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30.10.2021 – Rosehill – Classique Legend Stakes – Pick: Big Parade EW – Masked Crusader

Pferderennen in Australien

07:10 Classique Legend Stakes – Gruppe 1 

Distanz: 6½f (6f110y) | Untergrund : Gut | Boden: Turf/Gras | 3yo+

Das Classique Legend Stakes ist im Prinzip in Teilen eine Wiederholung des The TAB Everest in Randwick vom 16.10.2021 – Viele der Konkurrenten, die vor zwei Wochen aufeinander getroffen sind, werden auch heute wieder gegeneinander antreten –  nur das au den ersten fünf Plätzen des Rennens nur Eduardo heute im Classique Legend Stakes auflaufen wird. Die Sieger Nature Strip und Masked Crusader gehen andere Wege, Lost And Running war ohnehin nur ein Außenseiter und hatte vermutlich viel Glück bei seiner Platzierung und Classique Legend ist der Namensgeber dieses Rennens und läuft nunmehr in Hong Kong auf.

 

Beim The TAB Everest übernahm Nature Strip schnell die Führung des Feldes, , wurde aber von Eudardo beschattet, der ihm innen dicht auf den Fersen blieb und nicht von seiner Seite wich, bis es an das Einbiegen auf die Zielgerade ging. Da zog Nature Strip das Tempo weiter an und konnte sich etwas absetzen, Home Affairds  nahm am Innengeländer die Verfolgung auf, während Eduardo etwas überrascht von dem plötzlichen Tempowechsel schien und marginal zurück fiel. An der 300m Marke hatte sich Eduardo wieder ein wenig gefangen und blieb dran und reduzierte den Vorsprung von Nature Strip noch bis auf einen Kopf und hatte auf den letzten Metern seine beste Phase, während Home Affairs zunehmend schwächer wurde und weit zurück fiel.

Stattdessen kam Masked Crusader noch von hinten angeflogen und holte sich mit einer Nase vor Eduardo den zweiten Platz – die heutigen Konkurrenten Trekking und Gytrash waren weit dahinter, und wenn Eduardo wieder einen guten Front Runner bekommt, sollte er für diese Konkurrenten schwer zu fassen sein.

Masked Crusader wird einer von denen sein, die versuchen werden Eduardo spät zu fassen zu bekommen, und Masked Cursader hat gute Chancen, das auch zu schaffen – denn schließlich gelang es ihm mit einer Nase Vorsprung vor Eduardo im Tab Everest ins Ziel einzulaufen und der Untergrund heute wird ihm besser liegen – umso trockener es wird, umso mehr gefällt mir Masked Crusader, um so mehr Regen fällt, umso mehr tendiere ich zu Eduardo.

Dritter im Bunde (und zu hoher Quote zu haben) ist Big Parade von mark Newman. Der Deep Field Sohn begann gerade erst in dieser Saison die Gruppenrennen – hat aber da gleich für Furore gesorgt, als er in dieser Saison nach seinem Sieg in seinem Saisondebüt im Gruppe 2 Chandon Theo Marks Stakes einen dritten Platz belegen konnte und dann nach einem weiteren Zwischenschritt und Sieg im Cleanaway Handicap das Gruppe 3 Moet & Chandon Sydney Stakes gewinnen konnte – zwar dauerte es etwas, bis er im Massensprint am Ende des rennens in Gang kam, fand dann aber genug um die Konkurrenten am Ende mit über einer Länge zu schlagen – da dort einige gestandene Konkurrenten wie etwa Kementari mit von der Partie waren, liest sich das Ergebnis durchaus gut – das heute verlangt mehr, aber seine Chancen stehen nicht schlecht, schon gar nicht wenn man die Quote bedenkt

Die Pferde im Einzelnen 

Eduardo: Die Karriere des Host Wallachs lässt sich im Prinzip in zwei Zeitabschnitte einteilen – den für seine erste Trainerin Sarah Zschoke, die Eduardo von 2018 bis Mitte 2020 trainiert hat und danach für Trainer Joseph Pride

Unter Sarah Zschoke hatte Eduardo bereist 2018 sein Potential angedeutet als er etwa in Flemington im Gruppe 2 Gilgai Stakes Zweiter wurde und danach in Caulfield das Gruppe 2 Caulfield Stakes gewinnen konnte. 2019 bestritt er dann das Gruppe 1 Oakleigh Plate und belegte dort einen zweiten Platz, bevor er im NEwmarke Handicap und später dem Cramer Moir Stakes auf selbem Niveau mehrfach deutlich geschlagen wurde.

Nachdem er 2020 dann bei seinem Saisodebüt in Caulfield im Esprit Stakes ebenfalls eine klare Niederlage erlitt, wechselte er nur zwei Monate später zu seinem neuen Trainer Joseph Pride, der Eduardo zur Eingewöhnung erst einmal eine Runde über das July Sprint Handicap laufen lies, um ihn an sein neues Umfeld und die neuen Aufgaben zu gewöhnen

Danach schickte aber auch Joseph Pride Eduardo auf die Gruppenebene und konnte trotz schweren Bodens gleich beim ersten Versuch im Gruppe 2 Iron Jack Missle Stakes einen Erfolg verbuchen, und fast hätte es gegen den schon damals hoch gehandelten Classique Legend im Gruppe 2 Shorts in Randwick im September 2020 ebenfalls gereicht, am Ende musste sich Eduardo aber mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Die Saison geriet danach ein wenig aus den Fugen, mit einem 11 Platz im Tab Everest und einem vierten Platz und zwei Längen hinter Gytrash im Yes Yes Yes Sakes in Rosehill Ende des Jahres.

Joseph Pride nahm sich danach über den Australischen Sommer 126 Tage Zeit um Eduardo auf das neue Jahr vorzubereiten und wurde erneut mit einem Sieg in einem Gruppe 2 Rennen belohnt. Dass er im Gruppe 2 Hyland Race Colours Challenge Stakes den Favoriten Nature Strip würde schlagen können war eher unerwartet und die beiden lieferten sich auf der Zielgeraden ein spannendes Duell, bei dem keiner der anderen Konkurrenten etwas mitzureden hatte. Nature Strip und Eduardo gingen über die Sprintdistanz fast zeitgleich über die Ziellinie, aber Eduardo hatte zum richtigen Moment die Nase unten und gewann das Rennen mi eben dieser – sehr gute Leistung, die Eduardo danach im Bisley Workwear Galaxy auf Gruppe 1 Ebene unter hohem Gewicht noch einmal toppte.

In dem Renne brachte er den Konkurrenten eine empfindliche Lektion bei – Eduardo sollte man an der Front besser nicht zu lange alleine lassen und schon gar nicht einen Vorsprung aufbauen lassen – Aber im Bisley Workwear Galaxy Handicap hatte Eduardo einfach zu viel Kraft übrig als dass die Konkurrenz ab der 300m Marke an ihm hätte dran bleiben können. Eduardo zog uneinholbar davon und nach vorne, um dann vor dem Ziel ein wenig Tempo rauszunehmen und die anderen auf etwas über 3 Längen heran kommen zu lassen.

Das war das beste Rennen von Eduardo bisher und brachte ihn in den Kreis der Favoriten des Heineken T J Smith Stakes, in dem er wieder auf Nature Strip traf – der allerdings wieder als Favorit auflief und über die 1200m und weicheren Boden im Heineken T J Smith Stakes auch wieder auftrumpfen konnte, wie man es von ihm erwartet worden war.

Nature Strip überließ ihm die Führung dieses Mal fast kampflos und auch als das Feld 400m vor dem Ziel in die Zielgerade einbog, war Eduardo, der am schnellsten agierte und mit seinem Tempowechsel sich ein wenig von dem ihn an den Hufen klebenden Nature Strip absetzen konnte. Aber 250m vor dem Ziel hatte Nature Strip ihn wieder eingeholt und zog an Eduardo vorbei, der keine Chance hatte, an Nature Strip mehr dran zu bleiben.

Eduardo fand aber gleich danach zur Form zurück und gewann gegen leichtere Konkurrenz – und als Favorit – das Doomben 10.000 mit einem guten Lauf gegen Wild Planet und The Harrovian. Vielleicht hätte Eduaro das Ganze noch ein wenig leichter von der Hand gehen sollen, aber ein Sieg ist ein Sieg und da Eduardo danach im Gruppe 2 Bowermans Commercial Furniture Shorts erneut gegen Nature Strip bestehen konnte, besteht nun wirklich kein Grund zu meckern.

Zwar hatte Nature Strip auf ca. er ersten Hälfte der Zielgeraden klar die Oberhand, wurde aber über die 1100m und weichen Untergrund zum Ziel hin immer müder und konnte den erneuten Angriff von Eduardo nicht mehr abwehren.

Das Duell heute ist Duell Nr. 4 der beiden, derzeit steht es 2:1 für Eduardo, aber die Konditionen heute sollten Nature Strip besser liegen und für ich sieht es nach einem 1:1 aus, wenn Classique Legend nicht dazwischen funkt.

Zwei Front Runner in einem Rennen sind immer ein Problem – es kann nur einen geben!

So war es dann auch und beim The TAB Everest übernahm Nature Strip schnell die Führung des Feldes, , wurde aber von Eudardo beschattet, der ihm innen dicht auf den Fersen blieb und nicht von seiner Seite wich, bis es an das Einbiegen auf die Zielgerade ging. Da zog Nature Strip das Tempo weiter an und konnte sich etwas absetzen, Home Affairs  nahm am Innengeländer die Verfolgung auf, während Eduardo etwas überrascht von dem plötzlichen Tempowechsel schien und marginal zurück fiel. An der 300m Marke hatte sich Eduardo wieder ein wenig gefangen und blieb dran und reduzierte den Vorsprung von Nature Strip noch bis auf einen Kopf und hatte auf den letzten Metern seine beste Phase, während Home Affairs zunehmend schwächer wurde und weit zurück fiel.

Stattdessen kam Masked Crusader noch von hinten angeflogen und holte sich mit einer Nase vor Eduardo den zweiten Platz – die heutigen Konkurrenten Trekking und Gytrash waren weit dahinter, und wenn Eduardo wieder einen guten Front Runner bekommt- oder selbst das Tempo machen darf -, sollte er für diese Konkurrenten schwer zu fassen sein.

Also – Front Runner Position oder direkt dahinter – das Rennen eine gute Gelegenheit für Eduardo, denn nur Masked Crusader (und vielleicht Big Parade) scheint eine Gefahr für ihn zu sein, und Masked Cursader musste im letzten Rennen ganz schön viel Boden auf den letzten Metern gut machen.

Masked Crusader: Der Tornado Sohn von M.Hawles begann seine Karriere auf dem Provinzkurs in Wyong im Jahr 20219, ging dann aber schnell auf die Hauptkurse und ging in Caulfield in einem Altersgewichtsrennen auf die Strecke und gewann das Rennen mit Leichtigkeit. Es folgte eine kleine Pause über den Sommer und im australischen Herbst kam er dann im april mit zwei siegen in Bendigo und Randwick zurück, bevor er im Winter in Randwick und Rosehill je zwei Platzierungen folgen lies. Das waren recht gute Ergebnisse, als einziger Ausreiser nach unten galt sein Rennen im Quayclean Handicap auf dem Kurs in Rosehill, wo er eigentlich als klarer Favorit aufgelaufen war, aber trotz klarem Lauf und offenen Lücken für den Schlusssprint bereits 500m vor dem Ziel immer schäwcher wurde und am Ende nur den achten Platz belegte. Das war aber der einzige Lauf 2020, mit dem man nicht zufrieden sein konnte und Maskes Cursader hatte sich die Teilnahme an den Gruppenrennen mit seinen Ergebnissen in den Handicaps redlich verdient.

