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Pferdewetten Tipps


Cheltenham Festival Picks

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09.07.2021 – Nemarket – Tattersalls Falmouth Stakes – Pick: Snow Lantern EW

Pferderennen in Deutschland

16:35 Tattersalls Falmouth Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 215.500 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Im Tattersalls Falmouth Stakes treten viele der Pferde gegeneinander an, die bereits im Guineas und dem Coronation Stakes aufeinander getroffen sind. Spannend wird es werden, ob Mother Earth aus ihren ganzen Platzierungen seit dem Sieg aus dem Guineas heute mal wieder einen Sieg machen kann – aber das wird schwer, denn Alcohol Free war über die selbe Distanz in Royal Ascot fest oben auf, und auch Snow Lantern und Novemba sind nicht zu unterschätzen.

Die Karten werden heute neu gemischt, aber alles in allem sind diese Namen wieder das, was man auf den ersten drei Plätzen erwarten kann.

 

Mother Earth: Die Guineas Siegerin von Aiden O’Brien hat nach ihren Gruppe 1 Sieg den Weg nach Frankreich gesucht und ist dann in Royal Ascot im Coronation Stakes aufgelaufen, wo ihr auf weichem Boden auf den letzten Metern die Kraft ausgegangen war. Ryan Moore übernimmt heute wieder, und man kann von ihr eine bessere Leistung erwarten.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung, als 2yo war sie letztes Jahr seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und im Emirates Poule d’Essai des Pouliches in Longchamp, dem französischen Guineas 1000, musste sie diese Leistung auf sehr weichem Boden wiederholen, oder es wenigstens versuchen.  Und obwohl ich davon ausgegangen war, dass der Boden Mother Earth davon abhalten würde das Rennen zu gewinnen, war ich überrascht, wie gut sie dennoch mit dem sehr weichen Boden auskam – sie kam hinter Couersamba auf einen guten zweiten Plazt, den sie knapp gegen die Außenseiterin Kenella verteidigen konnte.

Es war klar, dass der schwere Boden ihr zu schaffen machte, Mother Earth verlor erst auf  auf den letzten 150m den Anschluss an die Siegerin und ermüdete zunehmend. Das war eine Spitzenleistung von ihr und mit dem schnelleren Boden heute kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie auch wieder als erste über die Ziellinie gehen wird. Allerdings regnet es wie so oft in England heute in Strömen, und das wird ihren Kick ein wenig vermindern, trotzdem ist eine würdige Favoritin für

Alcohol Free: Die No Nay Never Tochter hatte vor ihrem Versuch im Guineas 10000 vier Starts, drei Siege, einen im Juddmonte Cheveley Park Stakes auf Gruppe 1 Ebene letztes Jahr im September und sie kam mit einem Sieg in Newbury auf Gruppe 3 Ebene im Dubai Duty Free Stakes wieder in die neue Saison zurück. Damit hatte sie viele wichtige Kriterien für einen guten Lauf beim Guineas für sich, konnte daraus beim eigentlich Rennen aber keine Vorteile ziehen.

Dabei war schon im Vorfeld bekannt – Sie hat einige Schwächen, beide Siege zuvor waren denkbar knapp und sie hing nach links bei ihrem letzten Start, als es in den Schlusssprint ging und beim Guineas machte sich das leider bemerkbar. Wieder hing sie nach links, und zu allem Überfluss fand sie auch nicht genug Kraft um es mit den Konkurrenten aufzunehmen, sondern verlor ab 200m vor dem Ziel zunehmend den Anschluss.

Im Coronation Stakes im Juni in Royal Ascot bekam Alcohol Free es mit einigen der bereits bekannten Konkurrentinnen aus dem Guineas 1000 zu tun, aber der Untergrund war deutlich weicher als in Newmarket und Alcohol Free konnte aus der gewonnenen Erfahrung und dem langsameren Boden tatsächlich Profit schlagen – obwohl sie sich beim Start ein wenig weg duckte, konnte sie sich gut ins Rennen finden und 200m vor dem Ziel das Tempo anzuziehen. Am Ende konnte sie sich gut 1,5 Längen von Snow Lantern absetzen und hatte das Feld fest im Griff – die Konditionen sind aber heute komplett anders, und ich bin mir nicht sicher wie viel der weiche Boden mit dem Formsprung zu tun hatte, den sie beim Coronation Stakes gezeigt hatte.

Pretty Gorgeous: Die Lawman Stute von Joseph Patrick O’Brien hatte 2020 einen sehr guten Einstand in ihr erstes Rennjahr, läuft den Erfolgen im zweiten Jahr ein wenig hinterher.

Sie kam mit einem Sieg in einem Maidenrennen zum Auftack ihrer Galoppkariere in Fahrt, belegte gleich darauf im August 2020 im Frank Conroy Silver Flash Stakes, wo sie nur auf den letzten 200m die Siegerin Shale hatte ziehen lassen müssen.

Pretty Glorious lernte aber mit jedem Rennen dazu und schlug die Konkurrentin beim erneuten Aufeinandertreffen im A.R.M. Holding Debutante Stakes auf Gruppe 2 Ebene in Curragh mit locker 2 Längen. Dabei hätte sie an jenem Tag auch sicher noch viel mehr herausholen können , aber 2 Längen und ein sicherer Sieg reichten ihr vollkommen. Den Unterschied an jenem Tag machte vielleicht der weiche Boden, denn Shale und Pretty Glorious trafen sich im September auf dem selben Kurs und der selben Distanz im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes erneut, dieses Mal allerdings wieder auf schnellerem Boden, und wieder war es Shale, die das Rennen für sich entscheiden konnte.

Pretty Gorgeous bekam eine Menge Freiheiten von ihrem Jockey Declan McDonogh, der der Stute am Anfang des Rennens ihren Willen lies und sie frei im Feld ihren Platz suchen lies, allerdingss stieß sich auch nach 400m mit einer Konkurrentin zusammen und wurde von da an etwas mehr unter Kontrolle gehalten. 400m vor dem Ziel setzte sie ihrem angriff an, kam auch gut an Shale heran, konnte die Konkurrentin aber auf den letzten 150m einfach nicht überholen und wurde immer knapp eine halbe Länge auf Abstand gehalten.

Zurück auf weichem Boden gewann sie dann zum Abschluss der Saison im Oktober das bet365 Fillies‘ Mile auf Gruppe 1 Ebene, unter anderem gegen die bekannten Namen wie Indigo Girl und Mother Earth. Sie schien mit dem weichen Untergrund hervorragend umgehen zu können, so dass es ein wenig überraschte, dass sie bei ihrem Saisondebüt nach der Winterpause im Tattersalls Irish 1,000 Guineas auf schwerem Boden nicht über einen siebten Platz hinaus kam.

Vielleicht fehlte ihr die aktuelle Fittness als sie 400m vor dem Ziel zum Angriff ansetzte, aber zu früh von Sahe Crosse angetrieben werden musste, um den Anschluss an die Führende noch halten zu können. 150m vor dem Ziel war dann endgültig Schluss und Pretty Gorgeous fiel immer weiter zurück. Auch im Coronation Stakes bekam sie wieder den weichen Boden aus Curragh, konnte aber auch in Royal Ascot nicht damit umgehen und ermüdete auf den letzten Metern zunehmend. Eigentlich ist aber weicher Boden bisher der Erfolgsgarant für Pretty Gorgeous gewesen, von daher bin ich nicht überzeugt, was heute auf etwas besserem Boden passieren wird.

Snow Latern: Die Frankel Tochter von Richard Hannon begann seine Karriere im Juli 2020 in Ascot mit einem zweiten Platz hinter der hervorragenden Zabeel Queen und gewann ein Jahr später im April 2021 ihr Maidenrennen beim nächsten Versuch mühelos. Allerdings scheiterte sie danach beim Versuch das Niveau anzuheben und im Oaks Fillies Stakes auf Listed Ebene nur mit fünf Längen Rückstand ins Ziel kam.

Sie steigerte sich allerdings auf Gruppe 1 Ebene im Coronation Stakes auf weichem Boden in Royal Ascot und konnte überraschend einen soliden zweiten Platz einfahren. Zwar gingen ihr im direkten Duell mit Alcohol Free auf den letzten 100 Metern ein wenig die Kräfte aus, aber wenn sie diese Form beibehalten kann – nun, dann gibt es natürlich keinen Grund, warum sie gegen fast die selbe Konkurrenz heute nicht die selbe Leistung zeigen sollte. Dazu kommt der schnellere Boden, der für sie vielleicht ein weiterer Faktor für eine Formsteigerung sein könnte.

Klar, das ist Spekulation und sie muss sich auch etwas besser ins Rennen fügen, aber dann hat sie exzellente Chancen auf den Sieg – und ist zu einer 6er Quote erhältlich, so dass man das Ganze in eine EW Wette verpacken kann

 

 


30.05.2021 – Tokyo – The Tokyo Yushun – Das japanische Derby

Pferderennen International

08:40 The Tokyo Yushun – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 418.840.000 JPYFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Das große Rennen am kommenden Sonntag ist sicherlich eines der größten des Jahres in Japan, das Derby wird in dem Pferdeverrückten Land immer groß gefeiert und von tausenden besucht.

Wenn das Grade 1 Tokyo Yushun (so heißt das japanische Derby) auf der Tokyo Racecourse ausgetragen wird. Letzte Woche gab es ja schon das Oaks, welches von der Stute Uberleben gewonnen wurde… ja, die Japaner nehmen gerne deutsche oder deutsch klingende Namen für ihre Pferde, nur können sie mit den Umlauten natürlich wenig anfangen… findet die mal auf einer nicht-deutschen Tastatur! Geschweige denn, dass niemand weiß, wie man diese komischen a, o oder u`s mit den Punkten drüber aussprechen soll.. ich finde es trotzdem nett, und Uberleben hat einen super Lauf hingelegt.

Sie kam gut aus den Ställen und konnte rechtzeitig ein Furlong vor dem Ziel den Angriff auf die Pacemaker starten, die wie schon fast zu erwarten gegen Ende des Rennens zu ermüden begannen.  Uberleben hatte aber noch genug Kraft um nicht nur die Front Runner einzuholen und zu überholen, sondern auch um den Angriff der anstürmenden Konkurrenten noch abzuweheren und sich am Ende gut eine Länge abzusetzen. Jockey Mirco Demuro war überglücklich am Ende:

„Sie litt im Februar an Koliken und hat sich langsam, aber stetig erholt. Sie brach heute reibungslos und es machte mir ein bisschen Sorgen, dass wir in der Zielgeraden letzte waren, aber sie reagierte gut, als das Tempo aus der dritten Kurve zunahm, und zeigte ihre Hartnäckigkeit, indem sie auf der Geraden stetig vorankam. Sie war stark, sich zurückzuziehen und die anderen abzuwehren. Die zusätzliche Distanz war für sie kein Problem. Ich bin begeistert – es ist immer schön, ein G1-Rennen zu gewinnen“, kommentierte Mirco Demuro nach dem Rennen.

