Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /kunden/133354_1130/webseiten/pferdewetten/tipps/wp-content/plugins/wordpress-ping-optimizer/cbnet-ping-optimizer.php on line 469
Picks - Pferdewetten Tipps von pferdewetten-online.info
Logo von Pferdewetten-Online.info

Pferdewetten Tipps


Picks

Auf dieser Seite finden Sie Artikel zu Picks.

17.06.2021 – Royal Ascot – Gold Cup – Pick: Stradivarius (aber Achtung! Trueshan und Subjectivist warten nur!)

Pferderennen in England

17:15 Gold Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.014 m  |  Preisgeld: 375.625 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Das Rennen hier konzentriert sich ziemlich auf den Favoriten – Stradivarius. Denn außer ihm gibt es nur ein einziges Pferd im ganzen Feld, welches über die heutige Distanz schon mal gewonnen hat –  Princess Zoe. Die Stute von Anthony Mullins gewann letzten Oktober auf schwerem Boden den Prix Du Cadran in Longchamp und wurde im Prix Royal Oak im selben Monat auf dem selben Kurs dann immerhin Vierte. Der Boden heute ist allerdings eine ganz andere Sache und es wird spannend wie die Stute aus der Zucht und Hand von Stefan Richters sich hier auf besserem Boden schlagen wird. Ihre letzten beiden Rennen hat sie über 1m4f und 1m6f bestritten, die Leistungen waren aber eher unterdurchschnittlich, da ist sie zu deutlich besserem fähig
Truesham wird als Hauptkonkurrent für Stradivarius gehandelt, allerdings hat er in seinen 12 Rennen noch nie ein Rennen über mehr als 2m bestritten. Seine Bilanz an Siegen und Platzierungen ist dafür aber ziemlich beeindruckend und der letzte Lauf in Ascot war sehr ansehnlich.
Er startete letztes Jahr nach einem gewonnenen Handicap in Sandown im Gruppe 2 Qipco British Champions Long Distance Cup und entschied das gut besetzte Rennen mit einem starken Lauf aus dem Mittelfeld heraus für sich. Dabei betrug sein Vorsprung am Ende gut 7.5 Längen und es gibt vieles, was dafür spricht, dass er die längere Distanz hier meistern wird. Er hatte einen Start in diesem Jahr, als er in Chester im Gruppe 3 Qipco British Champions Long Distance Cup einen guten zweiten Platz erringen konnte und er scheint bereit, um den Angriff auf Stradivarius anzuführen.
Santiago, Sieger des Irish Derby letztes Jahr, scheint mit seinem zweiten Platz in York hinter Spanish Mission im Yorkshire Cup wieder in Form zu kommen. Spanish Mission hatte den Konkurrenten zwar fest im Griff, ich denke aber, von der Form her unterscheidet die beiden nicht viel und Santiago wird trotz seiner Erfolge ein wenig unterberwertet. Meine EW Wette in dem Rennen hier.
Subjectivist ist ein weiteres Pferd mit guter Form welches sich das erste Mal auf eine Distanz von mehr als 2 Meilen wagen wird. Der  Teofilo Sohn gewann letztes Jahr im Oktober den Prix Royal Oak  mit 2 Längen Vorsprung. Das Rennen in Longchamp ist eines der Rennen, die meistens auf sehr langsamen, schwerem Boden bestritten werden und viel Ausdauer fordern, es gibt also wenig Sorgen, dass Subjectivist heute über 2m4f die Puste ausgehen wird. Zudem hat er bewiesen, dass er auch auf gutem Untergrund eine sehr gute Figur abgeben kann, als er im März in Dubai den Dubai Gold Cup gewinnen konnte – und das mit einem Kantersieg!
Subjectivist hielt sich direkt hinter den Führenden und versuchte kräftig das Tempo zu pushen, holte sich 1000m vor dem Ziel dann selbst die Führung als das Tempo begann etwas langsamer zu werden und begann 600m vor dem Ziel, sich zunehmend von seinen Verfolgern abzusetzen. 200m vor dem Ziel gab Joe Fanning ihm dann endgültig das „Go“ und Subjectivist machte alles klar in dem Rennen… das war schon sehr beeindruckend. Ich gehe davon aus, dass er heute hier mit vorne dabei sein sollte. Die Pause zum letzten Rennen hatte ihm nichts ausgemacht, er lief gut auf schnellem Boden und hat in Frankreich eine Menge Ausdauer bewiesen. Das Paket passt.

Stradivarius: Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Ausdauer Pferde des Landes erwiesen. Er ist der Class-Act in diesem Rennen, der Star, den die anderen versuchen werden zu schlagen und der, der die meisten prestigeträchtigen Rennen gewonnen hat – Nicht zuletzt auch die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr. Wir erinnern uns alle gern an den 10 Längen Kantersieg den Stradivarius letztes Jahr hier eingefahren hat, und ich denke alle Herausforderer werden sich ziemlich strecken müssen, um ihn hier in Bedrängnis zu bringen.

Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der Karriere bis dato mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius mehrfacher Nennung unter den besten Pferden der Welt rühmen und landete 2020 auf einem Rang 3 der weltbesten Pferde. Zwar musste er sich den Platz mit einigen anderen Rennpferden teilen, aber ein dritter Platz weltweit? Das kann man feiern!

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarius halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logische Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eigentliche Ziel der Saison 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Führung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew Gardens aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unter Donnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, um erfolgreich den den späten Angriff von Stradivarius abzuwehren und als erster durch das Ziel zu gehen. Nur einen kurzen Nacken betrug am Ende der Rückstand auf Anthony Van Dyck, aber das sollte für Stradivarius leider der letzte Erfolg der ansonsten so brillanten Saison 2020 sein. Sein nächster Start im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe wurde mit einem siebten Platz abgeschlossen, was unter anderem daran lag, dass Stradivarius keinen Platz hatte, um seinen Schlusssprint anzusetzen und 250m vor dem Ziel nach hinten durchgereicht wurde, von wo sein Angriff dann etwas verpuffte.

Im nachfolgenden Qipco British Champions Long Distance Cup strümte Trueshan der Konkurrenz davon, während der eigentliche Favorit Stradivarius an jenem Tag es verpasste, auch nur irgendeinen Eindruck bei dem Rennen zu hinterlassen. SeinTrainer John Godsen vermutete, dass Stradivarius den weichen Boden nicht mochte, der teilweise auch als schwer bezeichnet wurde. Das kann man glauben oder nicht, schließlich hatte Stradivarius in der Vergangenheit auf solchem Boden schon gewonnen… aber vielleicht hat auch einfach die lange Saison ihre Spuren hinterlassen

Nach der Winterpause gewann Stradivarius jedenfalls frisch erholt das Longines Sagaro Stakes auf Gruppe 3 Ebene und er scheint bereit, den Erfolg aus dem letzten Jahr hier zu wiederholen. Ganz so leicht wird das allerdings nicht, dafür sind Trushan und Subjectivist zu gut, und auch Santiago und Spanish Mission sollte man nicht völlig unterschätzen.

 

Tipps zum Pferd: Ausdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte letztes Jahr diese Rennen locker gewonnen und wird für alle Improver ein sehr harter Test werden.


