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26.11.2021 – Newbury – Ladbrokes Long Distance Hurdle – Pick: Mrs Milner / Lisnagar Oscar EW

Pferderennen in England

16:00 Ladbrokes Long Distance Hurdle – Gruppe 2

Distanz: 3m | Alter 4o+ | Untergrund: Gut bis weich

Paisley Park: Der Oscar Sohn von Trainer E. Lavelle wird wohl als Favorit in das Rennen hier starten, was nach seinen Leistungen bisher auch völlig gerechtfertigt ist, eine bleibende Sorge wird aber sein, dass er schon letztes Jahr hier klarer Favorit war, aber scheiterte – und dieses Jahr zwar wieder mit einem Sieg in das Festival startet, aber der war nicht so überzeugend, wie ich es gerne hätte.

Seine Karriere begann ganz normal in einem National Hunt Flat Race in Warwick im Jahr 2017 , wo er bei seinem ersten Rennen seiner Karriere gleich mit einem zweiten Platz glänzen konnte. Nach dem Beweis, dass er auf dem Flat eine sehr gute Figur abgeben kann schickte sein Trainer ihn erst einmal in die Sommerpause und zum Training über Hürden, denn im Dezember 2017 sollte der erste Start über Hürden kommen – und dieser war ziemlich beeindruckend.

Das Klasse 4 Rennen in Hereford auf weichem Boden und knapp 4000m absolvierte Paisley Park gegen Gegner wie Vision Des Flos, gewann aber locker mit 7 Längen und deklassierte die angetretene Konkurrenz um Längen. Mit höherem Niveau in dieser Saison mit Rennen in Warwick gegen Mr Whipped oder Doncaster gegen Gowiththeflow erreichte Paisley Park dann jeweils einen zweiten Platz bevor er dann beim Cheltenham Festival 2018 im Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle startete. Er war nach seinen zwei zweiten Plätzen nun nicht unbedingt einer der Favoriten für das Rennen und startete als Außenseiter, tat aber auch im Rennen selbst wenig dafür, diese Einschätzung er Buchmacher zu revidieren.

Diese erste Saison war trotz des beeindruckenden Einstands im Herbst damit ernüchternd ausgelaufen und Paisley Park ging erneut in die Sommerpause, die er mit einem Start im Klasse 2 Racing UK Handicap Hurdle in Aintree beendete. Das Rennen war von recht hohe Niveau, Paisley Park war aber wie im letzte Jahr gut aus der Sommerpause gekommen und konnte sich mit sauberen Sprüngen und einem gutem Schlusssprint 100m vor dem Ziel gegen seinen Verfolger Lygon Rock durchsetzen.

Nach diesem Rennen nahm Paisley Park dann langsam die Ausdauerrennen in den Blick und startete im Gruppe 3 Betfair Exchange Stayers‘ Handicap Hurdle, wo er gleich beweisen konnte, dass ihm die langen Distanzen ganz vortrefflich liegen. Paisley Park wurde in diesem Rennen an der ein oder anderen Hürde ein wenig behindert, konnte in dem langen Rennen aber den Anschluss immer wieder finden und mit einem Sturz eines Konkurrenten kam er als Dritter über die letzte Hürde. Dann aber legte Paisley Park einen extrem guten Schlusssprint hin und konnte viele Meter an Boden auf die Führenden gut machen. Der Zieleinlauf nach der letzten Hürde war sehr lang in diesem Rennen und Paisley Park konnte vollen Nutzen daraus ziehen

Im Gruppe 1 The Long Walk Hurdle einen Monat später im Dezember musste Paisley Park dann aber mi einem wesentlich kürzeren Schlusssprint zurechtkommen und dürfte den Anschluss an die Führenden nicht verlieren. So setzte er seinen Angriff nach der drittletzten Hürde an und wurde von seinem Jockey Aiden Coleman angetrieben, die Position zu verbessern und so vor der letzten Hürde die Führung zu übernehmen und diese unter einem harten Ritt gegen die Außenseiter West Approach und Top Notch zu verteidigen.

Damit Paisley Park den Kurs in Cheltenham noch einmal kennenlernt wurde er noch in das Gruppe 2 galliardhomes.com Cleeve Hurdle geschickt, wo er über den guten Untergrund auf den drei Meilen seinen bisher besten Lauf zeigen konnte. Da Feld zog das Tempo vor der drittletzten Hürde an und Paisley Park ah ein bisschen so aus, als ob der Tempowechel ihn kalt erwischt hätte. Zwischen der vorletzten und der letzten Hürde gab es beim Cleeve Hurdle einen langen Abschnitt ohne Hürden, wo Paisley Park das Feld von hinten aufrollen konnte und als Erster über die letzte Hürde ging. Von da an konnte er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und gewann dementsprechend unangefochten.

Im Gruppe 1 Stayers Hurdle hatte Paisley Park ein großes Feld zu besiegen und schien ab und zu während der Mittelphase des Rennens teilweise etwas lustlos und verlor ein oder zwei Plätze, auf dem Weg zur vorletzten Hürde war er dann aber wieder voll da und rollte das Feld langsam von hinten auf, um es ausgerechnet an der letzten Hürde noch einmal unnötig spannend zu machen  -dort streute er einen schlechten Sprung ein, der Sam Spinner noch einmal an ihn ran brachte und das ganze unnötig spannend machte.

Allerdings sammelte sich Paisley Park danach wieder und zog den Konkurrenten davon, was ihn in der Saison weiterhin ungeschlagen machte. Auch nach der Somemrpause zeigte Paisley Park keine Schwäche und gewann im Gruppe 2 Long Distance Hurdle  über 4876m in Newbury gegen Thistlecrack, wenn auch nur knapp. Thistlecrack lief ein großartiges Rennen und lies sich von Paisley Park nicht leicht abschütteln, so dass der Stayers Hurdle Sieger sich nach der letzten Hürde massiv anstrengen musste, um seinen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Auch beim Gruppe 1 Cleeve Hurdle im Januar erging es ihm nicht viel besser, als er gegen Summerville Boy ran musste und eigentlich als klarer Favorit über die 4822m geschickt wurde, aber vor der letzten Hürde gehörig unter Druck geriet. Zu diesem Zeitpunkt schien das Rennen noch komplett offen, allerdings produzierte Paisley Park wie schon im Stayers Hurdle 2019 einen gewaltigen Satz an der letzten Hürde, legte die Ohren an und beschleunigte auf der Zielegraden an den Konkurrenten vorbei. Ein souveräner Sieg auf Kurs und Distanz des Stayers Hurdle machten ihn dann doch wieder zum Favoriten für das Stayers Hurdle – aber in dem Rennen selbst verlief fast nichts nach Plan. Apple’s Jade sprintete nach vorne an die Front und lief lange Zeit vor dem Feld her, wie es ihr beliebte, aber kam auf der Zielgeraden dann wieder zurück zum Feld, aber Paisley Park kam auch nicht so recht in Gang und schien auf dem fünften Platz festgeklebt zu sein und konnte sich von dieser Position nie wirklich erholen.

Das war schon ziemlich enttäuschend für einen der großen Favoriten für das Cheltenham Festival, und danach ging es direkt in die Sommerpause auf Grund der Corona Krise und der Schließung einer der Kurse bis Mai.

Paisley Park kam im November zurück, als er im Long Distance Hurdle in Newbury starte und konnte immerhin den zweiten Platz erringen, hinter Thyme Hill, und es war mehr der zu spät getimte Lauf der Paisley Park Probleme machte, als der Front Runner Thyme Hill, der einfach zu viel Vorsprung hatte als dass Paisley Park diesen noch hätte aufholen können. Trotzdem, der Lauf machte Lust auf mehr und im Gruppe 1 Long Walk Hurdle in Ascot auf schwerem Boden und 5000m im Dezember konnte er sich an Thyme Hill rächen und diesen knapp mit unter einer halben Länge schlagen. Das war noch immer nicht so beeindruckend, wie man es Vorfeld des Cheltenham Festivals gerne hätte und wie es so oft ist – die Form übertrug sich auch in das Cheltenham Festival um Stayers Hurdle, wo Paisley Park sich vom hinteren Bereich des Feldes ab der viertletzten Hürde zwar nach vorne arbeitete, aber am Ende nicht genug Kraft hatte um die Führenden noch einzuholen, aber wenigstens den Hügel hinauf noch den dritten Platz ergatterte.

Im April versuchte sich Paisley Park dann noch im Ryanair Stayers Hurdle, hatte allerdings offensichtlich nach der relativ kurzen Pause – für ein Stayers Rennen – nach dem Cheltenham Festival seine Form noch nicht wieder gefunden und lief ziemlich kraftlos auf, so dass er am Ende sogar das Rennen vorzeitig beenden musste.

Nach der Sommerpause kam er Ende Oktober im Gruppe 2 Ryanair Stayers Hurdle zurück auf die Rennstrecke, konnte dort aber erneut nicht so richtig überzeugen.

Unter Aiden Coleman wählte Paisley Park dieses Mal eine andere Taktik und setzte sich eher mit den Pacesettern an die Spitze des kleinen Feldes, konnte dort aber nach einem eher unsauberen Sprung an der viertletzten Hürde den Anschluss nicht halten und fiel zunehmend zurück, sammelte sich aber wieder und holte sich – wie schon beim Cheltenham Festival – den dritten Platz beim Zieleinlauf.

