Logo von Pferdewetten-Online.info

Pferdewetten Tipps


John Durkan Memorial Punchestown Chase

Auf dieser Seite finden Sie Artikel zu John Durkan Memorial Punchestown Chase.

05.12.2021 – Punchestown- John Durkan Memorial Punchestown Chase – Pick: Envoi Allen

Pferderennen in Irland

15:00 John Durkan Memorial Punchestown Chase – Gruppe 1 

Distanz : 2m4½f (2m4f100y) | Untergrund: Gut bis weich | Alter: 5Yo+

Spannendes Rennen – Envoi Allen war einer der großen Hypes aus dem letzten Jahr für das Cheltenham Festival, floppte aber in der wichtigen zweiten Hälfte der Saison und stürzte beim Festival früh und floppte danach beim Saisonabschluss, kam aber stark in diese Saison und könnte es schaffen, den ebenfalls stark auflaufenden Fakir D’oudaries auf Abstand zu halten, der in der Clonmel Oil Chase kurzen Prozess mit der Konkurrenz machte und letztes Jahr immerhin dritter im Gold Cup Chase wurde – wenn auch mit 18 Längen Rückstand auf den Sieger.

Envoi Allen: Der Muhtathir Sohn von ehemals Gordon Elliot, und nun Henry De Bromhead hat sich in seiner Karriere bisher komplett schadlos gehalten und jedes seiner Rennen gewonnen, dementsprechend sind die Hoffnungen für das Festival hier hier erneut hoch -schließlich hat Gordon Ellito letztes Jahr hier das Ballymore Novice Hurdle mit Envoi allen gewinnen können und der Start in die Chase Rennen verlief richtig gut in dieser Saison.

Die Karriere von Envoi Allen begann im Februar 2018 auf dem Kurs in Ballinaboola in einem PTP Rennen, welches er gleich einmal mit zehn Längen Vorsprung gewinnen konnte. Er führt das kleine Feld früh an und sprintete 4 Furlong vor dem Ziel den Verfolgern davon. Der Einstand in die Rennszenen war damit mehr als geglückt, Envoi Allen hatte zeigen können, dass er mehr als talentiert ist 301 Tage sollte es dauern, bis wir Envoi Allen wieder sehen sollten, erst dann startete er in Fairyhouse in einem NHF Rennen für die Vierjährigen, und wieder konnte Envoi Allen zeigen, was er kann. Envoi Allen ging das Rennen dieses Mal anders an und blieb zunächst im hinteren Bereich des Feldes und lies sich bis 2f vor dem Ziel Zeit, um seinen Angriff anzusetzen und am Ende wieder locker zu gewinnen.

Mit dem erfolgreichen Saisoneinstieg ging es danach in das Future Champions Flat Race auf Listed Ebene, welches Envoi Allen trotz besserer Konkurrenz als klarer Favorit bestritt und wie erwartet am Ende auch locker gewinnen konnte. Midnight Run war der engste Verfolger auf dem letzten Furlong, allerdings ohne die Chance sich an die Fersen von Envoi Allen zu heften, der mit vier Längen Vorsprung gewann und danach das Gruppe 2 Matheson (C & G) I.N.H. Flat Race in Leopardstown ins Auge fasste.

Das Gruppenrennen war für Envoi Allen ein echter Test, auch wenn auf dem Papier zunächst kein klarer Konkurrent für ihn auszumachen war, allerdings gab es gleich eine ganze Reihe wie Meticulous, Emittered oder Beacon Edge, die nur sehr wiederwillig nachgaben und Envoi Allen musste von Mr J J Codd hart angetrieben werden, um seinen Vorsprung bis zum Ziel halten zu können. Für einen haushohen Favoriten war das ein ziemlich mühseliger Lauf und seine Chancen für das Weatherbys Champion Bumper waren im Vorfeld als nicht mehr ganz so überragend eingeschätzt worden – Envoi Allen startete beim Cheltenham Festival immer noch als Favorit, allerdings saßen ihm andere Starter wie Blue Sari quotentechnisch Eng im Nacken, nachdem dieser zuvor die Konkurrenz in einem wertvollen NHF Rennen deklassiert hatte.

Vor dem Rennen sah Envoi Allen fantastisch auf, stark, groß, kräftig und mehr als bereit im nächsten Jahr die Hindernisse anzugehen, aber vorher war da noch das kleine Problem des Champion Bumpers der vor Envoi Allen bevorstand. In dem Rennen lief Envoi Allen außen im Feld an de Seite der Tribüne, das große Feld war aber ohnehin weit über die Strecke verteilt und dicht gepackt, so hatte Envoi Allen wenigstens freie Bahn und wurde beim Schlussssprint nicht behindert. Den konnte er ansetzten, als Abracardabra an der Front die Kraft ausging und bevor sein härtester Verfolger Blue Sari zur Verfolgung ansetzte, was ihm die notwendige Länge Vorsprung einbrachte, die Envoi Allen bis zum Ziel unter hartem Ritt von J J Codd aufrechterhalten konnte.

