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29.01.2021 – Cheltenham – Paddy Power Cotswold Chase – Pick: Chantry House

Pferderennen in England

15:30  Paddy Power Cotswold Chase (Grade 2) (GBB Race) (Class 1)

Alter: ( 5yo+ ) | Distanz: 3m1½f (3m1f56y) (New)

Das Paddy Power Cotswold Chase bietet Chantry House nach seinem Flop im Ladbrokes King George VI Chase die Chance zurück auf die richtige Bahn zu kommen . Bei seinem Saisondebüt im November war er noch in Bestform und konnte die Konkurrenz um Meilen schlagen – nun ja, den eizigen Gegner, den es in diesem Rennen gab. The Big Breakaway hatte keine Chance gegen Chantry House, allerdings hielt die Form eben nicht beim King George VI, wo Chantry House niemals in das Rennen zu finden schien und bereits bei Beginn der letzten Runde angetrieben wurde. Das hielt natürlich nicht die übrige Distanz über und Chantry House beendete das Rennen vorzeitig. Bereits 2020 hatte Chantry House eine Niederlage im Dezember und gewann dann jedes der folgenden Rennen , inklusive des March Novice Chase beim Cheltenham Festiva.

Nun geht es allerdings außerhalb der Novice Rennen gegen bessere Konkurrenten in dieser Saion, so ganz sicher kann man sich also noch nicht sein, wie gut Chantry House sich schlagen wird – aber er ist sicher besser, als er im King George zeigen konnte.

Santini wechselte im Sommer zurück zu seiner ersten Trainerin überhaupt, Polly Grundy, und hatte seinen Einstand in einem Gruppe 3 Handicap in Cheltenham in dieser Saison mit einem abgeschlagenen vierte Platz, gewann aber dieses Rennen vorletztes Jahr – müsste aber in Bestform sein um Chantry House zu schlagen – und Polly Grundy hatte bisher nicht gerade viele Sieger über Hürden.

Chantry House: Der Yeats Sohn von Nicky Henderson begann seine Karriere 2018 mit einem PTP gegen Monkfish, von dem man ja in den folgenden Jahren eine Menge gehört hat und zu den besten seines Jahrgangs gehört. Chantry House warf seinen Jockey im ersten Rennen erst einmal direkt ab, aber nach weiterem Training gelang im nächsten Rennen im Dezember 2018 der erste Sieg.

Im März 2019 folgte noch ein weiterer Sieg in einem NHF Rennen, bevor es nach der Sommerpause bis zur Saison 19 20 langsam wirklich interessant wurde, startete Chantry House doch endlich über Hürden und konnte – wie erhofft – sein erstes Rennen in Cheltenham gleich gewinnen, und die kleine Marge von knapp einer Länge täuscht darüber hinweg, wie einfach das Ganze gelang.

Auch im nächsten Klasse 3 Novice Rennen zeige Chantry House eine gute Form und gewann mit fast 4 Längen Vorsprung, und mit zwei überzeugenden Siegen in Folge versuchte sich Gordon Elliot mit seinem Stammjockey Barry Geragthy beim Cheltenham Festvial im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle. Das Rennen hatte allerdings ein ganz anderes Niveau mit Shishkin, Asterion Forlonge und Abacadabras im Feld. Diese vier belegten auch die ersten vier Plätze, aber zwischen den ersten beiden und den anderen war ein massiver Unterschied, denn Shishkin und Abacadabras trennte am Ende nur ein Kopf nach einem sehr spannenden Duell den Hügel hoch, während die beiden anderen 11 Längen dahinter ins Ziel einliefen und keine Rolle um den Sieg spielten.

Chantry House wurde ziemlich eingenordet, aber was solls, er sah ohnehin nach einem besseren Chaser aus und genau in dieser Disziplin startete er nach der Sommerpause. Das erste Rennen im Ascot Racecourse Supports Safer Gambling Week Novices‘ Chase in Ascot im November geriet zum Kantersieg, als in den drei Starter Rennen der einzige ernstzunehmende Gegner in Pic D’Ohry an der drittletzten Hürde stürzte.

Chantry House scheiterte danach beim Versuch über fast 2m 5f auf weichem Boden nachzulegen und seinem Favoritenstatus gerecht zu werden, denn auf den letzten Metern ermüdete er doch zunehmend und musste die Sieger ziehen lassen. Allerdings kam er im Februar wieder mit einem Kantersieg über noch weitere Distanz zurück und gewann gegen Cocunut Splash mit fast 4 Längen – und steigerte sich noch einmal deutlich, um im Gruppe 1 Marsh Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival einen Sieg gegen Fursil Raffles feiern zu können.

In dem Rennen ging Cahntry House weit in die Kurven in dem Rennen und sprang nicht jede Hürde ideal, war trotzdem an den Führenden dran und konnte sich nach dem „Go“ an der drittletzten Hürde dann langsam an die Führung setzten, die der an der letzten Hürde immerhin schon mit zwei Längen Vorsprung verteidigte und mit einem sehr guten Sprung in dieser kritischen Phase besiegelte. Das war mit Sicherheit das beste Rennen von Chantry House bisher, der in diesem Rennen auch noch eines seiner Hufeisen verloren hatte – allerdings hatte er natürlich Glück, dass Envoi Allen sich selbst aus dem Rennen genommen hatte und damit erst ein so offenes Rennen ermöglich hatte

Chantry House hielt seine Form im Betway Mildmay Novices‘ Chase zwei Wochen später und gewann dominant, auch wenn er Glück hatte, dass der einzige echte Konkurrent an der vorletzten Hürde stürzte und Chantry House mit einer 15 Längen Führung alleine lies. Aber auch so gehe ich davon aus, dass Chantry House das Rennen gewonnen hätte.

Das Saisondebüt im John O’Leary Memorial Future Stars Intermediate Chase war ein wenig seltsam, schließlich war es am Ende ein Matchrace, welches Chantry House wie erwartet locker gewann, was wenig wirkliche Form für die Saison gab – die wurde das erste Mal im King George VI Chase im Dezember getestet.

Das Rennen am Boxing Day nach Weihnachten ist notorisch schwer besetzt, trotzdem war Chantry House der Favorit des Rennens, und das obwohl Schwergewichte wie Frodon, Mindello Indo oder Asterion Forlonge mit von der Partie waren. Am Ende floppten sowohl Minnella Indo als auch Chantry House und Asterion Forlonge stürzte,…. ja, es war eines dieser Rennen.

Auch Chantry House nahm die meisten Hürden nicht wirklich solide und hatte einige knappe Sprünge mit dabei, stürzte aber nicht, sondern kam Ausdauer mäßig unter Druck in der letzten Runde und konnte nur unter der Motivation seines Jockeys den Anschluss halten, jedenfalls kurzzeitig – am Ende war aber absehbar, dass es nicht reichen würde und Chantry House brach das Rennen an der zwölften Hürde ab.

Wenn er auch nur halbwegs wieder in Form ist, sollte er hier gewinnen – und das King George hat schon einige Favoriten in den letzten Jahren einen schlechten Tag beschwert, also noch kein Grund graue Haare zu bekommen.

Tipps zum Rennpferd: Steigerte sich letztes Jahr zum Cheltenham Festival immens und steig stark in die neue Saison ein, hatte aber einen Aussetzer  im King George VI Stakes Ende Dezember.

Ich kann mir gut vorstellen, dass er hier und heute zur Form zurückfindet – die Konkurrenz sieht machbar aus und das Rennen ist deutlich

Simply The Betts: Der Arcadio Sohn von Trainer Paul Nicholls startet am  Anfang für Trainer  Harry Whittington- und wurde ganze drei Jahre vor seinem ersten Start kastriert! „2017 machte Simply The Betts dann sein Debüt in Marmekt Rasen mit einem Sieg in einem NHF Rennen und ging danach direkt in die Hürdenrennen, bis auf die Gruppenebene im Cheltenham Festival 2018 hoch, wo er im Supreme Novices Hurdle startet – aber natürlich als Außenseiter unter ferner liefen platzierte.

Zu Beginn seiner zweiten Saison konnte sich Simply The Betts in seinem Maidenrennen endlich seinen ersten Sieg sichern und legte in einem Handicap auf Klasse 4 Niveau noch einmal nach – schaffte aber wieder den Sprung auf höheres Niveau nicht und lies 2019 das Cheltenham Festival dieses Mal aus.

In der Saison 2019/20 kam er aber nach 340 Tagen Pause in der Chase Disziplin zurück – und dieser Schritt zahlte sich extrem aus! Direkt beim ersten Rennen in Chepstow gewann Simply The Betts mit 4 Längen über 2m und lege danach in Newcastle auf schwerem Boden gleich noch einmal nach, bevor er in Kempton beim ersten Versuch über 2m4f einen zweiten Platz belegte.

Dafür gelang der zweite Versuch über 2m4f auf besserem Niveau in Cheltenham im Januar 2020 mit einem Sieg, und beim Cheltenham Festival selber folgte dann auch der erste Sieg bei einem Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Brown Advisory & Merriebelle Stable Plate Handicap Chase. Simply The Betts hatte einen starken Lauf die Zielgerade hinunter und konnte sich nach der letzten Hürde knapp Happy Diva erwehren.

Beim Saisondebüt für die Saison 2020/21 im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase in Cheltenham zeigte Simply The Betts allerdings keine gute Form und ermüdete schnell, zudem waren nicht alle Sprünge sauber, und das sollte dann auch schon der letzte Start für Simply The Betts in der aktuellen Saison sein – Danach gab es nämlich eine OP an der Windröhre und einen Trainerwechsel zu Paul Nicholls, der Simply The Betts 364 Tage späte i November wieder nach Cheltenham schickte – aber weder im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase noch im Unibet Many Clouds Chase danach in Aintree viel Erfolg mit seinem Neuzugang hatte. Simply The Betts sah in beiden Rennen nicht gut aus, steigerte sich dann aber im Paddy Power New Year’s Day Handicap Chase im Januar mit einem zweiten Platz unter hohem Gewicht.

Er war vor zwei Jahren in immenser Form in den Chase Rennen und hatte eine Menge Potential – wenn das wieder kommen sollte, können wir uns auf das Festival mit ihm freuen – aber bisher verläuft die Saison vermutlich unter den Erwartungen von Trainer Paul Nicholls.

Tipps zum Pferd:

War 2019 in bestechender Form in den Chase Rennen, floppte danach aber hart und scheint sich erst langsam zur Form zurück zu kämpfen. Abwarten

Aye Right: Der Yeats Sohn von Harriet Graham läuft immer noch seinem ersten Sieg in einem Gruppenrennen hinterher, hatte einige Platzierungen auf diesem Niveau und zulezt sogar einen Sieg in einem Black Type Rennen – dem Betfair Exchange Rehearsal Handicap Chase auf Listed Ebene in Newcastle, wo er mit viel Herz seine Führung gegen Good Boy Bobby verteidigte.

Das war der erste Sieg seit Januar 2020 und davor September 2018, und erst der zweite Chase Sieg überhaupt – aber 50% seiner Chase Rennen hat er unter den ersten drei abgeschlossen und über Hürden waren es sogar 10 von 12 die unter den ersten zwei beendet hat – auch wenn natürlich nicht auf dem heutigen Niveau. Trotzdem ist er immer einer, den man gerne das auffüllender Plätze auf dem Schirm haben muss

Tipps zum Pferd:

Wenig Siege aber bemerkenswert konstant beim Preisgeld. Immer einer für die Trifecta, auch wenn er oft nicht in Schlagreichweite zu den Siegern ist.

 Santini: Der Milan Sohn startet seit Dezember für Polly Gundry und war vorher lange bei Nicky Henderson, allerdings wurde er gerade am Anfang seiner Karriere zwischen den Trainern ein wenig hin- und hergereicht. Erst war er bei Polly Gundry, dann bei Henderson, dann bei Ed Walker, der ihn 2017 in Didmarton starten lies. Nun also wieder zurück bei seiner ersten Trainerin,  die ihn im Dezember in Cheltenham in einem Gruppe 3 Handicap starten lies, wo er immerhin einen – ziemlich abgeschlagenen – vierten Platz belegte.

Er war letztes Jahr zweiter beim Cheltenham Gold Cup und gewann dieses Rennen hier gegen Bristol De Mai vor 12 Monaten, allerdings besorgt es mich ein bisschen, dass er von seinem Star Trainer Henderson zurück zu Polly Grundy gewechselt ist…

Seine Karriere begann 2017 und sein erstes Rennen für Ed Walker  gewann Santini mit absoluter Leichtigkeit, so dass der gleich wieder zurück zu Nicky Henderson wechselte, der ihn im Dezember des selben Jahres zum nächsten Sieg in Newbury führte.

Er schlug dabei Chef Des Obeaux locker, der ein aussichtsreicher Kandidat für das Cheltenham Festival 2018 war, und Nicky Henderson lies keine Zeit verstreichen und schickte seinen Santini zum Test in das Gruppe 2 Ballymore Classic Novices‘ Hurdle, wo er über die 2m4f auf schwerem Bode das erste Mal Bekanntschaft mit dem Kurs in Cheltenham machte – und sofort seine Leidenschaft für diesen Kurs entdeckte.

