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Pferderennen

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16.01.2021 – Punchestown – Kildare Novice Chase – Pick: Bob Olinger

Pferderennen in Irland
Gestern gelang der Einstand in das neue Jahr mit eine Sieg, heute scheint die Sache in Punchestown auch ziemlich klar zu sein – ein Sieg von Bob Olinger wird erwartet. Der ist seit seinem Maidenrennen über die Hinderisse im November 2020 ungeschlagen und gewann letztes Jahr unter anderem das Ballymore Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo auch der heuteige Konkurrent Gaillard Du Mesnil aufgelaufen war.
Auch der Einstand in die Chase Rennen in dieser Saison gelang Bob Olinger spielerisch und es gibt wenig Gründe, warum er hier und heute über eine gewohnte Distanz nicht den nächsten Sieg auf dem Weg zum Cheltenham Festival feiern sollte. Er kennt zwar den Kurs hier nicht, was aber kein Problem sein sollte

2:20  Kildare Novice Chase (Grade 3)

Distanz : 2m4f (2m4f37y) |Alter  (5yo+) | Untergrund: Weich

Die Pferde:

Bob Olinger: Der Sholokhov Sohn von Henry De Bromhead wurde 2018 vor seinem ersten Start kastriert, gewann dann aber seinen ersten Start in einem PTP Rennen in Irland auch mit beeindruckenden 15 Längen. Das war schon mal ein ziemliches Ausrufezeichen, welches er auf dem Kurs in Gowran Park 111 Tage danach noch einmal wiederholte, obwohl der Untergrund schwer war. 10 Längen holte er auf die bessere Konkurrenz heraus und Bob Olinger hatte zeigen können, dass er zumindest auf dem Flat eine Menge Speed besaß und die Konkurrenz in Irland in die Tasche stecken konnte.

258 Tage später startete er dann erneut in Gowran Park über 2 Meilen und schweren Boden in seinem ersten Hürdenrennen, konnte aber nicht nahtlos an seine Erfolge aus den NHF Rennen anknüpfen und musste sich zunächst mit einem zweiten Platz zufrieden geben, nicht zuletzt, weil er gerade an der letzten Hürde unter Druck einen schlechten Sprung zeigte und Ferny Hollow ziehen lassen musste. Die beiden waren allerdings beim Zieleinlauf auch komplett unter sich und mussten keinen weiteren Konkurrenten fürchten, denn der Rest hatte über 30 Längen Rückstand auf die beiden Sieger und hatte schon eine lange Zeit keine Rolle mehr gespielt. So gesehen klein schlechter Start in die Saison, Ferny Hollow hatte schließlich im Jahr zuvor den Champion Bumper gewinnen können und hat offensichtlich seine Form auch auf die Hürden übertragen können. Der Konkurrent hat bis zum Cheltenham Festival keinen weiteren Start absolviert, im Gegensatz zu Bob Olinger, der im Dezember sein nächstes Maidenrennen locker mit 14 Längen gewinnen konnte und im Januar das Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle ebenfalls für sich entscheiden konnte.

Rachel Blackmoore griff zwischen den letzten Beiden Hürden deutlich vor dem Hauptkonkurrenten Blue Lord zur Peitsche und trieb ihren Schützling an, während Paul Townend auf Blue Lord noch zuversichtlich aussah und ihn nur mit den Zügeln zu etwas mehr Tempo antrieb, aber das Bild änderte sich komplett nach dem Sprung über die letzte Hürde, den Bob Olinger deutlich schneller absolvierte und immer mehr Tempo aufbaute, während Blue Lord urplötzlich den Anschluss verpasst hatte und nun unter starkem Druck seines Jockey trotzdem nicht mehr aufschließen konnte.

Nach der starken Leistung konnte Bob Olinger beim Cheltenham Festival im Ballymore Novices‘ Hurdle als Favorit auflaufen ud wurde dieser Einschätzung auch gerecht. Zwar begann er das Rennen ein wenig zu energisch und verbrauchte zu viel Kraft bis er einmal ins Rennen fand, von da an gab es aber kein Halten mehr. Bob Olinger verlor zwar an der viertletzten Hürde noch einmal seinen zweiten Platz hinter dem Pacesetter, war aber auch noch nicht voll in Schwung und holte sich die Führung im Cruise Modus zwischen den letzten beiden Hürden und war dann auf und davon als er einmal das „Go“ nach der letzten Hürde bekommen hatte. Gallaird Du Mesnil holte sich den zweite Platz, hatte aber locker 7 Länge Rückstand am Ende.

Nach der Sommerpause startete Bob Olinger im Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase und gewann erneut unangefochten, hatte aber einige unsaubere Sprünge in seinem Lauf und muss diese bis zum Cheltenham Festival unbedingt ein wenig ausbügeln. Er sollte das Rennen hier aber sicher gewinnen.

Gailliard Du Mesnil: Willie Mullins hat mal wieder einen ehemaligen Franzosen in Form des Saint Des Saints Sohns im Gepäck und wie so oft, hat der irische Erfolgstrainer mit seinem französischem Import schon einige Erfolge feiern können.

Gaillard Du Mesnil kam im November 2020 zu Mullins, nachdem er zuvor für I Gallorini in Frankreich aufgelaufen war und in seinen sechs Rennen auf dem Festland eine ganz solide Figur gemacht hatte. Nach dem Wechsel zu Mullins und einer 385 Tage andauernden Pause startete Gaillard Du Mesnil in seiner neuen Heimat in Punchestown mit einem zweiten Platz in einem Maidenhurdle, bevor er in Leopardstown im Dezember seinen ersten Sieg über Hürden feiern konnte.

Das Rennen über 2m4f und weichen Boden war am Ende nicht mehr als ein Trainingslauf für Gaillard Du Mesnil, aber er zeigte, dass seine Form durchaus ernst zu nehmen ist in seinem nächsten Rennen im Februar 2021, als er in Leopardstown im Gruppe 1 Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50k Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle startete.

Das Gruppe 1 Rennen ging Gaillard Du Mesnil wieder als Favorit an, obohl es mit 2m6f noch einmal 2 Furlong länger war und der Boden noch weiter aufgeweicht war als beim letzten Rennen. Der schwere Boden machte ihm allerdings keinerleid Probleme, stattdessen fand sich Gaillard Du Mesnil gemütlich im Mittelfeld des Feldes ein und lies den anderen Pferden den Vortritt und die Aufgabe, das Tempo zu setzen. Nach der drittletzten Hürde begann Gaillard Du Mesnil langsam das Feld aufzurollen und holte sich an der vorletzten Hürde den zweiten Platz, zog vor der letzten Hürde endgültig nach vorne und nach dem letzten Sprung auf und davon. Er konnte von Paul Townend vor dem Ziel sogar noch ein wenig zurück genommen werden. Der starke Lauf zum Ziel wusste zu gefallen auch wenn Gaillard Du Mesnil zwischenzeitlich nicht so ausgesehen hatte, als ob er über die letzten Meter noch derart viel Kraft übrig haben würde – merke, der Saint Des Saints Sohn kann einen langen Drive aushalten und schöpft unter Druck eine ganze Weile aus seinen Kraftreserven.

Das reichte freilich nicht, um im Gruppe 1 Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase beim Cheltenham Festival dem herausragenden Bob Olinger gefährlich zu werden, aber immerhin, um sich auf der Zielgeraden doch noch den zweiten Platz zu holen und deutlich vor Bravemansgame ins Ziel zu kommen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Alanna Homes Champion Novice Hurdle im April in AIntree gab es nicht viel Konkurrenz und Gaillard Du Mesnil gewann das Rennen wie erwartet, wenn auch in eher unspektakulärer Weise mit „nur“ zwei Längen Vorsprung, trotzdem ist der zweite Gruppe 1 Sieg in der Karriere natürlich immer ein Grund zu feiern – umso mehr, wenn der in der ersten Saison über die Hindernisse kommt!

Der Einstand in die neue Saison nach der Sommerpause verlief zufriedenstellend, als Gaillard Du Mesnil im Dezember im Get A Run For Your Money With BetVictor Beginners Chase in Naas auflief und einen dritten Platz holen konnte. Ihm schien die Ausdauer zu fehlen um die 2m3f auf weichem Boden bewältigen zu können, was für ihn eher ungewöhnlich ist, aber nach 230 Tagen und einer neuen Disziplin kann das schon mal vorkommen, ich erwarte jedenfalls eine deutliche Steigerung in den nächsten Rennen.

Capodanno: Der Manduro Sohn von Willie Mullins startet unter Mark Walsh und läuft in den Quoten seinen erfolgreichen Stallgefährten Gaillard Du Mesnil gerade den Rang ab – und das ohne einen einzigen Start in einem Gruppenrennen bisher!

Capodanno begann seine Karriere in Compiegne in Frankreich im November 2019 und schaffte auf Anhieb einen zweiten Platz, wechselte dann aber auch schon direkt zu Mullins nach Irland und dürfte im Dezember 2020 für den Erfolgstrainer das erste Rennen bestreiten, was in einem respektablen dritte Platz für Capodanno endete.

Nach dem Warmmacher nach der langen Pause konnte Capodanno dann aber zeigen was in ihm steckt und gewann das nächste Maidenrennen mit 7 Längen Vorsprung. Die folgenden Novice Hurdle in Naas, Turles und Punhestown machten klar, dass Capodanno Potential hat, aber in der ersten Saison wohl nicht auf die Spitzengruppe in seinem Alter aufschließen können würde. Dafür beendete er die Saison im Conway Piling Handicap Hurdle (Grade B) mit einem Knall, als der das gut besetzte und mit 25 Pferden sehr volle Rennen locker mit über 6 Längen gewinnen konnte – eine spitzen Leistung, die er im Dezember in der neuen Disziplin (den Chase Rennen) im Get A Run For Your Money With BetVictor Beginners Chase zwar nicht 1:1 reproduzieren konnte, für einen Sieg reichte es aber trotzdem – und das, obwohl sein Stallgefährte Gaillard Du Mesnil, ein zweifacher Gruppe 1 Sieger über Hürden – in dem Rennen als klarer Favorit an den Start gegangen war.

Capodanno machte an der vorletzten Hürde einen schweren Fehler, der ihn einiges an Raum kostete, fing sich aber wieder und holte sich seine Führung rechtzeitig vor der Ziellinie wieder zurück. Vor dem Fehler sah alles nach einem Kantersieg für Capodanno aus, so dass ich verstehen kann, warum er heute vor Gaillard Du Mesnil rangiert  – auch wenn ich die Einschätzung nicht ganz teile.


15.01.2022 – Kempton – Coral Silviniaco Conti Chase – Pick: Mister Fisher

Pferderennen in England

So, nach zwei Wochen Pause – teils Urlaubsbedingt, teils weil einfach nicht viel los war und teilweise weil privat zu viel los war – Starten wir heute in unser neues Jahr

Ich hoffe Ihr seid alle in das neue Jahr gekommen und konntet das letzte Jahr gut überstehen – das war ja nicht immer einfach, Corona seid dank. Und Corona begleitet uns auch über den Jahreswechsel weiter, aber hoffentlich wird es sich dieses Jahr irgendwann erledigen, und wir können alle wieder an die Rennbahn – ohne Impfung, ohne Tests und ohne Beschränkungen – wäre doch schön, aber vielleicht auch erst 2023…. aber es kommt wieder, ganz sicher.

Also, erstes Rennen für uns in der neuen Saison:

15:05 –  Coral Silviniaco Conti Chase (Grade 2) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 2m4½f (2m4f110y) | Alter: (5yo+) | Untergrund: Weich | 16 Hürden

Favorit ist Mister Fisher, der erst vor zwei Wochen hier auf dem selben Kurs im King George VI Stakes startete und dort eigentlich nie mit dem gesetzten Tempo klar kam, sondern die Sieger sang und klanglos ziehen lassen musste und das Rennen dann 3 Hürden vor dem Ziel vorzeitig beenden musste.

