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12.12.2021 – Sha Tin – Longines Hong Kong Cup – Pick: Loves Only You + Dubai Honour

Pferderennen International

9:30 Longines Hong Kong Cup (Group 1)

Distanz: 1m2f | Alter:  (3yo+) (Course A) (Turf) (3yo+)

Das letzte Rennen am Sonntag Abend für uns – der Hong Kong Cup. Und es verspricht ein extrem spannendes Rennen zu werden

 

Loves Only You: Die Deep Impact Tochter aus Japan hatte 2021 ein sehr erfolgreiches Jahr und konnte unter anderem im Februar das Gruppe 2 Kyoto Kinen von einer guten Position hinter den Pacesettern gewinnen und sie verkaufte sich auch in Meydan im Longines Dubai Sheema Classic mit ihrem dritten Platz durchaus gut, vor allem wenn man bedenkt dass sie da als klare Außenseiterin gehandelt wurde.

Dann gewann sie den hoch dotierten FWD QEII Cup in Sha Tin / Hong Kong gegen Glory Vase mit einem saustarken Lauf die Mitte der Bahn hinunter. Das Rennen ist notorisch stark besetzt und ein Sieg dort machte sie hier beim Breeders‘ Cup natürlich zu einer der Favoritinnen – vor allem weil sie ihre Form mit einem zweiten Platz im Sapporo Kinen im August zurück in Japan zumindest halten konnte.

Und wie von mir vorhergesagt gewann Loves Only You das BC Filly & Mare Turf beim Breeders Cup in Del Mar Anfang November auch souverän mit schöner Quote. Going To Vegas übernahm die frühe Führung in dem Rennen, was bei einem der Favoriten alles andere als eine Kleinigkeit ist, wenn er die Führung derart leicht bekommt. Am Ende war das allerdings kein Problem, denn nach dem Einbiegen in die Zielgerade setzte sich das Quartet aus Loves Only You, Love, My Sister Nat und Warlike Goddess vom Feld ab und machte das Rennen unter sich aus – was auch kein Wunder war, denn alle Favoritinnen waren beim Schlusssprint mit dabei, nur My Sister Nat hatte sich als Außenseiterin dazugemogelt (und meinen Trifecta ruiniert). Zunächst sah es nach einem 1-2 für Warlike Goddess und Love aus, bis Love urplötzlich an Kraft verlor und die anderen ziehen lies, und auch Warlike Goddess war das Duell nicht bekommen, auch sie wurde schwächer und ermöglichte so Loves Only You sich zwischen den Pferden an die Spitze des Feldes zu setzen und ihren größten Sieg bisher zu feiern.

Kann sie hier noch einen drauf setzten? Schwer zu sagen, es gibt nicht viele, die es vom Breeders‘ Cup direkt nach Hong Kong schaffen – aber Loves Only You hat sich ein gutes Rennen hier ausgesucht, was ihre Stärken bespielen wird.

 

Ka Ying Star: Der Cityscape Sohn vorn Trainer A. Cruz ist schon eine ganze Weile in Hong Kong mit dabei, jedenfalls wenn man die Anzahl der Rennen zählt, die er bisher bestritten hat. Seine Ausbeute an Siegen ist dünn, keine Frage – aber er ist trotzdem existentiell für die jeweiligen Rennen, nicht zuletzt, weil er als Pacesetter fungieren kann und trotzdem beim Zieleinlauf noch Druck auf die Sieger ausüben kann. Und gerade zuletzt hat er wieder einige Platzierungen einsammeln können – was sich für den Versuch hier durchaus gut liest.
Zudem ist Ka Ying Star in der Regel sehr aktiv in seiner Saison und läuft mindestens einmal im Monat auf. 2019 hatte er ganze zwölf Rennen absolviert, unter anderem das Gruppe 1 Hong Kong Derby 2019 als auch spöter das The Orental Sha Tin als auch das The Jockey Club Mile. In dem letzten Rennen belegte er einen überraschenden zweiten Platz, noch vor dem klaren Favoriten Beauty Generation, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und seine Siegesserie nicht wieder auferstehen lassen konnte und alle Hoffnungen auf ein wieder erstarken zum besten Miler des Landes zu langsam zu Nichte machte, aber auf Ka Ying Star konnte man gespannt sein, der schien nach dem ersten Jahr in seiner Karriere immer besser in Form zu kommen. Der Start im Gruppe 1 Hong Kong Mile war noch zu viel des Guten für ihn,  2020 begann er mit einem Start im Gruppe 2 The Chinese Challenge Cup und auch hier lief er noch unter den Erwartungen – konnte aber noch im selben Monat im Gruppe 1 The Stewards Cup über die Meile auf Gruppe 1 Ebene erneut überraschen und einen guten dritten Platz hinter Waikiku und Beauty Generation belegen.
Das Duelle gegen die beiden suchte er in der Folgezeit immer wieder, gleich im Februar traf er wieder auf Beauty Generation im The Queen’s Silver Jubilee Cup , und belegte einen sehr guten zweiten Platz hinter dem Top Miler – deutlich besser, als seine Quote suggeriert hatte.
Es blieb ein auf und ab in der Saison, nicht zuletzt mit seinem Start im Lung Cheung Handicap im Märt, wo er unter dem schwersten Gewicht der Teilnehmer keinen Stich landen konnte und nur auf einem der hinteren Plätze ins Ziel einlaufen konnte. Zurück auf Gruppe  2 Ebene im April startete er in der he Chairman’s Trophy, wo er gegen Beauty Generation erneut eine sehr gute Figur abgab und wieder einen zweiten Platz erreichen konnte. Die Ausbeute an Siegen lies anch wie vor zu wünschen übrig, aber das Geld aus den ausbezahlten Plätzen summierte sich langsam aber sicher. Es folgte eine Niederlage im The Fwd Champions Mile, wo Southern Legend gewann, nur um gleich darauf diesen Gegner im Gruppe 3 The Lion Rock Trophy (ein Handicap) zu besiegen und sein erstes Gruppenrennen zu gewinnen. Auf und nieder, wie schon geschrieben, denn nach einer kurzen Sommerpause scheiterte er im The Celebration Cup wieder deutlich – und wieder auf, als er im The Sha Tin Trophy im Oktober nur knapp an Golden Sixty scheiterte, der ihn zwar 200m vor dem Ziel eingesammelt und überholt hatte, aber Ka Ying Star kämpfte sich zurück und wartetet nur darauf, dass der Favorit sich entspannte und langsamer wurde. Golden Sixty hatte ihn danach im November im The Jockey Club Mile wieder etwas besser im Griff und konnte den Front Runner früher bezwingen und dieses Mal auch souveräner auf Abstand halten, aber Ka Ying Star konnte sich trotzdem über einen zweiten Platz freuen – und dann ging es wieder abwärts, etwas langsamerer Untergrund, mehr Konkurrenz um die Führung in einem großen Feld und Golden Sixty als Gegner machten alle Hoffnung auf eine Wiederholung der Platzierung im Longines Hong Kong Mile zu Nichte. Im nachfolgenden Gruppe 3 Chinese Club Challenge Cup war es dann das hohe Gewicht, welches er in diesem Gruppe 3 Rennen tragen musste.
Dafür er lief er dann nach dem Jahreswechsel beim ersten Rennen auf Gruppe 1 Ebene in 2021 ein hervorragendes Rennen gegen Southern Legend, der mit ihm zusammen Golden Sixty ordentlich Probleme bereiteten, indem Southern Legend das Tempo vorgab und Ka Ying Star den Schlusssprint einläutete, bevor Golden Sixty in der Mitte des Feldes reagieren konnte.
Da musste der Favorit sich ziemlich strecken und den erwarteten Sieg feiern zu können und das wäre fast ins Auge gegangen. Die Taktik versuchte Ka Ying Star im The Queen’s Silver Jubilee Cup im Februar noch einmal und kam auch mit einem netten Vorsprung auf die Zielgerade, konnte aber den Angriff der anderen Rennpferde über die unpassenden 1400m nicht abwehren.
Im März ging es wieder über 1600m im Ap Lei Chau Handicap auf die Rennstrecke, und hier konnte Ka Ying Star mit einem starken Lauf von der Front aus gegen den Favoriten More Than This glänzen. Der hatte 3KG weniger aus Ka Ying Star auf dem Buckel und einen Monat später trafen die beiden im Gruppe 1 The Fwd Champions Mile noch einmal aufeinander-  bei gleichem Gewicht, also eigentlich ein klarer Vorteil für Ka Ying Star. Favorit des Rennens war natürlich Golden Sixty, der auch wie erwartet gewann – nicht ganz so erwartet war allerdings, dass es dieses Mal More Than This war, der den Rest des Feldes locker hinter sich lassen konnte und sogar Golden Sixty einiges zu denken geben konnte.
Ka Ying Star enttäuschte auch bei seinem letzten Start in der Saison, als er im Gruppe 3 The Lion Rock Trophy Handicap auflief – natürlich trug er dort das höchste Gewicht und der Sieger musste fast 9KG weniger schultern – ein bisschen mehr als einen abgeschlagenen sechsten Platz hätte ich ihm aber trotzdem zugetraut.
Nach der Sommerpause ging es allerdings bergauf, zunächst mit einem fünften Platz nur eine Länge hinter dem Sieger im notorisch stark besetzten Sha Tun Trophy, bevor er im The Sa Sa Ladies‘ Purse nur denkbar knapp den Sieg verpasste und damit beinahe für eine handfeste Überraschung gesorgt hätte. Auch im The Bochk Jockey Club Cup  verpasste Ka Ying Star den Sieg nur knapp und konnte dabei Glorious Dragon mit über einer Länge schlagen – aus drei Duellen hat Ka Ying Star drei Mal im direkten Vergleich gegen Ka Ying Star gewinnen können.
Seine Form ist eng verbunden mit der von Panfield und Tourbillon Diamond, die beide mehr als in der Lage sind, sich hier zu platzieren, und ich denke ich baue ein Trifecta aus Tourbillon, Ka Ying Star und Dubai Honour – der meiner Meinung nach Loves Only You am meisten zu denken geben könnte
Dubai Honour: Der Pride Of Dubai Sohn von Wiulliam Haggas ist ein hochinteressanter Dreijähriger, der seine Karriere in Newmarket im August 2020 begann – mit einem vierten Platz, aber die Erfahrung zählt so früh in der Karriere. Und so Erfahrung macht sich eben auch bezahlt, denn schon beim zweiten Start belegte Dubai Honour einen sehr knappen zweiten Platz und hätte das Rennen um ein Haar (naja, kurze Nase) gewonnen – was ihm dann im selben Monat beim dritten Start in Haydock auch endlich gelang!
Allerdings ging es nach dem 2,5 Längen Sieg mit der Form im letzten Rennen der Saison auch wieder bergab, als er sich in York auf das höhere Niveau des Coral „Racing Super Series“ Handicaps begab. Der vierte Platz mit knapp einer Länge Rückstabd war alles andere als schlecht, aber eben auch nicht so gut, wie man es nach dem überzeugenden Sieg in Haydock zuvor erwartet hätte.
Also wieder ab ins Trainingslager und über die Winterpause weiter „gelernt“, was sich dann schon im Siasondebüt im Britannia Stakes bemerkbar machte. Das Britannia Stakes ist ein prestigeträchtiges Handicap, welches immer eine Menge vielversprechende Pferde aus den besten Ställen  anlockt – und dass Dubai Hunour hier einen hervorragenden vierten Platz belegen konnte, war es kein Wunder, dass er beim Heritage Handicap danach im Newmarket seinen ersten Sieg in der neuen Saison feiern konnte – allerdings umging der Dreijährige alle Classic Rennen in der Saison und ging stattdessen im August nach Frankreich um im Prix Guillaume d’Ornano auf Gruppe 2 Ebene zu starten – was sich allerdings auch bezahlt machte.
Dubai Honour ging mit dem Rest des Pulks in der Mitte der breiten Bahn in den Schlusssprint und die ersten Fünf gingen dicht gepackt über die letzten 250m und erst relativ spät begann Dubai Honour das Feld ein wenig auseinander zu ziehen, auf den letzten 50m war er dann allerdings deutlich der stärkste und konnte sich fast zwei Längen absetzen – ein Trick, der ihm auch beim nachfolgenden Gruppe 2 Prix Dollar in Lonchamp wieder gelang. Zwei Gruppe 2 Siege in Folge waren – auch in Frankreich – keine Kleinigkeit, aber trotzdem war das nächste Rennen, was Dubai Honour angegangen war, noch mal eine andere Hausnummer – es ging in das Champion Stakes in Ascot, welches von dem Ausnahmepferd Mishriff angeführt wurde.
Zwar gewann am Ende Sealiway und James Doyle musste auf Dubai Honour in der Mitte der Bahn hart für sein Geld arbeiten, um sein Pferd in Gang zu bringen, aber am Ende konnte er gut auf den Sieger aufschließen und ich mag seine Chancen hier
Pick: Loves Only You + Dubai Honour
Trifecta: Loves Only You  (Bank) + Dubai Honour +  Tourbillon Diamond + Ka Ying Star