Seinen ersten Start auf Black Type Ebene absolvierte er dann in Randwick nach dem Jahreswechsel im Februar 2021 auf weichem Boden, der seinen Schlusssprint vielleicht ein wenig verzögerte – aber als Masked Cursader dann einmal in Gang gekommen war, gab es kein halten mehr. Der Front Runner Southern Lad hatte sich gut und gerne fünf Längen Vorsprung 300m vor dem Ziel gesichert, aber Masked Cursader beschleunigte plötzlich enorm und stürmte heran und machte zwischen der 200m und der 100m Marke alles klar. Super starker Lauf, der Lust auf mehr machte und seine Chancen für das Heineken Canterbury Stakes standen gar nicht schlecht.
Das Gruppe 1 Rennen war natürlich stärker besetzt und da sich der Fehler aus dem letzten Rennen wiederholte und Masked Crusader sich zu viel Zeit lies, um in Gang zu kommen, hatte er dieses Mal noch zu viel zu tun um einen weiteren Sieg feiern zu können. Zu allem Überfluss tat sich an der Innenseite der Strecke keine Lücke auf und Masked Crusader musste in die Mitte wechseln um seinen Schlusssprint ansetzten zu können, was er dann auch tat – wieder machte Masked Crusader eine Menge Boden gut, aber dieses Mal reichte es eben nicht und die Sieger waren schon zu weit weg.

Aus dem Fehler hatte Masked Crusader aber gelernt und lies sich im Keogh Homes William Reid Stakes nicht mehr so weit zurückfallen und war beim Einbiegen in die Zielgerade schon nah dran an den Front Runnern und schoss zwischen den beiden auf den letzten 200m hindurch, um am Ende einen überzeugenden Sieg zu feiern.

Auf weichem Boden im T J Smith Stakes war es wieder der Front Runner, der das Rennen für Masked Crusader ruinierte indem er sich zu viel Vorsprung sicherte, bevor Masked Crusader zum Schlusssprint ansetzten konnte. Dabei war Masked Cursader im Gegensatz zu seinem Sieg im William Reid Stakes im Feld vor seinem Angriff wieder ziemlich weit im Feld zurück gefallen und musste daher wieder zu viel Boden auf Nature Strip gut machen. Natrure Strip hingegen lief an der Front extrem stark auf und konnte sich mit einem Tempowechsel einige Längen Vorsprung herausholen.

Eduardo hing sich an seine Hufe, konnte aber das Tempo 200m vor dem Ziel nicht mitgehen und wurde von Masked Crusader noch überholt.

Der weiche Untergrund war nicht unbedingt von Vorteil für Masked Crusader, der mit längerer Distanz und gutem Boden im Gruppe 1 Schweppes All Aged Stakes kam Masked Crusader dann immerhin bis auf eine Länge an den Sieger Kolding heran, war aber eigentlich als Favorit gestartet …. der fünfte Platz war daher eher eine Enttäuschung, auch wenn es alles in allem eine immense Leistung gewesen war, von dem letzten Platz 400m vor dem Ziel beim Einbiegen in die Zielgerade noch so weit vor zu laufen. Masked Crusder hat gut und gerne 10 Längen auf die Führenden gut gemacht in dieser kurzen Zeit, aber das war einfach zu viel und zu weit gewesen.

Nach der Winterpause gelang Masked Crusader dann allerdings so ein Schlusssprint auf etwas schnellerem Boden im McCafe The Heath 1100 Stakes, wo er das Feld tatsächlich in einem bemerkenswerten Schlusssprint von ganz hinten souverän aufrollen konnte, um dann rechtzeitig vielleicht 40m vor dem Ziel die Führung zu übernehmen.

Viel Platz für Fehler gab es da nicht und schon beim Gruppe 2 Bowermans Commercial Furniture Shorts iN Randwick gegen die talentierten Pacesetter Eduardo und Nature Strip zeigte sich, dass Masked Crusader mit dieser Takti schnell an seine Grenzen kommt – ein fünfter Platz mit ebensovielen Längen Rückstand war alles, was am Ende für den Schlusssprinter möglich war.

Mit einem weniger talentierten Front Runner im Feld gelang es Masked Crusader im ACY Securities Premiere Stakes dann aber wieder, das Feld komplett von hinten nach vorne aufzurollen – auch wenn es für den Favoriten fast schief gegangen wäre, denn es tat sich zunächst keine Lücke für ihn auf. Die Taktik außen im Feld in der Mitte der Bahn eine sichere Lücke zu suchen, ging bei dem breit gefächerten Feld leider nicht auf und T. Berry im Sattel reagierte gedankenschnell als sich innen eine Lücke abzeichnete – er zog Masked Crusader wieder nach innen, gab ihm die Sporen und schaffte es sich an die Fersen des Front Runners Adelong zu setzten und unter einem weiter strengen Ritt knapp durchzusetzen.

Das Tab Everest war viel härter mit gleich zwei sehr starken Front Runnern im Feld und weiteren talentierten Schlusssprinten, und Masked Cursader lies sich trotzdem bis zur Schlussphase des Rennens relativ weit zurückfallen, konnte aber dann in der Mitte der Bahn seine Lücke voll ausnutzen und konnte locker 5 Längen auf die Front Runner gut machen – nur ein Kopf hat gefehlt um Nature Strip, der das Feld über die Distanz geführt hatte, noch einzuholen.

Dafür sackte er Eduardo ein, der wohl heute das Tempo setzen wird, noch knapp ein. Eduardo wird heute wohl leichtes Spiel an der Führung bekommen und der Untergrund ist etwas schneller – das kann gefährlich für Masked Crusader werden, wenn er nicht aufpasst – spielt allerdings auch zu seiner Stärke, dem schnellen Sprint auf den letzten Metern….

Fast ein Toss Up zwischen den beiden, auf gutem Untergrund hat Masked Crusader aber die marginal bessere Form.

 


23.10.2021 – Moonee Valley – Ladbrokes Cox Plate – Die Außenseiter – Pick: Anamoe / Mo’Unga EW

Pferderennen in Australien

08:10 Ladbrokes Cox Plate  – Gruppe 1  – Die „Außenseiter“

Distanz: 1m2f (1m2f44y) / 2000m | Alter der Starter: ( 3yo+ ) | Boden : ( Turf / Gras ) | Untergrund: Gut
Auch hinter dem erneuten Duell Zaaki / Probaeel wird es interessant. Denn dort warten mit Mo’Unga, Anamoe und Verry Elleegant einige herausragende Pferde, die alle schon auf Gruppe 1 Ebene erfolgeich waren und sich hinter den angeblichen Favoriten kaum verstecken müssen. Mir persönlich gefallen Anamoe und Mo’Unga richtig gut – zu den Quoten von 16/1 im Fall von Mo’Unga sogar richtig gut.
Anamoe wurde mittlerweile gut bewettet und ist kaum noch als echter „Außenseiter“ zu bezeichnen, sondern rangiert klar vor Verry Elleegant auf dem Platz des zweiten Favoriten. Das mag noch ein wenig viel des Guten an Voschusslorbeeren sein –  5 und mehr bin ich bei ihm aber auch sicher dabei!

Anamoe: Der  Street Boss Sohn von Trainer Bart & James Cummings begann seine Karriere in Caulfield im Magic Millions Debutant Stakes im Oktober 2020 mit einem fünften Platz – allerdings auch gleich auf Listed Ebene, und dass er auf diesem Niveau nicht fehl am Platz war zeigte er bereits im nächsten Monat auf dem selben Niveau im Thoroughbred Club Merson Cooper Stakes in Sandown, wo er über 1000m auf gutem Boden den Sieg auf den sprichwörtlichen letzten Metern klar machen konnte.

Es folgten nach der Jahreswende zwei sehr gute Plätze im Neds Blue Diamond Prelude und vor allem Ende Februar Neds Blue Diamond Stakes auf Gruppe 1 Ebene. Ein dritter Platz auf Gruppe 1 Ebene im vierten Rennen war schon eine herausragende Leistung, wenn man bedenkt, dass Anamoe auf der Außenbahn in die Zielgerade einschwenkte und einiges an Boden noch gut machte, war das umso beeindruckender – und umso weniger überraschend war der Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Todman Stakes in Randwick nur zwei Wochen später.

Dieses Mal hatte Anamoe den Weg innen am Geländer in die Zielgerade gewählt, was sich aber fast als Fatal erwiesen hätte, denn an der Innenbahn tat sich zunächst keine Lücke für den Schlusssprint auf und Anamoe blieb eingeboxt und musste hoffen, dass sich noch etwas tun würde-  und tatsächlich machten die Oferde vor ihm am Ende ein wenig Platz so dass Anamoe ein wenig Tageslicht fand und zum Schlusssprint ansetzen konnte.

Anamoe hat Tempo – und das konnte er in dieser Situation unter Beweis stellen, als er sich 300m vor dem Ziel endlich die Lücke förmlich erzwungen hatte und dann in der Mitte der Bahn herangeschossen kam.

Perfekte Voraussetzungen für den Versuch im Longines Golden Slipper, allerdings war der Untergrund drei Wochen später im März dann aufgeweicht und nicht ideal für den Stil von Anamoe, der allerdings auch in diesem Rennen die besten Zwsichenzeiten produzierte und nur vom zu langsamen Untergrund und der suboptimalen Position im eher hinteren Bereich des Feldes ausgebremst wurde.

Nicht so allerdings auf schnellerem Boden im Inglis Sires Produce Stakes in Randwick im April – da war der Untergrund zwar immer noch weich und die Distanz sogar 200m weiter (das Rennen wird über 1400m ausgetragen), dieses Mal wollte Anamoe es aber nicht auf eine Lücke zur rechten Zeit oder eine hintere Position zum Schlusssprint ankommen, sondern es ging sehr weit in die Zielgerade, aber immer noch mit Anschluss an die Führungsgruppe und 250m vor dem Ziel sprintete Anamoe dann einfach davon  -das war mit freier Bahn ganz schön einfach, jedenfalls sah das so aus und da er nach langer Pause im September mit einem Sieg im Run To The Rose wieder kam, und schon wieder die besten letzten 800m produzierte… und da sich auch im nachfolgenden Golden Rose die richtige Lücke auftat, hätte es fast für den zweite Gruppe 1 Sieg in Folge gereicht – nur knapp scheiterte er an In The Congo der sich mit einem taktisch klug genug Vorsprung gesichert hatte, um die Ziellinie knapp vor dem heranfliegenden Anamoe zu erreichen.

Im Neds Cauflied Guineas Anfang Oktober jedenfalls änderte Anamoe nichts an seiner Taktik und rollte das große Feld wieder von hinten auf, 200m vor dem Ziel war Anamoe an den Führenden dran und konnte sich unter einem starken Ritt von Damien Oliver dann knapp eine halbe Länge vor die Verfolger ziehen – starke Leistung und Anamoe ist bei einem schwächelnden Zaaki hier definitiv einen zweiten Blick wert!