Allerdings ist die Konkurrenz heute deutlich leichter und Mister Fisher mag die Distanz von 2m4f deutlich mehr als die 3m aus dem letzten Rennen – ich kann also nachvollziehen, warum er hier und heute als Favorit an den Start gehen wird, denn sein erter Lauf in der neuen Saison gegen Frodon war schon ziemlich stark gewesen und das King George reicht kaum aus, um seine orm aus dem Rennen komplett zu negieren..

Defi Du Seuil´s Karriere hat in den letzten beiden Saisons ein wenig den Drive verloren – lange Pausen, wenig zählbares und auch das Saisondebüt im 1965 Chase in Ascot im November 2021 war klar unter den Erwartungen geblieben. Ich denke je mehr es Regnet, um so besser seine Chancen, und vielleicht macht sich ja auch noch die OP die er im Sommer hatte bezahlt… ich würde es ihm jedenfalls wünschen und er ist in sein letztes Rennen immerhin als Favorit gegangen!

Eldorado Allen bleibt bei den -meiner Meinung nach unpassenden – 2m4f, bekommt aber weichen Boden, den er mehr mögen wird als den schnellen Boden zuvor und ih ann mir eine gesteigerte Leistung von ihm hier gut vorstellen. Rouge Vif war lange nicht mehr erfolgreich in einem Gruppenrennen, im Feburar 2020 schlug er den hohgehandelten Nube Negra in Warwick…. aber das war über 2m, wo er auch eine besten Rennen bisher gezeigt hat – 2m4f? Ich denke eher nicht, auch wenn er nun neu bei Paul Nicholls ist

Mister Fisher: Der Jeremy Sohn startet für Trainer Nicky Henderson und ist in seiner Karriere ein wenig „Hit und Miss“

Der Trainer hat Mister Fisher schon von Anfang an unter Vertrag und gewann mit ihm gleich den ersten Start in seiner Karriere in Kempton und schickte ihn danach auf Gruppe 2 Ebene als einer der Favoriten in das Gruppe 2 Weatherbys Racing Bank Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree, wo auch Al Dancer mit von der Partie war. Das Rennen war noch ein wenig zu viel für Mister Fisher und sein Trainer schickte ihn nach der Eingewöhnung auf dem Flat in eine 208 Tage Pause und die Hürdenrennen in der neuen Saison.

Der Einstand war schon sehr vielversprechend mit einem zweiten Platz nur einen kurzen Kopf hinter dem Sieger  Ecu De La Noverie. Mister Fisher fürhte sogar 100m vor dem Ziel, wurde aber knapp vor der Ziellinie doch noch eingeholt und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Beim zweiten Start in der neuen Saison, dem 32Red Casino Novices‘ Hurdle lief es dann schon besser, als er Rouge Vif über 2m auf gutem Untergrund in die Schranken weisen konnte. Dabei  war vor allem der Sprung an der letzten Hürde bemerkenswert, als Mister Fisher schon an der Front war und mit dem gewaltigen Satz den Sack zu machte.

Er traf in diesem Rennen auf einige der heutigen Konkurrenten wie Rouge Vif, The Big Bite oder Thomas Darby und hatte die Konkurrenten alle sicher in der Tasche. Seine gute Form unterstrich er noch mit einem Sieg in Kempton im Gruppe 2 Rossington Novices‘ Hurdle, wo er als Favorit das Rennen am Ende mit 2 Längen gewann. Er hatte an der vorletzten Hürde einen etwas seltsamen Sprung eingebaute und hatte auf der Zielgeraden mehr mit dem Front Runner zu schaffen als es bei den Hürden zuvor den Anschein erweckt hatte und das Cheltenham Festival 2019 kam vielleicht ein wenig zu früh. Er baute seine Form aber nach dem Wechsel in die Chase Rennen im November 19 weiter aus und gewann nach einem zweiten Platz in Warwick im November und einem Sieg im Dezember im Ryman Novices‘ Chase das Gruppe  2 Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase im Januar mit einer starken Leistung gegen Al Dancer. Die Distanz von 2m schien ihm zu liegen, trotzdem ging es im Cheltenham Festival über 2m4f im Marsh Novices‘ Chase und die Distanz könnte eine Rolle darin gespielt haben, dass Mister Fischer zwar einen guten vierten Platz erreichen konnte, aber nach der letzten Hürde nicht die Power hatte, um mit den ersten Drei mitzugehen.

Aber auch nach der nächsten Sommerpause zur Saison 20/21 blieb Mister Fisher bei der Distanz von 2m4f mit dem Saisonziel beim Cheltenham Festival im Blick. Beim ersten Rennen im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase verlor er noch eines seiner Hufeisen und musste nach einigen schlechten Sprüngen aus dem Rennen genommen werden, aber ohne solche Schicksalsschläge gewann Mister Fisher sein zweites Rennen in Form des Gruppe 2 Fitzdares Club Loves The Peterborough Chase, mit einem starken Lauf nach der letzten Hürde.

Der Lauf reichte allerdings nicht, um ihn auf das Cheltenham Festival vorzubereiten und Mister Fisher musste das Ryanair Chase vorzeitig zu beenden, und auch im April im Bowl Chase machte er vorzeitig Schluss – allerdings indem er seinen Jockey Nico De Boinvillea an der zwölften Hürde abwarf   – und das hatte sich an der elften Hürde auch schon mit einem sehr schlechten Sprung angekündigt.

Nach der Sommerpause kam er mit einem starken Lauf gegen Frodon im Oaksey Chase zurück und unterlag dem Konkurrenten nur knapp, allerdings war die längere Distanz und stärkere Konkurrenz im King George VI Case beim Boxing Day dann eine Nummer zu groß für Mister Fisher, der nachdem er am Anfang einfach nur den Pacesettern mit Abstand hinterherlaufen konnte, dann an der drittletzten Hürde die Segel strich und vorzeitig beendete.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte. Ich denke auch heute ist wieder ein Platz drin

Rennpferd Tipps: Zwei zweite Plätze hinter Shishkin – zwar abgeschlagen, aber immerhin. Er ist der, der die Scherben aufsammelt, sollte etwas für die Favoriten schief gehen.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte und auch der Saisonabschluss der Saison 2020/21 im Manifesto Novice Chase in Aintree im April gelang nicht – vielleicht auch weil Eldorado Allen das erste Mal über 2m4f starte und auf den letzten Metern etwas an Zug verlor – er lief allerdings kein schlechtes Rennen  und gewann nach der Sommerpause verdient das Gruppe 2 Betway Haldon Gold Cup (A Limited Handicap Chase) in Exeter in einem spannenden Duell gegen Hitman, der zusammen mit ihm über die letzte Hürde ging und sich auf dem Run – In nicht geschlagen geben wollte. Erst auf den letzten Metern konnte Eldorado Allen sich dann letztendlich absetzten und gewann mit einer Länge.

Auch sein nächster Start im Gruppe 2 Fitzdares Peterborough Chase verlief zunächst nicht schlecht, nach einem schweren Fehler an der fünftletzten Hürde verlor Eldorado Allen allerdings zunächst den Anschluss und geriet an den nächsten Hürden immer mehr unter Druck, konnte sich aber immerhin noch den dritten Platz sichern. Vielleicht war der Untergrund zu schnell für ihn und der weiche Boden sollte ihm durchaus mehr liegen – ich bin gespannt.

Defi Du Seuil: 

Schon eine Weile läuft es nicht so richtig für den Voix Du Nord Sohn Defi Du Seuil. Anfang 2020 hatte er einen Lauf, der seinen Ursprung 2019 hatte und nachdem er das Tingle Creek Chase und das Clarence House Chase gewonnen hatte, war er eigentlich als klarer Favorit für das Queen Mother Chase beim Cheltenham Festival gesetzt worden – erlitt aber eine überraschend deutliche Niederlage mit einem vierten Platz, von der er sich 2020 augescheinlich nicht mehr erholte. Die Saison 2020/21 wurde nach zwei Rennen abgebrochen und Defi Du Seuil bekam stattdessen in der Sommerpause zu jetzigen Saison eine OP an der Windröhre. Sein Trainer ist mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, und so startet Defi Du Seuil trotz fast 1,5 Jahren ohne Sieg hier nun als Favorit.

Wir werden sehen ob er etwas von seinem alten Potential abrufen kann.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Defi Du Seuil im März 2019  als 2-5-Favorit in die Champion Chase ging, um zum führenden Zwei-Meilen-Chaser der Saison 2019-20 gekrönt zu werden.

Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend und obwohl im nachfolgenden Gruppe 2 Shloer Chase einige Hauptkonkurrenten ausfielen, konnte Defi Du Seuil kein Kapital daraus schlagen, denn beim Einbiegen in die Zielgerade zog Put The Kettle neben Defi Du Seuil neben ihm das Tempo an um die Verfolgung von Duc Des Genievres aufzunehmen und am Ende zu gewinnen  – während Defi Du Seuil sogar noch vom einzigen weiteren Konkurrenten, Riders On The Storm, eingesammelt wurde und das Rennen vor der letzten Hürde noch vorzeitig beendete.

69 Tage später verlief es im Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase für Defi Du Seuil nicht viel besser. Zwar hatten die Buchmacher und die Fans mittlerweile eingesehen, das Defi Du Seuil gegen Konkurrenten wie Politologue und Waiting Paitiently nicht als Favorit gelten kann, und auch wenn am Ende der Außenseiter First Flow das Rennen gewinnen konnte, war die Einschätzung mit Defi Du Seuil am Ende doch richtig gewesen. Wieder baute der mehrfache Gruppe 1 Sieger mehrere Fehler in seine Sprünge ein, wieder ging ihm ab der letzten Hürde gehörig die Puste aus – alles in allem eine eher traurige Vorstellung, die seine Pläne für den Rest des Jahres auch gleich beendeten. Stattdessen gab es eine Windröhren OP im Juni 2021, was bei seinem Saisondebüt im 1965 Chase allerdings nicht wirklich geholfen hat – dort musste Defi Du Seuil relativ früh motiviert werden um den Anschluss an die Konkurrenz zu halten, die ein ordentliches Tempo setzte, und im Endeffekt konnte Defi Du Seuil am Ende auch nicht mehr mithalten und fiel bis auf 35 Längen zurück

Er ist deutlich besser, als er dort zeigen konnte und ich hoffe, er kommt noch einmal in Form

Pick: Mister Fisher

 


29.12.2021 – Leopardstown – Matheson Hurdle – Pick: Sharjah

Pferderennen in Irland

15:20 Matheson Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 150.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Sharjah wird versuchen, das Rennen hier ein viertes Mal in Folge zu gewinnen – nach 2018, 2019 und 2020. Keines der Jahre lief er als Favorit auf, gewann aber am Ende überzeugend. Dieses Jahr hat er dabei auch noch einige der Hauptkonkurrenten zuvor schlagen können. Ich glaube zwar, dass Echoes in Rain deutlich besser laufen kann als er es in seinem letzten Rennen tat, aber Sharjah liebt dieses Rennen – und ich kann logisch nicht begründen, warum ich ihn hier nicht empfehlen sollte.
Petit Mouchoir holte hier letztes Jahr eine Platzierung und ich würde ihm den dritten Platz durchaus gönnen, für die Plätze sind aber Zanahiyr und Echoes in Rain klar die besseren Alternativen

Sharjah: Der Doctor Dino Sohn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 für Trainer J. E. Pease in Frankreich, brauchte aber eine Weile bis er so richtig in Gang kam und wechselte zuvor noch zu Trainer H F Devin im Jahr 2016, wo er nach drei weiteren Rennen sein erstes Rennen in Deauville gewann. Die weiteren Starts waren nicht schlecht mit Platzierungen nur jeweils knapp über einer Länge hinter dem Sieger, aber er erwies sich als nicht ganz leicht zu steuern und zu trainieren und wurde im Januar 2017 kastriert, um im September 2017 zu Trainer Willie Mullins zu wechseln.