12.12.2021 – Sha Tin – Longines Hong Kong Mile – Pick: Golden Sixty

Pferderennen International

8:50 Longines Hong Kong Mile – Gruppe 1 

Distanz: 1m  | Alter: 3yo+ | Untergrund: A | Boden: Gut

Klar, das Hong Kong Mile wird von Golden Sixty dominiert, und kaum jemand glaubt daran, dass die Siegesserie heute reist – aber dahinter wird es spannend! Zwei Nahtoderfahrungen für Golden Sixty vor der Sommerpause  gefolgt von einem Kantersieg im The Bochk Wealth Mile im November – was bekommen wir heute? Auf jeden Fall gute Unterhaltung!

Golden Sixty: Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist der aktuelle Superstar im Galopp in Fernost. Er konnte nun 13 Rennen in Folge gewinnen und dabei Siege in sechs Gruppe 1 Rennen erringen. Er ist der dominante Miler in Hong Kong, auch wenn er viele seiner Rennen mit weniger als einem halben Länge gewonnen wurden – und die letzten zwei Rennen wurden zusammen addiert mit weniger als einer halben Länge gewonnen – aber hat er tatsächlich noch alles geben müssen vor der Ziellinie? Oder wäre da noch mehr gegangen? Es hatte jedenfalls immer den Anschein als ob da noch mehr drin gewesen wäre, wenn es denn mal knapp geworden wäre. Und 15 Siege in Folge addieren sich auch nicht einfach mal so auf!
Seine Karriere begann schon mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.
So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handi cap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.
Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.
Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.
Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.
Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.
Im The Sha Tin Trophy im Oktober ging es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kam vom Gewicht her – aber seine besten Tage auch schon hinter sich hat. Dazu startete er ohnehin zu einer fast zweistelligen Quote und es wurde nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte von Golden Sixty wegen der geringen Quote Abstand genommen und auch wenn er gewann, musste er sich gegen Ka Ying Star ziemlich strecken und kam nur eine halbe Länge vor dem Konkurrenten ins Ziel, der einfach nicht aufgeben wollte und an dem haushohen Favoriten dran klebte. Am Ende blieb es beim Sieg des Favoriten, so viele Probleme hätte er aber mit einem 46er Quoten Außenseiter nicht haben sollen. Es war nicht eine der Glanszstunden von Golden Sixty, trotz des Sieges, aber schon im nächsten Rennen, dem The Jockey Club Mile, war er wieder voll oben auf und konnte sich locker flockig gegen den wiederkehrenden Ka Ying Star durchsetzen, der immerhin wieder auf einem zweiten Platz ins Ziel kam, aber Golden Sixty beschleunigte in der Mitte der Bahn allen davon und konnte sich knapp vor dem Ziel entspannen und seinen Vorsprung wieder ein wenig reduzieren.
Ganz so entspannt war sein nächster Sieg über 1600m im The Stewards Cup dann allerdings nicht. Der Start im Januar war für den Geschmack eines so erfolgsverwöhnten Rennpferdes wie Golden Sixty mit Sicherheit viel zu knapp, denn Southern Legend hatte das Feld vor erreichen der Zielgeraden geschickt auseinander gezogen und Ka Ying Star war mit ihm gegangen, während Golden Sixty in der Mitte der Bahn auf seine Chance gewartet hatte, seinen gefürchteten Schlusssprint anzuziehen – und dann fast zu Spät gekommen wäre! Es bleib beim erwarteten nächsten Sieg, aber oha, das war knapper als erwartet ausgegangen.
Knapp wurde es auch im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, dabei kam Golden Sixty stark in die Ziel gerade. Er wählte die Bahn außen im Feld und kam neben 4 oder fünf anderen zum Schlusssprint eingeschwenkt und ex sah so aus, als ob er das Rennen im Sturm erobern würde – aber Furore auf der Innenbahn hielt dagegen und ging den Schlusssprint mit. Furore fand eine Lücke zwischen Time Warp und Exultant und sparte genug Raum, um eine halbe Länge vor Golden Sixty auf die letzten Meter zu gehen – und Golden Sixty musste sich extrem strecken, um 50m vor dem Ziel gleichzuziehen und auf der Ziellinie rechtzeitig den Kopf zu senken und mit einer Nase zu gewinnen.
Das war denkbar knapp – zu knapp für die Quote die Golden Sixty in der Regel bietet, und auch beim nachfolgenden The Fwd Champions Mile bekamen seine Unterstützer mit Sicherheit einen halben Herzinfarkt, den dieses Mal war es More Than This der von hinten angestürmt kam und Golden Sixty fast den Tag verdorben hätte – dabei hatte 300m vor dem Ziel noch alles so gut ausgesehen! Golden Sixty hatte sich außen beim Einbiegen in die Ziel gerade locker an die Front gesetzt und mit einem kleinen Tempowechsel über 2 Längen zwischen sich und das Feld gebracht. Dann aber schien Golden Sixty vor dem Feld langsamer zu werden, während More Than This Momentum aufbaute und noch bis auf einen Nacken herankam – viel länger hätte die Zielgerade nicht sein dürfen!
Nach diesen zwei Nahtoderfahrungen ging es für Golden Sixty erst einmal in die Sommerpause, die er mit einem weiteren Sieg im November 2021 beendete – und das mit einer wirklich überzeugenden Leistung im The Bochk Wealth Mile. Dieses Mal gab es keine Eile sich an der Front des Feldes zu positionieren, stattdessen blieb Golden Sixty im hinteren Bereich des Feldes und begann erst nach dem Einbiegen in die Zielgerade das Feld in der Mitte der Bahn aufzurollen, war dann aber nicht mehr zu stoppen und auch Waikuku konnte trotz seines zweiten Platzes mit nur einer Länge Rückstand nie den Eindruck von echter Gefahr erwecken.

 

Waikiku: Der Harbour Watch Sohn von Trainer  J. Size begann seine Karriere im Jarhr 2017 eigentlich in Irland und absolvierte dort zwei Rennen, das letzte im Juli 2018 für Trainer John M. Oxx, der den Walalch dann in Richtung Fernost velraufte. Der Einstand fünf Monate später im Luk Wu Handicap endete noch mit einer denkbar knappen Niederlage für Waikuku, der aber schon danach am 01.01.2019 das Sunset Peak Handciap souverän für sich hatte entscheiden können und mit Siegen im Po Yan, dem Citi Wealth Management Services und dem Lion City Handicap nachlegte – alles hoch dotierte und starke Handicaps, die Waikiku trotz steigendem Gewicht teils sehr souverän für sich entscheiden konnte. Demach war es auch kein Wunder dass er im Hong Kong Derby 2019 als Favorit auflief, allerdings war unter den gleichen Gewichten überraschend vom Ausßenseiter Furore geschlagen worden und im The QE II Cup sah er gegen den Überraschungssieger Win Bright und Exultant leider keine Sonne. Trotzdem -die erste Saison in Hong Kong konnte sich sehen lassen und man konnte der zweiten Phase nach der Saisonpause bis Oktober mit Spannung entgegen sehen.
Dort kam er zunächst im Gruppe 3 The Celebration Cup zurück, wo er gegen den haushohen Favoriten Beauty Generation ran musste, der als Front Runner mit exzellentem Tempowechsel dem Feld davoneilte und obwohl Waikiku noch mächtig Boden gut machte, kam er nicht mehr an Beauty Generation heran. Den selben Fehler machte er aber noch im selben Monat im Gruppe 2 he Oriental Sha Tin über die Meile nicht noch einmal und zwang Beauty Generation hinter die Front Runner, was dem haushohen Favoriten tatsächlich den Tag verdarb – und Waikiku vor ihm durchs Ziel laufen lies – das erneute Duelle der beiden war spannend und mit 4KG Gewichtsvorteil weniger als im Gegensatz zum letzten Duell  war es eine große Frage, ob Waikiku sich erneut gegen Beauty Generation durchsetzen können würde – tat er aber, und das locker mit einem souveränen Sprint auf der Innenseite
Die beiden trafen sich dann nur knapp zwei Wochen später im Gruppe 2 The Oriental Sha Tin wieder, und auch wenn keiner der beiden den Sieg davontragen konnte, konnte Waikuku Beauty Generation erneut um einen Platz auf den dritten Rang schlagen. Auch im nachfolgenden The Jockey Club Mile riss die Serie nicht ab und auch dieses Duell gewann Waikuku, dieses Mal trug er aber auch den Gesamtsieg davon. Beauty Generation führte das Feld über die Distanz als Front Runner, verpasste es aber auf der Zielgeraden die Tür an der Innenseite zu schließen und Waikuku schlüpfte durch und setzte sich souverän ab, wähend Beauty Generation sogar noch einen Platz zurückfiel.
Duell Nr. 5 im Hong Kong Mile ging erneut an Waikuku, auch wenn der Außenseiter Admire Mars mit einer explosionsartigen Beschleunigung den Sieg stahl – beide hatten Beauty Generation aber fest im Griff. Das selbe Spiel wiederholte sich auch 2020 im The Stewards Cup , dabei war Waikuku weit hinter Beauty Generation zurücgefallen, der das Feld erneut als Front Runner anführte, Waikuku hingegen musste sich mit einer ungewöhnlichen Position eher hinter im Feld anfreunden.
Nach einer dreimonatigen Paus floppte Waikuku im The Chairman’s Trophy, welches von Beauty Generation knapp gewonnen wurde und nur drei Wochen später konnte er Beauty Generation wieder nicht gefährlich werden, der dieses Mal aber knapp von Southern Legend geschlagen wurde. Mit den zwei Niederlagen in Folge war der Eindruck aus dem Sieg gegen den besten Miler im Januar auch schon wieder dahin, viel mehr schien Waikuku nach seinem Sieg seinen Schneid verloren zu haben und nicht an seinen vorherigen Erfolg anknüpfen zu können. Klar die Rennen waren nicht alle sauber für ihn gelaufen und er hatte die ein oder andere Ausrede, aber dass er als Favorit iin beiden Rennen nicht gewinnen konnte war schon bitter – und im Dezember nach langer Pause sah es nicht besser aus!
Als erstes Rennen in acht Monaten hatte er sich das Longines Hong Kong Mile ausgesucht, welches mit Golden Sixty als Favorit auf dem Papier einen klaren Favoriten hatte, der seinem Ruf und seiner Position auch nach kam und das Rennen am Ende mit 2 Längen vor Southern Star gewinnen konnte – der kam aber mit Waikiku und Admire Mards im Pulk auf den Plätzens ins Ziel und der erste Lauf seit 8 Monaten war durchaus vielversprechend. Nach so einer langen Pause war es klar, dass er nicht unbedingt in Bestform auflaufen würde, die fehlende aktuelle Rennerfahrung und Fitness machte sich natürlich bemerkbar.
Beim nächsten Lauf im Stewards Cup im Januar gewann Golden Sixty erneut, dieses Mal knapp 1,5 Längen vor dem Rest des Feldes, inklusive den heutigen Konkurrenten Ka Ying Star, Southern Legend und Waikiku, aber dieses Mal war es eine ziemliche Arbeit für den Favoriten, der in der Mitte der Bahn angetrieben werden musste, um den Front Runner Southern Legend einzuholen und den Angriff von Ka Ying Star abzuwehren. Die beiden Konkurrenten liefen in Höchstform auf und machten ein echtes Rennen daraus,  und mit Golden Sixty heute in einem anderen Rennen, wird es sicher spannend werden unter den drei großen Namen
Waikiku hatte im letzten Rennen versucht, das Feld zusammen mit Golden Sixty aufzurollen und kam durchaus gut in Gang, hatte es aber nicht geschafft sich an dem Front Runner und Ka Ying Star vorbeizuschieben, fand gegen den selben Konkurrenten aber einen Monat später – und in Abwesenheit von Golden Sixty – seine Lücke als man im The Queen’s Silver Jubilee Cup wieder aufeinander traf, und der 1,25 Längen Sieg war der gerechte Lohn für eine beständige Form und der Ausgleich für das Pech, welches Waikuku teilwiese in den Rennen hatte.
Beim nächsten Rennen im April im The Chairman’s Trophy kam von Waikuku dann allerdings so gar nichts. In dem kleinen 5 Starter Rennen ging er als klarer Favorit ins Rennen, versuchte kurz nach der letzten Kurve an Momentum zu gewinnen, und gab dann schlicht auf – letzte Platz und fast 19 Längen Rückstand – bitteres Ergebnis zum Saisonabschluss.
Nach der Sommerpause ging er dann im Oktober im Sha Tin Trophy erneut ziemlich unter, fand aber beim zweiten Start in der neuen Saison ausgerechnet gegen Golden Sixty seine Form wieder und holte sich einen überzeugenden zweiten Platz. Klar, er hatte keine Chance gegen Golden Sixty, trotzdem bringt ihn diese Leistung hier in die greifbare Nähe der ausbezahlten Plätze.
Ganz interessant: Auch ein englischer Globetrotter von Rang und Namen ist heute mit dabei – Ryan Moore reitet Mother Earth

