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15.05.2021 – Newbury – Lockinge Stakes – Pick: Palace Pier, Safe Voyage EW - Pferdewetten Tipps
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15.05.2021 – Newbury – Lockinge Stakes – Pick: Palace Pier, Safe Voyage EW

15. Mai 2021 / phil
Pferderennen in England

16:35 Lockinge Stakes – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 350.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Das Bet365 Mile letzten Monat gibt einen Hinweis darauf, in welcher Form Palace Pier heute auflaufen wird. Er gewann das Rennen mit gut und gerne 8 Längen und hatte keinerlei Probleme, zwei der heutigen Konkurrenten beiseite zu fegen. Die beiden sind heute auch die klaren Außenseiter, aber  man konnte schon sehen, wie fit Palace Pier heute wohl sein wird. Es dauerte nach dem „Go“ von Frankie Dettori einen kleinen Moment, bis Palace Pier in Gang kam, aber mehr als die Zügel und Bügel musste der Star Jockey auch nicht einsetzen, um seinen Schützling am Ende 8 Längen vor das Feld zu bringen. Der Rest schien förmlich stehen zu bleiben und konnte nicht mitgehen – das heute wird natürlich deutlich härter, aber Palace Pier scheint seine Pause gut verkraftet zu haben.

Die Favoriten und Picks im Einzelnen:

Palace Pier: Der Kingman Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im August des letzten Jahres, konnte aber trotz der geringen Laufzeit seiner Karriere schon einige Aufmerksamkeit für sich generieren, was nicht zuletzt an seinem gelungenen Einstand im August 2019 lag, denn schon bei seinem ersten Rennen sorgte er für erstaunte Blicke.

Bei dem Maidenrennen in Sandown machte Palace Pier auf Anhieb eine sehr gute Figur und gewann das 7f Rennen auf gutem Untergrund mit Leichtigkeit mit über 3 Längen Vorsprung auf schnellem Boden. Er sah allerdings auch schon nach dem am weitesten entwickelten Pferd an jenem Tag aus, und verhielt sich auch so – schnell die Führung gesichert auf der Zielgerade und dann spielend leicht abgesetzt, kein Wunder also, dass beim nächsten Rennen klar als Favorit galt und das Klasse 4 Max Patel Wealth Manager Of Choice Novice Stakes in Sandown mit einem starken Lauf von der Front erneut müehlos gewann.

Dann ging es in die lange Winterpause, die durch die Corona Epidemie noch viel länger wurde, und erst im Juni 2020 beendet werden konnte. Dort startete er in einem Klasse 2 Handicap für die Dreijährigen, welches Palace Pier wieder als Favorit angehen dürfte, und in dem er – vielleicht auch auf Grund der langen Pause, welche er sicher für das Training genutzt hat – wieder in Bestform auflaufen konnte.

Dabei wurde Palace Pier am Anfang des Rennens zunächst von den Konkurrenten ein wenig abgehängt und lief dem Rest des Feldes am Anfang gut drei Längen hinterher, bis es ins letzte Furlong ging, wo Palace Pier an Geschwindigkeit zulegte und der gesammelten Konkurrenz am Ende mit über drei Längen davon sprintete.

Kein Wunder, dass das nächste Rennen dann (endlich) auf Gruppenebene ausgetragen wurde, das Ziel war das St James’s Palace Stakes auf Gruppe 1 Ebene, welches Teil der British Champions Series ist. Hier war also der erste wirkliche Test für Palace Pier, der das erste Mal seit seinem Debüt nicht mehr als Favorit auflief, sondern hinter Pinatubo und Wichita die dritte Geige spielen musste bei den Buchmachern.

Und fast sah es danach aus, als ob die Buchmacher Recht behalten könnten, denn Palace Pier kam nur sehr langsam in Gang und musste sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren, eine Position, die ihm normalerweise nicht so beliebt. 2f vor dem Ziel begann Palace Pier dann die Konkurrenz von hinten aufzurollen, 1 Furlong vor dem Ziel gab Frankie Dettorie dann das OK und trieb Palace Pier mit allen Mitteln der Kunst an, um ihm am Ende 11 Yards vor dem Ziel vor dem ebenfalls sehr stark auflaufenden Pinatubo zu bringen.