Mit dem Erfolg im größten und wichtigsten Bumper ging es in die Winterpause, die Envoi Allen in der Saison 2019/20 mit einem Start im Tayto Group Maiden Hurdle in Down Roayal im November beendete. Dort konnte er wenig überraschend einen weiteren lockeren Sieg feiern und sich danach voll auf das Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle im Dezember 2019 konzentrieren, in dem er erneut als Favorit gegen seinen alten bekannten Abracadabras rand musste.  Der Konkurrent flog an der letzten Hürde heran, erwischte aber nicht den besten Sprung und Envoi Allen konnte nach dem letzten Sprung noch einmal mehr aus sich heraus holen und sich knapp anderthalb Längen absetzten.

Vor dem Festival nahm Envoi Allen dann noch am Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle teil, welches im Januar 2020 stattfand. Es gab einige alte Bekannte in dem Rennen, aber die meisten hatte Envoi Allen zuvor schon deklassieren können und der Lauf war trotz Gruppe 1 Niveaus mehr Trainingslauf als echte Herausforderung. Besonders hoch sprang Envoi Allen über die Hindernisse meist nicht, dafür waren die Sprünge schnell und nach Aufforderung seines Jockeys Davy Russel schloss er schnell auf den Front Runner Elixir D’ainay auf und setzte sich am Ende souverän ab. Kleiner Wermutstropfen war, dass Envoi Allen eine Weile angetrieben werden musste bevor er sich fast 4 Längen absetzten konnte, dafür war der Sieg aber sehr souverän und er setzte mit seiner Form aus der Saison 19/20 klar das Niveau für das Saisonfinale im Ballymore Novices Hurdle.

Für die Beobachter war das Rennen beim zuschauen spannender, als es am Ende war – was das heißen soll? Nun, das Feld war dicht gepackt und The Big Getaway sah 2 Hindernisse vor dem Ziel noch verdammt stark and er Front aus, wie er dort die Hindernisse anging und kraftvoll voranschritt. Easywork zog neben ihm gleich, während Envoi Allen dahinter nicht ganz so überzeugend aussah und scheinbar einen schweren Tag erwischt hatte. Da sah das Rennen och komplett offen aus. Davy Russel musste zur Peitsche greifen, als Envoi Allen beim Einbiegen in die Zielgerade 4 Längen auf den Front Runner verlor und scheinbar den Anschluss zu verlieren schien. Der Klapps mit der Peitsche schien Envoi Allen aber zu motivieren und er zog noch vor dem letzten Sprung mit den anderen gleich und setzte sich dann beim Run In sogar noch 4 Längen vom Rest ab. Scheinbar hatte Envoi Allen zuvor einfach keine wirklich Lust gehabt zu haben?

Dann kam die Sommerpause und der Wechsel in die Chase Disziplin. Vielleicht hätten wir ihn noch ein paar Mal bewundern dürfen in den Hürdenrennen in der letzten Saison, wenn Corona nicht zugeschlagen hätte und die Saison praktisch von selbst beendet hat.

Der Neu-Chaser von Gordon Elliot hatte zu Beginn des Oktobers einen erfolgreichen Start in die neue Saison feiern können – und damit auch seinen erst Sieg in einem Chase Rennen. Der gelang in dem Beginner Chase erwartungsgemäß recht einfach, aber Envoi Allen legte danach in Fairzhouse im Drinmore Novice Chase auf Gruppe 1 Ebene gleich noch einmal nach.

Weicher Boden, knapp 4023m und auf dem Papier wenig echte Konkurrenz resultieren in einem überzeugenden Sieg von Envoi Allen, der damit immer noch ungeschlagen ist. Envoi Allen übernahm bei schönem Sonnenschein in Fairyhouse die Führung des Feldes und setzte sich mit Assemble gut zwei Längen vor den Rest des Feldes, 7f und 5 Hürden vor dem Ziel wurde dann das Feld etwas dichter gepackt und bis zum Einbiegen in die Zielgerade und 800m vor dem Ziel änderte sich auch nichts daran, Envoi Allen sprang seine Hindernisse sauber und Kraftvoll, aber auch Assemble machte wenig Fehler und sprang an der vorletzten Hürde sogar an Envoi Allen vorbei, aber die Spannung hielt nur kurz an, dann zog Envoi Allen und Jack Kennedy, der nur kurz die Peitsche zeigen musste, locker davon und das Thema war durch.

Sauberer Sieg, und Envoi Allen checkte in der Vorbereitung alle Boxen als er auf dem schweren Boden im Gruppe 3 Sky Bet Killiney Novice Chase einen erneuten lockeren Sieg feiern konnte. Asterion Forlonge, der einzige Konkurrent in diesem Feld, fiel allerdings schon an der ersten Hürde und damit viel zu früh um irgendwas daraus abzuleiten.

Dann kam das Gruppe 1 Marsh Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival – ganz klar das Saisonziel für Envoi Allen, der als Haushoher Favorit des Rennens startete und für viele der Wetter und Gambler einer der gesetzten Sieger war – um dann an der vierten Hürde zu stürzen und alle Hoffnungen zu Nichte zu machen – das war viel zu wenig, um zu sehen, wie er sich in dem Rennen über die gesamte Distanz geschlagen hätte und um die Serie von Unglücken zu vervollständigen, beendete er auch das Gruppe 1 Dooley Insurance Group Champion Novice Chase in Punchestown nicht – wo er offensichtlich nach dem Rennen als lahmend deklariert wurde und Rahael Blackmoore ihn nach einigen Sprüngen nach links lieber aus dem Rennen nahm.

