegen Palace Pier im Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in Frankreich, wo er auf gutem Untergrund über die gerade Meile fast den Tag des haushohen Favoriten verdarb. Palace Pier rollte das Feld von hinten auf, während Poetic Flare vorne mitlief, und mit seinem Tempowechsel 400m vor dem Ziel und der Übernahme der Führung 200m vor dem Ziel hätte er es fast geschafft, den Favoriten kalt zu erwischen. Aber Palace Pier schaffte es noch knapp sich auf den letzten 150m die Führung zu krallen und diese bis zum Ziel mit einem Nacken zu verteidigen, so eng hatte man das Rennen auf dem Papier aber nicht auf dem Schirm.
Distanz und Untergrund passen heute – für mich die Hauptgefahr für St Mark.

11.09.2021 – Leopardstown – Coolmore America „Justify“ Matron Stakes : Pick: Mother Earth / Pearls Galore EW

Pferderennen in England

14:40 Coolmore America „Justify“ Matron Stakes – Gruppe 1 

3yo+ | Distanz: 1m / 1609m | Untergrund: gut | Fillies & Mares

Auf dem Papier hat Mother Earth hier ideale Voraussetzungen um ihr erstes Doppel in ihrer Karriere feiern zu können, aber ein bisschen Vorsicht muss man walten lassen – dafür stimmt aber die Quote auf sie. Also wird Mother Earth heute mitgenommen. Pearls Galore wird sicher noch von sich reden machen und ich sehe sie auf den Plätzen – danach wird es aber diffus für den dritten Platz im Trifecta. Ich tendiere zu Acanella

Mother Earth: Die 2021er Guineas Siegerin von Aiden O’Brien hat nach ihren Gruppe 1 Sieg einige gute Ergebnisse zeigen können, bevor sie zuletzt auf weichem Boden in Frankreich den Prix Rothschild hatte gewinnen können.

Ryan Moore übernimmt heute wieder, und man kann von ihr hoffentlich wieder ein spitzen Rennen erwarten. Gegen das eigene Geschlecht und ohne andere Superstars im Lineup wird es sicher extrem spannend und Mother Earth könnte das erste Doppel ihrer Karriere schaffen.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung schon in ihrer ersten Saison sammeln können – schon als 2yo war sie 2020 in der Zeit seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und im Emirates Poule d’Essai des Pouliches in Longchamp, dem französischen Guineas 1000, musste sie diese Leistung auf sehr weichem Boden wiederholen, oder es wenigstens versuchen.  Und obwohl ich davon ausgegangen war, dass der Boden Mother Earth davon abhalten würde das Rennen zu gewinnen, war ich überrascht, wie gut sie dennoch mit dem sehr weichen Boden auskam – sie kam hinter Couersamba auf einen guten zweiten Plazt, den sie knapp gegen die Außenseiterin Kenella verteidigen konnte.

Es war klar, dass der schwere Boden ihr zu schaffen machte, Mother Earth verlor aber erst auf  auf den letzten 150m den Anschluss an die Siegerin und ermüdete zunehmend.

Das war eine Spitzenleistung von ihr und auch beim nachfolgenden Coronation Stakes in Ascot zeigte Mother Earth erneut, dass schwerer Boden ihr nicht unbedingt Probleme bereiten muss, als sie hinter Alcohol Free, die den schweren Boden absolut liebt, und Snow Lantern einen hervorragenden dritten Platz erreichen konnte. Wieder ging Mother Earth erst in den entschiedenen letzten Metern langsam die Puste aus, aber der dritte Platz war sicher und als sich die Konkurrentinnen nur wenige Wochen später im Fallmouth Stakes wieder sahen, war Spannung garantiert,.

Dieses Mal war der Untergrund gut durchgetrocknet und wesentlich schneller, was Alcohol Free natürlich Probleme machte, während Snow Lantern dieses Mal ihre Stärken ausspielen konnte und in einem langgezogenem Duell mit Mother Earth am Ende die Nase vorn hatte. Dabei hatte Mother Earth trotz Platzproblemen während des Rennens die Führung 150m vor dem Ziel übernehmen können, aber Snow Lantern kam noch einmal heran und hatte wieder den entscheidenden Ausdauervorteil auf den letzten 50 Metern.
In Abwesenheit solcher hochklassiger Konkurrentinnen lief Mother Earth dann Anfang August 2021 in Deauville im Prix Rothshild als Favoritin auf. Der weiche Boden abseits der extreme, die sie in ihren letzten Rennen erleben musste, schien ihr gut zu tun und Mother Earth konnte dieses Mal die anderen Stuten knapp auf Abstand halten. Sie reagierte gut auf den Druck ihres Jockeys Ryan Mooren und beschleunigte stark, als es darauf ankam und hatte trotz des eher geringen Vorsprungs von nur einem Kopf die Konkurrentin Sagamiyra immer im Griff.

Ich würde die Konkurrenz heute ähnlich stark einschätzen wie in Frankreich – die ganz großen Namen der Saison fehlen, aber leicht wird es für Mother Earth sicher nicht – und da sie noch nie mehr als ein Rennen am Stück gewinnen konnte und mit 3 Siegen aus 13 Rennen auch eine eher moderate Ausbeute vorweisen kann, wäre ich vorsichtig mit einer Wette auf sie.

Pearls Galore: Die Invincible Spirit Tochter von Trainer Paddy Twomey, der erst 2021 seinen ersten Gruppensieger hatte – nicht mit Pearls Galore, sondern mit Sonaiyla im Juni 2021, während Pearls Galore ihre Gruppenrennen im Juli und im August 2021 gewann.