04.06.2021 – Epsom – Coronation Cup – Pick: Al Asay

Pferderennen in England

16:10 Coronation Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.420 m | Preisgeld: 330.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Oha, das wird spannend… alt gegen neu, erfahren gegen aufstrebend…. ich bin hin und hergerisse zwischen Al Asay und Mogul…. beide haben viel, was für sie spricht.  Ich tendiere zum Hype und nehme Al Asay, aber ein dominanter Sieg vom Hong Kong Sieger Mogul würde mich überhaupt nicht überraschen, die Konkurrenz in Fernost war deutlich besser als die heute – wenn er die Form reproduzieren könnte…. nun wir werden es sehen! Klares Doppel, mit Japan und Pyle Driver auf den dahinter folgenden Plätzen. Aber die beiden sind Banker für Platz 1-3

Al Asay: Der Al Asay Sohn von William Haggas  hat sich langsam an die höchste Ebene der Galopprennen herangeschlichen und ist durch seine Teilnahme an maximal Gruppe 3 Rennen etwas unter dem Radar gelaufen – jedenfalls, wenn man die Renszene in Großrbritannien nicht genau verfolgt hat.

Seine Karriere begann in Newmarket im Oktober 2109 eher unspektakulär mit einem dritten Platz, aber wenigstens konnte er ein wenig Rennluft schnuppern und gönnte sich danach eine 227 tägige Pause bis zum Juni 2020, wo er erneut in Newmarket auflief.

Allerdings hatte er sich für sein erstes Rennen nach der langen Pause mit dem Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes ausgerechnet ein Listed Rennen ausgesucht und das höhere Niveau machte sich bemerkbar, denn schon 400m vor dem Ziel begann Al Asay den Anschluss an die führenden zu verlieren und am Ende musste er 10 Längen Rückstand hinnehmen.

Aber das war ja erst das erste Rennen in der neuen Saison und Al Asay zeigte beim nächsten Rennen in Newmarket nur zwei Wochen später, was er wirklich konnte und gewann das Class 5 Rennen mit 10 Längen Vorsprung. Also 20 Längen im Gegensatz zum letzten Rennen rausgeholt..  Spaß beiseite, das Renne auf weichem Untergrund war natürlich nicht im Ansatz mi dem letzten Rennen zu vergleichen, aber es zeigte zumindest, dass Al Asay Potential hat und diesen Eindruck bestätigte er erneut nur zwei Wochen später in der Gruppe 3 Bahrain Trophy Stakes in Newmarket – wo auch sonst. Al Asay war mittlerweile an den Kurs gewöhnt und hatte sen Können mehrfach unter Beweis gestellt, so dass seine Chancen auf den ersten Gruppensieg ebenfalls nicht schlecht standen – und der Sieg gelang ihm auch deutlich einfacher, als die „nur“ 1,75 Längen Vorsprung suggerieren.

Al Asay hielt sich dieses Mal eher im Hintergrund und sortierte sich am Ende des kleinen Feldes ein, begann 600m vor dem Ziel langsam an Boden zu gewinnen und war 400m vor dem Ziel klar derjenige, der klar am besten lief, so dass er auf den letzten 200m die Führung übernehmen konnte und sich komfortabel vor dem Rest des Feldes halten konnte. Starke Leistung von ihm und er schien bereit zu sein, sich abseits von Newmarket mit den Besten seines Jahrgangs zu messen, allerdings verlief der Start im Gruppe 3 John Pearce Racing Gordon Stakes in Goodwood alles andere als nach Plan, dabei schien Al Asay 600m vor dem Ziel noch recht locker zu laufen und keinesfalls bereits an seinen Reserven zu zehren, allerdings kam am 400m Marker dann so absolut gar nichts mehr vom ihm und Jim Crowley musste im Sattel hilflos mit ansehen, wie er zunehmen den Anschluss an die Sieger verlor und am Ende sich mit einem abgeschlagenen letzten Platz zufrieden geben. Da auch William Haggas keine Erklärung liefern konnte, warum sein Hengst im John Pearce Racing Gordon Stakes derart floppte, war die Saison für Al Asay auch erst mal wieder vorbei und er ging erneut in eine lange Trainingspause, die 2021 in Newbury beendet wurde.

Offensichtlich hatte Al Asay sich in der Pause erneut weiterentwickeln können, denn er kam im Gruppe 3 Dubai Duty Free Finest Surprise Stakes  in Newbury mächtig stark zurück.

Wieder sortierte er sich im hinteren Bereich des Feldes ein und überlies es anderen, das Tempo zu setzen, ging 600m vor dem Ziel in die Mitte der Bahn und begann auf die Führenden aufzuschließen. Ab dem 400m Marker begann Jim Crowley ihn mit Händen und Füßen anzutreiben und Al Asay begann mit zunehmender Geschwindigkeit einen Konkurrenten nach dem anderen zu kassieren, an er 200m Marke hatte er die Führung und begann davon zu ziehen. Aus den 4 Längen Vorsprung hätte er gut und gerne auch 8 machen können, aber auch so war der Lauf extrem beeindruckend, was aber noch viel beeindruckender war, war, dass Al Asay danach im Gruppe 3 Al Rayyan Stakes mit gleichem Kaliber nachlegte.

Während alle anderen Konkurenten in dem Gruppe 3 Rennen in Newbury, welches dieses Mal über 2414m ausgetragen wurde, 600m vor dem Ziel angetrieben wurden, lief Al Asay noch wie in einem Trainingsrennen mit bewegungslosen Jockey und Jim Crowley musste keinen  Finger rühren, um Al Asay mit vier Längen Vorsprung ins Ziel zu navigieren… vielleicht war es auch nur ein Jim Crowley Attrappe im Sattel, es ist schließlich selten, dass ein Jockey so wenig für sein Geld in einem Gruppenrennen machen muss – super Ritt und super Leistung von Al Asay und ich kann kaum erwarten, ihn hier wieder zu sehen, gegen bessere Konkurrenz und auf einem neuen Kurs.

Tipps zum Pferd:

Hat sich nach einer langen Pause im Jahr 2021 noch einmal deutlich gesteigert und hat die Konkurrenz in den letzten beiden deklassiert. Ist bereit für den Sprung auf das höhere Niveau, auch wenn sein Rennstil, das Feld eher von hinten aufzurollen, für Probleme sorgen kann.

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sich gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten, auch wenn 2020 eher durchwachsen war. Japan hatte letztes Jahr einen kleinen Durchhänger, wenn man eine Reihe von Platzierungen auf höchstem Niveau denn so nennen kann – aber seine beste Phase bisher im Jahr 2018 bis Ende 2019 hatte, sozusagen am Beginn seiner Karriere in den ersten Jahren.

So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte. In beiden Rennen profitierte Japan ein wenig vom ausgedünnten Feld und der Abwesenheit der großen Namen des Jahres 2020 und dem geschickten Placement durch seinen Trainer, aber dem schnellen Doppel lies Japan dann im Juddmonte International einen weiteren Sieg folgen, und an diesem Sieg gab es nichts zu meckern.

Die Konkurrenz war stark, so hatte Favorit Crystal Ocean gerade zuvor gegen Enable ein hervorragendes Rennen abgeliefert und schien nur auf den nächsten Gruppe 1 Sieg zu warten und auch Elaqarm oder King Of Comedy sind alles andere als zu verachten. Dementsprechend hart war das Rennen am Ende dann auch für alle Pferde, Favorit Crystal Ocean hatte am Innengeländer 200m vor dem Ziel die Führung errungen und schien die Kontrolle über das Rennen zu erlangen, aber Japan kam neben ihm langsam aber sicher wieder heran und hatte auf der Zielgeraden sprichwörtlich die Nase vorn.

Der Sieg war mehr als verdient, und dass Japan im notorisch schwer besetzten Prix de l’Arc de Triomphe im Oktober 2019 noch einen vierten Platz folgen lassen konnte, obwohl der Boden natürlich wie immer schon ziemlich matschig war und das Rennen eine Menge Ausdauer forderte… nun, ich hatte das so nicht erwartet und war ein Stück mehr beeindruckt von den Leistungen von Japan im Jahr 2019!