Er kam im Oktober mit einem Sieg zurück auf die Rennstrecke und machte einen sehr guten Eindruck im Join Racing TV Chase als er  das eher schwache Feld mit einer Art Kantersieg in die Schranken weisen konnte.

Ich denke, er ist bereit die Enttäuschungen aus dem letzten Jahr zum Teil vergessen zu machen..

 

Fakir D’oudairies:  Supreme Novices 2019 – vierte Platz, Arkle 2020 – zweite Platz, Ryanair 2021 zweite Platz  – jedes Jahr ist Fakir D’oudaries erfolgreich bei dem großen Cheltenham Festival und sein Weg dahin ist meistens ebenfalls echt erfolgreich – allerdings muss man sagen, dass er in der lezten Saison nur einen Sieg feiern konnte, beim MArsh Chase in Aintree – dafür aber auch nur in einem einzigen Rennen außerhalb der ersten drei War, und das 3m Savills Chase im Dezember auf sehr weichem Boden war letztes Jahr vielleicht einfach ein wenig zu früh gekommen. Aber dieses Jahr hat er seinen ersten Sieg bereits feiern können und ich bin gespannt, wie er sich hier präsentieren wird – denn ehrlich gesagt war da nicht viel zu schlagen im letzten Rennen.

Der Kapgarde Sohn von Trainer Joseph O’Brien ist ein sehr interessanter Starter in diesem Feld. Seine Karriere auf dem Flat war eher überschaubar, über Hürden konnte er allerdings schon zeigen was er kann und einige hoch gehandelte Rennen gewinnen oder fast gewinnen. So gewann er das JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle 2019 mit einem beeindruckenden Lauf nach der drittletzten Hürde, der Rest des Feldes hatte keine Chance sich an seine Fersen zu heften als Fakir D’oudairies sich auf dem Weg zu seinem 13 Längen Sieg machte. Beim Cheltenham Festival 2019 nahm Fakir D’oudairies dann am Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle als Joint Favorite teil, konnte das hohe Tempo aber während des Rennens teilweise nicht mitgehen und geriet ins Hintertreffen. gerade an der drittletzten Hürde wo das Tempo immer weiter anzog  -blieb aber trotzdem dran und holte sich zumindest einen vierten Platz am Ende, was eine gute Leistung in diesem stark besetzten Rennen war. Auch im Gruppe 1 Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle über 2m1f  im April sammelte sich Fakir D’oudairies gegen Ende des Rennens noch einmal und setzte zum Angriff auf Pentland Hills an – und ihn fast noch eingesammelt, aber am Ende fehlte dann doch noch ein Nacken.

Er startete dann noch einen Monat später im AES Champion Hurdle im Mai 2019 über 3219m gegen Fusil Raffles und French Made, musste sich aber erneut mit dem zweiten Platz zufrieden geben, als Fusil Raffles sich auf der Zielgeraden von ihm absetzte, dieses Mal war die Niederlage etwas klarer, aber der zweite Platz war für Fakir D’oudairies trotzdem sicher.

Nach der Sommerpause ging es für Fakir D’oudairies wie für viele seiner Altersgenossen in die Chase Rennen, welche er mit einem Sieg im November im Irish Stallion EBF Chase feiern konnte. Das Rennen war mit Konkurrenten wie Melon extrem hart besetzt und hätte auch gut und gern ein Gruppenrennen sein können, so viele Konkurrenten von guter Klasse hatten sich eingefunden, aber natürlich war der Fokus auf dem Gruppensieger und zweiten des Champion Hurdle 2019 Melon konzentriert. Dieser lief auch ein hervorragendes Rennen, aber am Ende gewann Fakir D’oudairies mit drei Längen Vorsprung und sicherte sich einen wichtigen Chase Sieg. Da war der Gruppe 1  Sieg im Drinmore Novice Chase im Dezember schon fast Nebensache, vor allem nachdem der einzige Konkurrent auf dem Papier, Samcro an der vorletzten Hürde stürzte und Fakir D’oudairies alleine an der Front lies. Nach dem Sturz des Konkurrenten Samcro, der augenscheinlich dabei war ihm ihm das Leben schwer zu machen, ging es nur noch darum die letzte Hürde sauber zu nehmen und das Rennen nach Hause zu bringen.