Mother Earth: Die 2021er Guineas Siegerin von Aiden O’Brien hat nach ihren Gruppe 1 Sieg einige gute Ergebnisse zeigen können, bevor sie auf weichem Boden in Frankreich im August den Prix Rothschild hatte gewinnen können, um danach sowohl im Matron Stakes als auch dem Sun Chariot Stakes mit sehr guten Platzierungen aufzuwarten. Die Starts im Queen Elizabeth II Stakes und dem Breeders‘ Cup Mile kann man getrost ignorieren, und ich finde es sehr spannend, dass man den weiten Weg hierher auf sich nimmt.

Ryan Moore übernimmt heute wieder, und man kann von ihr hoffentlich wieder ein spitzen Rennen erwarten. Gegen das eigene Geschlecht und ohne andere Superstars im Lineup wird es sicher extrem spannend und Mother Earth könnte das erste Doppel ihrer Karriere schaffen.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung schon in ihrer ersten Saison sammeln können – schon als 2yo war sie 2020 in der Zeit seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und im Emirates Poule d’Essai des Pouliches in Longchamp, dem französischen Guineas 1000, musste sie diese Leistung auf sehr weichem Boden wiederholen, oder es wenigstens versuchen.  Und obwohl ich davon ausgegangen war, dass der Boden Mother Earth davon abhalten würde das Rennen zu gewinnen, war ich überrascht, wie gut sie dennoch mit dem sehr weichen Boden auskam – sie kam hinter Couersamba auf einen guten zweiten Plazt, den sie knapp gegen die Außenseiterin Kenella verteidigen konnte.

Es war klar, dass der schwere Boden ihr zu schaffen machte, Mother Earth verlor aber erst auf  auf den letzten 150m den Anschluss an die Siegerin und ermüdete zunehmend.

Das war eine Spitzenleistung von ihr und auch beim nachfolgenden Coronation Stakes in Ascot zeigte Mother Earth erneut, dass schwerer Boden ihr nicht unbedingt Probleme bereiten muss, als sie hinter Alcohol Free, die den schweren Boden absolut liebt, und Snow Lantern einen hervorragenden dritten Platz erreichen konnte. Wieder ging Mother Earth erst in den entschiedenen letzten Metern langsam die Puste aus, aber der dritte Platz war sicher und als sich die Konkurrentinnen nur wenige Wochen später im Fallmouth Stakes wieder sahen, war Spannung garantiert,.

Dieses Mal war der Untergrund gut durchgetrocknet und wesentlich schneller, was Alcohol Free natürlich Probleme machte, während Snow Lantern dieses Mal ihre Stärken ausspielen konnte und in einem langgezogenem Duell mit Mother Earth am Ende die Nase vorn hatte. Dabei hatte Mother Earth trotz Platzproblemen während des Rennens die Führung 150m vor dem Ziel übernehmen können, aber Snow Lantern kam noch einmal heran und hatte wieder den entscheidenden Ausdauervorteil auf den letzten 50 Metern.
In Abwesenheit solcher hochklassiger Konkurrentinnen lief Mother Earth dann Anfang August 2021 in Deauville im Prix Rothshild als Favoritin auf. Der weiche Boden abseits der extreme, die sie in ihren letzten Rennen erleben musste, schien ihr gut zu tun und Mother Earth konnte dieses Mal die anderen Stuten knapp auf Abstand halten. Sie reagierte gut auf den Druck ihres Jockeys Ryan Mooren und beschleunigte stark, als es darauf ankam und hatte trotz des eher geringen Vorsprungs von nur einem Kopf die Konkurrentin Sagamiyra immer im Griff.

Nach dem sehr erfolgreichen Start in Frankreich wechselte Mother Earth dann zurück zum Coolmore America „Justify“ Matron Stakes nach Irland, wo sie als Favoritin am Ende dann mit einem dritten Platz Vorlieb nehmen musste, weil sie zur kritischen Zeit keinen freien Lauf zum Ziel bekommen hatte und das verlorene Momentum nicht mehr gut machen konnte. Auch im Sun Chariot Stakes konnte sie sich als Favoritin am Ende nicht durchsetzen, was dieses Mal aber daran lag, dass auf der Meile Safforn Beach zur Bestform auflief und sich von der Front uneinholbare drei Längen absetzten konnte. Super starke Leistung von Saffron Beach – und obwohl Mother Earth bei ihrem nächsten Start ebenfalls drei Längen Rückstand auf den Sieger hatte, war das im Queen Elizabeth II Stakes doch eine deutlich bessere Leistung, als von ihr gegen die versammelte Konkurrenz erwartet worden war. Mother Earth hatte sich leider auch wieder ein wenig zu weit zurückfallen lassen und dann auf der Zielgeraden deutlich zu viel zu tun, aber dass sie überhaupt auf drei Längen noch an Baeed heran kam war eine sehr gute Leistung gewesen – die sie allerdings danach im Breeders‘ Cup Mile in keiner Weise wiederholen konnte.

Dass Aiden O’Brien sie noch nach Fernost schickt, um hier gegen Golden Sixty anzutreten, ist sehr interessant. Ich kann mir vorstellen, dass auf das Preisgeld für die Plätze hinter dem Wundermiler spekuliert wird, und ich sehe durchaus Chancen – wenn auch nicht herausragende, dafür gibt es zu viele andere, starke Konkurrenten, die es mit Golden Sixty in den letzten Monaten aufgenommen hatten.


12.12.2021 – Sha Tin – Longines Hong Kong Sprint – Pick: Courier Wonder / Pixie Knight / Hot King Prawn EW

Pferderennen in Südafrika

07:40 Longines Hong Kong Sprint (Group 1)

Distanz: 6f  | Alter: (3yo+) | Untergrund: (Turf) | Boden: Gut

Viel Cross Form in diesem Rennen – Restencia und Pixie Knight kennen sich gut und haben beide locker Danon Smash geschlagen, währen Lucky Patch glück hatte als er Courier Wonder schlagen konnte – beide Male. Denn beim Zweiten Mal im The Bochk Sprint hatte Courier Wonder die Führung, wanderte dann aber und Joa Moreira wirkte komplett überfordert als die Wand von Pferden von hinten kam und ihn überholte. Der Jockey machte eine ungewöhnlich schlechte Figur als Courier Wonder nach links ausbrach, was ihn wohl das Rennen kostete. In dem Rennen waren auch Wellington und Hot King Prawn, und gerade Wellington würde ich nach dem Warmmacher nach der Sommerpause absolut nihct ausschließen.

Lucky Patch: Der El Roca Sohn von K. Lui hat zuletzt zwei Gruppenrennen hier in Hong Kong gewinnen können, wenn auch recht knapp. Zuerst gewann er im Oktober das Gruppe 2 The Premier Bowl Handicap gegen Super Wealthy und dann das Gruppe 2 The Bochk Sprint Stakes über 1200m – also die Sprint Distanz von heute – aber da wird auch wesentlich härter für ihn werden wenn er von gleichem Gewicht aus gegen erfahrene Konkurrenten ran muss…. wenn schon ein junges Rennpferd, dann vielleicht doch eher

Pixie Knight: Der Maurice Sohn von Triainer Hidetaka Otonashi hatte sien Karriere im November 2020 in Hanshin mit einem zweiten Platz begonnen und war dann direkt in die Gruppenebene gegangen, was sich mit einem Sieg im Gruppe 3 Nikkan Sports Sho Shinzan Kinen bezahlt machte. allerdings verlief die weitere Saison im Frühjahr 2021 alles andere als nach Plan, als er sowohl im Sho Shinzan Kinen als auch im The Arlington Cup klar geschlagen wurde. Wobei er gerade im The Arlington Cup lange Zeit eine gute Figur machte und sich am Ende immerhin einen vierten Platz sicherte – ein bisschen wenig für den Favoirten, aber auch kein totaler Aussetzer – den hatte er danach im Mai im NHK Mile Cup in Tokyo, wo es so gar nicht nach der Nase von Pixie Knight lief, der für sien nächstes Rennen zurück auf 1200m ging und sich so immerhin den zweiten Platz im Cbc Sho Stakes sichern konnte – auch wenn auch hier mehr drin gewesen wäre.

Das „mehr“ kam dann nach einer kurzen Pause im September 2021 als er im deutlich stärker besetzten The Sankei Sho Stakes (Gruppe 2) nur sehr knapp an Resistencia scheiterte, die er danach aber in Nakayama im The Sprinters Stakes deutlich schlagen konnte.

Pixie Knight hielt sich hinter dem Pacesetter Mozu Superflare und ging dann mit einem schnellem Tempowechsel an die Front und lies Resitencia förmlich stehen, die zwar wieder an Tempo dazu gewann und den Rückstand verkürzte, aber am Ende chancenlos war – super Rennen, ich kann mir vorstellen, dass da heute noch einmal ein Sieg für Pixie Knight drin ist – vor allem, weil auch Danon Smah chancenlos in diesem Rennen gewesen war.

