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18.03.2022 – Cheltenham – Cheltenham Festival – Boodles Cheltenham Gold Cup Chase Außenseiter – Pick: Al Boum Photo EW / Chantry House EW

Pferderennen in England

16:30 Boodles Cheltenham Gold Cup Chase (Grade 1) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 3m2½f (3m2f70y) (New) | Alter (5yo+) | Untergrund: Weich

Proketorat: Der Saint Des Sainsts Sohn hat eine Vorliebe für Cheltenham und startete hier oft, hat allerdings in den ganz agen Distanzen nicht die besten Ergebnisse gesammelt und die Siegzeiten seiner Siege hier waren nicht allzu schnell. Zwar fegte er die Konkurrenz im Unibet Many Clouds Chase im Dezember locker beiseite, aber auch diese Zeit war eine der schlechteren in der Unibet Many Clouds Chase der letzten Jahre, was eigentlich eher gegen die Klasse der Austragung 2021 spricht als für die Form von Protektorat.

Platz? Trotzdem drin.

Asterion Forlonge: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins ist ein spannender Rennpferd für mich – er ist immer mal wieder vom Pech verfolgt, holte aber in der letzten Saison konstant seine Platzierungen und konnte sich am Ende der Saison mit einem Sieg im Copiers Novice Chase belohnen – und war beim King George VI in Kempton vor vielen hochklassigen Konkurrenten, bevor er an der letzten Hürde zu weit (!) sprang und stürzte… wie gesagt, vom Pech verfolgt und auch im Februar im Paddy Power Irish Gold Cup sprang er nicht überall sauber über die Hindernisse, und hatte am Ende nicht mehr die Kraft um an die Sieger den Anschluss zu halten.

Die Karriere von Asterion Forlonge begann in Oldtown in Irland im Februar 2018 mit einem lockeren sechs Längen Sieg, damit hatte Asterion Forlonge seine Geschwindigkeit und Klasse schon einmal unter Beweis gestellt, und es sollte 648 Tage dauern, bis man den Willie Mullins Schützling wiedersehen sollte. Dann allerdings gleich mehrfach und mit festem Blick auf das Cheltenham Festival 2020, begonnen mit dem Sieg im Hill Fabrication INH Flat Race in Thurles. Da musste Asterion Forlonge ziemlich hart für seinen Sieg arbeiten, denn Watergate Lady blieb ihm auf den letzten 2 Furlong im Genick und wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Erst kurz vor dem Ziel schaffte es sich Asterion Forlonge abzusetzen und knapp unter einer Länge Vorsprung herauszuholen

Im I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle im Januar deklassierte Asterion Forlonge dann allerdings den anderen Favoriten Pencilfullolead mit 11 Längen, wobei eigentlich an der drittletzten Hürde des 3191m Rennens schon alles klar gewesen war – Asterion Forlonge hatte sich abgesetzt und war VIEL zu schnell, als dass andere Konkurrenten ihn noch hätten einholen können. Asterion Forlonge sprang an den letzten beiden Hindernissen ein wenig nach rechts und sah nicht dabei noch etwas grün hinter den Ohren aus. Grün, aber hochtalentiert.

Und dann kam das Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle, ein spannendes Rennen mit viel Aussagekraft für das Cheltenham Festival – denn zu den Gegnern Gehörte unter anderem Easywork, MT Leinsler und Blue Sari. Blue Sari war letztes Jahr beim Champion Bumper nur sehr knapp gegen Envoi Allen untergegangen, konnte allerdings über die Hürden nicht an seine Erfolge aus den vorherigen Saison anknüpfen. Easywork hatte zuvor das Signsplus Hurdle mit 22 Längen Vorsprung gewinnen können und damit Unexpected in seine Schranke weisen können und auch die Farben von Mt Leinster nach seinem 9 Längen Maidensieg wurden von Asterion Forlonge gesenkt.

Wieder sah Asterion Forlonge ein wenig unerfahren aus, als er seinen Kopf hin und her-warf und an der letzten Hürde wieder in die Mitte sprang – aber an der Geschwindigkeit mit der er sich von den Verfolgern absetzten konnte war nichts auszusetzen und es gab für das Cheltenham Festival 2020 gleich mehrere Optionen, am Ende entschied er sich für das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle, mustse aber da einsehen, dass er gegen Shshkin keine Chance hatte, denn der Sieger musste sich nur dem Angriff von Abacadabras erwehren und die beiden waren weit vor den Verfolgern, auch vor Asterion Folornfe, der einen etwas enttäuschenden vierten Platz belegte.

Nach dem Cheltenham Festival traf die Corona Pandemie mit voller Wucht und beendete faktisch die Saison an diesem Punkt, so dass für die National Hunt Pferde die Saison erst im Herbst wieder losging. Asterion Forlonge suchte sich mit seinem Wechsel in die Chase Disziplin zunächst ein Beginner Rennen in Punchestown aus. Im Roche Group At Vista Beginners Chase gewann er wie erwartet ziemlich locker, musste aber einige Schrecksekunden bei seinen Sprüngen erdulden und sah nicht immer so sauber wie erwartet aus. Das rächte sich dann beim Anheben des Niveaus im Gruppe  1 Matchbook Novice Chase auf dem Kurs in Limerick im Dezember, als er am fünfletzten Hindernis stürzte. Das Feld war dicht gepackt zu diesem Zeitpunkt und es bleib noch abzuwarten, ob sich Asterion Forlonge am Ende durchsetzen würde.

Man muss zugeben, dass Asterion Forlonge noch nie in seinen Rennen so richtig souverän bei seinen Sprüngen ausgesehen hat, da waren immer wieder einige wacklige Kandidaten dabei und es hat ihn nicht das erste Mal ein Rennen gekostet. Auf der anderen Seite ist er teilweise auch sehr schnell beim Überspringen der Hindernisse gewesen und er hat viel Potential, wenn er sich denn mal besser in die Rennen finden würde und seine Hindernis mit mehr Selbstvertrauen angreifen würde. Das klappte allerdings im Januar 2021 im Sky Bet Killiney Novice Chase überhaupt nicht und er stürzte schon an der ersten Hürde.

Leider lief es für ihn im Duell mit Monkfish im Flogas Novice Chase im Februar auch nicht besser für Asterion Forlonge, der schon wieder bei vielen Sprüngen nicht wirklich sauber aussah und am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel kam, weit abgeschlagen hinter dem lockeren Sieger – und auch wenn er sich im Duell mit Chantry House im Marsh Novices Chase  ordentlich schlug, wurde das Rennen erst durch den Sturz von Envoi Allen für den Rest geöffnet und mit 5 Längen Rückstand konnte Asterion Forlonge nicht davon profitieren.

Asterion Forlonge holte sich allerdings im April noch einen weiteren Platz im Gruppe 1 Underwriting Gold Cup und gewann danach das Copiers Novice Chase mit 14 Längen Vorsprung – trotz hohen Gewichts.

Bei seinem Saisondebüt im John Durkan Chase verdarb er sich selbst den Einstieg in die neue Saison mit einem Sturz an der drittletzten Hürde, denn zu diesem Zeitpunkt sah er noch wie einer der möglichen Sieger aus – und das selbe Unglück ereilte ihm beim deutlich schwerer besetzten King George VI Stakes in Kempton an Weihnachten.

Asterion Forlonge musste sich zwar erheblich mühen um den Anschluss an die Fürhrungsgruppe halten zu können, blieb aber unter Druck ab der drittletzten Hürde dran und war an der letzten Hürde dann der einzige Verfolger von Tornado Flyer – und stürzte beim letzten Sprung indem er die Hürde zu hoch nahm. Das wäre mindestes ein verdienter Platz gewesen, allerdings konnte er danach im Paddy Power Irish Gold Cup im Februar nicht noch einmal die selbe Leistung zeigen und ich denke der Gold Cup wird ein wenig zu viel für ihn sein.

Ein Platz? Ist drin!

Al Boum Photo: Al Boum Phto, Held des Jahres 2020 und 2019  im Cheltenham Gold Cup

Letztes Jahr hatte Al Boum Photo die Chance das erste Pferd zu werden, welches seit dem großartigen Arkle dieses Rennen drei Mal in Folge gewinnen konnte.

Das ist mal gut fünfzig Jahre her und den Sport von damals kann man kaum mit den heutigen Rennen vergleichen, und der Versuch letztes Jahr wurde mit einem dritten Platz hinter Minella Indo abgeschlossen. Leider also keine legendäre Geschichte, aber 2022 läuft Al Boum Photo immer noch als das beste Pferd für Willie Mullins auf – und das macht ihn zu einer guten Wette.

Der Bucks Boum Sohn von Trainer Willie Mullins kommt ursprünglich aus Frankreich, wo er bei seinem ersten und einzigen Rennen vor dem Wechsel zu Mullins allerdings stürzte, als er die drittletzte Hürde nahm. Trotzdem, der beginn seiner Karriere war durchaus vielversprechend und Mullins schickte ihn anderthalb Jahre später in Irland in die Hürdenrennen. Im April 2017 startete Al Boum Photo das erste Mal in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2 Easter Festival April 16th-18th Novice Hurdle, welches er gleich al mit vier Längen Vorsprung gewinnen konnte. Bevor man nun allerdings traurig werden konnte, dass er das Cheltenham Festial 2017 verpasst hatte, wurde Al Boum Photo mit einem fünften Patz im Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle ziemlich eingenordet und man konnte sicher sein, dass er noch einiges zu lernen hatte.

Nach der Sommerpause ging es dann im November 2017 das erste Mal in die Chase Rennen, allerdings zeigte sich in der Saison 2017/18 deutlich, dass Al Boum Photo einige Probleme mit seinen Sprüngen hatte, denn von sechs Rennen beendete er drei nicht – das erste Mal erging es ihm so im Gruppe 2 Mahons Builders Providers – New Online Store Just Launched Novice Chase wo er als haushoher Favorit an der letzten Hürde stürzte – wo er noch alle Chancen auf den Sieg hatte. Dementsprechend litt seine Quote für das nachfolgende Gruppe 1 Flogas Novice Chase auch nicht zu extrem.

Al Bum Photo baute wieder einige haarsträubende Sprünge ein, lief aber ein großartiges Rennen und wenn er nicht gerade an der letzten Hürde wieder einen Fehler gemacht hätte hätte er eventuell sogar genug Kraft gehabt um sich beim Schlusssprint über die letzten Meter der 2m5f Distanz noch gegen Monalee durchzusetzen, so blieb ein knapper aber sehr guter zweiter Platz im Buch stehen, der Al Boum Photo zum hoffnungsvollen Kandidaten für das Gruppe 1 RSA Insurance Novices‘ Chase beim Cheltenham Festvial machte. Dort lies ihn allerdings wieder seine Springkunst im Stich und Al Boum Photo kam an der drittletzten Hürde zu Fall, hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits das Rennen verloren und wäre vermutlich abgeschlagen im Mittelfeld in Ziel eingelaufen – wieder war das Cheltenham Festival zu viel für ihn – dafür gewann er wie im letzten Jahr ein wichtiges Rennen im April, asl er im Gruppe 1 Gold Cup Novice Chase startete und mit einer fast fehlerfreien Runde am Ende über Shattered Love triumphieren konnte – und er hätte ein Rennen später im Gruppe 1 Growise Champion Novice Chase noch einen weiteren Gruppe 1 Sieg in der aktuellen Saison folgen lassen können, wenn sein Jockey Paul Townend nicht einen folgenschweren Fehler gemacht hätte.

In dem chaotischen Rennen wurde Al Boum Photo nach dem Sturz von Monalee alleine in der Führung gelassen mit Finian’s Oscar dahinter und hätte das Rennen nur noch nach Hause reiten müssen, allerdings entschied sich Paul Townend die letzte Hürde zu umgehen – obwohl sie gar nicht negiert worden war! Paul Townend erkannte seinen Fehler noch und wollte korrigieren, konnte Al Bum Photo allerdings nicht mehr korrekt auf die Hürde zu führen und kam damit vom Kurs ab – und wurde disqualifiziert.  Das Rennen war extrem chaotisch und Finian’s Oscar wurde von Al Boum Photo ebenfalls aus dem Rennen getragen, so dass sich am Ende The Storyteller über einen unerwarteten Sieg freuen konnte.

Für Al Boum Photo ging es nach der durchwachsenen Saison, in der er deutlich mehr Erfolge auf höchster Ebene hätte feiern können, in die Sommerpause, die mit einem Sieg im Savills Chase auf Listed Ebene beendet werden konnte. Das Rennen war natürlich leichter als die in der Saison zuvor und konnte kaum als einzige Vorbereitung für den Magners Cheltenham Gold Cup Chase gelten, aber das war genau der Weg, den Al Boum Photo zum Sieg im wichtigsten Chase Rennen der Saison nahm. So einfach kann es sein – lockerer Sieg in einem Listed Rennen ohne nennenswerte Konkurrenz, dann Sieg im Gold Cup.

Wobei man sagen muss, dass Al Boum Photo dieses Mal kaum Fehler beim Springen machte und einige der Hauptkonkurrenten ausgerechnet einen schlechten Tag erwischten – wie etwa Presenting Percy, dessen Sattel während des Rennens verrutschte und zudem noch das Rennen lahm beendete. Shattered Love hatte Attaxia nach dem Rennen, Bellshill nahm sich mit einem schweren Fehler beim Springen selbst aus dem Rennen und Thistlecrack schien an dem Tag einfach nicht fit gewesen zu sein – alles in allem ein sehr sehr chaotischer Gold Cup in dem alles perfekt für Al Boum Photo lief.