Den Gefallen taten ihm die Konkurrenten im Racing Post Novice Chase im Dezember nicht, als er gegen Notebook und Laurina ran musste. Laurina war nicht der Rede wert in diesem Rennen und musste früh zurückstecken, aber Notebook erweis sich als harter Konkurrent, der auf der Rückgeraden den Angriff von Fakir D’oudairies annahm und nicht beiseite wich. Im letzten Turn war Royal Rendevouz noch direkt neben Notebook und Fakir D’oudairies, vor der letzten Hürde hatte Notebook sich aber einen kleinen Vorsprung gesichert und besiegelte seinen Sieg über Fakir D’oudairies mit einem schnellen kraftvollen Sprung über die letzte Hürde. Hätte Mark Walsh nicht sein Steigeisen verloren zwischen den letzten beiden Hürden, wer weiß, vielleicht hätte Fakir D’oudairies auch dieses Rennen gewinnen können? Die Frage stellte sich allerdings beim nachfolgenden Savills Chase bei einem Versuch über 3m erst gar nicht, denn da konnte Fakir D’Oudaries keinen Stich landen und musste sich klar geschlagen geben, als er das Rennen an der vorletzten Hürde vorzeitig beenden musste.

Im nachfolgenden Dublin Chase über deutlich kürzere Distanz war Fakir D’Oudaries aber wieder da und konnte sich hinter dem herausragenden und lockeren Sieger Chacun Pour Soi einen guten zweiten Platz sichern. An der letzten Hürde sah es noch so aus, als ob er dem Favoriten Probleme bereiten könnte, aber als Chacu Pour Soi dann Gas gab, war er doch auf und davon und lies den anderen den Kampf um die ausbezahlten Plätze.

Fakir D’Oudaries lief besser als von ihm erwartet worden war und konnte seine Form dann beim Cheltenham Festival beim Ryanair Chase noch einmal bestätigen. In dem Rennen lief Allaho die Konkurrenz als Pacesetter in Grund und Boden und konnte am Ende mit 12 Längen gewinnen, Fakir D’oudairies lief aber ein großartiges Rennen indem er vor dem Einbiegen in die Zielgerade begann Boden gut zu machen und unter einem extrem langen Drive seines Jockeys Marc Walsh sich noch einen zweiten Platz sichern konnte. Das war ein Kraftakt, den er allerdings gut weg gesteckt hatte – denn im April, nur drei Wochen später gewann Fakir D’Oudaries mit Leichtigkeit das Marsh Chase (Melling Chase) und setzte sich schon vor der letzten Hürde deutlich von seinen Verfolgern a und konnte einen komfortablen Sieg feiern.

Beim Saisonabschluss über 3m im Gruppe 1 Ladbrokes Punchestown Gold Cup hatte man wieder den Eindruck, dass 3 ein wenig zu weit ist für Fakir D’oudaries, der ab der drittletzten Hürde stückweise weiter zurückfiel und sich nicht an die Hufe von Al Bom Photo und Clan Des Obeaux heften konnte.

Asterion Forlonge: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins ist ein spannender Rennpferd für mich – er ist immer mal wieder vom Pech verfolgt, holte aber in der letzten Saison konstant seine Platzierungen und konnte sich am Ende der Saison mit einem Sieg im Copiers Novice Chase belohnen.

Die Karriere von Asterion Forlonge begann in Oldtown in Irland im Februar 2018 mit einem lockeren sechs Längen Sieg, damit hatte Asterion Forlonge seine Geschwindigkeit und Klasse schon einmal unter Beweis gestellt, und es sollte 648 Tage dauern, bis man den Willie Mullins Schützling wiedersehen sollte. Dann allerdings gleich mehrfach und mit festem Blick auf das Cheltenham Festival 2020, begonnen mit dem Sieg im Hill Fabrication INH Flat Race in Thurles. Da musste Asterion Forlonge ziemlich hart für seinen Sieg arbeiten, denn Watergate Lady blieb ihm auf den letzten 2 Furlong im Genick und wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Erst kurz vor dem Ziel schaffte es sich Asterion Forlonge abzusetzen und knapp unter einer Länge Vorsprung herauszuholen

Im I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle im Januar deklassierte Asterion Forlonge dann allerdings den anderen Favoriten Pencilfullolead mit 11 Längen, wobei eigentlich an der drittletzten Hürde des 3191m Rennens schon alles klar gewesen war – Asterion Forlonge hatte sich abgesetzt und war VIEL zu schnell, als dass andere Konkurrenten ihn noch hätten einholen können. Asterion Forlonge sprang an den letzten beiden Hindernissen ein wenig nach rechts und sah nicht dabei noch etwas grün hinter den Ohren aus. Grün, aber hochtalentiert.

Und dann kam das Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle, ein spannendes Rennen mit viel Aussagekraft für das Cheltenham Festival – denn zu den Gegnern Gehörte unter anderem Easywork, MT Leinsler und Blue Sari. Blue Sari war letztes Jahr beim Champion Bumper nur sehr knapp gegen Envoi Allen untergegangen, konnte allerdings über die Hürden nicht an seine Erfolge aus den vorherigen Saison anknüpfen. Easywork hatte zuvor das Signsplus Hurdle mit 22 Längen Vorsprung gewinnen können und damit Unexpected in seine Schranke weisen können und auch die Farben von Mt Leinster nach seinem 9 Längen Maidensieg wurden von Asterion Forlonge gesenkt.