Vorausgerannt war unter anderem die heutige Konkurrentin Indefatigable, die nach vielversprechenden Ergebnissen im letzten Jahr ihren Einstieg in die neue Saison bravourös meistete – nach einem Sieg in einem Maidenrennen  konnte Indefatigable den Veteranen im Gruppe 2 bet365 Hurdle zeigen, wo der Hammer hängt. Auch heute bekommt die Stute einiges an Gewicht erlassen und ist mit Sicherheit eine Gefahr, wie auch Mrs Milner, die beim CHeltenham Festival überaschend deutlich das Pertemps Network Final Handicap Hurdle gewinnen konnte und in die neue Saison mit einem Arbeitssieg im Irish Stallion Farms EBF Cailin Alainn Mares Hurdle

Ihre Form i letzten Jahr war nicht ganz so beständig, aber der Schritt auf die 3m hat bei ihr Wunder gewirkt und ich bin auch ihren Start hier mehr als gespannt.

Lisnagar Oscar: Der Oscan Sohn startete in der Siason 18/19 seine Karriere über Hürden und gewann dort zwei Rennen, bemerkenswert war vor allem der Sieg im Gruppe 2 Albert Bartlett Prestige Novices‘ Hurdle. Danach kam allerdings erst einmal eine ganze Wiele kein weiter Sieg – bis er das Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival 2020 mit einer Quote von 50:1 gewann!

Das war nahc einem Sturz, einem dritten Platz hinter Paisley Park und eher moderaten Ergebnissen vor dem Jahreswechsel 2020 kaum vorherzusehen. Klar, er hatte in Aintree im Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle im Jahr 2019 einen dritten Platz errungen und war erst auf den letzten 150 Yards ermüdet, hatte zuvor einen respektablen fünften Platz im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2019 geholt und das Rennen gegen Paisley Park im galliardhomes.com Cleeve Hurdle war auch nicht schlecht gewesen. Warum er aber unter fast identischen Bedingungen beim Cheltenham Festival zwei Monate später einen derart großen Formsprung zeigen konnte, bleibt für immer das Geheimnis seines Trainers.

Der Trainer konnte – oder wollte? – die Form jedenfalls nicht über die Sommerpause retten, denn in den ersten beiden Rennen in der neuen Saison, dem Gruppe 2 bet365 Hurdle und dem Gruppe 2 Ladbrokes Long Distance Hurdle, wurde Lisnagar Oscar beide male klar geschlagen.  Scheinabr hatte er immer wieder Probleme mit seiner Ausdauer, schwächelte er doch immer wieder ab und vor der letzten Hürde, so dass er im November an der Luftröhre operiert wurde, um seine Atmung zu verbessern. Das schien schon einen Effekt zu haben, denn im Gruppe 2 William Hill Rendlesham Hurdle im Februar errang er einen knappen zweiten Platz hinter Third Wind.

Beim Cheltenham Festvial im Stayers Hurdle lief er stark auf – bis er an der siebten Hürde schwer stürzte. Der Sturz schien auch Folgen für den nächsten Start in der Saison im Ryanair Stayers Hurdle (Registered As The Liverpool Hurdle) in Aintree zu haben, denn Lisnagar Oscar lief alles andere als rund und kam am Ende nur auf einen achten Platz.

Nach der Sommerpause kam er mit einem soliden dritten Platz im Betway Hurdle zurück, was völlig okay war – Lisnagar Osar ist nicht immer voll in Form nach einer Pause und die Distanz war zu kurz, was sich auch in den Quoten wieder spiegelte – aber ich kann mir hier eine deutlich gesteigerte Form von ihm vorstellen.


20.11.2021 – Sha Tin – Bochk Private Banking Jockey Club Sprint – Pick: Courier Wonder / Hot King Prawn EW

Pferderennen International

7:35 Bochk Private Banking Jockey Club Sprint – Gruppe 2

Distanz : 6f | Alter 3yo+ | Untergrund: Gut

 

Es geht wieder los in Hong Kong mit den Gruppenrennen – wir steuern auf den Dezember zu, wo traditionell die großen Gruppe 1 Rennen wie der Hong Kung Club auf uns waren werden. So bringen sich heute die Rennpferde aus dem Mekka des Galopprennsports in Stellung und werden uns einige Hinweise auf ihre Form in diesem Jahr geben. Und noch ist das Feld recht offen wie es scheint – Favorit ist Courier Wonder, der sich bisher nur bei seinem letzten Rennen eine Blöße gegeben hat und scheinbar von einer Stärke zur nächsten geht, wie es einmal Hot King Prawn getan hat, bevor seine Form einen herbe Dämpfer bekommen hat und er mehr Platzierungen als Siege vorweisen kann – allerdings hat er eine konstant hohe Form und wird sicher auch hier nicht weit weg sein. Allerdings unterlag er bei seinem letzten Rennen im April Wellington, der den Sprung auf die Gruppenebene mit Erfolg absolvierte. Sky Field gewann letztes Jahr de Premier Cup, schwächelte danach allerdings von der Form her ein wenig und Stronger läuft seinem ersten Gruppensieg immer noch hinterher – und wurde im April im Sprint Cup vom Außenseiter Amazing Star geschlagen, der das Rennen seines Lebens lief, danach aber wie schon zuvor nichts zählbares erreichte.

Alles deutet auf den Favoriten hin – er allein hat eine konstant aufsteigende Form und geht von einer Stärke zur nächsten, und hat beim letzte Renn vor allem den kürzere gezogen, weil ihm der Patz für seinen Schlußsprint verwehrt worden war – während der Rest zwar in besseren Rennen getestet und zum Teil auch erfolgreich war – aber mit so etwas wie einer Formschwäche zu kämpfen hat. Ich denke Hot King Prawn wird deutlich unterschätzt in diesem Rennen von den Quoten her, während ich nicht so richtig hinter die Form von Wellington kommen mag.

 

Courier Wonder: Der Sacred Falls Sohn von Trainer J. Size feierte sein Debüt im Oktober 2020 mit einem 5 Längen Sieg und machte nach 148 Tagen Paus da weiter, wo er aufgehört hat und gewann im März das 1200m Designs On Rome Handicap mit Leichtigkeit. Etwas mehr mühen musste er sich dann im D’Aguilar Peak Handicap im April, wo sein Vorsprung am Ende nur eine halbe Länge betrug, allerdings hatte es Joao Moreia auch nicht darauf angelegt den Vorsprung massiv zu vergrößern, denn auch so hatte er die Konkurrenz auf seinem Favoriten im Griff, der ihn auch beim vierten Rennen zusammen noch im selben Monat im FWD Insurance My Legend Handicap nicht im Stich lies und eine klasse höher einen ebenfalls komplett ungefährdeten Sieg feiern konnte.

Auch der erste Versuch in einem Gruppenrennen im Gruppe 3 Sha Tin Vase gelang auf anhieb, allerdings musste Courier Wonder das erste Mal in einer Karriere für den Sieg hart arbeiten und Stronger holte zum Ziel hin noch auf – was von den Außenseiter so nicht erwartet worden war, aber offensichtlich kein Versehen gewesen war, denn als die beiden nach der Sommerpause im Premier Bowl wieder aufeinander trafen, setzte sich Stronger mit seinem dritten Platz dieses Mal tatsächlich vor Courier Wonder. Der hatte allerdings bei seinem Schlusssprint das Problem, dass ihm die Tür vor der Nase zu gemacht wurde und dann, als er dadurch zu viel Rückstand erlitten hatte, auch nicht mit allen Mitteln mehr auf Sieg geritten wurde. Ich denke das wird heue anders sein und Courier Wonder hatte den Sieger des Premier Bowl in der Vergangenheit schon schlagen können – ich denke die Niederlage nach der Sommerpause und mit Pech im Rennen kann man verzeihen.

Wellington: Der Deep Field Sohn von Trainer C. Fownes bestritt 2020 eine ganze Reihe von Handicaps mit großem Erfolg, bis er 2021 auf die Gruppenebene wechselte und beim ersten Versuch im Sprint Cup einen neunten Platz erreichen konnte. Zuvor hatte er das Fat Choi Handicap und das Lantau Island Handicap  gewinnen können. Beides gut dotierte Handicaps, die seinen ersten Start in einem Gruppenrennen unter einen guten Stern stellten – und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann vielleicht beim zweiten Mal – und so gewann  Wellington den Gruppe  1 Chairman’s Sprint Prize – und das mit Leichtigkeit! Damals war eigentlich Danon Smash der Favorit des Rennens, der allerdings von der selben Position aus wie Wellington nie für Gefahr sorgen konnte. Denn während Wellington aus der Mitte des Feldes heraus beschleunigen konnte und sich schnell an die Spitze des Feldes setzten konnte, blieb Danon Smash beim selben Tempo und blieb daher recht ungefährlich.

Wellington hingegen kam in der Mitte der Bahn so richtig in Fahrt und holte die locker 5 Längen Rückstand auf den Führenden spielend auf und konnte sogar auf den letzten paar Metern das Tempo noch ein wenig heraus nehmen. Er schien auf dem richtigen Weg und wenn seine Form in der Sommerpause keinen Dämpfer bekommen hat, sollte er hier durchaus wieder mit vorne dabei sein.