Courier Wonder: Der Sacred Falls Sohn von Trainer J. Size feierte sein Debüt im Oktober 2020 mit einem 5 Längen Sieg und machte nach 148 Tagen Paus da weiter, wo er aufgehört hat und gewann im März das 1200m Designs On Rome Handicap mit Leichtigkeit. Etwas mehr mühen musste er sich dann im D’Aguilar Peak Handicap im April, wo sein Vorsprung am Ende nur eine halbe Länge betrug, allerdings hatte es Joao Moreia auch nicht darauf angelegt den Vorsprung massiv zu vergrößern, denn auch so hatte er die Konkurrenz auf seinem Favoriten im Griff, der ihn auch beim vierten Rennen zusammen noch im selben Monat im FWD Insurance My Legend Handicap nicht im Stich lies und eine klasse höher einen ebenfalls komplett ungefährdeten Sieg feiern konnte.

Auch der erste Versuch in einem Gruppenrennen im Gruppe 3 Sha Tin Vase gelang auf anhieb, allerdings musste Courier Wonder das erste Mal in einer Karriere für den Sieg hart arbeiten und Stronger holte zum Ziel hin noch auf – was von den Außenseiter so nicht erwartet worden war, aber offensichtlich kein Versehen gewesen war, denn als die beiden nach der Sommerpause im Premier Bowl wieder aufeinander trafen, setzte sich Stronger mit seinem dritten Platz dieses Mal tatsächlich vor Courier Wonder. Der hatte allerdings bei seinem Schlusssprint das Problem, dass ihm die Tür vor der Nase zu gemacht wurde und dann, als er dadurch zu viel Rückstand erlitten hatte, auch nicht mit allen Mitteln mehr auf Sieg geritten wurde.

Die Niederlage nach der Sommerpause war mit Pech im Rennen zu erklären und man konnte den Start verzeihen – allerdings kam danach die nächste denkwürdige Einlage, denn im The Bochk Sprint  gewann erneut Lucky Patch und Courier Wonder kam erneut nur auf einem fünften Platz ins Ziel-  dabei hatte er sich so schön an die Front gesetzt und sah nach dem sicheren Sieger aus, bis er nach links quer vor dem Feld ausbrach, Joao Moreira sich hektisch umblickte und sein Pferd leider nicht mehr unter Kontrolle brachte und weiter zurück fiel. Auslöser war wohl, dass Karis Teetan auf Computer Patch rechts von Courier Wonder die Peitsche in der falschen Hand hatte und Moreira (fast) eine verpasste. Der brachte sein Pferd nach links, konnte es nicht gescheit stabilisieren und das Rennen war gelaufen.

Heute steht Wiedergutmachung an.

Wellington: Der Deep Field Sohn von Trainer C. Fownes bestritt 2020 eine ganze Reihe von Handicaps mit großem Erfolg, bis er 2021 auf die Gruppenebene wechselte und beim ersten Versuch im Sprint Cup einen neunten Platz erreichen konnte. Zuvor hatte er das Fat Choi Handicap und das Lantau Island Handicap  gewinnen können. Beides gut dotierte Handicaps, die seinen ersten Start in einem Gruppenrennen unter einen guten Stern stellten – und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann vielleicht beim zweiten Mal – und so gewann  Wellington den Gruppe  1 Chairman’s Sprint Prize – und das mit Leichtigkeit! Damals war eigentlich Danon Smash der Favorit des Rennens, der allerdings von der selben Position aus wie Wellington nie für Gefahr sorgen konnte. Denn während Wellington aus der Mitte des Feldes heraus beschleunigen konnte und sich schnell an die Spitze des Feldes setzten konnte, blieb Danon Smash beim selben Tempo und blieb daher recht ungefährlich.

Wellington hingegen kam in der Mitte der Bahn so richtig in Fahrt und holte die locker 5 Längen Rückstand auf den Führenden spielend auf und konnte sogar auf den letzten paar Metern das Tempo noch ein wenig heraus nehmen. Er schien auf dem richtigen Weg zu sein und könnte nach einem recht rauen Warmmacher im Bochk Sprint hier wieder an Form gewinnen. Nicht ausgeschlossen.

Hot King Prawn: Der Denman Sohn von Trainer  J. Size hat sich in seiner Karriere gerade im Jahr 2018 eine beeindruckende Serie von Siegen zusammensammeln können und vier Rennen, drei davon auf Grupppenrennen, hintereinander gewinnen können – danach ging es allerdings wieder bergab und seine Ausbeute an Siegen nach dem Jahr 2018 lassen sich an einer Hand abzählen – 3 an der Zahl, dafür hat Hot King Prawn aber eine beerkenswert konstante Ausbeute an Platzierungen vorzuweisen – EW sollte man ihn daher immer auf dem Schirm haben.
Seine Karriere begann aber im Mai 2017 auf dem Kurs in Sha Tin im Chairmen’s Day Plate, einem Conditional Rennen, welches er mit Leichtigkeit gewinnen konnte, indem er die Führung übernahm und das Feld schnell auseinanderzog, um mit minimalem Druck mit mehreren Längen Vorsprung gewinnen zu können. Auch bei seinem zweiten Rennen, dem Beijing Clubhouse Plate, zeigte Hot King Prawn keine Schwäche und konnte sich dieses Mal mit mehr als fünf Längen absetzten – eine sehr beeindruckende Leistung, die er auch im Paris Handicap fünf Monate später noch einmal wiederholen konnte. Das hoch dotierte Handicap war kein Problem für ihn und wie es sich für einen klaren Favoriten ziemt, hat Hot King Prawn das Rennen am Ende locker mit über zwei Längen Vorsprung gewinnen können. Wieder musste er sich kaum anstrengen, um am Ende als Sieger hervorzugehen und sein Jockey Zac Purton musste nicht einmal zur Peitsche greifen um ihn locker nach Hause zu bringen.
Mit dem selben Vorsprung un der selben Marge an Vorsprung gewann er im Dezember auch das Middle Handicap über 1000m und streckte damit seine Siegesserie auf fünf Rennen aus fünf Starts – eine beeindruckende Bilanz für das erste Jahr! Die Siegesserie riss allerdings mit dem Wechsel in das neue Jahr und einer Pause bis April jäh ab.
Das Lady Millenary Handicap war allerdings auch härter besetzt als die Rennen bisher und trotz seiner bisherigen Erfolge trat Hot King Prawn nicht als so klarer Favorit an wie in den Rennen zuvor – er war zwar mit 2.3 immer noch Favorit des Rennens, allerdings gab es einige Starter mit einer Quote von unter 10 und damit ernsthafte Konkurrenz in dem großen Rennen. Dabei hatte Hot King Prawn in dem Rennen eigentlich taktisch alles richtig gemacht, er hatte wieder die Führung übernommen und das Feld versucht auseinanderzuziehen, aber Wishfull Thinger hatte den wesentlich stärkeren Schlusssprint und konnte sich trotz mehrfach verbautem Weg am Ende locker absetzten
Für Hot King Prawn wendete sich nach dem ersten verlorenen Rennens seiner Karriere ging es dann aber wieder wie gewohnt weiter und er konnte sich bereits in seinem nächsenRennen, dem Wong Nai Chung Gap Handicap wieder überzeigend durchsetzen. Einziger Wermutstropfen war, dass das Rennen auch deutlich leichter war als das letzte – der Sieg von Hot King Prawn war klar erwartet worden.
Danach ging es allerdings das erste Mal in einem Gruppenrennen in Form des The National Day Cup, der auf Gruppe 3 Ebene bestritten wird. Das Rennen fand im Oktober 2018 statt, also gut vier Monate nach seinem letzten Rennen. Wieder war Hot King Prawn Favorit des Rennens, hatte aber mit Ivictory einen harten Konkurrenten, der ihm das Rennen auch ziemlich schwer machte. Beide blieben zunächst hinter den Pacesettern und beide gingen auch ungefähr gleichzeitig in den Schlusssprint über, den Hot King Prawn nur mit sehr viel Druck und harter Arbeit seinem Jockeys Karis Teetan gewinnen konnte.
Das war ein verdienter Sieg, aber nicht der überzeugendste und es war kein Wunder, dass Hot King Prawn den Gruppe 2 Premier Bowl nicht als
Favorit anging, sondern diese Rolle dieses Mal Ivictory überlassen musste, der über die erweiterte Distanz von 1200m zuletzt mehrfach hatte überzeugen können. Das war allerdings dieses Mal nicht der Fall und Hit King Prawn feierte in seinem ersten Gruppe 2 Rennen einen überzeugenden Start-Ziel Sieg.
Hot King Prawn besuchte danach den Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Sprint und musste sich hier gegen einige hoch gehandelte Konkurrenten wie Mr Stunning oder Beat The Clock messen, gewann aber an Ende wieder von der Front aus gegen den spät angreifenden Mister Stunning als einzige Begleitung auf den letzten Metern.
Dann sollte der große Wurf im Hong Kong Sprint auf Gruppe 1 Ebene im Dezember gelingen aber obwohl Hot King Prawn sich wieder die Führung sichern konnte, schaffte er es nicht die Position bis zum Ziel zu behalten und musste relativ früh die Segel streichen und Mr Stunning den Sieg überlassen. Das war relativ ernüchtern und kann kaum mit dem 2.4 KG schlechteren Gewichtsverhältnis alleine begründet werden.
Hot King Prawn machte jedenfalls danach eine ausgedehnte Pause, die er mit einem Start fast ein Jahr später im The Jockey Club Sprint beendete, welches allerdings locker von Aethero gewonnen wurde. Nun war Hot King Prawn auch schon im letzten Jahr nach einer Pause nicht unbedingt in Bestform wieder gekehrt und auch dieses Mal reichte es nicht für einen Sieg -aber immerhin für einen sehr guten zweiten Platz, dem man ihn nach der Pause nicht unbedingt zugetraut hätte. Er löste sich aus dem Feld und verfolgte den davoneilenden Athero, der das Feld aber locker im Griff hatte und in keiner Gefahr war, von dem Rest des Feldes noch eingeholt zu werden.
Im nachfolgenden Hong Kong Sprint unterlag Hot King Prawn dann nur knapp Beat The Clock, der in dem Massensprint zum Ziel die Oberhand behielt und sich in einem sehr spannenden Finish durchsetzen konnte – wenn auch nur knapp und Hot King Prawn zeigte eine hervorragende Form in seinem zweiten Rennen der Saison. Allerdings hatte im Januar dann erneut Beat The Clock die Oberhand im Gruppe 1 The Centenary Sprint Cup, und dieses Mal betrug der Rückstand doch knapp über eine Länge und Hot King Prawn lief dieses Mal auf den letzten Metern nicht mehr um den Sieg mit, hielt aber den dritten Platz fest.
Etwas besser lief es im Chek Lap Kok Handicap im März, welches er trotz hohen Gewichts gewinnen konnte – was gegen Big Party und Thanks Forever gar nicht so klar gewesen war. Die gute Leistung konnte Hot King Prawn danach in den Gruppe 2 The Sprint Cup übertragen, wo er zwar gegen den Außenseiter und überraschenden Sieger Voyage Warrior verlor, aber sich gegen den eigentlichen Favoriten Aethero durchsetzen konnte.
Dem erhofften Sieg kam er danach im Mai 2020 im The Sha Tin Vase auf Gruppe 3 Ebene noch einmal sehr nah, konnte er doch dort einen knappen zweiten Platz zusammen mit Big Party ergattern, aber  der Sieger und Favorit Thanks Forever schien sich seines Sieges trotz des geringen Vorsprungs am Ende doch recht sicher – und sind wir ehrlich, ist auch Thanks Forever eher einer der Starter, die ihrem letzten Sieg schon etwas länger hinterhergelaufen sind.