Satini hatte in dem Gruppe 2 Rennen einige harte Konkurrenten gegen sich, sprang die Hürden aber alle souverän und profitierte an der letzten Hürde von einem Fehler des bisherigen Front Runners Black OP, der Santini damit ermöglichte ihn zu überholen und sich auf den letzten Metern der Strecke abzusetzen. Black Op gab nicht auf und kämpfte beneidenswert um jeden Zentimeter, aber Santini hatte seine Nummer und hielt ihn unter hartem Ritt seines Jockeys Jeremiah McGrath den Konkurrenten auf knapp einer Länge Abstand.

Diese Leistung machte Santini dann auch gleich zum Favoriten für das Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2018, allerdings wurde das Novice Rennen wie so oft von den Außenseitern dominiert, niemand hätte wohl vor dem Rennen auf dem Schirm gehabt, dass Killbricken Storm und Ok Coral das Renen gewinnen würden. Der 33/1 Außenseiter Killbricken Storm setzte sich zwischen den letzten beiden Hürden an die Front und nach dem letzten Sprung zog er glatt davon OK Coral nahm die Verfolgung auf, in seinem Schatten Santini, der wieder unter Nico De Boinille alles gab um die anderen noch einzuholen, dafür aber einfach nicht die Kraft hatte und sich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben musste.

Santini startete dann im April noch einmal im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle über 3m und traf dort auch wieder auf seinen Cheltenham Bezwinger Ok Coral, der allerdings wenig für den Eindruck tun konnte, dass seine Leistung beim großen Festival nur eine Einagsfliege war. Ganz im Gegensatz zu Santini, der seine Niederlage rächen konnte und das obwohl er sein Hufeisen am Hinterlauf während des Rennens verlor – trotzdem schaffte es Santini sich nach der letzten Hürde an die Führenden heranzukämpfen und auf den letzten 50 Yards durchzusetzen – eine beeindruckende Leistung mit dem Handicap, auch wenn die Konkurrenz rund um OK Coral und Chef Des Obeaux nicht die stärkste war.

Mit dem ersten Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in die Sommerpause, die im Dezember 2018 im Gruppe 2 Ladbrokes Novices‘ Chase beendet wurde. Damit wechselte Santini nach einer durchaus erfolgreichen Saison bereits zu den Chase / Verfolgungsrennen, und die Entscheidung schien zunächst durchaus richtig gewesen zu sein, denn Santini feierte im Ladbrokes Novices‘ Chase gleich einen erfolgreichen Einstand. Der Cheltenham Held Killbricken Storm floppte leider in diesem Rennen und man konnte sich fragen, wie viel die Form aus dem ersten Chase Sieg für Santini wert sein würde, vor allem weil er beim zweiten Versuch über 4828m im Gruppe 1 32Red Kauto Star Novices‘ Chase von La Bague Au Roi und Topofthegame klar geschlagen wurde. Santini war eigentlich als klarer Favorit in das Rennen gestartet,verlor aber bereits an der drittletzten Hürde den Anschluss an die beiden Sieger und holte auch an den letzten beiden Hürden und dem Zieleinlauf nicht weiter auf – eine eher moderate Leistung, die so gar nicht zu den Favoitenansprüchen im RSA Chase passen wollten – trotzdem ging Santini beim Cheltenham Festival als Co-Favorit an den Start, noch vor seinem Bezwinger Topofthegame. Der eigentliche Favorit Delta Work wurde am Ende Dritter, aber auch Santini musste sich am Ende wieder Topofthegame geschlagen geben, wenn auch nur knapp mit einer halben Länge – und mit einer sehr guten Begründung: Santini verlor während des Rennens erneut ein Hufeisen, dieses Mal an einem der Vorderhufe – was sicher ein Grund dafür war, dass Santini auf den letzten 180 Yars nicht noch einmal beschleunigen konnte.

Viel Pech also fü Santini in der Saison 18/19, dafür war der Start in die Saison 2019/20 mit einem Sieg im 4862m Virgin Bet Future Stars Chase – und viel wichtiger – danach beim Gruppe 1 Cotswold Chase durchaus vielversprechend. In dem Rennen musste Santini auf dem Kurs in Cheltenham gegen Bristol De Mai und Slate House ran, und gerade Bristol De Mai wollte absolut nicht von Santinis Seite weichen. Dabei kanterte Santini nach der drittletzten Hürde an die Front und es sah alles danach aus, als ob der das Rennen locker gewinnen würde, aber Bristol De Mai sprang die beiden letzten Hürden besser, während Santini gerade an der vorletzte Hürde faktisch mit allen vieren landete und danach neu Alauf nehmen musste. Die beiden Sprünge kosteten Santini einiges und gaben Bristol De Mai mi seinen besseren Sprüngen die Möglichkeit auf den Sieg und Nico De Boinville musste alles geben um seinen Schützling zu Sieg zu reiten.

Damit hat Sanitni einen wichtigen Sieg feiern können und war für den Cheltenham Gold Cup 2020 ideal vorbereitet und dürfte hinter Al Boum Photo als ein der der Favoriten für das große Rennen starten. Sanitini und Al Boum Photo lieferten sich dann am Ende auch das Duell des Rennens, ein bisschen Mitleid konnte man mit Santini am Ende aber haben – er hatte sich tapfer an der Front des Rennens zusammen mit Al Boum Photo gehalten, wollte dann unter Nico De Boinville den Tempowechsel nicht so recht mitgehen und verlor ein oder zwei Längen, und in diese Lücke setzte sich Lostintranslation an der letzte Hürde, so dass Santini in die Mitte der Bahn wechseln musste und dadurch noch weiter zurückfiel (ca. 3-4 Längen) und mit seinem beeindruckenden Schlusssprint dann eine Nase zu kurz kam. Das hätte ohne Lostintranslation der Sieg werden können!

Bei seinem Saisondebüt im Dezember im Many Clouds Chase nach neun Monaten Corona bedingter Pause kämpfte Santini mit dem Außenseiter Lake View Lad um den Sieg, musste sich am Ende aber überraschend mit einer Länge Rückstand geschlagen geben – die lange Pause hinterließ ihre Spuren und Kempton beim King George VI Chase im Dezember 2020 war eine Nummer zu schnell für ihn. Die Distanz von 4828m war vielleicht sogar ein wenig zu kurz, dazu der Boden recht schnell.

Beim Gold Cup 2020 waren es fast 500m mehr bei gleich schnellem Boden, bei seinen Siegen waren es eher 5000m und weicher bis schwerer Boden – also waren die Hoffnungen groß, dass er im Virgin Bet Cotsworl Chase auf schwerem Boden genau die Voraussetzungen vorfinden würde, die er braucht um wieder in Form zu kommen – aber auch dort auf Gruppe 2 Ebene ermüdete. Also doch wieder schnellerer Boden und noch längere Distanz wie beim WellChild Cheltenham Gold Cup Chase (Grade 1) im März? Nicht wirklich, denn während Santini 2020 den Sieg nur knapp verpasste, musste er 2021 eine klare Niederlage einstecken nachdem er einige haarsträubende Sprünge gezeigt hatte und das Rennen dann vorzeitig beendete.

Nach der Sommerpause ging es dann zurück zu seiner allererste Trainerin – Polly Grundy, die ihn zwar ganz am Anfang trainierte, aber nie auf die Rennstrecke schicken konnte. Das holten die beiden dann im Dezember 2021 nach, als Sanitni in das Gruppe 3 Betfair Handicap Chase ging – unter immens hohem Gewicht, schließlich war er in deutlich besseren Rennen erfolgreich gewesen. Das hohe Gewicht forderte allerdings seinen Tribut und Santini wurde auf den letzten Metern zunehmend schwächer, nach der vorletzten Hürde war eigentlich schon klar, dass er den Anschluss nicht würde halten können und Santini musste sich mit einem vierten Platz zufrieden geben.

Heute unter fairem Gewicht könnte das wieder anders aussehen, gerade wenn Chantry House nicht wieder zur Form zurückfindet – allerdings hat er eben auch Nicky Henderson verlassen und ist zu Polly Grundy gegangen – die eben längst nicht so erfolgreich ist wie Henderson.


23.01.2022 -Thurles – Horse & Jockey Hotel Chase – Pick: Allaho

Pferderennen in Irland

16:15 Horse & Jockey Hotel Chase  (Grade 2)

Distanz: 2m4½f (2m4f63y)  |Alter: (6yo+) | Untergrund: Gut bis Weich

 

Kleines „vier Pferde“ Rennen, in dem eigentlich alles klar zu sein scheint – Allaho ist der Sieger, Fakir dahinter und Notebook gegen Battleoverdoyen dahinter – Allaho gewann letztes Jahr die Ryanair Chase und machte zuletzt im John Durkan Memorial Punchestown Chase kurzen Prozess mit Fakir D’Oudairies. Der hat Potential, aber nur einen Sieg in der letzten Saison und zieht immer den kürzeren gegen Allaho.

Notebook war mal gut, ist aber eher am Ende seiner Karriere (trotz des Achtungserfolges in der Fortia Chase im November), während Battleoverdoyen immer noch den Anschluss an die Spitzengruppe sucht. Der letzte Lauf gegen Envoi Allen in einer Art Matchrace war nicht schlecht, aber auch nicht gut genug um ihn in die Reihe der Favoriten für das Cheltenha Festival zu bringen, in der zum Beispiel Allaho spielt.

Ich kann es drehen wie ich will – unter fast identischen Bedingungen wie das letzte Mal im Dezember sollte Allaho heute wieder gewinnen!

 

Allaho: Der No Risk At All Sohn startet für Willie Mullins und konnte einen sehr erfolgreichen Start in die neue Saison für sich verbuchen, als er im Dezember in Punchestown gegen Fakir D’Oudaries und Envoi Allen verbuchen konnte. Natürlich hat er unter den selben Gegebenheiten wieder exzellente Chancen auf den Sieg, auch wenn die Konkurrenz heute besser in Form sein könnte

Wie so oft ist der No Risk At All Sohn ein Import aus Frankreich und wechselte 2018 nach Irland zu Mullins, der ihn relativ schnell auf die Gruppenebene führte und dort im Gruppe 3 Surehaul Cup –  in Clonmel im Februar 2019 seinen ersten Erfolg hatte. Schnell ging es auch weiter, denn gerade einmal beim zweiten Start über Hürden lief er bereits beim Cheltenham Festival auf und belegte im Jahr 2019 dort im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle einen soliden dritten Platz und sah über weite Strecken auch wie der mögliche Sieger aus. Sieger wurde Minella Indo, den er zuvor in Clonmel hatte schlagen können, und die beiden sollten in dieser Saison auch noch einmal aufeinanderprallen, nämlich im Mai im Irish Daily Mirror Novice Hurdle, wo man darauf hoffte, dass Allaho die Form mit Minella Indo wieder drehen könnte – das gelang leider nicht, denn als Allaho unter Druck geriet, sprang er nach links über das Hindernis, verlor Momentum und musste den Sieger ziehen lassen, der auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung noch ordentlich Kraft übrig hatte. Trotzdem konnte Mullins mit seinem Schützling zufrieden sein, der auch nach der Sommerpause in der neuen Saison seine Form halten konnte.

Im Ballymaloe Foods Beginners Chase war Allaho wieder Favorit des Rennens, aber erneut sprang er in einer wichtigen Phase des Rennens nach links und gab dem Sieger zu viel Raum, der Allaho danach auf dem Run In die Tür vor der Nase zu machte, so dass Allaho zu allem Überfluss auch noch seine Linie wechseln musste und weiter an Momentum einbüßte, welches er bis zum Ziel nicht wieder aufbauen konnte. Als erster Start nach einer Pause und in einer neuen Disziplin ging das völlig in Ordnung, aber es war auch klar, dass da mehr kommen musste und die Fehler beim Springen ausgebügelt werden müssen.

Das mit dem Springen lief auch im Book Your Easter Festival Tickets Online @fairyhouse.ie Beginners Chase im Januar 2020 noch nicht so richtig rund, aber für ein Beginners Chase hatte Allaho wie zu erwarten einfach zu viel Klasse und auch wenn er nicht immer auf dem schnellsten Weg über die Hürden sprang, machte er unter Paul Townend 2 Hürden vor dem Ziel alles klar und gewann unangefochten mit mehr als 20 Längen Vorsprung.

Wieder lockte beim dritten Start in der Saison das Cheltenham Festival, dieses Mal in Form des RSA Insurance Novices‘ Chase, welches er sogar als Favorit antreten dürfte. Wer den Text bis hierhin gelesen hat, kann sich schon denken was kommt – das Springen war wieder das Problem. Allaho übernahm an der sechsten Hürde die Führung, prallete aber beim Springen gegen die 12te und geriet ins Straucheln, hielt sich aber im rennen, traf dann erneut die drittletzte Hürde und geriet wieder ins Straucheln und verschenkte auch an der letzten Hürde etwas an Momentum, aber das galt auch für Minella Indo, der wieder mit von der Partie war und Allaho nicht von der Seite wich.

Dass die beiden von Anfang an die Köpfe gegeneinander schlugen hat vermutlich die beiden auch ihren Sieg gekostet, denn 5 oder 6 Längen hinter ihnen ging Champ über die letzte Hürde-  und stürmte auf der Zielgeraden zwischen den beiden Konkurrenten hindurch und gewann das RSA. Das beste Finish des Cheltenham Festivals 2020 und eine absolut unglaubliche Leistung. Allaho und Minella Indo waren einfach zu müde um noch dagegen zu halten und Champ schien nur auf die Zielgerade gewartet zu haben – wow! Unbedingt als Replay ansehen!