Paddy Twomey fasste mit seiner Stute bereits letztes Jahr die Gruppenrennen ins Auge, als er sie im September 2021 im Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes auf Gruppe 3 Ebene starten lies und nur eine halbe Länge hinter Champers Elysees in Ziel einlief. Fast hätte es da schon mit dem ersten Gruppensieg geklappt, aber 2021 gelang dann nach einem Einstand mit einem dritten Platz in die neue Saison im Ballycorus Stakes das Doppel in Fairyhouse und Tipperary

Im Irish Stallion Farms EBF Brownstown Stakes auf gutem Boden gewann sie das Rennen aus einer prominenten Position hinter den Führenden aus und einem starken Schlusssprint ab der 400m Marke. Zum Ziel hin konnte sich Pearls Galore von den anderen Stuten zunehmend absetzten und auch im Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes konnte sie sich gegen Ende des Rennens zunehmend absetzten.

Sie schreit förmlich nach längerer Distanz und hat eine Menge Geschwindigkeit. Sie wird die Führung nicht übernehmen wollen, aber dicht hinter dem Tempo setzen und wenn der Rest an der 400m Marke nicht aufpasst, ist sie auf und davon!

Acanella: Die Dansili Tochter von G M Lyons gewann im August ihr erstes Gruppenrennen und überhaupt erst ihr zweites Rennen in ihrer noch kurzen Karriere. Sie schlug dabei Champers Elysees mit einer Art Arbeitssieg. Ähnliche Begebenheiten geben ihr heute wieder Chancen gegen die selbe Konkurrentin, aber für einen Sieg müsste sie sich doch deutlich steigern.

 

Pretty Gorgeous: Die Lawman Stute von Joseph Patrick O’Brien hatte 2020 einen sehr guten Einstand in ihr erstes Rennjahr, läuft den Erfolgen im zweiten Jahr aber ein wenig hinterher.

Sie kam mit einem Sieg in einem Maidenrennen zum Auftakt ihrer Galoppkariere in Fahrt, belegte gleich darauf im August 2020 im Frank Conroy Silver Flash Stakes, wo sie nur auf den letzten 200m die Siegerin Shale hatte ziehen lassen müssen.

Pretty Glorious lernte aber mit jedem Rennen dazu und schlug die Konkurrentin beim erneuten Aufeinandertreffen im A.R.M. Holding Debutante Stakes auf Gruppe 2 Ebene in Curragh mit locker 2 Längen. Dabei hätte sie an jenem Tag auch sicher noch viel mehr herausholen können , aber 2 Längen und ein sicherer Sieg reichten ihr vollkommen. Den Unterschied an jenem Tag machte vielleicht der weiche Boden, denn Shale und Pretty Glorious trafen sich im September auf dem selben Kurs und der selben Distanz im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes erneut, dieses Mal allerdings wieder auf schnellerem Boden, und wieder war es Shale, die das Rennen für sich entscheiden konnte.

Pretty Gorgeous bekam eine Menge Freiheiten von ihrem Jockey Declan McDonogh, der der Stute am Anfang des Rennens ihren Willen lies und sie frei im Feld ihren Platz suchen lies, allerdings stieß sich auch nach 400m mit einer Konkurrentin zusammen und wurde von da an etwas mehr unter Kontrolle gehalten. 400m vor dem Ziel setzte sie ihrem Angriff an, kam auch gut an Shale heran, konnte die Konkurrentin aber auf den letzten 150m einfach nicht überholen und wurde immer knapp eine halbe Länge auf Abstand gehalten.

Zurück auf weichem Boden gewann sie dann zum Abschluss der Saison im Oktober das bet365 Fillies‘ Mile auf Gruppe 1 Ebene, unter anderem gegen die bekannten Namen wie Indigo Girl und Mother Earth. Sie schien mit dem weichen Untergrund hervorragend umgehen zu können, so dass es ein wenig überraschte, dass sie bei ihrem Saisondebüt nach der Winterpause im Tattersalls Irish 1,000 Guineas auf schwerem Boden nicht über einen siebten Platz hinaus kam.

Vielleicht fehlte ihr die aktuelle Fittness als sie 400m vor dem Ziel zum Angriff ansetzte, aber zu früh von Sahe Crosse angetrieben werden musste, um den Anschluss an die Führende noch halten zu können. 150m vor dem Ziel war dann endgültig Schluss und Pretty Gorgeous fiel immer weiter zurück. Auch im Coronation Stakes bekam sie wieder den weichen Boden aus Curragh, konnte aber auch in Royal Ascot nicht damit umgehen und ermüdete auf den letzten Metern zunehmend. Eigentlich ist aber weicher Boden bisher der Erfolgsgarant für Pretty Gorgeous gewesen,von daher war auch klar, dass sie auf besseren Böden im Tattersalls Falmouth Stakes in Newmarket im Juni und dem Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes in Tipperary im August nicht zur Höchstform auflaufen würde.

Ein siebter und ein achter Platz entsprachen den Erwartungen und mit dem immer noch guten Boden heute unter den Hufen wird das Rennen hier sicher auch nicht ideal für Pretty Gorgeous sein.

Empress Josephine: Die Galileo Tochter von Aiden O’Brien hat letztes Jahr nicht einen Start gehabt, sie ist somit est als Dreijährige in die Galopprennen eingestiegen. Die Stute gewann im März ihr Maidenrennen und versuchte sich danach auf Gruppenebene, scheiterte jedoch im Ballylinch Stud „Priory Belle“ 1,000 Guineas Trial Stakes trotz einiger Vorschusslorbeeren grandois und schaffte auch auf leichterem Niveau im Irish Stallion Farms EBF Victor McCalmont Memorial Stakes auf Listed Ebene nur einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz. Das sie deutlich mehr Talent hat, zeigte sie dann auf schwerem Boden in Curragh im Tattersalls Irish 1,000 Guineas, wo sie auf schwerem Boden Joan Of Arc mit einem kurzen Nacken Vorsprung schlagen konnte.