Wieder sah Asterion Forlonge ein wenig unerfahren aus, als er seinen Kopf hin und her-warf und an der letzten Hürde wieder in die Mitte sprang – aber an der Geschwindigkeit mit der er sich von den Verfolgern absetzten konnte war nichts auszusetzen und es gab für das Cheltenham Festival 2020 gleich mehrere Optionen, am Ende entschied er sich für das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle, mustse aber da einsehen, dass er gegen Shshkin keine Chance hatte, denn der Sieger musste sich nur dem Angriff von Abacadabras erwehren und die beiden waren weit vor den Verfolgern, auch vor Asterion Folornfe, der einen etwas enttäuschenden vierten Platz belegte.

Nach dem Cheltenham Festival traf die Corona Pandemie mit voller Wucht und beendete faktisch die Saison an diesem Punkt, so dass für die National Hunt Pferde die Saison erst im Herbst wieder losging. Asterion Forlonge suchte sich mit seinem Wechsel in die Chase Disziplin zunächst ein Beginner Rennen in Punchestown aus. Im Roche Group At Vista Beginners Chase gewann er wie erwartet ziemlich locker, musste aber einige Schrecksekunden bei seinen Sprüngen erdulden und sah nicht immer so sauber wie erwartet aus. Das rächte sich dann beim Anheben des Niveaus im Gruppe  1 Matchbook Novice Chase auf dem Kurs in Limerick im Dezember, als er am fünfletzten Hindernis stürzte. Das Feld war dicht gepackt zu diesem Zeitpunkt und es bleib noch abzuwarten, ob sich Asterion Forlonge am Ende durchsetzen würde.

Man muss zugeben, dass Asterion Forlonge noch nie in seinen Rennen so richtig souverän bei seinen Sprüngen ausgesehen hat, da waren immer wieder einige wacklige Kandidaten dabei und es hat ihn nicht das erste Mal ein Rennen gekostet. Auf der anderen Seite ist er teilweise auch sehr schnell beim Überspringen der Hindernisse gewesen und er hat viel Potential, wenn er sich denn mal besser in die Rennen finden würde und seine Hindernis mit mehr Selbstvertrauen angreifen würde. Das klappte allerdings im Januar 2021 im Sky Bet Killiney Novice Chase überhaupt nicht und er stürzte schon an der ersten Hürde.

Leider lief es für ihn im Duell mit Monkfish im Flogas Novice Chase im Februar auch nicht besser für Asterion Forlonge, der schon wieder bei vielen Sprüngen nicht wirklich sauber aussah und am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel kam, weit abgeschlagen hinter dem lockeren Sieger – und auch wenn er sich im Duell mit Chantry House im Marsh Novices Chase  ordentlich schlug, wurde das Rennen erst durch den Sturz von Envoi Allen für den Rest geöffnet und mit 5 Längen Rückstand konnte Asterion Forlonge nicht davon profitieren.

Asterion Forlonge holte sich allerdings im April noch einen weiteren Platz im Gruppe 1 Underwriting Gold Cup und gewann danach das Copiers Novice Chase mit 14 Längen Vorsprung – trotz hohen Gewichts.

Bei seinem Saisondebüt im John Durkan Chase verdarb er sich selbst den Einstieg in die neue Saison mit einem Sturz an der drittletzten Hürde, denn zu diesem Zeitpunkt sah er noch wie einer der möglichen Sieger aus – seis drum, er kann hier sicher wieder einen der Plätze erreichen, mit dem Sieg wird es aber schwer.

 

Allaho: Der No Risk At All Sohn von Willie Mullins ist meiner Meinung nach die beste Chacnce des Trainers, in diesem Jahr erneut das Ryanair Chase zu gewinnen. Champion und Titelverteidiger Min ist in fragwürdiger Form, Racheal Blackmore als Jockey dafür so gut wie nie und Allaho hat ein nettes Profil in diesem Jahr gezeigt.

Wie so oft ist der No Risk At All Sohn ein Import aus Frankreich und wechselte 2018 nach Irland zu Millin, der ihn relativ schnell auf die Gruppenebene führte und dort im Gruppe 3 Surehaul Cup –  in Clonmel im Februar 2019 seinen ersten Erfolg hatte. Schnell ging es auch weiter, denn gerade einmal beim zweiten Start über Hürden lief er bereits beim Cheltenham Festival auf und belegte im Jahr 2019 dort im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle einen soldien dritten Platz und sah über weite Strecken auch wie der mögliche Sieger aus. Sieger wurde Minella Inod, den er zuvor in Clonmel hatte schlagen können, und die beiden sollten in dieser Saison auch noch einmal aufeinanderprallen, nämlich im Mai im Irish Daily Mirror Novice Hurdle, wo man darauf hoffte, dass Allaho die Form mit Minella Indo wieder drehen könnte – das gelang leider nicht, denn als Allaho unter Druck geriet, sprang er nach links über das Hindernis, verlor Momentum und musste den Sieger ziehen lassen, der auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung noch ordentlich Kraft übrig hatte. Trotzdem konnte Mullins mit seinem Schützling zufrieden sein, der auch nach der Sommerpause in der neuen Saison seine Form halten konnte.