Allaho sah man dann erst nach der extra langen Sommerpause wieder, als er im John Durkan Chase im Dezember 2020 auflief, aber das Rennen vergisst man besser schnell. Das was man durch den Nebel sehen konnte waren wieder die typischen Probleme beim Springen und dazu fehlte man ersten Start in der neuen Saison offensichtlich noch die Fitness.

Das besserte sich beim nächsten Start im Dezember im Savills Chase auf Gruppe 1 Ebene ein wenig, als er über 3m zwar wieder nicht sauber sprang, aber immerhin bis zum Ende durchhielt und einen vierten Platz erreichen konnte, wenn auch weit abgeschlagen von den Siegern und den ausbezahlten Plätzen. aber die Form stieg in der Saison weiter an und Allaho gewann danach das Horse & Jockey Chase in Thurles auf Gruppe 2 Ebene – allerdings startete er trotz der beiden Flops in der Saison als Favorit. Klar, das Savills Chase war vielleicht ein bisschen zu lang und im Nebel hat man wenig von ihm gesehen.

Im Horse & Jockey Chase erhielt er eine bequeme Führung und konnte das Feld mit einem eher gemütlichen Tempo über die Strecke führen, um dann mit einem Tempowechsel alles klar zu machen. Elimay ging mit ihm noch über die letzte Hürde, aber Paul Townend spornte Allaho kurz an und der setzte sich willig vom einzigen Verfolger ab.

Dann kam der große Test im Ryanair Chase, wo er nach zwei Siegen in Folge als Favorit vor Dauerkonkurrent Fakir D’Oudairies starten dürfte – und auch wie zu erwarten ein super Rennen lief.  Allaho zeigte dieses Mal keine Schwäche beim Springen und nahm die Hindernisse allesamt sehr sauber, übernahm die Führung des Rennens ab der dritten Hürde und setzte ein ordentliches Tempo, setzte sich mit einem sehr guten Sprung an der drittletzten Hürde weiter ab und machte nach der vorletzten Hürde dann alles klar. 12 Längen betrug sein Vorsprung am Ende und man kann Allaho nach dieser Spitzenleistung (ein neuer Rekord wurde nur um 1,4 Sekunden verpasst!) verzeihen, dass er im Champon Chase in Punhestown im April über etwas zu kurze 2m „nur“ einen zweiten Platz erringen konnte und von Chacun Pour Soi geschlagen wurde.

Aus der Sommerpause jedenfalls kam Allaho mit einem Sieg gegen Envoi Allen und Fakir D’Oudairies zurück, indem er das John Durkan Memorial Punchestown Chase souverän für sich entscheiden konnte.

Ohne extrem hochklassige Konkurrenz gehe ich hier davon aus, dass er erneut in der Lage sein wird, Fakir D’Oudaries auf die Plätze zu verweisen.

Fakir D’oudairies:  Supreme Novices 2019 – vierte Platz, Arkle 2020 – zweite Platz, Ryanair 2021 zweite Platz  – jedes Jahr ist Fakir D’oudaries erfolgreich bei dem großen Cheltenham Festival und sein Weg dahin ist meistens ebenfalls echt erfolgreich – allerdings muss man sagen, dass er in der letzten Saison nur einen Sieg feiern konnte, beim Marsh Chase in Aintree – nach dem Festival- dafür aber auch nur in einem einzigen Rennen außerhalb der ersten drei war, und das 3m Savills Chase im Dezember auf sehr weichem Boden war letztes Jahr vielleicht einfach ein wenig zu früh gekommen. Aber dieses Jahr hat er seinen ersten Sieg bereits feiern können und war danach nur knapp an einer Platzierung im John Durkan Memorial Punchestown Chase vorbei gelaufen – da das Feld heute klein ist und Allaho der klare Favorit, denke ich, wird Fakir D’Oudaries wieder um den zweiten Platz kämpfen

Der Kapgarde Sohn von Trainer Joseph O’Brien ist ein sehr interessanter Starter in diesem Feld. Seine Karriere auf dem Flat war eher überschaubar, über Hürden konnte er allerdings schon zeigen was er kann und einige hoch gehandelte Rennen gewinnen oder fast gewinnen. So gewann er das JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle 2019 mit einem beeindruckenden Lauf nach der drittletzten Hürde, der Rest des Feldes hatte keine Chance sich an seine Fersen zu heften als Fakir D’oudairies sich auf dem Weg zu seinem 13 Längen Sieg machte. Beim Cheltenham Festival 2019 nahm Fakir D’oudairies dann am Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle als Joint Favorite teil, konnte das hohe Tempo aber während des Rennens teilweise nicht mitgehen und geriet ins Hintertreffen. gerade an der drittletzten Hürde wo das Tempo immer weiter anzog  -blieb aber trotzdem dran und holte sich zumindest einen vierten Platz am Ende, was eine gute Leistung in diesem stark besetzten Rennen war. Auch im Gruppe 1 Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle über 2m1f  im April sammelte sich Fakir D’oudairies gegen Ende des Rennens noch einmal und setzte zum Angriff auf Pentland Hills an – und ihn fast noch eingesammelt, aber am Ende fehlte dann doch noch ein Nacken.

Er startete dann noch einen Monat später im AES Champion Hurdle im Mai 2019 über 3219m gegen Fusil Raffles und French Made, musste sich aber erneut mit dem zweiten Platz zufrieden geben, als Fusil Raffles sich auf der Zielgeraden von ihm absetzte, dieses Mal war die Niederlage etwas klarer, aber der zweite Platz war für Fakir D’oudairies trotzdem sicher.

Nach der Sommerpause ging es für Fakir D’oudairies wie für viele seiner Altersgenossen in die Chase Rennen, welche er mit einem Sieg im November im Irish Stallion EBF Chase feiern konnte. Das Rennen war mit Konkurrenten wie Melon extrem hart besetzt und hätte auch gut und gern ein Gruppenrennen sein können, so viele Konkurrenten von guter Klasse hatten sich eingefunden, aber natürlich war der Fokus auf dem Gruppensieger und zweiten des Champion Hurdle 2019 Melon konzentriert. Dieser lief auch ein hervorragendes Rennen, aber am Ende gewann Fakir D’oudairies mit drei Längen Vorsprung und sicherte sich einen wichtigen Chase Sieg. Da war der Gruppe 1  Sieg im Drinmore Novice Chase im Dezember schon fast Nebensache, vor allem nachdem der einzige Konkurrent auf dem Papier, Samcro an der vorletzten Hürde stürzte und Fakir D’oudairies alleine an der Front lies. Nach dem Sturz des Konkurrenten Samcro, der augenscheinlich dabei war ihm ihm das Leben schwer zu machen, ging es nur noch darum die letzte Hürde sauber zu nehmen und das Rennen nach Hause zu bringen.

Den Gefallen taten ihm die Konkurrenten im Racing Post Novice Chase im Dezember nicht, als er gegen Notebook und Laurina ran musste. Laurina war nicht der Rede wert in diesem Rennen und musste früh zurückstecken, aber Notebook erweis sich als harter Konkurrent, der auf der Rückgeraden den Angriff von Fakir D’oudairies annahm und nicht beiseite wich. Im letzten Turn war Royal Rendevouz noch direkt neben Notebook und Fakir D’oudairies, vor der letzten Hürde hatte Notebook sich aber einen kleinen Vorsprung gesichert und besiegelte seinen Sieg über Fakir D’oudairies mit einem schnellen kraftvollen Sprung über die letzte Hürde. Hätte Mark Walsh nicht sein Steigeisen verloren zwischen den letzten beiden Hürden, wer weiß, vielleicht hätte Fakir D’oudairies auch dieses Rennen gewinnen können? Die Frage stellte sich allerdings beim nachfolgenden Savills Chase bei einem Versuch über 3m erst gar nicht, denn da konnte Fakir D’Oudaries keinen Stich landen und musste sich klar geschlagen geben, als er das Rennen an der vorletzten Hürde vorzeitig beenden musste.

Im nachfolgenden Dublin Chase über deutlich kürzere Distanz war Fakir D’Oudaries aber wieder da und konnte sich hinter dem herausragenden und lockeren Sieger Chacun Pour Soi einen guten zweiten Platz sichern. An der letzten Hürde sah es noch so aus, als ob er dem Favoriten Probleme bereiten könnte, aber als Chacu Pour Soi dann Gas gab, war er doch auf und davon und lies den anderen den Kampf um die ausbezahlten Plätze.

Fakir D’Oudaries lief besser als von ihm erwartet worden war und konnte seine Form dann beim Cheltenham Festival beim Ryanair Chase noch einmal bestätigen. In dem Rennen lief Allaho die Konkurrenz als Pacesetter in Grund und Boden und konnte am Ende mit 12 Längen gewinnen, Fakir D’oudairies lief aber ein großartiges Rennen indem er vor dem Einbiegen in die Zielgerade begann Boden gut zu machen und unter einem extrem langen Drive seines Jockeys Marc Walsh sich noch einen zweiten Platz sichern konnte. Das war ein Kraftakt, den er allerdings gut weg gesteckt hatte – denn im April, nur drei Wochen später gewann Fakir D’Oudaries mit Leichtigkeit das Marsh Chase (Melling Chase) und setzte sich schon vor der letzten Hürde deutlich von seinen Verfolgern a und konnte einen komfortablen Sieg feiern.

Beim Saisonabschluss über 3m im Gruppe 1 Ladbrokes Punchestown Gold Cup hatte man wieder den Eindruck, dass 3 ein wenig zu weit ist für Fakir D’oudaries, der ab der drittletzten Hürde stückweise weiter zurückfiel und sich nicht an die Hufe von Al Bom Photo und Clan Des Obeaux heften konnte.

Dafür gelang der Einstand in die neue Saison im Gruppe 2 Clonmel Oil Chase umso besser – das mit drei anderen Konkurrenten besetzte Rennen sollte eigentlich einen echten Test für Fakir D’oudairies darstellen, aber der Patrick O’Brien Schützling hatte bereits auf der Rückgeraden die Nase voll und übernahm die Führung 2 out und stürmte danach davon – das war immens beeindruckend, wurde von der Form her aber beim nächsten Duell mit Allaho im John Durkan Memorial Punchestown Chase etwas zurechtgerückt – einige schlechte Sprünge machten Fakir D’oudairies zu schaffen und er verlor immer wieder Boden auf die Pacemaker, so dass er trotz weiterer Bemühungen beim Run-In nicht über einen vierten Platz hinaus kam.

Allaho hat ihn locker mit acht Längen geschlagen im letzten Rennen und der Konkurrent hatte bisher meistens die Nase vorn, so dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sich die Platzierungen heute drehen werden.

Notebook: Der Samum Sohn von Trainer Henry De Bromheadbegann seine Karriere im Jahr 2017 in Tinahely, aber so richtig interessant wurde seine Karriere erst, als er begann über Hürden zu starten. Seinen ersten Start in einem Maidenrennen hatte er im Oktober 2018 in Wexford im Casey Cattle Slats Maiden Hurdle, wo er immerhin Zweiter wurde, wie auch im nachfolgenden I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle, aber im dritten Anlauf gelang ihm dann über Hürden auch der erste Sieg im Januar 2019 in Tramore, was ihm direkt den Weg zum Gruppe 3  BetVictor Michael Purcell Memorial Novice Hurdle eröffnete. In dem Rennen ging Notebook zusammen mit Denwork und Dream Conty als Favorit an den Start, generell war das Rennen ziemlich offen trotz kleines Feldes und Notebook schlug sich recht tapfer in dem Rennen.

An der sechsten Hürde wurde er durch den stürzenden Harry etwas behindert, fing sich aber und lief bis zur vorletzten Hürde um den Sieg mit, dann aber setzte sich der spätere Sieger Go Another One vom Feld ab und auch Notebook schaffte es nicht, sich an seine Fersen zu heften und auch beim Cheltenha Festival 2019 im Ballymore Novices‘ Hurdle (Grade 1) (Registered As The Baring Bingham) hatte Notebook keine Chance um den Sieg mitzulaufen. So richtig erfolgreich war die erste Saison über Hürden nicht, aber immerhin konnte sich Notebook bei seinem letzten Start in der Saison im SalesSense International Novice Hurdle im Mai 2019 wieder einen zweiten Platz sichern, wenn auch erneut weit hinter dem Sieger.

So richtig glücklich schien Notebook über Hürden nie zu sein und es war kein Wunder, dass er direkt nach seiner Sommerpause in Chase Rennen startete, und nicht mehr sein Glück in den Hürdenrennen suchte. Sein erster Versuch im Ladbrokes Where The Nation Plays Beginners Chase in Punchestown im Oktober 2019 war dann auch gleich von Erfolg gekrönt und Notebook gewann das Rennen mit einer starken Schlussphase und guten Sprüngen über die Hindernisse.