Dann kam das Jahr 2020 und das Tal der Trauer für Japan, jedenfalls was die Siege anbelangt – denn obwohl er kontinuierlich sehr gute Rennen auf höchstem Niveau lief, blieb der erhoffte Sieg aus. So begann die Saison mit einem vierten Platz im Prince Of Wales’s Stakes, was klar unter den Erwartungen war, die an Japan bei seinem Saisondebüt gestellt worden waren. Er war langsam beim Start und kam nicht richtig in Gang und auch wenige Wochen später beim Coral-Eclipse schien von seinem Schlussprint Qualitäten nicht viel übrig zu sein – er verlor den zweiten Platz auf den letzten 50m und musste sich mit einem dritten Platz begnügen, ein Platz, den er auch beim King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes am Ende inne hatte – allerdings gab es in diesem Rennen nur drei Starter und dementsprechend schlecht war die Leistung in Wirklichkeit. Auch die beiden nachfolgenden Leistungen im Irish Champion Stakes und dem Qipco Champion Stakes vergisst man am besten gleich wieder, aber er kam im Ormonde Stakes im Mai 2021 mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und man kann hoffen, dass er an seine Form aus dem Jahr 2019 wieder anknüpfen kann.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt hatte aber ein Jahr 2020 zum Vergessen. 2021? Kam zumindest mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und man kann hoffen.

Mogul:  Aiden O’Brien hat seinen Schützling schon in der ganzen Welt starten lassen und hat mit der Taktik im Dezember 2020 etwas überraschend den Hong Kong Cup gewinnen können – eine extrem starke Leistung und Mogul könnte von der Quote her hier völlig unterschätzt werden!

Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien begann seine Karriere in Gowran Park im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz, gewann danach aber in Curragh noch im selben Monat sein Maidenrennen und legte danach im Gruppe 2 Champions Juv‘ Stakes wie erwartet noch einmal nach, was nach dem lockeren Sieg in seinem Maidenrennen auch so erwartete worden war.

Perfekt wäre der Sieg zwei Monate später im November im Gruppe 1 Vertem Futurity Trophy Stakes in Newcastle als Saisonabschluss gewesen, aber auch so war die erste Saison von Mogul ein Erfolg, der vierte Platz im Vertem Futurity Trophy Stakes hinter dem lockeren Sieger Kameko war kein Grund um an ihm und seiner nächsten Saison zu zweifeln. Nicht zuletzt hatte er einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison feiern können und war für nicht wenig Geld vom erfolgreichen Magnier Syndikat gekauft worden.

Die zweite Saison begann dann etwas verspätet im Juni im Gruppe King Edward VII Stakes mit einer weiteren Niederlage, dieses Mal als klarer Favorit, und auch im Derby machte er mit einem sechsten Platz kein wirklich gute Figur. Dabei verfehlte er gleich zwei Mal den Anschluss an die Top Gruppe seines Jahrgangs und so langsam konnte man sich Sorgen machen, ob seine Form und seine Klasse zunächst überschätzt worden war – denn die Siege blieben zunächst aus.

Das änderte sich mit dem Senken des Niveaus im selben Monat im Gruppe 3 Gordon Stakes, wo er gegen solide Konkurrenz (für ein Gruppe 3 Rennen) endlich einen Sieg feiern konnte. Das war der erste Sieg in einem Rennen im Jahr 2020 und natürlich weit von den erhofften Gruppe 1 Ehren im Derby entfernt, aber Mogul sorgte später für Wiedergutmachung im Juddmonte Grand Prix de Paris, wo er mit einem beeindruckenden Lauf das Rennen gewinnen konnte. Er ging auf der Zielgeraden auf den letzten 200m zum Vollsprint über, und keiner der Konkurrenten konnten bei dem Sprint mitgehen., was in seinem ersten Gruppe 1 Sieg, nicht nur 2020, sondern insgesamt resultierte. Keine schlechte Form, aber der Sprung über den Teich in die USA nach Keenland zum Breeders Cup Turf verlangte noch einmal eine ganz andere Form und Klasse, was Mogul und Pierre-Charles Boudot im Sattel schmerzlich feststellen mussten. Mogul kam langsam aus den Ställen (er hatte auch noch den höchsten Draw), was allerdings scheinbar auch der Plan war, denn Pierre-Charles Boudot hielt ihn davon ab, sich weiter vorne einzusortieren und schickte in nach innen zu den letzten Drei. Er hielt Mogul dann sogar noch weiter zurück und war an der ersten Kurve Letzter, schien sich aber auf der Rückgeraden an dieser Position recht wohl zu fühlen, dann aber kollidierte Arklow vor ihm leicht mit dem Innengeländer  und schoss nach außen, was Mogul nach außen zwang und an Momentum verlieren lies. Ab dann wurde Pierre-Charles Boudot aktiv und versuchte Plätze gut zu machen, hatte aber gut Boden auf die Front Runner verloren und musste zu allem Überfluss von der geplanten Route innen am Feld vorbei in die Mitte der Bahn wechseln, um ein freien Lauf zu haben, kam dann aber auch nicht in Gang und konnte am Ende mit dem fünften Platz gerade einmal die ermüdenden Front Runner einsammeln.

Das war klar unter den Erwartungen und der für mich etwas überraschende Wechsel an das andere Ende der Welt zum Hong Kong Cup stand unter nicht gerade den besten Vorzeichen, aber wer bin ich, die Entscheidungen von Aiden O’Brien zu hinterfragen, denn Mogul gewann den Hong Kong Cup… mit 3 Längen Vorsprung! Unglaubliche Leistung von Mogul, wie er die versammelte Prominenz auf den letzten 250m zunehmend hinter sich lies und Ryan Moore einen raren Sieger in Fernost bescherte.

Der nächste Wechsel der Kontinente zum Longines Dubai Sheema Classic lohnte sich zwar nicht, aber er zeigte im Mai in Frankreich im Prix Ganay eine solide, wenn auch als Favorit enttäuschende Leistung, sollte aber zurück in England sich von seiner besten Seite zeigen – der Class Pick in diesem Rennen.

Tipps zum Pferd:

International erfahrenes Rennpferd welches in Amerika, Hong Kong, Frankreich und England gestartet ist – und unter anderem in England und Hong Kong Erfolge auf höchster Ebene hatte feiern könne  – wir haben mit Sicherheit noch nicht den letzten Gruppe 1 Sieg von Mogul gesehen!