Das Rennen lief dabei für Empress Josephine nicht immer ideal, sie wurde früh im Mittelfeld eingeboxt und musste für freien Raum zum Laufen kämpfen und musste früh angetrieben werden, um auf die Führenden aufzuschließen, hatte dann aber genug Ausdauer, um das Duell mit Joan Of Arc durchzuhalten und knapp zu gewinnen.

Auch im Coronation Stakes gegen Konkurrentinnen wie Alcohol Free und Snow Lantern konnte sie nicht punkten, das selbe galt für das Qatar Nassau Stakes in Goodwood im Juli 2021. Dabei spielte es kaum eine Rolle ob der Untergrund schwer oder gut war, 1m oder 1m2 – immer fehlte ihr am Ende die Power um sich durchzusetzen, und auch hier muss man sie wohl mit Vorsicht genießen – auch wenn sie Potential hat. Denn genau das konnte sie in den meisten Rennen 2021 nicht abrufen

 

 


11.09.2021 – Donactser – Cazoo St Leger Stakes – Pick: Hurricane Lane / Sir Lucan EW

Pferderennen in England

16:35 Cazoo St Leger Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.921 m  |  Preisgeld: 743.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Hurricane Lane: Der Frankel Sohn von Chalie Appelby gewann seinen ersten Start in Newmarket im Oktober 2020 auf schwerem Boden mit zwei Längen und zeigte schon einmal, dass schlechter Untergrund für ihn kein Hindernis ist – das konnte er in seiner nächsten Saison in Frankreich gleich noch einmal unter Beweis stellen, aber zunächst ging es im April in England weiter, wo er in Newbury ein Klasse 3 Rennen gegen den hoch gehandelten Maximal gewann und dann auf Gruppenebene in York mit einem knappen Sieg gegen Megallan nachlegte.
In dem 1m2f Rennen auf gutem Untergrund setzet sich Hurricane Lane hinter die Führenden, verpasste dann aber 600m vor dem Ziel aber trotzdem den Tempowechsel und den Anschluss an die Pacesetter, fand diesen aber nach der 400m Marke wieder und holte sich auf den letzten 150m dann die Führung. Er hat in seinem ersten Gruppenrennen sowohl Ausdauer als auch einen langen Drive zeigen können und ging nicht zu Unrecht als einer der Favoriten in das Derby in Epsom, wo er allerdings „nur“ auf einem dritten Platz ins Ziel kam.
das Rennen war aber auch von Pech für Hurricane Lane geprägt, der sich wieder hinter den Führenden einsortiert hatte, wieder relativ früh motiviert werden musste, um den Anschluss an die Pacemaker zu halten und dann auch noch beide vorderen Hufeisen verlor, was sicher seinen Anteil daran hatte, dass er auf den letzten Metern einfach keine Kraft mehr hatte.
Ganz anders im Irish Derby wo Hurricane Lane wieder als einer der Favoriten auflief und dieses Mal an den Front Runnern näher dran blieb. Zwar ging er das Tempo immer schön mit, es dauere aber bis 400m vor dem Ziel bis er die drei Längen Rückstand auf Lone Eagle gut zu machen begann, der dem Feld entflogen war und sich eben gut 3 Längen hatte absetzen können – den Rückstand aufzuholen auf dem guten Untergrund war ein Kraftakt, aber einer, den Hurricane Lane bravourös meisterte und sich seinen verdienten ersten Gruppe 1 Sieg damit sicherte.
Dann ging es nach Frankreich nach Longchamp, wo Hurricane Lane das erste Mal seit der letzten Saison wieder weichen Boden vorgesetzt bekam, was in einem beeindruckenden 6 Längen sieg gegen Wordsworth und Alequer resultierte. Wieder lies Hurricane Lane andere das Tempo setzen, aber dieses Mal schoss er geradezu nach vorne als das Feld die 400m Marke passierte und 200m vor dem Ziel war die Messe gelesen und Hurricane Lane zeigte sein dominantestes Rennen bisher.
Der heutige Konkurrent The Mediterranean hatte keine Chance und ich wäre absolut gehypted, wenn das Rennen hier auch wieder auf weichem Boden stattfinden würde – aber England hat ungewohnt gutes Wetter und der Boden ist halt noch gut und schnell. Das heißt nicht, dass Hurricane Lane nicht gewinnt – nur scheint er auf weichem Boden übermächtig zu sein.
Ottoman Emperor: Der Excelebration Sohn von Johnny Murtagh hat nach seinem ersten Rennen alle weiteren gewinnen können – nur das Saisondebüt in Dundalk funktioniert eben einfach nicht, Ottoman Emperor schien einfach im Kopf noch nicht so weit zu sein.
Aber schon einen Monat in Cork gewann er sein Maidenrennen über 2048m und legte danach in einem Handicap in Gowran Park noch einmal nach, gefolgt von einem weiteren Sieg in Navan über 2012m . Alles nicht spektakulär, aber alles souverän und mit dem Sieg im langen Duell gegen Tazaral hat er seine Form vor dem ersten Sieg auf Gruppeneben im Gruppe 3 Gordon Stakes unter Beweis gestellt.
Es war also eigentlich also nicht verwunderlich, dass Otooman Emperor auch gegen die etwas bessere Konkurrenz rund um den Favoriten Wordsworth eine ernsthafte Gefahr darstellen würde. Ottoman Emperor hatte sich rechtzeitig an die Front des kleinen Feldes gesetzt und sich mit seinem Tempowechsel sogar ein wenig Vorsprung gesichert, genug jedenfalls, um den etwas verspäteten Schlusssprint von Sir Lucan noch abzuwehren, der schnell und spät – zu spät – herangeflogen kam.
Das erneute Duell der beiden wird heute sicher spannend und mit den deutlich höheren Quoten auf Sir Lucan ist der vielleicht eine gute Wahl?
Sir Lucan: Der  Camelot Sohn von Aiden O’Brien hatte bisher nichtdas ganz große Glück in seiner Karriere. Letzter Platz beim Debüt 2020 in Killarney, danach ein überraschend starker vierter Platz im Gruppe 2  Alan Smurfit Stakes in Curragh und ein Sieg im deutlich leichteren Irish Stallion Farms EBF Median Auction Race beim Saisonabschluss in Cork.