Auch beim zweiten Versuch im Gruppe 2 Elliott Group Craddockstown Novice Chase ging Notebook als Sieger hervor, und das obwohl das Niveau deutlich angezogen hatte – Moon Over Germany und Eclair De Beaufeu waren keine leichten Gegner, dafür war der Sieg von Notebook umso beeindruckender. Er wechselte mehrfach die Position in dem Rennen und führte teilweise, teilweise lies er andere die Führung übernehmen und begnügte sich mit der Verfolgerposition, 2 Hürden vor dem Ziel gab Notebook dann aber Gas und setzte zu seinem Schlusssprint an, der ihm am Ende fünf Längen Vorsprung einbrachte. Gerade auf dem Flat nach der letzten Hürde konnte Notebook eine ziemliche Beschleunigung zeigen und zog dem Rest des Feldes einfach davon.

Im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase im Dezember traf Notebook dann das erste Mal auf den Konkurrenten Fakir D’oudairies der auch heute zu den Hauptgegnern gehören wird, und das Duell der beiden war durchaus spannend. Eigentlich war Fakir D’oudairies als Favorit gegen Notebook gestartet, zusammen mit Laurina und auf dem Papier hätte Notebook maximal eine unterstützende Rolle zukommen sollen, aber es kam natürlich ganz anders und Notebeeok gewann das Rennen. Laurina war schnell geschlagen und spielte kaum eine Rolle in dem Rennen, aber Fakir D’oudairies saß ihm dicht im Genick und die beiden hatten ein spannendes Duell. Marc Walsh hatte auf Fakir D’oudairies vor der letzten Hürde einen seiner Steigbügel verloren und musste sich kurz neu sammeln und neu einsteigen in den Steigbügel, was eventuell vor der letzten Hürde ein wenig an Momentum kostete, während Notebook über die letzte Hürde einen sehr flüssigen Sprung zeigte und seinen anderthalb Längen Vorsprung bis zum Ziel aufrecht erhielt.

Im Gruppe 1 ERSG Arkle Novice Chase im Februar musste Notebook dann gegen Bapaume und Cash Back ran, und gerade Cashback machte Notebook das Rennen extrem schwer. Cash Brack setzte das Tempo und auf der Rückgeraden vor der vorletzten Hürde begann Cash Back das Tempo weiter anzuziehen und das Feld zu strecken. Cash Back wurde vor Notebook angetrieben, schien aber auch nicht wirklich müde zu werden und blieb trotz eines weiteren guten Sprungs von Notebook an der letzten Hürde an diesem dran und lies sich nicht abschütteln. Stattdessen liefen die beiden die letzten Meter des 3420m Rennens nebeneinander her und lieferten sich ein extrem spannendes Duell, welches am Ende knapp von Notebook gewonnen wurde – wesentlich zu knapp, als dass man beim nächsten Duell beim Cheltenham Festival sicher sein konnte, wie es in der Arkle ausgehen würde. Am Ende waren aber beide Konkurrenten, weder Notebook noch Cash Back in der Lage, sich beim Duell um den Sieg zu beteiligen, Cash Back stürzte wieder einmal und Notebook ging beim Einbiegen in die Zielgerade zunehmen die Puste aus und wurde von Sprit Du Large bei dessen Sprung auch noch an der vorletzten Hürde gerammt.

Nicht sein Rennen, aber nach der Sommerpause kam er in sehr guter Form gegen die alten Konkurrenten Djingle und Cash Back mit einem Sieg im Gruppe 2 Poplar Square Chase zurück. Eigentlich war ja Fakir D’oudairies als Favorit gestartet, der bei der Arkle Trophy Zweiter geworden war und damit Notebook im März noch klar hatte schlagen können – hier war es nun anders herum, Notebook gewann am Ende mit 12 Längen vor seinen Verfolgern. Starke Leistung in dem Rennen, allerdings wurde er danach von Chacun Pour Soi im Gruppe 1 Paddy’s Rewards Chase über 3420m ziemlich eingenordet. Zwar war das Feld über die meiste Distanz dicht gepackt, aber als Chacun Pour Soi dann das Tempo anzog, konnte keiner der Konkurrenten mit ihm gehen. Das einzige Pferd, was die Verfolgung halbwegs aufnahm war Notebook, was aber nicht heißen sollte, dass er eine Chance hatte, dem Sieger irgendwie noch gefährlich zu werden.

Auch beim nächsten Duell im What Odds Paddy Chase vor dem Cheltenham Festival versuchte Notebook wieder das Tempo zu setzen, konnte den Favoriten Chacun Pour Soi aber damit wieder nicht schocken, denn der lief zunächst bequem hinter den Pacesettern und zog zwischen den letzten beiden Hürden das Tempo an, um dem Feld davon zu sprinten. Notebook erhielt wieder einen ausbezahlten Platz und konnte sich diesen auch im nachfolgenden Dublin Chase in Leopardstwon im Februar sichern.

Notebook versuchte das Tempo zu setzen, wurde an der vorletzten Hürde aber von Fakir D’oudaries und Chacun Pour Soi unter Druck gesetzt, und Chacun Poir Soi setzte sich nach dem Sprung spielend locker 8 Längen von seinen Verfolgern ab, Notebook fiel immer weiter zurück und musste auch Fakir D’oudaries ziehen lassen.  Wie zu erwarten wurde er im Champion Chase beim Cheltenham Festival dann klar geschlagen, als er das Tempo nicht setzten konnte sondern im Mittelfeld hinter einigen der Favoriten für das Rennen laufen musste, und deren Tempo nicht mitgehen konnte, als es darauf ankam.

Das wurde dann auch beim Saisonabschluss im Marsh Chase nicht besser und Notebook kam gegen Konkurrenten wie Fakir D’oudairies und Politologue nur auf den letzten Platz . weit abgeschlagen und ab der drittletzten Hürde geschlagen und erledigt. Die Ausdauer stimmte in der Saison 2020/21 einfach nicht, das wurde erst nach der Sommerpause etwa besser, als er gegen Samcro im Gruppe 2 Tote Fortria Chase gewann.

In diesem 2m Rennen auf gutem Untergrund hatte Notebook dieses Mal ab der dritteletzten Hürde plötzlich jede Menge Kraft übrig und konnte sich vor der letzten Hürde wieder vom Feld absetzten, und den Abstand auf der Zielgeraden noch weiter vergrößern.

Man konnte also hoffen, dass diese Form im nachfolgenden Kerry Group Hilly Way Chase im Duell gegen Energumene vielleicht für so etwas wie Spannung sorgen könnte – aber leider Fehlanzeige, Notebook erwischte einen rabenschwarzen Tag und musste sich am Ende mit dem letzten der fünf Plätzen zufrieden geben – steif und etwas verkrampft, wie der Tierarzt nach dem Rennen feststellte. Er ist besser als das, aber nicht gut genug um hier zu gewinnen wenn nichts unerwartetes passiert

 


23.01.2021 – Sha Tin – Stewards‘ Cup – Pick: Golden Sixty

Pferderennen International

9:05 Stewards‘ Cup (Group 1) 

Distanz: 1m | Alter (3yo+) | Untergrund: (Turf) | Boden: Schnell

Das Trio Infernale ist wieder vereint! Golden Sixy, Waikuku und More Than This treten hier gegeneinander an, aber im Endeffekt gibt es wenig Grund an einem weiteren Sieg von Golden Sixty zu zweifeln – er hat Waikuku schon vier Mal geschlagen und More Than This ergeht es kaum anders. Er hat sieben mal das Duell mit Golden Sixty gesucht, und wurde jedes mal deutlich genug geschlagen. Auch wenn die Quote winzig ist, es lohnt sich so eine Siegesserie zu verfolgen, wie uns schon Winx gezeigt hat – das summiert sich schnell auf vor allem, wen man noch 1,3er Quoten auf ihn bekommt.

Hoffen wir, dass auch unsere kleine Siegesserie aus dem Januar nicht heute ausgerechnet bei Golden Sixty reisst.