Nach der Sommerpause ging es in den Permier Bowl, wo er an den Siegern dran blieb, aber ohne dort wirklich für Gefahr sorgen zu können, und dann passierte das fast unmögliche – Hot King Prawn gewann mal wieder ein Rennen, als er im The Jockey Club Sprint startete und mit einem starken Schlusssprint die Mitte der Bahn runter den Favoriten Computer Patch hinter sich lassen konnte, der ihn im letzten Rennen noch recht gut im Griff hatte. Die Weise, wie er außen am Feld sich seine Position langsam aber sicher verbesserte und dann in einem langgezogenen Schlusssprint abzusetzen begann, wusste zu gefallen und ich hatte ein wenig gehofft, dass er bereits beim nächsten Versuch einen Sieg erringe würde – allerdings scheiterte er im Gruppe 1 Longines Hong Kong Sprint, war aber bis auf die letzten 100m an den Siegern dran – und da seine Form trotz des siebten Platzes keinen deutlichen Dämpfer bekommen hatte, war es keine Überraschung, dass er im Centenary Sprint Cup danach als Favorit startet und auch lieferte – das dritte Rennen seit 2018 war gewonnen und Hot King Prawn war wieder aktueller Gruppe 1 Sieger – was ihn im Lantau Island Handicap mit viel zu viel Gewicht belud – sein erster Start nach der Sommerpause war zum vergessen, 2020 kam danach allerdings ein Formhoch, und auch 2019 blieb die Form nach einer langen Pause beim zweiten Rennen stabil hoch. Ich denke ein Platz ist drin.

 

Trifecta: Lucky Patch, Courier Wonder (Bank) , Pixie Knigt, Resitencia, Hot King Prawn

 


12.12.2021 – Sha Tin – Longines Hong Kong Vase – Pick: Pyledriver + Trifecta

Pferderennen International

7:00 Longines Hong Kong Vase (Group 1)

Distanz: 1m4f| Alter:  (3yo+) Untergrund: (Turf) | Boden: Gut

Der Sonntag beginnt für uns früh – und vertreibt hoffentlich den Kater vom Samstag Abend – wobei, kann man bei Corona eigentlich noch irgendwo wirklich gescheit ausgehen? Egal, dann eben der richtige Start in den tag mit einem spannenden Duell zwischen Glory Vase, Plyedriver und dem Englischen Gast Mogul. Ebaiyra und Reliable Team komplettieren das Lineup.

Dass Mogul heute seinen Titel verteidigen kann, sehe ich skeptisch, da präferiere ich die anderen Favoriten, allen voran Pyledriver, dann Glory Vase, dann Ebaiyra

 

 

Glory Vase: Der Deepp Impact Sohn kommt aus Japan – woher auch sonst mit dem Stammbaum? Und dort, in einem der Mekkas des Pferderennsports konnte er sich seit 2017 einen Namen machen,

So gewann Glory Vase 2019 in Hong Kong den Longines Hong Kong Vase Cup mit Leichtigkeit, musste dann aber eine lange Pause einlegen und kam erst im Juni 2020 wieder zurück zur Rennstrecke – den ersten Lauf im Takarazuka Kinen vergisst man besser ganz schnell, nach einer weiteren, dreimonatigen Pause kam dann das nächste Rennen in Form des Gruppe 2 , 2400m The Kyoto Daishoten , in dem Glory Vase sich gegen den Favoriten Kiseki in einem spannenden Duell durchsetzen konnte. Dem folgte ein respektabler fünfter Platz im Japan Cup und ein vierter Platz im Kinko Sho, wo aber Daring Tact deutlich überlegen war.

Einen Monat später im April 2021 traf er dann, wieder zurück in Hong Koong im The Fwd QUE II Cup, auf Lives Only You und Daring Tact, und wie von mir vorausgesagt gewann Loves Only You das Rennen, Exultant scheiterte und Glory Vase holte sich einen Platz – am beeindruckendsten war vielleicht der Lauf von Daring Tact in der Mitte der Bahn, wo er viel Boden auf die beiden Führenden gut machen konnte, aber der Zieleinlauf gehärte am Ende den Mädels und mit ihrem Angriff 800m vor dem Ziel hatte sich Glory Vase langsam neben den Pacemaker Time Warp gesetzt und nach dem Einbiegen in die Zielgerade – nach etwas Motivation – dann auch die Führung übernommen und relativ schnell auf einige Längen ausgebaut, die dann von Glory Vase und Daring Tact wieder ein wenig reduziert wurden – sehr gutes rennen, und da Glory Vase in Japan im September in Nakayama im Gruppe 2 The Sankei Sho Cup mit einem sehr guten dritten Platz aus der Pause wieder zurück gekommen war, diesen Kurs hier mag und die Konkurrenz nicht stärker als beim letzten Mal ist – wieder einer für die Plätze.

Pyledriver: Der Harbour Watch Sohn von Trainer William Muir machte mit seinem dominanten Sieg im Gruppe 2 King Edward VII Stakes im Juni  2020 auf sich aufmerksam – ziemlich starke Leistung und der damalige Durchbruch für Pyledriver, der zuvor oft unter dem Radar gelaufen war. Aber im  King Edward VII Stakes konnte er sich Konkurrenten wie Mogul entledigen und auch wenn es danach nicht für einen Kkonkurrenzfähigen Lauf im Epsom Derby 2020 reichte, legte Pyledriver nur einen Monat später im Gruppe 2 Great Voltigeur Stakes nach und gewann das Gruppe 2 rennen mit über 3,5 Längen – erneut gegen den heutigen Konkurrenten Mogul, der auf einem dritten Platz ins Ziel einlief.

Über deutlich längere Distanz im St Leger in Doncatser kam Pyledriver auf einen sehr guten dritten Platz nur 1.3 Längen hinter Gallileo Chrome und Bekshire Rocco, was wieder eine hervorragende Leistung war und rein gar nichts von seiner Form zu dieser Zeit subtrahierte, ganz im Gegensatz zum Versuch im Champion Stakes in Ascot einen Monat später – wobei vielleicht auch der ständige Wechsel der Distanzen ein wenig viel für Pyledriver war, der nach dem 3000m St Leger nun im 2000m Champion Stakes brillieren sollte – gegen verdammt starke Konkurrenz. Man hatte es also schon kommen sehen und die Aufmerksamkeit richtete sich auf sein Saisondebüt im Mai im Gruppe 2 Jockey Club Stakes, wo Pyledriver allerdings keine Chance gegen den Mitfavoriten Sir Rin Prestley hatte. Aber wie das immer so mit Debüts nach sieben Monaten Pause ist – sie sagen eben nicht alles über die Form aus und Pyledriver konnte im Anschluss das gut besetzte Coronation Cup Stakes in Epson für sich entscheiden, auch wenn er den Favoriten Al Asay im Nacken hatte und sich mächtig strecken musste, um seinen Vorsprung von 0,3 Längen ins Ziel zu retten. Wieder mit von der Partie war Mogul, der allerdings nur den letzten Platz belegen konnte und einfach nicht in Form war – ganz im Gegensatz zu Pyledriver, der danach trotz hohem Gewicht das Churchill Stakes in Lingfield gewinnen konnte und nun das erste Mal nach Hong Kong gereist ist, um einen Teil des riesigen Preisgeldes abzusahnen – was definitiv in seiner Macht steht!

Mogul:  Aiden O’Brien hat seinen Schützling schon in der ganzen Welt starten lassen und hat mit der Taktik im Dezember 2020 etwas überraschend das Longines Hong Kong Vase gewinnen können – eine extrem starke Leistung und Mogul könnte eventuell seinen Titel verteidigen – schon letztes Jahr war er vor dem Start in Hong Kong außer Form gewesen, und die Konkurrenz sieht fast ein wenig leichter aus als letztes Jahr.

Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien begann seine Karriere in Gowran Park im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz, gewann danach aber in Curragh noch im selben Monat sein Maidenrennen und legte danach im Gruppe 2 Champions Juv‘ Stakes wie erwartet noch einmal nach, was nach dem lockeren Sieg in seinem Maidenrennen auch so erwartete worden war.

Perfekt wäre der Sieg zwei Monate später im November im Gruppe 1 Vertem Futurity Trophy Stakes in Newcastle als Saisonabschluss gewesen, aber auch so war die erste Saison von Mogul ein Erfolg, der vierte Platz im Vertem Futurity Trophy Stakes hinter dem lockeren Sieger Kameko war kein Grund um an ihm und seiner nächsten Saison zu zweifeln. Nicht zuletzt hatte er einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison feiern können und war für nicht wenig Geld vom erfolgreichen Magnier Syndikat gekauft worden.

Die zweite Saison begann dann etwas verspätet im Juni im Gruppe King Edward VII Stakes mit einer weiteren Niederlage, dieses Mal als klarer Favorit, und auch im Derby machte er mit einem sechsten Platz kein wirklich gute Figur. Dabei verfehlte er gleich zwei Mal den Anschluss an die Top Gruppe seines Jahrgangs und so langsam konnte man sich Sorgen machen, ob seine Form und seine Klasse zunächst überschätzt worden war – denn die Siege blieben zunächst aus.

Das änderte sich mit dem Senken des Niveaus im selben Monat im Gruppe 3 Gordon Stakes, wo er gegen solide Konkurrenz (für ein Gruppe 3 Rennen) endlich einen Sieg feiern konnte. Das war der erste Sieg in einem Rennen im Jahr 2020 und natürlich weit von den erhofften Gruppe 1 Ehren im Derby entfernt, aber Mogul sorgte später für Wiedergutmachung im Juddmonte Grand Prix de Paris, wo er mit einem beeindruckenden Lauf das Rennen gewinnen konnte. Er ging auf der Zielgeraden auf den letzten 200m zum Vollsprint über, und keiner der Konkurrenten konnten bei dem Sprint mitgehen., was in seinem ersten Gruppe 1 Sieg, nicht nur 2020, sondern insgesamt resultierte. Keine schlechte Form, aber der Sprung über den Teich in die USA nach Keenland zum Breeders Cup Turf verlangte noch einmal eine ganz andere Form und Klasse, was Mogul und Pierre-Charles Boudot im Sattel schmerzlich feststellen mussten. Mogul kam langsam aus den Ställen (er hatte auch noch den höchsten Draw), was allerdings scheinbar auch der Plan war, denn Pierre-Charles Boudot hielt ihn davon ab, sich weiter vorne einzusortieren und schickte in nach innen zu den letzten Drei. Er hielt Mogul dann sogar noch weiter zurück und war an der ersten Kurve Letzter, schien sich aber auf der Rückgeraden an dieser Position recht wohl zu fühlen, dann aber kollidierte Arklow vor ihm leicht mit dem Innengeländer  und schoss nach außen, was Mogul nach außen zwang und an Momentum verlieren lies. Ab dann wurde Pierre-Charles Boudot aktiv und versuchte Plätze gut zu machen, hatte aber gut Boden auf die Front Runner verloren und musste zu allem Überfluss von der geplanten Route innen am Feld vorbei in die Mitte der Bahn wechseln, um ein freien Lauf zu haben, kam dann aber auch nicht in Gang und konnte am Ende mit dem fünften Platz gerade einmal die ermüdenden Front Runner einsammeln.

Das war klar unter den Erwartungen und der für mich etwas überraschende Wechsel an das andere Ende der Welt zum Hong Kong Cup stand unter nicht gerade den besten Vorzeichen, aber wer bin ich, die Entscheidungen von Aiden O’Brien zu hinterfragen, denn Mogul gewann den Hong Kong Cup… mit 3 Längen Vorsprung! Unglaubliche Leistung von Mogul, wie er die versammelte Prominenz auf den letzten 250m zunehmend hinter sich lies und Ryan Moore einen raren Sieger in Fernost bescherte.