Im nachfolgenden Coral Punchestown Gold Cup zeigte Al Boum Photo dann wieder seine alten Fehler beim Spingen, die ihn jede Menge Momentum kosteten und Kemboy ermöglichten, sich an der vorletzten Hürde souverän abzusetzen und am Ende mit zwei Längen Vorsprung zu gewinnen. Al Boum Photo lief wieder ein gutes Rennen, stand sich aber wieder selber im Weg.

Nach der Sommerpause startete er wieder in der nun auf Gruppe 3 gehobenen Savills New Year’s Day Chase, die er wie im Jahr zuvor locker gewinnen konnte. Mehr Rennen gibt es in der Saison 2020 nicht, aber das hat letztes Jahr ja gereicht, um den Cheltenham Gold Cup zu gewinnen -und auch 2020 reichte Al Boum Photo ein einziger Lauf als Vorbereitung, um den Gold Cup erneut zu gewinnen – auch wenn ihn dies dieses Mal deutlich mehr Arbeit gekostet hat. Er sicherte sich schon auf der Rückgeraden einen prominenten Platz an der Front und versuchte das Tempo graduell zu erhöhen, das Feld lies sich aber nicht abschütteln und saß dem Titelverteidiger im Nacken, der nach der letzten Hürde noch einmal alles gab und mit seiner prominenten  Position an der Front tatsächlich das Rennen für sich entschied – denn Santini, der auf der Zielgeraden herangeschossen kam, konnte den Vorsprung des Siegers einfach nicht komplett reduzieren und musste sich am Ende mit einem Nacken geschlagen geben. Starker Lauf von beiden und gutes Timing von Paul Townend auf Al Boum Photo.

2021 geht es in das Cheltenham Festival wie schon die letzten beiden Jahre mit einem Start im Savills New Year’s Day Chase. In dem Rennen setzte Djnigle das Tempo und das kleine fünf Starter Feld wurde weit auseinandergezogen. Brahma Bull stürzte früh in dem Rennen und damit war einer der Konkurrenten von Al Boum Photo weg, aber der hätte sich ohnehin keine Sorgen machen müssen, denn Acapella Bougeois, der danach ein Gruppe 2 Rennen in Irland gewann, wurde an der vorletzten Hürde unter Druck gesetzt und Al Boum Photo begann sich danach immer weiter abzusetzen und mit 19 Längen zu gewinnen.  Letztes Jahr war es noch so, dass Al Boum Photo prominent platziert wurde, aber mit Djingle, der eine Umrundung Tempo ohne Ende gab, um dann das Rennen abzubrechen, machte das 2021 keinen Sinn – und trotzdem ist der Sieg deutlicher ausgefallen als im Jahr zuvor.

Das las sich gut für den legendären Versuch eines dritten Sieges im Cheltenham Gold Cup hintereinander 2021 – etwas, was seit 50 Jahren niemand mehr geschafft hat. Und Al Boum Photo tat alles, um sich selbst ein Denkmal zu setzten, wurde aber auf der Rückgerade etwas eingeboxt und konnte nicht so frei laufen wie er eigentlich wollte, wurde dann zwei Hürden vor dem Ziel vom Tepowechsel kalt erwischt und abgehängt, holte aber wieder ein wenig auf und holte sich den dritten Platz.

Das Trio war weit vor dem Rest des Feldes und Al Bloum Foto hat sich wieder sehr gut verkauft.

Im Gruppe 1 Ladbrokes Punchestown Gold Cup in Punchestown im April stand sich Al Boum Photo ein wenig selbst im Weg und sprang ausgerechnet an den letzten Hürden nicht ganz sauber und verlor wichtiges Momentum auf Clan Des Obeaux, der sich an der Front einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte, den Al Boum Photo auf der Zielgeraden nicht mehr wettmachen konnte.

2022 hatte Al Boum Photo nur einen Start in der Vorbereitung auf das Cheltenham Festival, als er im Gruppe 3 Savills New Year’s Day Chase wie erwartet (1/6F ! ) in einer Art Trainingslauf gewann.

Das ist taktisch von Willie Mullins so gewollt, und ich bin geneigt ihn hier unter den ersten Drei zu sehen! Klare EW Wette!

 

Chantry House: Der Yeats Sohn von Nicky Henderson begann seine Karriere erst 2018 mit einem PTP gegen Monkfish, von dem man ja in den folgenden Jahren eine Menge gehört hat und zu den besten seines Jahrgangs gehört. Chantry House warf seinen Jockey im ersten Rennen erst einmal direkt ab, aber nach weiterem Training gelang im nächsten Rennen im Dezember 2018 der erste Sieg.

Im März 2019 folgte noch ein weiterer Sieg in einem NHF Rennen, bevor es nach der Sommerpause bis zur Saison 19 20 langsam wirklich interessant wurde, startete Chantry House doch endlich über Hürden und konnte – wie erhofft – sein erstes Rennen in Cheltenham gleich gewinnen, und die kleine Marge von knapp einer Länge täuscht darüber hinweg, wie einfach das Ganze gelang.

Auch im nächsten Klasse 3 Novice Rennen zeige Chantry House eine gute Form und gewann mit fast 4 Längen Vorsprung, und mit zwei überzeugenden Siegen in Folge versuchte sich Gordon Elliot mit seinem Stammjockey Barry Geragthy beim Cheltenham Festvial im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle. Das Rennen hatte allerdings ein ganz anderes Niveau mit Shishkin, Asterion Forlonge und Abacadabras im Feld. Diese vier belegten auch die ersten vier Plätze, aber zwischen den ersten beiden und den anderen war ein massiver Unterschied, denn Shishkin und Abacadabras trennte am Ende nur ein Kopf nach einem sehr spannenden Duell den Hügel hoch, während die beiden anderen 11 Längen dahinter ins Ziel einliefen und keine Rolle um den Sieg spielten.

Chantry House wurde ziemlich eingenordet, aber was solls, er sah ohenhin nach einem besseren Chaser aus und genau in dieser Disziplin startete er nach der Sommerpause. Das erste Rennen im Ascot Racecourse Supports Safer Gambling Week Novices‘ Chase in Ascot im November geriet zum Kantersieg, als in den drei Starter Rennen der einzige ernstzunehmende Gegner in Pic D’Ohry an der drittletzten Hürde stürzte.

Chantry House scheiterte danach beim Versuch über fast 2m 5f auf weichem Boden nachzulegen und seinem Favoritenstatus gerecht zu werden, denn auf den letzten Metern ermüdete er doch zunehmend und musste die Sieger ziehen lassen. Allerdings kam er im Februar wieder mit einem Kantersieg über noch weitere Distanz zurück und gewann gegen Cocunut Splash mit fast 4 Längen – und steigerte sich noch einmal deutlich, um im Gruppe 1 Marsh Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival einen Sieg gegen Fursil Raffles feiern zu können.

In dem Rennen ging Cahntry House weit in die Kurven in dem Rennen und sprang nicht jede Hürde ideal, war trotzdem an den Führenden dran und konnte sich nach dem „Go“ an der drittletzten Hürde dann langsam an die Führung setzten, die der an der letzten Hürde immerhin schon mit zwei Längen Vorsprung verteidigte und mit einem sehr guten Sprung in dieser kritischen Phase besiegelte. Das war mit Sicherheit das beste Rennen von Chantry House bisher, der in diesem Rennen auch noch eines seiner Hufeisen verloren hatte – alelrdings hatte er natürlich Glück, dass Envoi Allen sich selbst aus dem Rennen genommen hatte und damit erst ein so offenes Rennen ermöglich hatte

Chantry House hielt seine Form im Betway Mildmay Novices‘ Chase zwei Wochen später und gewann dominant, auch wenn er Glück hatte, dass der einzige echte Konkurrent an der vorletzten Hürde stürzte und Chantry House mit einer 15 Längen Führung alleine lies. Aber auch so gehe ich davon aus, dass Chantry House das Rennen gewonnen hätte.

Das Saisondebüt im John O’Leary Memorial Future Stars Intermediate Chase war ein wenig seltsam, schließlich war es am Ende ein Matchrace, welches Chantry House wie erwartet locker gewann.

Eigentlich zeige die Formkurve von Chantry House klar nach oben, aber im Ladbrokes King George VI Chase im Dezeber lief Chantry House niemals richtig rund, sprang schlecht über einige der Hindernisse und wurde nach einem schlechten Sprung über die elfte Hürde von Nico De Boinville schnell aus dem Rennen genommen.

Der Aussetzer  wurde im Gruppe 2 Paddy Power Cotswold Chase im Januar wieder ausgebügelt, allerdings beendete Chantry House das Rennen sehr müde, was aber auch an dem schnellen Boden gelegen haben kann – denn in Aintree im Betway Mildmay Novices‘ Chase über 3m2f auf etwas weicheren Boden im April hatte er einen sehr soliden Sieg feiern können.

Das macht ihn mit seiner guten Form (nur ein Aussetzer in sechs Rennen!) zu einem weiteren EW Pick für mich


30.10.2021 – Down Royal – Ladbrokes Champion Chase – Pick: Minella Indo

Pferderennen in Irland

15:50 Ladbrokes Champion Chase – Gruppe 1 

Distanz: 3m | Untergrund: Weich | Boden: Turf / Gras
Es geht wieder los! Die ersten großen Namen der Sprungreiterszene tauchen langsam aus ihrem Sommerschlaf wieder auf, und hier und heute werden uns mit Minella Indo und Frodon gleich zwei ganz große Namen erwarten, die allerdings vielleicht einem der Newcomer unter Druck gesetzt werden könnten – denn Galvin scheint dabei zu sein, sich einen Namen zu machen!
Galvin – der Gold Well Sohn von Gordon Elliot, begann seine Karriere 2018, nachdem er bereits 2017 kastriert worden war. 2019 startete er das erste Mal beim Cheltenham Festival im Ballymore Novices‘ Hurdle und belegte dort einen sechsten Platz, bevor er 2019 zu den Chase Rennen wechselte und das Cheltenham Festival nach gemischten Ergebnissen ausließ.
2020 entwickelte sich in der zweiten Hälfte für Galvin dann trotzdem sehr gut mit dominanten Siegen in Killarney und einem Gruppe 2 Sieg im Butterfly Novice Chase, bevor er unter R. Ferguson zum Cheltenham Festival ging. 2021 war Gordon Elliot auf Grund eines geschmacklosen Bildes mit einem toten Pferd gesperrt worden und seine Pferde mussten kurzfristig den Trainer wechseln, was Galvon aber nicht davon abhielt, das Gruppe 2 Sam Vestey National Hunt Challenge Cup Novices‘ Chase über 3m6f knapp gegen Next Destinantion zu gewinnen.
Er kam nach 211 Tagen mit einem Sieg im Irish Daily Star – Best For Racing Coverage Chase auf Gruppe 3 Ebene über 3 Meilen zurück auf die Rennstrecke und gewann auch dieses Rennen, zeigte allerdings einige Wackler beim Springen und gewann nicht so dominant, wie ich es gehofft hätte. Er hatte nun zwei Wochen Pause und mit dem Warmmacher schon einen Start in der aktuellen Saison, was ihm einen Vorteil gegenüber den Favoriten verschaffen könnte – und selbst wenn es heute nicht klappt, ich gehe fest davon aus, dass sich Galvin zu einer Macht entwickeln wird, mit der man 2022 beim Cheltenham Festival rechnen muss.

Minella Indo:  Der Beat Hollow Sohn hat nun zwei volle Durchläufe in der NH Saison hinter sich, mit zwei Starts beim Cheltenham Festival und wird vermutlich 2022 versuchen, seine Krone des Champions Chase zu verteidigen.

Aber auch sein erster Auftritt beim großen festival war beachtenswert, 2020 war Minella Indo einer der Favoriten letztes Jahr für die RSA Chase, nachdem er in Navan zuvor das Eco Friendly Cups Beginners Chase gewinnen konnte.

Und auch wenn die Konkurrenz in RSA immer groß ist, reichten die guten Chase Ergebnisse in den ersten Rennen zusammen mit Minella Indos großen Erfolgen über Hürden im Jahr zuvor – er gewann unter anderem das Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle und dem Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle – um Minella Indo unter die Favoriten für das RSA 2020 zu bringen.

Und der Favorit lieferte, Minella Indo setzte das Tempo zusammen mit Allaho und die beiden duellierten sich an der Front über die gesamte Strecke, was vermutlich am Ende auch der Grund war, dass beide den Angriff von Champ auf der Zielgeraden nicht abwehren konnte. Champ holte einen unglaublichen Rückstand noch auf und stürmte zwischen den beiden Front Runnern hindurch um diesen noch den Sieg zu stehlen. Wahnsinnsrennen von allen drei an Siegern und alle beendeten die Saison damit auf einem Hoch.

Nach diesem unglaublichen Rennen ging es in die Sommerpause, die von Minella Indo im Gruppe 3 M.W. Hickey Memorial Chase im Oktober beendet wurde – und wie! gegen leichtere Konkurrenz übernahm Minella Indo die Führung und setzte das Tempo, begann sich nach der vorletzten Hürde weiter abzusetzen und kam irgendwas um die 25 Längen vor dem Rest des Feldes ins Ziel. Klar, Minella Indo war auch Favorit des Rennens, aber der Sieg war deutlicher als erwartet worden war, und auch beim nachfolgenden BetVictor Make Your Best Bet Chase gewann Minella Indo ungefährdet und nach belieben. Die beiden Rennen über 3m auf weichem Boden waren eine klare Angelegenheit, leider stürtze Minella Indo beim nächsten Rennen an der achten Hürde.