23.05.2021 – Hong Kong – Chartered Champions & Chater Cup – Lay Exultant

Pferderennen International

10:05 Chartered Champions & Chater Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 12.000.000 HKDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut
Columbus County: Der Redwood Sohn von C. Fownes begann seine Karriere in Hong Kong im Oktober 2019 im Iwc Excellent Handicap als klarer Außenseiter ohne Anspruch auf den Sieg, eine Rolle, der er auch leider vollumfänglich gerecht wurde, allerdings lautete der Sieger damals in dem Rennen auch Golden Sixty, der uns allen ja mittlerweile ein Begriff ist. Columbus County legte mit einigen zweiten Plätzen in den Handicaps nach, etwa im Lung Kong Handicap, dem Azalea Handicap oder dem Lek Yuen Handicap – alles Rennen Anfang des Jahres 2020 und alles Rennen von 1600m hoch bis 2000m. Beim Lek Yuen war er sogar als Favorit gestartet, konnte aber den Sieg von Amazing Beasts nicht verhindern und war beim ersten Versuch in einem Gruppe 1 Rennen im The BMW Hong Kong Derby klar ohne Chance gegen Golden Sixty, den er hier das erste Mal seit seinem Debüt wieder treffen sollte.
Das blieb über de Sommer 2020 erst einmal die letzte Teilnahme an einem Gruppenrennen für ihn und er versuchte sich im Juli lieber wieder über 1810m in einem handicap, musste sich aber überraschend im Cochrane Handicap mit einem vierten Platz zufrieden geben, als neben ihm noch vier weitere Konkurrenten zum Schlusssprint ansetzten und der Weg zum Ziel plötzlich übervölkert wurde. Die ersten Fünf trennte in diesem Rennen gerade einmal eine Länge, der vierte Platz war also durchaus OK von der Form her und der nächste Sieg in einem Handicap einen Monat später nur bedingt eine Überraschung. Dort siegte Columbus County im The Hong Kong Reunification Cup mit einer halben Länge, hatte die Konkurrent aber im Griff und die geringe Marge war erneut OK und besser als auf dem Papier.
Columbus County legte eine kleine Pause bis zum Oktober 2020 ein, wo er im Time Warp Handicap startete, seinem bisher größten Handicap. und just beim größten Handicap seiner Karriere zeigte Columbus County auch seine allerbeste Form und gewann gegen Bear Again unter dem Höchstgewicht von 59,8 KG mit über 2 Längen gewinnen.
Das war sehr überzeugend und lies den Schritt hoch auf Gruppe 2 Ebene gegen Exultant und Furore im The Jockey Club Cup Stakes im  November nicht völlig hoffnungslos erscheinen. Die beiden Konkurrenten konnten sich allerdings ziemlich locker von ihm absetzten und die Gewichtsverteilung im Longines Hong Kong Vase im Dezember gegen die selben Gegner war  mehr zu seinem Nachteil, so dass der dritte Platz gegen Mogul und Exultant völlig in Ordnung ging.
Er hatte die Form gut gehalten und war nah an Exultant dran gewesen, der wie gesagt eine etwas bessere Gewichtsverteilung hatte in diesem Aufeinandertreffen. Leider ist Colombus County deutlich besser über die 2400m als die 1800m, die er danach im Gruppe 3 The Centenary Vase Handicap absolvierte.
Wieder ging es gegen Exultant, daneben waren aber auch Singapore Sling, Furore oder Glorious Dragon und Columbus County konnte trotz sehr niedrigem Gewicht in diesem Handicap nicht davon profitieren und kam nur auf einem sechsten Platz ins Ziel.
Die Form blieb Anfang 2021 leider im Keller und auch im nachfolgenden The Citi Hong Kong Gold Cup kam er als klarer Außenseiter über 2000m auf Gruppe 1 Niveau nur auf dem vorletzten Platz ins Ziel. Soweit wie erwartet in einem der härtesten Rennen in Hong Kong und Colombus County.
Er reduzierte das Niveau dann nach knapp 2 Monaten Pause und startete im The Peak Handicap, wo zwar wieder Glorious Dragon und Time Warp im Feld waren, aber mit etwas leichterem Gewicht, einer kleinen Pause und wieder 2000m kam Colombus County immerhin auf einem vierten Platz ins Ziel um etwas von dem Preisgeld in Höhe von 3.000.000 HKD abzugreifen. Für einen Angriff auf die vorderen Plätze reichte es allerdings nicht, so dass es nicht wirklich überraschte, dass er unter hohem Gewicht im The Queen Mother Cup wieder nicht brillieren konnte, obwohl die ganz großen Namen in Hong Kong gefehlt haben und er wieder auf 2400m zurückkehrte.
2400m sind für ihn – meiner Meinung nach – die ideale Distanz und er ist den Handicaps mit seinem Rating langsam entwachsen. Ich kann verstehen, dass er heute hier zum Kern der Favoriten zählt, gerade wenn man sein letztes Duell mit Exultant über diese Distanz berücksichtigt.

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruzhat hat sich gerade im Jahr 2019 und im ersten Teil des Jahres 2020 mit einem extrem guten Lauf und insgesamt vier Gruppe 1 Siegen (wenn man den Gruppe 1 Sieg im Hong Kong Vase im Dezember 2018 mitzählt) einen Namen gemacht und im Dezember 2019 und dem Februar 2020 den Sieg im Vase 2019 und dem The Citi Hong Kong Gold Cup nur knapp verpasst.

Nach der Sommerpause verpasste er allerdings den Sieg im Sa SA Ladies Purse  und danach im The Jockey Club Cup knapp und konnte auch in den folgenden drei Rennen immer nur einen ausbezahlten Platz für sich beanspruchen… das wird nach nun fünf  Rennen scheinbar zur Gewohnheit und gibt Grund zur Sorge, da er aber so konstant läuft, ist er eine sichere Bank für eine Platzierung.

Exulant gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 erst im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistan Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und im Januar ging es im Gruppe 3 The Centenary Vase über „nur“ 1800m, aber auch gegen auf dem Papier deutlich leichtere Konkurrent, gab es mit Dinozzo und Glorious Forever doch nur zwei realistische Konkurrenten, die aber beide keine ernsthafte Gegenwehr leisten konnten, während Exultant einen weiteren Gruppensieg feiern konnten – wie auch einen Monat später im Gruppe 1 The Hong Kong Gold Cup, nur dieses mal eben auf Gruppe 1 Ebene, gegen die selbe Konkurrenz wie zuvor. Exultant hatte sich 200m vor dem Ziel bereits locker abgesetzt und das Rennen 100m vor dem Ziel gewonnen, nur Southern Legend konnte nur ein paar Längen gut machen, ohne für Gefahr für den Sieger zu sorgen, der nun von 1800 bis 2400m drei Gruppenrennen in Folge hatte gewinnen können.

Zwei Monate später startete er im Gruppe 1 The QE II Cup, musste da aber eine völlig andere Taktik fahren als zuvor und versuchte das große Feld von hinten aufzurollen, was ihm aber leider nicht ganz gelang, denn der Außenseiter Win Bright hatte aufgepasst und sich rechtzeitig von der Front einige Längen abgesetzt, was Exultant an der Seite des alten Konkurrenten Lys Gracieux nicht mehr ganz aufholen konnte.

Im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup -einen Monat später passte Exultant da schon besser auf, das Feld war allerdings auch nicht ganz so groß und so weit außeinandergezogen, so dass Exultant von etwa der Mitte des Feldes starten konnte und schnell den Front Runner Time Warp eingetütet hatte. Rise High flog noch spät heran, aber Exultant hatte das Rennen 100m vor dem Ziel mal wieder fest in der Tasche und beendete damit eine hervorragende Saison für sich. Den Lauf beim Saisondebüt im The Sa Sa Ladies konnte man ihm schon verzeihen, nach einer Pause ist Exultant nicht immer in bester Form wieder gekommen, dafür war der zweite Lauf in der Saison schon deutlich besser und Exultant gewinn den The Jockey Club Cup mit Leichtigkeit. 150m vor dem Ziel zog Exultant in der Mitte der Bahn vor und setzte sich einige Längen ab, allerdings heftete sich der Derby Sieger Furore  an seine Fersen und holte noch einige Längen auf, aber konnte sich doch nicht mit Exultant messen und musste das Ausnahmepferd ziehen lassen.