 

Hot King Prawn: Der Denman Sohn von Trainer  J. Size hat sich in seiner Karriere gerade im Jahr 2018 eine beeindruckende Serie von Siegen zusammensammeln können und vier Rennen, drei davon auf Grupppenrennen, hintereinander gewinnen können – danach ging es allerdings wieder bergab und seine Ausbeute an Siegen nach dem Jahr 2018 lassen sich an einer Hand abzählen – 3 an der Zahl, dafür hat Hot King Prawn aber eine beerkenswert konstante Ausbeute an Platzierungen vorzuweisen – EW sollte man ihn daher immer auf dem Schirm haben.
Seine Karriere begann aber im Mai 2017 auf dem Kurs in Sha Tin im Chairmen’s Day Plate, einem Conditional Rennen, welches er mit Leichtigkeit gewinnen konnte, indem er die Führung übernahm und das Feld schnell auseinanderzog, um mit minimalem Druck mit mehreren Längen Vorsprung gewinnen zu können. Auch bei seinem zweiten Rennen, dem Beijing Clubhouse Plate, zeigte Hot King Prawn keine Schwäche und konnte sich dieses Mal mit mehr als fünf Längen absetzten – eine sehr beeindruckende Leistung, die er auch im Paris Handicap fünf Monate später noch einmal wiederholen konnte. Das hoch dotierte Handicap war kein Problem für ihn und wie es sich für einen klaren Favoriten ziemt, hat Hot King Prawn das Rennen am Ende locker mit über zwei Längen Vorsprung gewinnen können. Wieder musste er sich kaum anstrengen, um am Ende als Sieger hervorzugehen und sein Jockey Zac Purton musste nicht einmal zur Peitsche greifen um ihn locker nach Hause zu bringen.
Mit dem selben Vorsprung un der selben Marge an Vorsprung gewann er im Dezember auch das Middle Handicap über 1000m und streckte damit seine Siegesserie auf fünf Rennen aus fünf Starts – eine beeindruckende Bilanz für das erste Jahr! Die Siegesserie riss allerdings mit dem Wechsel in das neue Jahr und einer Pause bis April jäh ab.
Das Lady Millenary Handicap war allerdings auch härter besetzt als die Rennen bisher und trotz seiner bisherigen Erfolge trat Hot King Prawn nicht als so klarer Favorit an wie in den Rennen zuvor – er war zwar mit 2.3 immer noch Favorit des Rennens, allerdings gab es einige Starter mit einer Quote von unter 10 und damit ernsthafte Konkurrenz in dem großen Rennen. Dabei hatte Hot King Prawn in dem Rennen eigentlich taktisch alles richtig gemacht, er hatte wieder die Führung übernommen und das Feld versucht auseinanderzuziehen, aber Wishfull Thinger hatte den wesentlich stärkeren Schlusssprint und konnte sich trotz mehrfach verbautem Weg am Ende locker absetzten
Für Hot King Prawn wendete sich nach dem ersten verlorenen Rennens seiner Karriere ging es dann aber wieder wie gewohnt weiter und er konnte sich bereits in seinem nächsenRennen, dem Wong Nai Chung Gap Handicap wieder überzeigend durchsetzen. Einziger Wermutstropfen war, dass das Rennen auch deutlich leichter war als das letzte – der Sieg von Hot King Prawn war klar erwartet worden.
Danach ging es allerdings das erste Mal in einem Gruppenrennen in Form des The National Day Cup, der auf Gruppe 3 Ebene bestritten wird. Das Rennen fand im Oktober 2018 statt, also gut vier Monate nach seinem letzten Rennen. Wieder war Hot King Prawn Favorit des Rennens, hatte aber mit Ivictory einen harten Konkurrenten, der ihm das Rennen auch ziemlich schwer machte. Beide blieben zunächst hinter den Pacesettern und beide gingen auch ungefähr gleichzeitig in den Schlusssprint über, den Hot King Prawn nur mit sehr viel Druck und harter Arbeit seinem Jockeys Karis Teetan gewinnen konnte.
Das war ein verdienter Sieg, aber nicht der überzeugendste und es war kein Wunder, dass Hot King Prawn den Gruppe 2 Premier Bowl nicht als
Favorit anging, sondern diese Rolle dieses Mal Ivictory überlassen musste, der über die erweiterte Distanz von 1200m zuletzt mehrfach hatte überzeugen können. Das war allerdings dieses Mal nicht der Fall und Hit King Prawn feierte in seinem ersten Gruppe 2 Rennen einen überzeugenden Start-Ziel Sieg.
Hot King Prawn besuchte danach den Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Sprint und musste sich hier gegen einige hoch gehandelte Konkurrenten wie Mr Stunning oder Beat The Clock messen, gewann aber an Ende wieder von der Front aus gegen den spät angreifenden Mister Stunning als einzige Begleitung auf den letzten Metern.
Dann sollte der große Wurf im Hong Kong Sprint auf Gruppe 1 Ebene im Dezember gelingen aber obwohl Hot King Prawn sich wieder die Führung sichern konnte, schaffte er es nicht die Position bis zum Ziel zu behalten und musste relativ früh die Segel streichen und Mr Stunning den Sieg überlassen. Das war relativ ernüchtern und kann kaum mit dem 2.4 KG schlechteren Gewichtsverhältnis alleine begründet werden.
Hot King Prawn machte jedenfalls danach eine ausgedehnte Pause, die er mit einem Start fast ein Jahr später im The Jockey Club Sprint beendete, welches allerdings locker von Aethero gewonnen wurde. Nun war Hot King Prawn auch schon im letzten Jahr nach einer Pause nicht unbedingt in Bestform wieder gekehrt und auch dieses Mal reichte es nicht für einen Sieg -aber immerhin für einen sehr guten zweiten Platz, dem man ihn nach der Pause nicht unbedingt zugetraut hätte. Er löste sich aus dem Feld und verfolgte den davoneilenden Athero, der das Feld aber locker im Griff hatte und in keiner Gefahr war, von dem Rest des Feldes noch eingeholt zu werden.
Im nachfolgenden Hong Kong Sprint unterlag Hot King Prawn dann nur knapp Beat The Clock, der in dem Massensprint zum Ziel die Oberhand behielt und sich in einem sehr spannenden Finish durchsetzen konnte – wenn auch nur knapp und Hot King Prawn zeigte eine hervorragende Form in seinem zweiten Rennen der Saison. Allerdings hatte im Januar dann erneut Beat The Clock die Oberhand im Gruppe 1 The Centenary Sprint Cup, und dieses Mal betrug der Rückstand doch knapp über eine Länge und Hot King Prawn lief dieses Mal auf den letzten Metern nicht mehr um den Sieg mit, hielt aber den dritten Platz fest.
Etwas besser lief es im Chek Lap Kok Handicap im März, welches er trotz hohen Gewichts gewinnen konnte – was gegen Big Party und Thanks Forever gar nicht so klar gewesen war. Die gute Leistung konnte Hot King Prawn danach in den Gruppe 2 The Sprint Cup übertragen, wo er zwar gegen den Außenseiter und überraschenden Sieger Voyage Warrior verlor, aber sich gegen den eigentlichen Favoriten Aethero durchsetzen konnte.
Dem erhofften Sieg kam er danach im Mai 2020 im The Sha Tin Vase auf Gruppe 3 Ebene noch einmal sehr nah, konnte er doch dort einen knappen zweiten Platz zusammen mit Big Party ergattern, aber  der Sieger und Favorit Thanks Forever schien sich seines Sieges trotz des geringen Vorsprungs am Ende doch recht sicher – und sind wir ehrlich, ist auch Thanks Forever eher einer der Starter, die ihrem letzten Sieg schon etwas länger hinterhergelaufen sind.

Nach der Sommerpause ging es in den Permier Bowl, wo er an den Siegern dran blieb, aber ohne dort wirklich für Gefahr sorgen zu können, und dann passierte das fast unmögliche – Hot King Prawn gewann mal wieder ein Rennen, als er im The Jockey Club Sprint startete und mit einem starken Schlusssprint die Mitte der Bahn runter den Favoriten Computer Patch hinter sich lassen konnte, der ihn im letzten Rennen noch recht gut im Griff hatte. Die Weise, wie er außen am Feld sich seine Position langsam aber sicher verbesserte und dann in einem langgezogenen Schlusssprint abzusetzen begann, wusste zu gefallen und ich hatte ein wenig gehofft, dass er bereits beim nächsten Versuch einen Sieg erringe würde – allerdings scheiterte er im Gruppe 1 Longines Hong Kong Sprint, war aber bis auf die letzten 100m an den Siegern dran – und da seine Form trotz des siebten Platzes keinen deutlichen Dämpfer bekommen hatte, war es keine Überraschung, dass er im Centenary Sprint Cup danach als Favorit startet und auch lieferte – das dritte Rennen seit 2018 war gewonnen und Hot King Prawn war wieder aktueller Gruppe 1 Sieger – was ihn im Lantau Island Handicap gegen den heutigen Konkurrenten Wellington mit viel zu viel Gewicht belud – was aber das Rennen heute ach der langen Sommerpause umso interessanter macht.