Ein Grund für den Sturz im Savills Chase mag gewesen sein, dass er an de Front von anderen unter Druck gesetzt wurde und in dem Feld ein wenig zurück geshuffelt wurde, so dass er nicht immer freie Sicht auf die Hindernisse hatte. Er schien gar nicht wirklich abzuheben vor dem Sprung über die achte und fiel fast wie ein nasser Sack, verletzte sich aber Gott sei Dank nicht bei diesem fiesen Sturz. Was aber gelitten zu haben schien war das Selbstvertrauen von Minealla Indo, der im Irish Gold Cup im Februar die Hinernisse nicht mit der gewohnten Kraft anging, sondern oft ein wenig übersprang und Kemboy die Führung überließ. Minella Indo war vor den letzten Hürden noch voll dabei beim Kampf um den Sieg, ermüdete dann aber beim Run in und fiel auf den vierten Platz zurück.

Beim Cheltenham Festival 2021 herrschten dann allerdings – wie in den Jahren zuvor auch schon, bessere Bodenbedingungen vor und Minella Indo konnte auf dem schnelleren Boden seine Stärken wieder voll ausspielen. Zwar baute Minella Indo den ein oder anderen unsauberen Sprung wieder ein, sprang aber gut und sauber da wo es zählte und holte damit schon vor der letzten Hürde 2 Längen Vorsprung heraus, die Minella Indo unter einem starken Ritt von Jack Kennedy dann auch bis zum Ziel verteidigen konnte.

Heute kommt also das Saisondebüt nach 225 Tagen Pause – das war in den letzten Jahren nie ein Problem gewesen und Minella Indo wird hier zu Recht als Favorit gehandelt.

Frodon:. Der Nickname Sohn und Schützling von Paul Nicholls begann seine Karriere im Jahr 2015 mit einem Sieg in seinem ersten Rennen in Auteuil, damals noch für den Trainer Guillaume Macaire. Der musste Frodon dann aber nach einigen erfolgreichen Rennen in Frankreich aber aber Paul Nichols abtreten, der ihn nach dem Wechsel über das Neujahr 2016 in Cheltenham im Steel Plate starten lies. Der dritte Platz war vielleicht noch ein wenig unter den Erwartungen für Frodon, der sich im Laufe des Jahres 2016 gewann Frodon das Rising Stars Chase als einziger Finisher und legte mit einem Sieg im Gruppe 3 Caspian Caviar Gold Cup nach, den er knapp vor Aso und Village Vic gewann.

Danach startete Frodon 2016 noch einmal im Kauto Star Chase als Mitfavorit, stürzte aber während des Rennens, war allerdings zu diesem Zeitpunkt schon deutlich geschlagen worden und er musste einen Schritt zurück in ein normales Novice Chase Rennen machen, um wieder einen Sieg einfahren zu können, so konnte er ein kleines Feld in Musselburgh souverän hinter sich lassen, die Konkurrenz war allerdings auch kein wirklicher Test für ihn und alles andere als ein leichter Sieg hätte vermutlich alle Ambitionen für Cheltenham begraben.

Rückblickend muss man allerdings auch sagen, dass er 2016 auch ziemlich aktiv gewesen war und sich vielleicht zum Ende hin zu sehr verausgabt hatte und nach 10 Rennen in 12 Monaten war die Luft vielleicht ein wenig raus, so dass die zwei Monate Pause bis zum Novice Chase in Musselbrugh Frodon vermutlich die Form wieder zurück gebracht hatten

Paul Nicholls war ziemlich deutlich in Interviews, was das Potential seines Starters anbelangt und im Pendil Novices‘ Chase folgte Ende Februar ein weiterer Sieg auf Gruppenniveau. Allerdings nicht ganz so deutlich wie erhofft und Frodon lies das Cheltenham Festival 2016 lieber komplett aus, was vielleicht auch besser war, wenn man seinen Start im Manifesto Chase Anfang April 2017 bedenkt. Das Gruppe 1 Rennen über 4005m auf gutem Boden war solide besetzt, allerdings konnte Frodon hier nie für Gefahr sorgen und spielte um den Sieg keine Rolle. Er versuchte das Tempo für die anderen zu setzen, konnte das selbst gewählte Tempo aber nicht halten und fiel dann immer weiter nach hinten ab. Nach diesem Flop ging es in die Sommerpause, aus der er aber mit einem Formtief wieder herauskam. Klare Niederlagen gegen Black Corton, Might Bite und Top Notch in den nachfolgenden Rennen gaben Grund zur Sorge und erst mit dem Start in Ascot Ende Dezember fand Frodon wieder etwas von seiner Form wieder. So startete er im Lavazza Silver Cup Handicap Chase und erreichte dort einen guten zweiten Platz auf Listed Niveau und konnte danach sogar einen Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Crest Nicholson Handicap Chase erringen. Dieser Sieg wurde mit einer sehr weiten Marge eingefahren aber im Ascot Chase im Februar von Waiting Patiently und Cue Card wieder etwas zurecht gerückt. In diesem Rennen wurde Frodon vom hCue Card deutlich hinter sich gelassen und wurde unter fast identischen Bedingungen beim Ryanair Chase beim Festival erneut niedergeritten.

Auch im Gruppe 2 Silver Trophy Chase im April unterlag Frodon deutlich und nun war es sehr klar, dass seine Siege in der Saison gegen moderate Konkurrenz nicht 1:1 auf die besser besetzten Rennen übertragen werden konnten.

Die Vorbereitung auf das Festival in diesem Jahr bestritt Frodon aber mit einer sehr interessanten Reihe von Rennen, die sich vor allem auf den Kurs in Cheltenham konzentrierte. So startete er im BetVictor Gold Cup im November und schaffte dort unter recht schnellen Bedingungen einen guten zweiten Platz, bevor er im Caspian Caviar Gold Cup Chase auf dem selbe Kurs sogar triumphieren konnte.  Er legte noch einen Sieg im Gruppe 2 BetBright Trial Cots‘ Chase im Januar nach wo er sich gegen Elegant Escape und Terrefort durchsetzen konnte und ging dann in das Gruppe 1 Ryanair Chase beim Cheltenham Festival – und sorgte dort für eine kleine Überraschung!

Während die anderen favoriten wie Un De Sceux, Road To Respect oder Monalee alle mit dem schnellen Boden an diesem Tag augenscheinlich nicht ideal zurecht kamen, sprang Frodon jedes einzelne Hindernis brillant unter Bryony Frost – wirklich jede einzelne Hürde wurde von Frodon letztes Jahr beim Cheltenham Festival mit Kraft und Augenmaß genommen, was ihm ermöglichte die Attacken von Footpad, Un De Sceux und Aso abzuwehren – dabei erwies sich überraschender Weise gerade Aso als am hartnäckigsten.
Mit dem Sieg besserte Fordon seine Bilanz in Cheltenham auf drei Siege aus den letzten vier Besuchen auf, generell scheint Frodon diesen Kurs zu lieben, daher verwundert es ein wenig, dass er nach der Sommerpause Cheltenham schon fast auffällig mied:

Frodon gewann zuletzt das Gruppe 2 Silviniaco Conti Chase gegen Keeper Hill und Top Notch und bewies damit Form über 4124m und hatte sich zuvor sogar über 5144m im Betfair Chase versucht, da aber keine Chance gegen Lostintranslation und Bristol De Mai gehabt. Zurück in Cheltenham über passende Distanz mit erneut eher durchwachsenem Feld an Konkurrenten war die Bühne für Frodon bereitet, sich ein weiteres Mal im Ryanair Chase mit einem Sieg zu belohnen – was er dann aber nicht im Ansatz schaffte, stattdessen trugen Min und Saint Calvados das Duell des Rennens unter sich aus und Frodon fiel bis auf 15 Längen zurück.

Corona beendete dann die Saison im Frühjahr 2020, Frodon kehrte dann im Oktober in einem Handicap Chase in Cheltenham über 5029m zurück und gewann gegen West Approach in einem spannenden Rennen. Er musste fast 8kg mehr tragen als die Konkurrenz und er scheint die Saison 2020 stark begonnen zu haben, wurde dann aber im Gruppe 2 Many Clouds Chase gerade zu deklassiert  -mit 82 Längen Rückstand hatte er schon weit vor dem Ziel das die Segel gestrichen und hatte keine Chance mit den Favoriten mitzuhalten. Die Leistung war klar unter der Würde eines Ryanair Chase Siegers und er ist besser, als er dort gezeigt hat – wie er im Oktober nach der Sommerpause zeigen konnte, als er in Cheltenham im Klasse 2 Matchbook Betting Exchange Handicap Chase startete.

Dort konnte er über 3m1f West Approachmit knapp einer Länge schlagen und zeigte über die gesamte Distanz hervorragende Sprünge, was eine seiner großen Stärken ist. Diese Stärken konnte er im William Hill Many Clouds Chase in Aintree danach nicht umsetzten, denn 9 der 19 Hürden waren ausgesetzt wergen dem Untergrund, und so geriet es mehr zu einem Flat Rennen über lange Strecken – was Frodon nicht liegt.

Ganz im Gegensatz dazu stand das Ladbrokes King George VI Chase mit 18 Hürden, wo Frodon wieder seine Stärke mit den guten Sprüngen ausspielen konnte und viel Momentum über die Hndernisse mitnahm. Einige Male sprang er zwar nach links weg, aber das hinderte ihm im Endeffekt nicht daran, an der letzten Hürde mit einem seiner guten Sprünge einige Längen auf die Verfolger zu gewinnen und sich am Ende recht bequem einen Sieg über Konkurrenten wie Clan Des Obeaux, Cyrname oder Santini zu sichern.

Der Untergrund war ähnlich schnell wie im WellChild Cheltenham Gold Cup Chase über 3,2f, allerdings konnte Frodon seinen Versuch das Feld über die Distanz zu führen und zu dominieren, leider nicht bis zum Ende durchhalten und begann an der vorletzten Hürde zu schwächeln. Zwischen der dritt- und der vorletzten Hürde verlor Frodon den Anschluss an die späteren Sieger und fiel mit seinem fünften Platz am Ende 33 Längen zurück.

Frodon gönnte sich unter der herausragenden Bryronny Frost dann noch einen Start im April im bet365 Oaksey Chase auf Gruppe 2 Ebene – dort gelang ihm ein knapper Sieg gegen den Mitfavoriten Mister Fischer, der sich auf den letzten Metern nach Kräften dagegen wehrte, von Frodon überholt zu werden, am Ende aber nichts dagegen ausrichten konnte und zähneknirschend mit einem Nacken verlor.

Frodon zeigte hier wieder seine Stärke und sprang die Hindernisse durchweg sauber, musste aber die Führung zwischen den letzten beiden Hürden an Mister Fisher abgeben und sich noch einmal sammeln, um einen weiteren Angriff zu starten – was ihm am Ende ja auch gelang!

Generell kommt Frodon in guter Form aus der Pause zurück und wird damit sicher stellen, dass es Minella Indo an der Front nicht zu langweilig wird.

Delta Work: Der Network Sohn Von Trainer Gordon Elliot begann seine Karriere im Jahr 2016 für Emmanuel Clayeux in Frankreich, für den er zwei Rennen bestritt, bevor er zu seinem jetzigen Trainer Gordon Elliot wechselte. Der schickte ihn nach 167 Tagen Pause in Irland im Mai 2017 in sein erstes Hürdenrennen, und nachdem Delta Work dort mit einem vierten Platz einen soliden Einstieg feierte, direkt im selben Monat in ein weiteres Maidenrennen über 2m, welches Delta Work gewinnen konnte.

Mit dem ersten Sieg als Ziel hinter sich ging es erneut in die Trainingspause, die 178 Tage später direkt mit dem Einstieg in die Gruppenrennen beendet wurde. Delta Work startete innerhalb von einem Monat im Gruppe 3 Fishery Lane Hurdle  über 2m auf schwerem Boden, dem Gruppe 3 „Monksfield“ Novice Hurdle über 2m4f und ebenfalls schweren Boden sowie dem Gruppe 2 Guinness Novice Hurdle über 3m und schweren Boden. Obwohl die Distanz in den Rennen über den Monat von 2m auf 3m erhöht wurde, konnte sich Delta Work in jedem der Rennen platzieren und eine zielich gute Figur abgeben, die er auch einen Monat später im Februar im William Fry Handicap Hurdle, wo er allerdings recht viel Gewicht tragen musste und auf der Zielgeraden dann nciht mehr genug Kraft hatte um sich am Total Recall und die anderen Sieger dran zu heften – und mit knapp 3 Längen Rückstand ins Ziel einlaufen musste. Das war über die 3m aber trotzdem wieder eine gute Leistung, die er – erneut unter hohem Gewicht – in Vorbereitung auf das Cheltenham Festival 2018 im Pertemps Network Group Handicap Hurdle noch einmal wiederholen konnte – dieses Mal reichten die 3 Längen Rückstand am Ende aber für einen soliden dritten Platz.

Das eigentliche Ziel der ersten Saison war aber natürlich das Pertemps Network Final Handicap Hurdle, also das Pertemps Hurdle beim Cheltenham Festival, in dem traditionell die Ausdauer eine große Rolle spielt. Und die Ausdauer brauchte Delta Work auch, denn Glenloe, ebenfalls Favorit für das Pertemps Handicap Hurdle, wollte auf der Zielgeraden einfach nicht weichen und blieb an Delta Work dran, der mehrfach die Bahn wechseln musste um freie Sicht auf die Hürden und die Zielgerade zu bekommen. Ein großer Sprung brachte ihn dann an der letzten Hürde nach vorne und Glenloe hatte nicht mehr die Zeit, Delta Work zu überholen, obwohl ihm am Ende nur eine Nase Vorsprung fehlte.