Der Einstand in Irland gelang mit zwei Siegen in den ersten beiden Rennen nach Maß und Mullins schickte ihn danach direkt in die Gruppe 1 Ebene im  Paddy Power Future Champions Novice Hurdle , um zu sehen wie die Ziele der Rest der Saison stehen würden.

Sharjah hatte beim Paddy Power Future Champions Novice Hurdle  im Dezember 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, sah er doch wie der sichere Sieger dieses Rennens an der letzten Hürde aus, bevor er stürzte und das Rennen an Whiskey Sour übergab. Auch Real Steel stürzte an dieser Hürde, sah aber längst nicht so gut aus  während dem Rennen wie Sharjah und mit anderen Konkurrenten wie Mengli Khan im Rennen, hatte die Form einiges an Gewicht. Danach ging er aber sang und klanglos gegen Samcro im Deloitte Novice Hurdle unter und auch seine Starts im Supreme Novices‘ Hurdle oder dem Studs Novice Hurdle brachten keinen Erfolg. Er blieb im Jahr 2018 stets aktiv und startete noch im Gruppe 1 Herald Novice Hurlde und dem Gruppe 3 Grimes Hurdle , wo er immerhin einen dritten Platz hinter Joey Sasa und Wicklow Brave erringen konnte.

Dann kam seine Sternstunde im Guinness Galway Hurdle, wo er auf Gruppe 1 Ebene trotz seines hohen Gewichts im August einen souveränen Sieg feiern konnte. Das Rennen war zwar gut besetzt, trotzdem konnte sich Sharjah auf den letzten Metern mit über drei Längen absetzten und er schaffte seinen besten Lauf in seiner Karriere bisher. Wenig überraschend schaffte er es nicht sich im Petingo Handicap im September an diese For anzuküpfen, und auch im Irish Cesarewitch und dem Gruppe 2 WKD Hurdle im September kam es nicht zu einer Überraschung und Sharjah musste sich weiter hinten einsortieren.

Im Gruppe 1 Morgiana Hurdle  im November 2018 kam dann doch die Überraschung und Sharjah schlug seinen Stallgefährten Faugheen mit 7,5 Längen. Dabei hielt er sich in dem kleinen Feld zunächst an dritter Position, konnte die Führung an der vorletzten Hürde aber Problemlos übernehmen und ging dann weiter vor an der letzten Hürde, wo Faugheen als eigentlicher Favorit den Anschluss nicht mehr halten konnte und Sharjah ziehen lassen musste.

Sharjah startete danach noch einmal im Dezember im Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Supasundae, Samcro, Melon und Petit Mouchoir, und wieder wurde Sharjah nicht als Favorit des Rennens gehandelt, sondern klar hinter einigen der Konkurrenten einsortiert – was eine klare Fehleinschätzung war. So rollte Sharjah erneut das Feld von hinten auf und verbesserte seine Position vom fünften Platz an der vorletzten Hürde auf den ersten Platz und damit die Tonangebende Position, die er dann nach dem letzten Sprung immer weiter ausbauen konnte.

Mit der Leistung im Rücken ging es ein weiteres Mal nach Cheltenham und dieses Mal sollte es besser laufen als beim letzten Jahr, wo er Achter im Supreme Novices‘ Hurdle wurde, aber auch 2019 brachte Sharjah kein Glück, denn schon an der dritten Hürde wurde er von Buveur D’Air zu Fall gebracht, und dieser Sturz schien seine Spuren hinterlassen zu haben, denn das war dann auch der letzte Start in der aktuellen Saison und selbst bei seinem Saisondebüt im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene schien er alles andere als fit zu sein, denn er belegte nur einen vierten Platz fast neun Längen hinter dem Sieger Saldier.

Auf den Zweiten des Rennens, Petit Mouchoir, traf er im Gruppe 1 Matheson Hurdle einen Monat später wieder, schien dabei aber wieder in Form zu kommen und gewann das Rennen mit einem überzeugenden Lauf und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zum zweiten Versuch des Sieges in einem Gruppe 1 Rennens während des Weihnachtsfestivals in Leopardstown wieder fit und gewann das Matheson Hurdle gegen Petit Mouchoir mit souveränen 3 Längen. Die 2m waren kein Problem auf weichem Untergrund und der nächste Versuch im Februar PCI Irish Champion Hurdle auf Gruppe 1 Ebene  wurde mit Spannung erwartet. Nicht nur ging es wieder gegen Petit Mouchoir, sondern auch gegen Supasundae und vor allem die aufstrebende Wunderstute Honeysuckle – die das Rennen auch knapp gegen Darver Star gewinnen konnte, während Supasundae und vor allem Sharjah kaum eine Rolle um den Sieg spielten.

Für sein Rennen beim Cheltenham Festival wählte Sharjah das Champion Hurdle und wurde nach der klaren Niederlage zuvor als Außenseiter geführt, überraschte aber mal wieder und kam auf einem klaren zweiten Platz ins Ziel. Der Favorit Epatante gewann wie erwartet das große Rennen, aber Sharjahlief ein großartiges Rennen. Er hielt sich trotz des großen Feldes im hinteren Bereich und begann erst im letzten Drittel langsam das Feld aufzurollen, während Epatante zu dem Zeitpunkt schon vorne mit dabei war. Und auch wenn Epatante aus dieser Position das meiste machte und das Rennen am Ende gewann – Sharjah lief ein hervorragendes Rennen und zeigte sehr gute Form, indem er es schaffte sich auf dem Run In noch den zweiten Platz vor Darver Star sichern zu können!
Leider endete nach dem Cheltenham Festival die Jump Saison praktisch, weil Corona sich über Europa ausbreitete, aber Sharjah versuchte trotzdem aktiv zu bleiben und bestritt zwei Renne auf dem Flat im Juni und Juli, mit mäßigen Ergebnissen. Aber dafür gelang ihm der Einstieg in die Sprung Saison hervorragend, als er das Gruppe 1 Matheson Hurdle in Leoparstown mit zwei Längen locker gewinnen konnte. Wieder hielt sich Sharjah im hinteren Bereich des Feldes, rollte aber gemütlich das Feld von hinten auf und hatte nach der letzten Hürde nur noch Aspire Tower vor sich, den er ebenfalls locker einsammelte. Vom Favoriten Saint Roi war nicht viel zu sehen, ebenso wenig von Abacadabras, der sich aber beim nächsten Rennen revanchierte, als die beiden im Irish Champion Hurdle auf Honeysuckle trafen.

Die ungeschlagene Stute dominierte das Rennen von der Front und lies keinem anderen Rennpferd eine Chance und die Taktik von Sharjah, aus dem hinteren Bereich des Feldes zum Angriff anzusetzen erwies sich als Fehler, denn Honeysuckle setzte ein hartes Tempo und Abacadabras setzte früh zur Verfolgung der Stute an, die sich bis zu fünf Längen vor das Feld setzte. Sharjah versuchte noch sich an die ersten beiden dran zu hängen und sammelte unter anderem Saint Roi und Petit Mouchoir ein, konnte aber die ersten beiden nicht mehr erreichen.

Sharjah lies sich im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival 2021 nicht ganz so weit zurückfallen und begann fürher als sonst das Feld von hinten aufzurollen, denn er kennt das Rennen gut und der zweite Platz 2020 in diesem Rennen war einer seiner größten Erfolge in den letzten Jahren und auch wenn die Konkurrenz 2021 noch einmal besser war als die im letzten Rennen, sprang am Ende wieder der zweite Platz heraus – ein massiver Erfolg für Sharjah, der sich mit einem guten Lauf über die letzten drei Hindernisse gut drei Längen von der Vorjahressiegerin Epatante absetzten konnte – allerdings hatte er keine Chance gegen die Siegerin.

In den letzten beiden Rennen war er jeweils auf einem der ausbezahlten Plätze hinter Honeysuckle und auch im Gruppe 2 Paddy Power Champion Hurdle im April war Honeysuckle vor ihm – aber dieses Mal, auf schnellerem Untergrund gegen Ende der Saison kam Sharjah doch noch recht gut an Honeysuckle heran, die an der letzten Hürde einen langsamen Sprung einlegte.

 

Beim Saisondebüt nach der Sommerpause war Sharjah wieder gut erholt und in Bestform und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten Zanahiyr mit 3 Längen durchsetzen und auch Echoes in Rain wurde klar geschlagen….. also haben wir eine Art Rematch aus dem November vor uns…. wird es heute genau so ablaufen?
Möglich, er hatte die beiden Konkurrenten klar im Griff – und wird heute versuchen dieses Rennen zum Vierten Mal in Folge zu gewinnen.
Zanahiyr

Echoes In Rain: Der Authorized Son von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere  für Trainer L. Gadbin in Frankreich im Jahr 2018 mit einem Sieg auf dem Kurs im Argentan mit einem Sieg und blieb bis Mai 2019, wo er abschließend den Prix de Brissac auf sehr weichem Untergrund gewann und dann zu Willie Mullins wechselte.

Willie Mullins lies seinen Neuzugang dann gleich auf Gruppe 2 Ebene starten und schickte Echoes In Rain in das Knight Frank Juvenile Hurdle in Leopardstown, wo er allerdings auf einem fünften Platz ins Ziel kam und keine Chance hatte, sich mit den Führenden mit zu halten – er hatte einfach nicht die Ausdauer um konkurrenzfähig zu sein, was nach so einer langen Pause, Länderwechsel und so weiter mehr als verständlich ist.

Trotzdem schickte Willie Mullins ihn gleich in die nächste längere Pause und lies ihn erst ein Jahr später in Naas im Irish Field „Supporting Irish Racing“ Maiden Hurdle starten, um den ersten Sieg über Hürden feiern zu lassen – der Sieg gelang dann auch unangefochten, was von einem späteren Gruppenstarter auch so erwartet worden war. Trotzdem muss man zugestehen, dass der Sieg doch ziemlich beeindruckend war und sich für die kommende Saison gut las.

Trotzdem gelang der Sieg im Gruppe 2 Sky Bet Moscow Flyer Novice Hurdle in Punchestown noch nicht auf Anhieb – dabei sah der Versuch doch in der Mitte des Rennens sehr sehr gut aus – Echoes In Rain übernahm die Führung, setzte sich zum Teil 15 Längen vom Feld ab, wurde aber 3 Hürden vor dem Ziel langsam eingeholt und an der letzten Hürde dann schlussendlich überholt. Auf der Zielgeraden verlor er auf dem schweren Untergrund dann noch zwei Plätze. lief aber insgesamt kein schlechtes Rennen.

So gesehen war der Rang des Favoriten im nachfolgenden Gruppe 2 Paddy Power Betting Shop Novice Hurdle in Naas rechtfertigen – und Echoes In Rain konnte auch wie erhofft beweisen, dass er mit dieser Ebene wahrlich keine Probleme hat, wenn er einen guten Tag erwischt.

Zwar gab Echoes in Rain am Anfang des Rennens wieder ordentlich Gas, wurde aber von seinem Jockey Paul Townend unter Kontrolle gebracht und hinter den Pacesetter positioniert. Von dort konnte er drei Hürden vor dem Ziel das Tempo langsam anziehen und recht mühelos selber die Führung übernehmen, um einen ziemlich ungefährdet den Sieg für sich zu beanspruchen.

Echoes In Rain legte dann im April im Gruppe 2 Paddy Kehoe Suspended Ceilings Novice Hurdle über 2 Meilen in Fairyhouse noch einmal nach und gewann das Rennen absolut mühelos mit 15 Lägen Vorsprung, womit auch endgültig klar war, dass er auch auf Gruppe 1 Ebene keine Probleme haben würden. Zwar hatte er das Cheltenham Festival 2021 ausgelassen, seinen ersten Gruppe 1 Sieg konnte er trotzdem am Ende der Saison noch feiern, als er im Gruppe 1 eCOMM Merchant Solutions Champion Novice Hurdle startete. Die Bedingungen waren fast identisch zu dem Rennen zuvor, allerdings musste er sich wegen dem höheren Niveau am Ende doch ziemlich anstrengen, um noch als Sieger aus diesem Rennen hervor zu gehen. Nach der letzten Hürde hatte Echoes In Rain das Feld zwar fest im Griff, aber während des Rennens konnte er sich nicht wie die letzten Male relativ locker absetzten, sondern musste mit den Konkurrenten im Nacken hart arbeiten, um seine Position zu halten, was vermutlich auch der Grund war, warum er die ein oder andere Hürde nicht ganz sauber nahm.