Er blieb danach bei Aiden O Brien, der ihn nach der Winterpause direkt in das Gruppe 3 bet365 Classic Trial und meinte das Rennen mit dem Booking von Ryan Moore durchaus ernst – konnte aber am Ende mit einem abgeschlagenen achten Platz nicht überzeugen, ganz anders im Irish Stallion Farms EBF Yeats Stakes auf listed Ebene danach, wo Sir Lucan gegen deutlich leichtere Konkurrenz einen Sieg verbuchen konnte – Wordsworth blieb dran, aber obwohl Sir Lucan nach außen getragen wurde, hatte er mit einem starken Schlusssprint über die 2615m  am Ende die Nase vorn und dass sein Schlusssprint brandgefährlich sein kann, musste auch Ottomann Emperor im Gruppe 2 Gordon Stakes erfahren, wo Sir Lucan auf weichem Boden herangeschossen kam – wenn auch ein wenig zu spät.
Sir Lucan hatte sich im hinteren Bereich des Feldes einsortiert und wollte von da das Feld eigentlich aufrollen, aber Ottoman Emperor hatte von der Front mit einem Tempowechsel bereits für Tatsachen – und Vorsprung – gesorgt und Frankie Dettori kam auf Sir Lucan einfach einen Tick zu spät, hatte aber die Hände schon am Pokal.
Beim nachfolgenden Grupp2 Great Voltigeur Stakes in York hielt sich Sir Lucan unter Frankie Dettori wieder im hinteren Bereich des Feldes, aber auch wenn er zwischen der 600m und 200m Marke einiges an Boden gut machen konnte, war dann der Tank leer und Sir Lucan kam einfach nicht mehr näher an die Sieger heran und musste sich mit knapp unter 2 Längen geschlagen geben – wie er auf die längere Distanz reagieren wird ist ungewiss, aber er hat Chancen, wenn schon alleine wegen dem starken Team im Rücken.
Mojo Star: Richard Hannon trainiert den Sea The Stars Sohn, der 2020 mit einem sehr knappen zweiten Platz in Newbury (nur eine Nase Rückstand trennten ihn vom Sieg!) auf schwerem Untergrund gab. Nach 203 Tagen Pause kam er auf dem selben Kurs mit der selben Platzierung zurück, schockte dann aber die Welt als er als krasser Außenseiter im Gruppe 1 Spwom Derby einen zweiten Platz erringen konnte, und das obwohl er während des Rennens einen Treffer an seinem vorderen linken Lauf hatte hinnehmen müssen. Zwar war er ohnehin kein Konkurrent für den Sieger Adayar auf den letzten 200m gewesen, aber Hurricane Lane steckte er noch locker in die Tasche und mit diesem zweiten Platz war er natürlich sofort auf dem Radar für die anderen großen Rennen der Saison.
Ganz so gut lief es dann beim Versuch im Dubai Duty Free Irish Derby allerdings nicht, wo Hurricane Lane dieses Mal zeigte, warum er deutlich höher als Mojo Star gehandelt wurde und das Rennen gewann, während Mojo Star auf seinem fünften Platz mit neun Längen Rückstand dieses Mal so überhaupt keinen Eindruck hinterlassen konnte – und das, obwohl beide Derbys sich natürlich ähneln und auch der Boden sich kaum unterschied. Richard Hannon ging es danach jedenfalls erst einmal ruhiger an und lies Mojo Star in einem Maidenrennen seinen ersten Sieg genießen, der mit einer Quote von 1/6 natürlich überhaupt nicht aussagekräftig ist für das nunmehr dritte Duell mit Hurricane Lane – aber ganz ehrlich – Hurricane Lane hat die deutlich besseren Chancen.
High Definition:  Aiden O’Brien platziert mit dem Galileo Sohn unter Frankie Dettori hier einen seiner Schützlinge, den ich normalerweise gleich von meiner Liste streichen würde. Er bekommt zwar das erste Mal Scheuklappen, hat  aber diese Saison noch nicht gewinnen können, und das obwohl er in seiner ersten Saison 2020 gleich zwei Siege in zwei Rennen, unter anderem im Gruppe 2 Alan Smurfit Memorial Beresford Stakes verbuchen konnte.
2021 begann mit einem dritten Platz zwei Längen hinter Hurricane Lane im Gruppe 2 Al Basti Equiworld Dubai Dante Stakes eigentlich vielversprechend, aber vielleicht war die Niederlage als Favorit im ersten Rennen der Saison ja eine Art Vorbote für die gesamte kommende Saison – denn sowohl im Irish Derby als auch im nachfolgenden, leichter besetzten Sky Bet Great Voltigeur Stakes in York floppte High Definition komplett.
Gerade im Sky Bet Great Voltigeur Stakes hätte er eigentlich liefern sollen und wurde sogar wieder als Favorit in das Gruppe 2 Rennen geschickt, aber am Ende blieb nur wieder ein abgeschlagener sechster Platz, und weder Trainer noch Tierarzt konnten eine Erklärung für die schlechte Leistung des Favoriten liefern. Dass er mehr kann ist fast sicher, nur muss er das auch zeigen wollen, und genau darauf muss jeder spekulieren, der auf ihn hier setzt – und Hurricane Lane hat ihn nun schon zwei Mal souverän in dieser Saison geschlagen.
Interpretation: Noch ein Galileo Sohn von Aiden O’Brien in diesem Rennen!
Der Trainer fährt hier drei Pferde auf, davon zwei Galileo Söhne, und gerade den, der die meisten seiner Rennen hatte gewinnen können lässt er von Hollie Doyle reiten. Keine Frage, Hollie ist super und gerade in dieser Saison ein absoluter Überflieger-  trotzdem hätte ich mir die Kombo mit Frankie gewünscht. Aber vielleicht sind ein Sieg in einem Maidenrennen, ein Sieg in einem Handicap und dann der Sieg im Vinnie Roe Stakes auf Listed Ebene auch noch ein wenig dürftig – vor allem, da allen Siegen so ein wenig der „Star Faktor“ gefehlt haben. Sie waren alle sehr souverän und Interpretation hat immer genug getan, um die Verfolger auf Abstand zu halten – aber das wird eben heute bei weitem nicht ausreichen.
Oder vielleicht doch? Dass er zwischen seinen beiden anderen Stallgefährten rangiert, gibt zu denken, denn wenn so viel Geld für ihn kommt, kann durchaus mehr in Interpretation stecken, als wir bisher zu sehen bekommen haben.
Er hat die ständig steigende Distanz bisher gut gemeistert und wird hier seinem ersten echten Test unterzogen werden.
Pick: Hurricane Lane / Sir Lucan EW