Detla Work startete dann noch im Gruppe 1 Irish Novice Hurdle, musste sich da aber dem Favoriten und dritten des Ballymore Novices’Hurdle Next Destination geschlagen geben, wenn auch nur knapp.

Nach der Sommerpause wechselte Delta Work in die Chase Rennen, wo er zunächst in Down Royal über 3932m im Porter & Co. Beginners Chase einen lockeren Sieg in einem Rennen, welches man als Warmmacher bezeichnen könnte, feierte. Dann aber ging es einen Monat später schon in das Gruppe 1 Drinmore Novice Chase in Fairyhouse, wo er mit Le Richbourg einen echten Test als Konkurrenten vorgesetzt bekam. Die beiden enttäuschten nicht und über die 4023m duellierten sich die beiden ausgiebig, am Ende triumphierte allerdings Delta Work mit einer halben Länge. Wieder hatte er einige gute Sprünge in seinem Rennen, aber an der letzten Hürde ausgerechnet baute er einen schlechten Sprung ein, der ihn fast das Rennen kostete – aber eben nur fast – der erste Gruppe 1 Sieg in einem Chase Rennen war im zweiten Chase Rennen überhaupt gelungen! Und der zweite Gruppe 1  Sieg folgte noch im selben Monat im Neville Hotels Novice Chase, wo er allerdings auch als klarer Favorit antrat und auf dem Papier keine ernst zu nehmenden Gegner hatte.

Das änderte sich natürlich dann im März in der RSA Chase, zu der er ohne noch einen weiteren Start in der Saison aufbracht. Da Delta Work die Ausdauer in seinen Rennen zuvor unter Beweis hatte stellen können, galt er schon im Vorfeld des Festivals als einer der Favoriten, allerdings war es wie so oft beim Cheltenham Festival und der Favorit hatte das Nachsehen am Ende. Die Sieger gingen zusammen über die vorletzte Hürde, aber schon auf dem Weg zu letzten Hürde sag es danach aus, als ob Delta Work mit Topofthegame nicht mitgehen können würde, und nach der letzten Hürde wurde dieser Eindruck dann noch einmal bestätigt – Delta Work musste Sanitini und Topofthegame ziehen lassen, kam aber noch auf einem respektablen dritten Platz ins Ziel.

Im Champion Novice Chase im April war die Konkurrenz etwas leichter, vor allem da der Hauptkonkurrent A Plus Tard keinen guten Tag erwischte und seine Ausdauer auf den letzten Metern ziemlich litt. Delta Work freute sich natürlich und strich seinen dritten Gruppe 1 Sieg in der Saison ein – die erste Chase Saison hätte wohl kaum besser laufen können – ganz im Gegensatz zum ersten Start in der neuen Saison, wo er im Gruppe 1 Ladbrokes Champion Chase startete . Delta Work schien nicht richtig fit zu sein, ein Zustand, der sich im Savills Chase im Dezember änderte, als er Monalee, Road To Respect und Kemboy schlagen konnte. Das Rennen war vollgepackt mit Talent und ein echter Test, den Delta Work mit einem spannenden Duell mit Monalee über die letzten der 4828m beendete, und damit seinen ersten Gruppe 1 Sieg in der Saison 2019/20 feiern konnte.

Der zweite folgte im Irish Gold Cup gegen Kemboy, dem beim zweiten Start in der neuen Saison bessere Chancen ausgerechnet worden waren – er war auch fitter und kam wesentlich näher an Delta Work heran, der seinen Sieg aber souverän verteidigen konnte und mit knapp 1.5 Längen verteidigen konnte.

Die Leistung war gut genug um ihm auch im Gruppe 1 Magners Cheltenham Gold Cup Chase zum Kreis der Favoriten zu zählen und Delta Work lief auch ein Grundsolides Rennen, konnte allerdings nicht mit den Führenden mitgehen und musste sich am Ende relativ klar geschlagen geben mit einem fünften Platz und über sechs Längen Rückstand. Das schnelle Tempo und der Anstieg zum Ziel hatten ihre Spuren hinterlassen.

Nach der 232 tägigen Sommerpause kam Delta Work dann mit einer fast identischen Leistung zurück – fünfte Platz, sechs Längen Rückstand. Im Savils Chase warf er seinen Jockey Sean Flanagan dann in der frühen Phase des Rennens ab und im Gruppe 1 Paddy Power Irish Gold Cup im Februar wurde er von Kemboy erneut sechs Längen geschlagen – das und der Skandal um Gordon Elliot – seinen Trainer – vor dem Cheltenham Festival sorgten dafür, dass Delta Work dort überhaupt nicht auflief und erst heute, 265 Tage später, sein Saisondebüt geben wird -was aber vermutlich gegen die beiden Favoriten sehr, sehr schwer wird.


30.10.2021 – Rosehill – Classique Legend Stakes – Pick: Big Parade EW – Masked Crusader

Pferderennen in Australien

07:10 Classique Legend Stakes – Gruppe 1 

Distanz: 6½f (6f110y) | Untergrund : Gut | Boden: Turf/Gras | 3yo+

Das Classique Legend Stakes ist im Prinzip in Teilen eine Wiederholung des The TAB Everest in Randwick vom 16.10.2021 – Viele der Konkurrenten, die vor zwei Wochen aufeinander getroffen sind, werden auch heute wieder gegeneinander antreten –  nur das au den ersten fünf Plätzen des Rennens nur Eduardo heute im Classique Legend Stakes auflaufen wird. Die Sieger Nature Strip und Masked Crusader gehen andere Wege, Lost And Running war ohnehin nur ein Außenseiter und hatte vermutlich viel Glück bei seiner Platzierung und Classique Legend ist der Namensgeber dieses Rennens und läuft nunmehr in Hong Kong auf.

 

Beim The TAB Everest übernahm Nature Strip schnell die Führung des Feldes, , wurde aber von Eudardo beschattet, der ihm innen dicht auf den Fersen blieb und nicht von seiner Seite wich, bis es an das Einbiegen auf die Zielgerade ging. Da zog Nature Strip das Tempo weiter an und konnte sich etwas absetzen, Home Affairds  nahm am Innengeländer die Verfolgung auf, während Eduardo etwas überrascht von dem plötzlichen Tempowechsel schien und marginal zurück fiel. An der 300m Marke hatte sich Eduardo wieder ein wenig gefangen und blieb dran und reduzierte den Vorsprung von Nature Strip noch bis auf einen Kopf und hatte auf den letzten Metern seine beste Phase, während Home Affairs zunehmend schwächer wurde und weit zurück fiel.

Stattdessen kam Masked Crusader noch von hinten angeflogen und holte sich mit einer Nase vor Eduardo den zweiten Platz – die heutigen Konkurrenten Trekking und Gytrash waren weit dahinter, und wenn Eduardo wieder einen guten Front Runner bekommt, sollte er für diese Konkurrenten schwer zu fassen sein.

Masked Crusader wird einer von denen sein, die versuchen werden Eduardo spät zu fassen zu bekommen, und Masked Cursader hat gute Chancen, das auch zu schaffen – denn schließlich gelang es ihm mit einer Nase Vorsprung vor Eduardo im Tab Everest ins Ziel einzulaufen und der Untergrund heute wird ihm besser liegen – umso trockener es wird, umso mehr gefällt mir Masked Crusader, um so mehr Regen fällt, umso mehr tendiere ich zu Eduardo.

Dritter im Bunde (und zu hoher Quote zu haben) ist Big Parade von mark Newman. Der Deep Field Sohn begann gerade erst in dieser Saison die Gruppenrennen – hat aber da gleich für Furore gesorgt, als er in dieser Saison nach seinem Sieg in seinem Saisondebüt im Gruppe 2 Chandon Theo Marks Stakes einen dritten Platz belegen konnte und dann nach einem weiteren Zwischenschritt und Sieg im Cleanaway Handicap das Gruppe 3 Moet & Chandon Sydney Stakes gewinnen konnte – zwar dauerte es etwas, bis er im Massensprint am Ende des rennens in Gang kam, fand dann aber genug um die Konkurrenten am Ende mit über einer Länge zu schlagen – da dort einige gestandene Konkurrenten wie etwa Kementari mit von der Partie waren, liest sich das Ergebnis durchaus gut – das heute verlangt mehr, aber seine Chancen stehen nicht schlecht, schon gar nicht wenn man die Quote bedenkt

Die Pferde im Einzelnen 

Eduardo: Die Karriere des Host Wallachs lässt sich im Prinzip in zwei Zeitabschnitte einteilen – den für seine erste Trainerin Sarah Zschoke, die Eduardo von 2018 bis Mitte 2020 trainiert hat und danach für Trainer Joseph Pride

Unter Sarah Zschoke hatte Eduardo bereist 2018 sein Potential angedeutet als er etwa in Flemington im Gruppe 2 Gilgai Stakes Zweiter wurde und danach in Caulfield das Gruppe 2 Caulfield Stakes gewinnen konnte. 2019 bestritt er dann das Gruppe 1 Oakleigh Plate und belegte dort einen zweiten Platz, bevor er im NEwmarke Handicap und später dem Cramer Moir Stakes auf selbem Niveau mehrfach deutlich geschlagen wurde.

Nachdem er 2020 dann bei seinem Saisodebüt in Caulfield im Esprit Stakes ebenfalls eine klare Niederlage erlitt, wechselte er nur zwei Monate später zu seinem neuen Trainer Joseph Pride, der Eduardo zur Eingewöhnung erst einmal eine Runde über das July Sprint Handicap laufen lies, um ihn an sein neues Umfeld und die neuen Aufgaben zu gewöhnen

Danach schickte aber auch Joseph Pride Eduardo auf die Gruppenebene und konnte trotz schweren Bodens gleich beim ersten Versuch im Gruppe 2 Iron Jack Missle Stakes einen Erfolg verbuchen, und fast hätte es gegen den schon damals hoch gehandelten Classique Legend im Gruppe 2 Shorts in Randwick im September 2020 ebenfalls gereicht, am Ende musste sich Eduardo aber mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Die Saison geriet danach ein wenig aus den Fugen, mit einem 11 Platz im Tab Everest und einem vierten Platz und zwei Längen hinter Gytrash im Yes Yes Yes Sakes in Rosehill Ende des Jahres.

Joseph Pride nahm sich danach über den Australischen Sommer 126 Tage Zeit um Eduardo auf das neue Jahr vorzubereiten und wurde erneut mit einem Sieg in einem Gruppe 2 Rennen belohnt. Dass er im Gruppe 2 Hyland Race Colours Challenge Stakes den Favoriten Nature Strip würde schlagen können war eher unerwartet und die beiden lieferten sich auf der Zielgeraden ein spannendes Duell, bei dem keiner der anderen Konkurrenten etwas mitzureden hatte. Nature Strip und Eduardo gingen über die Sprintdistanz fast zeitgleich über die Ziellinie, aber Eduardo hatte zum richtigen Moment die Nase unten und gewann das Rennen mi eben dieser – sehr gute Leistung, die Eduardo danach im Bisley Workwear Galaxy auf Gruppe 1 Ebene unter hohem Gewicht noch einmal toppte.

In dem Renne brachte er den Konkurrenten eine empfindliche Lektion bei – Eduardo sollte man an der Front besser nicht zu lange alleine lassen und schon gar nicht einen Vorsprung aufbauen lassen – Aber im Bisley Workwear Galaxy Handicap hatte Eduardo einfach zu viel Kraft übrig als dass die Konkurrenz ab der 300m Marke an ihm hätte dran bleiben können. Eduardo zog uneinholbar davon und nach vorne, um dann vor dem Ziel ein wenig Tempo rauszunehmen und die anderen auf etwas über 3 Längen heran kommen zu lassen.

Das war das beste Rennen von Eduardo bisher und brachte ihn in den Kreis der Favoriten des Heineken T J Smith Stakes, in dem er wieder auf Nature Strip traf – der allerdings wieder als Favorit auflief und über die 1200m und weicheren Boden im Heineken T J Smith Stakes auch wieder auftrumpfen konnte, wie man es von ihm erwartet worden war.

Nature Strip überließ ihm die Führung dieses Mal fast kampflos und auch als das Feld 400m vor dem Ziel in die Zielgerade einbog, war Eduardo, der am schnellsten agierte und mit seinem Tempowechsel sich ein wenig von dem ihn an den Hufen klebenden Nature Strip absetzen konnte. Aber 250m vor dem Ziel hatte Nature Strip ihn wieder eingeholt und zog an Eduardo vorbei, der keine Chance hatte, an Nature Strip mehr dran zu bleiben.

Eduardo fand aber gleich danach zur Form zurück und gewann gegen leichtere Konkurrenz – und als Favorit – das Doomben 10.000 mit einem guten Lauf gegen Wild Planet und The Harrovian. Vielleicht hätte Eduaro das Ganze noch ein wenig leichter von der Hand gehen sollen, aber ein Sieg ist ein Sieg und da Eduardo danach im Gruppe 2 Bowermans Commercial Furniture Shorts erneut gegen Nature Strip bestehen konnte, besteht nun wirklich kein Grund zu meckern.

Zwar hatte Nature Strip auf ca. er ersten Hälfte der Zielgeraden klar die Oberhand, wurde aber über die 1100m und weichen Untergrund zum Ziel hin immer müder und konnte den erneuten Angriff von Eduardo nicht mehr abwehren.

Das Duell heute ist Duell Nr. 4 der beiden, derzeit steht es 2:1 für Eduardo, aber die Konditionen heute sollten Nature Strip besser liegen und für ich sieht es nach einem 1:1 aus, wenn Classique Legend nicht dazwischen funkt.

Zwei Front Runner in einem Rennen sind immer ein Problem – es kann nur einen geben!