Wie schon die letzten beiden Male brach seine Form nach der Sommerpause ein und er konnte sich im Duell mit Sharjah und Zanahiy im Morgiana Hurdle nicht in Bestform präsentieren und musste sich mit dem dritten von drei Plätzen zufrieden geben – das geht besser, und er wird sich sicher in dieser Saison noch steigern – aber Sharjah liebt dieses Rennen und wird schwer zu schlagen sein.

Saint Roi: Der Coastal Path von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere wie so viele seiner Stallgefährten in Frankreich für den Trainer G. Cherel, der ihn zwei Mal starten lies, unter anderem auf dem Kurs in Auteuil im Listed Prix Finot, wo er einen guten dritten Platz belegen konnte. Starke Leistung und ein Grund, warum des danach zu Mullins ging, der sich den größten Teil von 2019 Zeit lies, um seinen Neuzugang auf die Rennen in Irland vorzubereiten.

Seinen ersten Start hatte er 2019 in Clonmel in einem Maidenrennen über 2m3f auf weichem Boden, wo er einen fünften Platz erringen konnte. Danach ginge s aber deutlich bergauf und über 600m weniger Distanz gewann er sein nächstes Rennen im Januar 2020 in Tramore mit neun Längen, bevor er in Cheltenham beim Festival das Gruppe 3 Randox Health County Hurdle souverän für sich entscheiden konnte. Das war auf Grund des geringen Gewichts und der Zuversicht des Trainers im Vorfeld nicht ganz überraschend, aber trotzdem eine absolute Spitzenleistung.

Nach dem Cheltenham Festival folgte eine lange Pause auf Grund des frühzeitigen Ende der Saison wegen Corona und den geschlossenen Rennkursen, aber die Pause schien ihm nicht geschadet zu haben, denn Saint Roi kam mit einem weiteren Sieg im Horse & Jockey Hotel Hurdle auf Gruppe 3 Ebene in Tipperary zurück. Das Rennen im Oktober gewann er leicht und locker, auch wenn der ein oder andere Sprung nicht ganz sauber war. Das Rennen war aber gut gewählt von Mullins, mit wenig ernster Konkurrenz und idealen Bedingungen um in die Saison zu finden.

Der zweite Start war dann errnst gemeint, als es im Unibet Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene galt, Abacadabras und Supasundae auf Abstand zu halten. So ganz gelang das leider am Ende nicht, mit einem Nacken musste er sich am Ende Abacadabras geschlagen geben, und das auch nur, weil er in der letzten Kurve mehrfach zu wenig Platz hatte und an gerade an der letzten Hürde einen schwachen Sprung einbaute. Da wäre sicher mehr drin gewesen… ganz im Gegensatz zum Matheson Hurdle Ende Dezember in Leopardstown. Da war der weiche Boden eigentlich sogar besser als der beim Morgania Hurdle, aber irgendwie kam Saint Roi nicht in Gang und schien sich nicht wohl zu fühlen, jedenfalls hatte er keine Chance es mit dem Sieger des Rennens, Sharjah, aufzunehmen. Auch Abacadabras war mit von der Partie, aber auch der war alles andere als in Bestform und kam weit abgeschlagen hinter Saint Roi ins Ziel, der immerhin einen vierten Platz halten konnte.

Den selben Platz holte er im Duell mit Honeysuckle im Irish Champion Hurdle im April, wo Saint Roi erneut keine Chance auf den Sieg oder den zweiten Platz hatte…  das hat ohnehin in den Gruppenrennen bisher kaum geklappt und ich warte noch, dass er den Anschluss an die Führungsgruppe schaffen wird.

Petit Mouchoir: Der Al Namix Sohn hat schon einige Trainer durch: Angefangen bei Gordon Elliot, wechselte dann 2015 zu Willie Mullins, 2016 zu Henry De Bromhead und 2020 wieder zu Gordon Elliot, der ihn auf Grund des Skandals mit dem toten Pferd an Denise Foster abgeben musste und ihn erst im Oktober 2021 zurück nahm. Ziemlich weit herumgekommen und durchaus mal gute Platzierungen erreicht  – aber der letzte Sieg ist mittlerweile schon vier Jahre her!

Seine Karriere begann Petit Mouchoir allerdings schon früher für Gordon Elliot und nach zwei gewonnen PTP und NHF Rennen wechselte er zu Willlie Mullin, der ihn sogleich über Hürden starten lies.

Sein erstes Maidenrennen war gleich ein voller Erfolg und Mullins lies keine Zeit verstreichen, um Petit Mouchoir in den besten Rennen starten zu lassen, was schon alleine für das Vertrauen von Mullins in seinen ehemaligen Starter spricht. So lief er im Gruppe 1 Future Champions Hurdle auf und konnte einen soliden, knappen dritten Platz hinter Long Dong belegen, bevor er einen abgeschlagenen vierten Platz im Deloitte Novice Hurdle erringen konnte. Im nachfolgenden Sky Bet Supreme Hurdle beim Festival 2016 war er chancenlos gegen Altior, Min und Buveur D‘ Air und kam nur auf einem bedeutungslosen achten Platz ins Ziel. Er war allerdings ohnehin nur als Außenseiter gestartet und überraschte bei seinem nächsten Start im Gruppe 1 Imagine Cruising First In The Frame Top Novices‘ Hurdle mit einem sehr knappen zweiten Platz hinter Buveur D’Air, der nur noch einen Nacken Vorsprung hatte am Ende. Petit Mouchoir bestätigte diese gute Form mit einem weiteren zweiten Platz in seinem letzten Start in der Saison 2016 im Herald Champion Novice Hurdle in Punchestown und kam erneut bis auf eine halbe Länge an den Sieger heran.

Nach diesen beiden Ausnahemleistungen wechselte Petit Mouchoir zu Henry De Bromhead, der im bei seinem Saisondebüt im Gruppe 2 WDK Hurdle eine lösbare Aufgabe stellte. Am Ende reichte es nur zu einem dritten Platz hinter Apple’s Jade und Rashaan, aber das Rennen war bis zur letzten Hürde offen und Petit Mochoir begrub seine Chancen erst mit einem unsauberen Sprung an der letzten Hürde.

Der Sprung an der letzten Hürde wurde ihm erneut zum Verhängnis, als er beim Stanjames.com Fighting Fifth Hurdle im November 2016 an der letzten Hürde stürzte, nachdem er knapp die Führung übernommen hatte und dabei noch relativ frisch aussah. Seinen wahrscheinlichen Sieg gab er damit an Irving und Apple’s Jade ab, konnte sich aber im nachfolgenden Ryanair Hurdle in Leopardstown revanchieren und schlug den hoch gehandelten Nichols Canyon mit locker 7 Längen. Er hätte diesen Konkurrenten auch bei seinem Sieg im Gruppe 1 BHP Insurance Irish Champion Hurdle im Januar geschlagen, dort stürzte aber zur Abwechslung Nichols Canyon an der letzten Hürde und so kämpfte Petit Mouchoir mit Footpad um den Sieg und konnte sich am Ende mit einer Länge durchsetzen.

Beim Festival 2017 unterlag er erneut dem Konkurrenten Buveur D‘ Air im Gruppe 1 Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy und auch My Tent Or Yours konnte sich einige Längen vor ihm durchs Ziel schieben, es hat ihm allerdings auch nicht geholfen, dass er gleich mehrere unsaubere Sprünge auf der letzten halben Meile einbaute und mehrere Hürden beim Springen traf. Die Distanz hier bei diesem Rennen ist ideal für ihn, er hat gute Erfahrungen auf dem Track machen können und scheint seit einem Jahr eine immer weiter ansteigende Formkurve zu haben. Der dritte Platz im Champion Hurdle ist alles andere als schlecht und der Track in Cheltenham liegt nicht jedem so dass auch das bisher letzte Rennen über Hürden als Erfolg gewertet werden kann.

Für Petit Mouchoir ging es danach in die Sommerpause und zurück ins Trainingslager, wo auch er die Kunst der Chase Rennen perfektionierte und in der neuen Saison sein Debüt in dieser neuen Klasse gab. Beim ersten Pferderennen nach der Sommerpause machte er kaum Fehler und dominierte ein kleines, aber durchaus gut besetztes Feld in Punchestown mit Leichtigkeit

Dann kam es zum vorgezogenen Duell um den Titel beim Festival in Leopardstown beim  im Arkle Novice Chase wo Footpad und Petit Mouchoir  aufeinandertrafen. Petit Mouchoir konnte mit dem Favoriten eine Weile gut mithalten, musste aber vor der letzten Hürde erkennen, dass er Footpad am heutigen Tag nicht schlagen kann und musste den Konkurrenten ziehen lassen. Footpad musste nicht einmal hart geritten werden um sich am Ende fünf Längen absetzten zu können und diese Niederlage direkt vor dem Festival wiederholte sich noch einmal beim Arkle Chase selbst, nur dass nun auch Brain Power vor Petit Mouchoir ins Ziel einlaufen konnte.

Über Hürden war Petit Mouchoir sogar Footpad noch überlegen, in den Chase Rennen kam er bisher nicht an diese Errungenschaften heran. So auch im Doom Bar Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene, wo er auf weichem Boden als Favorit über die 3178m Diego Du Charmil unterlag. Dabei hätte das Rennen eigentlich ihm gehören müssen und sein Rennen war auch nicht schlecht, so dass er im Grupp 1 Ryanair Novice Chase Ende April immer noch als zweiter Favorit hinter Footpad auflief. Wieder konnte er allerdings nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllen und musste sich mit einem vierten Platz sang und klanglos geschlagen geben.

Petit Mouchoir ging danach in die Sommerpause und kam im Ryanair Hurdle im Dezember zurück auf die Rennstrecke. Das war gleich ein richtiger Einstieg in die Saison gegen Konkurrenten wie Sharjah pder Supasundae, Samcro oder Melon – und dieser Test ging gleich richtig nach hinten los, mit einem vor der letzten Hürde klar geschlagenen Petit Mouchoir.

Beim zweiten Start in der neuen Saison konnte er im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle stärker auflaufen und kam hinter Apple’s Jade immerhin auf den dritten Platz und konnte damit Melon schlagen. Es war aber klar, dass die Leistung aber nicht für einen Platz beim Cheltenham Festival ausreichen würde, denn das Stayers Hurdle war deutlich stärker besetzt und natürlich auch von der Distanz nicht ganz das, was Petit Mouchoir sonst so besucht.

Realistischer war da schon das Keelings Irish Hurdle auf Gruppe 2 Ebene über 4023m wo Petit Mouchoir mit der Führung über die letzte Hürde sprang, aber Off You Go und Not Many left saßen ihm im Genick, aber es war Rashaan der dann nach dem Sprung das Tempo aufnahm und sich ziemlich souverän absetzten konnte . als einziger Außenseiter in dem Quartet! Petit Mouchoir schwächelte noch ein bisschen auf dem Zieleinlauf und wurde am Ende „nur“ vierter, aber die Leistung war trotzdem recht respektabel.

Er startete dann im Mai noch im Punchestown Champion Hurdle, wo  man ihm nach der Leistung beim Cheltenham Festival und dem Keelings Hurdle wenig Chancen gegen Apple’s Jade, Supasundae oder Buveur D’Air ausrechnete. Petit Mouchoir versuchte das Tempo zu setzen und das Rennen mit einem Tempowechsel in der letzten Hürde zu stehlen, wurde dann von Buveur D’Air aber überholt und stehen gelassen, hielt aber bis 100m vor dem Ziel den zweiten Platz und musste nur spät die ausbezahlten ersten drei Plätze verlasse. So gesehen waren zwei der letzten vier Rennen trotz der „schlechten“ Platzierungen am Ende gar nicht schlecht und man konnte auf die neue Saison gespannt sein, welche er gleich mit einem Start im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene über 3319m feierte.