Im Ballymaloe Foods Beginners Chase war Allaho wieder Favorit des Rennens, aber erneut sprang er in einer wichtigen Phase des Rennens nach links und gab dem Sieger zu viel Raum, der Allaho danach auf dem Run In die Tür vor der Nase zu machte, so dass Allaho zu allem Überfluss auch noch seine Linie wechseln musste und weiter an Momentum einbüßte, welches er bis zum Ziel nicht wieder aufbauen konnte. Als erster Start nach einer Pause und in einer neuen Disziplin ging das völlig in Ordnung, aber es war auch klar, dass da mehr kommen musste und die Fehler beim Springen ausgebügelt werden müssen.

Das mit dem Springen lief auch im Book Your Easter Festival Tickets Online @fairyhouse.ie Beginners Chase im Januar 2020 noch nicht so richtig rund, aber für ein Beginners Chase hatte Allaho wie zu erwarten einfach zu viel Klasse und auch wenn er nicht immer auf dem schnellsten Weg über die Hürden sprang, machte er unter Paul Townend 2 Hürden vor dem Ziel alles klar und gewann unangefochten mit mehr als 20 Längen Vorsprung.

Wieder lockte beim dritten Start in der Saison das Cheltenham Festival, dieses Mal in Form des RSA Insurance Novices‘ Chase, welches er sogar als Favorit antreten dürfte. Wer den Text bis hierhin gelesen hat, kann sich schon denken was kommt – das Springen war wieder das Problem. Allaho übernahm an der sechsten Hürde die Führung, prallete aber beim Springen gegen die 12te und geriet ins Straucheln, hielt sich aber im rennen, traf dann erneut die drittletzte Hürde und geriet wieder ins Straucheln und verchenkte auch an der letzten Hürde etwas an Momentum, aber das galt auch für Minella Indo, der wieder mit von der Partie war und Allaho nicht von der Seite wich.

Dass die beiden von Anfang an die Köpfe gegeneinander schlugen hat vermutlich die beiden auch ihren Sieg gekostet, denn 5 oder 6 Längen hinter ihnen ging Champ über die letzte Hürde-  und stürmte auf der Zielgeraden zwischen den beiden Konkurrenten hindurch und gewann das RSA. Das beste Finish des Cheltenham Festivals 2020 und eine absolut unglaubliche Leistung. Allaho und Minella Indo waren einfach zu müde um noch dagegen zu halten und Champ schien nur auf die Zielgerade gewartet zu haben – wow! Unbedingt als Replay ansehen!

Allaho sah man dann erst nach der extra langen Sommerpause wieder, als er im John Durkan Chase im Dezember 2020 auflief, aber das Rennen vergisst man besser schnell. Das was man durch den Nebel sehen konnte waren wieder die typischen Probleme beim Springen und dazu fehlte man ersten Start in der neuen Saison offensichtlich noch die Fitness.

Das besserte sich beim nächsten Start im Dezember im Savills Chase auf Gruppe 1 Ebene ein wenig, als er über 3m zwar wieder nicht sauber sprang, aber immerhin bis zum Ende durchhielt und einen vierten Platz erreichen konnte, wenn auch weit abgeschlagen von den Siegern und den ausbezahlten Plätzen. aber die Form stieg in der Saison weiter an und Allaho gewann danach das Horse & Jockey Chase in Thurles auf Gruppe 2 Ebene – allerdings startete er trotz der beiden Flops in der Saison als Favorit. Klar, das Savills Chase war vielleicht ein bisschen zu lang und im Nebel hat man wenig von ihm gesehen.

Im Horse & Jockey Chase erhielt er eine bequeme Führung und konnte das Feld mit einem eher gemütlichen Tempo über die Strecke führen, um dann mit einem Tempowechsel alles klar zu machen. Elimay ging mit ihm noch über die letzte Hürde, aber Paul Townend spornte Allaho kurz an und der setzte sich willig vom einzigen Verfolger an. Allerdings hat mir der letzte Sprung unter Druck wieder nicht gefallen und die heutigen Konkurrenten werden ihm definitiv das Rennen über zu schaffen machen. Springt er dann wieder so unsauber, wird es sehr sehr schwer – aber er ist noch recht frisch und „unexposed“ in seiner bisherigen Karriere und es würde mich wundern, wenn wir schon alles gesehen haben, zu dem er fähig ist.

 

Melon: Der Medicean Sohn ist  ein weiterer erfolgreicher Import aus Frankreich für  seinen Trainer Willie Mullins und wurde bereits 2015 nach Irland geholt, machte aber erst im Januar 2017 im Marquees Maiden Hurdle im Leopardstown sein Debüt.

Er gewann das 3291m Rennen auf gutem Untergrund mit Leichtigkeit gegen die durchaus solide Konkurrenz und hinterslies bereits bei der ersten Sichtung einen sehr guten Eindruck.

Die Form war noch schwer zu greifen vor dem Start im Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2017, trotzdem reichte die Reputation seines Trainers zusammen mit der Wahl von Ruby Walsh aus, um ihn als Favoriten zusammen mit Ballyandy in das Rennen starten zu lassen.
Er wurde dann im Endeffekt nur von dem überraschend stark auftretenden Labaik geschlagen und setzte sich vom dritten, River Wylde, mit über sechs Längen ab, was eine hervorragende Leistung war. Nur bei der letzten Hürde lief es nicht ganz rund für Melon und er verlor an Momentum, während Labaik an Tempo immer mehr aufnahm und auf den letzten hundert Yards locker davonzog, was das Rennen entschied.