20.11.2021 – Haydock – Betfair Chase / Lancashire Chase – Pick: Bristol De Mai

Pferderennen in England

16:00 Betfair Chase ( Registered As The Lancashire Chase )( Gruppe 1 ) 

Distanz: 3m1½f (3m1f125y) | Alter: 3yo + | Untergrund: Gut

 

A Plus Tard: Der Kapgarde Sohn von Henry De Bromhead hat Ende 2020 eine hoch interessante Überraschung landen können, als er im Dezember das Savills Chase für sich entschied  und damit den Favorit und kommenden Konkurrenten für das Cheltenham Festival Minella Indo schlagen können – wobei, schlagen könne ist zu viel gesagt, denn Minella Indo stürzte und öffnete damit das Rennen, und A Plus Tad und Kemboy machten sich das zusammen mit Melon zu Nutze.

Das erinnerte so ein wenig an letztes Jahr vor dem Cheltenham Festival, als A Plus Tard überraschend das Paddys Rewards Club Chase 2019 gegen Chacun Pour Soi hatte gewinnen können

A Plus Tard und Chacun Pour Soi kamen gemeinsam die Zielgerade und die letzte Hürde entlang, nachdem A Plus Tard lange das Feld angeführt und das Tempo gesetzt hatte. Rachel Blackmore arbeite sich auf A Plus Tard beim Zieleinlauf Herz und Lunge raus um ihren Schützling in Gang zu bekommen, wurde aber dann für ihre Mühen auch mit einem 3,75 Längen Sieg belohnt – etwas, was man ihm nach Niederlagen im Fortria Chase und der klaren Niederlage im Champion Novice Chase im April 2019 nicht erwartet hätte.

Aber A Plus Tard bewies, dass dies kein Versehen war sondern er diese Form auch in deutlich härteren Rennen reproduzieren kann, als er beim Cheltenham Festival im Ryanair Chase startete. A Plus Tard sah dermaßen stark aus beim Einbiegen in die Zielgerade auf dem Weg zum vorletzten Hindernis, wo er sich mit seinem Sprung nach rechts aber keinen Gefallen tat und Min und Saint Calvados ziehen lassen musste. Die Drei waren weit vor dem Rest des Feldes und man konnte durchaus sehr zufrieden sein mit der Leistung von A Plus Tard, auch wenn dieser letztendlich nicht ganz um den Sieg mitkämpfen konnte – Ein wenig kürzere Distanz, ein wenig bessere Sprünge, und Min hätte ein ganz anderes Problem gehabt.

Bei seinem Saisondebüt im Fortria Chase war es wieder der Sprung vor dem Hügel zum Ziel der das ohnehin unglückliche Rennen für A Plus Tard besiegelte.  Im nächsten Rennen, dem Savills Chase in Leopardtsown war dagegen eher glücklich für A Plus Tard, der von dem Sturz vom Favoriten Minella Indo profitierte und mit Kemboy und Melon als Trio weit vor den anderen ins Ziel kam. Melon und Kemboy waren dabei die, die vorne das Tempo setzten und A Plus Tard hielt sich währenddessen locker 10 Längen hinter ihnen im Mittelfeld des Rennens. An der drittletzten Hürde hatte Melon 5 Längen Vorsprung auf Kemboy, der wiederum 3 bis 4 Längen Vorsprung auf Alaho und A Plus Tard hatte. Das Feld wurde ein bisschen dichter gepackt vor der letzten Hürde, gerade A Plus Tard machte eine Menge Boden unter Druck gut, aber als die beiden Front Runner Melon und Kemboy unter Druck ihrer Jockeys kamen, setzten diese sich wieder ein wenig ab und ließen A Plus Tard zurück. Der fand und fand aber unter weiterem Druck von Darren O’Keeffe und holte tatsächlich noch die 5 Längen Rückstand auf der geringen Distanz zwischen letzter Hürde und dem Ziel auf – wow!

Aus dem Fehler hatte A Plus TArd gelernt und lies sich im Cheltenham Festival lieber nicht so weit zurückfallen, sondern hielt im Gold Cup Chase den Anschluss an die Führenden und war an der drittletzten Hürde dann Zweiter – konnte aber mit einem schlechten Sprung an der Vorletzten Hürde den Rückstand auf  Minella Indo nicht verkürzen und hatte nach dem Sprung über die letzte Hürde nicht mehr die Kraft, um den Hügel hinauf den Sieger noch unter Druck zu setzten. Den Favoriten Al Boum Photo hatte er allerdings kassiert und ich denke, wenn er die Form auch nur halbwegs über den Sommer mitnehmen konnte, dass er hier definitiv um den Sieg mitlaufen wird

Bristol De Mai:  Der Saddler Maker Sohn hat in seiner Karriere bisher immer wieder einige kleinere Siegesserien produzieren können, die von einer Reihe von Niederlagen unterbrochen wurden. Wobei man in der jüngsten Vergangenheit wohl kaum noch richtig von einer „Serie“ sprechen kann, vielmehr waren die einzelnen Siege immer mal wieder zwischen eine Reihe von Platzierungen und einigen seltenen Flops gestreut worden. Aber immer wieder kommt er von einer solchen Serie auch in guter Form wieder zurück und überrascht mit einem Sieg gegen gute Konkurrenz – wie im Gruppe 1 Betfair Chase im November 2020, als er seine lange Sommerpause mit einem spannenden Rennen gegen Clan Des Obeaux und Lostintranslation beendete. Zuvor war er beim Cheltenham Festival im Gold Cup angetreten, aber wie zu erwarten war aus dem versuch nichts geworden. Im Februar folgte ein zweiter Platz hinter Native River im Cotswold Chase in Sandown. bevor er – nach auslassen des Cheltenham Festivals –  im Grand National vorzeitig beenden musste.
Er ist aber in der Vergangenheit regelmäßiger Gast beim Cheltenham Festival gewesen und hat auf dem Weg dahin seine Bilanz an Gruppensiegen nicht selten erheblich aufgewertet. Nur eben beim Festival selbst läuft es nicht immer so wie erhofft – er visiert aber auch schon ziemlich lange immer wieder den Gold Cup an, viel schwerer geht es auch kaum!
2017 etwa brachte er sich mit einem Sieg im Peter Marsh Chase in Stellung, floppte dann aber im Denman Chase als Dritter von Drei und wagte sich dennoch in den Gold Cup beim Festival 2017

Beim Cheltenham Gold Cup konnte er allerdings keinen Stich landen und er kam nur als etwas abgeschlagener Siebter ins Ziel – für seine Form war es allerdins viel weniger einer Schlag als seine Niederlage zuvor im Denman Chase im Februar, wo er gegen Native River und Le Mercury in einem drei Starter Rennen verlor. Weicher Untergrund kann eigentlich nicht das Problem gewesen sein denn im Jahr 2016 gewann er das Gruppe 2 Altcar Novices’Chase gar auf schwerem Untergrund. Der Aussetzer wurde zwar wieder ausgebügelt, leitete aber eine Formschwäche ein, die mehrere Rennen lang anhalten sollte.

Sein Versuch im Gold Cup 2017 war ein solider Lauf, allerdings kam er am Ende nur als Siebter ins Ziel, konnte er doch mit Sizing John, Minella Rocco, Native River, Djakadam oder Saphir Du Rheu nicht mitgehen, als diese das Tempo anzogen. Auch im Bowl Chase in Aintree war er keine Konkurrenz für Tea For Two und Cue Card, die das Rennen unter sich ausmachten, allerdings liegt ihm der gute Untergrund auch nicht wirklich. Wie man auch beim Saisondebüt im Charlie Hall Chase im November 2017 sehen konnte, blüht er erst auf weichem Boden so richtig auf und kann zeigen was er kann.

Dort zog er unter einem optischen starken Lauf das Feld hinter sich her, und nachdem Cue Card gestürzt war und Blacklion unter Druck geriet, während Bristol de Mai unter Daryl Jacob noch mit Leichtigkeit die Führung hielt, sah er wie der sichere Sieger aus. Dann aber folgten einige schlechte Sprünge und ihm ging sichtlich die Kraft aus, so dass es doch noch zu einem langen, knappen Duell mit Blacklion kam, der nur mit unter einer halben Länge unterlagt. Dann folget das Betfair Chase und wie schon angesprochen seine beste Leistung seit langen, wenn nicht sogar die beste Leistung seiner Karriere.

Im Gruppe 1 Betfair Chase kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Cue Card, den er dieses Mal mit Leichtigkeit deklassierte. Bristol De Mai trug dabei das erste Mal Ohrstöpsel, vielleicht litt er in seinen vergangenen Rennen teilweise unter der Geräuschkulisse oder wird bei anhaltendem Lärm nervös, jedenfalls hatte das  Equipment einen positiven Effekt: Bristol De Mai übernahm die Führung und gab sie auch nicht mehr ab, sondern cruiste nach belieben vor den anderen Startern her, zog das Tempo an und kam über 50 Längen vor dem Rest ins Ziel. Tea For Two und Traffic Fluide haben ihn wohl seit dem Start nicht mehr sehen können und auch Outlander und Cue Card brauchten gute Augen, um Bristol De Mai im letzten Viertel noch verfolgen zu können.

Die extrem beeindruckende Leistung gelang Bristol De Mai allerdings auf schwerem Boden und beim Gruppe 1 King George VI um Weihnachten herrschte überraschend guter Boden, was Bristol de Mai offensichtlich Probleme bereitete. Might Bite dominierte das Feld und musste sich nur Double Shuffle und Tea For Two erwehren. Bristol De Mai vekam im Gruppe 2 Cotswold Chase im Januar etwas weicheren Boden und konnte eine gesteigerte Leistung zeigen, war aber immer noch keine Konkurrenz für den Sieger Definitly Red, der mit über 8 Längen Vorsprung vor dem zweiten American gewann.