Okay, so viel als kleiner Exkurs in das Oaks letzte Woche, ich hatte leider zu viel um die Ohren, so dass das Rennen ein wenig unter den Tisch gefallen ist, aber schön anzusehen war es trotzdem, auch wenn ich keine Wette im Feld hatte. Vielleicht wird es ja über den Sommer wieder ein wenig ruhiger, ich hoffe es jedenfalls.

Also, zurück zum Derby. Die zweite Etappe der Triple Crown sieht wieder einmal spannend aus, denn, wie ist es auch anders zu erwarten – so ziemlich alles was über die Distanz Rang, Namen und eine Chance hat ist im Line Up zu finden. Nicht nur Efforia ist bereit, das 25. Pferd in der japanischen Renngeschichte zu werden, das einem Sieg im Satsuki Sho  (japanische 2000 Guineas) einen Sieg im zweiten Renenn der Tripple Crown folgen lässt – ja, die Chancen stehen nicht schlecht für ein weiteres historsisches Doppel. Er wäre auch nur das achte Pferd, das die ersten beiden Triple Crown-Rennen als ungeschlagenes Hengstfohlen gewinnt. Natürlich müsste er wieder in Bestform hier auflaufen, aber das ist ja auch nicht ausgeschlossen . schließlich weiß sein Trainer was er tut und hat den Hengst mit diesem Rennen als nächstes Ziel seit dem Sieg im Guineas trainiert.

Efforia:  Der Sohn von Epiphaneia ist in seinen bisher vier Karrierestarts ungeschlagen und mit dem Sieg im Guineas als einer von den vier Siegen bisher natürlich ein starker Kandidat, um hier einen Sieg davonzutragen. Die Zahl seiner Fans ging steil nach oben, nachdem er letztes Mal im Grade 1 Satsuki Sho (Japanische 2000 Guineas) dominant gewonnen hatte. Er hat in Tokio bereits zweimal gewonnen, und es ist eine Tatsache, dass gute Pferde auf jeder Strecke die Nase vorn haben können – aber ein Sieg auf der Strecke hier ist durchaus von Vorteil.

Trainer Yuichi Shikato sagte: „Ich war in seinem letzten Rennen etwas besorgt wegen des Bodens, aber er hat gezeigt, was für eine Klasse er hat, und er scheint mit jedem Rennen besser zu werden. Die Tokio 2.400 Meter werden seinem Laufstil entsprechen.“ Der Trainer sucht nur nach seinem dritten Erfolg in der JRA-Klasse 1 und viel ruht auf den Schultern des jungen Jockeys Takeshi Yokoyama, der nur seinen zweiten Sieg auf höchstem Niveau an Bord von Efforia verbuchen möchte.

Also, da haben wir das Highlight und den Favoriten für das Derby.

Das Tokyo Yushun Grade 1 (japanisches Derby) wurde zum ersten Mal im Jahr 1932 ausgetragen, und da 1945 und 1946 kein Rennen ausgetragen wurde, ist dieses Jahr die 88. Auflage des Rennens. Noch 12, und wir haben das 100…. das wird episch. Vielleicht reise ich nach Japan dafür… Reisepläne für das Jahr 2033! Das Derby wird über 2.400 Meter auf der Rasenbahn in Tokyo ausgetragen, der Start findet direkt vor den Tribünen statt. Auch in diesem Jahr werden leider wieder nur begrenzte Besucherzahlen auf der Strecke zugelassen, um einen der großen Höhepunkte des Rennjahres mitzuerleben, aber wer dabei ist, hat sicher einen gute Tag und bekommt ganz sicher ein spannendes Rennen.

Das Rennen für die Dreijährigen hat 18 Nominierungen angezogen, aber da der Gewinner des letztjährigen Hopeful Stakes Grade 1 Danon the Kid aufgrund einer kürzlichen Verletzung ausgeschlossen wurde, sieht es so aus, als ob die Anzahl der Läufer dieses Jahr nur 17 sein wird, wenn alle anderen sich bis morgen früh nicht noch irgendwas zuziehen .

Es gibt auch ein Stutfohlen unter den Nominierungen, Satono Reinas, und sie versucht, das gerade einmal vierte Stutfohlen zu werden, welches das Derby gewinnt, nachdem Vodka 2007 als letztes eine 64-jährige Dominanz für die Hengste gebrochen hat. Die fünf Erstplatzierten des Gruppe 1 Satsuki Sho (Japanische 2000 Guineas) erhalten alle automatisch die Freigabe für die Teilnahme am Derby, und alle fünf Qualifizierten sind dieses Jahr auch dabei.. Alle Pferde tragen ein festgelegtes Gewicht von 57 kg, wobei nur Satono Reinas eine Erleichterung von 2 kg beanspruchen kann. Klar, sie ist nun einmal die einzige Stute im Feld.

In den letzten neun Jahren wurde das Rennen auf gutem bis festem Boden gefahren, aber da die Regenzeit in Japan früh beginnt, könnte es diesmal anders sein. Der Sommer in Deutschland ist mies, warum sollten es am anderen Ende der Welt besser sein, oder? Also, seit vielen Jahren könnte es mal wieder langsamen Boden geben im Derby.

Vier erste Favoriten haben in den letzten zehn Jahren gewonnen, mit Contrail erst letztes Jahr. Neben dem Satsuki Sho (japanische 2000 Guineas) waren weitere Vorlaufrennen das TV Tokyo Hai Aoba Sho der Klasse 2, welches im Mai über die Strecke und Distanz des Derbys ausgetragen wurde, dazu kommt natürlich das Kyoto Shimbun Hai der Klasse 2, welches auch im Mai in Chukyo über 2.200 Meter gelaufen wurde.

Das Preisgeld beträgt in diesem Jahr insgesamt 432 Mio. JPY, wobei 200 Mio. JPY (knapp 2 Mio. USD) an den Gewinner gehen. Die Rekordzeit für das Rennen stellte der große Außenseiter Roger Barows 2019 auf, als er alle schockierte, indem er nicht nur gewann, sondern auch einen neuen Rekord mit einer Zeit von 2 Minuten 22,6 Sekunden setzte.

So, wie stehts denn um die Stute in diesem Rennen eigentlich?

Satono Reinas: Die Connections haben sich entschieden, das Derby mit dem Deep Impact Stutfohlen anzutreten, und obwohl sie für den Kurs und die Distanz gut geeignet aussieht, scheint es immer eine schwierige Aufgabe zu sein, gegen die Hengste anzutreten und sie zu überwinden. Nicht umsonst treten nur wenige Stuten im Derby gegen die Männer an und es erstaunt schon ein wenig, dass die Besitzer sie für dieses Rennen ausgewählt haben. Sie muss eigentlich sehr gute Chancen haben.

„Im Oka Sho zeichnete sie ein breites Tor, das sie die meiste Zeit des Rennens breit hielt, und das war alles, was zwischen ihr und dem Sieger stand. Ich halte sie für ein Pferd, das weiter bleiben kann, und so ist mit der Gewichtszulage, die sie diesmal bekommt, entschieden, dass sie hier gegen die Hengstfohlen antreten wird “, sagte Trainerin Sakae Kunieda. Satono Reinas wird von Jockey Christophe Lemaire geritten, der sie bisher in all ihren Rennen geritten hat – also auf dem Papier gefällt sie mir. Das könnte was werden.

 


01.05.2021 – Newmarket – 2000 Guineas – Pick: Thunder Moon + Trifecta

Pferderennen in England

2000 Guineas – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde | | Distanz: 1.609 m | Preisgeld: 500.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Wenn man ein Rennenwie das Guineas analysiert, lohnt es sich durchaus einen Blick auf die Vergangenheit und die Trends in diesem Rennen zu werfen. Die wichtigsten Rennen, wie die beim Festival, dem Grand National oder eben dem Guineas und dem Derby werden von den Trainern als Saisonziel penibel vorbereitet und immer von den selben hochklassigen Trainern anvisiert.

Das Guineas 2000 ist natürlich nur ein Rennen für die 3yo und wird mit festen Gewichten gelaufen, so dass es da nicht viel zu analysieren gibt.

Bei den Quoten sieht es schon anders aus – 5 der letzten 12 Sieger waren auch die Favoriten dieses Rennens, immerhin haben sich 7/12 unter den ersten drei der Quoten am Ende durchsetzen können. Wie immer, auf die ersten drei im Markt sollte man sich am Meisten konzentrieren.

Fast wichtiger als die Quote ist aber der letzte Lauf, den die Pferde absolviert haben – 10 der letzten zwölf Sieger haben ihr letztes Rennen vor dem Guineas gewinnen können, dabei war es egal, ob der Sieg in dieser oder letzter Saison errungen wurde. Die meisten Sieger hatten sogar noch gar keinen Lauf in der aktuellen Saison, die ja mit dem Guineas auch praktisch erst richtig eingeleitet wird.

Form auf dem Kurs ist nett, aber nicht notwendig, noch weniger fällt ein Sieg auf diesem Kurs ins Gewicht – warum auch, es gibt beim Guineas kaum Besonderheiten zu beachten, stattdessen wäre es gut, wenn der eigene Pick schon mal über die Meile gelaufen ist (und knapp darunter) und ein Sieg ist auch nicht schlecht.

Ein bisschen Erfahrung tut auch gut, 10 von 12 Siegern hatten mindestens 3 Starts auf dem Flat, alle 12 Sieger hatten mindestens zwei Siege auf dem Flat!

11 der 12 Sieger hatten mindestens einen Gruppensieg im Formbuch, 8 hatten einen Gruppe 1 Sieg erringen können. Also – Augen auf, ob mindestens zwei Siege, mit einem Gruppensieg, bestenfalls ein Gruppe 1 Sieg, schon errungen wurden.

Mit diesen Erfolgen ist das Rating natürlich entsprechend hoch gewesen bei den Siegern, mindestens 110 war das Rating bei 10 der letzten 12 Siegern.

Also, nach was suchen wir? Wir suchen ein Pferd, das mindestens zwei Siege auf dem Flat hat, bestenfalls drei Rennen auf dem Flat bestritten hat, mindestens einen Gruppensieg vorweisen kann, bestenfalls einen Gruppe 1 Sieg, ein Rating von 110 hat und schon mal über die Meile oder knapp darunter gelaufen ist.

 

 

Wer passt in diese Form?

Favorit Mustaabeq hat keinen Gruppensieg – schlecht.

Zweiter Favorit Wembley hat sein letztes Rennen nicht gewinnen können -und keinen Gruppensieg schlecht. Keine Form über die Meile, aber auf dem Kurs

Battleground hat sein letztes Rennen nicht gewinnen können – das war allerdings beim Breeders Cup, also nicht ganz so schlimm.