Danach startete Melon als Favorit in das Herald Champion Novice Hurdle auf dem Kurs in Punchestown in Irland, wo er allerdings von seinem Stablemate Cilaos Emery knapp geschlagen wurde, der auf der Zielgeraden nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig hatte. Nach der Sommerpause zeigte sich Melon allerdings wieder vollständig erholt und konnte im Gruppe 2 WKD Hurdle die versammelte Konkurrenz zwischen den beiden letzten Hürden abschütteln. Unter anderem schlug er dabei Mick Jazz und Coquin Mans, so dass es kein wunder war, dass er auch im Unibet International Hurdle in Cheltenham einige Wochen später als Favorit auflaufen sollte. Dort konnte er allerdings gegen The New One und My Tent Or Yours nicht viel ausrichten und musste sich knapp 2 Längen hinter dem Sieger einreihen, was aber trotzdem eine sehr solide Leistung gewesen war. Schließlich hatte der Favorit einige Kilo weniger zu tragen und der Untergrund war recht aufgeweicht gewesen, was es Melon erschwerte zu vollem Potential aufzulaufen. Auch für Melon folgte der erste richtige Test dann im Irish Champion Hurdle gegen Faugheen und Supasundae, dieses Mal konnte Melon aber nicht auftrumpfen und zeigte zu viele Schwächen, um am Ende über den etwas enttäuschenden fünften Platz hinaus zu kommen.

Im Champion Hurdle Trophy darauf gab er aber dem haushohen Favorit Buveaur D’Air mächtig was zu tun und es hat nicht viel gefehlt und Melon hätte fast für eine haushohe Überraschung gesorgt. Sowohl der Kurs in Cheltenham schien ihm zu liegen als auch der weiche Untergrund, den er dort vorfand. Buveur D’Air hingegen fehlte seine bisherige Leichtigkeit und konnte nicht den beeindruckenden Show liefern, die von ihm erwartet worden war, sondern musste ganz klassisch mit einem Arbeitssieg vorlieb nehmen.

Melon startete danach im Gruppe 1 Punchestown Champion Hurdle im April und sollte dort eigentlich um den Sieg mitlaufen, kam aber am Ende zu Fall als er gerade dabei den zweiten Platz zu erkämpfen und auf den Führenden aufzuschließen. Melon sah wieder wie eine Große Gefahr für den Rest des Feldes aus und es war schade das er bei seinem Saisonabschluss fiel, denn nach der Sommerpause, als er im Dezember wieder kam, lief es nicht gerade rosig für Melon.

So scheiterte er beim Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Sharjah und Supasundae relativ deutlich und schien noch nicht seinen alten Rythmus zu finden, allerdings war der Boden in diesem Rennen auch schneller als alles, was er bisher so angegangen war und schneller Boden schien ihm nicht so zu liegen. Auch zwei Monate später im BHP Irish Champion Hurdle bekam er wieder nur gut bis weichen Boden serviert und wieder ermüdete Melon vorzeitig.

Er scheint aber definitiv eine Vorliebe für das Cheltenham Festival zu haben, denn wie schon im Vorjahr steigerte sich seine Form mit einem zweiten Platz im Champion Hurdle, allerdings hatte er nie die Chance an Wpsior D’Allen heranzukommen, der ihn locker mit 15 Längen abservierte, während Melon hart kämpfen musste um seinen zweiten Platz zu verteidigen, denn Silver Strek und Laurina saßen ihm im Nacken.

Im Gruppe 1 Aintree Hurdle im April stürzte er leider, startete dafür aber noch einmal in der alten Saison im Mai im Gruppe 1 Punchestown Champion Hurdle – und wurde glatt letzter der sieben Teilnehmer. Willie Mullins war überzeugt, dass Melon besser ist als er in der Saison zeigen konnte und das er der erste Sieg in Griffweite ist, und lies ihn noch einmal im Mia im Grande Course d’Auteuil in Frankreich starten. Auch in diesem Gruppe 1 Rennen hatte Melon allerdings keine Chance und belegte erneut den letzten Platz, die Saison 2019 war damit eine zum Vergessen abgesehen von zweiten Platz im Champion Hurdle

Nach der Sommerpause ging es in das Irish Stallion EBF Chase und damit das erste Mal in ein Chase Rennen, welches Melon hinter dem hoch talentierten Fakir D’oudrairies mit einem guten zweiten Platz beendete. Das zweite Chase Rennen über 3420m Rennen in Form des Paddy Power Beginners Chase gewann Melon dann gegen Gallant John Joe, allerdings musste er sich in seinem ersten Chase Gruppenrennen in Form des ERSG Arkle Novice Chase im Februar klar geschlagen geben und das gegen Notebook, der beim Cheltenham Festival am ersten Tag nicht den besten Eindruck hinterlassen hatte, was ein Grund zur Sorge war im Hinblick auf seinen Start im Marsh Novices Chase.