Verry Elleegant: Die Zed Tochter wird von dem Star Trainer Chris Waller trainiert, der schon die Wunderstute Winx zu dem gemacht hat, was sie ist – eine, wenn nicht die beste Stute, die in den letzten Jahrzehnten in den Galopprennen teilgenommen hat.

Und wie schon ihr großes Vorbild Winx kommt Verry Elleegant mit dem Alter erst so richtig in Fahrt, musste aber überraschend beim Lexus Melbourne Cup eine recht herbe Niederlage einstecken im November 2020 und kam danach im Yulong Apollo Stakes  auch „nur“ auf einen dritten Platz, besserte sich dann im Februar im Chipping Norton Stakes und gewann knapp gegen ihre vorherige Bezwingerin Colette. Das erneute Duell heute wird sehr, sehr spannend. Sie mag weiche Böden und wird diesen wohl heute bekommen, dass könnte erneut der große Vorteil von ihr sein.

Die Karriere von Verry Elleegant begann für den ebenfalls sehr erfolgreichen Trainer Darren Wei, der sie im Jahr 2018 nach ihren ersten Starts in Neuseeland auf den Kursen in Flemington und Caulfiedl auflaufen lies. Da Verry Elleegant bereits in ihren ersten Rennen einiges an Potential gezeigt hatte, wartete Darren Weir nicht lange und lies sie nach dem Wechsel nach Australien sogleich auf Gruppenebene starten.

Den Anfang machte das Gruppe 2 Tab Edward Manifold Stakes, welches von den Favoritinnen Krone, Amphritite und Verry Ellegant unter sich ausgemacht wurde und wo Verry Elleegant auf Anhieb einen guten dritten Platz blegen konnte. Weiter ging es in Caulfield im New Zealand Bloodstock Ethereal Stakes, was allerdings trotz des großen Feldes deutlich leichter besetzt war und so von der nun als Favoritin auftretenden Verry Elleegant dominiert werden konnte.

Mit dem erste Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Gepäck ging es zurück nach Flemington zum Mumm Wakeful Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleegant auch wieder als Favoritin auftreten dürfte, aber entgegen der in sie gesetzten Erwartungen erneut den Anschluss an die Konkurrentinnen nicht halten konnte und sich klar geschlagen geben musste. Sie hatte nicht den besten Renneverlauf und auch einige andere Entschuldigungen, wie die um 400m erweiterte Distanz, was allerdings für das nachfolgende, noch einmal um 400m längere Oaks nicht unbedingt die besten Vorzeichen waren.

Trotzdem lies man Verry Elleegant erneut als eine, bzw. die Favoritin Kennedy Oaks in Flemington auflaufen, und wie schon zuletzt im Wakefull Stakes gelang es der ambitionierten Stute und ihrem Team nicht, in dem 2400m Rennen den Anschluss an die Führenden zu halten und man musste sich ein weiteres Mal mit einem deutlichen Rückstand von über fünf Längen zufrieden geben.

So richtig zufrieden konnte man damit natürlich nicht sein und Verry Ellegant wechselte von Darren Weir zu Chris Waller, der die Stute über den australischen Sommer bis in den Februar 2020 weiter ausbildete und ein weiteres Mal nach Flemington schickte.

Dort startete sie am 16 Februar im Gruppe 3 Vanity Stakes, und nach den letzten Niederlagen, u.a. gegen die Favoritin Amphitrite, war man etwas mistrauisch wie sich Verry Elleegant wohl an diesem Tag schlagen würde – die Antwort war: Gar nicht mal so schlecht!

Zwar fand sie wieder ihre gewünschte Lücke etwas zu spät und Amphitrite hatte zu viel Vorsprung vor ihr gewinnen können, aber die Art, wie sie das Feld dann im Wahnsinns Tempo aufrollte, wusste zu gefallen und lies auf mehr hoffen. Mehr gab es dann im Phar Lab Stakes genau einen Monat später auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleganz mit ihrem beeindruckenden Schlusssprint das Feld rund um ihre Verfolgerin und spätere Gruppe 1 Siegerin Seabrook mit über 3,5 Längen deklassieren konnte. Mit einem derart dominanten Sieg auf Gruppe 2 Ebene war es natürlich nicht verwunderlich, dass Verry Elleeganz direkt im selben Monat noch eine Klasse weiter aufsteigen wollte und es Ende März 2019 im Vinery Stud Stakes noch einmal probierte.

Auch dort blieb Verry Ellegant zunächst im hinteren Bereich des Feldes, und als die Konkurrenten wie Seabrook ihren Schlusssprint begonnen hatten, um die Pacesetterin Greysful Glamour wieder einzutüten, war die Favoritin immer noch hinter einer Wand aus Pferden und musste sich erst nach außen in die Mitte der Bahn begeben, um freie Bahn für den gwünschten Schlusssprint zu bekommen, was noch einmal einige Längen kostete. Dann aber sprintete sie an die Front und setzte sich einige Längen ab, musste sich aber spät im Rennen dem Angriff von Frankly Awesome erwehren, und die Beine der Favoritin wurden zunehmend schwerer – aber sie hielten! Verry Ellegant feierte damit verdienter Maßen ihren ersten Gruppe 1 Sieg in der zweiten Saison – und legte gleich zwei Wochen später noch einmal im Gruppe 1 Heineken Plate nach!

Das 2400m Rennen war auf dem Papier ein wenig leichter als das letzte, auch wenn mit Frankely Awesome die Hauptkonkurrentin wieder mit von der Partie war. Wieder musste Verry Elleegant weit in die letzte Kurve gehen und ein wenig Boden auf die anderen verlieren, aber wieder konnte sie in der Mitte der Bahn Fahrt aufnehmen und einen Konkurrenten nach dem anderen einsammeln. Frankely Aweseome hatte ziwschenzeitlich die Führung übernehmen können und war wie schon zuvor dem Feld ein paar Meter entflohen, aber Verry Elleegant und Scarlet Dream kamen in der Mitte der Bahn herangeschossen um die immer schwächer werdende Fankely Awesome auf den dritten Platz zu verdammen.

Mit dem Doppel in australischen Gruppe 1 Rennen konnten sich Chris Waller und Verry Elleegant zufrieden in die Winterpause verabschieden, die im August 2019 mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde. Was allerdings komplett anders verlief, als gehofft. Denn aus dem erhofften glorreichen Wiedereinstieg wurde nichts, Verry Ellegaant wirkte nach der viermonatigen Pause unkonzentriert und müde, konnte auf den letzten Metern nichts von ihrem erwarteten Geschwindigkeitsschub zeigen und trottete mehr oder minder hinter dem Feld her, welches von der herausragenden Samadoubt über die Strecke geführt wurde. Lag es an der deutlich kürzeren Distanz? Schließlich hatte sie ihre letzten beiden Siege über 2400 m bzw 2000 m erringen können, und die Kürzung von einem Kilometer Distanz schien Verry Elleegant absolut nicht zu behagen.

Auch im nachfolgenden Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes über die Distanz der Meile lies Verry Elleegant jede Spritzigkeit vermissen und kam wieder genau 3,8 Längen hinter dem Sieger ins Ziel, der dieses Mal Avilius hieß.

Es schien klar zu sein, dass der etwas weichere Boden kombiniert mit der kürzeren Distanz nicht im Sinne von Verry Elleegant zu sein schienen, und so hatte Chris Waller ein Einsehen und lies seine Stute das nächste Mal im Gruppe 2 Active Hill Stakes lieber über die Distanz von 2000m auflaufen, was Verry Elleeganz sogleich mit einer Formsteigerung und dem nächsten Gruppensieg quittierte – allerdings längst nicht so dominant, wie sie es zuvor getan hatte!

Stattdessen lief Samadoubt als Front Runner dem Feld wieder davon, konnte an der Innenbahn mächtig an Boden sparen, während Verry Elleegant weit außen in die Zielgerade ging, und dann alles geben musste, um sich cm um cm an den Führenden heran zu kämpfen und ihn auf der Linie mit einer Nase Vorsprung zu überholen. Das nennt man dann wohl Punktlandung – oder Glück gehabt.

Das sahen wohl auch die Experten so, die Verry Elleegant für das Gruppe 1 Cox Plate mit der Favoritin Lys Gracieux als klare Außenseiterin einstuften – und sie sollten Recht behalten, in diesem gut besetzten 2040m Rennen hatte sie keine Chance, um den Sieg mitzuspielen und musste sich mit Platz 12 und 10 Längen Rückstand abfinden – das war noch deutlich eine Klasse zu hoch für sie und scheinbar brauchte sie etwas mehr Training, denn mit dem Cox Plate ging die Saison 2019 auch schon wieder zu Ende für Verry Elleegant, die erst nach dem Hochsommer im Februar ihr Comeback feierte.

Als Ziel ihres ersten Rennens wählte Chris Waller das Gruppe 2 Aquis Apollo Stakes in Randwick, wo sie gegen Hochklassige Konkurrenten wie Dreamforce, Alizee oder Happy Clapper ran musste, was keine einfache Aufgabe war. Dieses Mal versuchte Verry Elleegant über die Innenbahn an die Pacesetter heran zu kommen, welche aber in Form von Alizee zu viel Kraft hatte und die Konkurrentin einfach stehen lies. Verry Elleegant beendete das Rennen dort, wo sie ihren Schlusssprint begonnen hatte, nämlich hinter einer Wand von Pferden und ohne Chance, an diesen noch vorbei zu kommen.

Irgendwie fehlte ihr ihre Spritzigkeit, ihr Tempowechsel, der sie im vergangenen Jahr so gefährlich gemacht hatte. Stattdessen waren ihre Rennen mehr Arbeit und Kraftaufwand, was sich auch im Gruppe 1 Chipping Norton Stakes nicht änderte, aber sie schien aus ihren vorherigen Rennen dazugelerngt zu haben, denn sie lies sich nicht so weit zurückfallen wie sonst und versuchte zudem, an der Innebahn etwas Raum zu sparen, was ihr auch bis zum Einbiegen in die Zielgerade gut gelang.

100m vor dem Ziel schaffte sie es sogar, sich an die Front des Feldes zu setzten, wurde dann aber noch von Te Akau Shark überholt und musste sich trotz starker Leistung mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Auch im nachfolgenden Ranvet Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Rosehill erging es ihr wieder so, auch wenn sie erneut ihre Taktik ein bisschen an das kleinere Feld angepasst hatte. So startete sie ihren Angriff deutlich früher und kam bereits in der letzten Kurve, vor einbiegen in die Zielgerade, gleichauf mit Addeyb, konnte den Konkurrenten aber nicht dauerhaft hinter sich halten und musste erneut mit einem zweiten Platz vorlieb nehmen, schien aber mit diesem Rennen immer besser in Form zu kommen und belohnte sich letztendlich im Gruppe 1 Kia Tancred Stakes Ende März mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg, und fast war es so, als hätte man die Zeit einfach zurückgedreht.