Keine leichte Aufgabe nach einer Pause gegen Klassical Dream, Sieger des Supreme Novices‘ Hurdle und Sharjah, Sieger des irischen Ryanair Hurdle  im Dezember 2018, aber Petit Mouchoir konnte ein weiteres Mal überraschen, indem er einen zwieten Platz hinter Saldier erreichen konnte, der dem haushohen Favoriten Klassikal Dream mit einem super schnellen Sprung an der letzten Hürde den Tag verdarb.

Im Matheson Hurdle trafen Sharjag und Petit Mouchoir dann einen Monat später wieder aufeinander, als Favorit galt aber wieder einmal Klassical Dream – der wieder nicht überzeugen konnte und das Rennen nur auf dem letzten Platz beenden konnte. Wieder versuchte Petit Mouchoir das Rennen von der Front aus für sich zu entscheiden, aber Sharjah lief im letzten Viertel schon neben ihm und konnte sich locker zum Ziel hin absetzten, und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zu seinem Lieblingsfestival an Weihnachten wieder in Form gekommen.

Petit Mouchouir lief danach ein hervorragendes Rennen im Gruppe  1  PCI Irish Champion Hurdle im Februar über die Distanz von 3219m, als er das erste Mal auf Honeysuckle traf. Die Stute von Henry De Bromhead galt als haushohe Favoritin nachdem sie zuvor in ihrer Karriere ungeschlagen war, musste sich aber überraschend stark bemühen um den Außenseiter Darver Star und auch Petit Mouchoir hinter sich zu halten und auch der fünfte Platz im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival 2020 war ziemlich solide.

Petit Mouchoir reduzierte dann ein wenig das Niveau und holte einen zweiten Platz im Grimes Hurdle und einen dritten Platz im Galway Hurdle im Juni 2020, bevor er im Matheson Hurdle 2020 hinter Sharjah erneut einen guten dritten Platz auf Gruppenebene belegen konnte.

Nach einer klaren Niederlage im Irish Champion Hurdle im Februar visierte Petit Mouchoir für das Cheltenham Festival dieses Mla etwas ruhigere Fahrwasser anzuvisieren und startete im County Hurdle, was sich mit einem überraschend guten zweiten Platz bezahlt machte.

Letztes Jahr hatte er hier einen Platz und ich würde mich sehr freuen, wenn das heute wieder klappen würde – ich kann es mir vorstellen.


28.12.2021 – Leopardstown – Dornan Christmas Hurdle – Pick: Flooring Porter / Ronald Pump EW

Pferderennen in Irland

14:45 Dornan Christmas Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 100.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Kann Willie Mullins mit seinem Classical Dream die Uhren zurückdrehen und dafür sorgen, dass dieser die verlorenen Rennen in der letzten und vorletzten Saison im Jahr 2029/21 wieder gut machen kann? Der generaltest im Stayers Hurdle im April sah gut aus, aber die Konkurrenz ist heute deutlich härter. Und ich mag Flooring Porter – der Sieger des Stayers Hurdle und des Christmas Hurdle im letzten Jahr! Klassical Dream ist für mich der Hype in diesem Rennen – man will ihn Siegen sehen, man will ihn beim Festival sehen…. aber hier wird Flooring Porter fitter sein als nach dem Kraftakt beim Cheltenham Festival…. und ich bin sehr sehr gespannt auf dieses Duell.

Klassical Dream: Der  Dream Well Sohn von Trainer Willie Mullins hatte eine recht unruhige Karriere bisher – er ist schon seit 2017 dabei, hatte aber wenig Starts und kommt nur auf 14 Rennen in 5 Jahren – davon 7 für seinen vorherigen Trainer Mile I Gallaorini im Jahr 2017!

Dann, im November 2018 wechselte er zu Willi Mullins, zuvor war er wie erwähnt in Frankreich und konnte dort in seinen sieben Rennen eine Menge Erfahrung sammeln, vor allem auf weichem Boden. Dabei nahm er auch einige sehr hochklassige Rennen ins Visier, etwas das Gruppe 1 Prix Cambaceres – Grande Course de Haies des 3 Ans wo er vierter wurde, mit dem Phänomen Master Dino knapp 4 Längen vor sich.

Bei seinem letzten Start in Frankreich konnte er dann das Rennen allerdings nicht beenden und wurde im März dann kastriert, bevor er im November 2018 zu Willie Mullins wechselte.
Dieser konnte seinen vielversprechenden Einkauf 391 Tage später gleich voll zur Geltung bringen und ihn in einem Maidenrennen in Leopardstown zum Sieg führen. Nach der kleinen Eingewöhnung in Irland schickte Mullins ihn ihm Februar ins Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle gegen Konkurrenten wie Aramon,  Dancing On My Own und Vision D’honneur. Aramon saß ihm ab der viertletzten Hürde im Genick und ließ bis zur Ziellinie nicht locker, die beiden wollten es untereinander austragen. Klassical Dream gewann am Ende mit einem Kopf gegen den Konkurrenten, der auf der Zielgerade zuvor schon geführt hatte. Klassikal Dream hatte eine gute Zeit gelaufen und war für das Cheltenham Festival 2019 bereit

 

Dort visierte er das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle an und galt als einer, wenn auch nicht DER Favorit für das Rennen – das war  Fakir D’oudairies vorbehalten, der am Ende aber keine Chance hatte, es mit Klassical Dream aufzunehmen, denn Klassical Dream lief stark auf und überwand im Rennen selbst schnell seine Nervosität, setzte sich hinter die Führenden in eine schöne Position und setzte sich an der letzten Hürde dann an die Führung. Von da aus schoss er dann auf der Zielgeraden nach vorne und konnte sich den Hügel hinauf ziemlich locker absetzten  -was eine Wahnsinns Leistung war!

Klassical Dream beendete die Saison mit einem ebenso starken Lauf im Herald Champion Novice Hurdle im April in Punchestown, wo er Felxi Desiy mit gut 5 Längen schlagen konnte. Das war eine absolute Spitzensaison für Klassical Dream, der nach der Sommerpause im November 2019 im Unibet Morgiana Hurdle sein Saisondebüt gab – aber als haushoher Favorit nur den dritten Platz belegen konnte und vor dem Start ziemlich nervös war. Auch bei seinem nächsten Start im Matheson Hurdle im Dezember 2019 war er hyper nervös vor seinem Start und fand nie recht ins Rennen, sondern musste sich am Ende klar mit dem letzten Platz geschlagen geben und beendete da auch schon die Saison 2019/2020

Und erst nach 487 Tagen lies Mullins ihn nach Trainings und Verletzungspech (und Corona..) wieder einmal auf der Renstrecke auflaufen – dieses Mal in Punchestown im Ladbrokes Champion Stayers Hurdle, wo er auflief, als hätte es die immense Pause nicht gegeben und mit sechs Längen Vorsprung gewann. Dabei war das 3m Rennen auf weich bis schwerem Boden alles andere als leicht besetzt und forderte einiges an Ausdauer und können. Aber Klassical Dream lief aus dem Mittelfeld auf als wäre es nichts leichteres als das, übernahm die Führung auf dem Weg zur letzten Hürde und setzte sich von seinen Verfolgern ab…. und dann kam die nächste Pause, die heute beendet werden wird…. er sollte fit sein, er sollte heute zu Recht der Favorit sein und hoffentlich auch zu Recht ein wenig der verlorenen Zeit gut machen können…. aber die Konkurrenz wird es ihm nicht leicht machen und der Untergrund ist ein wenig schneller als beim letzten Rennen.

Flooring Porter: Flooring Porter kennt Klassical Dream und gewann das letzte Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival – und dieses Rennen 2020. Er wird mit Sicherheit kein leichter Gegner sein und hätte sein letztes Rennen wohl auch gewonnen, wenn er nicht gestürzt wäre.

Der Yeats Sohn von Gavon Cromwell war am Anfang seiner Karriere noch eher unscheinbar – 5 Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte, dann nur ein Sieg aus vier Rennen über Hürden, aber 2020 begann er so langsam in Fahrt zu kommen Zweiter Platz auf schwerem Boden über 2m7f in Navan im Februar, dann in einem der wenigen noch übrig gebliebenen Rennen im Juli (Die Corona Krise hatte viele Meetings zum Schließen gezwungen) ein Sieg in Gowran über 3m2 f und guten Untergrund und danach ein dritter Platz in Galway im Guinness Handicap Hurdle.

Bei diesem dritten Platz zeigte Flooring Partner schon, dass er eine Menge Ausdauer hat, denn er konnte sich auf den letzten Metern des 2m7f Rennen mit einem starken Lauf zum Ziel immerhin den ausbezahlten dritten Platz sichern. Wenn er auf weichem Untergrund so spät im Rennen noch so viel Kraft übrig hat, macht das natürlich Hoffnung für die Ausdauerrennen, die natürlich auch sein weiteres Ziel in der Saison 20/21 nach der Winterpause waren.

Da startete er erneut in Gowran Park im Good Enuf 2 Eat Caterers At Gowran Park Handicap Hurdle über 3 Meilen auf gutem Untergrund und errang einen klaren zweiten Platz – Streets Of Doyen war zar uneinholbar fünf Längen vor ihm durchs Ziel gergangen, aber auch einen ganzen Stone leichter und der Favorit für das Rennen – so gesehen ging der zweite Platz völlig in Ordnung und Flooring Partner baute auf dieses Erfolg mit einem Sieg im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle, einem Grade B Hurdle in Navan, im Dezember 2020 mit einem Sieg auf.

In diesem Rennen übernahm Flooring Partner die Fürhung und gab diese auch nicht mehr ab. So einfach war es natürlich nicht über die gesamte Strecke für ihn, aber nachdem er die Führung an der ersten Hürde übernommen hatte, baute er schrittweise seinen Vorsprung bis auf fünf Längen aus, die ab der viertletzten Hürde aber wieder fast komplett eingeschmolzen worden waren. Ab da wurde es spannend, baute Flooring Partner doch einen schweren Fehler an der drittletzten Hürde ein und musste auch an der letzten Hürde nach einem erneuten schweren Fehler sein Momentum komplett neu aufbauen, kam aber trotzdem mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Wären die Fehler nicht gewesen, was für ein Lauf wäre das gewesen! So blieb aber eine Sorge, dass er mit diesen Sprüngen auf höherem Niveau nicht würde bestehen können, als er ebenfalls im Dezember das Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle ins Auge fasste. Dort allerdings sprang er deutlich besser und vermied die schweren Fehler aus dem letzten Rennen, übernahm aber wieder die Führung des Feldes und zog das Feld erneut weit auseinander. Wieder geriet er ab der viertletzten Hürde unter Druck, vielleicht weil er eine kleine Pause gegönnt bekam. Denn als Jonathan Moore auf ihm erneut zu arbeiten begann setzte er sich schnell zwei bis drei Längen von seinen Verfolgern ab und sprang die letzten beiden Hürden schnell und sauber. An der letzten Hürde übersprang er das Hinderniss sogar ein wenig, also sprang zu kraftvoll und zu hoch, so dass er beim Landen ein bisschen wanderte und Momentum verlor, aber das machte nichts und Flooring Partner setzte sich auf der Zielegraden insgesamt 6 Längen ab – und schlug damit die direkten Konkurrenten im Stayers Hurdle Sire Du Berlais und Fury Road, was ein sehr gutes Vorzeichen für das große Rennen war.