11.09.2021 – Flemington – Makybe Diva Stakes – Pick: Incentivise EW / Mo’unga

Pferderennen in Australien

08:50 PFD Food Services Makybe Diva Stakes | US Toto – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 739.688 USDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Tofane: Der Ocean Park Sohn von Trainer Michael Moroney  begann seine Karriere im April 2019, brauchte aber einige Starts im seine Form auf hohem Niveau zu finden. Zu Gute muss man ihm allerdings halten, dass er bereits bei seinem zweiten Start auf die Gruppenebene hoch ging und sich dort mit einem sehr knappen zweiten Platz sehr sehr gut verkaufen konnte. Der Einstieg in Australien in der Saison darauf darauf brauchte ein wenig Eingewöhnungszeit und nach dem Achtungserfolg auf Handicap Ebene beim Debüt im September 2019 folgte zunächst die Ernüchertung auf Gruppe 3 Ebene in Caulfield, als er im How Now Stakes den letzten Platz belegte.

Dann allerdings begann es für ihn zu laufen, mit einem Gruppe 3 Sieg im Bass Strait Beef Steaks und dem nachfolgenden Sieg im Gruppe 3 Furphy Sprint, allerdings gegen ein Feld, in dem es kein Supertalent zu geben schien und die von vielen vielvserprechenden, wenn aauch nicht großartigen Pferden bevölkert wurden. Und vielleicht waren die Siege gegen die kleinen Felder schon eine erste Warnung, vielleicht war es aber die erneute 100 tägige Pause, die die Form von Zoutouri erneut in den Keller brachte. Nun musste er aber auch das erste Mal gegen echtes Talent antreten, als er im Gruppe 1 Black Caviar Lightning Stakes gegen Gytrash ran musste, und auch danach im Gruppe 1 Newmarket Handciap war die Konkurrenz – zusammen mit den Handicapregeln, einfach zu viel des Guten zu dieser Zeit.

Dann allerdings ließ Tofane sein Talent durchblitzen, als er als klarer Außenseiter im Gruppe 1 Galaxy Club Stakes in Rosehill als Dritter nur einen Nacken hinter dem Sieger I Am Exited ins Ziel einlief und damit nur knapp die erste wirkliche Überraschnung in seiner Karriere verpasste. Allerdings waren auch die anderen beiden vor ihm Außenseiter in diesem Feld und das Club Galaxy war im aktuellen Jahr regelrecht außeinander gefallen. Das merkte man auch beim nächsten Test im TJ Smith Stakes auf weichem Boden, der Zoutouri so gar nicht lag, weder vom Untergrund, noch von der Klasse der Konkurrenten her – Nature Strip war einfach deutlich zu gut an diesem Tag.

Ganz anders allerdings dann im Schwppes All Aged Stakes, wo er in einem extrem spannende Finish sich zusammen mit Pierata vor das Feld setzte. Pierata hatte den ersten Lauf erwischt und sich schnell ein bis zwei Längen absetzte, während Tofane etwas lahm aussah und keine weitere Geschwindigkeit aufzubauen schien. Dann aber bekam Opie Blossom ihn in Gang und Tofane zog mit Pierata gleich, um auf der Ziellinie dann am Ende knapp eine kurze Nase vorne zu liegen. Wahnsinns Rennen gegen ein Pferd, welches sicher besser als Tofane zu diesem Zeitpunkt war.