Sie hielt sich wieder etwas mehr im Hintergrund während des Rennens, kam weit in die letzte Kurve und beschleunigte in der Mitte der Bahn famos, um am Ende einen lockeren 4,3 Längen Sieg feiern zu können. Der weiche Boden schien ihrem neuen Stil in die Karten zu spielen und Ausdauer konnte sie über die 2400m zur Genüge präsentieren und fast konnte man glauben, dass sie sich beim nächsten Duell mit Addeyb im Queen Elizabeth Stakes im April rächen könnte – der Front Runner machte allerdings schon mit seinem Move 400m vor dem Ziel klar, dass er nicht daran dachte den späten Sprintern eine Chacne einzuräumen und setzte sich schnell einige Meter ab, gefolgt von Danon Premium, der sehr gefährlich in der Mitte der Bahn neben ihm auflief, aber 100m vor dem Ziel offensichtlich die Kraft verlies. So konnte sich Verry Elleegant einen weiteren zweiten Platz sichern, hatte aber keine Chance Addeyb in irgend eine Art von Gefahr zu bringen

Sie reduzierte danach im Winx Stakes im August ihre Distanz erheblich, was am Ende mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg gedankt wurde, wenn auch nur wieder sehr sehr knapp, den Star Of The Seas saß ihr mit einer Nase im Nacken und hatte 100m vor dem Ziel sogar die Führung übernommen. Verry Elleegant hatte das Feld außen überholt in der letzten Kurve und ging an die Front, musste dann aber Star Of The Seas abwehren, der sich kurzeitig selbst sie Führung hatte sichern können – aber Verry Elleegant kämpfte und gewann am Ende über die 1400m verdient. Im nachfolgenden Fujitsu George Main Stakes kam Verry Elleegant mit ihrer Taktik das Feld von hinten aufzurollen dieses Mal nicht durch, als Kolding und Sea Of The Stars das Tempo über 1600m beim einbiegen in die Zielgerade anzogen und Verry Elleegant keinen sauberen Weg durch die anderen Konkurrenten fand und zu spät zu viel Boden gut zu machen hatte.

Im größeren Feld im Turnbull Stakes hielt sich die Stute dann lieber gleich beim links drehenden Kurs außen am Feld und nahm in Kauf, etwas mehr Boden in der Kurve gut machen zu müssen als innen wieder im Pulk der Pferde fest zu stecken, und auch wenn es am Ende ein Kraftakt war, gewann sie ihr nächstes Gruppe 1 Rennen wieder mit einem denkbar knappen Vorsprung. Aber Sieg ist Sieg, und einen Gruppe 1 Siege nimmt man gerne, egal wie knapp er war. Das Rennen über die 2000m war sehr stark besetzt gewesen und dass sie die Stute, noch zudem mit recht hohem Gewicht, hier hatte durchsetzen können, war schon sehr beeindruckend gewesen!

Im Gruppe 1 Caulfield Cup legte die Stute dann über noch weitere Distanz ( 2400 m )  noch einmal nach und schnitt gerade rechtzeitig den Weg von Anthony Van Dyck, um dessen Momentum auf der Außenbahn auszubremsen und dessen Lauf zu resetten, um ihn auf der Ziellinie dann 200m später knapp einen Nacken hinter sich zu haben. Die beiden hatten sich den Weg außen am Feld ausgesucht, und wenn Anthony Van Dyck sich hätte losreißen können, wäre er sicher schwer zu fangen gewesen, so aber konnte sich Verry Elleegant vor ihn setzten und kurz ausbremsen, während sie selbst ihr Momentum aufbaute. Wieder eine starke Leistung, und nachdem sie nun zwei Mal ihre Distanz erheblich erweiterte hatte, war auch der Versuch über die  3200m im Lexus Melbourne Cup nicht ganz verrückt – die Distanz ewies sich aber am Ende dann doch als zu weit für Verry Elleegant, die in ihrer ganzen Karriere noch nie über 3000m gelaufen war. Das kann man verzeihen, gerade in dem extrem straken Feld im Lexus Melbourne Cup aber auch nach einigen Wochen Pause im Februar 2021 im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene kam sie über 1400m zu spät, um Colette auf der Zielgeraden noch einsammeln zu können.

Dabei war die Sprintdistanz von 1400m schon eher wieder nach dem Geschmack von Verry Elleegant, die über diese Distanz im August 2020 das Winx Stakes knapp gewonnen hatte – allerdings über schnelleren Boden. Sie kommt eigentlich mit weichem Boden gut zurecht, hatte allerdings dieses Mal auf der Zielgeraden nicht das Tempo, um auf den letzten 200m signifikant Boden auf die Siegerin gut zu machen und musste sich selbst dem Front Runner Kolding geschlagen geben – klar, sie hatte 400-500m vor dem Ziel das Problem, dass sie keinen freien Lauf fand und sich am Innengeländer eingeklemmt wiederfand, aber 200m vor dem Ziel war sie eben frei und so richtig viel Kick konnte sie dennoch nicht zeigen – der kam aber auf weichem Boden im Chipping Norton Stakes wieder, als sie das Feld außen umrundete und damit freie Bahn für ihren Angriff kam. Das allerdings kostete sie auch einiges an Raum und Colette und Avilius gingen mit kleinem Vorsprung in die Zielgerade, aber Verry Elleegant kämpfte hart und gewann am Ende mit einem Nacken gegen ihre dicht gepackten Verfolger.

Eine Wiederholung des Rennens könnte so oder so ausgehen, so knapp ging es aus, jeder der fünf ersten hätte sich am Ende durchsetzen können, im Gruppe 1 Ranvet Stakes genau einen Monat später am 27.03.201 ließ Verry Elleegant allerdings keine Zweifel daran aufkommen, wer den Sieg am Ende verdient hatte – Addeybb konnte sich die Führung dieses Mal nicht sichern und musste diese Position Angel Of Truth überlassen, was ihn weiter außen auf die Bahn brachte und seine Taktik das Tempo an der Spitze zu bestimmen ruinierte. Er kam zwar gut auf die Zielgerade, konnte da aber nicht die nötige Beschleunigung aufbieten, um den Angriff von Verry Ellegant abzuwehren, die schnell vor Addeyyb zog und sich gut eine Länge absetzte. Sehr starker Lauf und eine Wiederholung hätte sich bei dem erneuten Duell im Queen Elisabeth Stakes sicher ausgereicht, um Addeybb zu schlagen, allerdings musste Verry Elleegant dieses Mal auf schnellerem Boden ran, und das mochte sie nicht ganz so sehr – die beiden Favoriten kamen auf den ersten beiden Plätzen in Ziel – und das war wohl auch der Grund warum Verry Elleegant nach einer kleinen Pause ebenfalls auf schnellem Boden (oder schneller als sie es mag) im Winx Stakes Mo‘Unga unterlag, der der bessere Untergrund offensichtlich deutlich besser lag und das entscheidende Bisschen schneller war als Verry Elleegant, um sich den bisher wichtigsten Gruppe 1 Sieg der noch kurzen Karriere zu sichern.

Beim zweiten Start nach der Pause im australischen Winter / Frühling bekam Verry Elleegant dann im George Main Stakes aber den gewünschten weichen Boden und konnte ihre Stärke voll ausspielen – und das musste sie auch, denn der talentierte Front Runner Riodini hatte sich auf der Zielgeraden mit einem überraschenden Tempowechsel einige Längen absetzten können und war gefährlich weit vor dem Feld, wurde aber durch den langsamen Boden etwas abgebremst, während Verry Elleegant und Think It Over heranschossen und zumindest Verry Elleegant sich an der Innenseite auch vorbeischieben konnte – starke Leistung und Grund genug, Verry Elleegant auh den Sieg im TAB Turnbull Stakes über 1m2f und guten Untergrund zuzutrauen – allerdings wurde sie da von Incentivise wieder ziemlich eingenordet und mir würde sie zurück über die Meile besser gefallen.

Mo’unga: Der Savabeel Sohn von A. Neasham machte vor allem mit seinem Sieg im Guineas in Rosehill von sich reden.  Da hatte er 300m vor dem Ziel endlich seine Lücke in der Mitte der Bahn gefunden, war aber weit weg von den Front Runnern und hatte noch immens viel zu tun – so viel, dass man ihm da eigentlich nicht zu viele Chancen mehr gab. Aber Mo’unga zog an und an und baute sein Momentum auf, bis er tatsächlich 500m vor dem Ziel die Führung übernommen und das Rennen gewonnen hatte – Spitzenleistung, die er im Winx Stakes später in der Saison nach zwei soliden Läufen in Randwick noch einmal wiederholen konnte.
Auch hier zeigte Mo’unga einen starke Schlusssprint und die Favoritin Verry Elleegant mit knapp einen Nacken auf den zweiten Platz zu verbannen. Mo’unga kam wieder weit aus der Kurve heraus und musste einen ziemlich hohen Rückstand auf die Führenden gut machen, hatte aber wieder das Momentum und die Geschwindigkeit um 50m vor dem Ziel die Nase vorn zu haben.
Er hat das Guineas auf weichem Boden gewonnen und die längere Distanz im PFD Food Services Makybe Diva Stakes lag Mo’Unga – so dass er im September über den neuen Trip den großen Incentivise unter Druck setzten konnte und auf gutem Boden nur knapp mit einem  Nacken am nächsten Gruppe 1 Sieg vorbei schrammte. Klarer war da schon die nächste Niederlage – wieder über eine Meile – im Gruppe 1 TAB Epsom Handicap, wo Mo’Unga auf Grund des hohen Gewichts, welches er tragen musste, aber eine gute Entschuldigung vorzuweisen hat.
Heute startet er unter Hugh Bowman und faireren Gewichten, so dass ich in als EW Wette durchaus interessant finde.

09.10.2021 – Caulfield – Neds Might And Power- Pick: Zaaki 1, Probabeel 2

Pferderennen in Australien

6:10 Neds Might And Power (Group 1)

Distanz: 1m2f | Alter: (3yo+)  Untergrund: Gut bis weich

Addiert Zaaki hier nach seinen Siegen im Doomben Cup, dem Q22, dem Tramway Stakes und dem Underwood Stakes einen weiteren Gruppe 1 Sieg zu seinem immens beeindruckenden Errungenschaften 2021? Die Chancen stehen gut, schließlich mag er es, wenn der Untergrund ein wenig weicher ist und die Konkurrenz ist in keinem Fall härter als das, was er bisher in der Saison in seinen Rennen so geschlagen hat.

Probabeel: Die Savabeel Tochter von Jamie Richards begann ihre Karriere 2018 und konnte 2019 dann einige Achtungserfolge erringen, namentlich die beiden zweite Plätze im Gruppe 2 Darley Tea Rose Stakes und dem Gruppe 2 Darley Flight Stakes, auf Gruppe 1 Niveau fehlte Probabeel in Roshehill am Ende nur ein Nacken für den Sieg und die ersten Gruppe 1 Ehren der noch so jungen Karriere.

Im Australian Oaks wurde sie dann eim Saisonabschluss im Sommer doch recht deutlich geschlagen was an der noch einmal 400m weiteren Distanz zusammen mit dem (eigentlich gewohnten) großen Feld und langsamen Boden zu liegen schien. Es war natürlich auch ein recht strammes Programm im Frühjahr gewesen mit einem Rennen ca. alle 14 Tage über 2 Monate und auch das hat sicher sein Spuren hinterlassen.