Die Leistung machte ihn auch gegen die wesentlich erfahrenere Konkurrenz im Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in deauvulle zum Favoriten – er bekam ein paar Kilo an Gewicht erlassen und auf Grund der immer noch vorherrschenden Corona Epidemi fanden sich auch nicht alle erhofften Konkurrenten auf dem Kurs ein, aebr die sich einfanden, hatten es in sich. Persian King, Circus Maximus, Alpine Star – alles Konkurrenten von solider Qualität, die sich nicht einfach geschlagen geben würden. Aber wieder konnte Palace Pier voll überzeugen. Er hielt sich im hinteren Bereich des Feldes, zog aber 3f vor dem Ziel das Tempo an und kam an die Front Runner heran. Circus Maximus hatte keine Chance bei dem folgenden Tempowechsel mitzugehen, lediglich Alpine Star schaffte es, die Verfolgung von Palace Pier aufzunehmen, hatte aber trotzdem keine Chance an ihn noch heran zu kommen, sondern musste sich damit begnügen, hinterher zu schauen. Das Rennen fand auf schwerem Boden statt, allerdings konnte Palace Pier daraus keinen Vorteil für Das Queen Elizabeth II Stakes ziehen konnte, welches er als Favorit bestreiten dürfte.

Aber schon beim Start kam Palace Pier nicht richtig gut aus den Ställen und irgendwo beim Rennen verlor er auch noch eines seiner Hufeisen und Frankie schaute auf den letzten 200m immer wieder nach seinem Pferd, um zu sehen ob irgendwas mit Palace Pier falsch war – das Rennen war einfach ein bisschen glücklos für Palace Pier, der sich mit einem etwas abgeschlagenen dritten Platz zufrieden geben musste.

Er gönnte sich dann eine längere Pause bis zum Start in die neue Saison, welches er im April in Sandown im Bet265 Stakes feierte:

Das Bet365 Mile gibt einen Hinweis darauf, in welcher Form Palace Pier heute auflaufen wird. Er gewann das Rennen mit gut und gerne 8 Längen und hatte keinerlei Probleme, zwei der heutigen Konkurrenten beiseite zu fegen.

Die beiden (Happy Power und Bless Him) sind heute auch die klaren Außenseiter, aber  man konnte schon sehen, wie fit Palace Pier heute wohl sein wird. Es dauerte nach dem „Go“ von Frankie Dettori einen kleinen Moment, bis Palace Pier in Gang kam, aber mehr als die Zügel und Bügel musste der Star Jockey auch nicht einsetzen, um seinen Schützling am Ende 8 Längen vor das Feld zu bringen. Der Rest schien förmlich stehen zu bleiben und konnte nicht mitgehen – das heute wird natürlich deutlich härter, aber Palace Pier scheint seine Pause gut verkraftet zu haben.

Lope Y Fernandez: Der Lope De Vega Sohn von Trainer Aiden O’Brien hatte am Anfang seiner Karriere im Jahr 2019 schnell einige Erfolge feiern können. Nach seinem gewonnenen Debüt in Curragh holt er sich auf Anhieb zwei Plätze auf Black Type Ebene, einen im Chesham Stakes (Ein Listed Rennen in Royal Ascot!) und im Gruppe 2 Qatar Vintage Stakes in Goowood, bevor er sein erstes Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Round Tower Stakes in Curragh über 1207m gewinnen konnte.

Das war ein extrem starker Start in seine Kariere, aber danach wurden die Ziele größer und die Ergebnisse eher unter den Erwartungen – so wurde er im Middle Park Stakes sechster, im Irish 2.000 Guineas Dritter, danach im noch besser besetzten Commonwealth Cup sogar nur Elfter. Er hatte eine Menge Chancen und lief oft besser als seine Ergebnisse am Ende erwarten ließen, was er dann im Juli in Deauville im Qatar Prix Jean Prat unter Beweis stellen konnte. Nach den letzten schlechten Ergebnissen ging er in das Rennen als klarer Außenseiter, konnte aber überraschen und ging unter einer Länge gegen Pinatubo auf den zweiten Platz ins Ziel.