Dann kann die nächste Pause, aus der Tofane im Bobby Lewis Handicap mit einem sehr guten dritten Platz zurück kehrte – und wenn man bedenkt, dass längere Pausen in den letzten Jahren der Form eigentlich immer einen Schlag versetzt haben, konnte man beim zweiten Start in der neuen Saison auf eine Formsteigerung hoffen -die aber in der gesamten Saison 2020 nicht kommen sollte – denn nach dem knappen fünften Platz im Gruppe 2 Gilgai Stakes folgte ein neunter Platz The TAB Everest Stakes und eine weitere deutliche Niederlage im Darley Sprint Classic im November. Die zweite Hälfte der Saison 2021 war zum Vergessen für Tofane und so richtig viel Hoffnung hatte man für die Saison 2021 nach einem weiteren verpatzten Start im TAB Sapphire Stakes im April in Randwick nicht – allerdings besserte sich die Form von Tofane im zweiten Rennen der Saison im Gruppe 3 TAB BRC Sprint wieder deutlich und er kam auf einem zweiten Platz ins Ziel und setzte dann im Stradbroke Handicap noch einen drauf – gegen den Favoriten und 3lb leichteren Vega One.

Tofane zog extrem stark auf den letzten 50m an und konnte sich locker vom Pulk des Rennens absetzten – einen Trick, den er auch gegen starke Gegener im Sky Racing Tattersall’s Tiara noch einmal  wiederholen konnte. Hier war er als Favorit gestartet und der Sieg war damit keine wirkliche Überraschung, allerdings muss man bedenken dass dieses Doppel die beste Form seit langem für Tofane war und er damit zu Recht im Memsie Stakes als Favorit auflaufen dürfte.

Im Memsie Stakes selbst sortierte sich Tofane wieder n der Mitte des Feldes ein, hatte aber von dort aus seine Probleme eine freie Bahn für seinen Schlusssprint zu finden, denn neben ihm ging der zweitplatzierte Beau Rossa ebenfalls in den Schlusssprint und driftete mit Tofane zusammen in die Mitte der Bahn, wo Tofane immer wieder ein wenig vor dem Konkurrenten zu scheuen schien. Am Ende wartete ein sehr guter dritter Platz hinter Behemoth, der sich an der Front losgeschüttelt hatte und den notwenigen Vorsprung vor den Verfolgern etabliert hatte, bevor die ganz heiße Phase des Schlusssprints losging.

Ich denke das heute wird über 1m ein ganz neuer Test für Tofane, der zumindest zuletzt über 1407m keine Probleme mit seiner Ausdauer hatte und die 200m mehr hier ziemlich sicher schaffen kann.  Eine sehr interessante Entwicklung die Tofane da durchmacht, schließlich ging er Anfang 2020 noch als Sprinter über 1000m an den Start….

Die Chancen stehen nicht schlecht für den Favoriten

Inspirational Girl: Grant Williams hat mit der Reliable Man Tochter eine wirklich interessante Stute im training. Sie begann ihre Karriere in Pinjarra im Mai 2019 und gewann auf Anhieb ihre ersten beiden Rennen. Im Januar 2020 wechselte sie nach Ascot, wo sie einen soliden zweiten Platz erreichen konnte. Das war besser, als man von ihr in diesem Rennen direkt erwartet hatte, vor allem da sie nur knapp einen Nacken gegen Driftstar unterlag, und mit dem Schritt auf die Meile feierte Inspirational Gilr direkt danach im Anschluss auf dem selben Kurs in Ascot ihren ersten Sieg auf einem der bekannten Kurse in Australien.
Der Schritt raus aus der Provinz war geglückt, und da machte Inspirational Girl noch lange nicht Schluss!, denn sie blieb auch für das nächste Rennen in Ascot und gewann auch dieses Handicap über die Meile. Beide Siege waren recht knapp gewesen, aber Sieg ist Sieg und nach einer fünfmonatigen Pause ziegte sie im Amelia Park Plate in Belmont über 1400m, dass die beiden Siege in Ascot kein Ausrutscher waren. Sie war noch im selben Monat über Kurs und Distanz gleich noch mal im Amelia Park Stakes erfolgreich und versuchte im September im Byron Bay Plate  nachzulegen, scheiterte da aber ein wenig überraschend an dem weichen Bode.
Vielleicht war es auch ein wenig ambitioniert das Feld von hinten aufrollen zu wollen bei diesem Boden und irgendwann musste das ja schließlich auch einmal schief gehen, es kann sich ja nicht immer eine Tür zur rechten Zeit für sie öffnen, um den späten Schlusssprint just in time zu landen.
Trotzdem hob sie das Niveau einen Monat später zurück in Ascot wieder an, als sie im Byron Bay Plate Stakes startete – und wieder recht souverän mit gut 1,5 Längen Vorsprung gewann. Mit so vielen Siegen auf ihrem Lieblingskurs in Ascot im Rücken versuchte sich Insipirational Girl dann das erste Mal in einem Grupperennen, als sie 21 Tage später im Gruppe 3 Asian Beau Stakes  über 1400m startete.
Auch in diesem Rennen lief sie als Favoritin auf, musste sich aber ganz schön strecken um auf der Ziellinie knapp einen Nacken vor dem Außenseiter Too Close The Sun und Red Can Man zu bestehen, die beide heute wieder mit von der Partie sind. Wieder hielt sich Inspirational Girl bis zur Spätphase des Rennens eher im hinteren Bereich des Feldes, hatte sich aber den raumsparenden Lauf an der Innenbahn gesichert, war aber trotzdem beim Einbiegen in die Zielgeraden ins Hintertreffen gekommen und musste  einige Längen auf die Front Runner aufholen, allen voran Red Can Man, der ein großartiges Rennen lief.
Chris Parnham mühte sich um Inspirational Girl auf  Hochtouren zu bringen, die dieses Mal wesentlich mühsamer das Momentum aufbaute als im vorangegangenen Rennen.  200m vor dem Ziel hatte sie dann aber den Turbo gefunden und zeigte bis zum Ziel ein absolute Bestzeit.
Der Lauf war schon ziemlich beeindruckend gewesen und es gab im Vorfeld des Gruppe 1 Kirin Railway Stakes Anzeichen, dass der weitere Sprung im Niveau gelingen könnte, als Inspirational Girl im November in Ascot auflief – und hier konnte sie wirklich zeigen, was sie kann und lief dem Feld förmlich davon – das Feld war eigentlich dicht gepackt und die Plätze 2-6 teilten kaum mehr als eine Länge am Ende, aber Inspirational Girl zog an der 100m Marke vor das Feld, als der Ausbrecher Too Close The Sun langsam zum Feld zurück kam und setzte sich unter einem Handritt von William Pike immer weiter ab.
Im Dezember folgte noch ein zweiter Platz im Kingston Town Cup, wo sie das erste Mal 1800m versuchte und offensichtlich mit der längeren Distanz nicht so richtig klar kam. Dnach folgten 38 Wochen Pause und der Start im Memsie Stakes über 1407m im neuen Jahr – allerdings ist das Rennen notorisch stark besetzt und die Fitness fehlte Inspirational Girk am Ende einfach, so dass man den fünften Platz nach einer so langen Pause beim ersten Rennen der neuen Saison verzeihen kann – heute hat sie den Untergrund den sie liebt und die perfekte Distanz – auf jeden Fall EW Chancen!
Mo’unga: Der Savabeel Sohn von A. Neasham machte vor allem mit seinem Sieg im Guineas in Rosehill von sich reden.  Da hatte er 300m vor dem Ziel endlich seine Lücke in der Mitte der Bahn gefunden, war aber weit weg von den Front Runnern und hatte noch immens viel zu tun – so viel, dass man ihm da eigentlich nicht zu viele Chancen mehr gab. Aber Mo’unga zog an und an und baute sein Momentum auf, bis er tatsächlich 500m vor dem Ziel die Führung übernommen und das Rennen gewonnen hatte – Spitzenleistung, die er im Winx Stakes später in der Saison nach zwei soliden Läufen in Randwick noch einmal wiederholen konnte.
Auch hier zeigte Mo’unga einen starke Schlusssprint und die Favoritin Verry Elleegant mit knapp einen Nacken auf den zweiten Platz zu verbannen. Mo’unga kam wieder weit aus der Kurve heraus und musste einen ziemlich hohen Rückstand auf die Führenden gut machen, hatte aber wieder das Momentum und die Geschwindigkeit um 50m vor dem Ziel die Nase vorn zu haben.
Er hat das Guineas auf weichem Boden gewonnen und die längere Distanz sehe ich durchaus positiv – kein Grund warum er hier vorne nicht mit dabei sein sollte