Jedenfalls ging es nach einer 133 tägigen Pause im Gruppe 3 Mostyn Copper Show County Quality Stakes wieder gut los mit einem erneut sehr knappen zweiten Platz und es war wenig überraschend, dass schon im nächsten Rennen in Randwick über 1400m endlich der verdiente – und überzeugende – Sieg auf Gruppenebene folgen sollte. Allerdings beließ es Probabeel nicht dabei und legte auf Gruppe 1 Ebene im TAB Epsom Handicap noch einmal nach. In dem beliebten und notorisch schwerem Handicap ging Probabeel die Sache sehr gradlining an.

Probaeel blieb gleich neben dem Pacesetter, ging dann beim Einbiegen in die Zielgerade dann nach innen an das Geländer und sparte dadurch auf den letzten Metern einiges an Raum, um dann beim Schlusssprint mit dem Geländer als Orientierungshilfe den besten Schlusssprint zu zeigen und knapp mit einer Länge zu gewinnen. Natürlich profitierte Probabeel auch von dem niedrigeren Gewicht in diesem Handicap, aber an dem Lauf gibt es nichts zu deuteln – der war sehr sehr stark von der Stute!

Wieder versuchte Probaeel danach den Schritt auf eine 200m längere Distanz im Cox Plate, die allerdings erneut misslang, denn wieder fehlten auf den letzten Metern die nötige Kraft, auf dem nunmehr weichen Boden gegen zu halten und fiel daraufhin auf einen siebten Platz zurück.

Nach der obligatorischen Sommerpause ging es dann 10 Tage später in das Gruppe 3 Lamaro’s Sth Geoffrey Bellmaine Stake in Caulfield, welches Probabeel wie schon zu erwarten auch souverän für sich entscheiden konnte. Die Sprintdistanzen waren klar ihre große Stärke, wie Probabeel danach gegen die hoch gehandelten Behemoth und Arcadia Queen auch auf dem selben Kurs im Lamaro’s Sth Melbourne Futurity Stakes zeige konnte.

In dem Gruppe 1 Rennen gegen ältere Konkurrenz konnte Probabeel trotz des gleichen Gewichts aus de eher hinteren Bereich des Feldes aus ihren Angriff auf die Führenden in der Mitte der Ban starten und mit ihrem Tempowechsel die ebenfalls anlaufende Arcadia Queen einige Lägen hinter sich lassen – extrem starker Antritt von Probabeel, die damit den nötigen Abstand zwischen sich und die später Zweitplatzierte Arcadia Queen brachte.

Der nachfolgende Wechsel auf den Kurs von Monee Valley, dieses Mal zum All Star Mile, brachte Probabeel allerdings erneut kein Glück und die Stute musste sich als Favoritin am Ende mit einem enttäuschenden und ernüchternden zwölften Platz zufrieden geben.

Mit etwas weniger Wasser im Boden verpasste Probabeel danach auf Gruppe 1 Ebene gegen das eigene Geschlecht den Sieg Moet & Chandon Queen Of The Turf Stakes über die selbe Distanz der Meile nur knapp mit einem kurzen Kopf. Extrem starke Leistung erneut und fast der dritte Gruppe 1 Erfolg in gerade einmal zwei Jahren für Probabeel.

Im Gruppe 1 Neds Sir Rupert Clarke Stakes im September musste sie mit 9-0 einfach zu viel Gewicht tragen, um ihren Schlusssprint noch gescheit anbringen zu können und danach war Zaaki im Quayclean Underwood Stakes einfach zu gut für sie – aber den zweiten Platz konnte sie am Ende ziemlich locker verteidigen und ich denke sie selbe Position wird Probaeel auch heute wieder einnehmen können

ZAAKI kommt aus dem Stall von Annabell NEASHAM die ihren Schützling im Jahr 2017 das erste Mal auf die Rennstrecke schickte. Um genauer zu sein ging Zaaki damals noch in England für Mohamed Moubarak an den Start, der mit ihm allerdings wenig Freude hatte und in seinem ersten Jahr nur einen zweiten Platz hatte feiern können. ZAAKI wechselte dann zu Sir Michael Stoute der ihn in England nach einer Pause über den Winter im Jahr 2018 weiterlaufen ließ und ein bisschen mehr Erfolg mit ihm hatte.
Zaaki gewann sein Debüt in Thirsk im April 2018 und sicherte sich danach in den kommenden vier Rennen jeweils einen ausgezahlten Platz, wobei er auch im Gruppenrennen in Haydock im August auf einen Platz kam, allerdings war er in diesem Rennen als Favorit gestartet, konnte aber die Distanz nicht durchhalten und wurde auf dem schnellen Untergrund auf den letzten Metern noch von zwei anderen Pferden überholt.

Der Versuch im Rose of Lancaster Stakes verlief damit klar unter den gesetzten Erwartungen und sein Trainer lies ihn in der aktuellen Saison nur noch ein weiteres Mal in York unter dem Star Jockey Frankie Dettori an den Start gehen, aber auch dieses Gruppe drei Rennen war klar außerhalb seiner Reichweite und er musste sich am Ende mit dem vorletzten Platz zufrieden gebe. Und auch wenn Zaaki in diesem Rennen einige Entschuldigungen hatte – so verpasste er den Start und hustete nach dem Rennen, schien also bei seinem letzten Start 2018 durch aus gesundheitlichen Probleme zu habe – so war seine Leistung in diesem Jahr 2018 insgesamt aber trotzdem unter den Erwartungen geblieben. In der Pause zu nächsten Saison wurde Zaakidann kastriert und starte nach der Winterpause im Mai erneut.

Im Mai 2019 schien er aufgrund der längeren Pause, der Operation, und des weiteren Trainings, ein anderes Pferd zu sein denn er gewann seinen ersten Start auf Listed Ebene im Paradise Stakes, einem Vorbereitungsrennen für das Queen Anne Stakes, mit einem Nacken gegen den hochgehandelten Barney Roy und dass Duo hatte beim Lauf zum Ziel den Rest des Feldes locker geschlagen und machte den Sieg unter sich aus.

Wieder verpasste Zaaki den Start in dem Rennen und musste sich zunächst mit einem der letzten Plätze in dem Feld zufrieden geben, wurde von seinem Jockey Frankie Dettori aber rechtzeitig zum aufholen des Rückstandes auf die Führenden geschickt, so dass er circa 200 m vor dem Ziel die Führung selbst übernehmen konnte und den Angriff von Barney Roy auf den letzten Metern abwehren konnte.

Das war die bis dato beste Leistung von Zaaki und wenn man bedenkt, dass der Konkurrent zu dieser Zeit deutlich höher gerated wurde, ist es nicht wirklich verwunderlich dass Zaaki gegen etwas leichtere Konkurrenz danach in Epson im Gruppe 3 Investec Diomed Stakes seiner Favoriten Rolle mehr als gerecht wurde und das Rennen relativ locker mit einer Länge gewinnen konnte.
Damit hatte er nun zwei black Type Rennen hintereinander gewonnen und ging im Juli 2019 mit viel Zuversicht nach Ascot, wo er auf Gruppe zwei Ebene über die Meile auf schnellem Untergrund im Summer Mile Stakes startete. Dieses Mal erwischt er den Start relativ gut, sortierte sich nicht ganz so weit hinten im Feld ein und ging wieder rechtzeitig in den Schlussprint, konnte aber dieses Mal auf den letzten 100 m den Angriff von Beat the Bank nicht abwehren, der an ihm vorbeizog und mit einer Nase Vorsprung das Rennen für sich entschied.

Das Rennen bekam am Ende noch eine sehr tragische Note, als nach dem Rennen festgestellt wurde, dass sich der Sieger Beat the Bank bei seinem Sieg tödlich verletzt hatte und wir damit das letzte Rennen von Beat the Bank gesehen hatten. So einen Abschluss braucht niemand und es ist eines der sehr tragischen Geschehnisse, die diesen Sport immer wieder begleiten.

Zaaki ging danach weiter nach Goodwood, wo er auf Gruppe 2 Ebene im Lennox Stakes nur einen siebten Platz erreichen konnte. Er war zwar wieder unter den Favoriten gehandelt worden, konnte aber über die schnellere Distanz von 1400 m nicht das nötige Tempo erreichen, um die Konkurrenten und Sieger unter Druck zu setzen. Es war also kein Wunder, dass Zaaki danach wieder über eine längere Distanz geschickt wurden und über die 1800 m in York auf Gruppe 3 Ebenen holte er im August 2019 auch wieder einen Sieg. Interessant an diesem Rennen war die neue Taktik von Zaaki, der sich dieses Mal hinter den Pacemakern einsortiert hatte und dementsprechend nicht wie sonst versuchte, das Feld von hinten aufzuräumen.
Wie dem auch sei, die neue Taktik hatte Erfolg und man versuchte die selbe Herangehensweise danach auf Gruppe zwei Ebene im Joel Stakes in Newmarket Noch einmal, aber die Konkurrenz rund um den Sieger Benbatl war deutlich zu stark für Zaaki. Allerdings ging es in diesem Rennen gegen das schnellste Pferd der Welt zu diesem Zeitpunkt, da kann man auch mal verlieren….

Immerhin sprang am Ende ein dritter Platz dabei heraus, es gab also wieder ein wenig Preisgeld.

Dann kam eine Entscheidung die ich bis heute nicht so richtig verstehe, denn sein Trainer entschied sich, Zaaki um die halbe Welt zu schicken und ihn in Hongkong im Hongkong Meyer starten zu lassen, ein Rennen wo er eine locker dreistellige Quote zum Start hatte, und dementsprechend gegen die weltbesten Pferde über die Meile auch keine Chance hatte. Diesen Trip hätte man sich vermutlich sparen können, aber er war ja nicht der einzige Starter Seines Trainers an diesem Tag also wurde er vermutlich einfach zusätzlich mit eingepackt.

Im Juni 2020 ging es dann wieder in England los, allerdings war die dritte Saison für Sir Michael Stoute nicht im Ansatz so erfolgreich wie die letzte und aus vier Starts konnte gerade einmal ein einzelner Platz 3 herausgeholt werden… Zaaki wechselte nach dieser Enttäuschung nach Australien wo er nach 200 Tagen für seine neue Trainerin Annabell Neasham das erste mal startete. Gleich bei seinem ersten Rennen wurde er in ziemlich tiefe Gewässer geschickt, so startete er im April 2021 im Doncaster Mile Auf Gruppe eins Niveau, und musste aufgrund seiner Erfolge in England auch noch ein relativ hohes Gewicht tragen. Der sechste Platz ging damit ziemlich in Ordnung, sind Trainerin hatte danach mit ihm auch erbarmen und ließ ihn in einem Gruppe drei Handikap in Randwick auflaufen. Dort verpasst er den Sieg nur mit einem Kopf und unter festgesetzten Gewichten auf dem Kurs Gold Coast gelang Zaaki im Gruppe 2 Hollindale Stakes dann auch der erste Sieg Down Under.