So war es dann auch und beim The TAB Everest übernahm Nature Strip schnell die Führung des Feldes, , wurde aber von Eudardo beschattet, der ihm innen dicht auf den Fersen blieb und nicht von seiner Seite wich, bis es an das Einbiegen auf die Zielgerade ging. Da zog Nature Strip das Tempo weiter an und konnte sich etwas absetzen, Home Affairs  nahm am Innengeländer die Verfolgung auf, während Eduardo etwas überrascht von dem plötzlichen Tempowechsel schien und marginal zurück fiel. An der 300m Marke hatte sich Eduardo wieder ein wenig gefangen und blieb dran und reduzierte den Vorsprung von Nature Strip noch bis auf einen Kopf und hatte auf den letzten Metern seine beste Phase, während Home Affairs zunehmend schwächer wurde und weit zurück fiel.

Stattdessen kam Masked Crusader noch von hinten angeflogen und holte sich mit einer Nase vor Eduardo den zweiten Platz – die heutigen Konkurrenten Trekking und Gytrash waren weit dahinter, und wenn Eduardo wieder einen guten Front Runner bekommt- oder selbst das Tempo machen darf -, sollte er für diese Konkurrenten schwer zu fassen sein.

Also – Front Runner Position oder direkt dahinter – das Rennen eine gute Gelegenheit für Eduardo, denn nur Masked Crusader (und vielleicht Big Parade) scheint eine Gefahr für ihn zu sein, und Masked Cursader musste im letzten Rennen ganz schön viel Boden auf den letzten Metern gut machen.

Masked Crusader: Der Tornado Sohn von M.Hawles begann seine Karriere auf dem Provinzkurs in Wyong im Jahr 20219, ging dann aber schnell auf die Hauptkurse und ging in Caulfield in einem Altersgewichtsrennen auf die Strecke und gewann das Rennen mit Leichtigkeit. Es folgte eine kleine Pause über den Sommer und im australischen Herbst kam er dann im april mit zwei siegen in Bendigo und Randwick zurück, bevor er im Winter in Randwick und Rosehill je zwei Platzierungen folgen lies. Das waren recht gute Ergebnisse, als einziger Ausreiser nach unten galt sein Rennen im Quayclean Handicap auf dem Kurs in Rosehill, wo er eigentlich als klarer Favorit aufgelaufen war, aber trotz klarem Lauf und offenen Lücken für den Schlusssprint bereits 500m vor dem Ziel immer schäwcher wurde und am Ende nur den achten Platz belegte. Das war aber der einzige Lauf 2020, mit dem man nicht zufrieden sein konnte und Maskes Cursader hatte sich die Teilnahme an den Gruppenrennen mit seinen Ergebnissen in den Handicaps redlich verdient.

Seinen ersten Start auf Black Type Ebene absolvierte er dann in Randwick nach dem Jahreswechsel im Februar 2021 auf weichem Boden, der seinen Schlusssprint vielleicht ein wenig verzögerte – aber als Masked Cursader dann einmal in Gang gekommen war, gab es kein halten mehr. Der Front Runner Southern Lad hatte sich gut und gerne fünf Längen Vorsprung 300m vor dem Ziel gesichert, aber Masked Cursader beschleunigte plötzlich enorm und stürmte heran und machte zwischen der 200m und der 100m Marke alles klar. Super starker Lauf, der Lust auf mehr machte und seine Chancen für das Heineken Canterbury Stakes standen gar nicht schlecht.
Das Gruppe 1 Rennen war natürlich stärker besetzt und da sich der Fehler aus dem letzten Rennen wiederholte und Masked Crusader sich zu viel Zeit lies, um in Gang zu kommen, hatte er dieses Mal noch zu viel zu tun um einen weiteren Sieg feiern zu können. Zu allem Überfluss tat sich an der Innenseite der Strecke keine Lücke auf und Masked Crusader musste in die Mitte wechseln um seinen Schlusssprint ansetzten zu können, was er dann auch tat – wieder machte Masked Crusader eine Menge Boden gut, aber dieses Mal reichte es eben nicht und die Sieger waren schon zu weit weg.

Aus dem Fehler hatte Masked Crusader aber gelernt und lies sich im Keogh Homes William Reid Stakes nicht mehr so weit zurückfallen und war beim Einbiegen in die Zielgerade schon nah dran an den Front Runnern und schoss zwischen den beiden auf den letzten 200m hindurch, um am Ende einen überzeugenden Sieg zu feiern.

Auf weichem Boden im T J Smith Stakes war es wieder der Front Runner, der das Rennen für Masked Crusader ruinierte indem er sich zu viel Vorsprung sicherte, bevor Masked Crusader zum Schlusssprint ansetzten konnte. Dabei war Masked Cursader im Gegensatz zu seinem Sieg im William Reid Stakes im Feld vor seinem Angriff wieder ziemlich weit im Feld zurück gefallen und musste daher wieder zu viel Boden auf Nature Strip gut machen. Natrure Strip hingegen lief an der Front extrem stark auf und konnte sich mit einem Tempowechsel einige Längen Vorsprung herausholen.

Eduardo hing sich an seine Hufe, konnte aber das Tempo 200m vor dem Ziel nicht mitgehen und wurde von Masked Crusader noch überholt.

Der weiche Untergrund war nicht unbedingt von Vorteil für Masked Crusader, der mit längerer Distanz und gutem Boden im Gruppe 1 Schweppes All Aged Stakes kam Masked Crusader dann immerhin bis auf eine Länge an den Sieger Kolding heran, war aber eigentlich als Favorit gestartet …. der fünfte Platz war daher eher eine Enttäuschung, auch wenn es alles in allem eine immense Leistung gewesen war, von dem letzten Platz 400m vor dem Ziel beim Einbiegen in die Zielgerade noch so weit vor zu laufen. Masked Crusder hat gut und gerne 10 Längen auf die Führenden gut gemacht in dieser kurzen Zeit, aber das war einfach zu viel und zu weit gewesen.

Nach der Winterpause gelang Masked Crusader dann allerdings so ein Schlusssprint auf etwas schnellerem Boden im McCafe The Heath 1100 Stakes, wo er das Feld tatsächlich in einem bemerkenswerten Schlusssprint von ganz hinten souverän aufrollen konnte, um dann rechtzeitig vielleicht 40m vor dem Ziel die Führung zu übernehmen.

Viel Platz für Fehler gab es da nicht und schon beim Gruppe 2 Bowermans Commercial Furniture Shorts iN Randwick gegen die talentierten Pacesetter Eduardo und Nature Strip zeigte sich, dass Masked Crusader mit dieser Takti schnell an seine Grenzen kommt – ein fünfter Platz mit ebensovielen Längen Rückstand war alles, was am Ende für den Schlusssprinter möglich war.

Mit einem weniger talentierten Front Runner im Feld gelang es Masked Crusader im ACY Securities Premiere Stakes dann aber wieder, das Feld komplett von hinten nach vorne aufzurollen – auch wenn es für den Favoriten fast schief gegangen wäre, denn es tat sich zunächst keine Lücke für ihn auf. Die Taktik außen im Feld in der Mitte der Bahn eine sichere Lücke zu suchen, ging bei dem breit gefächerten Feld leider nicht auf und T. Berry im Sattel reagierte gedankenschnell als sich innen eine Lücke abzeichnete – er zog Masked Crusader wieder nach innen, gab ihm die Sporen und schaffte es sich an die Fersen des Front Runners Adelong zu setzten und unter einem weiter strengen Ritt knapp durchzusetzen.

Das Tab Everest war viel härter mit gleich zwei sehr starken Front Runnern im Feld und weiteren talentierten Schlusssprinten, und Masked Cursader lies sich trotzdem bis zur Schlussphase des Rennens relativ weit zurückfallen, konnte aber dann in der Mitte der Bahn seine Lücke voll ausnutzen und konnte locker 5 Längen auf die Front Runner gut machen – nur ein Kopf hat gefehlt um Nature Strip, der das Feld über die Distanz geführt hatte, noch einzuholen.

Dafür sackte er Eduardo ein, der wohl heute das Tempo setzen wird, noch knapp ein. Eduardo wird heute wohl leichtes Spiel an der Führung bekommen und der Untergrund ist etwas schneller – das kann gefährlich für Masked Crusader werden, wenn er nicht aufpasst – spielt allerdings auch zu seiner Stärke, dem schnellen Sprint auf den letzten Metern….

Fast ein Toss Up zwischen den beiden, auf gutem Untergrund hat Masked Crusader aber die marginal bessere Form.

 


09.10.2021 – Caulfield – Neds Might And Power- Pick: Zaaki 1, Probabeel 2

Pferderennen in Australien

6:10 Neds Might And Power (Group 1)

Distanz: 1m2f | Alter: (3yo+)  Untergrund: Gut bis weich

Addiert Zaaki hier nach seinen Siegen im Doomben Cup, dem Q22, dem Tramway Stakes und dem Underwood Stakes einen weiteren Gruppe 1 Sieg zu seinem immens beeindruckenden Errungenschaften 2021? Die Chancen stehen gut, schließlich mag er es, wenn der Untergrund ein wenig weicher ist und die Konkurrenz ist in keinem Fall härter als das, was er bisher in der Saison in seinen Rennen so geschlagen hat.

Probabeel: Die Savabeel Tochter von Jamie Richards begann ihre Karriere 2018 und konnte 2019 dann einige Achtungserfolge erringen, namentlich die beiden zweite Plätze im Gruppe 2 Darley Tea Rose Stakes und dem Gruppe 2 Darley Flight Stakes, auf Gruppe 1 Niveau fehlte Probabeel in Roshehill am Ende nur ein Nacken für den Sieg und die ersten Gruppe 1 Ehren der noch so jungen Karriere.

Im Australian Oaks wurde sie dann eim Saisonabschluss im Sommer doch recht deutlich geschlagen was an der noch einmal 400m weiteren Distanz zusammen mit dem (eigentlich gewohnten) großen Feld und langsamen Boden zu liegen schien. Es war natürlich auch ein recht strammes Programm im Frühjahr gewesen mit einem Rennen ca. alle 14 Tage über 2 Monate und auch das hat sicher sein Spuren hinterlassen.

Jedenfalls ging es nach einer 133 tägigen Pause im Gruppe 3 Mostyn Copper Show County Quality Stakes wieder gut los mit einem erneut sehr knappen zweiten Platz und es war wenig überraschend, dass schon im nächsten Rennen in Randwick über 1400m endlich der verdiente – und überzeugende – Sieg auf Gruppenebene folgen sollte. Allerdings beließ es Probabeel nicht dabei und legte auf Gruppe 1 Ebene im TAB Epsom Handicap noch einmal nach. In dem beliebten und notorisch schwerem Handicap ging Probabeel die Sache sehr gradlining an.

Probaeel blieb gleich neben dem Pacesetter, ging dann beim Einbiegen in die Zielgerade dann nach innen an das Geländer und sparte dadurch auf den letzten Metern einiges an Raum, um dann beim Schlusssprint mit dem Geländer als Orientierungshilfe den besten Schlusssprint zu zeigen und knapp mit einer Länge zu gewinnen. Natürlich profitierte Probabeel auch von dem niedrigeren Gewicht in diesem Handicap, aber an dem Lauf gibt es nichts zu deuteln – der war sehr sehr stark von der Stute!

Wieder versuchte Probaeel danach den Schritt auf eine 200m längere Distanz im Cox Plate, die allerdings erneut misslang, denn wieder fehlten auf den letzten Metern die nötige Kraft, auf dem nunmehr weichen Boden gegen zu halten und fiel daraufhin auf einen siebten Platz zurück.

Nach der obligatorischen Sommerpause ging es dann 10 Tage später in das Gruppe 3 Lamaro’s Sth Geoffrey Bellmaine Stake in Caulfield, welches Probabeel wie schon zu erwarten auch souverän für sich entscheiden konnte. Die Sprintdistanzen waren klar ihre große Stärke, wie Probabeel danach gegen die hoch gehandelten Behemoth und Arcadia Queen auch auf dem selben Kurs im Lamaro’s Sth Melbourne Futurity Stakes zeige konnte.

In dem Gruppe 1 Rennen gegen ältere Konkurrenz konnte Probabeel trotz des gleichen Gewichts aus de eher hinteren Bereich des Feldes aus ihren Angriff auf die Führenden in der Mitte der Ban starten und mit ihrem Tempowechsel die ebenfalls anlaufende Arcadia Queen einige Lägen hinter sich lassen – extrem starker Antritt von Probabeel, die damit den nötigen Abstand zwischen sich und die später Zweitplatzierte Arcadia Queen brachte.

Der nachfolgende Wechsel auf den Kurs von Monee Valley, dieses Mal zum All Star Mile, brachte Probabeel allerdings erneut kein Glück und die Stute musste sich als Favoritin am Ende mit einem enttäuschenden und ernüchternden zwölften Platz zufrieden geben.

Mit etwas weniger Wasser im Boden verpasste Probabeel danach auf Gruppe 1 Ebene gegen das eigene Geschlecht den Sieg Moet & Chandon Queen Of The Turf Stakes über die selbe Distanz der Meile nur knapp mit einem kurzen Kopf. Extrem starke Leistung erneut und fast der dritte Gruppe 1 Erfolg in gerade einmal zwei Jahren für Probabeel.