Er blieb nach diesem Erfolg in Frankreich und kam im Prix Maurice de Gheest hinter dem alt bekannten Space Blues auf einem dritten Platz ins Ziel, wieder mit einer deutlich besseren Leistung als eigentlich von ihm erwartet worden war. Ein Sieg blieb aber trotzdem erst einmal weiter aus, im Sprint Cup Stakes in Haydock im September gelang ihm nur ein siebter Platz und im Gruppe 1 Champions Sprint Stakes in Ascot sprang ebenfalls am Ende nur der siebte Platz heraus, über drei Längen hinter dem Sieger Glen Shiel. Trotzdem machte er sich auf den Weg nach Amerika, wo er in Keenland im Breeders‘ Cup Mile startete – natürlich wieder als Außenseiter, das Rennen in Amerika ist schließlich alles andere als ein Leichtgewicht  und mit dem was Lope Y Fernandez so bisher die Saison gezeigt hatte, war da ebenfalls nicht viel zu erwarten. Aber Lope Y Fernadnez überraschte in dem Rennen, indem er das Feld von hinten Aufrollte und zum Ziel hin immer näher an den Überraschungs Sieger Order Of Australia ran – das war erneut eine Super Leistung und es wurde Zeit, sich dafür auch mal zu belohnen – das geschah allerdings erst nach der Pause bis in die neue Saison im April 2021 im Heritage Stakes, einem Listed Rennen in Leopardstown, wo er einen sehr lockeren Sieg feiern konnte. Er hat locker fünf Längen Vorsprung herausholen können und scheint eine neue Bestform gefunden zu haben. Aber hält die auch auf besserem Niveau?

Das selbe gilt auch für Top Rank und My Oberon

Safe Voyage: Der Fast Company Walalch von Trainer John Quinn hat schon einige Jahre auf dem Buckel und sehr, sehr viel Erfahrung, scheint aber mit dem Alter besser zu werden und seine Form stückweise immer weiter zu steigern, denn erst in den letzten beiden Jahren begann Safe Voyage mit der Teilnahme an den Gruppenrennen, zuvor versuchte er sich eher an kleineren Handicaps, in denen er in der Saison 2016-2018 mehrfach erfolgreich war. Mit steigendem Rating und zunehmenden Alter stieg auch der Anspruch und der erste Verusch in einem richtig gut dotiertem Rennen wurde Ende 2018 in Ascot im Balmoral Handicap unternommen, leider konnte Safe Voyage dort noch keinen Stich landen, dafür gewann er seinen Einstand im Jahr 2019 in Haydock dann so souverän, dass es auf dem gleichen Kurs danach in das Spring Trophy Stakes auf Listed Ebene ging, wenn auch eher als einer der Außenseiter.

Das hielt Safe Voyage aber nicht davon ab, das Rennen trotzdem zu gewinnen, und das obwohl es taktisch in dem Rennen nicht unbedingt nach Plan lief für Safe Voyage, der sich es hinter den Pacesettern gemütlich gemacht hatte, dann aber 1.5f vor dem Ziel nach einer Lücke suchen musste, während