Thunder Moon – gewann sein letztes Rennen nicht, hat aber einen Gruppe 1 Sieg

One Ruler – gewann sein letztes Rennen nicht, hat aber Kurs und Distanz Form und einen Gruppensieg im Buch.

Chindit – gewann sein letztes Rennen und hat einen Gruppensieg im Buch, dazu mehr als zwei Siege, mehr als drei Rennen… der passt von der Statistik, aber keine Form über die Meile

Poetic Flare – gewann sein letztes Rennen, hat sein letztes Rennen gewonnen, hat zwei Siege auf dem Flat, hat einen Gruppensieg, aber keine Form über die Distanz. Passt soweit

Van Gogh – gewann sein letztes Rennen, hat mehr als drei Starts auf dem Flat, einen Sieg über die Distanz heute, hat einen Gruppe 1 Sieg… da passt eine Menge!

Master Of The Seas – gewann sein letztes Rennen ,hat mehr als zwei Siege, mehr als 3 Starts, einen Kurs und Distanz Sieg, einen Gruppe 2 und einen Gruppe 3 Sieg…

Lucky Vega: Konnte seinen letzten Lauf nicht gewinnen, hat aber einen Gruppe 1 Sieg im Petto, mehr als 3 Starts, 2 Siege.. okay.

Legion Of Honor – Nur einen Sieg, Rating 104, letztes Rennen nicht gewonnen. Definitiv raus.

Naval Crown – kein Gruppensieg, letztes Rennen nicht gewonnen. Aber Form über die Meile – immerhin.

Devilwala – Letztes Rennen nicht gewonnen, nur ein Sieg, kein Gruppensieg – Definitiv raus

Mystery Smiles – Letztes Rennen nicht gewonnen, Rating 102, kein Gruppensieg – Definitiv raus

Aldabri – Nur ein Sieg, kein Gruppensieg, letztes Rennen nicht gewonnen usw – Definitiv raus.

 

So, wie siehts nach der ersten Siebung aus?

Legion Of Honor,Devilwala, Mystery Smiles, Aldabri sind komplett raus und wir stellen fest, dass die derzeitigen Favoriten nicht ganz in das Profil der letzten 12 Sieger passen. Das verspricht interessant zu werden.

Zweite Siebung:

12/12 hatten mindestens 2 Siege auf dem Flat

Wembley ist damit eigentlich raus….dabei ist er es auch noch zweiter Favorit – aber warum eigentlich? Weil er beim Vincent O’Brien Stakes Zweiter wurde im letzten Jahr, und da eine Menge der heutigen Konkurrenten geschlagen hat Thunder Moon gewann damals, den hat er aber danach im Dewhurst Stakes schlagen können. Daher weht der Wind…

Wenn man sich das Dewhurst anschaut, darf man das aber nicht zu hoch bewerten, denn Thunder Moon musste außen das Feld umrunden um in den Schlusssprint zu gehen und driftete danach wieder zum Rail. Da ging dann der Sieger St Mark’s Basilica mit und blockierte den Weg zum Innengeländer, aber Tunder Moon ging da trotzdem mit und lieferte sich ein spannendes Duell mit dem späteren Sieger, dann kam aber Wembley auf der anderen Seite (auf der Mitte der Bahn) dazu und nahm Thunder Moon in die Zange. Declan Mcdonogh konnte damit weder rechts noch links die Peitsche mehr verwenden und Thunder Moon fiel zurück.

Die Niederlage gegen Wembley war damit mehr ein taktischer Fehler als fehlende Kraft für Thunder Moon.

Der  Zoffany Sohn Thunder Moon hat erst drei Rennen absolviert, aber zwei gewonnen, davon ein Gruppe 1 Rennen. Und das sehr sehr locker, denn im Vincent O’Brien Stakes schoss er spät nach vorne und überraschte alle Gegner mit dem Tempowechsel. Wie schon geschrieben, finde ich seine Niederlage im Dewhurst als nicht so problematisch an, wäre er außen oder innen gelaufen, wäre er nicht so leicht geschlagen worden. von daher präferiere ich Thunder Moon nach wie vor.

Was fehlt ist eine Form über die Meile und der Sieg im letzten Rennen, gerade der letzte Punkt ist ein klarer Nachteil – statistisch jedenfalls.

Thunder Moon kommt aber auf die Liste der möglichen Sieger und in die Trifecta.
Wembley hat den selben Nachteil, zusätzlich hat er erst einen Sieg feiern dürfen – beim vierten Versuch in einem Maidenrennen. Also, obwohl er danach konstant gute Leistungen gezeigt hat, tickt er gleich drei der am schlechtesten Boxen – kein Sieg im letzten Rennen, kein Gruppensieg, keine zwei Siege auf dem Flat. Nicht gut für den Sieg (statistisch) aber OK für ein Trifecta.

Mutasaabeq: Der Invincible Spirit Sohn von Charles Hills ist nach seinem mühelosen Sieg im April in einem Handicap unter den Favoriten hier. Und ja, er sah sehr sehr gut aus in diesem Rennen, hat aber kaum jemanden von Rang und Namen dort geschlagen und ist bei so vielen statistischen Punkten für die Sieger außen vor, dass ich mir schon Sorgen um ihn mache.

Also: Er hat zwei Rennen gewonnen, aber keine drei absolviert. Dazu hat er noch kein Gruppenrennen gewonnen und die Statistik für Starter, die in der aktuellen Saison gelaufen sind, ist ebenfalls ziemlich mies -3 von 12 … also nein, auch wenn er mit aktueller Form und lockerem Sieg aufwarten kann, bin ich bei ihm raus. Platz? möglich

Battleground: Der War Front Sohn von Aiden O’Brien unterlag in seinem Rennen Fire at Will und hat damit technisch gesehen eines der wichtigsten Attribute verpasst – aber das letzte Rennen war Breeders‘ Cup Juvenile Turf und damit trotzdem eine sehr gute Leistung. Fire At Will war in dem Rennen unschlagbar für Battleground, war aber sicherer Zweiter in dem Rennen gewesen. Zuvor im Vintage Stakes gewann er mit einem langen Drive und viel Ausdauer, der Momentumwechsel war nicht ganz so krass wie gehofft, aber ich denke er hat in der Winterpause dazu gelernt. Er ist einer für die Topliste.

One Ruler: Der Dubawi Sohn von Trainer Charlie Appelby ist einer, der mich besonders interessiert in diesem Rennen: Der Anfang seiner Karriere war eher uninteressant, nach seinem Maidensieg errang er einen dritten Platz im Flying Scotsman Stakes, wo er als Favorit gestartet war. Danach gewann er das Gruppe 3 Autumn Stakes mit gut zwei Längen Vorsprung, was eine ziemlich starke Leistung war, danach ging es in das Vertem Futurity Trophy, eines der wichtigsten Rennen für die Vorbereitung für das Guineas. Der Boden war relativ weich und das behinderte den Schlusssprint für One Ruler, der aber nur sehr widerwillig nachgab und sich einen starken zweiten Platz erkämpfte.

Er hat zwei Rennen über die Meile, zwei Siege, ein Gruppensieg… nur das letzte Rennen konnte er nicht gewinnen. Das ist ein Wermuthstropfen, aber ihn nehme ich mit in meine Topliste auf.

Van Gogh: Uhhhh, Van Gogh, der ist interessant. Er brauchte sehr lange um in Gang zu kommen und erst nach dem vierten Rennen gelang ihm der Sieg. Er hatte allerdings vorher schon in drei Gruppenrennen Erfahrung sammeln können und nach dem Sieg verlor er nur knapp gegen One Ruler im Autumn Stakes und danach gewann er das Gruppe 1 Critérium International in Saint-Cloud. Das Rennen war auf schwerem Boden und Van Gogh schien den Matsch unter den Hufen zu lieben – wenn der Boden also hier sehr weich wäre, würde ich ihn auf die Liste setzten. Aber der Boden wird schnell sein und ich bin mir nicht sicher ob er da die selbe Leistung zeigen kann. Ansonsten tickt er viele der Boxen und er kommt zumindest in die Trifectas

Master Of The Seas: Der Dubawi Sohn gewann sein letztes Rennen über Kurs und Distanz und hat drei Siege im Petto. Dazu hat er ein Gruppe 3 Rennen gewonnen und sieht auf dem Papier gut aus. Für mich einer für die Shortlist, auch wenn er im letzten Rennen sich ziemlich lang machen musste – statistisch spricht einiges für ihn – genau wie Poetic Flare, der zwar nicht über die Distanz gewonnen hat, aber drei von vier Rennen bisher erfolgreich beendet hat, sein letztes Rennen im April erfolgreich abgeschlossen hat und zuvor ein Gruppe 3 Rennen gewann. Die Form von den beiden ist zwar nicht die stärkste, aber statistisch müssten sie ganz vorne mit dabei sein.

Lucky Vega verpasste den Sieg nur knapp im Middle Park Stakes und hat genauso Chancen wie Chindit, der allerdings mit seiner Form aus dem April hier Probleme bekommen sollte – trotz eines Sieges auf Gruppenebene.

 

Trifecta:

Sieg: Thunder Moon / Battleground / One Ruler

Platz: Wembley / Van Gogh /Master Of The Seas / Lucky Vega / Mustabeq

 

Etwas mehr zusammengestrichen:

Sieg: Thunder Moon / One Ruler

Platz: Battleground / Master Of The Seas / Wembley

 

 

 

 

 


30.04.2021 – Punchestown – Paddy Power Champion Hurdle – Pick: Honeysuckle.

Pferderennen in England

18:25 Paddy Power Champion Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 250.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Honeysuckle gibt uns noch einmal die Ehre, und die Super Stute dürfte die Saison mit einem weiteren lockeren Sieg abschließen können, wenn alles einen normalen Gang geht. Sie gewann das Champion Hurdle mit Leichtigkeit gegen Shajah (lief ein super Rennen) und Epatante und beide kommen – zusammen mit Goshen, der mich ziemlich enttäuscht hat – heute für einen weiteren Versuch gegen Honeysucke zurück. Der Untergrund ist ein wenig schneller als beim Cheltenham Festival, aber das dürfte Honesuckle kam daran hindern, heute wieder das Rennen aus dem Mittelfeld vor der vorletzten Hürde anzugreifen.
Die drei hier sind mein Trifecta – eigentlich klar, in einem zweiten Artikel kommen die Exoten dazu – und eine kleine Erklärung ;D

Honeysuckle: Die Sulami Tochter von Trainer Henry De Bromhead hat sich in ihrer noch recht kurzen Karriere bisher keinen Aussetzer geleistet und gewann jedes Ihrer Renne, sogar den bisher schwersten Test im Mares Hurdle gegen Benie Des Dieux!