Im Gruppe 1 Neds Sir Rupert Clarke Stakes im September musste sie mit 9-0 einfach zu viel Gewicht tragen, um ihren Schlusssprint noch gescheit anbringen zu können und danach war Zaaki im Quayclean Underwood Stakes einfach zu gut für sie – aber den zweiten Platz konnte sie am Ende ziemlich locker verteidigen und ich denke sie selbe Position wird Probaeel auch heute wieder einnehmen können

ZAAKI kommt aus dem Stall von Annabell NEASHAM die ihren Schützling im Jahr 2017 das erste Mal auf die Rennstrecke schickte. Um genauer zu sein ging Zaaki damals noch in England für Mohamed Moubarak an den Start, der mit ihm allerdings wenig Freude hatte und in seinem ersten Jahr nur einen zweiten Platz hatte feiern können. ZAAKI wechselte dann zu Sir Michael Stoute der ihn in England nach einer Pause über den Winter im Jahr 2018 weiterlaufen ließ und ein bisschen mehr Erfolg mit ihm hatte.
Zaaki gewann sein Debüt in Thirsk im April 2018 und sicherte sich danach in den kommenden vier Rennen jeweils einen ausgezahlten Platz, wobei er auch im Gruppenrennen in Haydock im August auf einen Platz kam, allerdings war er in diesem Rennen als Favorit gestartet, konnte aber die Distanz nicht durchhalten und wurde auf dem schnellen Untergrund auf den letzten Metern noch von zwei anderen Pferden überholt.

Der Versuch im Rose of Lancaster Stakes verlief damit klar unter den gesetzten Erwartungen und sein Trainer lies ihn in der aktuellen Saison nur noch ein weiteres Mal in York unter dem Star Jockey Frankie Dettori an den Start gehen, aber auch dieses Gruppe drei Rennen war klar außerhalb seiner Reichweite und er musste sich am Ende mit dem vorletzten Platz zufrieden gebe. Und auch wenn Zaaki in diesem Rennen einige Entschuldigungen hatte – so verpasste er den Start und hustete nach dem Rennen, schien also bei seinem letzten Start 2018 durch aus gesundheitlichen Probleme zu habe – so war seine Leistung in diesem Jahr 2018 insgesamt aber trotzdem unter den Erwartungen geblieben. In der Pause zu nächsten Saison wurde Zaakidann kastriert und starte nach der Winterpause im Mai erneut.

Im Mai 2019 schien er aufgrund der längeren Pause, der Operation, und des weiteren Trainings, ein anderes Pferd zu sein denn er gewann seinen ersten Start auf Listed Ebene im Paradise Stakes, einem Vorbereitungsrennen für das Queen Anne Stakes, mit einem Nacken gegen den hochgehandelten Barney Roy und dass Duo hatte beim Lauf zum Ziel den Rest des Feldes locker geschlagen und machte den Sieg unter sich aus.

Wieder verpasste Zaaki den Start in dem Rennen und musste sich zunächst mit einem der letzten Plätze in dem Feld zufrieden geben, wurde von seinem Jockey Frankie Dettori aber rechtzeitig zum aufholen des Rückstandes auf die Führenden geschickt, so dass er circa 200 m vor dem Ziel die Führung selbst übernehmen konnte und den Angriff von Barney Roy auf den letzten Metern abwehren konnte.

Das war die bis dato beste Leistung von Zaaki und wenn man bedenkt, dass der Konkurrent zu dieser Zeit deutlich höher gerated wurde, ist es nicht wirklich verwunderlich dass Zaaki gegen etwas leichtere Konkurrenz danach in Epson im Gruppe 3 Investec Diomed Stakes seiner Favoriten Rolle mehr als gerecht wurde und das Rennen relativ locker mit einer Länge gewinnen konnte.
Damit hatte er nun zwei black Type Rennen hintereinander gewonnen und ging im Juli 2019 mit viel Zuversicht nach Ascot, wo er auf Gruppe zwei Ebene über die Meile auf schnellem Untergrund im Summer Mile Stakes startete. Dieses Mal erwischt er den Start relativ gut, sortierte sich nicht ganz so weit hinten im Feld ein und ging wieder rechtzeitig in den Schlussprint, konnte aber dieses Mal auf den letzten 100 m den Angriff von Beat the Bank nicht abwehren, der an ihm vorbeizog und mit einer Nase Vorsprung das Rennen für sich entschied.

Das Rennen bekam am Ende noch eine sehr tragische Note, als nach dem Rennen festgestellt wurde, dass sich der Sieger Beat the Bank bei seinem Sieg tödlich verletzt hatte und wir damit das letzte Rennen von Beat the Bank gesehen hatten. So einen Abschluss braucht niemand und es ist eines der sehr tragischen Geschehnisse, die diesen Sport immer wieder begleiten.

Zaaki ging danach weiter nach Goodwood, wo er auf Gruppe 2 Ebene im Lennox Stakes nur einen siebten Platz erreichen konnte. Er war zwar wieder unter den Favoriten gehandelt worden, konnte aber über die schnellere Distanz von 1400 m nicht das nötige Tempo erreichen, um die Konkurrenten und Sieger unter Druck zu setzen. Es war also kein Wunder, dass Zaaki danach wieder über eine längere Distanz geschickt wurden und über die 1800 m in York auf Gruppe 3 Ebenen holte er im August 2019 auch wieder einen Sieg. Interessant an diesem Rennen war die neue Taktik von Zaaki, der sich dieses Mal hinter den Pacemakern einsortiert hatte und dementsprechend nicht wie sonst versuchte, das Feld von hinten aufzuräumen.
Wie dem auch sei, die neue Taktik hatte Erfolg und man versuchte die selbe Herangehensweise danach auf Gruppe zwei Ebene im Joel Stakes in Newmarket Noch einmal, aber die Konkurrenz rund um den Sieger Benbatl war deutlich zu stark für Zaaki. Allerdings ging es in diesem Rennen gegen das schnellste Pferd der Welt zu diesem Zeitpunkt, da kann man auch mal verlieren….

Immerhin sprang am Ende ein dritter Platz dabei heraus, es gab also wieder ein wenig Preisgeld.

Dann kam eine Entscheidung die ich bis heute nicht so richtig verstehe, denn sein Trainer entschied sich, Zaaki um die halbe Welt zu schicken und ihn in Hongkong im Hongkong Meyer starten zu lassen, ein Rennen wo er eine locker dreistellige Quote zum Start hatte, und dementsprechend gegen die weltbesten Pferde über die Meile auch keine Chance hatte. Diesen Trip hätte man sich vermutlich sparen können, aber er war ja nicht der einzige Starter Seines Trainers an diesem Tag also wurde er vermutlich einfach zusätzlich mit eingepackt.

Im Juni 2020 ging es dann wieder in England los, allerdings war die dritte Saison für Sir Michael Stoute nicht im Ansatz so erfolgreich wie die letzte und aus vier Starts konnte gerade einmal ein einzelner Platz 3 herausgeholt werden… Zaaki wechselte nach dieser Enttäuschung nach Australien wo er nach 200 Tagen für seine neue Trainerin Annabell Neasham das erste mal startete. Gleich bei seinem ersten Rennen wurde er in ziemlich tiefe Gewässer geschickt, so startete er im April 2021 im Doncaster Mile Auf Gruppe eins Niveau, und musste aufgrund seiner Erfolge in England auch noch ein relativ hohes Gewicht tragen. Der sechste Platz ging damit ziemlich in Ordnung, sind Trainerin hatte danach mit ihm auch erbarmen und ließ ihn in einem Gruppe drei Handikap in Randwick auflaufen. Dort verpasst er den Sieg nur mit einem Kopf und unter festgesetzten Gewichten auf dem Kurs Gold Coast gelang Zaaki im Gruppe 2 Hollindale Stakes dann auch der erste Sieg Down Under.

Er war wieder als Favorit gestartet und hatte Konkurrenten wie Avilius und Humidor gegen sich die er in der Vergangenheit schon geschlagen hatte – aber auch beim erneuten Aufeinandertreffen im Channel 7 Doomben Cup auf Gruppe 1 Ebene im Mai 2021 machte Zaaki kurzen Prozess mit der Konkurrenz. Brandenburg lief das Rennen seines Lebens und zeigte eine herausragende Leistung von der Front aus, die dem Außenseiter eine verdienten dritten Platz einbrachte, aber Zaaki ging neben ihm in die Zielgerade und beschleunigte dann nach der letzten Kurve deutlich, jeder andere Konkurrent, der versucht hatte das Feld am Ende von hinten aufzurollen schaute in die Röhre als Zaaki sich locker auf über 7 Längen absetzte  – keine Chance da noch ran zu kommen.

Ganz so groß war der Vorsprung im Sky Racing The Q22 danach nicht, Zaaki fiel auf der Rückgeraden erst ein wenig zurück wurde dann von J. McDonald aber wieder schnell hinter den Front Runner gebracht, von wo aus er seinen Angriff wie das letzte Mal nach dem Einbiegen in die Zielgerade startete. Zunächst blieb der Jockey fast regungslos auf Zaaki sitzen, was auch reichte um seinen Schützling als Ausnahmepferd in die Führung zu schicken, allerdings musste auch Zaaki dann zumindest mit Händen und Füßen geritten werden, um die näher kommende Wand aus Pferden auf Abstand zu halten, was dann aber auch wieder spielend leicht gelang

Im Gruppe 2 Fujitsu General Tramway Stakes lies Zaaki keine Fragen aufkommen, warum er als Favorit gehandelt wurde, obwohl die Distanz deutlich geringer war und man die Sprintdistanz von 7f  etwas kritisch beäugte. Aber kein Grund zur Sorge, Zaaki holte sich den Sieg mit einem Sprint in der Mitte der Bahn 200m vor dem Ziel, als er seine Beschleunigung voll ausspielen konnte und die anderen locker abhängen konnte. Dass seine Marge sich zum Ziel wieder ein wenig auf 1.5 Lägen reduzierte, lag vor allem daran, dass James McDonald es etwas langsamer angehen lies und die anderen dadurch wieder etwas herankommen konnten – aber er lies keinen Zweifel daran aufkommen, wer hier das Sagen hatte in dem Rennen.

 

Über etwas weitere Distanz im Quayclean Underwood Stakes auf Gruppe 1 Ebene startete der Angriff von Zaaki auf die Pacesetter einen kleinen Tick später, da er innen an der Bahn kurz festsaß und sich erst einmal freischütteln musste, danach reichte ein Handritt von seinem neuen Jockey Craig Williams aus, um Zaaki an die Front zu schicken, allerdings blieb der Rest der Pferde dran an Zaaki (tja, Gruppe 1 Niveau eben, das ist schon was anderes), so dass Zaaki letztendlich doch einen (genau einen) Schlag mit der Peitsche bekam, was ausreichte um ihn mehrere Länge vor das Feld zu bringen.

Er sollte mit dem wieder auflaufenden Probabeel keine Probleme haben, dem ich hier aber wieder solide den zweiten Platz zutraue.

 


02.10.2021 – Flemigton – TAB Turnbull Stakes – Pick: Verry Elleegant (+Incentivise)

Pferderennen in Australien

07:45 TAB Turnbull Stakes | Gruppe 1 

Für 4jährige und ältere Pferde | | Distanz: 2.011 m | Preisgeld: 722.275 USD | Flachrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Verry Elleegant hat im Fujitsu General George Main Stakes  die kleine (Sehr kleine) Durststrecke mit zwei zweiten Plätzen hintereinander beendet und mit ihrem beeindruckenden Lauf die Zielgerade lang sogar den entfleuchten und kaum noch zu kriegenden Front Runner Rodini einsammeln.

Der ist heute nicht mit von der Partie, dafür aber Incentivise, der mit seinem Sieg im Makybe Diva Stakes über Mo’Unga sein bisher bestes Rennen gezeigt hat und nunmehr seit sieben Rennen ungeschlagen ist.

Diese ungeschlagene Bilanz setzt er heute auf Spiel, aber seine Chancen stehen gar nicht schlecht die Titelverteidigerin vom Thron zu stoßen – und auf die beiden wird es ankommen.

Meiner Meinung nach hat Verry Elleegant über die Distanzen von 2000m und mehr ihre besten Rennen gezeigt – das gilt allerdings auch für Incentivise, der die Konkurrenz im Tattersall’s Cup über 2400m an die Wand gespielt hatte. Weicher Untergrund macht beiden nicht aus und beide sind in bestechender Form…. ich muss allerdings wieder mit der Stute gehen, weil Verry Elleegant mit ihren ganzen Gruppe 1 Siegen und Erfahrungen und Siegen als Stute doch immer noch ein wenig leichter unterwegs ist und sie definitiv der bisher härteste Test für Incentivise sein wird. Da die beiden sich von den Quoten her nichts geben, gehe ich eben wieder mit der Stute.

Allerdings: Beide rangieren derzeit bei ca. 2.8 von den Quoten her. Eine Wette auf beide ist für mich schon eine Art „Safebet“ und ein klarer Dualcast – wer also das Risiko scheut und mit 0.8 zufrieden ist, wettet auf beide.

Verry Elleegant: Die Zed Tochter wird von dem Star Trainer Chris Waller trainiert, der schon die Wunderstute Winx zu dem gemacht hat, was sie ist – eine, wenn nicht die beste Stute, die in den letzten Jahrzehnten in den Galopprennen teilgenommen hat.

Und wie schon ihr großes Vorbild Winx kommt Verry Elleegant mit dem Alter erst so richtig in Fahrt, musste aber überraschend beim Lexus Melbourne Cup eine recht herbe Niederlage einstecken im November 2020 und kam danach im Yulong Apollo Stakes  auch „nur“ auf einen dritten Platz, besserte sich dann im Februar im Chipping Norton Stakes und gewann knapp gegen ihre vorherige Bezwingerin Colette. Das erneute Duell heute wird sehr, sehr spannend. Sie mag weiche Böden und wird diesen wohl heute bekommen, dass könnte erneut der große Vorteil von ihr sein.