Beim Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival traute man ihm noch nicht recht über den Weg und hielt sowohl Paisley Park als auch Sire Du Berlais für stärker, beide Konkurrenten hatten aber keine Chance gegen Flooring Porter, der durchweg gute Sprünge zeigte und mit viel Kraft in den Sprint den Hügel hinauf zum Ziel ging. Er sah schon vor der drittletzten Hürde wie der Sieger des Rennens aus, hatte er doch augenscheinlich noch die meiste Kraft übrig und setzte die Konkurrenz gehörig unter Druck. Nach der letzten Hürde wurde dann sein Vorsprung kontinuierlich größer, bis er am Ende fast fünf Längen betrug. Flooring Porter geriert in dem Rennen niemals unter Druck und es war eine Überraschung, dass es Klassical Dream im Champion Stayers Hurdle so leichtes Spiel mit ihm haben sollte und Flooring Porter niemals richtig ins Rennen fand – er sprang konsequent nach links über die Hindernisse und schien niemals wirklich in dem Rennen seinen Rythmus zu finden, so dass er von Jonathan Moore vorzeitig aus dem Rennen genommen wurde.

Bei seinem Saisondebüt im Lismullen Hurdle hätte er wohl gewonnen, wenn er nicht an der vorletzten Hürde gestürzt wäre . ich denke, wenn der Sturz keinen Schaden hinterlassen hat, dann sollte er seinen Fitness Vorteil ausspielen können – und vielleicht seine Revanche mit Klassical Dream bekommen – ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass der Favorit hier kein leichtes Spiel haben wird.

Sire Du Berlais: Der Poliglote Sohn wechselte auf Grund des Foto Skandals von Gordon Elliot zu Mrs Denise Foster im Vorfeld des Festivals und startete damit zum dritten Mal beim Cheltenham Festival und holte einen sehr gutenzweiten Platz im Stayers‘ Hurdle, hinter Flooring Porter – der ihm aber fest im Griff hatte. Im Lismullen Hurdle beim Saisondebüt im November wurde er von Darasso klar geschlagen, sollte aber heute ein wenig fitter sein – ich kann mir einen Platz vorstellen.

Seine Karriere begann schon 2016 für Bertran De Balanda in Frankreich in Compiegne, wechselte aber 2017 nach Irland und war schon für ein Novice Group 2 gemeldet, startete dann aber  doch erst 264 Tage später in Punchestown in einem Novice Listed Rennen über 2m und belegte einen guten dritten Platz. Erneut war er ein Non Runner im nächsten Rennen, welches über 3 Meilen hätte sein sollen und man konnte damit schon sehen, wo die Reise hingehen sollte – in die Ausdauerrennen, die er danach mit gemixten Ergebnissen bestritt, bis er in  Cheltenham im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle auflief – und gewann. Er war auch als einer der Favoriten gestartet, aber der Sieg hätte knapper kaum ausfallen können, nur mit einem Nacken auf den letzten 75 Yards konnte Sire Du Belais sich am Ende durchsetzen. Knapp, aber ein Siege beim Festival nach mehreren knappen Niederlagen zuvor ist eine willkommene Abwechslung und natürlich der größte Erfolg bis dahin.

In Aintree danach im April im Gaskells Handicap Hurdle scheiterte Sire Du Berlais erneut deutlich, nachdem er einige Fehler produzierte hatte beim Springen und an der letzten Hürde deutlich ermüdete. Distanz und Untergrund waren eigentlich nicht anders als beim Cheltenham Festival, aber leider konnte Sire Du Berlais einfach nicht an seine Form aus dem großen Rennen anknüpfen, aber sei es drum – das kann passieren, wenn der Peak in der Saison rum ist.

Es kam die obligatorische Sommerpause bis zum Start in die Saison 19/20 im Dezember 2019, wo Sire Du Berlais im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle über 3m auf weichem Boden einen vierten Platz belegte, allerdings war er in diesem Rennen für die Sieger auch niemals gefährlich und so gesehen war das Preisgeld für den vierten Platz nicht viel wert und schon beim nächsten Rennen im Pertemps Network Handicap Hurdle Qualifier scheiterte Sire Du Berlais deutlich und kam nie über das Mittelfeld des Feldes hinaus – er steckte fest und schien den Tempowechsel nicht mitgehen zu können. Auch beim nächsten Qualifier in Warwick war das Ergebnis nicht viel besser, so dass es 2020 überraschte,d ass er wieder Spot On beim Cheltenham Festival in Form war.

Nachdem Sire Du Berlais nun zwei Mal in Qualifiers für das Pertemps Network Final Handicap Hurdle gescheitert war – gewann er genau das Rennen gegen einen der Favoriten in Form von The Storyteller – ausgerechnet hier, im härtesten Rennen bisher brillierte Sire Du Berlais wieder und rannte ein hervorragendes Rennen und behauptete sich mit viel Herz auf den letzten Metern, Spannendes Rennen, taktisch deutlich besser gelaufen als zuvor und bessere Sprünge machten den Unterschied für Sire Du Berlais, der es danach auch gut sein lies und in der neuen Saison ausnahmsweise gleich mit einem Sieg startete.

So gewann er in Navan im Gruppe 2 Lismullen Hurdle mit einem erneut späten Lauf zum Ziel, der ihn den Sieg wieder um eine Marge einbrachte, die alles andere als bequem war – nur eine halbe Länge konnte Sire Du Berlais auf seinen Verfolger herausholen, und das auch nur sprichwörtlich auf den letzten Metern. Der Boden war schwer und das Rennen wurde durch den Sturz von Ronald Pump an der letzten Hürde für Sire Du Berlais erst richtig geöffnet, so dass der dritte Platz im Christmas Hurdle wohl die ehrlichere Form ist  – dort konnte Sire Du Berlais zwar mit einem dritten Platz wieder im Geld platzieren, aber war erneut nicht in der Lage dem Sieger des Rennens gefährlich zu werden.

Aber das kennen wir ja auch schon von den letzten Jahren, dass die Form vor dem Festival ein wenig schwächelt und beim Cheltenham Festival selber holte er einen sehr guten zweiten Platz im Stayers Hurdle hinter Flooring Porter, der seine Form aus dem Chritsman Hurdle damit noch einmal bestätigen konnte.

Der Lauf beim Saisondebüt im Lismullen Hurdle war allerdings klar unter den Möglichkeiten von Sire Du Berlais und ich denke, wenn er heute zur Bestform aufläuft, ist eine Platzierung durchaus drin.

Abacadabras: Der Davidoff Sohn von Ex Trainer Gordon Elliot – dann bei Denise Foster seit dem Fallout pre Cheltenham 2021 und und nun wieder Gordon Elliot –  begann seine Karriere im Oktober 2018 in einem NHF Rennen in Galway, welches er denkbar knapp gegen Kerrkenny Gold gewinnen konnte. Abacadabras startete nach drei Monaten dann zugleich in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2  Matheson I.N.H. Flat Race, welches von Envoi Allen gewonnen wurde – aber Abacadabras saß dem haushohen Favoriten im Genick und kämpfte hart für den Sieg, mit Miticulous knapp dahinter. Abacadabras lief am Innengeländer und durchbrach dieses knapp vor dem Ziel, damit war sein Ergebnis offiziell „Ran Out“, was aber seiner Leistung in diesem Rennen nicht gerecht wird und es war klar, dass er im Gruppe 1 Champion Bumper beim Cheltenham Festival 2019 einen hervorragenden Lauf zeigen würde, wenn alles nach Plan läuft  – und so kam es auch. Der Außenseiter Abacadabras hatte zwar keine Chance sich an die Fersen von Envoi Allen oder Blue Sari zu heften, war aber unter den ersten Fünf, die sich vom Feld lösten und einige Längen vom Rest des großen Feldes absetzten. Das war eine Spitzenleistung, die Abacadabras im Gruppe 1 The Conyngham Cup im Mai in Punchestown noch einmal zementieren konnte.

Dort startete er in einem offenen Feld als Favorit, allerdings immer noch als 4er Quote und belegte am Ende einen guten zweiten Platz hinter Colreevy, der auf der Zielgeraden einfach noch ein bisschen mehr Kraft übrig hatte als Abacadabras, der aber den zweiten Platz souverän hielt.

Nach der Sommerpause kehrte er dann über Hürden zurück, als er im Join Racing TV Now Maiden Hurdle über 3219m startete und locker gewann. Danach ging es in das 3219m Gruppe 3 For Auction Novice Hurdle, auf weich bis schwerem Boden und gegen durchaus interessante Konkurrenten wie Latest Exihibition. Abacadabras hob über manche der Hindernisse nicht gerade weit ab und krachte durch die Spitze der Hindernisse, war aber schnell unterwegs und gewann das Gruppe 3 Rennen am Ende souverän. Im Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle traf er dann wieder auf Envoi Allen, der wieder alle Hände voll zu tun hatte ihn auf Abstand zu halten. Das war schon das zweite Mal, dass die beiden aufeinander trafen und das zweite Mal, dass Abacadabras dem eigentlichen haushohen Favoriten Envoi Allen Probleme bereitete.

Im Gruppe 1 Paddy Power Novice Hurdle trat Abacadabras dann über 3219m gegen Blue Sari an, der allerdings über Hürden nie so richtig in Form kam, und Abacadabras gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen mit Leichtigkeit in Abwesenheit eines echten Gegners.

Dementsprechend spannend war das Rennen om Spureme Novices‘ Hurlde im Cheltenham Festival, und wie stark Abracadabras dort auflief? Fast regungslos saß Davy Russel noch an der vorletzten Hürde auf Abracadabras, der scheinbar mühelos das Feld aufrollte und die Führung übernahm, aber Shiskin ging mit und die beiden liefen Kopf an Kopf über die letzten 200m, an deren Ende Shishkin mit einer Nase den Sieg von Abracadabras stahl.

Nach der Sommerpause kam er im WKD Hurdle zurück, schien aber am Ende noch nicht ganz fit zu sein. Zunächst sah er lange Teile des Rennens wie der sichere Sieger aus, musste dann aber auf den letzten Metern zurückstecken und kam auf einem etwas enttäuschenden zweiten Platz fünf Längen hinter dem Sieger in Ziel, leistete dann aber Wiedergutmachung, als er im Gruppe 1 Morgiana Hurdle den Sieg knapp gegen Saint Roi verteidigen konnte und damit seinen zweiten Gruppe 1 Sieg feiern dürfte. Das war zwar wieder deutlich knapper als einem lieb sein konnte, denn nicht nur Saint Roi saß ihm ziemlich knapp im Nacken. eigentlich war Abacadabras ja als einer der Favoriten in das Rennen gestartet, aber so einfach war der Sieg am Ende dann aber eben nicht, und seinem nächsten Rennen im Matheson Hurdle sah man ein wenig mit Sorge entgegen, gerade weil Jason The Militant als Außenseiter auch nur einen Nacken Rückstand auf den Sieger hatte. Das war eng gewesen für ein solches Rennen, und das Matheson Hurdle war nicht leichter besetzt

Dort musste er erneut gegen Saint Roi ran, aber auch Sharjah war mit von der Partie und der Willie Mullins Starter gewann das zwei Meilen Rennen am Ende überraschend einfach. Bei Abacadabras wurde nach dem Rennen Schleim im Rachen festgestellt, was ein Grund für seine recht lahme Performance gewesen sein kann, aber auch Saint Roi konnte Sharjah nichts entgegen setzten.

Abacadabras rächte sich an Sharjah aber im Irisch Champion Hurdle im Februar, als er sich hinter Honeysuckle im Feld positionierte, und auch wenn die Stute dem Feld nach Belieben davon sprintete, war Abacadabras der Einzige, der halbwegs an ihr dran bleiben konnte und die Verfolgung aufnahm und sich damit einen sicheren zweiten Platz sichern konnte.

Beim erneuten Duell mit Honeysuckle im Champion Hurdle stürzte er allerdings, hätte gegen die Stute aber wahrscheinlich ohnehin keine Chance gehabt und nutzte stattdessen das früh beendete Rennen (was daher wenig Auswirkungen auf seine Fitness hatte) und ging stattdessen zum Aintree Hurdle, welches er mit einer großen Anstrengungen gegen Buzz und Millers Bank gewinnen konnte. Die anderen Favoriten floppten alle in dem Rennen, und trotzdem sah Abracadabras nicht wirklich überzeugend aus – was sich dann auch gegen Honeysuckle im Gruppe 1 Paddy Power Champion Hurdle in Punchestown wiederspiegelte. Abracadabras lief kein schlechtes Rennen, aber wurde am Ende dann doch recht verdient nur Vierter – ohne Chance auf einen der vorderen Plätze.