Golden Sixty: Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist der aktuelle Superstar im Galopp in Fernost. Er konnte nun 16 (!) Rennen in Folge gewinnen und dabei Siege in sechs Gruppe 1 Rennen erringen. Er ist der dominante Miler in Hong Kong, auch wenn er viele seiner Rennen mit weniger als einem halben Länge gewonnen wurden – und die letzten zwei Rennen wurden zusammen addiert mit weniger als einer halben Länge gewonnen – aber hat er tatsächlich noch alles geben müssen vor der Ziellinie? Oder wäre da noch mehr gegangen? Es hatte jedenfalls immer den Anschein als ob da noch mehr drin gewesen wäre, wenn es denn mal knapp geworden wäre. Und 16 Siege in Folge addieren sich auch nicht einfach mal so auf!
Zudem hat er die heutigen Konkurrenten schon mehrfach geschlagen, also kann man eigentlich erwarten, dass es auch so weiter gehen wird.
Seine Karriere begann schon mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.
So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handi cap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.
Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.
Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.
Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.
Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.
Im The Sha Tin Trophy im Oktober ging es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kam vom Gewicht her – aber seine besten Tage auch schon hinter sich hat. Dazu startete er ohnehin zu einer fast zweistelligen Quote und es wurde nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte von Golden Sixty wegen der geringen Quote Abstand genommen und auch wenn er gewann, musste er sich gegen Ka Ying Star ziemlich strecken und kam nur eine halbe Länge vor dem Konkurrenten ins Ziel, der einfach nicht aufgeben wollte und an dem haushohen Favoriten dran klebte. Am Ende blieb es beim Sieg des Favoriten, so viele Probleme hätte er aber mit einem 46er Quoten Außenseiter nicht haben sollen. Es war nicht eine der Glanszstunden von Golden Sixty, trotz des Sieges, aber schon im nächsten Rennen, dem The Jockey Club Mile, war er wieder voll oben auf und konnte sich locker flockig gegen den wiederkehrenden Ka Ying Star durchsetzen, der immerhin wieder auf einem zweiten Platz ins Ziel kam, aber Golden Sixty beschleunigte in der Mitte der Bahn allen davon und konnte sich knapp vor dem Ziel entspannen und seinen Vorsprung wieder ein wenig reduzieren.
Ganz so entspannt war sein nächster Sieg über 1600m im The Stewards Cup dann allerdings nicht. Der Start im Januar war für den Geschmack eines so erfolgsverwöhnten Rennpferdes wie Golden Sixty mit Sicherheit viel zu knapp, denn Southern Legend hatte das Feld vor erreichen der Zielgeraden geschickt auseinander gezogen und Ka Ying Star war mit ihm gegangen, während Golden Sixty in der Mitte der Bahn auf seine Chance gewartet hatte, seinen gefürchteten Schlusssprint anzuziehen – und dann fast zu Spät gekommen wäre! Es bleib beim erwarteten nächsten Sieg, aber oha, das war knapper als erwartet ausgegangen.
Knapp wurde es auch im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, dabei kam Golden Sixty stark in die Ziel gerade. Er wählte die Bahn außen im Feld und kam neben 4 oder fünf anderen zum Schlusssprint eingeschwenkt und ex sah so aus, als ob er das Rennen im Sturm erobern würde – aber Furore auf der Innenbahn hielt dagegen und ging den Schlusssprint mit. Furore fand eine Lücke zwischen Time Warp und Exultant und sparte genug Raum, um eine halbe Länge vor Golden Sixty auf die letzten Meter zu gehen – und Golden Sixty musste sich extrem strecken, um 50m vor dem Ziel gleichzuziehen und auf der Ziellinie rechtzeitig den Kopf zu senken und mit einer Nase zu gewinnen.
Das war denkbar knapp – zu knapp für die Quote die Golden Sixty in der Regel bietet, und auch beim nachfolgenden The Fwd Champions Mile bekamen seine Unterstützer mit Sicherheit einen halben Herzinfarkt, den dieses Mal war es More Than This der von hinten angestürmt kam und Golden Sixty fast den Tag verdorben hätte – dabei hatte 300m vor dem Ziel noch alles so gut ausgesehen! Golden Sixty hatte sich außen beim Einbiegen in die Ziel gerade locker an die Front gesetzt und mit einem kleinen Tempowechsel über 2 Längen zwischen sich und das Feld gebracht. Dann aber schien Golden Sixty vor dem Feld langsamer zu werden, während More Than This Momentum aufbaute und noch bis auf einen Nacken herankam – viel länger hätte die Zielgerade nicht sein dürfen!
Nach diesen zwei Nahtoderfahrungen ging es für Golden Sixty erst einmal in die Sommerpause, die er mit einem weiteren Sieg im November 2021 beendete – und das mit einer wirklich überzeugenden Leistung im The Bochk Wealth Mile. Dieses Mal gab es keine Eile sich an der Front des Feldes zu positionieren, stattdessen blieb Golden Sixty im hinteren Bereich des Feldes und begann erst nach dem Einbiegen in die Zielgerade das Feld in der Mitte der Bahn aufzurollen, war dann aber nicht mehr zu stoppen und auch Waikuku konnte trotz seines zweiten Platzes mit nur einer Länge Rückstand nie den Eindruck von echter Gefahr erwecken.
Im Longines Hong Kong Mile im Dezember musste Waikuku wieder gegen Golden Sixty ran, musste aber weit in die letzte Kurve gehen und konnte den Sprint von Golden Sixty nicht mitgehen, der das Feld von hinten aufrollte. nz einfach war das Rennen für Golden Sixty am Ende auch nicht, wurde ihm doch die Tür vor der Nase 400m vor dem Ziel zugeschlagen, aber Golden Sixty baute trotzdem sein Momentum auf und schaffte es am Ende auch noch relativ locker, More Than This hatte an der Front keine Chance sich dem Angriff zu erwehren.
Waikiku: Der Harbour Watch Sohn von Trainer  J. Size begann seine Karriere im Jahr 2017 eigentlich in Irland und absolvierte dort zwei Rennen, das letzte im Juli 2018 für Trainer John M. Oxx, der den Walalch dann in Richtung Fernost verkaufte. Der Einstand fünf Monate später im Luk Wu Handicap endete noch mit einer denkbar knappen Niederlage für Waikuku, der aber schon danach am 01.01.2019 das Sunset Peak Handicap souverän für sich hatte entscheiden können und mit Siegen im Po Yan, dem Citi Wealth Management Services und dem Lion City Handicap nachlegte – alles hoch dotierte und starke Handicaps, die Waikiku trotz steigendem Gewicht teils sehr souverän für sich entscheiden konnte. Demnach war es auch kein Wunder dass er im Hong Kong Derby 2019 als Favorit auflief, allerdings war unter den gleichen Gewichten überraschend vom Außenseiter Furore geschlagen worden und im The QE II Cup sah er gegen den Überraschungssieger Win Bright und Exultant leider keine Sonne. Trotzdem -die erste Saison in Hong Kong konnte sich sehen lassen und man konnte der zweiten Phase nach der Saisonpause bis Oktober mit Spannung entgegen sehen.
Dort kam er zunächst im Gruppe 3 The Celebration Cup zurück, wo er gegen den haushohen Favoriten Beauty Generation ran musste, der als Front Runner mit exzellentem Tempowechsel dem Feld davoneilte und obwohl Waikiku noch mächtig Boden gut machte, kam er nicht mehr an Beauty Generation heran. Den selben Fehler machte er aber noch im selben Monat im Gruppe 2 he Oriental Sha Tin über die Meile nicht noch einmal und zwang Beauty Generation hinter die Front Runner, was dem haushohen Favoriten tatsächlich den Tag verdarb – und Waikiku vor ihm durchs Ziel laufen lies – das erneute Duelle der beiden war spannend und mit 4KG Gewichtsvorteil weniger als im Gegensatz zum letzten Duell  war es eine große Frage, ob Waikiku sich erneut gegen Beauty Generation durchsetzen können würde – tat er aber, und das locker mit einem souveränen Sprint auf der Innenseite
Die beiden trafen sich dann nur knapp zwei Wochen später im Gruppe 2 The Oriental Sha Tin wieder, und auch wenn keiner der beiden den Sieg davontragen konnte, konnte Waikuku Beauty Generation erneut um einen Platz auf den dritten Rang schlagen. Auch im nachfolgenden The Jockey Club Mile riss die Serie nicht ab und auch dieses Duell gewann Waikuku, dieses Mal trug er aber auch den Gesamtsieg davon. Beauty Generation führte das Feld über die Distanz als Front Runner, verpasste es aber auf der Zielgeraden die Tür an der Innenseite zu schließen und Waikuku schlüpfte durch und setzte sich souverän ab, während Beauty Generation sogar noch einen Platz zurückfiel.
Duell Nr. 5 im Hong Kong Mile ging erneut an Waikuku, auch wenn der Außenseiter Admire Mars mit einer explosionsartigen Beschleunigung den Sieg stahl – beide hatten Beauty Generation aber fest im Griff. Das selbe Spiel wiederholte sich auch 2020 im The Stewards Cup , dabei war Waikuku weit hinter Beauty Generation zurückgefallen, der das Feld erneut als Front Runner anführte, Waikuku hingegen musste sich mit einer ungewöhnlichen Position eher hinter im Feld anfreunden.
Nach einer dreimonatigen Paus floppte Waikuku im The Chairman’s Trophy, welches von Beauty Generation knapp gewonnen wurde und nur drei Wochen später konnte er Beauty Generation wieder nicht gefährlich werden, der dieses Mal aber knapp von Southern Legend geschlagen wurde. Mit den zwei Niederlagen in Folge war der Eindruck aus dem Sieg gegen den besten Miler im Januar auch schon wieder dahin, viel mehr schien Waikuku nach seinem Sieg seinen Schneid verloren zu haben und nicht an seinen vorherigen Erfolg anknüpfen zu können. Klar die Rennen waren nicht alle sauber für ihn gelaufen und er hatte die ein oder andere Ausrede, aber dass er als Favorit iin beiden Rennen nicht gewinnen konnte war schon bitter – und im Dezember nach langer Pause sah es nicht besser aus!
Als erstes Rennen in acht Monaten hatte er sich das Longines Hong Kong Mile ausgesucht, welches mit Golden Sixty als Favorit auf dem Papier einen klaren Favoriten hatte, der seinem Ruf und seiner Position auch nach kam und das Rennen am Ende mit 2 Längen vor Southern Star gewinnen konnte – der kam aber mit Waikiku und Admire Mards im Pulk auf den Plätzens ins Ziel und der erste Lauf seit 8 Monaten war durchaus vielversprechend. Nach so einer langen Pause war es klar, dass er nicht unbedingt in Bestform auflaufen würde, die fehlende aktuelle Rennerfahrung und Fitness machte sich natürlich bemerkbar.
Beim nächsten Lauf im Stewards Cup im Januar gewann Golden Sixty erneut, dieses Mal knapp 1,5 Längen vor dem Rest des Feldes, inklusive den heutigen Konkurrenten Ka Ying Star, Southern Legend und Waikiku, aber dieses Mal war es eine ziemliche Arbeit für den Favoriten, der in der Mitte der Bahn angetrieben werden musste, um den Front Runner Southern Legend einzuholen und den Angriff von Ka Ying Star abzuwehren. Die beiden Konkurrenten liefen in Höchstform auf und machten ein echtes Rennen daraus,  und mit Golden Sixty heute in einem anderen Rennen, wird es sicher spannend werden unter den drei großen Namen
Waikiku hatte im letzten Rennen versucht, das Feld zusammen mit Golden Sixty aufzurollen und kam durchaus gut in Gang, hatte es aber nicht geschafft sich an dem Front Runner und Ka Ying Star vorbeizuschieben, fand gegen den selben Konkurrenten aber einen Monat später – und in Abwesenheit von Golden Sixty – seine Lücke als man im The Queen’s Silver Jubilee Cup wieder aufeinander traf, und der 1,25 Längen Sieg war der gerechte Lohn für eine beständige Form und der Ausgleich für das Pech, welches Waikuku teilwiese in den Rennen hatte.
Beim nächsten Rennen im April im The Chairman’s Trophy kam von Waikuku dann allerdings so gar nichts. In dem kleinen 5 Starter Rennen ging er als klarer Favorit ins Rennen, versuchte kurz nach der letzten Kurve an Momentum zu gewinnen, und gab dann schlicht auf – letzte Platz und fast 19 Längen Rückstand – bitteres Ergebnis zum Saisonabschluss.
Nach der Sommerpause ging er dann im Oktober im Sha Tin Trophy erneut ziemlich unter, fand aber beim zweiten Start in der neuen Saison ausgerechnet gegen Golden Sixty seine Form wieder und holte sich einen überzeugenden zweiten Platz. Klar, er hatte keine Chance gegen Golden Sixty, der sich auf der Zielgerade an Waikuku vorbeischob, als er seinen TRademak Lauf vom hinteren Bereich des Feldes aus startete. Waikuku hatte sich wesentlich weiter vorne einsortiert, aber keine Chance das Tempo von Golden Sixty mitzugehen. Auch beim nächsten Rennen traf Waikuku wieder auf Golden Sixty, dieses Mal im Longines Hong Kong Mile im Dezember – ein Rennen welches eigentlich ein weiteres spannendes Duell der beiden versprach, aber Waikuku fad keine gute Position in dem Rennen und musste weit in die letzte Kurve, was in zusätzlih Raum kostete und dafür sorgte, dass er keine Chance hatte an dem wieder vorstürmenden Golden Sixty dran zu bleiben.
More Than This: Der Dutch Art Sohn von Trainer Huang Kai Wen begann seine Karriere 2018 in England in Ayr, wo er auf Anhieb einen Sieg feiern konnte, gefolgt von weiteren Siegen in Haydock und Goodwood – vor seinem Wechsel nach Hong Kong im März 2019 war er in England ungeschlagen, allerdings dauerte es ein wenig, bis er sich in seiner neuen Heimat ebenfalls so eingewöhnt hatte und er seinen ersten Sieg feiern konnte – zunächst hagelte es drei erhebliche Niederlagen von Mai bis Juni, bis er im Juli im Sight Winner Handicap endlich seinen ersten Sieg feiern konnte.
Nach 69 Tagen Pause folgte dann aber gleich der nächste Sieg im Tai Tong Handicap , und  im Eleanor Handicap und im Eishin Preston Handicap…. More Than This hatte seine Form wieder gefunden und hinterließ einen guten Eindruck in Hong Kong.
Dabei war seine Taktik in den Rennen höchst unterschiedlich, mal setzte sich More than this direkt hinter die Führenden, mal kam er von ganz hinten im Feld angerannt, aber jedes Mal reichte es am Ende für den Sieg.
Mit steigendem Niveau und teilweise leicht steigender Distanz in der ersten Hälfte 2020 wurde es für More Than This dann aber zunehmend schwerer einen Sieg zu feiern, im Hong Kong Classic Mile holte er sich noch einen knappen zweiten Platz, hatte da aber das erste Mal Kontakt mit dem kommenden Superstar Golden Sixty, der auch in den nächsten beiden Aufeinandertreffen More Than This klar schlagen konnte. Im Nachhinein verlor More Than This in dieser Zeit natürlich nichts von seiner guten Form in den Duellen mit Golden Sixty, allerdings schaffe er im April den Sprung in die Gruppenrennen trotzdem nicht – der Versuch im FWD Champions Mile  wurde it einem zwar soliden, aber etwas abgeschlagenen dritten Platz beendet, ohne die Chance Southern Legend oder Beauty Generation unter Druck zu setzen – vielleicht war hier der Versuch, das Feld von hinten aufzurollen doch ein wenig zu viel. Und auch nachfolgend beim Gruppe 3 Premier Plate im Juli waren die Konkurrenten noch zu gut für More Than This, der aber sogar eigentlich als Favorit an den Start gegangen war … und dieses Mal versucht hatte, sich an der Spitze des Feldes zu etablieren, aber unfähig, das Tempo aufrecht zu halten.
Generell fiel More Than This das Siegen auf höchsten Niveau ziemlich schwer. Golden Sixty schlug ihn im Stewards‘ Cup deutlich, Waikuku danach im Gruppe 1 Queen’s Silver Jubilee Cup udn Ka Ying Star schlug ihn trotz des hohen Gewichts im Ap Lei Chau Handicap,… und so ging es weiter im Chairman’s Trophy, allerdings fehlte danach im FWD Champions Mile nicht viel und More Tan This hätte die Siegesserie von Golden Sixty unterbrochen! Denn dem großen Favoriten ging überraschend auf den letzten Metern die Puste aus und More Than This kam an Golden Sixty heran, obwohl dieser sich auf der Zielgeraden schon recht deutlich abgesetzt hatte.
Nur ein Kopf trennte ihn am Ende von Golden Sixty, der nach diesem Achtungserfolg zu C. Shum wechselte, der ihn danach in das Lion Rock Trophy schickte, aber eine empfindliche Niederlage für seine Mühen kassierte und More Than This danach erst einmal in die Pause schickte.
Aus dieser kam er 176 Tage später im Bochk Private Wealth Jockey Club Mile zurück, wo er er wieder auf Golden Sixty traf – und sowohl im Bochk Private Wealth Jockey Club Mile als auch im nachfolgenden Longines Hong Kong Mile hatte er nicht das Tempo, um mit Golden Sixty mitzugehen, der sich dieses Mal absolut keine Schwäche leistete. Aber beim Longines Hong Kong Mile reichte es immerhin für einen guten zweiten Platz und da Waikuku dort geschwächelt hatte… kann ich mi hier durchaus wieder einen Platz für More Than This vorstellen.

22.01.2022 – Ascot – SBK Clarence House Chase – Pick: Shishkin

Pferderennen in England

16:35 SBK Clarence House Chase (Grade 1) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 2m1f (2m167y) | Alter: (5yo+) | Untergrund: Weich

Whoah! Energumene gegen Shiskin! Und das außerhalb des Cheltenham Festvivals! Es kommt nicht oft vor, dass sich zwei Superstars außerhalb des ganz großen Zirkus treffen und ihre Siegesserie aufs Spiel setzten…. 9 Siege in Folge gegen 7 Siege in Folge – einer von beiden WIRD heute beendet werden, es kann nicht zwei Sieger geben!…. nun theoretisch… bei einem Dead Heat… EGAL, einer von beiden wird verlieren! Das erste Mal seit JAHREN!

Warum Mullins und Henderson es hier miteinander aufnehmen… ich weiß es nicht, aber es macht den Leadup zum Festival so viel spannender und ich bin dankbar, dass sich nicht alles nur auf das Festival konzentriert.

Also, lehnen wir uns zurück und genießen das Spektakel, welches uns heute geboten werden wird!

Energumene  wird wohl versuchen die Führung zu übernehmen und dem Feld gegen Ende mit einem Tempochwechsel zu entschlüpfen – was durchaus möglich ist, allerdings ist Shihkin sicher nah dran und wird Energumene so wenig Luft lassen wie möglich.