Die Karriere von Verry Elleegant begann für den ebenfalls sehr erfolgreichen Trainer Darren Wei, der sie im Jahr 2018 nach ihren ersten Starts in Neuseeland auf den Kursen in Flemington und Caulfiedl auflaufen lies. Da Verry Elleegant bereits in ihren ersten Rennen einiges an Potential gezeigt hatte, wartete Darren Weir nicht lange und lies sie nach dem Wechsel nach Australien sogleich auf Gruppenebene starten.

Den Anfang machte das Gruppe 2 Tab Edward Manifold Stakes, welches von den Favoritinnen Krone, Amphritite und Verry Ellegant unter sich ausgemacht wurde und wo Verry Elleegant auf Anhieb einen guten dritten Platz blegen konnte. Weiter ging es in Caulfield im New Zealand Bloodstock Ethereal Stakes, was allerdings trotz des großen Feldes deutlich leichter besetzt war und so von der nun als Favoritin auftretenden Verry Elleegant dominiert werden konnte.

Mit dem erste Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Gepäck ging es zurück nach Flemington zum Mumm Wakeful Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleegant auch wieder als Favoritin auftreten dürfte, aber entgegen der in sie gesetzten Erwartungen erneut den Anschluss an die Konkurrentinnen nicht halten konnte und sich klar geschlagen geben musste. Sie hatte nicht den besten Renneverlauf und auch einige andere Entschuldigungen, wie die um 400m erweiterte Distanz, was allerdings für das nachfolgende, noch einmal um 400m längere Oaks nicht unbedingt die besten Vorzeichen waren.

Trotzdem lies man Verry Elleegant erneut als eine, bzw. die Favoritin Kennedy Oaks in Flemington auflaufen, und wie schon zuletzt im Wakefull Stakes gelang es der ambitionierten Stute und ihrem Team nicht, in dem 2400m Rennen den Anschluss an die Führenden zu halten und man musste sich ein weiteres Mal mit einem deutlichen Rückstand von über fünf Längen zufrieden geben.

So richtig zufrieden konnte man damit natürlich nicht sein und Verry Ellegant wechselte von Darren Weir zu Chris Waller, der die Stute über den australischen Sommer bis in den Februar 2020 weiter ausbildete und ein weiteres Mal nach Flemington schickte.

Dort startete sie am 16 Februar im Gruppe 3 Vanity Stakes, und nach den letzten Niederlagen, u.a. gegen die Favoritin Amphitrite, war man etwas mistrauisch wie sich Verry Elleegant wohl an diesem Tag schlagen würde – die Antwort war: Gar nicht mal so schlecht!

Zwar fand sie wieder ihre gewünschte Lücke etwas zu spät und Amphitrite hatte zu viel Vorsprung vor ihr gewinnen können, aber die Art, wie sie das Feld dann im Wahnsinns Tempo aufrollte, wusste zu gefallen und lies auf mehr hoffen. Mehr gab es dann im Phar Lab Stakes genau einen Monat später auf Gruppe 2 Ebene, wo Verry Elleganz mit ihrem beeindruckenden Schlusssprint das Feld rund um ihre Verfolgerin und spätere Gruppe 1 Siegerin Seabrook mit über 3,5 Längen deklassieren konnte. Mit einem derart dominanten Sieg auf Gruppe 2 Ebene war es natürlich nicht verwunderlich, dass Verry Elleeganz direkt im selben Monat noch eine Klasse weiter aufsteigen wollte und es Ende März 2019 im Vinery Stud Stakes noch einmal probierte.

Auch dort blieb Verry Ellegant zunächst im hinteren Bereich des Feldes, und als die Konkurrenten wie Seabrook ihren Schlusssprint begonnen hatten, um die Pacesetterin Greysful Glamour wieder einzutüten, war die Favoritin immer noch hinter einer Wand aus Pferden und musste sich erst nach außen in die Mitte der Bahn begeben, um freie Bahn für den gwünschten Schlusssprint zu bekommen, was noch einmal einige Längen kostete. Dann aber sprintete sie an die Front und setzte sich einige Längen ab, musste sich aber spät im Rennen dem Angriff von Frankly Awesome erwehren, und die Beine der Favoritin wurden zunehmend schwerer – aber sie hielten! Verry Ellegant feierte damit verdienter Maßen ihren ersten Gruppe 1 Sieg in der zweiten Saison – und legte gleich zwei Wochen später noch einmal im Gruppe 1 Heineken Plate nach!

Das 2400m Rennen war auf dem Papier ein wenig leichter als das letzte, auch wenn mit Frankely Awesome die Hauptkonkurrentin wieder mit von der Partie war. Wieder musste Verry Elleegant weit in die letzte Kurve gehen und ein wenig Boden auf die anderen verlieren, aber wieder konnte sie in der Mitte der Bahn Fahrt aufnehmen und einen Konkurrenten nach dem anderen einsammeln. Frankely Aweseome hatte ziwschenzeitlich die Führung übernehmen können und war wie schon zuvor dem Feld ein paar Meter entflohen, aber Verry Elleegant und Scarlet Dream kamen in der Mitte der Bahn herangeschossen um die immer schwächer werdende Fankely Awesome auf den dritten Platz zu verdammen.

Mit dem Doppel in australischen Gruppe 1 Rennen konnten sich Chris Waller und Verry Elleegant zufrieden in die Winterpause verabschieden, die im August 2019 mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde. Was allerdings komplett anders verlief, als gehofft. Denn aus dem erhofften glorreichen Wiedereinstieg wurde nichts, Verry Ellegaant wirkte nach der viermonatigen Pause unkonzentriert und müde, konnte auf den letzten Metern nichts von ihrem erwarteten Geschwindigkeitsschub zeigen und trottete mehr oder minder hinter dem Feld her, welches von der herausragenden Samadoubt über die Strecke geführt wurde. Lag es an der deutlich kürzeren Distanz? Schließlich hatte sie ihre letzten beiden Siege über 2400 m bzw 2000 m erringen können, und die Kürzung von einem Kilometer Distanz schien Verry Elleegant absolut nicht zu behagen.

Auch im nachfolgenden Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes über die Distanz der Meile lies Verry Elleegant jede Spritzigkeit vermissen und kam wieder genau 3,8 Längen hinter dem Sieger ins Ziel, der dieses Mal Avilius hieß.

Es schien klar zu sein, dass der etwas weichere Boden kombiniert mit der kürzeren Distanz nicht im Sinne von Verry Elleegant zu sein schienen, und so hatte Chris Waller ein Einsehen und lies seine Stute das nächste Mal im Gruppe 2 Active Hill Stakes lieber über die Distanz von 2000m auflaufen, was Verry Elleeganz sogleich mit einer Formsteigerung und dem nächsten Gruppensieg quittierte – allerdings längst nicht so dominant, wie sie es zuvor getan hatte!

Stattdessen lief Samadoubt als Front Runner dem Feld wieder davon, konnte an der Innenbahn mächtig an Boden sparen, während Verry Elleegant weit außen in die Zielgerade ging, und dann alles geben musste, um sich cm um cm an den Führenden heran zu kämpfen und ihn auf der Linie mit einer Nase Vorsprung zu überholen. Das nennt man dann wohl Punktlandung – oder Glück gehabt.

Das sahen wohl auch die Experten so, die Verry Elleegant für das Gruppe 1 Cox Plate mit der Favoritin Lys Gracieux als klare Außenseiterin einstuften – und sie sollten Recht behalten, in diesem gut besetzten 2040m Rennen hatte sie keine Chance, um den Sieg mitzuspielen und musste sich mit Platz 12 und 10 Längen Rückstand abfinden – das war noch deutlich eine Klasse zu hoch für sie und scheinbar brauchte sie etwas mehr Training, denn mit dem Cox Plate ging die Saison 2019 auch schon wieder zu Ende für Verry Elleegant, die erst nach dem Hochsommer im Februar ihr Comeback feierte.

Als Ziel ihres ersten Rennens wählte Chris Waller das Gruppe 2 Aquis Apollo Stakes in Randwick, wo sie gegen Hochklassige Konkurrenten wie Dreamforce, Alizee oder Happy Clapper ran musste, was keine einfache Aufgabe war. Dieses Mal versuchte Verry Elleegant über die Innenbahn an die Pacesetter heran zu kommen, welche aber in Form von Alizee zu viel Kraft hatte und die Konkurrentin einfach stehen lies. Verry Elleegant beendete das Rennen dort, wo sie ihren Schlusssprint begonnen hatte, nämlich hinter einer Wand von Pferden und ohne Chance, an diesen noch vorbei zu kommen.

Irgendwie fehlte ihr ihre Spritzigkeit, ihr Tempowechsel, der sie im vergangenen Jahr so gefährlich gemacht hatte. Stattdessen waren ihre Rennen mehr Arbeit und Kraftaufwand, was sich auch im Gruppe 1 Chipping Norton Stakes nicht änderte, aber sie schien aus ihren vorherigen Rennen dazugelerngt zu haben, denn sie lies sich nicht so weit zurückfallen wie sonst und versuchte zudem, an der Innebahn etwas Raum zu sparen, was ihr auch bis zum Einbiegen in die Zielgerade gut gelang.

100m vor dem Ziel schaffte sie es sogar, sich an die Front des Feldes zu setzten, wurde dann aber noch von Te Akau Shark überholt und musste sich trotz starker Leistung mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Auch im nachfolgenden Ranvet Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Rosehill erging es ihr wieder so, auch wenn sie erneut ihre Taktik ein bisschen an das kleinere Feld angepasst hatte. So startete sie ihren Angriff deutlich früher und kam bereits in der letzten Kurve, vor einbiegen in die Zielgerade, gleichauf mit Addeyb, konnte den Konkurrenten aber nicht dauerhaft hinter sich halten und musste erneut mit einem zweiten Platz vorlieb nehmen, schien aber mit diesem Rennen immer besser in Form zu kommen und belohnte sich letztendlich im Gruppe 1 Kia Tancred Stakes Ende März mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg, und fast war es so, als hätte man die Zeit einfach zurückgedreht.

Sie hielt sich wieder etwas mehr im Hintergrund während des Rennens, kam weit in die letzte Kurve und beschleunigte in der Mitte der Bahn famos, um am Ende einen lockeren 4,3 Längen Sieg feiern zu können. Der weiche Boden schien ihrem neuen Stil in die Karten zu spielen und Ausdauer konnte sie über die 2400m zur Genüge präsentieren und fast konnte man glauben, dass sie sich beim nächsten Duell mit Addeyb im Queen Elizabeth Stakes im April rächen könnte – der Front Runner machte allerdings schon mit seinem Move 400m vor dem Ziel klar, dass er nicht daran dachte den späten Sprintern eine Chacne einzuräumen und setzte sich schnell einige Meter ab, gefolgt von Danon Premium, der sehr gefährlich in der Mitte der Bahn neben ihm auflief, aber 100m vor dem Ziel offensichtlich die Kraft verlies. So konnte sich Verry Elleegant einen weiteren zweiten Platz sichern, hatte aber keine Chance Addeyb in irgend eine Art von Gefahr zu bringen

Sie reduzierte danach im Winx Stakes im August ihre Distanz erheblich, was am Ende mit einem weiteren Gruppe 1 Sieg gedankt wurde, wenn auch nur wieder sehr sehr knapp, den Star Of The Seas saß ihr mit einer Nase im Nacken und hatte 100m vor dem Ziel sogar die Führung übernommen. Verry Elleegant hatte das Feld außen überholt in der letzten Kurve und ging an die Front, musste dann aber Star Of The Seas abwehren, der sich kurzeitig selbst sie Führung hatte sichern können – aber Verry Elleegant kämpfte und gewann am Ende über die 1400m verdient. Im nachfolgenden Fujitsu George Main Stakes kam Verry Elleegant mit ihrer Taktik das Feld von hinten aufzurollen dieses Mal nicht durch, als Kolding und Sea Of The Stars das Tempo über 1600m beim einbiegen in die Zielgerade anzogen und Verry Elleegant keinen sauberen Weg durch die anderen Konkurrenten fand und zu spät zu viel Boden gut zu machen hatte.

Im größeren Feld im Turnbull Stakes hielt sich die Stute dann lieber gleich beim links drehenden Kurs außen am Feld und nahm in Kauf, etwas mehr Boden in der Kurve gut machen zu müssen als innen wieder im Pulk der Pferde fest zu stecken, und auch wenn es am Ende ein Kraftakt war, gewann sie ihr nächstes Gruppe 1 Rennen wieder mit einem denkbar knappen Vorsprung. Aber Sieg ist Sieg, und einen Gruppe 1 Siege nimmt man gerne, egal wie knapp er war. Das Rennen über die 2000m war sehr stark besetzt gewesen und dass sie die Stute, noch zudem mit recht hohem Gewicht, hier hatte durchsetzen können, war schon sehr beeindruckend gewesen!

Im Gruppe 1 Caulfield Cup legte die Stute dann über noch weitere Distanz ( 2400 m )  noch einmal nach und schnitt gerade rechtzeitig den Weg von Anthony Van Dyck, um dessen Momentum auf der Außenbahn auszubremsen und dessen Lauf zu resetten, um ihn auf der Ziellinie dann 200m später knapp einen Nacken hinter sich zu haben. Die beiden hatten sich den Weg außen am Feld ausgesucht, und wenn Anthony Van Dyck sich hätte losreißen können, wäre er sicher schwer zu fangen gewesen, so aber konnte sich Verry Elleegant vor ihn setzten und kurz ausbremsen, während sie selbst ihr Momentum aufbaute. Wieder eine starke Leistung, und nachdem sie nun zwei Mal ihre Distanz erheblich erweiterte hatte, war auch der Versuch über die  3200m im Lexus Melbourne Cup nicht ganz verrückt – die Distanz ewies sich aber am Ende dann doch als zu weit für Verry Elleegant, die in ihrer ganzen Karriere noch nie über 3000m gelaufen war. Das kann man verzeihen, gerade in dem extrem straken Feld im Lexus Melbourne Cup aber auch nach einigen Wochen Pause im Februar 2021 im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene kam sie über 1400m zu spät, um Colette auf der Zielgeraden noch einsammeln zu können.