Vanbrugh und Happy Power schon zum Schlusssprint ansetzten konnten. Dann aber tat sich auch für Safe Voyage eine Spur neben der Innenbahn die Lücke auf und er konnte zeigen, zu was für einem Schlusssprint er in der Lage ist, denn auf dem letzten halben Furlong schaffte er es, sich noch über eine halbe Länge von den zuvor Führenden abzusetzen.
Das war der erste Sieg in einem Black Type Rennen für Safe Voyage und es erschien nur logisch, dass der Schritt auf die Gruppeneben als nächstes folgen sollte. Der wurde dann nur einen Monat später im Gruppe 3 John Of Gaunt Stakes in Haydock gemacht, wo Safe Voyage nach dem letzten dominanten Sieg natürlich als Favorit auflaufen dürfte. Safe Voyage hatte aus den letzten Problemen gelernt und lies dieses Mal nur zwei Pacesetter vor sich zu, was einen sauberen Lauf zum Ziel garantierte, effektiv war auf der Zielgeraden die letzte halbe Meile über nur Shepperd Market noch vor Safe Voyage, und der Pacesetter kam 2f vor dem Ziel langsam unter Druck, als die Ausdauer nachlies und das Feld von hinten aufzuschließen begann. Safe Voyage bewegte sich an ihm vorbei und konnte sich auf dem geliebten Kurs in Haydock schnell einige Längen absetzten, um gleich nach dem ersten Sieg in einem Listed Rennen den ersten Sieg in einem Gruppenrennen folgen zu lassen. Ein kleiner Vorteil für Safe Voyage war allerdings auch, dass sich Haupt Konkurrent Mankib beim verlassen der Startboxen den Kopf stieß und von Jim Crowley aus dem Rennen genommen wurde.
So gesehen fehlte der wirkliche Test in diesem Rennen, was die kommende Niederlage im stärker besetzten Gruppe 2 Minstrel Stakes nicht ganz so überraschend erscheinen lässt, schließlich lief hier mit Romanised auch ein zukünftiger Gruppe 1 Sieger gegen Safe Voyage auf, der in diesem Rennen zeigte, wie man zwei Front Runner kurz vor dem Ziel einsammelt. Safe Voyage war ein wenig zu weit ins Hintertreffen geraten und musste zusehen, wie Hey Gaman den herausgeholten Vorsprung verteidigte und nur eben Romanised nachgeben musste. Trotzdem zeigte Safe Voyage auch in diesem Rennen eine gute Leistung, schien aber von der Spitze in diesem Jahrgang einen Schritt zu weit entfernt, wie er auch im Gruppe 2 Hungerford Stakes danach wieder erleben musste, wo Librisa Breeze und Glorious Journey den Sieg unter sich ausmachten und Safe Voyage keine Chance hatte, die beiden auf der Zielgeraden zu überholen, sondern musste fast druchgängig die eine Länge Rückstand hinnehmen, die er schon zu beginn des Schlusssprints auf die beiden Sieger hatte.
Trotzdem blieb Safe Voyage den hochklassigen Gruppenrennen treu, machte aber dafür einen kurzen Abstecher nach Frankreich zum Prix de la Forêt, wo er aber auch auf Grund des weichen Untergrunds keine Chance hatte an One Master heranzukommen, die den Untergrund und den Kurs liebte und das Rennen schon im Jahr zuvor hatte gewinnen können. Schlecht sah aber auch Safe Voyage auf dem langsamen Untergrund nicht aus, ein Eindruck, den er im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stake Ende des Jahres 2019 noch einmal bestätigen konnte, wo Safe Voyage im Ascot Champions Day einen sehr respektablen dritten Platz herausholen konnte.
Nach der langen Winterpause machte Safe Voyage sein Saisondebüt dann auf dem von ihm geliebten Kurs in Haydock im Spring Trophy Stakes, wo er aber knapp Space Blues unterlag.  Weiter ging es nach Epsom in das Listed Surrey Stakes, welches er als Favorit wie erwartet gewinnen konnte, allerdings lief es 2020 mit den Gruppenrennen eher durchwachen.
So folgte noch im selben Monat im Gruppe 2 Lennox Stakes ein etwas abgeschlagener vierter Platz, als Space Blues das Rennen wieder dominieren konnte, dafür gewann Space Blues danach das Gruppe 2 City Of York Stakes im August über 1408m mit Leichtigkeit. Safe Voyage setzte bei Dauerregen das Tempo und konnte lange Zeit ohne direkte Konkurrenz um die Position knapp vor dem Feld voranlaufen, als das Tempo aber schneller wurde konnte sich Safe Voyage immer weiter absetzten und damit die Favoritin One Master überzeugend schlagen.  Die sollte später ihre Revanche bekommen, aber zunächst gewann Safe Voyage noch das Clipper Boomerang Mile in Leopardstown knapp mit einer Nase – er hatte dieses Mal nicht das Vergnügen das Tempo zu setzen und musste aus der Mitte des Feldes seinen Angriff starten, mit dem Zweiten Sinawann direkt neben sich. Das war extrem spannend, aber auch extrem knapp.
Auf schwerem Untergrund in Frankreich gelang dann wie angekündigt One Master die Revanche gegen Safe Voyage, der einen sehr respektablen dritten Platz mit unter einer Länge Rückstand erringen konnte, aber den sehr langsamen Boden nicht so richtig zu mögen schien.
Es folgte ein weiterer Länderwechsel, dieses Mal sogar komplett über den großen Teich zum Breeders‘ Cup Mile in Keenland, der Ausflug im Winter lohnte sich allerdings nicht und Safe Voyage kam abgeschlagen ins Ziel.
Lange Pausen haben ihm in der Vergangenheit nicht viel ausgemacht und ich kann mir vorstellen, dass heute ein Platz durchaus drin ist.