Im Gruppe 2 Hong Kong Vase musste sich Exultant dann aber überraschend geschlagen geben, und dass, obwohl er auf den letzten Metern des 2400m Rennens als erster in die Zielgerade ging – aber Exultant konnte das Feld dieses Mal nicht hinter sich lassen und Glory Vase hatte Exultant 100m vor dem Ziel bereits fest im Griff und Exultant fiel auf den dritten Platz zurück. So richtig erklären kann man den Aussetzer nicht, so richtig schlecht war der Lauf aber auch nicht, und nach knapp anderthalb Monaten im nachfolgenden Gruppe 3 The Centenary Vase konnte sich Exultant wieder wie gewohnt gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Gruppe 3 Rennen war aber natürlich nicht das Ziel des mehrfachen Gruppe 1 Siegers, sondern das Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, welches mit 10.000.000$ dotiert war und welches Exultant 2019 hatte gewinnen können – allerdings schaffte er es nicht, auch die Austragung im Jahr 2020 für sich zu entscheiden – dafür kam er beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu weit nach außen und verlor noch mehr an Boden, als er ohnehin schon verlorem hatte, weil Time Warp als Front Runner das Feld ordentlich außeinander gezogen hatte. Exultant log förmlich heran und sammelte Pferd um Pferd ein – am Ende reichte es aber leider nicht für den Sieg, sondern nur für eine zweiten Platz.

Den Fehler so weit nach hinten zu fallen machte er im The Fwd QE II Cup nicht noch einmal und schoss an Time Warp vorbei, mit dem er lange Zeit um die Führung in dem Feld konkurriert hatte. Am Ende kämpfte sich Furore noch an ihn heran, aber Exultant blieb der klare Sieger.

Auch im Chartered Champions & Chater Cup einen Monat später hat er gegen bekannte Konkurrenten wie Furore  das Tempo bekommen, welches er braucht um am Ende an allen vorbei zu beschleunige und schaffte als Saisonabschluss einen weiteren Gruppe 1 Sieg!

Hätte er die Form halten können, wäre er sicher auch nach der Sommerpause gleich von einem Sieg zum nächsten gelaufen, daraus wurde aber zunächst nichts, denn bei seinem Debüt sechs Monate nach dem letzten Start musste Exultant eine herbe Niederlage im Sa Sa Ladies Purse hinnehmen.

Exultant sah beim Einbiegen in die Zielgerade eigentlich noch Top aus, konnte dann aber der auf der Zielgeraden nicht das Tempo von Furore mitgehen, und so richtig das Augenmerk auf sich gezogen hat Dances With Dragons, der im letzten Abschnitt des Rennens unglaublich viel Boden gut machen konnte.

Von den dreien auf den ersten Plätzen machte Exultant den schlechtesten Eindruck und auch beim The Jockey Club Cup hatte er nie eine Chance, den Sieger und alten Bekannten Furore zu schlagen. Der war 200m vor dem Ziel noch gleichauf mit Exultant und setzte fast gleichzeitig den Schlusssprint an, Furore setzte sich aber schnell 2 Längen ab und hielt diesen Vorsprung bequem bis zur Ziellinie. Die beiden setzten sich gut vom Rest des Feldes ab und waren klar die beiden besten Pferde im Rennen, aber Exultant war eben erneut „nur“ Zweitbester.

Im Longines Hong Kong Vase  im Dezember fehlte auf dem Papier ein Hochkaräter aus Hong Kong als Konkurrent, aber Mogul sammelte sich nach seinem Flop im Breeders Cup und gewann das Rennen gegen den Favoriten Exultant am Ende dominant mi t drei Längen Vorsprung, was sein Versagen im Breeders Cup um so bitterer machte – er zeigte im Longines Hong Kong Vase, dass er es kann und das er das Potential hat, auch international groß aufzulaufen. Ryan Moore hat sicher den Sieg sehr genossen, Exultant wohl eher weniger, gerade auch weil er danach im Januar im The Centenary Vase Handicap unter hohem Gewicht erneut wieder nur den zweiten Platz erreichen konnte – vor Furore, aber hinter Glorious Dragon, der ganze neun Kilo leichter unterwegs war!

Golden Sixty machte im The Citi Hong Kong Gold Cup am Ende alles klar, auch wenn Furore ihm einen harten Kampf um den Sieg lieferte – Exultant versuchte sich an einem Schlussprint hinter den beiden her, konnte aber nicht auf diese aufschließen und musste sich mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im The Fwd QUE II Cupgab es einen besseren Schlusssprinter in From von Daring Tact, und Glorious Dragon, Loves Only You und Glory Vase addieren einiges an Pfeffer für dieses Rennen, was in einer sehr heißen Schlussphase resultierte, in dem Exultant einfach nicht das Tempo hatte, um mit den Siegern mitgehen zu können, sondern wurde auf den letzten 100m etwas abgehängt.

Der letzte Sieg ist nun schon eine ganze Weile her und es wird teuer, auf Exultant zu tippen…. ich neige dazu, ihn hier eher als Lay zu nehmen, gerade weil er wieder Favorit ist und die Quote meiner Meinung nach zu niedrig für ihn und seine Chancen auf den Sieg.

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen acht Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten, kann aber dann auch extrem schwer zu fangen sein, wenn nicht zu viele herausragende Schlusssprinter im Feld sind

Auf jeden Fall sorgt er ein ordentliches Tempo im Rennen, und deswegen ist er so oft in Hong Kong anzutreffen, gerade in den besten Rennen, die der prominente Kurs so featured.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff, und auch im Hong Kong Gold Cup im Februar übernahmen andere den Schlusssprint und Time Warp konnte sich zurückfallen lassen, nachdem seine Arbeit als Pacemaker getan war. Der Rest der Saison verlief dabei immer nach Schema F: Das Tempo setzten oder Druck auf den Pacemaker, und dann auf der Ziellinie packen gehen – klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Champions & Chater Cup  und auch dem Gruppe 3 The Premier Plate folgten in der Saison. Besser war da schon wieder der Start nach einer längeren Pause im The Sa Sa Ladies als er den offensichtlich noch nicht ganz fitten Exultant hinter sich halten konnte und nur Southern Legend an sich vorbei ziehen lassen musste.

Die Form konnte Time Warp allerdings danach im Gruppe  2 The Jockey Club Cup nicht halten und scheiterte deutlich an Exultant und auch im Gruppe 1 Hong Kong Cup erging es ihm nicht besser. Im Gruppe 3 The January Cup im neuen Jahr versuchte Time Warp wiede das Tempo zu setzen, konnte aber nicht den dritten Kurs und Distanz Sieg von Doctor Geoff nicht verhindern und musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup über 2000m gab es um die Position des Front Runners kaum Konkurrenz, so dass Time Wap sich bequem an die Spritze des Feldes setzten konnte und die anderen über die Distanz führen konnte. Time Warp zog das Feld beständig weiter auseinander und verdarb damit sogar dem Favoriten Exultant den Tag, der am Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Time Warp noch vor der Ziellinie einzusammeln. An jenem Tag hatte Time Warp einen extrem guten Tag erwischt und hatte auf der Zielgeraden noch mehr als genug Kraft übrig, um sich ein wenig abzusetzen von den unmittelbaren Verfolgern, denen allen die Kraft auszugehen begann.

Wenn er in der selben Laune ist, ist er selbst für die besten in Hong Kong eine Gefahr. Aber schon beim nächsten Rennen im April konnte er das Tempo nicht halten und musste zurückstecke und im Mai im Chartered Champions & Chater Cup reichte es am Ende nur für einen letzten Platz und auch danach im The Jockey Club Cup  belegte er diesen Platz, nachdem er zuvor das Tempo gesetzt hat. Sein letzter Sieg war über 2000m, aber das half ihm im Dezember im Longines Hong Kong Cup auch nicht weiter, wo er erneut als Front Runner gebucht aber klarer Außenseiter war, mit fast doppelt so hoher Quote wie der nächste Außenseiter. Zwar floppte alle Favoriten in diesem Rennen, aber ein müder Time Warp konnte hier genauso wenig ausrichten wie danach im The January Cup in Happy Valley oder dem The Centenary Vase Handicap im Januar, wo er sehr leicht unterwegs war, den deutlich schwereren Furore und Exultant aber nicht das Wasser reichen konnte – ganz zu schweigen vom Sieger und weiteren Leichtgewicht Glorious Dragon, der das Meiste aus den Handicapregeln machte.