Er war wieder als Favorit gestartet und hatte Konkurrenten wie Avilius und Humidor gegen sich die er in der Vergangenheit schon geschlagen hatte – aber auch beim erneuten Aufeinandertreffen im Channel 7 Doomben Cup auf Gruppe 1 Ebene im Mai 2021 machte Zaaki kurzen Prozess mit der Konkurrenz. Brandenburg lief das Rennen seines Lebens und zeigte eine herausragende Leistung von der Front aus, die dem Außenseiter eine verdienten dritten Platz einbrachte, aber Zaaki ging neben ihm in die Zielgerade und beschleunigte dann nach der letzten Kurve deutlich, jeder andere Konkurrent, der versucht hatte das Feld am Ende von hinten aufzurollen schaute in die Röhre als Zaaki sich locker auf über 7 Längen absetzte  – keine Chance da noch ran zu kommen.

Ganz so groß war der Vorsprung im Sky Racing The Q22 danach nicht, Zaaki fiel auf der Rückgeraden erst ein wenig zurück wurde dann von J. McDonald aber wieder schnell hinter den Front Runner gebracht, von wo aus er seinen Angriff wie das letzte Mal nach dem Einbiegen in die Zielgerade startete. Zunächst blieb der Jockey fast regungslos auf Zaaki sitzen, was auch reichte um seinen Schützling als Ausnahmepferd in die Führung zu schicken, allerdings musste auch Zaaki dann zumindest mit Händen und Füßen geritten werden, um die näher kommende Wand aus Pferden auf Abstand zu halten, was dann aber auch wieder spielend leicht gelang

Im Gruppe 2 Fujitsu General Tramway Stakes lies Zaaki keine Fragen aufkommen, warum er als Favorit gehandelt wurde, obwohl die Distanz deutlich geringer war und man die Sprintdistanz von 7f  etwas kritisch beäugte. Aber kein Grund zur Sorge, Zaaki holte sich den Sieg mit einem Sprint in der Mitte der Bahn 200m vor dem Ziel, als er seine Beschleunigung voll ausspielen konnte und die anderen locker abhängen konnte. Dass seine Marge sich zum Ziel wieder ein wenig auf 1.5 Lägen reduzierte, lag vor allem daran, dass James McDonald es etwas langsamer angehen lies und die anderen dadurch wieder etwas herankommen konnten – aber er lies keinen Zweifel daran aufkommen, wer hier das Sagen hatte in dem Rennen.

 

Über etwas weitere Distanz im Quayclean Underwood Stakes auf Gruppe 1 Ebene startete der Angriff von Zaaki auf die Pacesetter einen kleinen Tick später, da er innen an der Bahn kurz festsaß und sich erst einmal freischütteln musste, danach reichte ein Handritt von seinem neuen Jockey Craig Williams aus, um Zaaki an die Front zu schicken, allerdings blieb der Rest der Pferde dran an Zaaki (tja, Gruppe 1 Niveau eben, das ist schon was anderes), so dass Zaaki letztendlich doch einen (genau einen) Schlag mit der Peitsche bekam, was ausreichte um ihn mehrere Länge vor das Feld zu bringen.

Er sollte mit dem wieder auflaufenden Probabeel keine Probleme haben, dem ich hier aber wieder solide den zweiten Platz zutraue.

 


25.09.2021 – Rosehill – Golden Rose Plate – Pick: Anamoe

Pferderennen in Australien

08:05 Golden Rose Plate – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Anamoe: Der  Street Boss Sohn von Trainer Bart & James Cummings begann seine Karriere in Caulfield im Magic Millions Debutant Stakes im Oktober 2020 mit einem fünften Platz – allerdings auch gleich auf Listed Ebene, und dass er auf diesem Niveau nicht fehl am Platz war zeigte er bereits im nächsten Monat auf dem selben Niveau im Thoroughbred Club Merson Cooper Stakes in Sandown, wo er über 1000m auf gutem Boden den Sieg auf den sprichwörtlichen letzten Metern klar machen konnte.

Es folgten nach der Jahreswende zwei sehr gute Plätze im Neds Blue Diamond Prelude und vor allem Ende Februar Neds Blue Diamond Stakes auf Gruppe 1 Ebene. Ein dritter Platz auf Gruppe 1 Ebene im vierten Rennen war schon eine herausragende Leistung, wenn man bedenkt, dass Anamoe auf der Außenbahn in die Zielgerade einschwenkte und einiges an Boden noch gut machte, war das umso beeindruckender – und umso weniger überraschend war der Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Todman Stakes in Randwick nur zwei Wochen später.

Dieses Mal hatte Anamoe den Weg innen am Geländer in die Zielgerade gewählt, was sich aber fast als Fatal erwiesen hätte, denn an der Innenbahn tat sich zunächst keine Lücke für den Schlusssprint auf und Anamoe blieb eingeboxt und musste hoffen, dass sich noch etwas tun würde-  und tatsächlich machten die Oferde vor ihm am Ende ein wenig Platz so dass Anamoe ein wenig Tageslicht fand und zum Schlusssprint ansetzen konnte.

Anamoe hat Tempo – und das konnte er in dieser Situation unter Beweis stellen, als er sich 300m vor dem Ziel endlich die Lücke förmlich erzwungen hatte und dann in der Mitte der Bahn herangeschossen kam.

Perfekte Voraussetzungen für den Versuch im Longines Golden Slipper, allerdings war der Untergrund drei Wochen später im März dann aufgeweicht und nicht ideal für den Stil von Anamoe, der allerdings auch in diesem Rennen die besten Zwsichenzeiten produzierte und nur vom zu langsamen Untergrund und der suboptimalen Position im eher hinteren Bereich des Feldes ausgebremst wurde.

Nicht so allerdings auf schnellerem Boden im Inglis Sires Produce Stakes in Randwick im April – da war der Untergrund zwar immer noch weich und die Distanz sogar 200m weiter (das Rennen wird über 1400m ausgetragen), dieses Mal wollte Anamoe es aber nicht auf eine Lücke zur rechten Zeit oder eine hintere Position zum Schlusssprint ankommen, sondern es ging sehr weit in die Zielgerade, aber immer noch mit Anschluss an die Führungsgruppe und 250m vor dem Ziel sprintete Anamoe dann einfach davon  -das war mit freier Bahn ganz schön einfach, jedenfalls sah das so aus und da er nach langer Pause im September mit einem Sieg im Run To The Rose wieder kam, und schon wieder die besten letzten 800m produzierte… nun ja, wenn er heute die notwendige Lücke findet oder taktisch klug läuft, sollte es wenig geben, was ihm widerstehen kann.

Artorius: Der Flying Artie Sohn begann seine Karriere im Januar 2021 und ist damit noch gar nicht so lange dabei, konnte aber bei seinem zweiten Start bereits ein Gruppe 1 Rennen gewinnen als er völlig überraschend das Gruppe 1 Neds Blue Diamond Stakes in Caulfield im Februar gewinnen konnte. Dabei sah es 200m vor dem Ziel nicht nach einem Sieg von Artorius aus, denn der war noch maximal im Mittelfeld und schien Wasser zu treten, fand dann aber offensichtlich festen Untergrund für seinen Schlusssprint und konnte ziemlich viel Momentum aufbauen, um am Ende den Sieg auf ziemlich souveräne Weise zu sichern. Unerwartet, aber sehr beeindruckend anzusehen, das Schauspiel gelang ihm allerdings im Longines Golden Slipper gegen deutlich bessere Konkurrenz nicht noch einmal und die Schlusssprinter in diesem Rennen zogen ihm davon.

Ein bisschen überraschend war dann die folgende Niederlage nach fünf Mobaten Pause im McNeil Stakes in Caulfield, als der Schlusssprint von Artorius knapp an Bruckner scheiterte, wie auch im Exford Plate danach. Beide Male blieb Atorius zwar dran und kämpfte um jeden Platz und Meter, aber beide Male reichte es knapp nicht. Wenn er heute ein bisschen besser Timted ist ein Platz sicher drin, aber ob es für einen Sieg reichen wird ist doch ein wenig fraglich

Remarque: Der  Snitzel Sohn von M. Hawkes begann seine Karriere im Januar 2021 mit einem Sieg in Rosehill, wurde danach aber zwei Mal von Anamoe deutlich geschlagen, als die beiden im Unsw Todman Stakes und dem Run To The Rose Stakes aufeinander trafen. Dazwischen gab es eine Platzierung im Fujitsu General Rosebud knapp hinter In The Congo, der auch im Run To The Rose  vor Remarque platzierte, auch wenn er hat geritten trotzdem keine Chance hatte, Anamoe hinter sich zu halten.

 

Klare Sache für mich daher im Quervergleich – Anamoe sollte das Ding holen!


25.09.2021 – Rosehill – Ned Whisky Shannon Stakes – Pick: Lovetap

Pferderennen in Australien

06:50 Ned Whisky Shannon Stakes – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.500 m  |  Preisgeld: 200.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Love Tap: Der graue Wallach aus der Linie von Tapit und Trainer Richard Reedman ist nicht nur wegen seiner Farbe einen zweiten Blick wert

Viele Rennfans haben eine Affinität zu dem sofort erkennbaren grauen Galopper, wahrscheinlich weil es so wenige von ihnen gibt. Grautöne machen nur etwa drei Prozent der jährlichen Fohlen von rund 15.000  Stück aus, sodass die Chancen auf ein gutes, graues Rennpferd noch viel viel geringer sind. Aus dem Kopf – wie viele Graue der letzten Jahre kennt ihr, die auf Gruppe 1 Ebene erfolgreich waren?

Deshalb erinnern wir uns an sie, wenn sie denn einmal auf die höchsten Gruppenrennen vorstoßen, wie Love Tap es in Australien in den letzten Jahren getan hat – und zur Vollständigkeit einige bekannte Namen der grauen Eminenzen der letzten Jahre in Down Under:  Surround, Ming-Dynastie, Subzero, Schillaci, Racing To Win, Efficient, Chautauqua und Classique Legend.

Dementsprechend schaut man doch gerne mehrmals hin wenn mal wieder einer der grauen Eminenzen auf dem Rennplan steht und wirft gerne auch ein Auge auf einen grauen Wallach  der heute sein erstes Gruppe 2  Rennen gewinnen könnte – eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt auf welchem Niveau er das letzte Jahr schon gestartet ist und dass er als einer der Favoriten für das Spring Champion Stakes in Randwick gehandelt worden war. . .  damals hatte Love Tap vier Starts eindrucksvoll gewonnen und war mit der damals erreichten Bestform als Favorit auf den Gewinn der Spring Champion Stakes (2000 m) der Gruppe 1 in Höhe von 1 Million US-Dollar in Royal Randwick gewesen – allerdings lief das Rennen nicht wie erhofft und Love Tap musste sich am Schluss mit einem relativ unbefriedigenden vierten Platz zufrieden geben – und das bitterste war vielleicht, dass er in keiner Weise in der Lage gewesen war, den Sieger unter Druck zu setzen, sondern immer weiter den Anschluss verlor und am Ende war es selbst mit dem vierten Platz knapp – uff.