Das Festival 2018 lies Bristol De Mai aus, nachdem klar war dass seine Form auf dem besseren Boden dieses Jahr nicht reichen würde und es war ein wenig überraschend, dass er im Gruppe 1 Aintree Bowl Chase noch einmal in der letzten Saison auflief, obwohl der Boden nach wie vor auf der guten Seite blieb und damit zu schnell für Bristol De Mai, er schaffte es trotzdem sich gegen die Konkurrenz halbwegs zu behaupten und kam sieben Längen hinter Might Bite ins Ziel.

Dann pausierte er über den Sommer und kehrte über recht lange Distanz und schnellen Boden auf Gruppe 1 Ebene im Betfair Chase zurück. Native River und Might Bite waren starke Konkurrenten, aber offensichtlich nicht so fit wie Bristol De Mai, der das Rennen mit gut vier Längen Vorsprung gewann. Beim King Goerge VI Chase stürzte er und konnte nicht zeigen was er konnte – dafür fiel er zu früh in dem Rennen. Im Cheltenham Gold Cup hingegen sicherte sich Bristol De Mai einen soliden dritten Platz in einem Rennen, welches von den Außenseitern dominiert wurde – aber nichtsdestotrotz ist eine Platzierung in dem wichtigsten Chase Rennen der Saison alles andere als eine Selbstverständlichkeit, und gerade der Sieger Al Boum Photo bewies danach, dass sein Gold Cup Sieg kein Versehen war.

Bristol De Mai hingegen ging danach in das Gruppe 1 Bowl Chase in Aintree, konnte dort aber nicht an die Leistung aus dem Gold Cup anschließen und wurde von Kemboy klar geschlagen.

Nach der Somemrpause kehrte Bristol De Mai im Gruppe 1 Betfair Chase in Haydock zurück auf die Rennstrecke und duellierte sich mit Lostintraslation, der ihm am Ende in dem 5144m Rennen auf gut bis weichem Untergrund nur unter 1.5 Längen abnehmen konnte.

Bristol De Mai unterstrich seine gute Form dann im Januar mit einem zweiten Platz im Cotswold Chase gegen Santini und ging mit einiger Hoffnung in den Gold Cup beim Cheltenham Festival, kam da aber auch nicht über seine Rolle als Außenseiter hinaus und musste sich klar geschlagen geben,

Nach der Sommerpause kam er wie schon so oft in sehr guter Form zurück und gewann das Gruppe 1 Betfair Chase gegen Clan Des Obeaux und seinen alten Bekannten Lostintranslation, der aber keinen guten Tag erwischte und fernab der beiden Sieger ins Ziel einlief. Clan Des Obeaux und Bristol De Mai hingegen lieferten sich ein sehr spannendes Rennen. Bristol De Mai ging an der Front des Feldes begleitet von Bellshill, während Clan Des Obeaux sich ein wenig hinter den beiden hielt, aber zwischen den letzten beiden Hürden die Rolle des Verfolgers des Siegers einnahm, aber Bristol De Mai liebte den weichen Boden wieder einmal und hatte den Konkurrenten beim Überspringen der letzten Hürde müde gelaufen.

Der schwere Boden in Sandown im Virgin Bet Cotswold Chase lag dem Konkurrenten Native River dann etwas mehr und es war genau umgekehrt wie im letzten Rennen – Bristol De Mai wurde müde und musste sich am Ende klar mit neun längen geschlagen geben, hielt den zweiten Platz dann aber solide. Leider lies er 2021 das Cheltenham Festival aus und startet stattdessen „nur“ im Grand Natonal, wo ihm aber der extreme ausdauertest am Ende auch nicht zusagte.

Die letzten Jahre kam er gut aus der Winterpause wieder zurück und es wäre gefährlich, ihn hier komplett zu ignorieren – gerade weil er dieses Rennen liebt.

Tipps zum Rennpferd: Kommt in der Regel im Betfair Chase nach der Sommerpause in guter Form zurück, mag weichen Boden und verliert zum Frühjahr hin oft ein wenig den Anschluss an die Führungsgruppe des aktuellen Jahrs.

Waiting Patiently: Die Saison 2021 ist durchwachsen für Waiting Patiently bisher, im King George lief er deutlich besser, als seine Quote suggeriert hatten und klebte an den Hufen von Frodon, der das Feld von der Front her dominierte und wohl das Rennen seines Lebens lief. Sehr starke Leistung und ein Meilenstein von Frodon, aber auch Waiting Patiently mit seinem knappen zweiten Platz nach gut einem Jahr Pause (!) lief ein herausragendes Rennen, konnte beim zweiten Rennen in der Saison im Grupp 1 Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase allerdings nicht an diese Leistung anschließen und wurde nur Dritter – obwohl die Konkurrenz leichter war und Waiting Patiently als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dies wird sein zweites Rennen in Aintree nach seinem Start im JLT Novice Chase 2019 auf diesem Kurs, und es wird mal wieder Zeit für einen Sieg – der letzte liegt nunmehr drei Jahre zurück.

Der Flemensfirth Sohn hat seine Karriere zwar bereits 2015 begonnen, es dauerte aber eine ganze Weile, bevor er so wirklich auf sich aufmerksam machen konnte.

Dabei waren seine ersten beiden Starts mit Platzierungen hinter Nuts Well und Cloudy Dream 2015 durchaus vielversprechend und er konnte im Januar 2016 einen Sieg im Betfred Novices‘ Hurdle vorweisen. Danach wechselte er von Keith Reveley zu Malcom Jefferson und gewann seine nächsten fünf Rennen in Folge souverän. Diese Starts absolvierte Waiting Patiently in der Saison 2016/17 nach einer langen Trainingsphase bei seinem neuen Trainer und neben einigen gut besetzten Novices‘ Rennen gewann Waiting Patiently auch das Gruppe 2 Star Sports Cheltenham Preview Evening Novices‘ Chase gegen Politologue.

Danach ging es ohne einen Besuch beim Festival gleich wieder in die nicht ganz freiwillige Pause und zum Debüt in der neuen Saison im November 2017. Die lange Pause von zehn Monaten hatte ihm nicht geschadet und er gewann sein erstes Rennen in der neuen Saison mit Leichtigkeit, zog das Niveau aber auch mit dem zweiten Start im Kempton Chase nicht an, gewann dafür gegen Smad Place und God’s Own mit Leichtigkeit.

Diese Konkurrenten waren aber zu dieser Zeit auch etwas außer Form und der Trainerwechsel zu Ruth Jefferson danach mutete etwas seltsam an, wurde aber durch den lockeren Sieg bim Ascot Chase auf Gruppe 1 Niveau gegen Cue Card und Top Notch dann doch bestätigt. Das Rennen war eigentlich hervorragend als Vorbereitung für das Festival geeignet, aber mit dem Trainerwechsel innerhalb des selben Syndikates bleiben trotzdem Zweifel an dessen Chancen beim Festival. Zwar bleibt Waiting Patiently sozusagen in der Familie (beim gleichen Syndikat), aber er wurde dann im Endeffekt doch aus dem Festival genommen und startet erst wieder nach der Sommrpause direkt im King George VI Stakes – welches aber sehr stark besetzt war und wo Waiting Patiently in Bestform hätte auflaufen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Er kam aber tatsächlich in sehr guter Form zurück aus der Winterpause und lief eine lange Zeit ein hervorragendes Rennen, wurde dann aber von Bristol de Mai zu Boden gebracht, was alle Chancen auf den Sieg plötzlich beendete.

Im Ascot Chase  sollte Waiting Patiently dann im Februar 2020 über kürze Distanz den Sieg aus dem letzten Jahr verteidigen, was durchaus im Bereich des Möglichen war, allerdings hielt seine Form nicht stand und er musste sich Cyrname klar geschlagen geben, wie auch im Gruppe 1 JLT Chase im Mai, wo Min dem Feld zeigte, was Sache ist.

Waiting Patiently kam im Tingle Creek Chase mit einem guten dritten Platz zurück und ging danach in das Gruppe 1 King George VI Chase in Kempton an Weihnachten. Das Rennen war mit Cyrname, Clan Des Obeaux und Santini gut besetzt, am Ende war es aber die Form der Außenseiter, die an diesem Tag einen Boost bekam. Denn keiner der Favoriten kam über einen abgeschlagenen dritten Platz hinaus und es waren Frodon und Clan Des Obeaux, die in diesem Rennen am Ende um den Sieg kämpften. Frodon sicherte sich die Führung und sprang kraftvoll über die Hindernisse, ganz im Gegensatz zu Waiting Patiently, der an der vorletzten Hürde noch irgendwo im hinteren Bereich des Feldes lief, aber dann zwischen den beiden letzten Hürden den Vorsprung des Siegers schnell reduzierte und auf der Zielgeraden noch einen gefährlichen Angriff startete, aber nicht mehr genug Strecke hatte, um Frodon noch einzusammeln.