Da war das Hatton’s Grace Hurdle bei ihrer Wiederkehr im November eigentlich nur Formsache, aber der Außenseiter Ronald Pump und Beacon Edge machten aus dem Rennen tatsächlich noch eine spannende Sache, gerade Ronald Pump kam von hinten noch angesprintet und Honeysuckle hatte nur eine halbe Länge Vorsprung am Ende. Das Rennen war aber clever gelaufen von ihr und sie hatte das Tempo bei sich, als sie es brauchte um das Feld auseinanderzuziehen und Ronald Pump war kalt erwischt worden. Also, ein weiterer Sieg und immer noch ungeschlagen: Honeysuckle, und im Irish Champion Hurdle lies sie von der Front wieder keine Zweifel aufkommen, auch wenn mit Abacadabras ein Konkurrent für das Cheltenhamfestival mit von der Partie war!

Begonnen hat die Siegesserie im November 2018 begonnen, wo sie in Fairyhouse ein Maidenrennen mit 12 Längen gewann und der Konkurrenz über die 4023m auf gutem Boden keine Chance lies.  Der Sieg war derart beeindruckend gewesen, dass sie auch im Belle Mares Novice Hurdle auf Listed Ebene einen Monat später als Favoritin startete, auch wenn die Distanz deutlich kürzer war. Die Konkurrenz war natürlich etwas stärker und sie musste auch gegen eine Siebenjährige antreten, die aber keine Chance hatte an die Siegerin heran zu kommen. Vor der eigentlich geplanten Teilnahme am Festival lief sie dann noch im Gruppe 3 Solernia Mares Hurdle auf, wo sie gegen Tintangle und Awayinthewest heran musste. Das war ihr erster wirklicher Test gegen einige vielversprechende Konkurentinnen, denen Honeysuckle aber keine Chance lies. Honeysuckel hielt sich an der Front des Feldes über die meiste der Distanz, beschleunigte dann aber drei Hürden vor dem Ziel und übernahm die Führung beim Sprung über die drittletzte Hürde, welcher beim Einbiegen in die letzte Kurve noch ein wenig länger wurde. Beim Anstieg vor der letzten Hürde setzte sich Honeysuckle noch ein wenig weiter ab, hatte sich aber wohl dort etwas verausgabt und der letzte Sprung über die Hürde war ziemlich unbeholfen, was aber nichts am dominanten Sieg änderte.

Das Festival verpasste sie leider 2019, aber sie machte sich noch auf zum finalen Abschluss der Saison in Irland auf dem Kurs in Fairyhouse, wo sie im EBF Mares Hurdle startete. Auch die Siegerin des Mares Novices‘ Hurdle beim Festival lief in Irland mit auf, aber Eglantine Du Seuil hatte ebenfalls keine Chancen. Auch hier hielt sie sich an der Front, auch wenn sie die Führung selbst anderen überließ. Caravation und Moskovite versuchten das Tempo zu setzen, wobei Moskovite das Rennen am Ende nicht einmal beenden konnte. Honeysuckle hingegen hatte kein Problem die Führung auch bis zum Ziel zu behaupten, nachdem sie zwischen der zweiten und dritten Hürde die Führung übernommen hatte. Nach der vorletzten Hürde kämpfte sich Tintangle an sie heran, aber Honeysuckle unter Rachel Blackmoore setzte sich mit einem nur moderat hartem Ritt ab und konnte sich am Ende über einen ungefährdeten 5,5 Längen Sieg freuen.

Nach der Sommerpause ging es dann in in Fairyhouse los gegen relativ unspannende Konkurrenz, dafür war aber das Hatton’s Grace Hurdle auf Gruppe 1 Ebene drei Wochen später in Fairyhouse wesentlich spannender, schließlich liefen auch Konkurrenten wie Barcardys und Apple’s Jade dort auf. Allerdings zeigte Apple’s Jade erst ein Rennen später was sie wirklich kann, dafür war Barcardys zuvor in absoluter Bestform aufgelaufen und hatte sich im Gruppe  2 Lismullen Hurdle  zuvor schon gegen Apple’s Jade mit über 9 Längen durchsetzen können. Damit war die Zusammenstellung für das Rennen hochinteressant.

Das Rennen nahm an der drittletzten Hürde so richtig an Fahrt auf, als Barcardys an die Front des Rennens ging und die beiden Stuten Apple’s Jade und Honeysuckle zum Angriff ansetzten. Apple’s Jade sah zu diesem Zeitpunkt richtig stark aus und es sah alles nach einem epischen Duell zwischen den beiden aus, allerdings brach dann Apple’s Jade in sich zusammen und fiel schnell wieder hinter Barcardys zurück, der sich zwischen den letzten beiden Hürden als hartnäckiger Gegner erwies, dann aber Honeysuckle ziehen lassen musste, die sich beim Run In noch um neun Längen absetzten konnte, und Kommentator Jerry Hannon rief zurecht aus: „This is a special Mare!“

Und Honeysuckle war noch nicht fertig, sondern setzte ihre ungeschlagene Siegesserie weiter fort, als sie im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle startete. Hauptgegner war eigentlich Sharjah, die aber Honeysuckle nichts entgegen zu setzen hatte, ganz im Gegensatz zum Außenseiter Darver Star und Petit Mouchoir, die nur sehr wiederwillig der Favoritin platz machten. Petit Mouchoir führte das Feld über die 3219m an und beim Einbiegen in die Zielgerade versuchte Honeysuckle kurzen Prozess mit dem Front Runner zu machen, allerdings sprang sie an der letzten Hürde so schlecht, dass Petit Mouchoir direkt wieder neben ihr auftauchte und auch Darver Star holte auf der Zielgeraden noch gehörig auf und wurde Honeysuckle noch gefährlich.

Das war ein Warnzeichen für das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival, denn würde ihr so ein Patzer in dem Rennn gegen die Weltklasse-Stute Benie Des Dieux passieren, wäre das Rennen gelaufen, denn Momentum auf der Zielgeraden den Hügel hoch ist essentiell bei jedem Rennen beim Cheltenham Festival.

In dem Rennen führte Stormy Ireland das Feld über die Distanz, allerdings war das Feld dicht gepackt und Honeysuckle war einige Male fast gleichauf, obwohl keiner vor dem Einbiegen in die Zielgerade die Front Runnerin angreifen wollte. Bei dem Einbiegen wurde es aber spannend, denn Honeysuckle zog unter Rachael Blackmore geschickt nach innen und sparte einiges an Platz, während Benie Des Dieux Stormy Irleand außen überholte und dadurch einige Meter verlor, die sie nun auf Honeysuckle aufholen musste. Sie zog auch heran, aber Honeysuckle tat immer genug, um die Konkurrentin auf Abstand zu halten. Die beiden hatten den Zieleinlauf auch komplett für sich, da kam niemand anders mehr heran, und Honeysuckle konnte beweisen, dass ihre Form zuvor auch gegen die besten Stuten des Landes halten kann.

Nach der langen Pause über den Corona Sommer machte sie ihr Saisondebüt im Hatton’s Grace Hurdle, und eigentlich war das Rennen im November nur eine  Formsache in abwesenheit von „echter“ Konkurrenz, aber der Außenseiter Ronald Pump und Beacon Edge machten aus dem Rennen tatsächlich noch eine spannende Sache, gerade Ronald Pump kam von hinten dorekt vor dem Ziel noch angesprintet und Honeysuckle hatte nur eine halbe Länge Vorsprung am Ende. Beacon Edge war zwar näher dran am Ende als Ronald Pump, hatte aber Honeysuckle schon länger Gesellschaft geleistet und war daher auch keine solche Gefahr, denn die Favoritin hatte Beacon Edge immer unter Kontrolle.

Das Rennen war auch aber clever gelaufen von Honeysuckle und sie hatte das Tempo bei sich, als sie es brauchte um das Feld auseinanderzuziehen und Ronald Pump war kalt erwischt worden. Vielleicht ein bisschen zu knapp am Ende, aber für den ersten Lauf der neuen Saison geht das in Ordnung und sie ließ alle Kritiker beim zweiten Start im Februar im Irish Champion Hurdle verstummen, als sie gegen Abacadabras und Sharjah keine Blöße zeigte.

Honeysuckle übernahm die Führung des Rennens und setzte sich zeitweise bis zu 5 Längen von ihren Verfolgern ab, und als die Stute nicht langsamer werden zu schien, mussten Abacadabras und Sharja von ihren Jockeys angetrieben werden, um die Distanz zu Favoritin zu reduzieren, die aber nach wie vor stark lief und an der letzten Hürde nur minimal Momentum verlor, aber besser langsam und sicher über das letzte Hindernis, als schnell und den sicheren Sieg aus der Hand gegeben.

So jedenfalls gab Rachael Blackmore Honeysuckle die Sporen und erweiterte den Vorsprung beim Zieleinlauf erneut. Keine Zweifel, keine Blöße für Honeysuckle in diesem Rennen, und sowohl Distanz als auch Untergrund waren wieder optimal im Chapion Hurdle.

Sie hielt sich zunächst im Mittelfeld und überlies es Aspire Tower, das Tempo zu setzten, griff aber zwei Hürden vor dem Ziel an und beschleunigte vor dem letzten Hindernis noch einmal deutlich, was den Rest des Feldes komplett überraschte. Honeysuckle schoss davon und hatte den Hügel hinaus viel zu viel Tempo für den Rest des Feldes, was in einem souveränen sechs Längen Sieg resultierte.

Das heute wird der nächste Gruppe 1 Sieg, da bin ich mir sicher.

Epatante: Sie war für mich beim Cheltenham Festival letztes Jahr eine der Überraschungen – klar sie war die  Favoritin für das Champion Hurdle und damit auf dem Schirm, dass sie  aber auf der Zielgeraden noch derart davonziehen konnte war schon beeindruckend. 2021 war allerdings eine andere Geschichte, nach gutem Einstand in die neue Saison floppte sie beim  Christmas Hurdle und wurde beim Champion Hurdle von Honeysuckle klar geschlagen – sie scheint das Zepter der Wunderstute an Honeysuckle übergeben zu haben.

Die No Risk At All Tochter von Nicky Henderson begann ihre Karriere in Frankreich für Trainer A Lefeuvre  und absolvierte 2017 drei Rennen für ihren französischen Trainer, wovon sie zwei locker gewann und nur ihr erstes Rennen überhaupt mit einem zweiten Platz belegte und nicht als Siegerin abschließen konnte.