Die unverwechselbare Farbe des dreijährigen Wallachs stammt von seinem Vater Tapit, dem grauen Hengst, der mit 27 Sieger der Gruppe 1 als einer der einflussreichsten Rassengestalter im amerikanischen Rennsport gilt und wohl den meisten Fans ein Begriff sein sollte – Love Tap ist noch weit weg von den Leistungen seines Ahnen – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Tapit steht auf der berühmten Gainesway Farm in Kentucky und diente der Stute Smokey’s Love, die danach zum Gestüt Coolmore im Hunter Valley geschickt wurde. Smokey’s Love brachte vor vier  Jahren in Coolmore ihr Tapit-Fohlen zur Welt, bevor die Stute in aufeinanderfolgenden Saisons von American Pharoah bedient wurde, aber leider beide Fohlen verlor. Sie wurde Anfang dieses Jahres nach Amerika zurückgeschickt, und wie man hört kommt da noch einiges auf uns zu.

Das Tapit-Fohlen Love Tap wurde beim Magic Millions Sale 2019 an der Goldküste zum Verkauf angeboten und vom Vater-Sohn-Team Dean und Adam Watt von Dynamic Syndications entdeckt – und erworben. Damals waren die Besitzer hellauf begeistert von ihrem neuen Einkauf Love Tap:

„Ich muss Adam hier alle Ehre machen, er war sehr scharf auf den Tapit-Jährling“, sagte Dean Watt. „Adam bestand darauf, dass wir uns das ansehen sollten und ich dachte:“ Ein Tapit Fohlen, ich weiß nicht? “ „Wir sind in diesem Land voreingenommen gegenüber unseren eigenen Zuchthengsten, und obwohl Tapit hier relativ unbekannt ist, ist er ein Champion und Champion Zuchthengst in Amerika.“

Aber Love Tap lieferte und Watt sagte, eine genauere Untersuchung des Stammbaums des Jährlings sei aufschlussreich.

„Das Tapit-Forestry-Kreuz wurde damals acht Mal für sieben Gewinner und einen Platzierer wiederholt“, sagte Watt. „Zu dieser Gruppe gehörten zwei Stakes-Gewinner und ein Stakes-Placegetter, was proportional sehr hoch ist.

„Dieses Pferd wurde genetisch hervorragend gezüchtet, also haben wir ihn angesehen und waren uns einig, dass er ein schönes Pferd ist. Adam sagte, ich möchte dieses Pferd wirklich ins Visier nehmen. Wir haben unser Budget auf 160.000 US-Dollar festgelegt, ihn aber für 110.000 US-Dollar bekommen“. Eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt das Love Tap alle Rennen bisher gewonnen hat und immerhin schon 86$ Preisgeld zusammengetragen hat

Aber Watt ist seit fast 40 Jahren Besitzer von Rennpferden, seine Marke Dynamic Syndications ist seit 2004 in Betrieb und er kennt das Geschäft besser als die meisten anderen. Er hatte noch einige Vorbehalte und fragte seinen Sohn: „Glaubst du, du kannst einen Tapit auf dem australischen Markt verkaufen?“

„Adam sagte, er sei zuversichtlich, dass er es mit diesem Jährling schaffen könne, und sicher genug, dass das Pferd in 48 Stunden vollständig syndiziert (also vermittelt, bzw. an dritte über die Watts Anteilig verkauft) war“, sagte Watt. Auf die Frage, was Love Tap bei seinen Kunden so beliebt gemacht habe, antwortete er: „Weil er grau ist!“

„Ich werde dir nicht sagen, dass es dies oder das oder das war, es war wegen der grauen Farbe des Jährlings“, sagte Watt. „Meine Kunden lieben graue Pferde.“

So viel zum Geplänkel 2019 bis 2020 von Dean Watt und seinem Sohn, aber die Erwartungen wurden im Vorfeld schon ein wenig gedämpft, denn der Stammbaum hat bisher nicht viele schnell erfolgreiche Zweijährigen produziert und meistens brauchen Tapit Nachfahren eine gewisse Zeit um sich voll zu entwickeln.

Obwohl Love Tap niemals ein frühreifer Zweijähriger werden würde, bereiteten die Trainer Richard und Michael Freedman den grauen Wallach darauf vor, sein Renndebüt spät in der Saison 2020  in einem Nowra-Maiden zu geben. – und das gleich mit einem Erfolg!

Love Tap war wieder sehr auffällig in diesem Rennen und nicht nur wegen seines grauen Fells. Er trat auf einer ungeeigneten 1200-Meter-Strecke gegen ältere, erfahrenere Pferde an, beendete das Rennen jedoch kraftvoll mit einem Sieg – da war klar, dass nicht nur die Farbe etwas besonderes war.

 Die Freedmans dachten bereits an die Frühlingsklassiker und Rennen wie die Spring Champion Stakes und Victoria Derby, also gaben sie Love Tap eine kurze Pause, bevor der Wallach vor fast zwei Monaten in Goulburn das nächste Rennen lief. Love Tap war jetzt drei Jahre alt, aber er hatte es wieder mit älteren Pferden zu tun. Er kam mehr als vier Längen vor seiner Opposition nach Hause, und feierte damit den zweiten Sieg im zweiten Rennen, und wurde Zeit das Niveau noch weiter anzuziehen. Dieses Mal  war dann auch Champion-Jockey Nash Rawiller mit von der Partie, der Love Tap zwei Mal in Trials geritten hatte (und dort schlecht abgeschnitten hatte), aber eine hohe Meinung von dem Pferd hatte

Love Tap wurde mit einer Winx-ähnlichen Quote von 1,07 US-Dollar ausgesandt und gewann sein drittes Rennen nach ebenso vielen Starts. Er schlenderte mehr als vier Längen vor seinem Gegner nach Hause, aber Rawiller sagte überraschten Verbindungen, er sei „ein bisschen enttäuscht“. Rawiller dachte, Love Tap „schwebte“ den hinteren Teil der Strecke hinunter und musste den Wallach 200 m von zu Hause entfernt ermutigen, sonst wäre das Rennen nichts weiter als ein Galopp auf der Strecke gewesen. Das heißt, dass Love Tap ein wenig „faul“ zu werden scheint, wenn er allein vorne ist, was aber auch bedeutet, dass er wohl mehr Marge aus seinen Siegen hätte herausholen können.

Was umso lustiger ist, als dass Rawiller nach dem Rennen darüber informiert wurde, dass Love Tap gerade den Rekord von Goulburn gebrochen hatte. Also ein neuer Rekord, und trotzdem ein unzufriedenerer Champion Jockey? Jedenfalls wurde Rawillers Enttäuschung nach dem neuen Rekord durch echte Aufregung ersetzt.

„Was Nash uns erzählte, war genau das, was Christian Reith sagte, als er das Pferd bei seinem zweiten Start auf einer sehr schweren Strecke in Goulburn ritt“, sagte Watt. „Christian sagte, er sei noch nie auf einem Pferd gewesen, was das Gefühl vermittelte, nicht einmal den Boden zu berühren.“

Rawiller war nun ebenfalls fest im Love Tap-Fanclub und blieb ihr nach dem ersten Sieg im Sattel immer treu – und hatte seinen Spaß mit der Stute , „Nash sagte, er sei so weit vorne gewesen, dass Love Tap auf den Rest hätte warten wollte“, sagte Watt. „Er sah sich auf dem Bildschirm und auf der Tribüne um – das hat er zum Spaß gemacht.“

 Love Tap verbesserte seinen perfekten Rennrekord – vier Siege bei ebenso vielen Starts – im Gruppe 3 Gloaming Stakes und fügt der Erfolgsgeschichte von Dynamic Syndicates ein weiteres Kapitel hinzu – perfekter Start eines amerikanischen Imports in Australien mit nahtlosem Aufstieg auf Gruppe 3 Ebene – das konnte sich sehen lassen!

Watt ist seit fast vier Jahrzehnten im Geschäft. In seinen Worten hat er „Mega-Tausende“ von Besitzern in den Sport eingeführt und er war an vielen Toplinern beteiligt, darunter Gewinner der Gruppe 1 wie Savabeel, Atomic Force, She’s No Pie Eater und Polar Erfolg, Belohnung für Mühe, Econsul und De Beers.

Er gewann die Hauptrennen wie das Golden Slipper, Cox Plate, Blue Diamond, Magic Millions, Caulfield Guineas und Rosehill Guineas. Er hat also nicht nur ein gutes Auge, sondern auch ein sehr guter Trainer Obwohl Watt im Rennsport so viel erreicht hat, spricht er mit der Begeisterung eines erstmaligen Besitzers über Love Tap, seinen Enthusiasmus hat er jedenfalls für sich bewahrt.

Und dann fiel der Satz, der in diesem Zusammenhang kaum höher bewertet werden kann:

„Die Realität ist, dass Love Tap das vielversprechendste Pferd ist, das ich je hatte“, sagte Watt 2020

Und er hatte bereits Pläne für nach dem ersten Gruppe 1 Sieg gemacht: „Er geht zu den Spring Champion Stakes und wenn er gewinnt, bekommt er eine Einladung zur Cox Plate und dann schauen wir uns das Victoria Derby an. Ich gehe den gleichen Weg wie wir mit Savabeel und ich verspreche dir, dass Love Tap ein besseres Pferd ist. „

Savabeel gewann 2004 die Spring Champion Stakes und Cox Plate, wurde jedoch Zweiter nach Plastered im Victoria Derby – das ist eine ziemliche Messlatte gewesen, und trotzdem war der mit allen Wassern gewaschene Trainer schwer begeistert von seinem grauen Wallach und hatte bereits seinen nächsten Superstar in Gedanken  in seinen Ställen – Watt enthüllte auch,  dass eine seiner Ambitionen als Syndikator und Besitzer der Besitz eines Gewinners eines Derbys ist und er glaubt, dass er endlich das richtige Pferd hat, um einen dreijährigen Klassiker zu gewinnen.

„Ich habe noch nie ein Derby gewonnen und wir haben dieses Pferd gekauft, um eines zu gewinnen“, sagte er. „Frühling oder Herbst, egal, ich bin sehr daran interessiert, ein Derby zu gewinnen, das fehlt auf meiner Bucket List.“

Tjaaa,…. das war aber leider dann nix. Der Traum von Derby Ehren wurde für Watt 2020 nichts – Love Tap schaffte den Sprung auf Gruppe 1 Niveau nicht und scheiterte beim Sprungbrett in die erhoffte erfolgreiche Serie sang und klanglos.

Der Schock saß tief – vor allem weil im Voraus einige sehr lukrative Angebote ausgeschlagen worden waren.

Watt hatte am Vorabend des Spring Champions einige umfangreiche Angebote zum Verkauf des Dreijährigen unterbreitet bekommen, darunter ein Gebot von mehr als 1 Million US-Dollar, aber die Besitzer des Wallachs lehnten den Vorschlag einstimmig ab.

„Als wir dem Syndikat das Angebot unterbreiteten, wollte nicht ein Miteigentümer überhaupt über einen Verkauf nachdenken“, sagte Watt. „Als kalte, harte Geschäftsentscheidung würden Sie verkaufen, aber manchmal verlieren wir die Leidenschaft aus den Augen.

„Ich bewundere sie dafür, dass sie nicht verkaufen. Ich verstehe es. Wir haben dieses Pferd als Rennpferd gekauft, wir haben ihn früh kastrieren lassen, weil er ein Alpha-Männchen war, und es ist eine erschwingliche Hobby- und Lifestyle-Wahl für seine Besitzer“ – er hat schon mehr Preisgeld gewonnen als er gekostet hat, also ist das für seine Besitzer sicher leichter zu verschmerzen.