Honeysuckle ist natürlich auch kein Leichtgewicht und dominierte das Rennen auch durchweg, aber auch beim zweiten Aufeinandertreffen nach der Sommerpause und dem Wechsel zurück zu Gordon Elliot wurde Abracadabras im BARONERACING.COM Hatton’s Grace Hurdle klar geschlagen – und hatte auch mit mehr als 5 Längen Rückstand das Nachsehen gegen Ronald Pump, der auch heute wieder mit von der Partie ist – und den ich durchaus zu schätzen weiß und heute einen Platz zutraue! Abracadabras das erste Mal über 3m …. ich weiß nicht recht

Pick: Flooring Porter

Trifecta: Flooring Porter, Klassical Dream, Ronald Pump, Sire Du Berlais


27.12.2021 – Kempton – Ladbrokes Desert Orchid Chase – Pick: Shishkin

Pferderennen in England

15:30 Ladbrokes Desert Orchid Chase – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 3.219 m | Preisgeld: 100.000 GBP | Jagdrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut bis weich

Das Rennen besteht nur aus vier Pferden, ist aber stark besetzt und obwohl der Favorit Shihskin ein Rennen nach dem anderen gewinnt ist alles andere als sicher, denn Greaneteen von Paul Nicholls geht nach seinem Sieg im Tingle Creek Anfang Dezember und dem Celebration Chase im April als ernsthafter Konkurrent gehandelt. Shishin kann nun zwei Gruppe 1 Rennen gewonnen, Greaneteen 2 – klar, die von Shishkin waren die schweren, unter anderem gewann er ja das Arkle Chase – trotzdem dürfte das Rennen heute spannend werden!

Allerdings ist die Quote von 1.5 in einem gerade einmal 4 Starter Rennen auf Shishkin auch nicht zu verachten.

Die Vorbereitung von Shishkin auf diese Saison war nicht ganz sauber und der späte Start in die Saison eine Konsequenz daraus, zudem hatte Shishkin eine OP um besser Luft zu bekommen…. also es gibt Risiken heute für den Star, der schon mit Altior und Sprinter Sacre verglichen wird. Er bekommt ein wenig Gewicht erlassen, startet er doch das erste Mal außerhalb der Novice Rennen.

Sishkin: Der Sholokhov Sohn von Trainer Nicky Henderson kommt heute verspätet wieder auf die Rennstrecke zurück, nachdem er zuvor einige Probleme mit seinem Training hatte und die Erwartungen in ihn nicht ganz erfüllen konnte. Eine „Wind OP“ in der Sommerpause tut ihr übriges, um dieses Saisondebüt ganz besonders interessant zu machen.

Er wurde leider schon vor dem ersten Rennen kastriert, sonst wäre seine Stammbaumlinie mit Sicherheit sehr interessant geworden. So jedenfalls machte er 2018 sein Debüt in „Inch“ in Irland, einem Provinzkurs, welcher nur selten Beachtung findet. Shishkin wurde bei seinem ersten Rennen Dritter, also nichts um in Ekstase zu geraten, aber er hatte damit das erste Rennen hinter sich und konnte sich etwas Rennerfahrung erkämpfen.

Danach ging er 242 Tage in die Pause und kam im November des selben Jahres wieder zurück, um in einem weiteren Provinzrennen zu starten, dieses Mal auf dem Kurs in Lingstown. Dieses Rennen gewann Shiskin dann schon locker mit einem schnellen Lauf ab 3out, aber auch nach dem ersten Sieg ging es erst einmal in die nächste Pause, die dieses Mal 111 Tage andauern sollte, aber trotzdem passte noch ein weiterer Start in die laufende Saison. Der Start in Kempton in einem Klasse 5 NHF Rennen über 2 Meilen war Neuland, sowohl weil die Distanz gut eine Meile kürzer war als beim letzten rennen, und die Konkurrenz auf den Hauptkursen ist in der Regel auch stärker, was Shishkin aber nicht davon abhielt, auch bei diesem Rennen einen weiteren lockeren Sieg einzufahren. Er übernahm die Führung und hatte keine Probleme diese Position auch bis zum Ende zu halten. Er hatte Talent, das konnte man schon damals sehen.

In der nächsten Saison ging es dann über Hürde, der nächste Start nach 277 Tagen endete dann aber leider mit einem Schreckmoment, als Sishkin an der zweiten Hürde stürzte. Das bedeutete aber nicht, dass Shishkin über Hürden zu dem Zeitpunkt kein Talent hatte, es war einfach Pech, wie er schon im nächsten Monat, im Januar 2020 zeigen konnte. Dort in Nebwrbury auf schwerem Untergrund gewann er unter Nico De Boinville mit einem Kantersieg, trotz der augenscheinlich widrigen Umstände. Er hielt sich erst hinter den Führenden, sprang groß und weit über die Hürden und schüttelte das Feld dann auf den letzten 200m ab.

Auch beim nächsten Start nur zwei Wochen später über 2m3f auf schnellerem Boden gab sich Shishkin keine Blöße und gewann das Rennen wieder mit einem starken Lauf hinter den Führenden her. 2 Hürden vor dem Ziel beschleunigte er das Tempo und zog zwischen den Hürden frei vor das Feld und nach der letzten Hürde erweiterte er seinen Vorsprung noch auf 11 Längen. Natürlich war die Konkurrenz auch in diesem Rennen nicht immens, aber die Rennen gaben einen Vorgeschmack auf das Können von Shishkin, der sich für das Cheltenham Festival das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle ausgesucht hatte. Da gab es natürlich eine Menge hochklassige Konkurrenten zu bezwingen, die alle viel viel besser waren als das, was er bisher gegen sich hatte, zudem war der Kurs in Cheltenham ungewohnt für Shishkin, und das Rennen sollte auch zum echten Test für Shishkin werden.

Der musste sich im Mittelfeld halten und wurde einige Male ziemlich in die Zange genommen, was ihn bedeutete, immer mal wieder nach weiter hinten geshuffelt zu werden. Irgendwann reichte es Nico De Boinville und er nahm Shishkin auf die Außenbahn, wo er an der fünftletzten Hürde Glück hatte, den stürzenden Elixir D’ainay zu umgehen und nicht selbst zu Fall gebracht zu werden.  Es war der Front Runner Asterion Forlonge der bei den Sprüngen immer wieder für Chaos sorgte, indem er weit nach rechts ausholte und immer wieder mit den anderen neben sich zusammenstieß, an der fünftletzten Hürde eben mit Elixir D’ainay, den er praktisch zu Boden schubste. Shishkin schaffte es, dem Chaos zu entgehen und sich an der letzten Hürde zusammen mit Abracadabras an die Spitze zu setzen. Die beiden lieferten sich ein extrem spannendes Rennen den Hügel in Cheltenham hoch, bei dem Shishkin knapp die Oberhand behalten konnte. Spitzenrennen und ein verdienter Gruppe 1 Erfolg für Shishkin, der danach die Saison auch wegen Corona beenden musste.

Im November kam Shiskin dann in der Chase Disziplin zurück auf die Rennstrecke und bestritt im Kempton Chase sein erstes Rennen und auch dieses Mal gewann Shishkin sein Rennen mit Leichtigkeit, und das gegen Mick Pastor, der immerhin mit einem Rating von 137 aufwarten konnte. Das war ein ziemlich lockeres Rennen für ihn, und auch im Dezember im Wayward Lad Novices Chase auf Gruppe 2 Ebene lies sich Shishkin keine Schwäche anmerken.

Nicht alle seine Sprünge waren perfekt, aber er hatte permanent mit Gumball einen Konkurrenten neben sich, der Druck auf ihn ausübte, aber am Ende nicht die Kraft hatte, das Tempo von Shishkin zwischen den beiden letzten Hürden mitzugehen. Shshkin setzte sich locker ab und ging frei vor dem Feld, was ihn klar auf Linie für seinen nächsten großen Erfolg beim Cheltenham Festival brachte – dort hatte man nicht viel Form um sie mit den Konkurrenten im Vorfeld zu vergleichen, aber die brauchte man auch nicht. Shishkin war klarer Favorit und war ame Dne auch einer der dominantesten Sieger beim Cheltenham Festival 2021. Am drittletzten Hinderniss ging man noch mit zwei anderen Konkurrenten über die Hürde, aber schon zwischen den letzten beiden Hürden war alles klar und Shishkin trottete beim Lauf den Hügel hinauf mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Ganz so einfach gelang der Saisonabschluss im Gruppe 1 Doom Maghull Novices Chase zwar nicht, Shishkin gewann aber trotzdem unangefochten mit 3,25 Längen und hätte den Vorsprung auch noch beliebig weiter ausbauen können.

Ganz so sauber wie die vergangene Saison lief die Vorbereitung auf die neue Saison 2021/22 nicht, mehrere Probleme beim Training und fehlende Leistung verzögerten den Einstand in die neue Saison, so dass wir ihn nun hier kurz nach Weihnachten das erste Mal zu sehen bekommen werden – in welcher Form wird er sein? Das bleibt abzuwarten, in Bestform sollte er aber erneut kurzen Prozess mit diesem Feld machen.

 

Greaneteen: Der Great Pretender Sohn von Trainer Paul Nicholls begann seine Karriere 2017 für G. Macaire in Frankreich auf dem Kurs Clairefontaine, wechselte danach aber direkt zu Nicholls der ihn 2018/19 in den ersten Hurdenrennen auflaufen lies und Ende 2019 in die ersten Gruppenrennen shickte, allerdings noch ohne nennenswerten Erfolg.

Zurück in den Handicaps schaffte Greaneteen allerdings über den Jahreswechsel gleich drei Siege in Folge und erarbeitete sich damit dann eben doch noch einen Start beim Cheltenham Festival im Johnny Henderson Grand Annual Challenge Cup Handicap Chase. Dort lief er als einer der möglichen Favoriten auf, lief auch ein gutes Rennen, hatte aber am Ende einfach nicht die Kraft und die Geschwindigkeit um sich mit den Siegern messen zu können. Ein respektabler vierter Platz las sich aber trotzdem am Ende ziemlich gut und nach der Sommerpause zur Saison 20/21 war es klar, dass es in den Gruppenrennen weiter gehen würde.

Als erstes nahm sich Greaneteen den Haldon Gold Cup auf Gruppe 2 Ebene in Exeter im November 2020 vor, welchen er mit einem Kraftakt gegen den stark auflaufenden Moonlighter gewinnen konnte. Das 2m1f Rennen hätte auf dem Papier eigentlich ein relativ leichtes Spiel sein sollen, aber Moonlighter hatte die Führung übernommen und auch noch ausgerechnet an der letzten Hürde einen seiner besten Sprünge gezeigt, aber Greaneteen war in der Lage ihn auf der Zielgeraden doch wieder einzusammeln.

In der Betfair Tingle Creek Chase im Dezember 2020 wurde Greaneteen allerdings dann ziemlich deutlich von  Politologue geschlagen, der über die zwei Meilen auf weichem Untergrund das Rennen von der Front aus dominierte, Greaneteen blieb nichts anderes übrig, als sich mit dem zweiten Platz zu begnügen. Gegen die erfahrenen Chaser tat sich Greaneteen schwer, das zeigte sich auch bei seinem nächsten Start im Februar im Betfair Game Spirit Chase, wo ihn Sceau Royal und Champ in die Schranken wiesen – und leider dann auch beim Betway Queen Mother Champion Chase, wobei man hier sagen muss, dass Greaneteen ein wesentlich besseres Rennen lief, als eigentlich von ihm erwartet worden war.