Dabei gewann sie unter anderem das Gruppe 1 Prix Jacques de Vienne und machte damit in Europa und gerade in England schnell auf sich aufmerksam. Dann wechselte sie zu Nicky Henderson und startete im November 2018 das erste Mal über Hürden im Kempton, und konnte auch dort ihre Erfolgsserie fortsetzen und ihr erstes Rennen über Hindernisse gewinnen, wie auch ihr zweites Rennen in Exeter über 2m1f. Der Einstand in England war damit geglückt und dem Versuch in Cheltenham stand nichts mehr im Weg

Mit den zwei Siegen im Rücken versuchte sie sich dann also im Gruppe Mares Novices‘ Hurdle auf Gruppe 2 Ebene, hatte aber hier noch keine Chance um den Sieg mit zu laufen, obwohl sie optisch gut aussah vor dem Rennen im Paradering – auf der Zielgeraden fehlte ihr aber die Kraft um mit dem vorderen Teil des Feldes noch mitzugehen und sie musste sich mit einem neunten Platz zufrieden geben.

Nach dem Rennen in März ging sie in die Sommerpause, die sie mit ihrem Start im Ladbrokes „Where The Nation Plays“ Intermediate Hurdle im November beendete. Das 3282m auf gut bis weichem Untergrund war ein Listed Rennen und limitiertes Handicap, bei dem Epatante mit 11-6 durchaus ein hohes Gewicht in das Rennen tragen musste – sich davon aber nicht beeindrucken lies und locker der Konkurrenz davongaloppierte. Epatante hielt sich zunächst an den Führenden, und das Tempo selber setzten zu müssen, lies sich aber auch nicht abschütteln und war zwei Hürden vor dem Ziel genau da, wo sie sein musste – legte aber an der vorletzten Hürde ausgerechnet einen etwas unsauberen Sprung hin und musste sich danach erst noch einmal sammeln, um erneut zum Angriff ansetzten zu können und die Konkurrenz am Ende mit sechs Längen abzuschütteln. Das war schon ziemlich beeindruckend, aber Epatante legte im Gruppe 1 Christmas Hurdle noch einmal einen drauf und deklassierte die Konkurrenz auch auf Gruppe 1 Ebene noch einmal nach Belieben. Nachdem sie die letzte Hürde noch in Begleitung von Konkurrenten wie Ballyandy und Silver Streak nahm, zog sie danach unter mildem Druck von Barry Geragthy um sechs Längen davon und hätte sicher auch noch mehr Vorsprung herausholen zu können.

Sie schien neue Höhen gerade rechtzeitig für das Cheltenham Festival 2020 zu erreichen und trug ihre Form auch direkt in das Champion Chase. Petit Mouchoir übernahm die Rolle des Front Runners, konnte aber diese Position als Außenseiter natürlich nicht halten und wurde 2 Hürden vor dem Ziel von Darver Star unter Druck gesetzt mit Epatante und Sharjah dahinter. Darver Star übernahm zunächst die Fürhung, aber Barry Geragthy auf Epatante saß noch fast regeunglos da und wartete bis zum letzten Sprung, bevor er der Stute die Sporen gab und das Feld mit über 3 Längen hinter sich lassen konnte. Das war sehr sehr überzeugend und sehr sehr locker. Sharjah h0lte sich noch den zweiten Platz vor Darver Star, der auf der Zielgeraden den Hügel hinauf quälte.

Mit dem größten Erfolg ihrer Karriere im Petto ging es in die lange Sommer und Corona Pause, die nach 263 Tagen mit einem Start im Gruppe 1 Fighting Fith Hurdle beendet wurde. Die Stute hatte einen Gewichtsvorteil gegen die männliche Konkurrenz, hätte aber dieses Entgegenkommen nicht gebraucht, denn bereits an der vorletzten Hürde setzte sich Epatante unter minimalem Druck von Aidan Coleman vom Feld ab und konnte den Vorsprung von fünf Längen souverän bis zur Ziellinie verwalten.

Und dann kam das Rennen gegen Silver Streak. Das Christmas Hurdle hätte eigentlich nur eine Formsache sein sollen. Ja, Silver Streak lief einige gute Rennen gegen Epatante in der Vergangenheit, aber war immer klar geschlagen worden – revanchierte sich aber für alle erlittenen Niederlagen im Christmas Hurdle 2020 und gewann gegen Epatante mit fast 7 Längen!

Aidan Coleman nahm zwar Epatante beim Zieleinlauf ein wenig zurück, aber Silver Streak hatte den Sieg in diesem Rennen verdient. Er setzte die Stute permanent unter Druck und verteidigte die Führung gegen die Stute über die gesamte Strecke. Silver Streak traf die drittletzte Hürde und schien unter Druck nicht so sauber zu springen wie gewohnt, und der Wechsel zum Front Running schien Silver Streak zu ganz neuer Form zu verhelfen. Sehr bitter für Epatante, die sich bis zum Festival nicht mehr blicken lies und dort wie schon erwartet die Führung des Rennens nicht übernehmen konnte. Das war so bei den ganzen Außenseitern auch nicht anders zu erwarten gewesen und daher nicht so schlimm, Epatante suchte sich stattdessen eine sehr vorteilhafte Position am Innengeländer hinter den Führenden und griff von dort aus auch an – schaffte es aber nicht diesen taktischen Vorteil gegen Honeysuckle auszuspielen, die aus dem Mittelfeld zwischen den letzten beiden Hürden nach vorne schoss und fast mühelos das Rennen mit sechs Längen Vorsprung gewann… das wird sehr sehr schwer fpr Epatante heute, denn an dem Duell hat sich natürlich beim irischen Ableger des Champion Hurdle nichts geändert.

Sharjah: Der Doctor Dino Sphn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 für Trainer J. E. Pease in Frankreich, brauchte aber eine Weile bis er so richtig in Gang kam und wechselte zuvor noch zu Trainer H F Devin im Jahr 2016, wo er nach drei weiteren Rennen sein erstes Rennen in Deauville gewann. Die weiteren Starts waren nicht schlecht mit Platzierungen nur jeweils knapp über einer Länge hinter dem Sieger, aber er erwies sich als nicht ganz leicht zu steuern und zu trainieren und wurde im Januar 2017 kastriert, um im September 2017 zu Trainer Willie Mullins zu wechseln.

Der Einstand in Irland gelang mit zwei Siegen in den ersten beiden Rennen nach Maß und Mullins schickte ihn danach direkt in die Gruppe 1 Ebene im  Paddy Power Future Champions Novice Hurdle , um zu sehen wie die Ziele der Rest der Saison stehen würden.

Sharjah hatte beim Paddy Power Future Champions Novice Hurdle  im Dezember 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, sah er doch wie der sichere Sieger dieses Rennens an der letzten Hürde aus, bevor er stürzte und das Rennen an Whiskey Sour übergab. Auch Real Steel stürzte an dieser Hürde, sah aber längst nicht so gut aus  während dem Rennen wie Sharjah und mit anderen Konkurrenten wie Mengli Khan im Rennen, hatte die Form einiges an Gewicht. Danach ging er aber sang und klanglos gegen Samcro im Deloitte Novice Hurdle unter und auch seine Starts im Supreme Novices‘ Hurdle oder dem Studs Novice Hurdle brachten keinen Erfolg. Er blieb im Jahr 2018 stets aktiv und startete noch im Gruppe 1 Herald Novice Hurlde und dem Gruppe 3 Grimes Hurdle , wo er immerhin einen dritten Platz hinter Joey Sasa und Wicklow Brave erringen konnte.

Dann kam seine Sternstunde im Guinness Galway Hurdle, wo er auf Gruppe 1 Ebene trotz seines hohen Gewichts im August einen souveränen Sieg feiern konnte. Das Rennen war zwar gut besetzt, trotzdem konnte sich Sharjah auf den letzten Metern mit über drei Längen absetzten und er schaffte seinen besten Lauf in seiner Karriere bisher. Wenig überraschend schaffte er es nicht sich im Petingo Handicap im September an diese For anzuküpfen, und auch im Irish Cesarewitch und dem Gruppe 2 WKD Hurdle im September kam es nicht zu einer Überraschung und Sharjah musste sich weiter hinten einsortieren.

Im Gruppe 1 Morgiana Hurdle  im November 2018 kam dann doch die Überraschung und Sharjah schlug seinen Stallgefährten Faugheen mit 7,5 Längen. Dabei hielt er sich in dem kleinen Feld zunächst an dritter Position, konnte die Führung an der vorletzten Hürde aber Problemlos übernehmen und ging dann weiter vor an der letzten Hürde, wo Faugheen als eigentlicher Favorit den Anschluss nicht mehr halten konnte und Sharjah ziehen lassen musste.

Sharjah startete danach noch einmal im Dezember im Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Supasundae, Samcro, Melon und Petit Mouchoir, und wieder wurde Sharjah nicht als Favorit des Rennens gehandelt, sondern klar hinter einigen der Konkurrenten einsortiert – was eine klare Fehleinschätzung war. So rollte Sharjah erneut das Feld von hinten auf und verbesserte seine Position vom fünften Platz an der vorletzten Hürde auf den ersten Platz und damit die Tonangebende Position, die er dann nach dem letzten Sprung immer weiter ausbauen konnte.

Mit der Leistung im Rücken ging es ein weiteres Mal nach Cheltenham und dieses Mal sollte es besser laufen als beim letzten Jahr, wo er Achter im Supreme Novices‘ Hurdle wurde, aber auch 2019 brachte Sharjah kein Glück, denn schon an der dritten Hürde wurde er von Buveur D’Air zu Fall gebracht, und dieser Sturz schien seine Spuren hinterlassen zu haben, denn das war dann auch der letzte Start in der aktuellen Saison und selbst bei seinem Saisondebüt im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene schien er alles andere als fit zu sein, denn er belegte nur einen vierten Platz fast neun Längen hinter dem Sieger Saldier.

Auf den Zweiten des Rennens, Petit Mouchoir, traf er im Gruppe 1 Matheson Hurdle einen Monat später wieder, schien dabei aber wieder in Form zu kommen und gewann das Rennen mit einem überzeugenden Lauf und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zum zweiten Versuch des Sieges in einem Gruppe 1 Rennens während des Weihnachtsfestivals in Leopardstown wieder fit und gewann das Matheson Hurdle gegen Petit Mouchoir mit souveränen 3 Längen. Die 2m waren kein Problem auf weichem Untergrund und der nächste Versuch im Februar PCI Irish Champion Hurdle auf Gruppe 1 Ebene  wurde mit Spannung erwartet. Nicht nur ging es wieder gegen Petit Mouchoir, sondern auch gegen Supasundae und vor allem die aufstrebende Wunderstute Honeysuckle – die das Rennen auch knapp gegen Darver Star gewinnen konnte, während Supasundae und vor allem Sharjah kaum eine Rolle um den Sieg spielten.