Dabei war die Sprintdistanz von 1400m schon eher wieder nach dem Geschmack von Verry Elleegant, die über diese Distanz im August 2020 das Winx Stakes knapp gewonnen hatte – allerdings über schnelleren Boden. Sie kommt eigentlich mit weichem Boden gut zurecht, hatte allerdings dieses Mal auf der Zielgeraden nicht das Tempo, um auf den letzten 200m signifikant Boden auf die Siegerin gut zu machen und musste sich selbst dem Front Runner Kolding geschlagen geben – klar, sie hatte 400-500m vor dem Ziel das Problem, dass sie keinen freien Lauf fand und sich am Innengeländer eingeklemmt wiederfand, aber 200m vor dem Ziel war sie eben frei und so richtig viel Kick konnte sie dennoch nicht zeigen – der kam aber auf weichem Boden im Chipping Norton Stakes wieder, als sie das Feld außen umrundete und damit freie Bahn für ihren Angriff kam. Das allerdings kostete sie auch einiges an Raum und Colette und Avilius gingen mit kleinem Vorsprung in die Zielgerade, aber Verry Elleegant kämpfte hart und gewann am Ende mit einem Nacken gegen ihre dicht gepackten Verfolger.

Eine Wiederholung des Rennens könnte so oder so ausgehen, so knapp ging es aus, jeder der fünf ersten hätte sich am Ende durchsetzen können, im Gruppe 1 Ranvet Stakes genau einen Monat später am 27.03.201 ließ Verry Elleegant allerdings keine Zweifel daran aufkommen, wer den Sieg am Ende verdient hatte – Addeybb konnte sich die Führung dieses Mal nicht sichern und musste diese Position Angel Of Truth überlassen, was ihn weiter außen auf die Bahn brachte und seine Taktik das Tempo an der Spitze zu bestimmen ruinierte. Er kam zwar gut auf die Zielgerade, konnte da aber nicht die nötige Beschleunigung aufbieten, um den Angriff von Verry Ellegant abzuwehren, die schnell vor Addeyyb zog und sich gut eine Länge absetzte. Sehr starker Lauf und eine Wiederholung hätte sich bei dem erneuten Duell im Queen Elisabeth Stakes sicher ausgereicht, um Addeybb zu schlagen, allerdings musste Verry Elleegant dieses Mal auf schnellerem Boden ran, und das mochte sie nicht ganz so sehr – die beiden Favoriten kamen auf den ersten beiden Plätzen in Ziel – und das war wohl auch der Grund warum Verry Elleegant nach einer kleinen Pause ebenfalls auf schnellem Boden (oder schneller als sie es mag) im Winx Stakes Mo‘Unga unterlag, der der bessere Untergrund offensichtlich deutlich besser lag und das entscheidende Bisschen schneller war als Verry Elleegant, um sich den bisher wichtigsten Gruppe 1 Sieg der noch kurzen Karriere zu sichern.

Beim zweiten Start nach der Pause im australischen Winter / Frühling bekam Verry Elleegant dann im George Main Stakes aber den gewünschten weichen Boden und konnte ihre Stärke voll ausspielen – und das musste sie auch, denn der talentierte Front Runner Riodini hatte sich auf der Zielgeraden mit einem überraschenden Tempowechsel einige Längen absetzten können und war gefährlich weit vor dem Feld, wurde aber durch den langsamen Boden etwas abgebremst, während Verry Elleegant und Think It Over heranschossen und zumindest Verry Elleegant sich an der Innenseite auch vorbeischieben konnte – starke Leistung und vielleicht die nächste Vorlage für den nächsten Sieg?

 

Incentivise: Der Shamus Award Sohn von Trainer P. Moody begann seine Karriere im August 2020 in Ipswich mit einem neunten Platz, was auch sein einziger start in der ersten Saison bleiben sollte. 2021 ging es allerdings zunächst so weiter mit zwei klaren Niederlagen in Eagle Farm und über 450m mehr (1850m!) in Toowoomba mit einem abgeschlagenen achten Platz.

Dass er das besser kann zeigte Incentivise dann mit dem Wechsel zu weichem Boden und dem Kurs Sunshine Coast, wo er gleich zwei Rennen hintereinander gewinnen konnte. Aber er war da noch lange nicht fertig und lies über 2150m einen weiteren Sieg in Toowoomba folgen, wo er die Konkurrenz mit über 7 Längen Vorsprung zerstörte. Noch ein bisschen mehr Vorsprung holte Incentivise im Venue Mode Benchmark 80 Handicap in Eagle Farm und dem Channel Seven Winter Provincial Stayers Handicap in Ipswich  – beides im Juni – heraus, wo er die Konkurrenz nach belieben deklassierte.

Auch im 2400m Tattersall’s Cup auf dem Kurs in Eagle Farm über 2400m bei seinem ersten Schritt rauf in die Gruppenebene lies Incentivixe keinen Zweifel an seiner Klasse, als er vor dem Einbiegen in die Zielgerade mit an die Spitze ging und nach dem Einbiegen in die Zielgerade das Tempo gehörig anzog. Es sah aus als ob die anderen einfach stehen bleiben würden und ich liebe ihn über die langen Distanzen und langsamen Boden – und ein bisschen habe ich mir Sorgen gemacht, als er im Maybe Diva Stakes über die Meile antrat – dafür gab es aber eine gute Quote und ich habe ihn gerne als EW Wette empfohlen – und mich natürlich sehr gefreut, dass er zu einer guten 7er Quote getroffen hat.

Das Rennen selbst war eine relativ knappe Angelegenheit, Incentivise führte das kleine Feld über die gesamte Strecke und ging damit auch innen bodenschonend auf die Zielgerade – aber Tofane ging mit und setzte den Front Runner unter Druck, bis ihm 50 vor dem Ziel die Puste ausging. Die spät heranstürmenden Sir Dragonet und Mo’Unga kamen zu spät und Incentivse feierte seinen bisher größten Erfolg.

Zurück auf passender langer Strecke wird er zeigen müssen, ob er die Star Stute Verry Elleegant schlagen kann – das Potential dazu hat er jedenfalls! Ein Tick bessere Quote und ich würde ihn gerne bewetten – aber die Letztjahressiegerin Verry Elleegant ist ein echt schwerer Brocken.

 

Colette: Die  Hallowed Crown Stute von  B. Cummings startet für das erfolgreiche Godolphin Syndikat, und sie tut derzeit in Australien alles dafür, dass ihr Trainer mit ihr mehr als zufrieden sein kann. Ihre Karriere begann im Dezember 2019, und seitdem ist Colette ziemlich aktiv gewesen in Austrlien. Bei ihrem ersten Maidenrennen in Hawksbury war sie noch etwas grün hinter den Ohren und musste sich weit hinten im Feld einordnen, aber schon beim zweiten Rennen zeigte sie, dass sie ordentlich dazu gelernt hatte und belegte hinter der Siegerin einen knappen zweiten Platz, der erst wenige Meter vor dem Ziel entschieden worden war. Beim dritten Rennen hob sie die Distanz ein wenig an und versuchte sich das erste Mal über 1600m, was erneut mit einem zweiten Platz belohnt wurde, wenn auch dieses Mal deutlich weiter hinter der Siegerin Fulmina, die sich einen bequemen 2 Längen Vorsprung hatte sichern können.

Trotzdem, es schein als habe Colette die nötige Ausdauer um auch über noch längere Distanz laufen zu können, so dass ihr Trainer sie im Februar in Newcastle in das Cuppa Joes Class 1 Plate schickte – und das mit überragendem Erfolg! Nach zwei mehr oder minder knappen zweiten Plätzen schoss Colette bei dem ersten Versuch über 1885m über sechs Längen vor den Konkurrenten durch das Ziel und sammelte das 35k$ Rennen mit Leichtigkeit ein. Die Konkurrenz war allerdings auch nicht der Rede wert und im Shellharbour Benchmark Plate wurde es dann schon ein wenig knapper – auch wenn hier der Vorsprung von „nur“ zwei Längen über die Leichtigkeit hinweg täuschte, mit der Colette das Rennen gewann – da wäre sicher auch noch ein wenig mehr drin gewesen, schließlich hat sie sich erst 100m vor dem Ziel an die Front begeben können und dem Feld davon rennen können. Wie gesagt, hier wäre deutlich mehr drin gewesen.

Im April hat sie sich dann das erste Mal in einem Gruppenrennen versucht, dem Gruppe 3 Adrian Knox Stakes – und wieder konnte Colette das Rennen locker gewinnen. Dieses Mal gab sie 500m vor dem Ziel Gas und setzte zur Verfolgung der beiden Front Runner an, die sich einige Längen vom Hauptfeld abgesetzt und ihren Schlusssprint begonnen – allerdings hatten sich trotz 3-4 Längen Vorsprung keine Chance, Colette und ihren Angriff noch abzuwehren.

Dann startet sie nach nur einer Woche erneut, auf deutlich höherem Niveau im Gruppe 1 The Star Australian Oaks, machte aber das meiste aus ihrem Erfolgsmomentum und gewann auch dieses Rennen –  und dass überdeutlich mit mehr als 2,5 Längen Vorsprung, eine gigantische Leistung mit nur so wenig Zeit zwischen den Rennen und ein Fingerzeig in Richtung der neuen Saison, in die sie knapp fünf Monate später in Randwick starten sollte.

Das erste Rennen gegen ältere Pferde verlief im Drinkwise Tramway Stakes allerdings sehr enttäuschend mit einem zehnten Platz, der fünfte Platz (von 7 ) im Gruppe 1 Fujitsu George Main Stakes nur zwei Wochen später dagegen war mit unter vier Längen Rückstand schon fast wieder besser als erwartet, einen Eindruck, den die Stute im Gruppe 1 Epsom Plate mit einem sechsten Platz, nur zwei Längen hinter dem Sieger, noch einmal bestätigte. Klar, sie war nie in der Lage den Siegern der Rennen gefährlich zu werden, lief aber besser als ihre Außenseiterquote vermuten lies – so gesehen war es kein Wunder, dass sie zurück gegen gleich alte Konkurrenz im Gruppe 1 The Golden Eagle Stakes in Rosehill im Oktober einen knappen Sieg feiern konnte – und das in einem stark besetzten, großen Rennen gegen männliche Konkurrenz!

Das dieses Rennen im Oktober kein Einzelfall war, zeigte sie dann nach ihrer kleinen Pause über den australischen Sommer im Februar im Yulong Apollo Stakes auf Gruppe 2 Ebene. Das Rennen war mit Verry Elleegant als Favoritin und Kolding als Pacemaker wieder gut besetzt gewesen, aber Colette verhielt sich Clever und Rachel King setzte die Stute hinter die konkurrierenden Front Runner Kolding und Prince Fawaz und machte ihren Move erst beim Einbiegen in die Zielgerade, wo sie schnell am schwächer werdenden Prince Fawaz und dann 250m vor dem Ziel auch Kolding vorbeizog. Die Favoritin versuchte noch einen Angriff zu starten, war aber zu spät in die freie Bahn geschwenkt und konnte in der Mitte der Bahn nur moderat an Boden gut machen – Colette muss heute von weiter außen starten und wird wahrscheinlich nicht eine ganz so schöne Position wie beim letzten Rennen bekommen, hat aber ziemlich locker gewinnen können, so dass sie, guten Start vorausgesetzt, auf eine 100%tige Wiederholung des letzten Rennens beim nächsten Aufeinandertreffen im Chipping Norton Stakes hoffen konnte.

Das Rennen verlief zunächst voll nach Plan, Colette stürmte aus den Toren und setzet sich an die Front, allerdings setzte sich dann Kolding an der Front durch und Colette lies ihn ziehen, dann setzte sich aber auch noch Funstar neben Colette und zwang sie mehr nach außen, Colette driftete beim Einbiegen in die Zielgerade sogar noch weiter, fing sich aber und ging an die Front, wurde dann aber in einem spannenden vier Konkurrenten Finisher noch von Verry Elleegant ein und überholt!

Das war super spannend und super knapp und Colette verlor nichts von ihrer Form in diesem Rennen – ganz im Gegensatz zum Gruppe 3 Bisley Workwear Stakes, wo Colette zunächst am Start eingeboxt wurde und wenig Raum hatte sich zu entwickeln und dann zu viel zu tun hatte, um Toffee Tongue noch einzuholen – da fehlte am Ende eine einzige Länge für die Favoritin, obwohl das Rennen fast 400m länger war als das letzte. Das störte Colette allerdings nicht und sie scheint auch die längeren Distanzen gut bewältigen zu können, scheiterte aber beim nächsten Duell mit Verry Elleegant im Ranvet Stakes deutlich und wurde auch im Queen Of The Turf Stakes in Randwick im April mit einem vierten Platz und über 2 Längen Rückstand deutlich geschlagen…. den selben Rückstand hatte sie dann auch im Memsie Stakes, musste daher mit einem sechsten Platz Vorlieb nehmen. 2021 ist bisher alles andere als erfolgreich für Colette, aber ich and ihren fünften Platz im Maykbe Diva STakes gar nicht schlecht und kann mir einen Platz hier durchaus vorstellen  – auch wenn Sir Dragonet die logischere Wahl ist, gefolgt von Persan

 

 


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