Der nächste Wechsel der Kontinente zum Longines Dubai Sheema Classic lohnte sich zwar nicht, aber er zeigte im Mai in Frankreich im Prix Ganay eine solide, wenn auch als Favorit enttäuschende Leistung- und auch zurück in England wurde die Form von Mogul nicht besser, der im Coronation Cup  nur den abgeschlagenen letzten Platz belegen konnte und augenscheinlich nie richtig ins Rennen fand und schon den Start verschlafen hatte. Auch beim nachfolgenden Gruppe 3 Osaf – Prix de Reux in Deauville zeigte Mogul eine gar enttäuschende Leistung, aber wie schon eingangs geschrieben – das war 2020 ähnlich, bevor er in diesem Rennen hier-  und nur in diesem – plötzlich brillierte.

Also – schlägt der Blitz zwei Mal an der selben Stelle ein?

 

Ebaiyra: Die Distorted Humor Tochter von Trainer A. de Royer-Dupre hatte ihr erstes Outing im Jahr 2019, bestritt in diesem Jahr aber nur ein Rennen und kam dann im Mai 2020 zurück auf die Rennstrecke – in beiden Rennen belegte sie einen zweiten Platz und ging danach direkt in die Black Type Rennen – und feierte dort auch sofort ihren ersten Sieg im Gruppe 3 Prix de Royaumont.
Sie hatte trotz des öeren Niveaus noch einiges an Kraft übrig am Ende des Rennens und so verwundert der Sprung in das Gruppe 1 Prix de Diane Longines icht wirklich – auch wenn man zu Recht etwas skeptish war, was ihre Chancen in diesem gut besetzten Rennen angebelangte. Wie zu vermuten gelang es ihr in ihrem ersten Start auf Gruppe 1 Ebene auch nicht, dass nötige Tempo aufzubauen, um die Sieger unter Druck zu setzen und musste sich am Ende mit einem sechsten Platz zufrieden geben.
Aber gleich danach gelang es ihr auf weichem Boden im Gruppe 2 Darley Prix de Pomone einen weiteren Sieg zu verbuchen und der weiche Boden in Kombinaton mit er längeren Distanz schienen durchaus eine erhebliche Rolle bei ihrem Sieg über die Favoritin Gran Gloria gespielt zu haben, so das ihr Tainer A. de Royer-Dupre danach noch einen drauf setzte und Ebaiyra auf schwerem Boden und noch einmal 200m mehr im Qatar Prix de Royallieu auflaufen lies.
In diesem Gruppe 1 Rennen wurde der noch jungen Stute aber wieder etwas zu viel abverlangt und es reichte „nur“ für einen sehr guten dritten Platz. Auf den letzten 200m fiel Ebaiyra das Laufen zunehmend schwer und sie musste die Sieger gehen lassen – hatte aber scheinbar durchaus Gefallen an dem Schlamm unter den Hufen gefunden und konzentrierte sich nach der Winterpause 2021 zunehmend auf diesen Boden.
Bei ihrem Saisodebüt im Gruppe 3 Prix Allez France Longines konnte sie die Favoritin und Front Runnerin Raabihah schlagen, die sich redlich bemühte den späten Angriff von Ebaiyra noch abzuwehren, die auf den letzten 100m heran gekommen war und beim Zieleinlauf die Führung knapp übernehmen konnte. Das Paar hatte das Rennen und den Schlusssprint für sich und war  Längen vor der Dritten – und die beiden sollen noch im selben Monat im Gruppe 2 Prix Corrida noch einmal aufeinandertreffen.
Wieder ging es über 2100, allerdings dieses Mal auf schwerem Boden und dieser lag Ebaiyra deutlich besser als Raabihah.
Wieder versuchte Raabihah das Tempo zu setzen, allerdings kam Ebaiyra dieses mal deutlich früher heran und lies die Konkurrentin das Rennen über nie aus den Augen, bis sie 200m vor dem Ziel das Tempo weiter anzog und sich dieses mal mit über einer Länge und sicherer Verwaltung des Vorsprungs deutlicher gegen Raabihah durchsetzen konnte
Es folgte der nächste Verusch auf Gruppe 1 Ebene im Grand Prix de Saint-Cloud über 2400m und weichen Untergrund. Da die Konkurrenz wie In Swoop und Broome erneut nicht nur in guter Form, sondern auch bekannter Maßen schon erfolgreich auf diesem Niveau waren, rangierte Ebaiyra eher Mittelfeld bei den Quoten, konnte aber erneut überraschen und unter Christophe Soumillon sich einen knappen zweiten Platz sichern. Gold Trip war nur eine Nase hinter Ebaiyra, während die Siegerin Broome sich eine Länge abgesetzt hatte und ihre Führung über das Rennen hinweg gnadenlos ausnutze.
Der Untergrund trocknete im Vorfeld des Darley Prix Jean Romanet in Deauville leider noch deutlich aus und die eigentlich perfekten Voraussetzungen für Ebaiyra verschwanden und gaben gut bis schnellen Untergrund nach, ein Untergrund, der auf der Zielgeraden seinen Tribut von Ebaiyra forderte, die das Tempo an der Front nicht halten konnte und ihre Führung 300m vor dem Ziel abgab und auf einen sechsten Platz zurück fiel.
Hong Kong ist eine Unbekannte für sie, aber der Trainer weiß mit Sicherheit, dass der Untergrund hier in Fernost selten langsam ist und schickt sie trotzdem auf die lange Reise-  ich kann mir vorstellen, dass sie unter den ersten Drei sein wird, wenn nicht sogar gewinnt.
Trifecta: Glory Vase (Bank), Ebaiyra, Pyledriver, Mogul

 

 


11.12.2021 – Doncaster – Summit Juvenile Hurdle – Pick: Ballyadam

Pferderennen in England

15:40 Summit Juvenile Hurdle – Gruppe 2

Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 3.335 m  |  Preisgeld: 60.000 GBPHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Spannendes Duell an  der Spitze heute hier – Sceau Royal und Song For Someone  treffen aufeinander, beide haben in dieser Saison einen Platz bei ihrem letzten Rennen erreicht und kennen sich aus der Vergangenheit. Beide sind hoch angesehene Hurdler und werden hier einen ersten Hinweis auf die Form für das Festival am Horizont geben. So lange keiner von beiden hier einen totalen Aussetzer hat, sind beide natürlich im Rennen für die Saison – es warten aber einige Konkurrenten auf den Plätzen dahinter, die jede Schwäche ausnutzen werden.

Sceau Royal:

Der  Doctor Dino Sohn von Trainer Alan King hat sich seit seinem Debüt 2014 und dem Wechsel zur National Hunt Saison schon einige Erfolge an das Revers heften.  So gewann er 2016 das Gruppe 2 Elite Hurdle und ging danach als einer der beiden Favoriten hinter Apple’s Jade im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle an den Start, scheiterte dort aber dann wieder deutlich und der nächste große Erfolg musste ein wenig auf sich warten lassen. Auch die Teilnahme am Champion Hurlde 2017 brachte erwartungsgemäß keinen weiteren Erfolg, aber mit dem Alter wurde er beständiger und gerade in der Saison 2019 konnte er sich einige sehr gute Platzierungen sichern, wie einen zweiten Platz im Champion Chase und dem Celebration Chase. Kein Wunder also, dass man mit seinen acht Jahren ihn hier vermutlich noch öfter sehen wird. Das sind aber natürlich alles Chase Rennen, in der Hürdendisziplin 2017 war kau ein Blumentopf zu gewinnen und sein Trainer Alan King wusste, dass er etwas verändern muss.

Zunächst wechselte Sceau Royal dann zur Chase Disziplin  und gewann sein erstes Rennen auf Handicap Niveau und legte nach einem guten zweiten Platz im nächsten Rennen mit einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge nach.

Dabei gewann Sceau Royal Ende 2017 das Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase als Außenseiter gegen Finian’s Oscar und Brain Power und gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen. Das Rennen wurde von Sceau Royal auch gewonnen, weil der Favorit Brain Power sich selbst aus dem Rennen nahm. und Sceau Royal dann freie Bahn für einen massiven 9 Längen Sieg hatte. Dann gewann Sceau Royal noch das Gruppe 2 Lightning Novices‘ Chase im Vorfeld des Festivals, verpasste aber nach den beiden besten Erfolgen seiner kurzen Chase Karriere leider die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und konnte erst im November 2018 auflaufen.

Sceau Royal konnte nach der Sommerpause dank des Trainings von Alan King an seine gute Form anknüpfen und gleich seinen ersten Start in der neuen Saison in Form des Gruppe 2 Shloer Chase gegen Konkurrenten wie Brain Power und Le Prezien gewinnen. Man konnte schon sehen, dass Sceu Royal in der Chase Disziplin ein ganz anderes Pferd als über Hürden war und man dürfte gespannt sein, wie sich seine Karriere weiter entwickeln würde.

Im Gruppe 1 Tingle Creek Chase traf er dann im Dezember 2018 allerdings das erste Mal auf Altior, der das Feld souverän deklassierte und Sceau Royal das Rennen ziemlich verdarb. Sceau Royal kam als letzter ins Ziel, das Ergebnis kann man allerdings auf Grund des Duells mit Altior relativieren.

Sceau Royal erholte sich als Favorit im Gruppe 2 Kingwell Hurdle  ein wenig und holte dort einen zweiten Platz und nahm beim Cheltenham Festuval erneut das Duell mit Altior auf, der an der letzten Hürde den Konkurrenten immer noch im Nacken hatte und erstaunlich hart arbeiten musste, um am Ende das zweite Queen Mother Champion Chase zu gewinnen. Sceau Royal wiederholte diese Leistung mit einer weiteren Platzierung hinter Altior im GRuppe 1 Celebration Chase  im April 2019 und hatte damit ein bis dato kaum erreichtes Formhoch erreicht, das er allerdings nu in Teilen über die Sommerpause retten konnte. Der erste Start im Tingle Creek Chase wurde unter ferner liefen beendet und auch im Gruppe 2 Desert Orchid Chase  im Dezember war Seau Royal noch nicht in Bestform und musste sich mit dem dritten Platz in dem kleinen Rennen zufrieden geben.

Auch im Win Bigger On The Chase musste er sich mit einem Platz zufrieden geben, was gegen Altior aber absolut in Ordnung ging und seine Teilnahme am Champion Chase beim Cheltenham Festival war nicht ohne Chancen auf dem Papier, Am Ende konnte er sich aber nur auf dem letzten Platz einsam und isoliert ins Ziel schleppen. Naja, kann beim Cheltenham Festival schon mal passieren.

Nach der Sommerpause frischte Sceau Royal sein Können zunächst in Hürdenrennen wieder auf und starte im Potter Group Welsh Champion Hurdle, einem Limited Handicap Rennen in dem er eines der höchsten Gewichte tragen musste, aber mit dem anderen Höchstgewicht Ballyandy am Ende um den Sieg kämpfte und sich trotz zweistelliger Quote am Ende durchsetzen konnte. Sauberer Einstieg in die neue Saison, was Lust auf Mehr machte, und Sceau Royal lieferte im Gruppe 2 Unibet Elite Hurdle im November Nachschub – der sieben Längen Sieg hätte kaum einfacher gelingen können, schließlich setzte er sich ab der vorletzten Hürde vom Feld ab und wurde danach niemals wieder unter Druck gesetzt.

Er hob das Niveau an und trat im Betfair Fighting Fifth Hurdle gegen Epatante an, der aber auf der Zielegraden einfach noch zu stark war, aber auch hier holte Scau Royal mit seinem zweiten Platz eine sehr gute Platzierung und war weit vor dem Dritten. Und auch wenn er im Dezember im Gruppe 2 Unibet International Hurdle nur einen vierten Platz erringen konnte, war er an der (aufgelassenen) letzten Hürde noch voll mit dabei beim Kampf um den Sieg und schwächelte nur auf den letzten vielleicht 100m und musste die anderen drei ziehen lassen – in seiner derzeitigen Form über Hürden habe ich ihm im Desert Orchid Chase im Dezember viel zugetraut, aber leider scheiterte er am Ende an sich selbst und der fünften Hürde. Nicht viel, was man aus diesem Rennen herausziehen hätte können, dafür gewann er aber zwei Monate später im Februar beim Gruppe 2 Betfair Game Spirit Chase, und das mit Leichtigkeit gegen auf dem Papier durchaus gleichwertige Gegner.