Incentivise: Der Shamus Award Sohn von Trainer P. Moody begann seine Karriere im August 2020 in Ipswich mit einem neunten Platz, was auch sein einziger start in der ersten Saison bleiben sollte. 2021 ging es allerdings zunächst so weiter mit zwei klaren Niederlagen in Eagle Farm und über 450m mehr (1850m!) in Toowoomba mit einem abgeschlagenen achten Platz.

Dass er das besser kann zeigte Incentivise dann mit dem Wechsel zu weichem Boden und dem Kurs Sunshine Coast, wo er gleich zwei Rennen hintereinander gewinnen konnte. Aber er war da noch lange nicht fertig und lies über 2150m einen weiteren Sieg in Toowoomba folgen, wo er die Konkurrenz mit über 7 Längen Vorsprung zerstörte. Noch ein bisschen mehr Vorsprung holte Incentivise im Venue Mode Benchmark 80 Handicap in Eagle Farm und dem Channel Seven Winter Provincial Stayers Handicap in Ipswich  – beides im Juni – heraus, wo er die Konkurrenz nach belieben deklassierte.

Auch im 2400m Tattersall’s Cup auf dem Kurs in Eagle Farm über 2400m bei seinem ersten Schritt rauf in die Gruppenebene lies Incentivixe keinen Zweifel an seiner Klasse, als er vor dem Einbiegen in die Zielgerade mit an die Spitze ging und nach dem Einbiegen in die Zielgerade das Tempo gehörig anzog. Es sah aus als ob die anderen einfach stehen bleiben würden und ich liebe ihn über die langen Distanzen und lansgamen Boden – wie das heute hier über etwas knappe 1600m wird, ist eine spannende Sache – ich denke er hat Chancen, bekommt aber nicht die idealen Begebenheiten.

Colette: Die  Hallowed Crown Stute von  B. Cummings startet für das erfolgreiche Godolphin Syndikat, und sie tut derzeit in Australien alles dafür, dass ihr Trainer mit ihr mehr als zufrieden sein kann. Ihre Karriere begann im Dezember 2019, und seitdem ist Colette ziemlich aktiv gewesen in Austrlien. Bei ihrem ersten Maidenrennen in Hawksbury war sie noch etwas grün hinter den Ohren und musste sich weit hinten im Feld einordnen, aber schon beim zweiten Rennen zeigte sie, dass sie ordentlich dazu gelernt hatte und belegte hinter der Siegerin einen knappen zweiten Platz, der erst wenige Meter vor dem Ziel entschieden worden war. Beim dritten Rennen hob sie die Distanz ein wenig an und versuchte sich das erste Mal über 1600m, was erneut mit einem zweiten Platz belohnt wurde, wenn auch dieses Mal deutlich weiter hinter der Siegerin Fulmina, die sich einen bequemen 2 Längen Vorsprung hatte sichern können.