Etwas besser getimt und er hätte Frodon noch gefährlich werden können, im nachfolgenden Gruppe 1 Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase über 2m1f in Ascot im Januar 2021 setzte sich Waiting Patiently im Mittelfeld fest – und blieb dort praktisch das gesamte Rennen über stecken. Er kam gar nie richtig in Fahrt, holte sich am Ende einen moderaten dritten Platz und es schien klar, dass er die längere Distanz von 3m klar bevorzugt – das Cheltenham Festival lies er komplett aus, um sich auf das Gruppe 1 Betway Bowl Chase im April zu konzentrieren – wo er allerdings erneut nicht ins Rennen fand und vorzeitig beendete.

Nach der katastrophalen Saison wechselte er dann den Trainer von Ruth Jefferson zu Christian Williams und ich bin gespannt, was der neue Trainer aus ihm herauskitzeln wird in dieser Saison. Viel Zeit hatte er seit dem Wechsel Anfang November nicht, das beobachte ich dann eher über die Saison.

Tipps zum Rennpferd: Wir haben von Waiting Patiently deutlich weniger gesehen in den letzten Jahren als uns lieb gewesen wäre. gerade einmal im Schnitt drei Rennen absolvierte er pro Saison, und die letzte Saison war eine zum Vergessen. Neuer Trainer neues Glück? Hoffen wir es!

 

 


20.11.2021 – Ascot – Chanelle Pharma 1965 Chase – Pick: Dashel Drasher

Pferderennen in England

15:05 – Chanelle Pharma 1965 Chase (Grade 2)

Distanz: 2m5f (2m5f8y) | Class 1 | (4yo+)

 

Das 1965 Chase ist jedes Jahr im November ein kleines Higjlight, welches viele Veteranen anzieht, die wir aus den Jahren zuvor kennen. Nur wenige Neulinge wagen sich traditionell hierher. Wenn man einen Neuling sucht, fällt das Auge vielleicht auf Pistol Whipped, der noch nicht viele Gruppenrennen bestritten hat, sieht man von dem Goodwood Handicap einmal ab, welches er  im März angegangen war. Seine Ergebnisse spät in der letzten Saison waren durchaus beeindruckend gewesen, zwei Siege in Plumpton und Perth, der letzte Sieg mit gut und gerne 14 Längen Vorsprung – und in Uttoxeter im Mai im Clarke Stakes verpasste er nur mit einer Nase – wenn er da weiter macht, wo er aufgehört hat, dann dürfte er hier durchaus konkurrenzfähig sein.

Die beiden Favoriten Defi Du Seuil und Lostintranslation laufen ihrer aktuellen Form noch weit hinterher und müssen einige Fragen beantworten, so dass ich wieder auf Daschel Drasher komme, mit dem ich in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen machen konnte – sein Saisoabschluss letztes Jahr war famos und ich sehe wenig Gründe, warum er hier keine Chancen auf den Sieg haben sollte.

Defi Du Seuil: 

Schon eine Weile läuft es nicht so richtig für den Voix Du Nord Sohn Defi Du Seuil. Anfang 2020 hatte er einen Lauf, der seinen Ursprung 2019 hatte und nachdem er das Tingle Creek Chase und das Clarence House Chase gewonnen hatte, war er eigentlich als klarer Favorit für das Queen Mother Chase beim Cheltenham Festival gesetzt worden – erlitt aber eine überraschend deutliche Niederlage mit einem vierten Platz, von der er sich 2020 augescheinlich nicht mehr erholte. Die Saison 2020/21 wurde nach zwei Rennen abgebrochen und Defi Du Seuil bekam stattdessen in der Sommerpause zu jetzigen Saison eine OP an der Windröhre. Sein Trainer ist mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, und so startet Defi Du Seuil trotz fast 1,5 Jahren ohne Sieg hier nun als Favorit.

Wir werden sehen ob er etwas von seinem alten Potential abrufen kann.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Defi Du Seuil im März 2019  als 2-5-Favorit in die Champion Chase ging, um zum führenden Zwei-Meilen-Chaser der Saison 2019-20 gekrönt zu werden.

Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend und obwohl im nachfolgenden Gruppe 2 Shloer Chase einige Hauptkonkurrenten ausfielen, konnte Defi Du Seuil kein Kapital daraus schlagen, denn beim Einbiegen in die Zielgerade zog Put The Kettle neben Defi Du Seuil neben ihm das Tempo an um die Verfolgung von Duc Des Genievres aufzunehmen und am Ende zu gewinnen  – während Defi Du Seuil sogar noch vom einzigen weiteren Konkurrenten, Riders On The Storm, eingesammelt wurde und das Rennen vor der letzten Hürde noch vorzeitig beendete.

69 Tage später verlief es im Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase für Defi Du Seuil nicht viel besser. Zwar hatten die Buchmacher und die Fans mittlerweile eingesehen, das Defi Du Seuil gegen Konkurrenten wie Politologue und Waiting Paitiently nicht als Favorit gelten kann, und auch wenn am Ende der Außenseiter First Flow das Rennen gewinnen konnte, war die Einschätzung mit Defi Du Seuil am Ende doch richtig gewesen. Wieder baute der mehrfache Gruppe 1 Sieger mehrere Fehler in seine Sprünge ein, wieder ging ihm ab der letzten Hürde gehörig die Puste aus – alles in allem eine eher traurige Vorstellung, die seine Pläne für den Rest des Jahres auch gleich beendeten. Stattdessen gab es eine Windröhren OP im Juni 2021 und wir werden hier sehen, was er danach zu Leisten im Stande ist.

 

Lostintranslation:  Bei Lostintranslation kommt es mir ein wenig so vor, als ob Colin Tizzard bei dem Flemensfirth Sohn etwas suchen würde, was nicht mehr da ist. Die letzten beiden Jahre waren eher enttäuschend und seine beste Saison lieg drei Jahre zurück – da wird sicher auch eine Dritte OP an der Windröhre nichts ändern, die Lostintranslation im Sommer über sich ergehen lassen musste-  ich glaube einfach nicht mehr daran, dass diese OPs wirklich etwas helfen werden – dafür ist die Abwärtsspirale einfach schon zu lange da

Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist seit 2018 auf der höchsten Ebene mit dabei, damals bestritt er sein erstes Gruppenrennen im Januar in Haydock auf schwerem Boden – was allerdings noch nicht von Erfolg gekrönt war, aber was als  Vorbereitung auf das Festival 2018 genutzt wurde.  Im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Lostintranslation kam dann im Gold Cup auf einem sehr guten dritten Platz in Schlagreichweite zum Sieger ins Ziel und war noch bei der letzten Hürde zusammen mit Santini und Al Boum Photo gleichauf und hielt auch auf der Zielgeraden noch dagegen, aber der Hügel hoch zur Zielgeraden war dann doch zu viel des Guten- ein dritter Platz war trotzdem eine sehr sehr gute Leistung und wie vorausgesagt war er als Trifecta Pick die richtige Wahl.

Ganz anders beim Betfair Chase im November, wo er auf Gruppe 1 Ebene nur einen abgeschlagenen dritten Platz erreichen konnte, aber das kann natürlich auch an der langen Pause gelegen haben – so richtig Grund zur Sorge gab es dann allerdings, als er auch beim zweiten Start in der neuen Saison im King Georg Stakes 2020 nicht liefern konnte und unter einem Famos auflaufenden Frodon das Rennen erst gar nicht beendete. Zwar ist das King George Stakes naturgemäß ein sehr schweres Rennen und schon 2019 konnte Lostintranslation das Rennen nicht beenden, aber natürlich war das nicht der Anspruch gewesen und eine solche Niederlage tat weh.

Um die Dinge noch schlimmer zu machen gelang ihm auf im Denman Chase im Februar kein Sieg – wobei, hier vom Sieg oder Chancen auf den Sieg zu sprechen wenn Lostintranslation auf dem letzten Drittel komplett die Luft ausging und ab der Vorletzten Hürde bis auf den letzten Platz durchgereicht wurde…. nein, es war im Rennen Nr. 3 in der Saison völlig klar, das mit Lostintranstraltion 2021 augenscheinlich kein Blumentopf zu gewinnen war. Und das, obwohl er im Vorfeld des Rennens bereits ein zweites Mal an der Luftröhre operiert worden war!

Beim Cheltenham Festival 2021 wurde er im Gold Cup Chase wie zu erwarten sehr deutlich geschlagen und beendete das Rennen an der vorletzten Hürde, nachdem er zuvor schon deutlich den Anschluss verloren hatte.

Und weil es so schön war, bekam Dashel Trasher  in der Pause bis zur Saison 2021/22 im Sommer gleich die nächste OP an der Windröhre spendiert – aller guten Dinge sind 3? Ich glaube nicht so recht daran.

Dashel Trasher: Mit dem Passing Glance Sohn Von Jeremy Scott habe ich in der letzten Saison gute Erfahrungen gemacht gehabt als ich ihn zu einer noch recht hohen Quote als EW Wette im Betfair Ascot Chase empfohlen hatte – ich würde mir jetzt gerne einbilden, dass es meine Empfehlungen waren, die ihn am Ende auf die Quote von 4/1 gedrückt haben, aber man muss kein Zauberer sein um zu sehen, dass er Portential hatte und gegen die Konkurrenz wie Master Tommytucker, der auch hier wieder mit dabei ist, bestehen kann.