Shiskin kommt mit Siegen aus dem Arkle, der Mildmay Novie Chase und zuletzt dem Desert Orchid Stakes im Dezember hierher. Jedes der Rennen konnte sehr souverän gewinnen können, aber auch Energumene hat sich keine Schwäche bisher geleistet. Sieger des Irish Arkle im Feb 2021 und dem Ryanair Novice Chase und Anfang Dezember dann im Kerry Goup Hilly Way Chase – alles lockere Siege und es ist immer schwer, einen Kantersieg gegen den anderen aufzuwiegen.

Für mich macht heute den Unterschied, dass Sishkin letztes Jahr sowohl beim Cheltenham Festival war ( und gewonnen hat ) und dann auch in Aintree im April locker gewinnen konnte. Das waren für mich die stärkeren Rennen als die von Energumene. Und er war ein wenig schneller in seinem letzten Rennen als Energumene, also… Shishkin,

Aber eigentlich ist mir fast egal, wer gewinnt, denn die wahren Sieger sind die Fans, auch wenn der Satz sowas von abgedroschen ist!

 

Die Pferde im Detail:

Sishkin: Der Sholokhov Sohn von Trainer Nicky Henderson kommt heute verspätet wieder auf die Rennstrecke zurück, nachdem er zuvor einige Probleme mit seinem Training hatte und die Erwartungen in ihn nicht ganz erfüllen konnte. Eine „Wind OP“ in der Sommerpause tut ihr übriges, um dieses Saisondebüt ganz besonders interessant zu machen.

Er wurde leider schon vor dem ersten Rennen kastriert, sonst wäre seine Stammbaumlinie mit Sicherheit sehr interessant geworden. So jedenfalls machte er 2018 sein Debüt in „Inch“ in Irland, einem Provinzkurs, welcher nur selten Beachtung findet. Shishkin wurde bei seinem ersten Rennen Dritter, also nichts um in Ekstase zu geraten, aber er hatte damit das erste Rennen hinter sich und konnte sich etwas Rennerfahrung erkämpfen.

Danach ging er 242 Tage in die Pause und kam im November des selben Jahres wieder zurück, um in einem weiteren Provinzrennen zu starten, dieses Mal auf dem Kurs in Lingstown. Dieses Rennen gewann Shiskin dann schon locker mit einem schnellen Lauf ab 3out, aber auch nach dem ersten Sieg ging es erst einmal in die nächste Pause, die dieses Mal 111 Tage andauern sollte, aber trotzdem passte noch ein weiterer Start in die laufende Saison. Der Start in Kempton in einem Klasse 5 NHF Rennen über 2 Meilen war Neuland, sowohl weil die Distanz gut eine Meile kürzer war als beim letzten rennen, und die Konkurrenz auf den Hauptkursen ist in der Regel auch stärker, was Shishkin aber nicht davon abhielt, auch bei diesem Rennen einen weiteren lockeren Sieg einzufahren. Er übernahm die Führung und hatte keine Probleme diese Position auch bis zum Ende zu halten. Er hatte Talent, das konnte man schon damals sehen.

In der nächsten Saison ging es dann über Hürde, der nächste Start nach 277 Tagen endete dann aber leider mit einem Schreckmoment, als Sishkin an der zweiten Hürde stürzte. Das bedeutete aber nicht, dass Shishkin über Hürden zu dem Zeitpunkt kein Talent hatte, es war einfach Pech, wie er schon im nächsten Monat, im Januar 2020 zeigen konnte. Dort in Nebwrbury auf schwerem Untergrund gewann er unter Nico De Boinville mit einem Kantersieg, trotz der augenscheinlich widrigen Umstände. Er hielt sich erst hinter den Führenden, sprang groß und weit über die Hürden und schüttelte das Feld dann auf den letzten 200m ab.

Auch beim nächsten Start nur zwei Wochen später über 2m3f auf schnellerem Boden gab sich Shishkin keine Blöße und gewann das Rennen wieder mit einem starken Lauf hinter den Führenden her. 2 Hürden vor dem Ziel beschleunigte er das Tempo und zog zwischen den Hürden frei vor das Feld und nach der letzten Hürde erweiterte er seinen Vorsprung noch auf 11 Längen. Natürlich war die Konkurrenz auch in diesem Rennen nicht immens, aber die Rennen gaben einen Vorgeschmack auf das Können von Shishkin, der sich für das Cheltenham Festival das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle ausgesucht hatte. Da gab es natürlich eine Menge hochklassige Konkurrenten zu bezwingen, die alle viel viel besser waren als das, was er bisher gegen sich hatte, zudem war der Kurs in Cheltenham ungewohnt für Shishkin, und das Rennen sollte auch zum echten Test für Shishkin werden.

Der musste sich im Mittelfeld halten und wurde einige Male ziemlich in die Zange genommen, was ihn bedeutete, immer mal wieder nach weiter hinten geshuffelt zu werden. Irgendwann reichte es Nico De Boinville und er nahm Shishkin auf die Außenbahn, wo er an der fünftletzten Hürde Glück hatte, den stürzenden Elixir D’ainay zu umgehen und nicht selbst zu Fall gebracht zu werden.  Es war der Front Runner Asterion Forlonge der bei den Sprüngen immer wieder für Chaos sorgte, indem er weit nach rechts ausholte und immer wieder mit den anderen neben sich zusammenstieß, an der fünftletzten Hürde eben mit Elixir D’ainay, den er praktisch zu Boden schubste. Shishkin schaffte es, dem Chaos zu entgehen und sich an der letzten Hürde zusammen mit Abracadabras an die Spitze zu setzen. Die beiden lieferten sich ein extrem spannendes Rennen den Hügel in Cheltenham hoch, bei dem Shishkin knapp die Oberhand behalten konnte. Spitzenrennen und ein verdienter Gruppe 1 Erfolg für Shishkin, der danach die Saison auch wegen Corona beenden musste.

Im November kam Shiskin dann in der Chase Disziplin zurück auf die Rennstrecke und bestritt im Kempton Chase sein erstes Rennen und auch dieses Mal gewann Shishkin sein Rennen mit Leichtigkeit, und das gegen Mick Pastor, der immerhin mit einem Rating von 137 aufwarten konnte. Das war ein ziemlich lockeres Rennen für ihn, und auch im Dezember im Wayward Lad Novices Chase auf Gruppe 2 Ebene lies sich Shishkin keine Schwäche anmerken.

Nicht alle seine Sprünge waren perfekt, aber er hatte permanent mit Gumball einen Konkurrenten neben sich, der Druck auf ihn ausübte, aber am Ende nicht die Kraft hatte, das Tempo von Shishkin zwischen den beiden letzten Hürden mitzugehen. Shshkin setzte sich locker ab und ging frei vor dem Feld, was ihn klar auf Linie für seinen nächsten großen Erfolg beim Cheltenham Festival brachte – dort hatte man nicht viel Form um sie mit den Konkurrenten im Vorfeld zu vergleichen, aber die brauchte man auch nicht. Shishkin war klarer Favorit und war ame Dne auch einer der dominantesten Sieger beim Cheltenham Festival 2021. Am drittletzten Hinderniss ging man noch mit zwei anderen Konkurrenten über die Hürde, aber schon zwischen den letzten beiden Hürden war alles klar und Shishkin trottete beim Lauf den Hügel hinauf mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Ganz so einfach gelang der Saisonabschluss im Gruppe 1 Doom Maghull Novices Chase zwar nicht, Shishkin gewann aber trotzdem unangefochten mit 3,25 Längen und hätte den Vorsprung auch noch beliebig weiter ausbauen können.

Ganz so sauber wie die vergangene Saison lief die Vorbereitung auf die neue Saison 2021/22 nicht, mehrere Probleme beim Training und fehlende Leistung verzögerten den Einstand in die neue Saison, der dann Ende Dezember im Desert Orchid Chase in Cheltenham gefeiert wurde.

Und auch wenn vielleicht das Training auf das Festival hin nicht ganz so einfach verlaufen war, war der Start in die Saison doch ein weiterer lockerer, beeindruckender Sieg von Shishkin, der der Konkurrenz ab der vorletzten Hürde begann davon zu laufen und sich mit guten Sprüngen über die letzten Hürde über 10 Längen in Führung brachte.

Ich denke, er sah bei dem ersten Rennen nach der OP besser aus als je zuvor und ich erwarte das Duell mit Energumene mit Spannung

Energumene: Der Denham Red Sohn von Willie Mullins geht als typischer Vertreter des irischen Erfolgstrainers durch. Seine Karriere begann mit einem kurzen Intermezzo in Frankreich für Sophie Lacey und einem Sieg in einem Maiden PTP Rennen, bevor er zu Mullins wechselte und fast zwei Jahre später seinen nächsten Start in Irland absolvieren sollte.

Der erste Lauf in Navan in einem NHF Rennen war durchaus vielversprechend, auch wenn am Ende „nur“ ein dritter Platz dabei heraus sprang, aber schon kurz darauf nach erneuter kleiner Pause gewann er im Januar 2020 sein erstes Rennen in Irland mit einem kleinen Sprint die letzten 100 Yards entlang, das Feld hatte er unter P.W. Mullins aber schon vorher unter Kontrolle, wie auch bei seinem nächsten Start in Gowran Park im MansionBet Get Paid As A Winner If 2nd In The Supreme Novices‘ At Cheltenham Maiden Hurdle. Obwohl er nicht jedes Hindernis sauber überspringen konnte, gewann Energumene am Ende locker mit 19 Längen und ohne jemals unter Druck zu geraten. Da war schon klar – Mullins hatte mal wieder einen starken Neuzugang in seinem Stall, von dem man noch weiter hören würde

Das nächste Mal von Energumene hörte man allerdings erst nach der Sommer (und Corona) Pause im November 2020, aber das Warten hatte sich gelohnt, denn wieder gewann Energumene das Rennen mit absoluter Leichtigkeit. Dabei hatte er wieder die Disziplin gewechselt und war in seinem ersten Chase Rennen aufgelaufen, aber er machte mit dem Feld kurzen Prozess und übernahm die Führung und sprang die Hindernisse kraftvoll, wenn auch nicht immer total sauber – was er aber auch nicht musste, um am Ende einen 18 Längen Sieg feiern zu können.

Er konnte in seinem eigenen Tempo an der Front laufen, was ihn immer weiterweg vom Feld führte, drei Hürden vor dem Ziel kam Port Stanley unter hohem Druck noch einmal kurz heran, aber Energumene musste das Tempo nicht einmal erhöhen, um zwischen den letzten beiden Hürden sich wieder frei zu schütteln und wieder weiter abzusetzen. Sehr beeindruckend!

Im Januar 2021 hatte er sich ein kleines vier Starter Rennen ausgesucht um sich erneut zu beweisen, denn mit Captain Guinness war auch dem Papier ein echt harter Konkurrent in dem Rennen, der ebenfalls eine aufsteigende Form mit vielen Vorschusslorbeeren hatte. Die beiden machten das Rennen am Ende auch unter sich aus und lieferten sich über die letzten beiden Hürden auch ein beeindruckendes Duell, was aber Energumene nach einigen kurzen Motivationen durch seinen Jockey Paul Towned am Ende doch locker für sich entscheiden konnte. Captain Guinees sah kurzzeitig so aus, als könnte er dagegen halten, musste dann abe doch einsehen, dass Energumene das bessere Pferd war und fiel noch über 8 Längen hinter dem Sieger bis zum Ziel zurück.

Mit dem Arkle Chase für das Cheltenham Festival fest im Blick ging es dann in den irischen Ableger, das Irish Arkle Novice Chase am 06.02.2021. Nach dem letzten Kantersieg ging Energumene allerdings als klarer Favorit in das Rennen und auch wenn schon einige Konkurrenten für das Rennen in Cheltenham im nächsten Monat mit von der Partie waren, gab es wenig Fragen, wer der Favorit für das Rennen war.

Die beiden trafen danach im Irish EBF Mares Hurdle Ende Dezember wieder aufeinander, und

Energumene hatte bereits gezeigt, dass er mit weichem Boden kein Problem hat und wenn überhaupt, könnte es ein Problem sein, dass er immer noch dazu neigt leicht nach rechts über die Hindernisse zu springen.

Energumene übernahm die Führung wie gewohnt, Captain Guinnes war auch wieder mit von der Partie und setzte sich gleich hinter ihn und lies den Favoriten nicht aus den Augen. Das Feld verteilte sich weit über die breite der Bahn, auf der Rückseite der Bahn patzte Captain Guiness aber und wurde aus dem Rennen genommen (oder nahm sich selbst aus dem Rennen), stattdessen kam Fraco De Port und Blackbow heran, um von einer möglichen Schwäche des Favoriten nach der letzten Hürde zu profitieren – aber auch wenn Energumene an der letzten Hürde wieder weit nach rechts sprang, reichten einige Erinnerungen mit der Peitsche von Paul Townend um ihn wieder in die richtige bahn zu bringen und Energumene zog unter einem folgenden Handritt davon um mit zehn Längen zu gewinnen.

Das Cheltenham Festival lies er leider aus und kam erst zwei Monate später in Punchestown wieder zurück auf die Rennstrecke, wo er mit einem Lauf von der Front das Ryanair Novice Chase mit absoluter Leichtigkeit gewinnen konnte.