Für sein Rennen beim Cheltenham Festival wählte Sharjah das Champion Hurdle und wurde nach der klaren Niederlage zuvor als Außenseiter geführt, überraschte aber mal wieder und kam auf einem klaren zweiten Platz ins Ziel. Der Favorit Epatante gewann wie erwartet das große Rennen, aber Sharjahlief ein großartiges Rennen. Er hielt sich trotz des großen Feldes im hinteren Bereich und begann erst im letzten Drittel langsam das Feld aufzurollen, während Epatante zu dem Zeitpunkt schon vorne mit dabei war. Und auch wenn Epatante aus dieser Position das meiste machte und das Rennen am Ende gewann – Sharjah lief ein hervorragendes Rennen und zeigte sehr gute Form, indem er es schaffte sich auf dem Run In noch den zweiten Platz vor Darver Star sichern zu können!
Leider endete nach dem Cheltenham Festival die Jump Saison praktisch, weil Corona sich über Europa ausbreitete, aber Sharjah versuchte trotzdem aktiv zu bleiben und bestritt zwei Renne auf dem Flat im Juni und Juli, mit mäßigen Ergebnissen. Aber dafür gelang ihm der Einstieg in die Sprung Saison hervorragend, als er das Gruppe 1 Matheson Hurdle in Leoparstown mit zwei Längen locker gewinnen konnte. Wieder hielt sich Sharjah im hinteren Bereich des Feldes, rollte aber gemütlich das Feld von hinten auf und hatte nach der letzten Hürde nur noch Aspire Tower vor sich, den er ebenfalls locker einsammelte. Vom Favoriten Saint Roi war nicht viel zu sehen, ebenso wenig von Abacadabras, der sich aber beim nächsten Rennen revanchierte, als die beiden im Irish Champion Hurdle auf Honeysuckle trafen.

Die ungeschlagene Stute dominierte das Rennen von der Front und lies keinem anderen Rennpferd eine Chance und die Taktik von Sharjah, aus dem hinteren Bereich des Feldes zum Angriff anzusetzen erwies sich als Fehler, denn Honeysuckle setzte ein hartes Tempo und Abacadabras setzte früh zur Verfolgung der Stute an, die sich bis zu fünf Längen vor das Feld setzte. Sharjah versuchte noch sich an die ersten beiden dran zu hängen und sammelte unter anderem Saint Roi und Petit Mouchoir ein, konnte aber die ersten beiden nicht mehr erreichen.

Sharjah lies sich im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival 2021 nicht ganz so weit zurückfallen und begann fürher als sonst das Feld von hinten aufzurollen, denn er kennt das Rennen gut und der zweite Platz 2020 in diesem Rennen war einer seiner größten Erfolge in den letzten Jahren und auch wenn die Konkurrenz 2021 noch einmal besser war als die im letzten Rennen, sprang am Ende wieder der zweite Platz heraus – ein massiver Erfolg für Sharjah, der sich mit einem guten Lauf über die letzten drei Hindernisse gut drei Längen von der Vorjahressiegerin Epatante absetzten konnte – allerdings hatte er keine Chance gegen die Siegerin.

In den letzten beiden Rennen war er jeweils auf einem der ausbezahlten Plätze hinter Honeysuckle und ich denke, er hat heute sehr gute Chancen wieder genau dort zu landen. Kommt in alle Trifecta

 


29.04.2021 – Punchestown – Ryanair Novice Chase – Energumene gewinnt wie gehofft

Pferderennen in England

19:35 Ryanair Novice Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 115.000 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich
Energumene verpasste leider das Cheltenham Festival, wo das Duell mit Shishkin herbeigesehnt worden war, aber leider nicht stattfand. Energumene wurde zunächst für das Festival gemeldet, zog aber schon im Vorfeld wieder zurück und überlies Shishkin das Arkle, und so wie der Favorit auflief, ist auch nicht sicher, ob Energumene da etwas dran hätte ändern können,
Ganz anders heute im Ryanair Novice Chase am Ende der Saison in Punchestown, Energumene übernahm die Führung des kleinen Rennens und setzte sich ohne Aufwand vom Feld ab, vor den letzten beiden Hürden war sie schon gut 10 Längen vor dem Feld, ohne das Paul Townend auf ihr einen Muskel hätte bewegen müssen.
Captain Guinnes hatte ihr nichts entgegen zu setzten, tatsächlich hatte der zweite Favorit des Rennens einen sehr schlechten Tag erwischt und warf am Ende auch noch Rachael Blackmore ab, obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon klar geschlagen war. Es scheint als hätten sowohl Blackmore als auch Energumene nach dem Festival ihren Zenit für die Saison überschritten, kein Wunder bei dem Resümee was die beste weibliche Jockey(in? – der weibliche Jockey? korrekt gendern…..) diese Saison zusammengetragen hat! Da darf auch mal ein Flop folgen!
Also, Energumene mit einem weiteren Sieg zum Saisonende und ich hoffe, ihn nächstes Jahr dann beim Cheltenham Festival zu sehen.
Die beiden Rennpferde, über die ich hier geschrieben habe im Detail:

Energumene: Der Denham Red Sohn von Willie Mullins geht als typischer Vertreter des irischen Erfolgstrainers durch. Seine Karriere begann mit einem kurzen Intermezzo in Frankreich für Sophie Lacey und einem Sieg in einem Maiden PTP Rennen, bevor er zu Mullins wechselte und fast zwei Jahre später seinen nächsten Start in Irland absolvieren sollte.

Der erste Lauf in Navan in einem NHF Rennen war durchaus vielversprechend, auch wenn am Ende „nur“ ein dritter Platz dabei heraus sprang, aber schon kurz darauf nach erneuter kleiner Pause gewann er im Januar 2020 sein erstes Rennen in Irland mit einem kleinen Sprint die letzten 100 Yards entlang, das Feld hatte er unter P.W. Mullins aber schon vorher unter Kontrolle, wie auch bei seinem nächsten Start in Gowran Park im MansionBet Get Paid As A Winner If 2nd In The Supreme Novices‘ At Cheltenham Maiden Hurdle. Obwohl er nicht jedes Hindernis sauber überspringen konnte, gewann Energumene am Ende locker mit 19 Längen und ohne jemals unter Druck zu geraten. Da war schon klar – Mullins hatte mal wieder einen starken Neuzugang in seinem Stall, von dem man noch weiter hören würde

Das nächste Mal von Energumene hörte man allerdings erst nach der Sommer (und Corona) Pause im November 2020, aber das Warten hatte sich gelohnt, denn wieder gewann Energumene das Rennen mit absoluter Leichtigkeit. Dabei hatte er wieder die Disziplin gewechselt und war in seinem ersten Chase Rennen aufgelaufen, aber er machte mit dem Feld kurzen Prozess und übernahm die Führung und sprang die Hindernisse kraftvoll, wenn auch nicht immer total sauber – was er aber auch nicht musste, um am Ende einen 18 Längen Sieg feiern zu können.

Er konnte in seinem eigenen Tempo an der Front laufen, was ihn immer weiterweg vom Feld führte, drei Hürden vor dem Ziel kam Port Stanley unter hohem Druck noch einmal kurz heran, aber Energumene musste das Tempo nicht einmal erhöhen, um zwischen den letzten beiden Hürden sich wieder frei zu schütteln und wieder weiter abzusetzen. Sehr beeindruckend!

Im Januar 2021 hatte er sich ein kleines vier Starter Rennen ausgesucht um sich erneut zu beweisen, denn mit Captain Guinness war auch dem Papier ein echt harter Konkurrent in dem Rennen, der ebenfalls eine aufsteigende Form mit vielen Vorschusslorbeeren hatte. Die beiden machten das Rennen am Ende auch unter sich aus und lieferten sich über die letzten beiden Hürden auch ein beeindruckendes Duell, was aber Energumene nach einigen kurzen Motivationen durch seinen Jockey Paul Towned am Ende doch locker für sich entscheiden konnte. Captain Guinees sah kurzzeitig so aus, als könnte er dagegen halten, musste dann abe doch einsehen, dass Energumene das bessere Pferd war und fiel noch über 8 Längen hinter dem Sieger bis zum Ziel zurück.

Mit dem Arkle Chase für das Cheltenham Festival fest im Blick ging es dann in den irischen Ableger, das Irish Arkle Novice Chase am 06.02.2021. Nach dem letzten Kantersieg ging Energumene allerdings als klarer Favorit in das Rennen und auch wenn schon einige Konkurrenten für das Rennen in Cheltenham im nächsten Monat mit von der Partie waren, gab es wenig Fragen, wer der Favorit für das Rennen war.

Die beiden trafen danach im Irish EBF Mares Hurdle Ende Dezember wieder aufeinander, und

Energumene hatte bereits gezeigt, dass er mit weichem Boden kein Problem hat und wenn überhaupt, könnte es ein Problem sein, dass er immer noch dazu neigt leicht nach rechts über die Hindernisse zu springen.

Energumene übernahm die Führung wie gewohnt, Captain Guinnes war auch wieder mit von der Partie und setzte sich gleich hinter ihn und lies den Favoriten nicht aus den Augen. Das Feld verteilte sich weit über die breite der Bahn, auf der Rückseite der Bahn patzte Captain Guiness aber und wurde aus dem Rennen genommen (oder nahm sich selbst aus dem Rennen), stattdessen kam Fraco De Port und Blackbow heran, um von einer möglichen Schwäche des Favoriten nach der letzten Hürde zu profitieren – aber auch wenn Energumene an der letzten Hürde wieder weit nach rechts sprang, reichten einige Erinnerungen mit der Peitsche von Paul Townend um ihn wieder in die richtige bahn zu bringen und Energumene zog unter einem folgenden Handritt davon um mit zehn Längen zu gewinnen.

Das Cheltenham Festival lies er leider aus und kam erst zwei Monate später in Punchestown wieder zurück auf die Rennstrecke, wo er mit einem Lauf von der Front das Ryanair Novice Chase mit absoluter Leichtigkeit gewinnen konnte. Starke Leistung, aber nach der Sommerpause will ich ein Duell gegen echte Konkurrenten sehen!

 

Captain Guinness: Der  Arakan Sohn von Henry De Bromhead hatte am Anfang seiner Karriere eine schwere Zeit, denn nachdem er sein Maidenrennen in Navan erfolgreich abgeschlossen hatte, musste er in seinem zweiten Rennen, dem Gruppe 2 Moscow Flyer Novice Hurdle dem Favoriten Andy Dufresne knapp geschlagen geben. Dass er dem Favoriten hier so zusetzten konnte, war aber schon in sich eine gute Leistung und noch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, dann wurde er aber im Supreme Novices‘ Hurdle, den Saisonfinale in Cheltenham, an der vorletzten Hürde zu Boden gebracht, als er und Elixir D’ainay von Asterion Forlonge böse zur Seite geschubst wurden. Der Front Runner belegte am Ende einen vierten Platz, aber da wäre mehr für Captain Guiness drin gewesen, und auch nach der Sommerpause und dem Wechsel in die Chase Disziplin im Oktober 2020 setzte sich das Unglück für Captain Guiness fort. Im Cashel Beginners Chase in Tiperrary sprang er einige Male unsicher und „optisch seltsam“ und wurde vor der fünftletzten Hürde von Rachael Blackmore aus dem Rennen genommen. Racheal sagte nach dem Rennen, dass sich Captain Guinnes bei den Sprüngen gerade im hinteren Bereich instabil anfühlte und sie auf Nummer sicher gehen wollte. Die Untersuchung des Arztes ergab nichts konkretes, aber einige abnormale Werte, also wohl eine gute Entscheidung von Rachael Blackmore.