Es ging erst einmal in die längere Pause bis zum nächsten Jahr, wo er im Mai 2021 sein Saisondebüt gab – und gleich die nächste Niederlage als Favorit in einem 3yo Plate einstecken musste. Das kann nach einer so langen Pause durchaus mal passieren, aber spätestens im Darwin Turf Plate in Randwick in August galt ed dann – und wieder floppte Love Tap herb. Die Distanzen waren deutlich kürzer als zuvor beim Run in 2020 und der Schritt zurück auf 1500m im Cleanaway Stakes in Kembla Grange war bitte nötig, um zu zeigen zu was der graue Love Tap in der Lage ist – 300m vor dem Ziel übernahm er die Führung und stürmte davon.

Wenn er wirklich das beste Pferd ist, was Dean Watt jemals besessen hat…. dann muss es hier bergauf gehen und der erste Gruppe 2 Sieg her. Ich kann mir gut vorstellen, dass er hier wieder gewinnt.

Gefahren? Best Of Days mit knappen zweiten Platz im Gruppe 1 Australian Cup  im März  -allerdings über 2000m – und vor allem Imaging, wenn er zu alter Stärke zurück finden kann – aber nein, ich bleibe bei Love Tap, er ist der einzige, der noch viel Luft nach oben hat in diesem Lineup _ gefolgt von Chat.


24.09.2021 – Newmarket – Joel Stakes – Pick: Benbatl

Pferderennen in England

16:35 Joel Stakes – Gruppe 2

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 115.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

 

Benbatl: Der Dubawi Sohn ist in den letzten Jahren viel rumgekommen, mit Rennen in England, Deutschland, Australien und Dubai, mit teilweise großartigen und teilweise eher mittelmäßigen Ergebnissen . Aber gerade in Meydan hat er sich seit  immer wieder  hervorragend präsentieren können und einige Zeit galt Benbatl als schnellstes Pferd der Welt.

2021 kehrte Benbatl nach  331 Tagen Tagen zurück zur Rennstrecke und hätte es fast geschafft, die Auswirkungen der langen Pause abzuschütteln und den ersten Sieg in Goodwood zu feiern, als er im Clelebration Mile auflief. Er scheint trotz seiner langenKarriere noch lange nicht fertig zu sein, was man auf Grund der bisher errungenen Erfolge durchaus verstehen kann.

2017 absolvierte Benbatl einen erfolgreichen Start in seinem Maidenrennen und wechselte nach dem ersten Sieg sogleich in die Gruppenrennen. Dort absolvierte er den Start in Newmarkt im Gruppe 3 Craven Stakes, musste sich da allerdings noch Rivet und dem Sieger Eminent unterordnen. Beide waren zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig erfahrener und hatten dementsprechend an jenem Tag die Nase vorn. Benbatl beheilt das Niveau aber unbeirrt bei und scheiterte im Gruppe 2 Dante Stakes im Mai 2017 nur knapp an Permian und krönte seine guten Leistungen danach mit einem fünften Platz im Epsom Derby im Juni.

Dementsprechend war die Überraschung nicht groß, als es ihm gelang im Gruppe 2 Hampton Court Stakes im selben Monat den Favoriten Orderofthegarter zu schlagen und damit sein erstes Gruppenrennen zu gewinnen. Der schnelle Untergrund und die 2004m schienen Benbatl zu liegen und so langsam schien sich das Potential des Pferdes voll zu entfalten. Das wesentlich höhere Niveau im Gruppe 1 King George VI & Queen Elizabeth Stakes einen Monat später war wie erwartet noch etwas viel des Guten, aber eine Zeit lang konnte Benbatl im Rennen mit Enable, Highland Reel, Ulysses und Idajo schon mithalten, war aber am Ende doch weit abgeschlagen und chancenlos.

Während man ihm diese Niederlage durchaus verzeihen konnte, war die folgende Niederlage im Superior Mile Stakes auf Gruppe 3 Eben im September eine herbe Enttäuschung für alle, die Benbatls Debüt in der neuen Saison entgegen gefiebert hatten. Die zwei Monate Pause können kaum als Ausrede für die Niederlage in diesem Pferderennen gelten und sein Trainer nahm ihn danach auch gleich komplett aus der Saison und lies Benbatl erst über drei Monate später auf einem anderen Kontinent in Dubai starten.

Der Szenenwechsel und die noch länge Pause schienen ihm gut getan zu haben, denn Bebatl gewann sein erstes Pferderennen des neuen Jahres mit gut zwei Längen Vorsprung vor Emotionless. Danach blieb er dem Kurs in Dubai zunächst treu und wählte eine recht anstrengende Route in Richtung Dubai World Cup Festival Ende März. Aber zunächst schien alles weiter nach Plan zu verlaufen, denn auch im nächsten Rennen, dem Gruppe 2 Al Rashidiya im Februar 2018, lies Benbatl keinen Zweifel daran, dass er eine neue Heimat gefunden hatte und schlug Bay Of Poets mit Leichtigkeit und mit über drei Längen Vorsprung. Im Jebel Hatta war er die erste Wahl von Saeed Bin Suroor im Gruppe 1 Jebel Hatta, musste sich aber überraschend Blair House von Chales Appelby geschlagen geben und hatte auch gegenüber dem dritten, Jaboobi, kaum Vorsprung:

Die Niederlage in einem der wichtigsten wirklichen Tests vor dem Dubai World Cup brachte aber weder seinen Trainer noch seinen Jockey Oisin Murphy ins Schwitzen, den Benbatl hatte mehr als einmal bewiesen, dass er zu den besten Pferden auf dem Rasen in Dubai gehört und rechtzeitig zum großen Rennen am 31.03.2018 war Benbatl auch wieder in Hochform. Er gewann das Rennen, indem er sich hinter dem Pacesetter platzierte und den Außenseiter seine Arbeit an der Front machen lies. Janoobi setzte ein ordentliches Tempo und zog das Feld auf der Zielgeraden auseinander, hatte dann aber natürlich nicht mehr genug Kraft übrig um das Tempo noch weiter zu gehen und gab das Feld für die Favoriten frei. Benbatl übernahm die Führung und setzte sich mühelos mehrere Längen von den Verfolgern Vivlos und Real Steel ab.

Mit dem Ende des Dubai World Cups endete auch die Saison in Meydan und Benbatl wechselte zurück nach England, aber nicht, ohne sich noch einmal ein wenig Zeit zur Erholung zu geben. Sein Ziel war das Gruppe 1 Queen Anne Stake in Ascot, bei dem er als Favorit gehandelt wurde, aber ohne einen einzigen Vorbereitungslauf aufschlug. So ganz fit schien er dann auch nicht zu sein, hatte Benbatl doch eigentlich freie Bahn in der Mitte des Kurses, konnte aber daraus kein Kapital schlagen und musste sich am Ende mit einem zehnten Platz begnügen. Für den Abstecher nach Deutschland zum Grossen Dallmayr-Preis nach München war er dann aber wieder Topfit und konnte sich mit Leichtigkeit gegen die heimische und ausländische Konkurrenz durchsetzen. So ein Gruppe 1 Rennen in Deutschland ist natürlich auch nicht ganz mit denen in England oder Amerika vergleichbar und man war gespannt, wie er sich so in York im Juddmonte International Stakes gegen Roaring Lion und Co schlagen würde.

Respektabel war die richtige Antwort, auch wenn er am Ende das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und sich mit einem fünften Platz, vier Längen hinter dem Sieger Roaring Lion zufrieden geben musste.

Wieder wechselte Benbatl danach den Kontinent, dieses Mal ging es zum Caulfield Stakes nach Australien.

Das Rennen war auf dem Papier mit D’Argento und Humidor nicht leichter besetzt als die Rennen zuvor, beide Konkurrenten verpassten aber den Tempowechsel ein wenig und hatten nicht genug Kraft und Geschwindigkeit, um das Feld bis zu Benbatl hinauf von hinten aufzurollen. So machten beide noch einige Plätze gut, schafften am Ende aber nur einen dritten und einen fünften Rang. Benbatl blieb in Australien um sich dort mit der Wunderstute Winx zu messen, die er im Gruppe 1 Cox Plate zusammen mit den Konkurrenten Humidor und D’Argento traf. Die beiden alten Konurrenten hatte Benbatl am Ende sicher in der Tasche, die Wunderstute Winx zog ihm allerdings mit zwei Längen davon – aber einen Versuch war es sicher wert!

Zurück nach der Winterpause in England gewann Benbatl das Gruppe 2 Shadwell Joel Stakes gegen King Of Comedy sehr souverän und mit der Annahme, dass er sich beim zweiten Rennen in der Saion sicher steigern können wird, ging er als Favorit in das Queen Elizabeth II Stakes – musste sich da aber klar geschlagen geben und sah nie so wirklich zufrieden in dem Rennen aus..

Er konnte es sicher kaum erwarten, dass es wieder im Januar nach Meydan in die Sonne geht und als er dann im Singspiel Stakes im Januar 2020 auflaufen dürfte, zeigte er wieder, warum er zu den besten Rennpferden bei Veranstaltungen in den arabischen Emiraten zählt – er gewann das Gruppe 2 Singspiel Stakes mit fast fünf Längen Vorsprung und lies im Februar noch einen Sieg im Gruppe 2 Al Maktoum Challenge  folgen – natürlich als Favorit, aber mit ansprechender Quote, lief doch mit Gronkowski auf dem Papier ein ordentlicher Gegner bereit – der aber am Ende keine Chance gegen Benbatl hatte, der alle bis auf Military Law absolut deklassierte.

Der Dubai World Cup musste Corona Pandemie bedingt im Jahr 2020 ausgelassen werden, dafür konnte Benbatl in Riyadh im The Saudi Cup starten, musste da aber mit Gegnern wie Maximum Security und Midnights Bisou zurecht kommen, die das Beste aus Amerika mit in die Emirate brachten – und es tatsächlich schafften, Benbatl in seine Schranken zu weisen.

Eine längere Pause macht Benbatl in der Regel nichts aus, allerdings war die Saison komplett vertrackt und viele der Rennen über die Saison, die eigentlich anvisiert waren, fielen aus und Benbatl kam über die Saison kaum richtig in Form, was am Ende in einem knappen dritten Platz im Gruppe 2 Shadwell Joel Stakes in Newmarket im September, dem einzigen Rennen in der zweiten Jahreshälfte und dem einzigen Rennen in England für Benbatl im Jahr 2020 – das war alles andere als optimal und ich denke 2021 sind da deutlich mehr Rennen geplant, auch wenn er wieder recht spät in die aktuelle Saison eingestiegen ist.

Der Start im Celeration Mile kam erst 331 Tage nach dem letzten Rennen 2020, war mit einem knappen zweiten Platz aber durchaus ansehnlich – Benbatl hatte auf der Zielgeraden 200m vor dem Ziel souverän die Führung übernommen, konnte aber knapp vor dem Ziel den Angriff des Außenseiters Lavender’s Blue nicht abwehren – der beste Lauf von Lavender’s Blue bisher und ein guter Einstieg in die neue Saison für Benbatl – der hier sicher noch einen drauf legen kann, auch wenn der Guineas 2te Master Of The Seas eine große Gefahr darstellt


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