Starke Leistung, und nach der Sommerpause gab es nun endlich einen Test gegen einen starken Konkurrenten – Notebook. Der erfahrene Starter von HenryDe Bromhead hatte zuvor einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison gefeiert und war 2021 in einigen Gruppe 1 Rennen aufs Treppchen gelaufen und hatte 2020 ein Gruppe 1 Rennen gewonnen. Notebook floppte allerdings gegen Energumene und konnte keine Gegenwehr leistet, was in einem weiteren klaren Sieg von Energumene resultierte, uns aber immer noch nicht sagt, wie gut er wirklich gegen die absolute Elite abschließen wird.

 

First Flow: Der Primary Sohn von Trainerin Kim Bailey begann seine Karriere in 2017 mit zwei NHF Rennen, aber die ersten Siege kamen über Hürden – und das steigerte sich in der ersten Saiosn bis zu einem Sieg Sky Bet Supreme Trial Rossington Main Novices‘ Hurdle auf Gruppe 2 Ebene  – und das Novices Rennen zerstörte First Flow förmlich. Was ein Einstand in die neue Saison und die neue Disziplin! Der Versuch beim Cheltenham Festival lief es allerdings nicht für ihn und er konnte sein Rennen nicht beenden, denn er hing nach links über die gesamte Strecke und musste das Rennen vorzeitig beenden – also kein Sieg im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle – und die Serie an floppt setzte sich genau ein Jahr später in Sandown in einem Gruppe 3 Rennen fort. Die Saison bestand allerdings auch nur aus einem Rennen für First Flow, aber nach der weiteren Pause bis zu Saison 2019/20 und dem Wechsel zur Chase Disziplin ging es wieder bergauf.

Mit zwei Platzierungen und dann einem Sieg in seinen ersten Rennen auf Klasse 3 Ebene und in Gesellschaft anderer Novice Chasern bereitete er sich eigentlich darauf vor, in die größeren Rennen zu gehen, aber nachdem Spoir De Guye im Plymouth Gin Handicap Chase im Dezember ziemlich klar schlagen konnte, orientierte sich First Flow dann doch weiter an den Handicaps und wurde mit einem sehr knappen zweiten Platz und dann drei weiteren Siegen belohnt.

Die Siege gelangen ihm ziemlich einfach und er wurde so gut wie nie unter Druck gesetzt, weder im Pytchley Chase über 2m auf schweren Boden , noch im 888Sport Novices‘ Chase oder im 888Sport Novices‘ Chase – alles Kantersiege, die wohl kaum einfacher hätten sei können! So schade, dass man ihn nicht direkt in einem Gruppenrennen in dieser Saison gesehen hat, und auch nach der Sommerpause hielt sich First Flow zunächst weiter an Handicaps, auch wenn er das Niveau der Handicaps noch einmal deutlich anzog und auf Grund seiner Erfolge in den letzten Monaten nicht mehr wirklich leicht in die Rennen ging.

In seinem ersten Rennen in der neuen Saison, dem Coral Hurst Park Handicap Chase konnte sich First Flow erneut durchsetzen. aber man war das knapp! Vor der vorletzten Hürde wurde der Raum langsam knapp für ihn und First Flow musste sich für eine neue Route durch die Konkurrenten suchen und verlor dadurch ein wenig Momentum, holte sich aber die Fürhung vor dem Rennen und ging in ein spannendes Duell mit Amoola Gold, deren Jockey Bridget Andrews die Peitsche fallen lies und vielleicht auch deswegen den Nacken Rückstand nicht wieder wett machen konnte. Auch im nächsten Rennen, dem 1m7f William Hill Castleford Handicap Chase auf schwerem Boden musste sich First Flow mächtig strecken, um am Ende zu gewinnen. Auf etwas schnellerem Boden zeigte er dann aber, was er kann, als er gegen Waiting Patiently und Politologue im Gruppe 1 Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase auflief, und beide hoch gehandelte Konkurrent mit einem Sprint zwischen den letzten beiden Hindernissen abschüttelte und dann seinen Vorsprung auf sieben Längen ausbauen konnte.

Leider hielt die gute Form von First Flow beim Cheltenham Festival nicht und er konnte sowohl im Betway Queen Mother Champion Chase bei Festival selber als auch später in Puchestown im William Hill Champion Chase nicht über einen sechsten Platz hinaus kommen.

Man muss ihm zu Gute halten, dass er im Cheltenham Festival beim Queen Mother Chase trotzdem ein relativ gutes Rennen lief, wenn man bedenkt, dass er teilweise etwas langsam über die Hindernisse sprang und immer mal wieder etwas eingeboxt wurde, aber selbst mit besseren Sprüngen und freier Bahn hätte es wohl nicht für einen Platz auf den Treppchen gereicht, und in Puncheston wurde er auf dem letzten Platz sang und klanglos geschlagen.

Wie schon 2020 kam First Flow aus der Sommerpause allerdings mit einem starken Sieg zurück, als er sein Saisondebüt im Gruppe 2 Fitzdares Peterborough Chase in Huntingdon gab.

Von seiner Position hinter den Führenden griff First Flow ab der drittletzten Hürde an und gewann mit seinem Spint über die Zielgerade am Ende mit 4 Längen – ein sehr gutes Ergebnis für ihn, aber er wird hier keiner Rolle beim Kampf um den Sieg spielen.

Pick: Shishkin

 


22.01.2022 – Haydock – Patrick Coyne Memorial Altcar Novices – Pick: Minella Drama

Pferderennen in England

12:50 Patrick Coyne Memorial Altcar Novices‘  – Gruppe 2 (Class 1)

Distanz: 2m4f (2m3f203y) | Disziplin: Chase |Alter: (5yo+) | Untergrund: weich

Favorit Minella Drama lief bei seinem Start im Dezember im Close Brothers Henry VIII Novices‘ Chase unerwartet unter seinen Möglichkeiten was aber mit dem Verlust des hinteren rechten Hufeisens erklärt werden kann. Er ist der Class Act in diesem Rennen und meiner Meinung nach dem Rest klar überlegen – da gibt es zwar einige, die sich langsam nach oben Arbeiten und durchaus für Gefahr sorgen könnten, wie etwa Papa Tango Charlie oder Shakemup’Arry oder sogar Harry Du Seuil, wenn er seine Sprünge in den Griff bekommt – aber alles in allem dürfte das hier für Minella Drama ein klarer Sieg werden. Er hat die besseren Rennen bestritten und gewonnen, so dass ich auf einen weiteren Sieg von ihm hoffe!

 

Minella Drama: Der Flemensfirth Wallach von Trainer Donald Mc. Cain gewann 1 seiner 3 Chase Rennen und 3 seiner sechs Hürdenrennen. Generell kann man sagen, dass seine Bilanz über Hürden deutlich besser war als bisher in den Chase Rennen, beendete er doch keines seiner Rennen schlechter als unter den ersten drei.

Begonnen hatte seine Karriere 2019 in Boulta in Irland mit einem zweiten Platz in einem PTP Rennen, einen Platz den er auch bei seinem nächsten PTP Rennen im Januar 2020 einnahm.

Interessant wurde es dann im Oktober des selben Jahres, als Minella Drama das erste Mal über Hürden starten dürfte. In seinem ersten Rennen über 2 Meilen auf weichem Boden zeigte er eine gute Leitung und holte erneut einen zweiten Platz, hatte aber beim ersten Versuch über die Hindernisse noch nicht die Klasse, um es mit dem Sieger aufnehmen zu können – was aber kein Problem war, denn nachdem Minella Drama nun ein wenig Erfahrung beim Springen in einem Rennen hatte sammeln können holte er beim nächsten Versuch einen Monat später in Sedgefield den ersten Platz – und das mit Abstand!

Es mag am besseren Boden gelegen haben, vielleicht auch an einer schwächeren Konkurrenz, jedenfalls beschleunigte Minella Drama zwischen den letzten  beiden Hürden stark und zog den Verfolgern davon. Einige unsaubere Sprünge während dem Rennen taten dem keinen Abbruch und Minella Drama feierte als Favorit den verdienten Sieg.

Auch beim nächsten Start in Bangor-on-Dee im  Retraining Of Racehorses Novices‘ Hurdle im Dezember 2020 feierte Minella Drama einen unangefochtenen Sieg, dieses Mal allerdings auf schwerem Boden. Der extreme Unterschied im Boden schien Minella Drama keine Probleme zu bereiten, auch wenn wieder einige Sprünge nicht ganz sauber waren und auch der Sprint zum Ziel nicht 100% gerade war – Minella Drama hatte eine gute Geschwindigkeit und nahm die Hindernisse zum großen Teil mit einiges an Luft, so dass der folgende Sprung auf die Gruppenebene nur logisch erschien.

So startete Minella Drama im Januar 2021 im Gruppe 2 Sky Bet Supreme Trial Rossington Main Novices‘ Hurdle in Haydock. Das 2m Rennen auf schwerem Boden war naturgemäß deutlich härter besetzt – und trotzdem hätte Minella Drama das Rennen erneut fast gewonnen!

Er führte bei Sprung über die letzte Hürde und konnte sich danach sogar noch ein wenig absetzten, ermüdete dann aber und musste Faivoir auf den letzten Zentimeter noch an sich vorbei ziehen lassen und mit einem Nacken den zweiten Platz belegen. Der Dritte war meilenweit entfernt und in dem Duell um die Spitze hat Minella Drama nicht viel von seinem Flair verloren gehabt und im Februar folgte dann der erste Sieg in einem Black Type Rennen in MarketRasen – wenn auch „nur“ auf Listed Ebene dafür aber über deutlich weitere Distanz – nämlich 2m4f. Die längere Distanz im Ballymore Sidney Banks Novices‘ Hurdle war am Ende aber kein Problem und Minella Drama gewann ziemlich locker.

Das Cheltenham Festival 2021 lies Minella Drama aus und startete stattdessen im April in Aintree auf Gruppe 1 Niveau, als er im Betway Mersey Novices‘ Hurdle gegen Konkurrenten wie My Drogo oder Ballyadam antrat. Dort sartete Minella Drama als klarer Außenseiter, konnte aber überraschen indem er sich den zweiten Platz sicherte. Den konnte Minella Drama am Ende zwar nur relativ knapp halten, und My Drogo war als Sieger nach der letzten Hürde hoffnungslos davongerannt aber trotzdem las sich der zweite Platz in einem sehr gut besetzten Rennen als Saisonabschluss natürlich sehr gut.

Von sechs Starts über Hürden beendete Minella Drama keinen einzigen schlechter als auf Rang 2 und die Hoffnungen waren groß, dass er nach der Sommerpause in den Chase Rennen da weiter machen würde wo er über Hürden aufgehört hatte

Ganz so einfach gelang der Wechsel der Disziplinen allerdings dann doch nicht, denn nach dem ersten Achtungserfolg im Kalahari King Novices‘ Limited Handicap Chase in Uttoxeter im Oktober, wo Minella Drama einen lockeren 9 Längen Sieg feiern konnte, musste sich Minella Drama hauchdünn im Durdar Graduation Chase geschlagen geben. Das Rennen in Carlile war mit vielen Pferden besetzt und daher war es während dem Rennen durchaus das ein oder andere Mal recht eng für Minella Drama, der aber ab der fünftletzten Hürde die Verfolgung der Führenden aufgenommen hatte und auf der Zielgraden War Lord mächtig unter Druck setzte – der konnte sich allerdings mit letzter Kraft und hauchdünnem Vorsprung über die Ziellinie retten und Minella Drama so den Sieg verwehren.

Im Gruppe 1 Close Brothers Henry VIII Novices‘ Chase im Dezember lief Minella Drama ein erstaunlich schlechtes Rennen, sein Jockey Brian Hughes erklärte, dass sein Pferd auf der Rückgeraden erheblich nach rechts hing, eine Untersuchung nach dem Rennen zeigte dann auch, dass Minella Drama sein rechtes hinteres Hufeisen verloren hatte – also eine gute Entschuldigung für diesen Aussetzer, den Minella Drama hier hoffentlich nicht noch einmal produzieren wird.

 

Papa Tango Charlie: Der No Risk At All Shn von Trainer Jonjo O’Neil  ist seit März 2019 mit dabei. Seine ersten Rennen über Hürden bestritt er in der Saison 19/20, allerdings ohne den ersten Sieg feiern zu können, dafür gab es einige Platzierungen.

Den ersten Sieg gab erst gegen Ende der nächsten Saison, die für Papa Tango Charlie auch eher mager ausgefallen war – in der ersten Hälfte der Saison im Herbst 2020 gab es keinen einzigen Start für ihn, und erst im Mai 2021 bei seinem erst zweiten Start in der Saison kam er langsam in Fahrt, um sein Maidenrennen im Juni endlich zu gewinnen – das war es dann auch schon mit den Rennen über Hürden, Papa Tango Charlie wechselte in der recht kurzen Sommerpause zu den Chase Rennen und schien da auf Anhieb sein neues zu Hause gefunden zu haben, denn anders als über Hürden gewann er seine folgenden beiden Rennen.