Man gönnte Caprain Guinness eine weitere kleine Pause bis zum Dezember, wo er im GAIN Supporting Laois GAA Beginners Chase in Punchestown startete und augenscheinlich wieder ganz der Alte war. Captain Guinnes übernahm die Führung des großen Feldes und setzte ein hartes Tempo, was das Feld weit auseinanderzog und die Spreu schnell vom Weizen trennte. Midnight Run zeigte ein großartiges Rennen, indem er bis zur letzten Hürde immer an Captain Guinnes dran blieb, aber am Ende reichte es nicht, um dem Favroieten und Sieger etwas entgegen zu setzten, aber es blieb der verdiente zweite Platz – fast 30 Längen vor dem Dritten!

Nach diesem Lauf ging er in das Irish Stallion Farms EBF Novice Chase in das Duell mit Energumene und Blackbow, die beide in sich schon einen echten Test darstellten. Energumene erwies sich am Ende als zu gut, interessant war aber auch, dass David Mullins in der Nachbesprechung seines Ritts auf Blackbow zu Protokoll gab, dass er den Eindruck hatte, dass ab der fünftletzten Hürde sein Pferd nicht gut genug gewesen sei, um mit Captain Guinnes und Energumene mitzugehen. Ein ziemlich klares Statement, was die Form von Blackbow auch ohne den Sturz aus dem letzten Rennen am Tag zuvor und gesundheitlichen Problemen in Frage stellt. Captain Guinnes hatte jedenfalls hier nicht die Möglichkeit, die Führung des Rennens zu übernehmen, denn Energumene schritt voran und war einfach zu stark an diesem Tag und deklassierte Captain Guiness mit gut 8 Längen.

Das hält Captain Guinness allerdings nicht davon ab, das Duell mit Ernegumene auch im nächsten Rennen wieder zu suchen, und er schien es durchaus ernst zu meinen, als die beiden sich im Gruppe 1 Irish Arkle Novice Chase wieder trafen. Captain Guinness lies Energumene nicht aus den Augen und hielt sich direkt an dem Front Runner und schien deutlich stärker zu laufen, als noch im letzten Rennen, allerdings hatten die Fans nicht die Chance, zu sehen wie er sich über die 200m längere Distanz von 3472m schlagen würde, denn Captain Guiness stürzte an der Vorletzten Hürde -schade, das Duell um den Sieg hätte ich gerne gesehen.

Gegen Shishkin im Arkle hat Captain Guiness beim Cheltenham Festival erwartungsgemäß keine Sonne gesehen und beim nächsten Duell mit Energumene warf er Rachael Blackmore aus dem Sattel  – hatte da das Rennen aber auch schon verloren und keine Chance auch nur auf einen der ausbezahlten Plätze.

Ich bin nicht sicher, ob die Chase Rennen das richtige für ihn sind, auf jeden Fall muss der Trainer über den Sommer an den Sprüngen von Captain Guiness arbeiten, denn diese haben in der Saison 2021 einen größeren Erfolg für Captain Guiness masgeblich verhindert.

 


29.04.2021 – Punchestown – Champion Stayers Hurdle – Pick: Flooring Porter

Pferderennen in England

18:25 Champion Stayers Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 250.000 EUR | Hürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quot

Mein persönlicher Held aus dem Cheltenham Festival 2021 kommt heute für einen weiteren Gruppe 1 Sieg nach Punchestown, und seine Chancen stehen nicht schlecht – klar, wenn man das Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival gewinnt, stehen die Chancen nicht schlecht einen Monat später auch den irischen Ableger für sich zu entscheiden, vor allem, wenn einer der Hauptkonkurrenten (Beacon Edge) heute im letzten Rennen keine Chance hatte.

Flooring Porter hat mir einen netten 3er eingebracht (188er Quote) und auch heute sollte er nur sehr schwer zu schlagen sein, wenn er auch nur annährend in der Form vom Cheltenham Festival auflaufen kann.

Beacon Edge wurde Vierter in jenem Rennen und lief damit ein sehr gutes Rennen, verlor aber zum Ziel hin immer mehr den Anschluss. Ronald Pump beeindruckte mich im Hatton’s Grace Hurdle mit seinem Lauf gegen Honeysuckle, die ihn nur mit viel Arbeit und einer halben Länge schlagen konnte und letztes Jahr war er beim Cheltenham Festival im Paddy Power Stayers‘ Hurdle Zweiter. Er lies das Festival aus und wenn er nach der Pause seit November trotzdem fit ist, ist er meiner Meinung nach der Hauptkonkurrent von Flooring Porter heute. Fury Road hate beim Stayers Hurdle kein Glück und einen schlechten Tag erwischt, war zwuvor von der Form her Beacon Edge aber ebenbürtig und könnte heute einen der Plätze holen – wie auch The Storyteller, dem ich deutlich mehr zutraue, als seinen etwas lahmen fünften Platz beim Cheltenham Festival. Er ist mein EW Pick für heute

Meine Picks für das Rennen:

Flooring Porter: Nun, es scheint als traue man Flooring Porter noch nicht so ganz über den Weg mit seinem Sieg beim Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival, oder warum bekommt man noch so eine gute Quote auf ihn? Die meisten Konkurrenten von Rang hatte er beim Stayers Hurdle fest im Griff und

Der Yeats Sohn von Gavon Cromwell war am Anfang seiner Karriere noch eher unscheinbar – 5 Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte, dann nur ein Sieg aus vier Rennen über Hürden, aber 2020 begann er so langsam in Fahrt zu kommen Zweiter Platz auf schwerem Boden über 2m7f in Navan im Februar, dann in einem der wenigen noch übrig gebliebenen Rennen im Juli (Die Corona Krise hatte viele Meetings zum Schließen gezwungen) ein Sieg in Gowran über 3m2 f und guten Untergrund und danach ein dritter Platz in Galway im Guinness Handicap Hurdle.

Bei diesem dritten Platz zeigte Flooring Partner schon, dass er eine Menge Ausdauer hat, denn er konnte sich auf den letzten Metern des 2m7f Rennen mit einem starken Lauf zum Ziel immerhin den ausbezahlten dritten Platz sichern. Wenn er auf weichem Untergrund so spät im Rennen noch so viel Kraft übrig hat, macht das natürlich Hoffnung für die Ausdauerrennen, die natürlich auch sein weiteres Ziel in der Saison 20/21 nach der Winterpause waren.

Da startete er erneut in Gowran Park im Good Enuf 2 Eat Caterers At Gowran Park Handicap Hurdle über 3 Meilen auf gutem Untergrund und errang einen klaren zweiten Platz – Streets Of Doyen war zar uneinholbar fünf Längen vor ihm durchs Ziel gergangen, aber auch einen ganzen Stone leichter und der Favorit für das Rennen – so gesehen ging der zweite Platz völlig in Ordnung und Flooring Partner baute auf dieses Erfolg mit einem Sieg im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle, einem Grade B Hurdle in Navan, im Dezember 2020 mit einem Sieg auf.

In diesem Rennen übernahm Flooring Partner die Fürhung und gab diese auch nicht mehr ab. So einfach war es natürlich nicht über die gesamte Strecke für ihn, aber nachdem er die Führung an der ersten Hürde übernommen hatte, baute er schrittweise seinen Vorsprung bis auf fünf Längen aus, die ab der viertletzten Hürde aber wieder fast komplett eingeschmolzen worden waren. Ab da wurde es spannend, baute Flooring Partner doch einen schweren Fehler an der drittletzten Hürde ein und musste auch an der letzten Hürde nach einem erneuten schweren Fehler sein Momentum komplett neu aufbauen, kam aber trotzdem mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Wären die Fehler nicht gewesen, was für ein Lauf wäre das gewesen! So blieb aber eine Sorge, dass er mit diesen Sprüngen auf höherem Niveau nicht würde bestehen können, als er ebenfalls im Dezember das Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle ins Auge fasste. Dort allerdings sprang er deutlich besser und vermied die schweren Fehler aus dem letzten Rennen, übernahm aber wieder die Führung des Feldes und zog das Feld erneut weit auseinander. Wieder geriet er ab der viertletzten Hürde unter Druck, vielleicht weil er eine kleine Pause gegönnt bekam. Denn als Jonathan Moore auf ihm erneut zu arbeiten begann setzte er sich schnell zwei bis drei Längen von seinen Verfolgern ab und sprang die letzten beiden Hürden schnell und sauber. An der letzten Hürde übersprang er das Hinderniss sogar ein wenig, also sprang zu kraftvoll und zu hoch, so dass er beim Landen ein bisschen wanderte und Momentum verlor, aber das machte nichts und Flooring Partner setzte sich auf der Zielegraden insgesamt 6 Längen ab – und schlug damit die direkten Konkurrenten im Stayers Hurdle Sire Du Berlais und Fury Road, was ein sehr gutes Vorzeichen für das große Rennen war.

 

Beim Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival traute man ihm noch nicht recht über den Weg und hielt sowohl Paisley Park als auch Sire Du Berlais für stärker, beide Konkurrenten hatten aber keine Chance gegen Flooring Porter, der durchweg gute Sprünge zeigte und mit viel Kraft in den Sprint den Hügel hinauf zum Ziel ging. Er sah schon vor der drittletzten Hürde wie der Sieger des Rennens aus, hatte er doch augenscheinlich noch die meiste Kraft übrig und setzte die Konkurrenz gehörig unter Druck. Nach der letzten Hürde wurde dann sein Vorsprung kontinuierlich größer, bis er am Ende fast fünf Längen betrug. Flooring Porter geriert in dem Rennen niemals unter Druck und sollte demnach auch heute nur schwer zu schlagen sein.

 

Fury Road: Der Stowaway Sohn ist ein weiterer, der von Gordon Elliot weggeholt wurde, nachdem der Skandal um das Foto mit dem toten Pferd öffentlich wurde. Nun also bei Mrs. Denise Foster, zuvor war Fury Road unter Gordon Elliot allerdings durchaus erfolgreich gewesen. Der hatte ihn 2018 übernommen und langsam aufgebaut, bis er in der Saison 19/20 in den Hürdenrennen einen Lauf hatte und unter anderem direkt aufeinander folgend das Gruppe 3 „Monksfield“ Novice Hurdle und das Gruppe 2 Lyons Of Limerick Jaguar Land Rover Novice Hurdle gewinnen konnte, und das stellenweise sehr dominant. Es gab einen kleinen Rücksetzer auf dem Weg zum Cheltenham Festival als er in Gruppe 1 Nathaniel Lacy & Ptnrs Solicitors „50,000 Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle nur einen veriten Platz belegen jonnte, aber beim Cheltenham Festival selber verpasste er den SIeg gegen den brillanten Monkfisch nur knapp.