Sceau Royal hielt sich hinter den Pacemakern, übernahm im letzten Viertel aber spielend die Führung von diesen und konnte sich unter einem starken Ritt von Daryl Jacob gegen Champ durchsetzen, einem Gruppe 1 Sieger aus dem letzten Jahr.

Beim Gruppe  1 Betway Queen Mother Champion Chase beim Cheltenham Festival verpasste Sceau Royal die ausbezahlten Plätze nur knapp und kam auf einem sehr respektablen fünften Platz ins Ziel – für den es natürlich auch noch etwas Kleingeld gab, aber eben nicht das ganz große Geld. Dabei wäre sogar der Sieg drin gewesen, aber Sceau Royal wurde einige Male bös in die Zange genommen, wurde an der drittletzten Hürde fast zu Boden gebracht, war dann wieder eingeboxt und hatte wenig Raum zum Springen und für den Schlusssprint – alles zusammen war dann doch zu für Sceau Royal, so dass der fünfte Platz eine wirklich gute Leistung war!

Im Gruppe 1 bet365 Celebration Chase in Sandown im April war der Boden etwas schneller als gewohnt und Sceau Royal began bei seinen Sprüngen Konsequent nach links zu springen und bekam auf den letzten Metern erhebliche Probleme mit seiner Ausdauer – holte sich aber doch noch den dritten Platz vor dem eigentlichen Favoriten Put The Kettle On, der ebenfalls keinen guten Tag erwischt hatte

Dafür gelang das Saisondebüt in Kempton im Unibet 3 Uniboosts A Day Hurdle mit Leichtigkeit und Sceau Royal zeigte saubere Sprünge und eine gute Ausdauer, scheiterte aber auf höheren Niveau als er im Fighting Fith Hurdle startete und war bis zu letzten Hürde an den Führenden dran – und lief an der vorletzten Hürde noch extrem stark und leicht auf, klappte aber auf der Zielgeraden ein wenig zusammen und musste Not So Sleepy and Epatante ziehen lassen  – die ein extrem spannendes Duell bis zur Ziellinie hatten, welches in einem Dead Heat entschieden wurde.

Sceau Royal verlor eine Länge auf die Sieger, war aber weit weit vor dem Rest des Feldes – und kann heute auf de Straße der Sieger zurück kommen.

Song For Someone: Der Medicean Wallach von T. Symonds begann seine Karriere für Trainer J. Boisnard 2019 und gewann zwei von vier Starts für den Trainer, der ihn noch als Hengst aufliefen lies. Nach zwei Starts für Tom Symonds wurde Song For Someone – trotz zwei zweiter Plätze – dann kastriert, da er sich nicht ganz so einfach zu lenken lies wie gewünscht war – aber es lohnte sich, denn schon beim Start im selben Monat gewann Song For Someone in Newbury folgte der Sieg mit über 9 Längen Vorsprung, was eine massive Formsteigerung für ihn war .

Song For Someone hatte in dem Rennen die Führung übernommen und konnte diese ohne ernsthaftes Risiko überholt zu werden über die gesamte Strecke verteidigen können.

Auch das nächste Rennen in Warwick gewann Song For Someone, wenn auch nicht ganz so dominant wie zuvor und einen Monat später verpasste Song For Someone dann leider das Cheltenham Festival – obwohl er eigentlich dafür vorgesehen war. Nur um dann im April im Gruppe 1 Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle zu starten und es dann doch auf Gruppe 1 Ebene zu versuchen. Das wäre seine Chance gewesen die etwas durchwachsene Saison mit einem Knaller abzuschließen, aber leider kam er nicht über seinen Außenseiterstatus hinweg und ging abgeschlagen auf dem sechsten Platz ins Ziel – mit 26 Längen ziemlich weit abgeschlagen.

Nach 227 Tagen Pause hatte Song For Someone seine Form aber wieder gefunden und konnte die Saison 2019-2020 mit einem Sieg in Fontwell beginnen. Der Sieg in dem Klasse 3 Rennen war wieder dominant, wenn auch dieses Mal von hinter den Führenden aus gelaufen. Die Leistung konnte Song For Someone dann allerdings in den nächsten beiden folgenden Rennen auf schwerem Untergrund im Jumeirah Hotels And Resorts December Handicap Hurdle in Sandown und dem Gruppe 3 Matchbook Holloway’s Handicap Hurdle nicht ganz wiederholen – auch wenn beim dem Gruppe 3 Rennen am Ende ein zweiter Platz heraussprang.

Hier hatte Song For Someone wieder die Führung übernommen, konnte aber das Tempo auf dem schweren Boden nicht komplett durchalten und wurde an der vorletzten Hürde überholt, versuchte aber sich wieder heranzukämpfen und kam noch bis auf eine Länge heran und sorgte für ein spannendes Duell um den Sieg. Auf schnellerem Boden im Februar konnte Song For Someone dann seine Stärke voll ausspielen und konnte endlich sein erstes Gruppenrennen in Form des Betway Kingwell Hurdle gewinnen.

Das 2m Rennen war zwar nicht so stark besetzt wie die letzten beiden, aber ein Gruppensieg ist ein Gruppensieg – und da kommt ja noch einiges nach dem Februar,… außer dass dann Corona kam und die Saison praktisch beendete.

Also, auf in die neue Saison 2021/2022 und im November ging es in Ascot wieder über Hürden – und Song For Someone machte genau da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Über 2m3f gewann er seinen Saisoneinstand in Ascot auf Gruppe 2 Ebene im Coral Hurdle gegen 2 andere Starter und danach sogar das Gruppe  2 Unibet International Hurdle, auch wenn das ein echt harter Kampf war. Favorit Goshen floppte in dem Rennen hart und spielte keine Rolle, was das Rennen natürlich für die anderen Konkurrenten und Außenseiter öffnete – und so konnte sich ein spanendes Duell zwischen Song For Someone und Silver Streak entwickeln, welches Song For Someone mit einer Nase für sich entscheiden könnte – er hätte gut die 2f mehr Distanz aus dem letzten Rennen gebrauchen können – und mit noch weniger Distanz und Goshen wieder in Form, musste er den Favoriten am Ende auf schwerem Boden 22 Längen ziehen lassen – bitter, aber beim Gruppe 1  Betway Aintree Hurdle im April lief Song For Someone noch schlechter auf und beendete das Rennen nicht einmal – es war einfach nicht sein Tag.

In der Sommerpause 2021 bekam Song For Someone eine OP an seiner Windröhre spendiert und konnte im Coral Hurdle unter schwerem Gewicht seiner Quote davonlaufen und auf einem zweiten Platz ins Ziel einlaufen – das war besser  als erwartet und ich kann mir vorstellen, dass er Sceau Royal heute einiges zu Denken gibt.

 

BallyadamDer Fame And Glory Sohn von Trainer Gordon Elliot wurde vor seinem ersten Start kastriert, gewann dafür sein Debüt aber auch gleich und zeigte damals im Oktober 2019 über 3m schon eine ganz ordentliche Ausdauer. Das eigentlich Ziel waren aber die 2m Rennen, an die er sich in der kommenden Zeit strickt halten sollte, zunächst im Februar 2020 nach dreimonatiger Pause in weiteren NHF Rennen, von denen er eines als Dritter abschloss, und eines gewann.

Interessant wurde es dann aber über Hürden nach der Sommerpause, als er unter Jack Kennedy bei seinem Maidenrennen im Oktober einen Kantersieg einfahren konnte und dann dann auf Gruppe 1 Ebene im Royal Bond Novice Hurdle gleich noch einmal nachlegte. Dabei war das Royal Bond Novice Hurdle im November mit Konkurrenten wie N’golo  durchaus stark besetzt gewesen und keinesfalls so einfach, wie die Quote von Ballyadam am Anfang suggeriert hatte – aber Ballyadam lies es so leicht erscheinen.  Noch vor der letzten Hürde musste er nur moderat angetrieben werden und hatte die Peitsche noch nicht gesehen, erst als er am letzten Hindernis einen schwachen Sprung produzierte, musste er von seinem Jockey Jack Kennedy wieder etwas auf Linie gebracht werden, fand dann aber die gewünschte Ruhe wieder und galoppierte zu einem lockeren Sieg, den der Vorsprung auf seine Verfolger von knapp 1,5 Längen nicht komplett widerspiegelt  – da wäre sicher mehr drin gewesen

Umso überraschender kam die Niederlage im Gruppe  1 Paddy Power Future Champions Novice Hurdle danach, als er gegen Appreciate It antreten musste. Distanz und Untergrund waren gleich geblieben und lagen Ballyandam, wie er nun unlängst bewiesen hatte. In dem Paddy Power Future Champions Novice Hurdle versuchte er zunächst, das Tempo zu setzten, konnte die gewünschte Position aber nicht erringen und musste sich hinter den Führenden einsortieren. Das hohe Tempo schien ihm aber Probleme zu bereiten, denn Ballyadam produzierte einige schlechte Sprünge die ihn immer wieder zurück warfen, trotzdem ging er nach der letzten Hürde (eigentlich die vorletzte, aber die letzte war ausgesetzt worden) mit Appreciate It mit, konnte dem Favoriten und späteren Sieger aber nichts entgegen setzten und fiel noch auf der Zielgeraden bis auf den vierten Platz zurück.

So richtig erklären konnte man sich die Leistung am Ende nicht, vielleicht außer, dass das höhere Tempo und die stärkere Konkurrenz ihn am Ende aus seinem Takt gebracht hatten, denn etwas über einen Monat später startete Ballyadam zusammen mit Appreciate It noch einmal über Kurs und Distanz im Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle, und dieses Mal zeigte er eine deutlich gesteigerte Leistung!

Am Ende gewann zwar Appreciate It erneut mit einem starken Lauf auf der Zielgeraden, aber Ballyadam saß ihm beim letzten Sprung über die letzte Hürde noch im Nacken und musste sich erst nach einem erneut schlechten Sprung an diesem Hindernis endgültig geschlagen geben. Er war aber deutlich vor dem Rest des Feldes und man konnte hoffen, dass er beim erneuten Duell mit Appreciate It beim Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle im Cheltenham Festival dem großen Favoriten einiges zu denken geben würde. Am Ende war Ballyadam wieder auf dem zweiten Platz hinter Appreciate It, der aber leichtes Spiel mit seinem Konkurrenten hatte und diesen schon an der vorletzten Hürde gut 6 Längen abgenommen hatte, und diese bis zum Ziel noch auf 24 Längen ausbaute. Ballyadam hielt den zweiten Platz und konnte sich über einiges an Preisgeld freuen.

Der Saisonabschluss in Aintree im April im Gruppe 1 Betway Mersey Novices‘ Hurdle darauf aufbauen würde können – aber der Abschluss der Saison gelang leider nicht und er kam nur auf einem vierten Platz ins Ziel – was wohl an der harten Saison und der kurzen Pause seit dem Cheltenham Festival gelegen haben soll.

Nach der Sommerpause stürzte Ballyadam schon and er ersten Hürde, und dann beim zweiten Start wurde er von Buddy Rich geschlagen. Und auch bei diesem Start sah er alles anderes als souverän aus, wieder waren einige Sprünge recht knapp, vielen Sprünge waren nicht schnell genug und generell sah er nicht komplett fit aus – das muss besser werden, aber er hat das Potential hier zu gewinnen, wenn er sein Potential abrufen kann.