Das erste Rennen in Carlisle über 2m4f und weichen Untergrund gewann er mit einem erheblichen Vorsprung von 12 Längen, der zweite Start auf dem selben Kurs geriet dann allerdings ein wenig knapper, denn Uncle Alastair saß ihm auf der Zielgeraden im Nacken. Das Paar hatte sich abgesetzt und lieferte sich ein spannendes Duell, wo Papa Tango Charlie allerdings konstant die Oberhand behalten konnte.

Das hier wird noch einmal eine ganz andere Hausnummer und man darf gespannt sein, wie er gegen de bessere Konkurrenz bestehen kann.

Shakem Up’Arry: Der Flemensfirth Sohn von Trainer Ben Pauling war in seinen ersten Jahren recht fleißig, was seine Starts anbelangt.

Nach seinem Debüt im Februar 2019 versuchte er sich in der Saison 19/20 gleich vier Mal über die Hürden und ging sogar in Cheltenham im Ballymore Novices‘ Hurdle an den Start – wenn auch nur als Außenseiter mit entsprechendem Ergebnis.

Auch in der Saison 2020/21 blieb Shakem Up’Arry bei den Rennen über Hürden und schaffte bei seinem Saisondebüt in FFos Las sogar auf Anhieb den bisher verwehrten Sieg, allerdings sollte dies auch wieder der einzige SIeg in der aktuellen Saison bleiben. Dabei konnte Shakem Up’Arry durchaus einige sehr gute Ergebnisse vorweisen, wie etwa den zweiten Platz im Gruppe 1 Unibet Tolworth Novices‘ Hurdle im Januar. Dort wie in seinen restlichen Rennen hatte er allerdings recht viel Rückstand auf die Sieger und es schien nicht so, als ob  Shakem Up’Arry auf die Spitzengruppe in seinem Jahrgang aufschließen können würde.

Nach der erneuten Niederlage im Cheltenham Festival im Coral Cup Handicap Hurdle wechselte er dann im Sommer zu den Chase Rennen, stürzte aber bei seinem ersten Versuch im Follow @starsports_bet On Twitter Novices‘ Limited Handicap Chase in Ffos Las an der neunten Hürde, dafür gewann er das Virgin Bet Handicap Chase in Haydock dann unangefochten mit 8 Längen Vorsprung – sein bisher bestes Rennen!

Das hier wird allerdings noch einmal eine ganz andere Hausnummer und ich bin gespannt, wie seine Form aus dem letzte Rennen hier halten wird.

Auch Hardy Du Seuil gewann sein letztes Rennen und hätte vielleicht auch das davon gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde gestürzt wäre – was seine Bilanz auf 3 Siege aus vier Chase Renen gesteigert hätte – so hat er zwei Siege und zwei Stürze, und gerade der erste Sturz in einem Match Race war bitter  -an der allerersten Hürde ging er zu Boden und Pay The Piper musste nur über jedes der Hindernisse alleine sauber springen, um einen Sieg feiern zu können. Er muss sein Springen in den Griff bekommen, dann ist er sicher ein interessanter Chaser in dieser Saison.

 


16.01.2022 – Punchestown – Kildare Novice Chase – Pick: Bob Olinger

Pferderennen in Irland
Gestern gelang der Einstand in das neue Jahr mit eine Sieg, heute scheint die Sache in Punchestown auch ziemlich klar zu sein – ein Sieg von Bob Olinger wird erwartet. Der ist seit seinem Maidenrennen über die Hinderisse im November 2020 ungeschlagen und gewann letztes Jahr unter anderem das Ballymore Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo auch der heuteige Konkurrent Gaillard Du Mesnil aufgelaufen war.
Auch der Einstand in die Chase Rennen in dieser Saison gelang Bob Olinger spielerisch und es gibt wenig Gründe, warum er hier und heute über eine gewohnte Distanz nicht den nächsten Sieg auf dem Weg zum Cheltenham Festival feiern sollte. Er kennt zwar den Kurs hier nicht, was aber kein Problem sein sollte

2:20  Kildare Novice Chase (Grade 3)

Distanz : 2m4f (2m4f37y) |Alter  (5yo+) | Untergrund: Weich

Die Pferde:

Bob Olinger: Der Sholokhov Sohn von Henry De Bromhead wurde 2018 vor seinem ersten Start kastriert, gewann dann aber seinen ersten Start in einem PTP Rennen in Irland auch mit beeindruckenden 15 Längen. Das war schon mal ein ziemliches Ausrufezeichen, welches er auf dem Kurs in Gowran Park 111 Tage danach noch einmal wiederholte, obwohl der Untergrund schwer war. 10 Längen holte er auf die bessere Konkurrenz heraus und Bob Olinger hatte zeigen können, dass er zumindest auf dem Flat eine Menge Speed besaß und die Konkurrenz in Irland in die Tasche stecken konnte.

258 Tage später startete er dann erneut in Gowran Park über 2 Meilen und schweren Boden in seinem ersten Hürdenrennen, konnte aber nicht nahtlos an seine Erfolge aus den NHF Rennen anknüpfen und musste sich zunächst mit einem zweiten Platz zufrieden geben, nicht zuletzt, weil er gerade an der letzten Hürde unter Druck einen schlechten Sprung zeigte und Ferny Hollow ziehen lassen musste. Die beiden waren allerdings beim Zieleinlauf auch komplett unter sich und mussten keinen weiteren Konkurrenten fürchten, denn der Rest hatte über 30 Längen Rückstand auf die beiden Sieger und hatte schon eine lange Zeit keine Rolle mehr gespielt. So gesehen klein schlechter Start in die Saison, Ferny Hollow hatte schließlich im Jahr zuvor den Champion Bumper gewinnen können und hat offensichtlich seine Form auch auf die Hürden übertragen können. Der Konkurrent hat bis zum Cheltenham Festival keinen weiteren Start absolviert, im Gegensatz zu Bob Olinger, der im Dezember sein nächstes Maidenrennen locker mit 14 Längen gewinnen konnte und im Januar das Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle ebenfalls für sich entscheiden konnte.

Rachel Blackmoore griff zwischen den letzten Beiden Hürden deutlich vor dem Hauptkonkurrenten Blue Lord zur Peitsche und trieb ihren Schützling an, während Paul Townend auf Blue Lord noch zuversichtlich aussah und ihn nur mit den Zügeln zu etwas mehr Tempo antrieb, aber das Bild änderte sich komplett nach dem Sprung über die letzte Hürde, den Bob Olinger deutlich schneller absolvierte und immer mehr Tempo aufbaute, während Blue Lord urplötzlich den Anschluss verpasst hatte und nun unter starkem Druck seines Jockey trotzdem nicht mehr aufschließen konnte.

Nach der starken Leistung konnte Bob Olinger beim Cheltenham Festival im Ballymore Novices‘ Hurdle als Favorit auflaufen ud wurde dieser Einschätzung auch gerecht. Zwar begann er das Rennen ein wenig zu energisch und verbrauchte zu viel Kraft bis er einmal ins Rennen fand, von da an gab es aber kein Halten mehr. Bob Olinger verlor zwar an der viertletzten Hürde noch einmal seinen zweiten Platz hinter dem Pacesetter, war aber auch noch nicht voll in Schwung und holte sich die Führung im Cruise Modus zwischen den letzten beiden Hürden und war dann auf und davon als er einmal das „Go“ nach der letzten Hürde bekommen hatte. Gallaird Du Mesnil holte sich den zweite Platz, hatte aber locker 7 Länge Rückstand am Ende.

Nach der Sommerpause startete Bob Olinger im Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase und gewann erneut unangefochten, hatte aber einige unsaubere Sprünge in seinem Lauf und muss diese bis zum Cheltenham Festival unbedingt ein wenig ausbügeln. Er sollte das Rennen hier aber sicher gewinnen.

Gailliard Du Mesnil: Willie Mullins hat mal wieder einen ehemaligen Franzosen in Form des Saint Des Saints Sohns im Gepäck und wie so oft, hat der irische Erfolgstrainer mit seinem französischem Import schon einige Erfolge feiern können.

Gaillard Du Mesnil kam im November 2020 zu Mullins, nachdem er zuvor für I Gallorini in Frankreich aufgelaufen war und in seinen sechs Rennen auf dem Festland eine ganz solide Figur gemacht hatte. Nach dem Wechsel zu Mullins und einer 385 Tage andauernden Pause startete Gaillard Du Mesnil in seiner neuen Heimat in Punchestown mit einem zweiten Platz in einem Maidenhurdle, bevor er in Leopardstown im Dezember seinen ersten Sieg über Hürden feiern konnte.

Das Rennen über 2m4f und weichen Boden war am Ende nicht mehr als ein Trainingslauf für Gaillard Du Mesnil, aber er zeigte, dass seine Form durchaus ernst zu nehmen ist in seinem nächsten Rennen im Februar 2021, als er in Leopardstown im Gruppe 1 Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50k Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle startete.

Das Gruppe 1 Rennen ging Gaillard Du Mesnil wieder als Favorit an, obohl es mit 2m6f noch einmal 2 Furlong länger war und der Boden noch weiter aufgeweicht war als beim letzten Rennen. Der schwere Boden machte ihm allerdings keinerleid Probleme, stattdessen fand sich Gaillard Du Mesnil gemütlich im Mittelfeld des Feldes ein und lies den anderen Pferden den Vortritt und die Aufgabe, das Tempo zu setzen. Nach der drittletzten Hürde begann Gaillard Du Mesnil langsam das Feld aufzurollen und holte sich an der vorletzten Hürde den zweiten Platz, zog vor der letzten Hürde endgültig nach vorne und nach dem letzten Sprung auf und davon. Er konnte von Paul Townend vor dem Ziel sogar noch ein wenig zurück genommen werden. Der starke Lauf zum Ziel wusste zu gefallen auch wenn Gaillard Du Mesnil zwischenzeitlich nicht so ausgesehen hatte, als ob er über die letzten Meter noch derart viel Kraft übrig haben würde – merke, der Saint Des Saints Sohn kann einen langen Drive aushalten und schöpft unter Druck eine ganze Weile aus seinen Kraftreserven.

Das reichte freilich nicht, um im Gruppe 1 Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase beim Cheltenham Festival dem herausragenden Bob Olinger gefährlich zu werden, aber immerhin, um sich auf der Zielgeraden doch noch den zweiten Platz zu holen und deutlich vor Bravemansgame ins Ziel zu kommen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Alanna Homes Champion Novice Hurdle im April in AIntree gab es nicht viel Konkurrenz und Gaillard Du Mesnil gewann das Rennen wie erwartet, wenn auch in eher unspektakulärer Weise mit „nur“ zwei Längen Vorsprung, trotzdem ist der zweite Gruppe 1 Sieg in der Karriere natürlich immer ein Grund zu feiern – umso mehr, wenn der in der ersten Saison über die Hindernisse kommt!

Der Einstand in die neue Saison nach der Sommerpause verlief zufriedenstellend, als Gaillard Du Mesnil im Dezember im Get A Run For Your Money With BetVictor Beginners Chase in Naas auflief und einen dritten Platz holen konnte. Ihm schien die Ausdauer zu fehlen um die 2m3f auf weichem Boden bewältigen zu können, was für ihn eher ungewöhnlich ist, aber nach 230 Tagen und einer neuen Disziplin kann das schon mal vorkommen, ich erwarte jedenfalls eine deutliche Steigerung in den nächsten Rennen.

Capodanno: Der Manduro Sohn von Willie Mullins startet unter Mark Walsh und läuft in den Quoten seinen erfolgreichen Stallgefährten Gaillard Du Mesnil gerade den Rang ab – und das ohne einen einzigen Start in einem Gruppenrennen bisher!

Capodanno begann seine Karriere in Compiegne in Frankreich im November 2019 und schaffte auf Anhieb einen zweiten Platz, wechselte dann aber auch schon direkt zu Mullins nach Irland und dürfte im Dezember 2020 für den Erfolgstrainer das erste Rennen bestreiten, was in einem respektablen dritte Platz für Capodanno endete.

Nach dem Warmmacher nach der langen Pause konnte Capodanno dann aber zeigen was in ihm steckt und gewann das nächste Maidenrennen mit 7 Längen Vorsprung. Die folgenden Novice Hurdle in Naas, Turles und Punhestown machten klar, dass Capodanno Potential hat, aber in der ersten Saison wohl nicht auf die Spitzengruppe in seinem Alter aufschließen können würde. Dafür beendete er die Saison im Conway Piling Handicap Hurdle (Grade B) mit einem Knall, als der das gut besetzte und mit 25 Pferden sehr volle Rennen locker mit über 6 Längen gewinnen konnte – eine spitzen Leistung, die er im Dezember in der neuen Disziplin (den Chase Rennen) im Get A Run For Your Money With BetVictor Beginners Chase zwar nicht 1:1 reproduzieren konnte, für einen Sieg reichte es aber trotzdem – und das, obwohl sein Stallgefährte Gaillard Du Mesnil, ein zweifacher Gruppe 1 Sieger über Hürden – in dem Rennen als klarer Favorit an den Start gegangen war.

Capodanno machte an der vorletzten Hürde einen schweren Fehler, der ihn einiges an Raum kostete, fing sich aber wieder und holte sich seine Führung rechtzeitig vor der Ziellinie wieder zurück. Vor dem Fehler sah alles nach einem Kantersieg für Capodanno aus, so dass ich verstehen kann, warum er heute vor Gaillard Du Mesnil rangiert  – auch wenn ich die Einschätzung nicht ganz teile.


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