Lord Glitters: Der Whipper Sohn von Trainer  David O’Meara ist einer der Verteranen im Feld und ist schon ganz schön weit rumgekommen in der Welt. Frankreich, England, Amerika, Arabische Emirate – alles schon gesehen, alles schon gelaufen, und vielleicht hilft ihm seine Erfahrung heute, wieder etwas zählbares am Ende des Rennens zu erreichen.

Am Anfang seiner Karriere startete er für C. Loutoux und hat sich nach seinem Debüt 2016 gleich in zwei weiteren Rennen gewinnen können und danach in seinem ersten Versuch in einem Listed Rennen mit einem guten zweiten Platz abschneiden können, als er  im Grand Prix du Lion-d’Angers in Frankreich startete.

In der nächsten Saison waren auch die Kurse in Frankreich der Schauplatz der besten Rennen der Saison von Lord Glitters, denn hintereinander gewann Lord Glitters 2017 das Prix du Bu, das Prix Lavandin und dann in Ascot das Balmoral Handicap. Das Rennen im Oktober war das bisher schwerste Rennen, welches Lord Glitters bestritten hatte, und die Art, wie er das Rennen gewinnen konnte, lies keine Zweifel daran, dass Lord Glitters zu denen gehörte, die in der nächsten Saison auf die Gruppenebene gehörte. Daran änderte auch der zweite Platz im Saisonabschluss im Price Bailey Ben Marshall Stakes auf Listed Ebene nichts, bei dem Lord Glitters ziemlich enttäuschte.

Lord Glitters kehrte im Heritage Handicap in Donacster im März zurück auf die Rennstrecke und konnte sich dort erneut in guter Verfassung präsentieren, indem er einen zweiten Platz hinter Addeybb belegen konnte. Es mag daran gelegen haben, dass der Untergrund so früh in der Saison noch sehr weich gewesen ist und dass er gut drei Kilo schwerer als der Favorit ins Rennen gegangen war, dass er am Ende keine Chance gegen Addeybb hatte, denn im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Royal Ascot konnte Lord Glittes dann auf schnellerem Boden überraschen.

Zwar half ihm die Tatsache, dass sämtliche Favoriten in dem Rennen schwächelten und keine Rolle um den Sieg spielten. So hatten die Außenseiter rund um Accidental Agent das Rennen für sich und Lord Glitters war mitten drin im Kampf um den Sieg, als er in der Mitte der Bahn beschleunigte und sich an Accedential Agent herankämpfte, der einige Längen Vorsprung mit seinem Tempowechsel erkämpft hatte.

Am Ende trennte ihn nur eine halbe Länge vom Sieger und Lord Glitters konnte bereits einen Monat später im Gruppe 2 Summer Mile Stakes beweisen, dass diese Leistung keine Ausnahme war, denn auch im Gruppe 2 Summer Mile Stakes  in Ascot schaffte Lord Glitters einen hervorragenden zweiten Platz. Dieses Mal war es nur ein Nacken der ihn vom dem Sieger und Favoriten Beat The Bank und es fehlte nicht viel zum Erfolg in Ascot – in beiden Rennen!

Beim Sussex Stakes beim Glorious Goodwood Festival verpasste Lord Glitters beim Schlusssprint etwas den Anschluss und kam nicht rechtzeitig in Gang um noch den Anschluss an die Sieger zu halten, machte aber einiges an Boden gut direkt vor dem Zieleinlauf.

Er ging danach den Weg nach York auf die 1771m zum Strensall Stakes auf Gruppe 3 Ebene, einem Rennen mit etwas niedrigerem Niveau, welches Lord Glitters auch am Ende gewinnen konnte – wenn auch nur mit einem harten Kampf gegen den Co Favoriten Mustashry, der auf der Zielgeraden einfach nicht nachgeben wollte.

Dann begann die Zeit der großen Reisen für Lord Glitters, zum einen nach Kanada zum Gruppe 1 Woodbine Mile, wo er allerdings keine Rolle um den Sieg spielte, dann wieder zurück nach Ascot zum Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes, wo er immerhin einen sechsten Platz nicht allzu weit hinter dem Sieger Roaring Lion belegte. Und dann ging es wieder auf Reisen nach Meydan im März zum Dubai World Cup Festival, wo er im Dubai Turf auf Gruppe 1 Ebene startete. Bei dem international angetretenen Top Niveau wie Almond Eye war Lord Glitters als klarer Außenseiter angetreten, konnte aber zusammen mit Vivlos als einzige die Verfolgung von Almond Eye aufnehmen und belegten in einem der schwersten Rennen des Dubai World Cups einen guten dritten Platz.