Dashel Trasher hatte zuvor in Ascot das Injured Jockeys Fund Graduation Chase (gegen nur zwei andere Konkurrenten) und das bet365 Handicap Chase (schon eher ein echter Test) gewinnen können, nachdem er schon 2019 mit einigen Siegen in guten Handicaps über Hürden auf sich aufmerksam machen konnte. Ich denke gegen einige Konkurrenten mit vielen Fragezeichen stehen seine Chancen heute erneut ziemlich gut

 


06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Turf Sprint – Pick: Golden Pal / Kimari EW / Lieutenant Dan EW

Pferderennen in den USA

20:40 Breeders‘ Cup Turf Sprint – Gruppe 1 

Distanz: 5f  | Alter: 3yo+ | Untergrund: Gras / Turf | Boden: Schnell / Firm

 

Der Opener für uns beim zweiten Tag des Breeders‘ Cup ist wieder eine ziemlich offene Angelegenheit, viele der Pferde sind bereits auf Gruppe 1 Ebene erfolgreich gewesen und gut bekannt und es ist ein Fest für die Rennfans rund um die Welt – und ein schwieriges Rennen um es vorherzusagen.

Wesley Ward bringt gleich drei Pferde zum Sprint, inklusive des Favoriten Golden Pal.

Golden Pal führt das Feld klar an – kein zweiter Favorit, der ihm in den Quoten im Nacken sitzt, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt wie er sich zuletzt in Keenland präsentiert hat. Aber er hatte bei seinem Ausflug nach York im Nunthorpe Stakes auch einen Aussetzer in dieser Saison und ist vielleicht angreifbar…. der Rest der Starter von Wesley Ward macht auf dem Papier allerdings nicht so viel her. Arrest Me Red kam im August zu Wesley Ward und gewann danach in Saratoga das Mahony Stakes, bevor er Gruppe 3 Belmont Turf Sprint Invitational Stakes in BElmont Park gewann – allerdings beides eher knapp,

Das kann man auch über Kimari sagen, der allerdings nach seinem Sieg im Spring Fever Stakes auf Listed Ebene  das Gruppe 1 Madison Stakes in Keenland gewann – und das ziemlich locker. Kimari war auch als Favorit gestartet und konnte sich wie erwartet auch auf der Zielgeraden gegen seine Verfolger durchsetzten, die keine Chance hatten, sich an ihm vorbei zu schieben. Er schlug dabei Bell’s The One, der danach in der Saison noch zwei Gruppe 2 Rennen gewinnen konnte und hoch respektiert ist.

 

Golden Pal: Der Uncle Mo Sohn von Trainer Wesley Ward wird  als Favorit in dieses Rennen starten, nachdem er letztes Jahr das Breeders‘ Cup Juvenile Turf Sprint letztes Jahr gewinnen konnte und dieses Jahr praktisch da weiter gemacht hat, wo er letztes Jahr aufgehört hat.

Der in den USA gezüchtete Hengst nahm in seiner Vorbereitung unter anderem den Weg nach England, wo er in Ascot im Gruppe 2 Norfolk Stakes startete. Zuvor war er im April auf dem Kurs in Gulfstream Park zweiter geworden hinter Gatsby, was auf Grund seines Favoritenstatus ein wenig enttäuschend gewesen war. Golden Pal sicherte sich die Führung, musste dafür aber einige andere Konkurrenten zunächst in die Schranken weißen und wurde daher von Gaffalione etwas mehr angetrieben, als ideal gewesen wäre in dieser Phase des Rennens. Zunächst sah es noch danach aus, als ob sich die Mühe gelohnt hat, aber dann kam auf den letzten 150m Gatsby heran und überholte am Ende Golden Pal, der nichts mehr zu geben hatte, aber den zweiten Platz locker hielt.

Das Rennen wiederholte sich praktisch 1:1 in dieser Form dann im Juli im Norfolk Stakes in Ascot. Golden Pal sicherte sich die Führung, baute diese ein wenig aus, wurde 1f vor dem Ziel von Andrea Atzeni geritten und setzte sich weiter vom Großteil des Feldes ab, aber wieder blieb ein Konkurrent dran, der ihn am Ende zermürbte und knapp gewann. Dieses Mal war es The Lir Jet der am Ende über die 5f den sprichwörtlichen Nacken vorne hatte.

Trotzdem war das natürlich ein gutes Rennen und zurück in Amerika konnte sich Golden Pal im August in Saratoga dann über 5f endlich den ersehnten ersten Sieg sichern. Golden Pal schoss förmlich aus den Startboxen, zog nach innen ans Geländer und sicherte sich wieder einmal die Führung, konnte diese aber dieses Mal locker behaupten und baute seinen Vorsprung erheblich aus, als sein Jockey Irad Ortiz ihn darum bat.

Das war eine ziemlich überzeugende Leistung und Golden Pal schien seine Form in diesem Rennen noch einmal deutlich zu steigern, so dass er im Breeders‘ Cup Juvenile Turf Sprint 2020 als Favorit startet. Der Favorit lieferte dann beim Breeders‘ Cup Juvenile Turf Sprint wie erhofft – er konnte sich die Führung durch einen schnellen Start sichern und setzte ein ordentliches Tempo, was ihn 400m vor dem Ziel vor das Feld brachte, einen Vorsprung, denn er auf die letzten Metern mitbrachte – und auch wenn Cowan und Ubettabelieveit noch bis auf eine Länge an ihn heran kamen – aber Golden Pal tat immer genug um die Konkurrenten auf Abstand zu halten.

Nach der Winterpause kam Golden Pal dann mit einem lockeren Sieg in Saratoga im Gruppe 3 Quick Call Stakes zurück, um sich dann nach England auf zu machen und sich im Coolmore Wootton Bassett Nunthorpe Stakes zu versuchen. Dies stellte sich allerdings nicht als die beste Idee heraus, denn Golden Pal zeigte nach der Reise über den großen Teich seine schlechteste Form seit Jahren und ihm fehlte am Ende auf dem fünften Platz die Kraft um sich mit den Siegern messen zu können – oder ihm gefiel einfach England nicht, denn im Gruppe 2 Woodford Stakes presented by TVG in Keenland im Oktober 2021 gewann Golden Pal dann wieder mit locker über 2 Längen – nachdem er wieder zurück nach Amerika gekommen war.

Er schlug unter anderem den heutigen Konkurrenten Extravagant Kid und geht wieder mit einer sehr guten Form zu seinem zweiten Breeders‘ Cup – ich denke er hat sehr gute Chancen auf den Sieg.

Emaraaty Ana: Der Shamardal Sohn – Ja, „Ana“ ist ein Wallach, und ich werde mit Sicherheit mehrfach ihn als Stute bezeichne wegen dem Namen – ist einer der Veteranen im diesem Feld und hat seine Rennen alle in England bestritten . Emaraaty Ana ging nach seinem Debüt relativ schnell auf die Gruppenebene hoch und gewann 2018 das Grimcrack Stakes in York. Rückblickend betrachtet war der schnelle Erfolg bei einem Gruppenrennen vielleicht mehr Fluch denn Seen, denn Emaraaty Ana sollte den Rest von 2018 und ganz 2019 damit verbringen, einem weiteren Erfolg auf dieser Ebene hinterher zu laufen und erst als er wieder in einem normalen Klasse 3 Rennen startete, gewann er im Juni 2020 sein nächstes Rennen.

2020 lief es nicht viel besser für Emaraaty Ana, der bei seinem Debüt in Newmarket im Aberant Stakes noch einen respektablen dritten Platz erreichen konnte und diesen Platz auf Listed Ebene im Queensferry Stakes in Chepstow im August wiederholte – aber auf Gruppe 1 Ebene im Nunthorpe Stakes wieder klar geschlagen wurde.

Noch im selbe Monat folgte die Kastrierung, im November dann eine OP an der Windröhre – und die beiden Eingriffe schienen tatsächlich eine positive Wirkung zu haben, denn nach der erneuten Pause bis 2021 stieg Emeraaty Ana mit einem zweiten Platz auf Listed Ebene im Unibet Cammidge Trophy Stakes ein, wo Emeraaty Ana auf den letzten Metern die Kraft ausging. Es folgten dritte Plätze im Aberrant Stakes und dem Betfair Palace House Stakes, jeweils auf Gruppe 3 Ebene – allerdings gelang danach der Sprung auf Gruppe 2 Ebene im Clipper Logistic Stakes im Mai nicht, ganz zu schweigen von der klaren Niederlage im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes – umso überraschend war wohl der knappe zweiter Platz hinter Winter Power im Coolmore Wootton Bassett Nunthorpe Stakes, wo Emaraaty Ana als klarer Außenseiter gestartet war, aber einen soliden zweiten Platz erreichte und den Sieger Winter Power unter Druck setzen konnte – und dieses Mal ging ihm nicht die Puste auf den letzten Metern aus… vielleicht ein Hinweis darauf, dass Emaraaty Ana auf neue Höhen seiner Form zusteuern sollte, denn kurz darauf gewann Emaraaty Ana sein erstes Gruppe 1 Rennen als er das Betfair Sprint Cup Stakes in Haydock im September gewinnen konnte.  Dabei lief er ziemlich frei und verschwendete vielleicht ein bisschen zu viel Energie, konnte aber trotzdem gerade noch so den Angriff von Starman abweheren, der spät herankam auf den letzten 100m…