Trotzdem, es schein als habe Colette die nötige Ausdauer um auch über noch längere Distanz laufen zu können, so dass ihr Trainer sie im Februar in Newcastle in das Cuppa Joes Class 1 Plate schickte – und das mit überragendem Erfolg! Nach zwei mehr oder minder knappen zweiten Plätzen schoss Colette bei dem ersten Versuch über 1885m über sechs Längen vor den Konkurrenten durch das Ziel und sammelte das 35k$ Rennen mit Leichtigkeit ein. Die Konkurrenz war allerdings auch nicht der Rede wert und im Shellharbour Benchmark Plate wurde es dann schon ein wenig knapper – auch wenn hier der Vorsprung von „nur“ zwei Längen über die Leichtigkeit hinweg täuschte, mit der Colette das Rennen gewann – da wäre sicher auch noch ein wenig mehr drin gewesen, schließlich hat sie sich erst 100m vor dem Ziel an die Front begeben können und dem Feld davon rennen können. Wie gesagt, hier wäre deutlich mehr drin gewesen.

Im April hat sie sich dann das erste Mal in einem Gruppenrennen versucht, dem Gruppe 3 Adrian Knox Stakes – und wieder konnte Colette das Rennen locker gewinnen. Dieses Mal gab sie 500m vor dem Ziel Gas und setzte zur Verfolgung der beiden Front Runner an, die sich einige Längen vom Hauptfeld abgesetzt und ihren Schlusssprint begonnen – allerdings hatten sich trotz 3-4 Längen Vorsprung keine Chance, Colette und ihren Angriff noch abzuwehren.

Dann startet sie nach nur einer Woche erneut, auf deutlich höherem Niveau im Gruppe 1 The Star Australian Oaks, machte aber das meiste aus ihrem Erfolgsmomentum und gewann auch dieses Rennen –  und dass überdeutlich mit mehr als 2,5 Längen Vorsprung, eine gigantische Leistung mit nur so wenig Zeit zwischen den Rennen und ein Fingerzeig in Richtung der neuen Saison, in die sie knapp fünf Monate später in Randwick starten sollte.

Das erste Rennen gegen ältere Pferde verlief im Drinkwise Tramway Stakes allerdings sehr enttäuschend mit einem zehnten Platz, der fünfte Platz (von 7 ) im Gruppe 1 Fujitsu George Main Stakes nur zwei Wochen später dagegen war mit unter vier Längen Rückstand schon fast wieder besser als erwartet, einen Eindruck, den die Stute im Gruppe 1 Epsom Plate mit einem sechsten Platz, nur zwei Längen hinter dem Sieger, noch einmal bestätigte. Klar, sie war nie in der Lage den Siegern der Rennen gefährlich zu werden, lief aber besser als ihre Außenseiterquote vermuten lies – so gesehen war es kein Wunder, dass sie zurück gegen gleich alte Konkurrenz im Gruppe 1 The Golden Eagle Stakes in Rosehill im Oktober einen knappen Sieg feiern konnte – und das in einem stark besetzten, großen Rennen gegen männliche Konkurrenz!

Das dieses Rennen im Oktober kein Einzelfall war, zeigte sie dann nach ihrer kleinen Pause über den australischen Sommer im Februar im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene. Das Rennen war mit Verry Elleegant als Favoritin und Kolding als Pacemaker wieder gut besetzt gewesen, aber Colette verhielt sich Clever und Rachel King setzte die Stute hinter die konkurrierenden Front Runner Kolding und Prince Fawaz und machte ihren Move erst beim Einbiegen in die Zielgerade, wo sie schnell am schwächer werdenden Prince Fawaz und dann 250m vor dem Ziel auch Kolding vorbeizog. Die Favoritin versuchte noch einen Angriff zu starten, war aber zu spät in die freie Bahn geschwenkt und konnte in der Mitte der Bahn nur moderat an Boden gut machen – Colette muss heute von weiter außen starten und wird wahrscheinlich nicht eine ganz so schöne Position wie beim letzten Rennen bekommen, hat aber ziemlich locker gewinnen können, so dass sie, guten Start vorausgesetzt, auf eine 100%tige Wiederholung des letzten Rennens beim nächsten Aufeinandertreffen im Chipping Norton Stakes hoffen konnte.

Das Rennen verlief zunächst voll nach Plan, Colette stürmte aus den Toren und setzet sich an die Front, allerdings setzte sich dann Kolding an der Front durch und Colette lies ihn ziehen, dann setzte sich aber auch noch Funstar neben Colette und zwang sie mehr nach außen, Colette driftete beim Einbiegen in die Zielgerade sogar noch weiter, fing sich aber und ging an die Front, wurde dann aber in einem spannenden vier Konkurrenten Finisher noch von Verry Elleegant ein und überholt!

Das war super spannend und super knapp und Colette verlor nichts von ihrer Form in diesem Rennen – ganz im Gegensatz zum Gruppe 3 Bisley Workwear Stakes, wo Colette zunächst am Start eingeboxt wurde und wenig Raum hatte sich zu entwickeln und dann zu viel zu tun hatte, um Toffee Tongue noch einzuholen – da fehlte am Ende eine einzige Länge für die Favoritin, obwohl das Rennen fast 400m länger war als das letzte. Das störte Colette allerdings nicht und sie scheint auch die längeren Distanzen gut bewältigen zu können, scheiterte aber beim nächsten Duell mit Verry Elleegant im Ranvet Stakes deutlich und wurde auch im Queen Of The Turf Stakes in Randwick im April mit einem vierten Platz und über 2 Längen Rückstand deutlich geschlagen…. den selben Rückstand hatte sie dann auch im Memsie Stakes, musste daher mit einem sechsten Platz Vorlieb nehmen. 2021 ist bisher alles andere als erfolgreich für Colette und ich bin gespannt, wann und ob die Hallowed Crown Tochter wieder zur alten Form zurück findet


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