Das Gruppe 1 Rennen war mit Faugheen und Samcro sehr stark besetzte und der Sieg blieb Melon zwar verwehrt, allerdings denkbar knapp. Samcro ging als erster über die letzte Hürde und zog ein kleines Stück vor Melon, der im an den Hufen klebte, der sammelte sich aber und zog am Innengeländer gleich, und dann kurz vor Samcro, der aber ebenfalls Kontra gab und sich mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie schob.

Klasse Rennen und ich war sehr gespannt was in der neuen Saison so von Melon kommen würde – war aber ein wenig überrascht, dass sich konsequent an Rennen über 4000m gehalten wurde, wo doch das beste Rennen knapp unter 4000m produziert wurde. Im Gruppe 1 John Durkan Chase lief er deutlich besser mit seinem dritten Platz als nach der Pause erwartet worden wäre, das selbe galt für das Savills Chase im Dezember wo er mit einem dritten Platz unter 2 Längen Rückstand erneut deutlich besser lief als seine Quote hatte vermuten lassen. Mit fast 5000m Distanz war danach das Gruppe  1 Irish Gold Cup Rennen auf weichem Boden vielleicht ein wenig zu viel für Melon, der zunehmend ermüdete und mir gefällt der Rückschritt auf die 4100m hier sehr sehr gut!

 


Punchestown – 06.12.2015 – John Durkan Memorial Punchestown Chase – Pick: Djakadam

Pferderennen in Irland

01:50 John Durkan Memorial Punchestown Chase (Grade 1)

5yo+ | Distanz: 2m 4f | Untergrund: Schwer

Morgen um 09:00 Uhr deutscher Zeit steht noch eine Inspektion des Rennkurses auf dem Programm, da Irland – mit verlaub – gerade absäuft und die Rennkurse daher zum Zeit eher für die Freischwimmer denn die Rennpferde zu gebrauchen sind.

Bodenloser Untergrund wird daher wohl auch die entscheidende Rolle in diesem Feld spielen und Djakadam könnte nach seinen zwei Platzierungen in zwei Grade 1 Gold Cups auf teils sehr weichen Untergrund genau die Art von Ausdauer haben, die man braucht, um so ein Rennen gewinnen zu können, allerdings hatte er eine längere Pause und das letzte Saisondebüt verlief nicht gerade nach Plan, die kürzere Distanz aber sollte kein Problem sein wie er vor zwei Jahren in einem Grade 2 Chase Rennen bewiesen hat. Valseur Lido hat sein Saisondebüt dieses Jahr auch noch vor sich und hat über diese Distanz teils beeindruckende Ergebnisse abliefern können, allerdings ohne an die Form mancher anderer Starter heranzureichen, zumindest was die 2015er Form anbelangt. Gilgamboa ist wie die zwei Favoriten seit April nicht mehr gestartet, hat aber im Ryanair Gold Cup Chase ein beeindruckendes Rennen abgeliefert, läuft solide auf schwerem und weichem Untergrund und hat sein letztes Rennen nach einer Pause gewinnen können, was ihn zu einem der verlässlicheren Starter in diesem Feld macht. Foxrock könnte auf Grund der Leistungen der vergangen Saison mit etwas Steigerung hier durchaus für Gefahr sorgen, hat aber wie Hidden Cyclone, der noch nie ein Grade 1 Rennen gewinnen konnte, aber immer mit respektabler Leistung aufwartete, erst einmal viel aufzuholen. Mit einem 6 Längen Sieg in einem Grade 2 Rennen in Navan hat sich der Veteran Hidden Cyclone aber in eine gute Position gebracht, um einen weiteren Anlauf für den ersten Grade 1 Sieg zu unternehmen. Flemenstar, ein weiterer Veteran, ist mehrfacher Grade 1 Sieger, auch auf schwerem Untergrund, und hätte ein Rennen wie dieses in seiner Reichweite, wenn er nicht 2014 komplett ausgelassen hätte und die Form 2015 bisher unter seinem Niveau war, ob er dieses mit 10 Jahren noch einmal wiederfindet, steht aber in den Sternen. Clarcam hingegen ist noch jung und hat genug Zeit, die enttäuschende Leistung aus dem letzten Rennen vergessen zu machen, vermutlich aber nicht in diesem Rennen.

 

Gilgamboa ist ein verlässlicher Starter und wird mit dem Untergrund wahrscheinlicher klarkommen als Djakadam, der aber um einiges höher geratet ist und nur gegen die besten Pferde in seinen letzten Starts verloren hat. Bei gleichem Gewicht sollte er in der Lage sein, das Rennen hier zu gewinnen

 

Pick: Djakadam


pferdewetten-online.info testet und vergleicht laufend alle seriösen Buchmacher für Pferderennen und Pferdewetten Online.
Buchmacher für Pferdewetten | Buchmacher für Pferderennen | Pferderennen Live Streams | Pferderennen Ergebnisse | Pferdewetten Strategien | Pferdewetten Tipps
18+ Wetten Sie mit Verantwortung!