Time Warp machte seinen Job im The Citi Hong Kong Gold Cup und dem nachfolgenden The Peak Handicap, indem er auch dort das Tempo des Rennens setzte, aber keinen Einschlag beim Kampf um den Sieg machte. Das war auch beim The Fwd QUE II Cup und wird hier und heute auch keinen anderen Verlauf nehmen.


22.05.2021 – Curragh – Irish Guineas 2000 – Pic: Lucky Vega / Van Gogh EW

Pferderennen in Irland

Irish 2000 Guineas – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |     |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 400.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Nach dem englischen und dem französischen Ableger, folgt heute also das Rennen in Irland. Das Guineas 2000 lockt wie immer die besten Dreijährigen Europas an, und es ist kein Wunder, dass viele der Namen, die wir heute im Lineup lesen, uns schon in der Vergangenheit über den Weg gelaufen sind. Genauer ist es sogar für Poetic Flare eher ein Nachteil, dass er bereits in den anderen beiden Ablegern gestartet ist und daher heute nur sehr wenig Zeit zwischen den Rennen hatte. Wird es ausreichen, dass er sich in der kurzen Erholungszeit wieder vollständig regeneriert hat, oder wird doch einer der anderen Konkurrenten heute seine Revanche bekommen? Wir werden es sehen, das Rennen verspricht auf jeden Fall äußerst spannend zu werden.


Wembley
 Ist zweiter Favorit in diesem Rennen, das kennen wir irgendwoher?

Ja genau Anfang des Monats war er im Guineas 2000 ebenfalls als zweiter Favorit in das Rennen gestartet, allerdings hatte ich im Vorfeld schon darauf hingewiesen, dass seine Statistik ihn eigentlich für das Rennen ausschließt. Ich bin damit ganz klar von keinem guten Lauf im Guineas 2000 New Market ausgegangen und sollte damit auch recht behalten. Im fehlten einige der wichtigen statistischen Merkmale, die sich in den letzten zehn Jahren etabliert hatten, um in dem Rennen vorne mit zu mischen. Das alles resultiert in einem elften Platz, trotzdem ist er heute wieder unter den Favoriten mit dabei. Aber warum denn eigentlich? Warum sind die Experten und die Spieler alle der Meinung, dass Wembley heute im irischen Ableger eine zweite Chance verdient?

Weil er beim Vincent O’Brien Stakes Zweiter wurde im letzten Jahr, und da eine Menge der heutigen Konkurrenten geschlagen hat Thunder Moon gewann damals, den hat er aber danach im Dewhurst Stakes schlagen können. Daher weht der Wind… Und da er nun einen ersten Start in der neuen Saison hat, hofft man natürlich darauf, dass er sich nun in der Form zeigt, die er letztes Jahr im Herbst gezeigt hat. Er hat seine meiste Form auf weichem Untergrund und bekommt diesen heute auch wieder, ich kann also durchaus nachvollziehen, dass man auf einem Form—Schub bei ihm hofft.

Wenn man sich das Dewhurst anschaut, darf man das aber nicht zu hoch bewerten, denn Thunder Moon musste außen das Feld umrunden um in den Schlusssprint zu gehen und driftete danach wieder zum Rail. Da ging dann der Sieger St Mark’s Basilica mit und blockierte den Weg zum Innengeländer, aber Tunder Moon ging da trotzdem mit und lieferte sich ein spannendes Duell mit dem späteren Sieger, dann kam aber Wembley auf der anderen Seite (auf der Mitte der Bahn) dazu und nahm Thunder Moon in die Zange. Declan Mcdonogh konnte damit weder rechts noch links die Peitsche mehr verwenden und Thunder Moon fiel zurück. Das war der viel zitierte zweite Platz von Wembley, den ich persönlich aber nicht als immens stark einschätzen würde.

Trotzdem, mit einem ersten Start in der neuen Saison und der Rückkehr zu weichem Untergrund kann ich seine prominente Platzierung bei den großen dieses Mal deutlich besser verstehen.

Lucky Vega verpasste den Sieg nur knapp im Middle Park Stakes und kam trotz zweistelliger Quote mit einer sehr guten Leistung im 2000 Guineas in Newmarket am 1. Mai zurück. Er war eine der Überraschung in dem Rennen, verlor er doch auf den Sieger nur insgesamt einen Nacken, und lief damit durchgehend um den Sieg mit. Das Trio aus Das Trio aus Poetic Flare, Master Of The Seas und Lucky Vega trennte sich auf der Zielgeraden vom Rest des Feldes und ritt mit einigem Vorsprung auf den letzten 200 m zur Zielgeraden. Lucky Vega wurde von den anderen beiden Konkurrenten in die Zange genommen, und viel immer wieder eine halbe Länge hinter diesen zurück, auch weil Shane Foley durch die Konkurrenten direkt neben sich nicht frei zur Peitsche greifen konnte, während die beiden anderen Konkurrenten von ihrem Jockey Hat angetrieben werden konnten.

So fie. Lucky Vega eben immer ein kleines Stück zurück, ging dann aber wieder nach vorne, um dann wieder ein kleines Stück zurück zu fallen. Wäre Lucky Vega außen gelaufen Hätte ich mir durchaus vorstellen können, dass er das Rennen sogar gewonnen hätte. So bleibt ein guter dritter Platz und der erneute Versuch heute im irischen Ableger des Guineas 2000. eine kleine Sorge ist der weiche Untergrund, den er in seinen letzten drei Rennen eher vermieden hat, aber er gehört für mich trotzdem klar zum Kreis der Favoriten.

Van Gogh: erinnert sich noch jemand daran, wie ich beim Guineas 2000 über Van Gogh auf weichem Boden geschrieben habe? Ich hatte klar darauf hingewiesen dass ich ihn auf weichem Untergrund schon für das Rennen in Newmarket durchaus bevorzugt hätte, aber wie wir alle wissen war der Untergrund schnell und trocken und damit alles andere als ideal für van Gogh.

Nun ändern sich allerdings die Vorzeichen, der Regen hat eingesetzt, der Sommer 2021 lässt weiter auf sich warten, und vielleicht kann heute van Gogh das erste Mal zeigen, was in ihm steckt.

Er brauchte sehr lange um in Gang zu kommen und erst nach dem vierten Rennen gelang ihm der Sieg. Er hatte allerdings vorher schon in drei Gruppenrennen Erfahrung sammeln können und nach dem Sieg verlor er nur knapp gegen One Ruler im Autumn Stakes und danach gewann er das Gruppe 1 Critérium International in Saint-Cloud. Das Rennen war auf schwerem Boden und Van Gogh schien den Matsch unter den Hufen zu lieben – wenn der Boden beim Guineas in Newmarket also schon weich gewesen wäre, hätte ich ihn gerne auch als Sieg Pick genommen, So hatte ich ihn allerdings nur in einige der Trifecta genommen und leider war der Untergrund wie vermutet viel zu schnell. Heute bin ich mir auch nicht sicher ob der Untergrund langsam genug ist, um die Stärken von van Gogh wirklich voll zur Geltung zu bringen. Aber ein Versuch ist es wert, die Quote ist hoch und laut Wetterbericht gibt es den ganzen Tag leichte Schauern , Was vielleicht gerade genug ist, um ihn heute eine Überraschung landen zu lassen.