A Case Of You: Der Hot Streak Sohn von Trainer Adrian McGuiness gewann zuletzt den Prix de l’Abbaye de Longchamp Longines auf schwerem Boden und war zuvor nur knapp im Derrinstown Stud Flying Five Stakes in Curragh geschlagen worden. Wie er sich heute auf schnellem Boden schlagen wird, ist offen, aber er scheint vielseitig zu sein und könnte eine Rolle um den Sieg spielen, hat er doch unter anderem Glass Slippers im Derrinstown Stud Flying Five Stakes knapp schlagen können

Die beiden trennte allerdings kaum etwas und A Case For You hatte sich den zweiten Platz von Glass Slippers nur sprichtwörtlich auf den letzten Zentimetern schnappen können und Glass Slippers war in dem Rennen deutlich besser eingeschätzt worden. Die beiden trafen im Prix de l’Abbaye de Longchamp Longines einen Monat später noch einmal aufeinander, auf dem schweren Untergrund hatte A Case Of You dann sicher die Oberhand – allerdings findet dieses Rennen auf schnellerem Boden statt, und Glass Slippers ist der Sieger des Breeders‘ Cup Turf Sprint 2020 und wird hier zu einer ähnlichen Quote starten – nicht ausgeschlossen, dass er seine Form hier steigern wird  seine Form vor seinem Erfolg im Breeders‘ Cup Turf Sprint 2020 war allerdings besser als beim Versuch 2021

Gear Jockey und Lieutenant Dan haben beide ihre letzten Rennen auf niedrigerem Niveau gewonnen und scheinen in guter Form zu sein – gerade Lieutenant Dan hat nur eines seiner letzten vier Rennen verloren und schien mit jedem Schritt hinauf im Niveau besser zu werden… vielleicht die beste EW Wette im Feld nach Kimari.

 

 

 


06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Filly & Mare Sprint – Pick: Gamine

Pferderennen in den USA

20:05 Breeders‘ Cup Filly & Mare Sprint – Gruppe 1 – Fillies and Mares

Distanz: 7f | Alter – 3yo+ | Untergrund: Dirt / Sand | Untergrund: Schnell / Firm

 

 

Gamine von Bob Baffert verpasste in zehn Rennen nur ein einziges Mal den Sieg und konnte unter anderem die heutige Konkurrentin Ce Ce deutlich geschlagen – und geht daher auch als klare Favoritin in dieses Rennen.

Gamine: Die Into Mischief von Bob Baffert hat nur ein einziges Rennen bisher verloren – als sie in Churchill Downs im September 2020 im Kentucky Oaks die Kraft verlies und auf einem dritten Platz disqualifiziert wurde. Dieses Rennen ist allerdings schon längst vergessen und vielfach wieder gut gemacht worden.

Begonnen hat ihre Karriere in Santa Anita Park im März 2020 mit einem Sieg und legte nach zwei Monaten Pause dann in Oaklawn Park noch einmal nach, wurde da allerdings disqualifiziert da ihre Blutprobe positiv auf Doping getestet wurde. Bitter, aber damit war auch klar wie sie Gamine so schnell so gut bekommen haben, dass sie in Belmont Park im nächsten Monat das Gruppe 1 Longines Acorn Stakes mit gut 19 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

Nicht nur das, sie knackte auch fast den Streckenrekord, den sie nur um 3 Hundertstel verpasste – damit war sie schneller als die männliche Konkurrenz etwa im Metropolitan Handicap, und selbst wenn man in Betracht zieht, dass sie zuvor positiv getestet worden war und die Nachwirkungen vielleicht noch spürbar waren – man weiß ja nicht, wie ihr Trainerteam sie zwischen den Rennen behandelt hat, gerade in den Monaten vor dem positiven Test, sehr beeindruckend war das ganze trotzdem gewesen – und sie war noch längst nicht fertig!

Im August startete sie nämlich dann im Longines Test Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Saratoga über 1407m, und zeigte erneut eine beeindruckende Form! Sie deklassierte die versammelte Konkurrenz, wie es von ihr auch erwartet worden war und gewann dieses Mal mit sieben Längen Vorsprung, wobei auch mehr drin gewesen wäre – die Zeit? Vier Hundertstel unter Streckenrekord! Wieder ein beeindruckende Zeit, und wieder ein müheloser Sieg für Gamine!

Kein Wunder, dass sie auch im Oaks in Churchill Downs als Favoritin startete, und ein weiterer lockerer Sieg von ihr erwartet wurde – nur wurde daraus leider nichts… über die längere Distanz von 1818m geriet Gamine schneller unter Druck und musste beim Einbiegen in die Zielgerade bereits geritten werden, mit Shedaresthedevil direkt neben ihr, und die Konkurrentin unter Florent Geroux wollte einfach nicht aufgeben und fand unter einem harten Ritt immer mehr Kraft, und auch Swiss Skydriver kam heran, während Gamine einfach nichts mehr zu geben hatte und graduell zurück fiel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und musste sich um keine Verfolger Gedanken machen.

Dann kam der Breeders Cup und der erneute Schritt runter in der Distanz auf 1418m – ein Schritt, der sich bezahlt machen sollte, denn Gamine zerstörte die Distanz förmlich mit über sechs Längen Vorsprung und einem neuen Streckenrekord für das Breeders‘ Cup Filly & Mare Sprint… was soll an dazu noch sagen? Die eigentlich als Hauptkonkurrentin gehandelte Serengeti Empress versuchte das Tempo zu setzen, aber Gamine lief neben ihr locker bis zur Zielgeraden auf um dann zu beschleunigen und sich mit einem Boost mehrere Längen abzusetzen…. das war der wohl beeindruckendste Lauf beim Breeders Cup 2020 und der beste Saisonabschluss den man sich wohl vorstellen kann.

Die neue Saison begann für Gamine dann im April im Gruppe 3 Las Flores Stakes, vielleicht nicht mehr als ein Trainingslauf für Gamine, die sich nach diesem Warmmacher wieder auf Gruppe 1 Niveau begab und in Churchill Downs im Mai im Derby City Distaff Stakes presented by Kendall-Jackson Winery startet.

Das 7f Rennen auf schnellem Boden war dann allerdings auch eine härtere Aufgabe als von einer 1/5 Favoritin vermutet worden wäre – Gamine stolperte beim verlassen der Ställe und musste sich dann mühen, um wieder die Führung zu bekommen, die dann auf der Zielgeraden mit einiger Arbeit gegen Sconsin – aber ein Sieg ist ein Sieg und im Gruppe 2 Great Lady M Stakes in Los Alamitos im Juli machte Gamine wieder kurzen Prozess mit der Konkurrenz.

Was aber viel wichtiger ist – Gamine konnte sich im Ketel One Ballerina Handicap in Saratoga als Vorbereitung für den Breeders‘ Cup ebenfalls durchsetzen – und das obwohl sie das höchste Gewicht trug und heute gegen die Dritte des Rennens – Ce Ce – einen Gewichtsvorteil heute hat. Gamine musste zwar von John Verlasquez hart angetrieben werden um sich am Ende durchzusetzen, schaffte das aber mit erwarteter Souveränität und es gibt heute in diesem Feld nicht viel, was ihr gefährlich werden kann.

 

Bella Sofia: Die Awesome Patriot Tochter von Rudy Rodriguez ist jünger als die Favoritin aer in bestehender Form und eventuell die größte Gefahr für die übermächtige Gamine, schließlich bekommt sie hier einen gewissen Gewichtsvorteil und  hat sich in ihrer kurzen Kariere bisher nur einen einzigen Aussetzer geleistet – in ihrem zweiten Rennen als sie das erste Mal auf Black Type Ebene im Jersey Girl Stakes startete.

Sie gewann ihr nächstes Rennen in Belmont Park, bevor sie im Longines Test Stakes in Saratoga startete. In dem Gruppe 1 Rennen musste sie sich zwar die Führung mit Illumination teilen, aber die Pacesetterin konnte dem Druck von Bella Sofia nicht standhalten und viel im Feld weit zurück, während Bella Sofia sich vom Feld losriss und immer weiter beschleunigte, um einen unangefochtenen Sieg zu feiern. Zwar gab es einige späte Verfolger, aber keine hatte die Chance Bella Sofia noch einzuholen.

Auch beim nächsten Start im Gruppe 2 Gallant Bloom Handicap danach gewann Bella Sofia souverän, auch wenn man zugestehen muss, dass sie trotz des Gruppe 1 Sieges nicht das höchste Gewicht in dem Feld tragen musste – egal. Bella Sofia setzte das Tempo und zog das Feld schnell auseinander, dass beim Einbiegen in die Zielgerade nur noch Lady Rocket an ihr dran bleiben konnte. Die Konkurrentin konnte Bella Sofia nicht unter Druck setzten und mit zwei souveränen Siegen in Folge und einem kleinen Gewichtsvorteil könnte sie das Rennen hier interessant gestalten.

 

Ce Ce fegte nach ihrer Niederlage gegen Gamine in ihrem nächsten Start, dem Gruppe 3 Chillingworth Stakes, die Konkurrenz beiseite, war aber auch als haushohe Favoritin gestartet…. ich denke nicht, dass sie heute gegen Gamine eine Chance haben wird – aber sie hat die besten Chancen Platz 3 in diesem Renen zu holen.

 

 

 


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