Zurück in England zwei Monate später scheiterte Lord Glitters aber deutlich im Al Shaqab Lockinge Stakes, bei dem er nie richtig in Gang kam sich sichtlich nicht wohl fühlte – ganz im Gegensatz zum Queen Anne Stakes, bei dem er sich von seinem zweiten Platz im letzten Jahr noch einmal verbessern konnte und sich am Ende als Sieger knapp vor Beat The Bank platzieren konnte. Das Rennen war das beste Rennen, welches Lord Glitters jemals abgeliefert hat und letztes Jahr war Lord Glitters im Sussex Stakes dritter – konnte diesen Erfolg bei der Wiederholung des Rennens im Jahr 2019 allerdings nicht wiederholen und scheiterte mit einem fünften Platz überraschend deutlich an Too Darn Hot und dem Front Runner Circus Maximus und auch im nachfolgenden Juddmonte International lief es nicht wirklich besser für ihn, am Ende gab es einen sechsten Platz hinter Japan, der den langen Zieleinlauf zu schätzen wusste und einen Überraschungssieg landete.

Lord Glitters startet aber noch zweit weitere Male in der neuen Saison, einmal in Ascot im Oktober im Queen Elisabeth II Stakes, wo er eine weitere herbe Niederlage und einen achten Platz kassierte, und dann noch im November im Amerika im Breeders Cup Mile. Allerdings hätte er sich den weiten Weg nach Santa Anita auch sparen können, denn näher als einen neunten Platz und 5 Längen Rückstand kam er dem Sieg auch bei seinem letzten Rennen im Jahr 2019 nicht.

2020 besserte sich seine Form ein wenig, zwar konnte Lord Glitters in dem gesamten Jahr keinen einzigen Sieg feiern, aber er holte einige interessante Platzierungen, etwa im Gruppe 1 York Stakes, wo er das Feld von hinten aufzurollen versuchte und immerhin auf einem dritten Platz ins Ziel einlief. Wie das letzte Jahr schon war das Queen Elisabeth am Ende des Jahres zu viel für ihn und dieses Mal sparte er sich den Weg nach Amerika und ging stattdessen nach Bahrein, wo er eine Vorliebe für den nahen Osten zu entwickeln schien.

Die Bahrain International Trophy schloss er noch mit einem knappen fünften Platz ab, war dabei aber nur 1,5 Längen hinter dem Sieger und durchaus mit dabei beim Kampf um den Sieg und 2021 lief er dann in Meydan auf.

Im Januar gab er sein Debüt in Dubai und gewann das Singspiel Stakes mit einem starken Lauf, bei dem er in den letzten drei Furlong praktisch das gesamte Feld aufrollte. Im Al Rashidiya im Februar kam er mit der selben Taktik immerhin auf einen dritten Platz und hatte einfach zu viele Pferde zwischen sich und den Front Runnern und war nie so nah an den Siegern dran wie vor der Ziellinie – es trennten ihn wieder weniger als eine Länge von den beiden Siegern, der zweite Platz war sprichwörtlich nur eine Nase entfernt.

Im Jebel Hatta schließlich traf er auf einige der heutigen Konkurrenten, wie Eqitraan und Al Suhail, die sich beide eher im vorderen Drittel des Feldes orientierten, wärhend Lord Glitters wieder das Feld von hinten aufzurollen versuchte. Er hatte seinen Schlusssprint auf den letzten beiden Furlong gut getimet und hatte eine freie Bahn um den Rest des schwächelnden Feldes ins Visier zu nehmen. Auf dem letzten Furlong hatte er nur noch Eqitraan und Al Suhail vor sich, die er knapp vor dem Ziel ein- und überholte. Starker Lauf, der allerdings in Dubai Ende März nicht noch einmal widerholt werden konnte – da musste Lord Glitterst eine Herbe Niederlage gegen Lord North hinnehmen  – im Al Shaqab Lockinge Stakes wurde er gegen Ende des Rennens zunehmend schwächer und konnte das Tempo der Sieger nicht mitgehen – aber alles in Allem war die Leistung durchaus ok. Das wird aber trotzdem schwer.


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

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