 


11.12.2021 – Doncaster – December Novices‘ Chase – Pick: Threeunderthrufive

Pferderennen in England

13:55 December Novices‘ Chase – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.822 m  / 3m |  Preisgeld: 43.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich
Threeunderthrufive: Favorit des Rennens und sehr erfahren über 3m – und zudem sehr gut in Form und lediglich eine Niederlage beim Saisondebüt und beim Albert Bartlett Novices‘ über Hürden im März waren unter den Möglichkeiten – taktisches Rennen heute, aber Threeunderthrufive beherrscht das.
Der Shantou Sohn von Paul Nicholls begann seine Karriere 2019 in NHF Rennen – damals schon kastriert und für Nicholls startend – und belegte einen abgeschlagenen zweiten Platz hinter Kid Commando, der einen ziemlich starken Lauf auf dem Flat hatte. In Chepstow startete er auf schwerem Boden dann 84 Tage noch einmal in einem BHF Rennen, welches er dieses Mal gewann und mit dem ersten Sieg unter den Hufen ging es in die Pause bis zur Saison 2020/21 noch einmal ins Training – und das hat sich gelohnt, denn er Einstand in die neue Saison in Lingfield über Hürden gelang auf Anhieb. Damit war auch der erste Sieg über Hürden schon erledigt, und Threeunderthrufive legte danach im November in Ludlow über 2m5f  noch einmal nach. Nicht jeder Sprung war sauber, aber hey, das war erst das zweite Rennen und es reichte immer noch, um den Favoriten Valleres um fünf Längen zu schlagen.
Damit war zwar das Jahr zu Ende, aber natürlich noch nicht die Saison, die im Februar im 3m Shukers Introductory Hurdle in Musselburgh fortgesetzt wurde – dieses Mal als Favorit, was nach zwei überzeugenden Siegen in den ersten Rennen über Hürden nicht verwunderlich ist. Und Threeunderthrufive lieferte erneut, auch wenn er für diesen Sieg hart arbeiten musste.
Das war das erste Mal, dass er über 3m gestartet war, zudem war der Untergrund weich, was einige Unsicherheiten bzw. neue Parameter für Threeunderthrufive ins Spiel brachte, zudem war Fantastikas – einer der heutigen Konkurrenten, – in starker Form zu dieser Zeit und konnte zwei zweite Plätze unter ähnlichen Bedingungen zuvor erringen – und ein zweiter Platz war auch das, was Fantastikas im Shukers Introductory Hurdle erreichen konnte. Er war ständig an den Führenden dran, aber Threeunderthrufive hatte ihn immer im Griff und konnte seine Länge Vorsprung bis ins Ziel retten.
Nach drei Siegen in Folge ging es im März in Cheltenham dann zum Festival in das Albert Bartlett Novices‘ Hurdle – wo er ohne vorherige Erfahrung in Gruppenrennen natürlich ein starkes Brett zu bohren hatte – und wir es in Novice Rennen so oft der Fall ist, ging es am Ende anders aus, als erwartet worden war – Threeunderthrufive belegte einen abgeschlagenen sechsten Platz, war aber nicht weiter hinter dem Favoriten Stattler, der einen vierten Platz belegte. Das Rennen war nicht schlecht, andere waren zu diesem frühen Zeitpunkt in der Karriere einfach stärker
Daher wurden die Ziele für den Rest der Saison etwas gesenkt und im April ging Threeunderthrufive „nur“ auf Listed Ebene an den Start, als er im British EBF William Hill Gold Castle „National Hunt“ Novices‘ Hurdle in Perth startete, auch wenn er bei der Distanz von 3m bliebt – und  gegen die leichtere Konkurrenz konnte sich Threeunderthrufive sich auch wieder wie erhofft durchsetzen und den anderen Favoriten Stoner’s Choice auf der Zielgeraden locker abhängen, da war Castle Rushen schon näher dran – allerdings war Threeunderthrufive schon an der vorletzten Hürde 2 Längen voraus und konnte den Vorsprung noch auf 10 Längen ausbauen – er hatte eine Menge Ausdauer gezeigt, die er nach der Sommerpause  in seiner Disziplin – den Chase Rennen – wieder unter Beweis stellen konnte – wenn auch nicht sofort, denn beim ersten Start nach der Pause war er noch nicht wirklich fit und baute einige unsaubere Sprünge über die neuen Hindernisse ein und hatte nicht die Kraft, um den Sieger noch unter Druck zu setzen.
Aber schon beim zweiten Start in den Chase Rennen in Exeter über 3 Meilen im Betway „Future Stars“ Silver Bowl Novices‘ Chase  war er wieder fest oben auf und konnte das – zugegeben nicht stark besetzte Rennen – locker gewinnen. Da war das, ebenfalls nicht mit vielen Pferden besetzte mallardjewellers.com Novices‘ Chase in Cheltenham schon eine andere Hausnummer, denn in dem Rennen starteten einige sehr interessante Pferde, unter anderem der Albert Bartlett Novices‘ und Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle Dritte Oscar Elite – der allerdings an der drittletzten Hürde stürzte, dabei aber auch nicht wie die größte Gefahr für Threenderthrufive aussah. Threeunderthrufive konnte in dem rauen Rennen am Ende den einzigen übrig gebliebenen Konkurrenten Does He Know mit gut vier Längen schlagen und dürfte heute beim erneuten Duell mit Fantastikas eine sehr interessante Option sein.
Fantastikas: Der Davidoff Sohn von Trainer Nigel-Twiston-Davies wurde bereits vor seinem ersten Start kastriert und erwies sich dadurch bei seinem Saiondebüt schon als relativ leicht lenkbar. Denn sein erster Start in Southwell in einem NHF Rennen war mit einem guten zweiten Platz ziemlich solide, den zweiten Start kann man auf schwerem Untergrund ignorieren, denn beim dritten Start auf etwas besserem Boden konnte er wieder einen zweiten Platz erreichen – der Sieg entglitt ihm jeweils spät im Rennen, aber ein NH Rennpferd bewertet man ja auch nicht nur wegen seiner Geschwindigkeit über die flachen Kurse, und Fantastikas konnte sich in der nächsten Saison gleich auf dem selben Formlevel präsentieren.
Er begann in Stratford im Dodwell Novices‘ Hurdle über 2m2f und konnte sich immerhin wieder einen zweiten Platz sichern, auch wenn der Sieger dem Feld schon relativ früh keine Chance lies und sich vom Pulk der Verfolger absetzten konnte. Auch in Southwell beim Schritt hoch auf 3m erreichte Fantastikas wieder einen zweiten Platz, als er im Follow At The Races On Twitter Novices‘ Hurdle startete – hier fehlte ihm aber nur ein Nacken Rückstand auf den hohen Favoriten Bardbados Buck’s.
Fantastikas machte an der letzten Hürde einen hervorragenden Sprung und setzte sich an die Spitze, wurde dann auf der Zielgeraden doch wieder eingeholt – was aber eine super Leistung war gegen einen Konkurrenten, der zu der Zeit in der Saison ein Tripple abliefern konnte.
Im Februar ging es dann erneut über 3m in Musselburgh konnte er dann diese Erfahrung über die Distanz ausspielen und den Favoriten Threeundethrufive unter Druck setzten, aber wieder verlor er trotz durchweg guter Sprünge das Duell auf der Zielgeraden, wo der Konkurrent einfach mehr Kraft übrig hatte und seine Länge Vorsprung konstant halten konnte.
Vielleichtw ar es deswegen die richtige Entscheidung die Distanz auf 2m3f zu verringern, als er im Champagne Piaff Novices‘ Hurdle im Februar auflief, und dort auch endlich seinen verdienten ersten Sieg feiern konnte. Die kürzere Distanz schien ihm zu liegen, denn dieses Mal lief er nach der letzten Hürde kraftvoll zum Ziel – und wie um es zu bestätigen, ging ihm danach im März 2021 in Market Rasen im Racing TV Handicap Hurdle über 2m7f erneut die Kraft aus, als es auf die letzten Meter nach dem letzten Sprung ging. Man konnte sehen, dass Nigel Twiston Davies die langen Distanz Rennen im Blick hatte, aber sein Pferd schien sich in diesen nicht so wirklich wohl zu fühlen.
Allerdings gewann Fatastikas nach der Sommerpause in Lingfield das Read Kevin Blake On attheraces.com Intermediate Handicap Chase über 3m ziemlich locker, auch wenn er dieses Mal nicht jedes Hindernis sauber nahm. Das kann an der neuen Disziplin liegen, oder an der langen Pause, oder an dem recht schnellen Untergrund – aber jedenfalls nicht an dem hohen Gewicht, welches er hier tragen musste – alles in allem ein sehr starkes Rennen von ihm, aber der Favorit ist etwas mehr getestet über die längere Distanz
Emitom: Der Gold Well Sohn von Warren Greatex ist der Außenseiter hier im Feld- was ein wenig verwundert, wenn man sieht, in welchen Rennen er im letzten Jahr gestartet ist. Seine Ausbeute an Siegen ist mit 6 Siegen aus 13 Rennen auch alles andere als schlecht, und sein Einstieg in die Chase Rennen war mit einem zweiten Platz hinter Doyen Breed in Hexham über 3m – mit gerade einmal einem Kopf Rückstand – auch alles andere als schlecht.
Emilton begann seine Karriere im April 2018 und legte gleich zu Beginn seiner Karriere eine Serie von fünf Siegen hin, der sich über 2 NHF und drei Hürdenrennen erstreckte – und nur beim Versuch im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle
 im April 2019 mit einem zweiten Platz endete – hinter dem wohl bekannten Champ, der zuvor schon eine Gruppe 1 Sieger war, Zweiter im Ballymore Novice Hurdle im Cheltenham Festival und 2021 dort das RSA gewann – also sehr, sehr starkes Rennpferd, welches aber trotzdem „nur“ drei Längen Vorsprung am Ende hatte.
Leider war die Saison 2020 dann etwas durchwachen – mit einem letzten Platz beim verspäteten Saisondebüt im Januar 2020 beim Gruppe 2 Dornan Engineering Relkeel Hurdle . allerdings folgte dann der Sieg im Gruppe 2 Unibet Rendlesham Hurdle über 3m und schweren Untergrund. In dem Rennen hielt sich Emitom hinter den Führenden und ging an der vorletzten Hürde in Führung, machte aber einen langsamen Sprung an der letzten Hürde, hatte aber noch viel Kraft übrig um sich dann auf der Zielgeraden absetzten – und das auf der langen Distanz und dem schweren Boden . 
Auch beim Paddy Power Stayers‘ Hurdle beim Cheltenham Festival zeigte Emitom ein gutes Rennen und platzierte mit fünf Längen Rückstand auf einem vierten Platz, und der dritte Platz war in Schlagreichweite. Die Sieger waren für Emitom unangreifbar, aber der vierte Platz war für ihn schon eine sehr gute Leistung, und nach den Erfolgen über Hürden (unter anderem als Gruppe 2 Sieger und Gruppe 1 Zweiter), konnte man seinem Wechsel in die Chase Disziplin durchaus mit Spannung entgegen sehen – allerdings kam er bisher in dieser neuen Disziplin nicht so wirklich an seine Errungenschaften aus der Saison über Hürden heran – obwohl er zwischenzeitlich auch eine Operation an der Luftröhre hatte. In der Saiosn 2021/22 konnte er sich bei seinem Saisondebüt immerhin einen guten zweiten Platz sichern, musste dann aber gleich drei herbe Niederlagen in Folge einstecken und beendet die Saison mit einem hoffnungslosem Start im Ryanair Stayers Hurdle in Aintree im April.
Sein Wiedereinstieg in die Saison nach 221 Tagen Pause in Hexham war – wie schon der letzte Saisoneinstieg – vielversprechend, es wird nun aber darauf ankommen, ob er dieses Mal darauf aufbauen kann – das Potential dazu hat er defiinitv!

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