Kommt als EW Wette in Spiel

Poetic Flare: Der Dawn Approach Sohn von Jim Bolger ist der diesjährige Guineas Held und hat damit vier seiner fünf rennen bisher gewinnen können. Eine Spitzenleistung, die ihn natürlich im traditionell schwächer besetzten französischen Ableger des Guineas Rennes zum Favoriten macht.
Er gewann sein Maidenrennen im März 2020 und versuchte sich danach direkt beim nächsten Start im 400m längeren Dewhurst Stakes in Newmarket. Nicht nur war der Sprung auf Gruppe 1 Niveau nach gerade einmal einem Start etwas viel des guten, auch die längere Distanz war ein Problem für ihn zu diesem Zeitpunkt und es war eigentlich klar, dass es auf Gruppe 1 Niveau nicht auf Anhieb so weitergehen würde wie bei seinem Maidenrennen, welches er auch nur mit einer halben Länge Vorsprung hatte gewinnen können.
Zudem musste er eine Pause von gut sechs Monaten kompensieren, also – da kam einiges zusammen und der erste Start in einem Gruppe 1 Rennen kann durchaus verziehen werden, vor allem weil er danach in Leopardstown im Oktober im Gruppe 3 Killavullan Stakes mit einem Sieg überzeugen konnte. Damals lief er am Innengeländer hinter den Pacesettern und startete von da seinen Angriff, der ihn am Ende mit fast drei Längen vor den Rest des Feldes brachte und das, ohne von seinem Jockey Kevin J. Manning zum äußersten getrieben werden zu müssen. Das wusste zu gefallen und mit einem Start in einem Guineas Trial Stakes in Leopardstown im April, welches er ebenfalls locker gewinnen konnte, brachte er sich in Stellung für das erste große Ziel in der Saison – dem Giuneas 1000 in Newmarket.
In dem Rennen auf gerader Strecke wurde ein hartes Tempo vorgelegt und das gesamte Feld befand sich im Schlusssprint 300m vor dem Ziel, so dass es kein Wunder war, dass viele der Pferde zum Ziel hin erheblich ermüdeten, aber Poetic Flare ging zusammen mit Master Of The Seas und Lucky Vega voran und das Trio löste sich von seinen Verfolgern und kam über 2 Längen Vorsprung ins Ziel.
Poetic Flare gewann das Rennen am Ende in einem Photo Finish mit einer Nase und sah wirklich stark aus  – allerdings Sorgte der weiche Untergrund im französischen Guineas 2000 mit einem sechsten Platz für einen Aussetzer, und das Rennen ist gerade einmal eine Woche her.
Poetic Flare Hat damit nicht nur wieder mit weichem Untergrund zu kämpfen, sondern auch mit einer sehr schnellen Abfolge von Rennen, die ihm sicher einiges abverlangen.
Klar ist, der Untergrund heute wird nicht so langsam sein wie das letzte Mal, aber auch nicht so schnell wie bei seinem Sieg im englischen Guineas 2000. zudem sieht er heute mit Lucky Vega einen Konkurrenten wieder, den er das letzte Mal nur äußerst knapp hatte schlagen können und der seit dem letzten aufeinandertreffen fit gehalten wurde… mit dem geringen Abstand zwischen den beiden, tendiere ich eher zu Lucky Vega, aber wie schon oben geschrieben, mischen heute mit Sicherheit auch einige andere noch mit.
nicht vernachlässigen darf man trotz deines schlechten Abschneidens im Guineas 2000 den von Aiden O‘Brien trainierten Battleground nicht. Der floppte zwar bei seinem ersten Rennen in der neuen Saison, hatte aber letztes Jahr in Amerika beim Breeders Cup einen sehr sehr starken zweiten Platz geholt und war auch davor in seinen Rennen in England und Irland alles andere als deklassiert worden. Ich kann mir gut vorstellen, dass er heute wesentlich besser läuft als beim englischen Ableger, aber das ist eben nur eine Vermutung, und durch die aktuelle Form noch nicht gedeckt. Er ist zudem offensichtlich die zweite Wahl des Trainers, aber wie wir alle wissen, d.h. nichts. Also eine EW Wette könnte sich lohnen, genau wie die Mitnahme in verschiedenen Exoten.
Für den Sieg kann ich mir heute Lucky Vega und van Gogh sehr gut vorstellen, auch Wembley, wenn er denn tatsächlich seine Form wie erwartet steigern kann. Aber die anderen beiden würde ich vorziehen.

 

 


16.05.2021 – Longchamp – Poule d’Essai des Pouliches – Pick: Philomene / Lullaby Moon EW

Pferderennen in Frankreich

16:25 Poule d’Essai des Pouliches – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde | Distanz: 1.600 m | Preisgeld: 500.000 EUR | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut bis weich

 

Das Guineas 1000 der Stuten wird in Frankreich wie in das Guineas 2000 vom Sieger des jeweiligen Ablegers in England dominiert – Mother Earth setzte sich dort mit einer Länge gegen Saffron Beach durch und wird hier versuchen ein schnelles Doppel in den Guineas Rennen zu feiern – aber der Untergrund ist ganz anders und es wäre erst der dritte Sieg in 11 Rennen… es gibt also durchaus Grund zur Sorge.

Mother Earth: Heute verliert die Guineas 1000 Siegerin die Unterstützung von Dettori, der mit ihr ihren bisher größten Erfolg hatte feiern können. Christophe Soumillon ist ein guter Ersatz, wird es hier aber alles andere als leicht haben.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung, als 2yo war sie letztes Jahr seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und heute bekommt sie eine ganz andere Aufgabe gestellt… sie hat in der Vergangenheit auch auf langsameren Boden gut Leistungen zeigen, können, aber die Frage bleibt, ob sie hier ihre Bestform zeigen kann …. ich tendieren eher zu nein.

Da gibt es etwa Philomene, die Dubawi Tochter von Andre Fabre und so zimlich das krasse Gegenteil zu Mother Earth, was den Entwurf für das Guineas 1000 anbelangt. Wesentlich weniger Erfahrung mit nur zwei Rennen, davon beide in Frankreich, dafür aber noch ungeschlagen und mit einem sehr überzeugenden Gruppe 3 Sieg im Prix Pénélope  im April. Das hier ist klar ein ziemlicher Sprung im Niveau für sie, aber mit Andre Fabre im Team und Mickael Barzalona im Sattel und Erfahrungen mit dem Boden in Frankreich – ja, ich kann mir sie sehr gut als Siegerin vorstellen.

Sweet Lady zerstörte die Konkurrenz auf schwerem Boden im Prix la Camargo im März und war bei ihrem vierten Platz im Prix de la Grotte unter einer halben Länge hinter der Siegerin Cirona. Das Feld in dem Rennen war ohnehin dicht gepackt und jeder der Teilnehmerinnen hätte am Ende gewinnen können – sie kann hier zusammen mit Reina Madre oder King’s Harlequin einen Platz erringen, aber mir gefällt auch Lullaby Moon, die letztes Jahr zum Ende der Saison einen Sieg auf listed Ebene in der Redcar Trophy erringen konnte und dann in Chantilly im selben Monat noch einen sehr lockeren Gruppe 3 Sieg im Prix Miesque folgen lies…. ich denke sie ist eine EW Wette wert.