Fury Road war in das Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle als einer der Favoriten gestartet, das Feld war 2020 dicht gepackt und eine ganze Reihe von Pferden startete mit Quoten von 4-6 und damit in den reihen der Favoriten, und diese waren es am Ende auch, die das Rennen unter sich ausmachten. Die ersten Vier trennte an der Ziellinie weniger als 1,5 Längen, die ersten Drei kamen sogar unter einer halben Länge Differenz ins Ziel. Fury Road hatte auf der Zielgraden stellenweise die Führung übernehmen können und war nur auf den letzten Yards von Latest Exhibition und Monkfish überholt worden und fand unter Davy Russel einfach nicht die Kraft, um das bisschen Rückstand am Ende noch gut zu machen.
Das war aber ein sehr respektabler dritter Platz und Fury Road startet selbstbewusst mit einem Sieg im Gruppe 2 Unibet 1000th Race Celebration Hurdle in die neue Saison 20&21.

Der Sieg war gegen die dort antretende Konkurrenz aber auch so erwartet worden und als er im Leopardstown Christmas Hurdle gegen besseren Konkurrenten antreten musste, musste man feststellen, dass Fury Road ab der vorletzten Hürde einfach nicht das Tempo hatte, um die Konkurrenten wie Flooring Porter oder he Storyteller unter Druck zu setzen. Er besserte seine Form danach mit einem zweiten Platz im Gruppe 2 Ladbrokes Ireland Boyne Hurdle, wo er wieder kurz vor dem Ziel den Sieg aus den Händen gab. Allerdings war das Rennen auch in einem recht langsamen Tempo gelaufen worden und auch Cheltenham Festival Stayers Hurdle war das eine ganz andere Angelegenheit – mehr Pferde, mehr Tempo und bessere Konkurrenz.

Einer der vielen Konkurrenten brachte das Rennen für Fury Road dann zum Ende, denn Linsnagar Oscar behinderte mit seinem Sturz an der siebten Hürde Fury Road, der sich davon nie richtig erholte und die Hindernisse danach nicht mehr mit selben Initiative sprang. Er hat Potential, aber es ist spät in der Saison und das Rennen wird schwer.

The Storyteller: Der Shantou Sohn von Trainer Gordon Elliot wechselte wie so viele andere Pferde von Gordon Elliot vor dem Festival zu seiner neuen Trainerin Denie Foster.

The Storyteller ist mit seinen zehn Jahren und über 35 Rennen schon ein echter Veteran, der seine Karriere im Jahr 2015 in einem Maidenrennen begann, und bis zum Januar 2017 mit wechselndem Erfolg NHF und Maidenrennen bestritt. Interessant wurde es dann das erste Mal im Januar 2017, wo er ein Novice Hürdenrennen über 2m6f in Thurles locker gewinnen konnte und dann gegen bessere Konkurrenz in Fairyhouse in den nächsten beiden Rennen nach der Sommerpause gut abschnitt. Das war der Startschuss für die ersten Gruppenrennen im Jahr 2018, begonnen beim Gruppe 3 Total Event Rental Stakes, welches er mit einem dritten Platz abschließen konnte, über das Total Event Rental Gruppe 3 Rennen in Punchestown zum ersten Gruppe 1 Rennen in Form des Flogas Novice Chase über 2m5f. Das Rennen wurde allerdings am Ende nur mit einem siebten Platz abgeschlossen und Monalee hatte The Stroyteller fest im Griff. Der hatte bei der letzten Hürde schon keine Chance mehr an die davoneilenden Konkurrenten heran zu kommen, und Gruppe 1 schien schon ein wenig außerhalb der Reichweite zu sein – aber nicht zu lange!

Beim Cheltenham Festival entschied er sich zur Teilnahme am Gruppe 3 Brown Advisory & Merriebelle Stable Plate Handicap Chase, und die Entscheidung, das Niveau ein wenig zu reduzieren, zahlte sich voll aus – The Storyteller gewann das stark besetzte Gruppe 3 Rennen in einem spannenden Duell gegen Splash Of Ginger und wie wir alle wissen, ist ein Gruppe 3 Rennen beim Festival wie ein Gruppe 1 Rennen auf einem nicht so gut besuchten Lurs, und so war der nächste Versuch im April im Gruppe 1 Ryanair Gold Cup Novice Chase in Fairyhouse war alles andere als außer Reichweite – wenn auch die Kraft am Ende wieder auf der Zielgeraden nicht ausgereicht hat, um mit den Favoriten mitzugehen und um den Sieg mitzulaufen. Der fünfte Platz war okay, mehr aber auch nicht – aber die Saison war ja auch noch nicht zu Ende, und es folgte ein Start im Growise Champion Novice Chase – und dieses Mal sollte es mit dem Sieg auf Gruppe 1 Ebene klappen, denn dieses Mal war der Sprint auf den letzten Metern extrem stark und keiner der Konkurrenten kam noch an ihn heran. Der lockere Sieg wurde aber auch durch den Sturz von Monalee begünstigt, die drei Hürden vor dem Ziel noch extrem stark auflief!

Aber da fragt natürlich nach dem gewonnen Gruppe 1 Rennen keiner mehr nach und The Storryteller konnte zufrieden in die Sommerpause gehen, die nach 193 Tagen im November 2018 beendet wurde. Die Saison 2018/19 war allerdings am Ende klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben, neben einem nicht beendeten (Pulled Up) Lauf im Ryanair Chase beim Cheltenham Festival lief er auch im John Durkham Memorial Chase, dem Savills Chase und dem Irish Gold Cup unter der Form des letzten jahres, und die gesamte Saison blieb ohne Sieg, aber immerhin gab es einige gute Plätze, und am Ende gab es auch noch eine Platzierung auf Gruppe 1 Ebene, dem Coral Punchestown Gold Cup – das waren allerdings dann am Ende doch 24 Längen Rückstand auf den Sieger und so richtig freuen konnte man sich nicht über diesen Erfolg, dafür basierte er doch zu viel auf dem Versagen der anderen Starter, und nicht der guten Leistung von The Storteller – der auch nach der nächsten Pause und dem Start in die Saison 19/20 seiner Form weiter hinterher lief…

So floppte er beim Saisondebüt in Gowran im Gruppe 2 Champion Chase mit einem klaren letzten Platz und warf seinen Jockey Davy Russel im nachfolgenden Gruppe 1 118th Grand National Hurdle Stakes ab, nachdem er schon den Anschluss an die Führungsgruppe verloren hatte und chancenlos war – der Abwurf besiegelte das nur. The Storyteller verließ danach zunächst die Gruppeneben und bestritt einige Handicap mit gemixten Ergebnissen, umso überraschender war, dass er dann beim Cheltenham Festival über 3m auf weichem Boden im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle einen zweiten Platz erreichen konnte, nur knapp unter einer halben Länge hinter Sire Du Berlais – und weit vor den Verfolgern auf dem dritten und folgenden Plätzen.

Wieder ging es in die Sommerpause, und dieses Mal kam The Storyteller in besserer Form zurück. Beim Saisondebüt im Tote Galway Plate musste er noch vorzeitig abbrechen, aber danach gewann er zwei gute Handicaps in Galway über 2m6f, einmal gegen Sub Lieutenant und einmal gegen My Sister Sarah, um dann wieder auf Gruppenniveau hoch zu gehen und im Gruppe 2 PWC Champion Chase einen zweiten Platz zu belegen – eine sehr gute Leistung, auch wenn Easy Game leichtes Spiel mit dem Feld hatte und mit einem etwas saubererem Lauf sicher auch noch mehr als die sieben Längen Vorsprung herausholen hätte können. Seis drum, denn The Storyteller gewann mit dem selben Vorsprung das nachfolgende Gruppe 3 Irish Daily Star Salutes Our Frontline Heroes Chase über 3m. In diesem Rennen sortierte sich The Storyteller wie so oft ehe rim hinteren Bereich des Feldes ein und begann erst drei Hürden vor dem Ziel langsam das Feld aufzuholen, konnte aber einen Konkurrenten nach dem anderen überholen, um dann am Ende ab der letzten Hürde seinen Vorsprung nach Belieben weiter auszubauen!

Die Konkurrenz war alles andere als einfach und die Konditionen ähnlich wie Ende Dezember im Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle, so dass man durchaus einen starken Lauf von The Storyteller erwarten konnte – und genau diesen zeigte er auch. The Storyteller hielt sich er im hinteren Bereich des Feldes und überlies es Flooring Porter, das Tempo zu setzen, was dieser auch gerne übernahm und sich teilweise bis zu fünf Längen vor die Konkurrenz setzte, die an der viertletzten Hürde aber auf ihn aufschließen konnte und den Front Runner unter Druck zu setzen schien, Das war auch der Zeitpunkt, an dem The Storyteller auf Flooring Porter aufgeschlossen hatte, der allerdings mit einem weiteren Tempowechsel erneut einige Längen vor das Feld zog und seinen Vorsprung auf der Zielgeraden noch auf sechs Längen ausbauen konnte.

The Storyteller bleib dran und hielt knapp seinen zweiten Platz gegen Sire Du Berlais, hatte aber dem Tempo nichts entgegen zu setzen, Im Gruppe 1 Paddy Power Irish Gold Cup wurde er von der Quote her wegen seinem letzten Lauf ziemlich abgestraft und wurde als klarer Außenseiter gehandelt, Keith Donoghue versuchte mit The Storyteller dieses Mal aber auch gar nicht, das ganze Feld von hinten aufzurollen sondern blieb hinter den Führenden im Mittelfeld und war so an der letzten Hürde dran an den Pacesettern, um seinen Angriff zu starten. Das Tempo hatte stark angezogen auf dem Weg zum letzten Hindernis und das Feld war hinter dem Pacesetter Kemboy dicht gepackt, aber Kemboy hatte immer noch genug Kraft übrig und konnte den Angriff von The Storyteller abwehren, der aber auch der Einzige war, der das Tempo überhaupt noch mitgehen konnte. Sehr starker Lauf von ihm, aber er konnte das Tempo im Stayers Hurdle nicht mitgehen und der Versuch, das Feld spät von hinten aufzurollen scheiterte. Mehr als auf neun Längen kam er an Flooring Porter nicht heran und auch auf den vierten Platz hatte er noch vier Längen Rückstand. Einige kleine Fehler und das teilweise ordentliche Tempo welches vom Sieger Flooring Porter gesetzt wurde waren zu viel für The Storyteller, also muss er heute näher ran an den Pacesetter, wenn er etwas reißen will.


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