Er war als klarer Außenseiter gestartet, nachdem er zuvor gegen etwas schwächere Konkurrenz zwei mal verloren hatte, und ging das Feld auch noch von hinten an – was bei so einem großen Feld gerne mal zusätzliche Probleme macht

Aber Greaneteen fand ab der drittletzten Hürde langsam seinen Weg nach vorne, setzte die Führenden danach auch tatsächlich unter Druck, hatte dann aber den Hügel hinauf aber einfach nicht mehr die Kraft, um die Sieger noch weiter unter Druck zu setzen und verlor gerade einmal 2 Längen auf Put The Kettle On.

Einen Start gönnte sich Greaneteen in der laufenden Saison noch und startete im bet365 Celebration Chase in Sandown im April – eine Entscheidung, die mit dem ersten Gruppe 1 Sieg belohnt wurde. Dieses Mal ging Greaneteen das 2m Rennen mit einer etwas anderen Taktik an und positionierte sich eher hinter den Führenden und hielt den Anschluss an das Tempo, übernahm von dort aus selbst die Führung an der drittletzten Hürde und vergrößerte seinen Vorsprung an der vorletzten Hürde dann auf über5 Längen auf die Verfolger, so dass selbst der große Altior nicht mehr an ihn heran kommen konnte.

Das Saisondebüt nach der Sommerpause im Haldon Gold Cup kann man ignorieren, war das doch ein Handicap mit hohem Gewicht für Greaneteen und eher zum Warm machen gedacht, wie man auch danach an seinem Sieg im nachfolgenden Gruppe 1 Tingle Creek Chase  beobachten konnte. Das Rennen war er schon im Jahr zuvor angegangen und war damals von Politologue klar geschlagen worden, 2021 gewann er allerdings unangefochten mit über 5 Längen Vorsprung – und das, auch weil der Favorit Chacun Pour Soi schwächelte.

Die zwei Gruppe 1 Siege machen ihn hier durchaus auf dem Papier zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für Shishkin, der seine Form in der aktuellen Saison noch nicht bewiesen hat und seine Siegesserie heute aufs Spiel setzt – ich kann mir vorstellen, dass Greaneteen es heute schaffen kann, Shiskin zu dominieren, wenn dieser nicht ganz fit sein sollte.


26.12.2021 – Kempton – King George VI Chase – Außenseiter und Trifecta

Pferderennen in England

16:05 King George VI Chase – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Lostintranslation: Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist in der Saison 2019 schon auf die Gruppenebene hoch gestiegen und startete zunächst im Januar in Vorbereitung auf das Festival im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Lostintranslation kam dann im Gold Cup auf einens ehr guten dritten Platz in Schlagreichweite zum Sieger und war noch bei der letzten Hürde zusammen mit Santini und Al Boum Photo und hielt auch auf der Zielgeraden noch dagegen, aber der Hügel hoch zur Zielgeraden war dann doch zu viel des Guten- ein dritter Platz war trotzdem eine sehr sehr gute Leistung und wie vorausgesagt war er als Trifecta Pick die richtige Wahl.

Ganz anders beim Betfair Chase im November 2020 , wo er auf Gruppe 1 Ebene nur einen abgeschlagenen dritten Platz erreichen konnte, aber das kann natürlich auch an der langen Pause gelegen haben. Allerdings musste er im nächsten Rennen, dem King George VI Chase, vorzeitig beenden und wurde danach in Newbury im Februar im Denman Chase nur Fünfter und im Champion Chase beim Cheltenham Festival musste er vorzeitig beenden.

Eigentlich kaum einer Erwähnung wert, nach der Form 2021, aber er bekam eine OP an der Windröhre spendiert und kam nach der Pause über den Sommer mit einem Sieg im Gruppe 2 Chanelle Pharma 1965 Chase über Master Tommytucker, Defi Du Seuil und Dashel Drasher zurück – das hier wird uns viel erzählen, ob das ein Ausrutscher war, oder ob Asterion Forlonge zu seiner Form aus dem Jahr 2019/20 zurückfindet

Saint Calvados: In Frankreich unter seinem ehemaligen Trainer Sebastien Culin gewann er drei Rennen über Hürden hintereinander, bevor er sich in Auteuil im Prix Amadou nicht mit De Bon Couer hatte messen können. Der Lauf im April 2017 sollte auch der letzte Lauf für seinen alten Trainer sein, wechselte er im November 2017 doch zu Venetia Williams, die ihn jedoch ohne einen Start im Dezember zu Harry Whittonton gab.  Dieser lies ihn noch im selben Monat in einem Klasse 3 Rennen in Newbury auflaufen, welches Saint Calvados mit Leichtigkeit gewann. Auch das nächste Rennen gegen stärkere Konkurrenz stellte Saint Calvados vor keinerlei Probleme. Danach ging es zum ersten Gruppenrennen nach Warwick zum Kingmaker Novices‘ Chase, wo er über 3628m und weichen Boden eine wahrlich beeindruckende Show ablieferte. So sprang er mit viel Elan und Kraft jedes einzelne Hindernis, hatte sich seiner Konkurrenten drei Hürden vor dem Ziel bereits um 10 Längen entledigt und erhöhte die Marge unter minimalem Druck auf 22 Längen.

Dann wurde er allerdings beim Gruppe 1 Arkle Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival ziemlich eingenordet und kam als vorletzter ins Ziel, ohne Chancen auf den Sieg zu haben oder auch nur für Gefahr für die Plätze zu sorgen.

In der neuen Saison schaffte er dann immerhin einen Sieg im Gruppe 3 Poplar Square Chase bei seinem Debüt, allerdings stürzte in diesem Rennen sein Bezwinger Footpad und das Rennen war wohl kaum ein richtiger Indikator für die Konkurrenzfähigkeit von Saint Calvados in jenem Jahr. Beim Gruppe 1 Tingle Creek Chase scheiterte er dann an Altior und Un De Sceaux wieder deutlich und es war ihm nicht möglich, die beiden Konkurrenten im letzten viertel des Rennens irgendwie unter Druck zu setzen. Vielmehr scheiterte er wieder mit etlichen Längen an den beiden hochklassigen Konkurrenten und konnte dann beim Dublin Chase im Februar gegen Min oder Ordinary Wold ebenfalls nie für Gefahr sorgen und kam als letzter ins Ziel-

Seine Teilnahme beim Champion Chase beim Cheltenham Festival war natürlich nicht wirklich ernst gemeint und die Platzierung kann man gern vergessen.

Saint Calvados kam dann in Cheltenham im Oktober 2019 in einem Class 2 Rennen mit einem Sieg zurück, konnte an den Sieg im Gruppe 2 Shloer Chase nicht an diese Leistung anknüpfen, sondern musste sich mit einem letzten der vier Plätze zufrieden geben und konnte sich auch im Paddy Power H’cap Chase nicht durchsetzen, unterlag dort aber nur mit einer Nase und ging daher trotz zweier Niederlagen zum Ryanair Chase beim Cheltenham Festival, wo wer nur knapp Min unterlag und damit deutlich besser lief als von ihm eigentlich erwartet worden war .

2021 war allerdings eine Saison zum Vergessen – nach einem Flop beim King George Stakes in Kemptom Ende Dezember kam eine klare Niederlage durch einen fast Sturz und Abwurf seines Jockeys Gavin Sheehan im Gruppe 2 Cotswold Chase, was auch schon das Ende der Saison für Saint Calvados darstellte – kein Cheltenham Festival, kein Aintree oder Punchestwon.

Letzte Saison kam er mit einem Flop in diesem Rennen zurück – allerdings bekam er eine OP an der Luftröhre spendiert und wechselte seinen Trainer – nun startet er für Paul Nicholls…. ich kann mit eine Überraschung vorstellen. Kommt in meine Exoten beim den Trifecta.

 

Mister Fisher: Der Jeremy Sohn startet für Trainer Nicky Henderson und ist in seiner Karriere ein wenig „Hit und Miss“

Der Trainer hat Mister Fisher schon von Anfang an unter Vertrag und gewann mit ihm gleich den ersten Start in seiner Karriere in Kempton und schickte ihn danach auf Gruppe 2 Ebene als einer der Favoriten in das Gruppe 2 Weatherbys Racing Bank Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree, wo auch Al Dancer mit von der Partie war. Das Rennen war noch ein wenig zu viel für Mister Fisher und sein Trainer schickte ihn nach der Eingewöhnung auf dem Flat in eine 208 Tage Pause und die Hürdenrennen in der neuen Saison.

Der Einstand war schon sehr vielversprechend mit einem zweiten Platz nur einen kurzen Kopf hinter dem Sieger  Ecu De La Noverie. Mister Fisher fürhte sogar 100m vor dem Ziel, wurde aber knapp vor der Ziellinie doch noch eingeholt und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Beim zweiten Start in der neuen Saison, dem 32Red Casino Novices‘ Hurdle lief es dann schon besser, als er Rouge Vif über 2m auf gutem Untergrund in die Schranken weisen konnte. Dabei  war vor allem der Sprung an der letzten Hürde bemerkenswert, als Mister Fisher schon an der Front war und mit dem gewaltigen Satz den Sack zu machte.

Er traf in diesem Rennen auf einige der heutigen Konkurrenten wie Rouge Vif, The Big Bite oder Thomas Darby und hatte die Konkurrenten alle sicher in der Tasche. Seine gute Form unterstrich er noch mit einem Sieg in Kempton im Gruppe 2 Rossington Novices‘ Hurdle, wo er als Favorit das Rennen am Ende mit 2 Längen gewann. Er hatte an der vorletzten Hürde einen etwas seltsamen Sprung eingebaute und hatte auf der Zielgeraden mehr mit dem Front Runner zu schaffen als es bei den Hürden zuvor den Anschein erweckt hatte und das Cheltenham Festival 2019 kam vielleicht ein wenig zu früh. Er baute seine Form aber nach dem Wechsel in die Chase Rennen im November 19 weiter aus und gewann nach einem zweiten Platz in Warwick im November und einem Sieg im Dezember im Ryman Novices‘ Chase das Gruppe  2 Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase im Januar mit einer starken Leistung gegen Al Dancer. Die Distanz von 2m schien ihm zu liegen, trotzdem ging es im Cheltenham Festival über 2m4f im Marsh Novices‘ Chase und die Distanz könnte eine Rolle darin gespielt haben, dass Mister Fischer zwar einen guten vierten Platz erreichen konnte, aber nach der letzten Hürde nicht die Power hatte, um mit den ersten Drei mitzugehen.

Aber auch nach der nächsten Sommerpause zur Saison 20/21 blieb Mister Fisher bei der Distanz von 2m4f mit dem Saisonziel beim Cheltenham Festival im Blick. Beim ersten Rennen im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase verlor er noch eines seiner Hufeisen und musste nach einigen schlechten Sprüngen aus dem Rennen genommen werden, aber ohne solche Schicksalsschläge gewann Mister Fisher sein zweites Rennen in Form des Gruppe 2 Fitzdares Club Loves The Peterborough Chase, mit einem starken Lauf nach der letzten Hürde.

Der Lauf reichte allerdings nicht, um ihn auf das Cheltenham Festival vorzubereiten und Mister Fisher musste das Ryanair Chase vorzeitig zu beenden, und auch im April im Bowl Chase machte er vorzeitig Schluss – allerdings indem er seinen Jockey Nico De Boinvillea an der zwölften Hürde abwarf   – und das hatte sich an der elften Hürde auch schon mit einem sehr schlechten Sprung angekündigt.

Nach der Sommerpause kam er mit einem starken Lauf gegen Frodon im Oaksey Chase zurück und unterlag dem Konkurrenten nur knapp – aber heute ist die Konkurrenz stärker und auch Frodon liegt Distanz heute wesentlich besser…. ich denke daher, dass Mister Fisher kaum eine Rolle spielen wird.

 

Daher mein Trifecta für das Rennen: 

Chantry House, Frodon, Clan Des Obeaux, Saint Calvados, Minella Indo.


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