 


16.05.2021 – Longchamp – Poule d’Essai des Poulains – Pick: Poetic Flare

Pferderennen in Frankreich

15:50 Poule d’Essai des Poulains – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 600.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich
Poetic Flare
Auf gehts in das französische Guineas 2000!
Wir treffen auf einige alte Bekannte , schließlich gewann Poetic Flare das englische Guineas 2000 anfang des Monats und komtm daher hier als Favorit in das Rennen. Allerdings war der Sieg denkbar knapp und die ersten drei in diesem Rennen trennte weniger als eine halbe Länge. Sein Glück,  dass heute weder Master Of The Seas noch Lucky Vega gegen ihn antreten werden.
Er kennt allerdings auch St Mark’s Basilica von früher, die beiden waren  im Dehurst Stakes letztes Jahr aufeinander getroffen und damals war St Marks’s Basilica klar die Nase vonr. Das erneute Duell de rbeiden sollte daher äußerts spannend werden. Allerdings hat Frankreich in den letzten Jahren auch immer mal wieder für einige Überraschungen gesorgt und es gab immer wieder heimische Pferde, die den Besuchern aus England das Spiel verdorben haben, es lohnt sich also ein Blick auch abseits der Favoriten.
Poetic Flare: Der Dawn Approach Sohn von Jim Bolger ist der diesjährige Guineas Held und hat damit vier seiner fünf rennen bisher gewinnen können. Eine Spitzenleistung, die ihn natürlich im traditionell schwächer besetzten französischen Ableger des Guineas Rennes zum Favoriten macht.
Er gewann sein Maidenrennen im März 2020 und versuchte sich danach direkt beim nächsten Start im 400m längeren Dewhurst Stakes in Newmarket. Nicht nur war der Sprung auf Gruppe 1 Niveau nach gerade einmal einem Start etwas viel des guten, auch die längere Distanz war ein Problem für ihn zu diesem Zeitpunkt und es war eigentlich klar, dass es auf Gruppe 1 Niveau nicht auf Anhieb so weitergehen würde wie bei seinem Maidenrennen, welches er auch nur mit einer halben Länge Vorsprung hatte gewinnen können.
Zudem musste er eine Pause von gut sechs Monaten kompensieren, also – da kam einiges zusammen und der erste Start in einem Gruppe 1 Rennen kann durchaus verziehen werden, vor allem weil er danach in Leopardstown im Oktober im Gruppe 3 Killavullan Stakes mit einem Sieg überzeugen konnte. Damals lief er am Innengeländer hinter den Pacesettern und startete von da seinen Angriff, der ihn am Ende mit fast drei Längen vor den Rest des Feldes brachte und das, ohne von seinem Jockey Kevin J. Manning zum äußersten getrieben werden zu müssen. Das wusste zu gefallen und mit einem Start in einem Guineas Trial Stakes in Leopardstown im April, welches er ebenfalls locker gewinnen konnte, brachte er sich in Stellung für das erste große Ziel in der Saison – dem Giuneas 1000 in Newmarket.
In dem Rennen auf gerader Strecke wurde ein hartes Tempo vorgelegt und das gesamte Feld befand sich im Schlusssprint 300m vor dem Ziel, so dass es kein Wunder war, dass viele der Pferde zum Ziel hin erheblich ermüdeten, aber Poetic Flare ging zusammen mit Master Of The Seas und Lucky Vega voran und das Trio löste sich von seinen Verfolgern und kam über 2 Längen Vorsprung ins Ziel.
Poetic Flare gewann das Rennen am Ende in einem Photo Finish mit einer Nase und sah wirklich stark aus  – das sollte heute reichen um wieder ganz vorne mit dabei zu sein, auch wenn der Untergrund in Frankreich fast schon traditionell ein Grund zur Sorge ist.
St Mark’s Basilica: Der Siyouni Sohn von Aiden O’Brien  wurde sozusagen für dieses Rennen hier frisch gehalten, denn obwohl er letztes Jahr das Dewhurst Stakes gewinnen konnte, blieb er allen Classics in Englang bisher fern – etwas unverständlich, aber vielleicht braucht er weichen Untergrund, um seine beste Form zu zeigen? Das sieht zumindest so aus, wenn man sich seine Form bisher so anschaut, keinen Start hat er auf besserem Untergrund als gut bis weich absolviert und seinen größten Sieg konnte er im Dewhurst Stakes auf weichem Boden feiern – kann gut sein, dass er mit schnellem Boden so gar nicht zurecht kommt, und da bietet sich ein Start in Frankreich geradezu an.
Seine Karriere begann mit einem fünften Platz in einem Maidenrennen in Curragh und danach einem fünften Platz im Gruppe 1 Phoenix Stakes auf dem selben Kurs, bevor sich der Trainer in einem weiteren Maidenrennen dazu entschied, einen sicheren ersten Sieg für St Mark’s Basilica zu buchen.  Nach dem Pflichtsieg unterlag er Thunder Moon im Vincent O’Brien Stakes in Curragh im September 2020, als es über 1408m auf gut bis weichem Untergrund ging.
St Mark’s Basilica versuchte das Feld von ganz hinten aufzurollen, wanderte aber außen am Feld dann ein bisschen, als es in den Schlusssprint ging und hatte auf den letzten 50m nicht mehr den Biss, um den zweiten Platz gegen Wembley zu verteidigen, Sieger Thunder Moon war ohnehin außer Reichweite, der hatte den besseren Schlusssprint und noch dazu den Pfad innen am Geländer lang.
Die selbe Position wie im letzten Rennen sicherte sich dann St Mark’s Basilica im Dehurst Stakes noch einmal – ganz hinten im Feld, wartend, bis sich das Rennen entwickeln würde. Und dieses Mal hatte er das große Glück, dass sich vor ihm eine Lücke auftat und St Mark’s Basilica ohne weitere Umwege seinen Weg von hinten an die Front fand, wo er in gerader Linie zum Ziel zog und auf dem weichen Boden einen Schlusssprint zeigte, der zu überzeugen wusste und die bekannten Konkurrenten Wembley und Thunder Moon dieses Mal keine Chance lies.
Ich mag seine Chancen hier auf dem weichen Untergrund, aber seine Taktik, das Feld von hinten aufzurollen ist in einem großen Feld ein Problem – und er hatte noch keinen Start in dieser Saison, schwer zu sagen wie fit er ist. Aiden O’Brien wird ihn sicher gut vorbereitet haben, aber einige Fragezeichen bleiben.
Sealiway und Policy Of Truth sind eng von der Form her verbandelt, wenn man sich ihren Start im Prix de Fontainebleau anschaut, und ich tendiere wenig überraschend zum Sieger des Rennens – Policy Of Truth. Beachtenswert sind noch Parchemin, der besser sein sollte als sein fünfter Platz hinter Policy Of Truth und heute auf Rache sinnen könnte und Mehmento, der mit seinem zweiten Platz auf Gruppe 3 Ebene im April bewiesen hat, dass er sich über den Winter deutlich gesteigert hat.
Der ungeschlagene Breizh Eagle könnte bereit sein für den Sprung auf Gruppenebene, hat hier aber eine sehr schwere Aufgabe.
Also, meine für die ersten drei Plätze: Poetic Flare, St Mark’s Basilica, Policy Of Thruth und Parchemin

pferdewetten-online.info testet und vergleicht laufend alle seriösen Buchmacher für Pferderennen und Pferdewetten Online.
Buchmacher für Pferdewetten | Buchmacher für Pferderennen | Pferderennen Live Streams | Pferderennen Ergebnisse | Pferdewetten Strategien | Pferdewetten Tipps
18+ Wetten Sie mit Verantwortung!